Ausgabe 
4.5.1931
 
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mb nun, nach knapp vierjähriger Bauzeit, komr

rruch polnischer sten.

sahren seine Wendigkeit bewies.

Dr.-Jng. h. c. Willi Grotrian-Steinweg t-

In Braunschweig starb Dr.-Jng. h. c. Willi Scotrian, der Mitinhaber und Seniorchef der ho pianofortefabrik Grotrian-Steinweg nach län­gerem Leiden im 63. Lebensjahre.

euch für Deutschland zu erreichen.

Erfolgreiche Probefahrt des Heylandl-Raketenwagens.

2lm Sonntagnachmittag wurde auf dem Flug-

gefüllt war, wurde der gelbrote Raketenwagen zum Startplatz geschleppt. Unter Zischen und Knattern setzte er sich dann langsam in Dewe-

zevrsm leim. Das Auffassung bei !> sprach die vier W der Ansicht war, des tat die ÄuMöischa

Hafen Tempelhof während einer Flugveranstaltung zum ersten Male der Heylandt-Raketen- vagen einem gröberen Publikum vorgezeigt. Die Probefahrt verlief durchaus erfolgreich und loste beim Publikum größten Beifall aus. Rachdem Drennstoff und flüssiger Sauerstoff in die Tanks

obere Stockwerk des Schulhauses ist v o l l st 8 n d i g ausgebrannt. Erst gegen 8 Uhr war es der Feuerwehr gelungen, den Brand auf seinen Herd ju beschränken.

Schwerer Betriebsunfall bei den Zinnwerken Wilhelmsburg.

Ein schwerer Betriebsunfall, der bisher vier Todesopfer forderte, hat sich bei den Zinnwerken Wilhelmsburg bei Harburg ereignet. Beim Trans- vort von Zinnrückständen stellten sich bei den damit beschäftigten Arbeitern plötzlich starke Kopf- 'chmerzen mit Brechreiz ein. Der herbeigerufene Arzt veranlaßte die sofortige Ueberführung der neun betroffenen Arbeiter ins Krankenhaus. Hier angestellte Untersuchungen ergaben, buh »s sich um eine Arsen-Wasser st offver- jif tung handelt, wie sie bisher-im Betrieb der Zinnwerke nochnichtfestgestellt wurde. Von den Arbeitern sind vier gestorben. Im Krankenhaus Harburg befindet sich ein weiterer Immglüdter, an dessen Aufkommen gezweifelt wird. Die anderen noch im Harburger Kranken- >aus befindlichen Erkrankten hofft man am Leben rhalten zu können.

Einweihung des Münchner Flughafens.

Die forkschreitende Entwicklung des Flugwesens mb die verkehrspolitische Bedeutung Münchens nachte die Errichtung eines großen neuzeitlichen Flughafens zur unerläßlichen Rotwendigkeit. Im 3a&re 1927 hat die Stadt München den Aus­rag zur Errichtung eines Flughafens erteilt,

Das Landgericht bt> |VW1V .......................

SaU , Hoheisel gung. Am Steuer faß der bekannte -Rennfahrer er Hoheisel halte sij scholl. Die Raketenapparatur bediente Ober- öohlkampses in eines Ingenieur Pietsch. Immer schneller werdend 'amtm über die Set« schr das Raketenauto, einen kurzen Feuerstrahl ran nahmen Aufstän« hinter sich herziehend, die Zementbahn des Flug- i über Hoheisel Hafens entlang. Der Wagen entwickelte eine Ge­il und dann auf der shwindigkeit bis zu 145 S t u n d e n ki l o m e- nbelt wurde. Ali . le r. Doch mußte er in den Kurben auf 40 Stun- ländische und als Ptv bcntilomctcr ahgestoppt werden, um ein Llmkip- ,u verantworten. Del r kt zu vermeiden. Etwa eine halbe Stunde lang n behauptete, daheinr lauerte die Probefahrt des feuerspeienden Ra« ,en habe und dah all! lctenwagens, der auch im Kreis- und Kurven-

