mb nun, nach knapp vierjähriger Bauzeit, komr
rruch polnischer sten.
sahren seine Wendigkeit bewies.
Dr.-Jng. h. c. Willi Grotrian-Steinweg t-
In Braunschweig starb Dr.-Jng. h. c. Willi Scotrian, der Mitinhaber und Seniorchef der ho pianofortefabrik Grotrian-Steinweg nach längerem Leiden im 63. Lebensjahre.
euch für Deutschland zu erreichen.
Erfolgreiche Probefahrt des Heylandl-Raketenwagens.
2lm Sonntagnachmittag wurde auf dem Flug-
gefüllt war, wurde der gelbrote Raketenwagen zum Startplatz geschleppt. Unter Zischen und Knattern setzte er sich dann langsam in Dewe-
zevrsm leim. Das Auffassung bei !> sprach die vier W der Ansicht war, des tat die ÄuMöischa
Hafen Tempelhof während einer Flugveranstaltung zum ersten Male der Heylandt-Raketen- vagen einem gröberen Publikum vorgezeigt. Die Probefahrt verlief durchaus erfolgreich und loste beim Publikum größten Beifall aus. Rachdem Drennstoff und flüssiger Sauerstoff in die Tanks
obere Stockwerk des Schulhauses ist v o l l st 8 n d i g ausgebrannt. Erst gegen 8 Uhr war es der Feuerwehr gelungen, den Brand auf seinen Herd ju beschränken.
Schwerer Betriebsunfall bei den Zinnwerken Wilhelmsburg.
Ein schwerer Betriebsunfall, der bisher vier Todesopfer forderte, hat sich bei den Zinnwerken Wilhelmsburg bei Harburg ereignet. Beim Trans- vort von Zinnrückständen stellten sich bei den damit beschäftigten Arbeitern plötzlich starke Kopf- 'chmerzen mit Brechreiz ein. Der herbeigerufene Arzt veranlaßte die sofortige Ueberführung der neun betroffenen Arbeiter ins Krankenhaus. Hier angestellte Untersuchungen ergaben, buh »s sich um eine Arsen-Wasser st offver- jif tung handelt, wie sie bisher-im Betrieb der Zinnwerke nochnichtfestgestellt wurde. Von den Arbeitern sind vier gestorben. Im Krankenhaus Harburg befindet sich ein weiterer Immglüdter, an dessen Aufkommen gezweifelt wird. Die anderen noch im Harburger Kranken- >aus befindlichen Erkrankten hofft man am Leben rhalten zu können.
Einweihung des Münchner Flughafens.
Die forkschreitende Entwicklung des Flugwesens mb die verkehrspolitische Bedeutung Münchens nachte die Errichtung eines großen neuzeitlichen Flughafens zur unerläßlichen Rotwendigkeit. Im 3a&re 1927 hat die Stadt München den Ausrag zur Errichtung eines Flughafens erteilt,
Das Landgericht bt> |VW1V .......................
SaU , Hoheisel gung. Am Steuer faß der bekannte -Rennfahrer er Hoheisel halte sij scholl. Die Raketenapparatur bediente Ober- öohlkampses in eines Ingenieur Pietsch. Immer schneller werdend 'amtm über die Set« schr das Raketenauto, einen kurzen Feuerstrahl ran nahmen Aufstän« hinter sich herziehend, die Zementbahn des Flug- i über Hoheisel Hafens entlang. Der Wagen entwickelte eine Geil und dann auf der shwindigkeit bis zu 145 S t u n d e n ki l o m e- nbelt wurde. Ali . le r. Doch mußte er in den Kurben auf 40 Stun- ländische und als Ptv bcntilomctcr ahgestoppt werden, um ein Llmkip- ,u verantworten. Del r kt zu vermeiden. Etwa eine halbe Stunde lang n behauptete, daheinr lauerte die Probefahrt des feuerspeienden Ra« ,en habe und dah all! lctenwagens, der auch im Kreis- und Kurven-
Mai mb nun, nach knapp vierjähriger Bauzeit, lonn-
sdvrll x Anlagen, die ihresgleichen nur in wenigen
rtei det Plätzen der Welt finden, ihrer Bestimmung über- swirk, (eien werden. Den feierlichen Akt der Flughafen-
en 69r,tn der «inweihung vollzog Oberbürgermeister Dr. ß_.JLWn bcharnagl. Ministerialdirigent Brandenburg
emttAf. lC7?n9: ilxrbrachte die Grüße des Reichsverkehpsmini-
- JEItn Sorge bit fers und gab dem Wunsche Ausdruck, daß es
-Jejüichen Landtag kr deutschen Regierung bei den bevorstehenden ■ °.cr Londes« entscheidenden Verhandlungen gelingen möge, die °"l>ergebäub«' Gleichberechtigung auf dem Gebiete der Luftfahrt -anderen Friedens« ---- - --- - $ übersteigt, aus die ntrkgezurLer« Heu den 3totd, noi) heblicheErspai, «xlter ßtnie zu einer und der Sonder, sollen."