Mai mb nun, nach knapp vierjähriger Bauzeit, lonn-

sdvrll x Anlagen, die ihresgleichen nur in wenigen

rtei det Plätzen der Welt finden, ihrer Bestimmung über- swirk, (eien werden. Den feierlichen Akt der Flughafen-

en 69r,tn der «inweihung vollzog Oberbürgermeister Dr. ß_.JLWn bcharnagl. Ministerialdirigent Brandenburg

emttAf. lC7?n9: ilxrbrachte die Grüße des Reichsverkehpsmini-

- JEItn Sorge bit fers und gab dem Wunsche Ausdruck, daß es

-Jejüichen Landtag kr deutschen Regierung bei den bevorstehenden °.cr Londes« entscheidenden Verhandlungen gelingen möge, die °"l>ergebäub«' Gleichberechtigung auf dem Gebiete der Luftfahrt -anderen Friedens« ---- - --- - $ übersteigt, aus die ntrkgezurLer« Heu den 3totd, noi) heblicheErspai, «xlter ßtnie zu einer und der Sonder, sollen."

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lern geraubten (Selbe aüs dem fahrenden Zuge gesprungen sind. Es fehlt von ihnen noch jede Spur.

i-r Bahnstrecke den blutüberströmten Leichnam les Zahlmeisters. Vom Unteroffizier fehlt

la« Wort ergriff, um zu diesen Vorwürfen Stel­lung zu nehinen. verließen die meisten Abgeord- ictcn die Sitzung. Dr. R. gab während seinen Ausführungen zu, Separatist gewesen zu fein; er dutde daraufhin aufgefordert, rmverzüglich den Saat zu verlassen. Hierauf erklärte der tcchesterverein Bingerbrück seinen Austritt aus kc Interessengemeinschaft.

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lercineAntere Rahe, Hunsrück und Glan" nilu.. . jte: Leiter des Dingerbrücker Orchestervereins,

Wirkung X Dw R., war in verschiedenen Eingaben a l s S e -

"-"n "V »aratift bezeichnet worden. Als Dr. R.

Raubmord im Zuge.

Auf der Strecke von Kowel nach Sarny in Wol- Inrien ist nachts in einem Personenzug ein Mili- torzahlmeister und möglicherweise auch ein Unter-

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Ein Einbrecher auf der Flucht erschossen.

In Wiesbaden-Dotzheim wurde der schon mehr­fach vorbestrafte Arbeiter Koerppen, der mit einem Mittäter in die Geschäftskeller der Kon- 'uongenossenschaft Rhein-Main eingebrvchen mb dabei von der Polizei überrascht vorden war, auf der Flucht, als er den Halt- mfen nicht Folge leistete, durch einen Schuh des ;$n verfolgenden Beamten getötet.

Zwei Todesurteile In Posen.

2as Bezirksgericht in Bromberg verurteilte einen i'iöhrigen Gärtner und einen 21jährigen Arbeiter, l e im Januar d I. einen Gastwirt in Brom- islecg, den sie berauben wollten, ermordet hatten, jiim Tode durch den Mrang.

Ein Schmiedemeister wird Millionär.

Der in Amerika wohnende Bruder der Frau Schr.vde Meisters Weil in Münster (Ober­lahnkreis), ein Häuser- und Grundstücksmakler, »ist kürzlich gestorben. Seine Ehe blieb kinderlos in-b er vermachte testamentarisch seiner einzigen kchwester bereits die Hälste seines Ver­lötens, annähernd eine Million Mark Eine b<i tere Erbschaft in gleicher Höhe steht ka Familie Weil nach Ableben der Gat- ji n des amerikanischen Verwandten zu. Weil, h feiner engeren Heimat als tüchtiger Schmiede- rejter bekannt, will trotz seines neuen Reichtums li-nem Beruf als deutscher Handwerksmeister (rei bleiben.

Ein Separatist wird abgeschüttelt.

heifit i. 0. osfizier von Banditen beraubt, ermordet ... m \ ;LI,b aus dem fahrenden Zug geworfen Uhr enllwns. Darben. Der Zahlmeister und sein Begleiter hatten mlnbrano, in rnd) Sarny für das dort stationierte 50. polnische ichelcheim iw 0ocniv!i> .nfanterieregiment etwa 100000 Zloty zur dfle pensionierli iiiszahlung der Gehälter^md Löhnungen bringen |( den Lrsiiänngr- vollen. Knapp vor Sarny bemerkte der Schaffner , ri. .u tftten, t# in einem Abteil Blutflecke und verschiedene Anzei-

J/hnh iie bill' eines stattgesundenen Kampfes. Ein Sonderzug Mnvm, ov» , nil einer Untersuchungskommission, der die Strecke nltäbter Ri . cbfufjr, fand etwa 40 Kilometer vor Sarny neben mtbe. Das ebenfaU»* i -.............. ~ -

Dienffmäbdjen^ ............... -......

toi in ihrr'" Lem -isher jede Spur. Man vermutet, daß die Banditen Hauch eestilki-ia«h Ermordung der beiden Militärpersonen mit en! ' Iphi nnrmiMan m^lhö ntic Som tnliranhnn Qnna

-- In Sobernheim kam es zu einer peinlichen WP1. kz.me ivahrend der Generalversammlung der

8000 Obdachlose in der überschwemmten Stadt Wilna.

8000 Menschen sind durch die katastrophalen Ueberschwernrnungen, die die litauische Stadt Wilna heimgesucht haben, obdachlos geworden. Die Not tft unbeschreiblich groß, da die Stadt nur noch mit Bootskarawanen zu erreichen ist.

Bedürfnis zu befriedigen. Eine Verneinung der Bedürfnisfrage für die Verabreichung von Spei­sen komme überhaupt nicht in Betracht, zumal es ja bei Errichtung des Heims Hauptzweck war, minderbemittelten Studenten verbilligte Verpfle­

Aus der Provinzialhauptstadt.

Gießen, den 4. Mai 1931.

Oie Wirtschastskonzession des neuen Gießener Studentenhauses.

Der Provinzialausschuß der Provinz Oberhessen hielt am Samstag unter dem Vor­sitz von Provinzialdirektor G r a e f im Regierungs­gebäude eine Sitzung ab, in der er sich mit einer umfangreichen Tagesordnung zu beschäftigen hatte. Als letzter Punkt der Tagesordnung über die vorhergehenden Angelegenheiten werden wir mor­gen noch berichten wurde die Klage der Freien Innung der Gastwirte von Gießen und Umgegend gegen den Bescheid des Kreisamts Gie­ßen vom 6. Januar 1931 betr. Erteilung der b e - schränkten Wirtschaftskonzession-für das neu errichtete Studentenheim zu Gießen, Leihgesterner Weg 16, verhandelt.

Durch Bescheid des Kreisamts Gießen vom 6. Ja­nuar 1931 wurde der Gießener Studentenhilfe e. D. zu Gießen die Erlaubnis zum Betriebe einer Schankwirtschaft im neu errichteten Studentenheim unter folgenden Bedingungen erteilt:

1. Es dürfen nur Wein, Bier, Apfelwein und alkoholfreie Getränke verabreicht werden.

2. Der Ausschank und die Verabreichung von Speisen darf nur an die Mitglieder der Studenten­schaft und des Lehrkörpers der Universität sowie gelegentlich auch an deren Gäste erfolgen.

3. Der Zutritt von sonstigen Privatpersonen zu den Wirtschaftsräumen ist nur in Begleitung von Mitgliedern der Studentenschaft und d^s Lehrkör­pers der Universität gestattet.

4. Die Benutzung der Räume zu öffentlichen Ver­anstaltungen, auch zu Festlichkeiten geschlossener Gesellschaften mit geladenen Gästen, ist untersagt.

5. Die einzelnen Zimmer dürfen nur an Mit­glieder der Studentenschaft vermietet werden.

6. Am Eingang ist an leicht sichtbarer Stelle ein dauerhaftes weißes Schild anzubringen mit deut­licher Aufschrift:Kein öffentlicher Wirtschaftsbetrieb. Der Zutritt zu den Wirtschaftsräumen ist nur Mitgliedern Der Studentenschaft und des Lehr­körpers der Universität Gießen und in deren Be­gleitung auch Gästen gestattet."

Gegen diesen Bescheid erhob die Freie In­nung der Ga st wirte von Gießen und Um­gegend Klage bei dem Provinzialausschuß und beantragte, die Be dürfnisfrage zum Aus­schank von alkoholhaltigen Getränken und zur Verabreichung von Speisen zu vernei­nen. In der Begründung wurde geltend ge­macht, daß sich die Betriebsführung des Heims sehr zuungunsten des heimischen Gewerbes aus­wirke, daß ein Bedürfnis zum Ausschank alkohol­haltiger Getränke abfolut nicht bestehe, ebenso auch nicht für die Verabreichung von Speisen, da das Gewerbe heute in der Lage sei, guten und billi­gen Mittagstisch zu geben. Das Bedürfnis sei insbesondere für den Lehrkörper der Uni­versität zu verneinen. Ferner wurde geltend ge­macht, daß im Heim alle möglichen Veranstaltun­gen, wie Hochzeiten, Tanzvergnügen und auch Prober - Konzertvereinen abgehalten würden, was unbedingt zu verbieten fei. Auch sollte man nicht cnuuiMi, daß andere Privatpersonen hier Speisen und Getränke einnehmen können.