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lern geraubten (Selbe aüs dem fahrenden Zuge gesprungen sind. Es fehlt von ihnen noch jede Spur.
i-r Bahnstrecke den blutüberströmten Leichnam les Zahlmeisters. Vom Unteroffizier fehlt
la« Wort ergriff, um zu diesen Vorwürfen Stellung zu nehinen. verließen die meisten Abgeord- ictcn die Sitzung. Dr. R. gab während seinen Ausführungen zu, Separatist gewesen zu fein; er dutde daraufhin aufgefordert, rmverzüglich den Saat zu verlassen. Hierauf erklärte der tcchesterverein Bingerbrück seinen Austritt aus kc Interessengemeinschaft.
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lercine „Antere Rahe, Hunsrück und Glan" nilu.. . • jte: Leiter des Dingerbrücker Orchestervereins,
Wirkung X Dw R., war in verschiedenen Eingaben a l s S e -
"-‘"n "V »aratift bezeichnet worden. Als Dr. R.
Raubmord im Zuge.
Auf der Strecke von Kowel nach Sarny in Wol- Inrien ist nachts in einem Personenzug ein Mili- torzahlmeister und möglicherweise auch ein Unter-
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Ein Einbrecher auf der Flucht erschossen.
In Wiesbaden-Dotzheim wurde der schon mehrfach vorbestrafte Arbeiter Koerppen, der mit einem Mittäter in die Geschäftskeller der Kon- 'uongenossenschaft Rhein-Main eingebrvchen mb dabei von der Polizei überrascht vorden war, auf der Flucht, als er den Halt- mfen nicht Folge leistete, durch einen Schuh des ;$n verfolgenden Beamten getötet.
Zwei Todesurteile In Posen.
2as Bezirksgericht in Bromberg verurteilte einen i'iöhrigen Gärtner und einen 21jährigen Arbeiter, l e im Januar d I. einen Gastwirt in Brom- islecg, den sie berauben wollten, ermordet hatten, jiim Tode durch den Mrang.
Ein Schmiedemeister wird Millionär.
Der in Amerika wohnende Bruder der Frau Schr.vde Meisters Weil in Münster (Oberlahnkreis), ein Häuser- und Grundstücksmakler, »ist kürzlich gestorben. Seine Ehe blieb kinderlos in-b er vermachte testamentarisch seiner einzigen kchwester bereits die Hälste seines Verlötens, annähernd eine Million Mark Eine b<i tere Erbschaft in gleicher Höhe steht ka Familie Weil nach Ableben der Gat- ji n des amerikanischen Verwandten zu. Weil, h feiner engeren Heimat als tüchtiger Schmiede- rejter bekannt, will trotz seines neuen Reichtums li-nem Beruf als deutscher Handwerksmeister (rei bleiben.
Ein Separatist wird abgeschüttelt.
heifit i. 0. osfizier von Banditen beraubt, ermordet ... m \ ;LI,b aus dem fahrenden Zug geworfen Uhr enllwns. Darben. Der Zahlmeister und sein Begleiter hatten mlnbrano, in rnd) Sarny für das dort stationierte 50. polnische ichelcheim iw 0ocniv!i> .‘nfanterieregiment etwa 100000 Zloty zur dfle pensionierli iiiszahlung der Gehälter^md Löhnungen bringen |( den Lrsiiänngr- vollen. Knapp vor Sarny bemerkte der Schaffner , ri. .u tftten, t# in einem Abteil Blutflecke und verschiedene Anzei-
J/hnh iie bil’l' eines stattgesundenen Kampfes. Ein Sonderzug Mnvm, ov» , nil einer Untersuchungskommission, der die Strecke nltäbter Ri . cbfufjr, fand etwa 40 Kilometer vor Sarny neben mtbe. Das ebenfaU»* i -.............. ~ • -
Dienffmäbdjen^ ............ —... -......