Der Vertreter der Studentenhilse bean­tragte, die Klage kostenpflichtig abzuweisew da sie von falschen Voraussetzungen ausgehe. Das Bestehen derartiger Einrichtungen in Gießen sei unbedingt erforderlich, um die Gießener Uni­versität gegenüber Marburg und Frankfurt a. M., die in nächster Rähe liegen und gut ausgebaute Wirtschaftskorper besitzen, konkurrenzfähig zu er­halten. Zur Zeit werde etwa 400 Studenten aus allen Kreisen der Devölkersung das Studium nur durch die Einrichtungen der Studentenhilse er­möglicht. Jedenfalls liege es im dringendsten Interesse des Fortbestehens der Universität, Ein­richtungen zu schaffen, die den Studenten das Studium in Gießen annehmlich gestalten. Es be­stehe durchaus nicht die Absicht, den Alkoholgenuh anzuregew Auch seien die Räu<n« nicht geeignet, um studentische Kommerse zu veranstalten; sie wurden auch hierfür nicht zur Verfügung gestellt. Dagegen würden wissenschaftliche und sonstige mit der Universität im Zusammenhang stehende Tagungen, die seither mangels geeigneter Räume in Gießen nicht stattfinden konnten, hier abge­halten werden. Zusammenkünfte von Dozenten und Studenten, Vorträge aus dem wissenschaft­lichen und wirtschaftlichen Leben mit anschließen­dem Zusammensein und gegenseitiger Aussprache beabsichtige man im StudentenhÄm stattfinden zu lassen, um hier einen Mittelpunkt des geistigen Lebens der Studentenschaft auch außerhalb der Universität zu schaffen Hierbei werde mitunter der Wunsch nach einem Glas Bier oder Wein laut; es müsse Gelegenheit gegeben fein, dieses

gung zu gewähren. Ein derartiges Verbot habe die Abwanderung vieler Studenten zur Folge, wodurch die Existenz ^vieler Gießener Gastwirte selbst ernst gefährdet werde. Eine Verabreichung von Speisen an Mitglieder des Lehrkörpers komme bei den regelmäßigen Mahlzeiten nicht in Be­tracht, sondern nur ausnahmsweise. Keineswegs handele es sich dann um Bestreitung des Unter­halts auf Kosten der Mildtätigkeit.

Der Provinzialausschuß wies die Klage der Freien Innung der Gastwirte unter Aufrecht­erhaltung des Bescheids des Kreisamts Gießen vom 6. Januar 1931 als unbegründet zu- r ü a und verurteilte die Klägerin in die Kosten des Verfahrens. Streitwert 2000 Mark.

Staatsangehörigkeit von Beamten ans abgetretenen Gebieten.

Dom Kreisamt Gießen wird uns mit« geteilt:

Aus den abgetretenen Gebieten stam­mende deutsche Beamte, die'seinerzeit nach den Vorschriften des Versailler Vertrages oder seiner Ausführungsabkommen unter Erwerb einer fremden Staatsangehörigkeit die deutsche Reichs- angehorigkcit verloren und diese nicht etwa in­zwischen wiedererworben haben, sind durch die Weiterbeschäftigung im öffentlichen Dienst des Reiches oder der Länder usw. nur dann wie­der deutsche Re ich s a n ge h 0 r ige ge­worden, wenn die Weiterbeschäftigung als Aeu- anstellung im Sinne des 8 14 oder 15 des Reichs- und Staatsangehorigkeitsgesetzes ange­sehen werden kann. Hierzu bedarf es aber, wie bei der Anstellung überhaupt, einer ord­nungsmäßigen ausdrücklichen Er­öffnung der zuständigen Behörde, die nach § 16 Abs. 1 des vorgenannten Gesetzes dem betreffenden Beamten in schriftlicher Form ge­macht sein muh.

Es empfiehlt sich daher, daß i)fe aus den ab­getretenen Gebieten stammenden Beamten des Reichs, der Länder, der Gemeinden usw., bei denen es irgendwie zweifelhaft ist, ob sie deutsche Reichsangehörige geblieben sind, sich an das zuständige Kreisamt wegen R a ch p r ü « fung ihrer Staatsangeh0rig k e i ts- Verhältnisse wenden.

Bornotizen.

Tageskalender für Montag. Ober­schlesier-Versammlung, 20.15 Uhr, imAuechahn", Sonnenstraße. Sozialdemokratische Partei: vefsentliche Versammlung, Pietro Nenni (Italien) spricht überFaschismus oder Demokratie", 20 Uhr, Liebigshohe". Lichtspielhaus:Grock".

Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Morgen, Dienstag, unter der Spiel­leitung von Intendant Dr. P r a s ch Erstaufführung des historischen SchauspielsHaus Rothschild" von Hanns Saßmann. Die Rolle der Frau Gudula liegt in Händen von Frau Auguste Prasch-Greoen- berg, Ehrenmitglied des Meininger Landestheaters, als Gast. Beginn 20 Uhr, Ende kurz nach 22 Uhr. Mittwoch, 20 Uhr, letzte Wiederholung im Abonne­ment Arthur SchnitzlersIm Spiel der Sommer« lüfte", Spielleitung Walter Bäuerle

Volkshochschule. Der KursLebenspro- bleme" (Charakter und Schicksal, Freiheit und Not­wendigkeit), der von Professor Dr. K i n k e 1 geleitet wird, beginnt heute um 20 Uhr in der Universität, Hörsaal 34. (Siehe heutige Anzeige.)

Demokratie oder Faschismus." lieber dieses Thema sprechen heute, 20 Uhr, auf der Liebigshöhe" Pietro Nenni, Redakteur vom Avanti", und Heinrich Ritzel (Gießen), der Reichstagsabgeordnete der Sozialdemokratie Ober- Hessens. Nenni, der seine Rede in italienischer Sprache hält, wird durch einen Uebersetzer inter­pretiert werden. (Siehe heutige Anzeige.)

**EineöffentlicheSitzungdesStadt- r a t s findet am morgigen Dienstag, 17 Uhr, im Sitzungssaale des Stadthauses, Bergstraße, statt. Die Tagesordnung der öffentlichen Sitzung enthält nur einige Rechnungsberichte der städtischen Werke und einige Schankkonzessionsgesuche.

** Universitätsmusikdirektor D r. Temesvary zum Eyormeister der Bauern" gewählt. Der Bauersche Gesang­verein wählte in seiner Hauptversammlung am Samstagabend nach gründlicher Aussprache den Unioersitätsmusikdirektor Dr. Temesvary zum Chormeister des Vereins. Dr. Temesvary wird sein Amt als künstlerischer Leiter des Vereins und damit die Nachfolge des auf tragische Weise ums Leben gekommenen langjährigen Chormeisters G ö r- l a ch bereits morgen antreten.

* Wechsel in der Leitung der Volkse Hochschule. Herr Walter H e g a r ist nach mehr­jähriger Tätigkeit als Leiter der hiesigen Volks­hochschule am 1. Mai von diesem Amt zurückgetre- kn. Er beabsichtigt, sich mit ungeteilter Kraft weiter dem wissenschaftlichen Studium zu widmen. Die Leitung der Volkshochschule hat einstweilen Universi­tätsprofessor Dr. Messe r übernommen.

E i n teilweiser Deckenein stürz im Stadtratssihungssaale, bei dem ein er­hebliches Stück der Decke in der Rähe des Haupt­eingangs in den Sitzungssaal herabfiel, macht vorläufig die Benutzung des Saales unmöglich. Der Schaden soll seine Ursache in teilweises hohler Lagerung der Decke haben. Da der Raum z. Z. des Einsturzes nicht benutzt war, kam zum Glück niemand zu Schaden.