toi in ihrr'" Lem -isher jede Spur. Man vermutet, daß die Banditen Hauch eestilki-ia«h Ermordung der beiden Militärpersonen mit en •! ' Iphi nnrmiMan m^lhö ntic Som tnliranhnn Qnna
-- In Sobernheim kam es zu einer peinlichen WP1. kz.me ivahrend der Generalversammlung der
8000 Obdachlose in der überschwemmten Stadt Wilna.
8000 Menschen sind durch die katastrophalen Ueberschwernrnungen, die die litauische Stadt Wilna heimgesucht haben, obdachlos geworden. Die Not tft unbeschreiblich groß, da die Stadt nur noch mit Bootskarawanen zu erreichen ist.
Bedürfnis zu befriedigen. Eine Verneinung der Bedürfnisfrage für die Verabreichung von Speisen komme überhaupt nicht in Betracht, zumal es ja bei Errichtung des Heims Hauptzweck war, minderbemittelten Studenten verbilligte Verpfle
Aus der Provinzialhauptstadt.
Gießen, den 4. Mai 1931.
Oie Wirtschastskonzession des neuen Gießener Studentenhauses.
Der Provinzialausschuß der Provinz Oberhessen hielt am Samstag unter dem Vorsitz von Provinzialdirektor G r a e f im Regierungsgebäude eine Sitzung ab, in der er sich mit einer umfangreichen Tagesordnung zu beschäftigen hatte. Als letzter Punkt der Tagesordnung — über die vorhergehenden Angelegenheiten werden wir morgen noch berichten — wurde die Klage der Freien Innung der Gastwirte von Gießen und Umgegend gegen den Bescheid des Kreisamts Gießen vom 6. Januar 1931 betr. Erteilung der b e - schränkten Wirtschaftskonzession-für das neu errichtete Studentenheim zu Gießen, Leihgesterner Weg 16, verhandelt.
Durch Bescheid des Kreisamts Gießen vom 6. Januar 1931 wurde der Gießener Studentenhilfe e. D. zu Gießen die Erlaubnis zum Betriebe einer Schankwirtschaft im neu errichteten Studentenheim unter folgenden Bedingungen erteilt:
1. Es dürfen nur Wein, Bier, Apfelwein und alkoholfreie Getränke verabreicht werden.
2. Der Ausschank und die Verabreichung von Speisen darf nur an die Mitglieder der Studentenschaft und des Lehrkörpers der Universität sowie gelegentlich auch an deren Gäste erfolgen.
3. Der Zutritt von sonstigen Privatpersonen zu den Wirtschaftsräumen ist nur in Begleitung von Mitgliedern der Studentenschaft und d^s Lehrkörpers der Universität gestattet.
4. Die Benutzung der Räume zu öffentlichen Veranstaltungen, auch zu Festlichkeiten geschlossener Gesellschaften mit geladenen Gästen, ist untersagt.
5. Die einzelnen Zimmer dürfen nur an Mitglieder der Studentenschaft vermietet werden.
6. Am Eingang ist an leicht sichtbarer Stelle ein dauerhaftes weißes Schild anzubringen mit deutlicher Aufschrift: „Kein öffentlicher Wirtschaftsbetrieb. Der Zutritt zu den Wirtschaftsräumen ist nur Mitgliedern Der Studentenschaft und des Lehrkörpers der Universität Gießen und in deren Begleitung auch Gästen gestattet."
Gegen diesen Bescheid erhob die Freie Innung der Ga st wirte von Gießen und Umgegend Klage bei dem Provinzialausschuß und beantragte, die Be dürfnisfrage zum Ausschank von alkoholhaltigen Getränken und zur Verabreichung von Speisen zu verneinen. In der Begründung wurde geltend gemacht, daß sich die Betriebsführung des Heims sehr zuungunsten des heimischen Gewerbes auswirke, daß ein Bedürfnis zum Ausschank alkoholhaltiger Getränke abfolut nicht bestehe, ebenso auch nicht für die Verabreichung von Speisen, da das Gewerbe heute in der Lage sei, guten und billigen Mittagstisch zu geben. Das Bedürfnis sei insbesondere für den Lehrkörper der Universität zu verneinen. Ferner wurde geltend gemacht, daß im Heim alle möglichen Veranstaltungen, wie Hochzeiten, Tanzvergnügen und auch Prober - Konzertvereinen abgehalten würden, was unbedingt zu verbieten fei. Auch sollte man nicht cnuuiMi, daß andere Privatpersonen hier Speisen und Getränke einnehmen können.