* Unerhörte Verwüstungen mußten Besucher des Stadtwaldes gestern am Alten Steinbacher Weg, hinter der Heilstätte und im Wald und auch an einigen anderen Spaziergän­gerwegen feststellen. Der größte Teil der dort aufgestellten Ruhebänke ist gewaltsam aus der Erde gerissen, umgestürzt und zum Teil demo­liert worden; andere Bänke wurden quer über Fahrstraßen und Fußgängerwege geworfen; am Anstieg zum Schiffenberg, vom Alten Stein­bacher Weg her, ist das eiserne Verkehrsschild, das die dortige 5-Kurve anzeigt, völlig umge­knickt, so daß zum Teil auch die starke Stein­bettung aus der Erde herausgehoben wurde. Mer diese unerhörten Zerstörungen am Gemeingut der Bürgerschaft begangen hat, konnte bis jetzt noch nicht festgestellt werden. Die Rachforschungen wer­den mit aller Kraft fortgesetzt und führen hoffent­lich dazu, die Rowdys ausfindig zu machen und einer ganz exemplarischen Strafe zuzuführen. Derartige Vergehen sind so abscheulich, daß jeder anständig denkende Mensch aufs tiefste empört sein und den dringenden Wunsch hegen muh, daß ge­gen solchen Frevel unter Umstanden das Pu­blikum, wenn es solche traurige Helden auf frischer Tat erwischt, zur Selbsthilfe greift.

** Ein schwerer Verkehrsunfall er­eignete sich gestern nachmittag auf der Landstraße GießenLollar an der Abzweigung der Straße nach Daubringen. Dort fuhr der Schlossermeister Oudwig Mohr von Daubringen, der nach Gie­ßen fahren wollte, mit seinem Motorrad in voller Geschwindigkeit auf ein aus Frankfurt stammen­des, in Richtung Lollar fahrendes Personenauto auf. Bei dem starken Zusammenprall erlitt der Bedauernswerte einen Unterschenkel- und einen Unterarmbruch, ferner schwere Kopfverletzungen; ob letztere ein Schädelbruch find, muß erst die ärztli«che Feststellung heute vormittag ergeben. Das Motorrad wurde völlig zertrümmert, das Auto am Kühler und am Kotflügel beschädigt. Die 3nfaffen, des Kraftwagens blieben unversehrt. Der Motorradler wurde von der Sanitätskolonne nach der Chirurgischen Klinik verbracht. Die Polizei ist zur Zeit mit der Klärung der Schuld­frage beschäftigt.

** E i n Schaukastendiebstahl wurde in der letzten Nacht an einem Geschäft in der Markt- straße verübt. Entwendet wurden drei kleine Stand­uhren in roter, grüner und blauer Farbe, zwei kleine Weckeruhren, davon eine mit Leuchtzifserblatt, und zwei silberne Drehbleistifte.

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Wettervoraussage.

Der Tiefdruckkern wandert nordöstlich weiter und lag heute morgen über der Nordsee und dem deut­schen Nordseeküstengebiet. Die kühlere Ozeanluft an seiner Rückseite ist nunmehr bis in unseren Bezirk vorgedrungen und hat auch bereits in der letzten Nacht zu starkem Gewitterregen geführt. Unter ihrem Einfluß gestaltet sich das Wetter wechselhaft, so daß zeitweise unter starker Haufenwolkenbildunz weiter­hin gewitterartige Schauer auftreten, dann wieder vorübergehende Aufheiterung einsetzt. Auch sind die Temperaturen gewissen Schwankungen unterworfen, gehen aber infolge ozeanischer Luftzufuhr im allge­meinen weiter zurück.

Aussichten für Dienstag: Wechselnd wolkig mit Aufheiterung, weiter« Abkühlung, ge­witterartige Schauer.

Lufttemperaturen am 3. Mai: mittags 19,3 Grad Celsius, abends 15 Grad; am 4. Mai: morgens 13,2 Grad. Maximum 20,2 Grad, Minimum 10,9 (Hrad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 3. Mai: abends 14,1 Grad; am 4. Mai: morgens 11,2 Grad Celsius. Niederschläge 5,9 nun. Sonnenscheindauer 2% Stunden. __________

Immer weiße Zähne

3d) möchte Ihnen mitteilen, dah wir schon über 15 Jahre die Zahnpaste Chlorodont benutzen. Noch nie hat sie uns enttäuscht! Wir hatten immer weihe Zähne und einen angenehmen Ee- schmact im Niunde, umsomehr, da wir schon längere Zeit das Chlorodont-Mundwasser benutzen. Auch benutzt die ganze Familie nur Chlorodont-Zahnbürsten". gez.C.Chudoba, Fr... Man verlange nur die echte Chlorodont-Zahnpaste, Tube 64 Pf, und 90 Pf., und weise jeden Ersatz dafür zurück.