Der Vertreter der Studentenhilse beantragte, die Klage kostenpflichtig abzuweisew da sie von falschen Voraussetzungen ausgehe. Das Bestehen derartiger Einrichtungen in Gießen sei unbedingt erforderlich, um die Gießener Universität gegenüber Marburg und Frankfurt a. M., die in nächster Rähe liegen und gut ausgebaute Wirtschaftskorper besitzen, konkurrenzfähig zu erhalten. Zur Zeit werde etwa 400 Studenten aus allen Kreisen der Devölkersung das Studium nur durch die Einrichtungen der Studentenhilse ermöglicht. Jedenfalls liege es im dringendsten Interesse des Fortbestehens der Universität, Einrichtungen zu schaffen, die den Studenten das Studium in Gießen annehmlich gestalten. Es bestehe durchaus nicht die Absicht, den Alkoholgenuh anzuregew Auch seien die Räu<n« nicht geeignet, um studentische Kommerse zu veranstalten; sie wurden auch hierfür nicht zur Verfügung gestellt. Dagegen würden wissenschaftliche und sonstige mit der Universität im Zusammenhang stehende Tagungen, die seither mangels geeigneter Räume in Gießen nicht stattfinden konnten, hier abgehalten werden. Zusammenkünfte von Dozenten und Studenten, Vorträge aus dem wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Leben mit anschließendem Zusammensein und gegenseitiger Aussprache beabsichtige man im StudentenhÄm stattfinden zu lassen, um hier einen Mittelpunkt des geistigen Lebens der Studentenschaft auch außerhalb der Universität zu schaffen Hierbei werde mitunter der Wunsch nach einem Glas Bier oder Wein laut; es müsse Gelegenheit gegeben fein, dieses
gung zu gewähren. Ein derartiges Verbot habe die Abwanderung vieler Studenten zur Folge, wodurch die Existenz ^vieler Gießener Gastwirte selbst ernst gefährdet werde. Eine Verabreichung von Speisen an Mitglieder des Lehrkörpers komme bei den regelmäßigen Mahlzeiten nicht in Betracht, sondern nur ausnahmsweise. Keineswegs handele es sich dann um Bestreitung des Unterhalts auf Kosten der Mildtätigkeit.
Der Provinzialausschuß wies die Klage der Freien Innung der Gastwirte unter Aufrechterhaltung des Bescheids des Kreisamts Gießen vom 6. Januar 1931 als unbegründet zu- r ü a und verurteilte die Klägerin in die Kosten des Verfahrens. Streitwert 2000 Mark.
Staatsangehörigkeit von Beamten ans abgetretenen Gebieten.
Dom Kreisamt Gießen wird uns mit« geteilt:
Aus den abgetretenen Gebieten stammende deutsche Beamte, die'seinerzeit nach den Vorschriften des Versailler Vertrages oder seiner Ausführungsabkommen unter Erwerb einer fremden Staatsangehörigkeit die deutsche Reichs- angehorigkcit verloren und diese nicht etwa inzwischen wiedererworben haben, sind durch die Weiterbeschäftigung im öffentlichen Dienst des Reiches oder der Länder usw. nur dann wieder deutsche Re ich s a n ge h 0 r ige geworden, wenn die Weiterbeschäftigung als Aeu- anstellung im Sinne des 8 14 oder 15 des Reichs- und Staatsangehorigkeitsgesetzes angesehen werden kann. Hierzu bedarf es aber, wie bei der Anstellung überhaupt, einer ordnungsmäßigen ausdrücklichen Eröffnung der zuständigen Behörde, die nach § 16 Abs. 1 des vorgenannten Gesetzes dem betreffenden Beamten in schriftlicher Form gemacht sein muh.
Es empfiehlt sich daher, daß i)fe aus den abgetretenen Gebieten stammenden Beamten des Reichs, der Länder, der Gemeinden usw., bei denen es irgendwie zweifelhaft ist, ob sie deutsche Reichsangehörige geblieben sind, sich an das zuständige Kreisamt wegen R a ch p r ü « fung ihrer Staatsangeh0rig k e i ts- Verhältnisse wenden.
Bornotizen.
— Tageskalender für Montag. Oberschlesier-Versammlung, 20.15 Uhr, im „Auechahn", Sonnenstraße. — Sozialdemokratische Partei: vefsentliche Versammlung, Pietro Nenni (Italien) spricht über „Faschismus oder Demokratie", 20 Uhr, „Liebigshohe". — Lichtspielhaus: „Grock".
— Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Morgen, Dienstag, unter der Spielleitung von Intendant Dr. P r a s ch Erstaufführung des historischen Schauspiels „Haus Rothschild" von Hanns Saßmann. Die Rolle der Frau Gudula liegt in Händen von Frau Auguste Prasch-Greoen- berg, Ehrenmitglied des Meininger Landestheaters, als Gast. Beginn 20 Uhr, Ende kurz nach 22 Uhr. — Mittwoch, 20 Uhr, letzte Wiederholung im Abonnement Arthur Schnitzlers „Im Spiel der Sommer« lüfte", Spielleitung Walter Bäuerle
— Volkshochschule. Der Kurs „Lebenspro- bleme" (Charakter und Schicksal, Freiheit und Notwendigkeit), der von Professor Dr. K i n k e 1 geleitet wird, beginnt heute um 20 Uhr in der Universität, Hörsaal 34. (Siehe heutige Anzeige.)
— „Demokratie oder Faschismus." lieber dieses Thema sprechen heute, 20 Uhr, auf der „Liebigshöhe" Pietro Nenni, Redakteur vom „Avanti", und Heinrich Ritzel (Gießen), der Reichstagsabgeordnete der Sozialdemokratie Ober- Hessens. Nenni, der seine Rede in italienischer Sprache hält, wird durch einen Uebersetzer interpretiert werden. (Siehe heutige Anzeige.)
**EineöffentlicheSitzungdesStadt- r a t s findet am morgigen Dienstag, 17 Uhr, im Sitzungssaale des Stadthauses, Bergstraße, statt. Die Tagesordnung der öffentlichen Sitzung enthält nur einige Rechnungsberichte der städtischen Werke und einige Schankkonzessionsgesuche.
** Universitätsmusikdirektor D r. Temesvary zum Eyormeister der „Bauern" gewählt. Der Bauersche Gesangverein wählte in seiner Hauptversammlung am Samstagabend nach gründlicher Aussprache den Unioersitätsmusikdirektor Dr. Temesvary zum Chormeister des Vereins. Dr. Temesvary wird sein Amt als künstlerischer Leiter des Vereins und damit die Nachfolge des auf tragische Weise ums Leben gekommenen langjährigen Chormeisters G ö r- l a ch bereits morgen antreten.
* Wechsel in der Leitung der Volkse Hochschule. Herr Walter H e g a r ist nach mehrjähriger Tätigkeit als Leiter der hiesigen Volkshochschule am 1. Mai von diesem Amt zurückgetre- kn. Er beabsichtigt, sich mit ungeteilter Kraft weiter dem wissenschaftlichen Studium zu widmen. Die Leitung der Volkshochschule hat einstweilen Universitätsprofessor Dr. Messe r übernommen.
•• E i n teilweiser Deckenein stürz im Stadtratssihungssaale, bei dem ein erhebliches Stück der Decke in der Rähe des Haupteingangs in den Sitzungssaal herabfiel, macht vorläufig die Benutzung des Saales unmöglich. Der Schaden soll seine Ursache in teilweises hohler Lagerung der Decke haben. Da der Raum z. Z. des Einsturzes nicht benutzt war, kam zum Glück niemand zu Schaden.
•* Unerhörte Verwüstungen mußten Besucher des Stadtwaldes gestern am Alten Steinbacher Weg, hinter der Heilstätte und im Wald und auch an einigen anderen Spaziergängerwegen feststellen. Der größte Teil der dort aufgestellten Ruhebänke ist gewaltsam aus der Erde gerissen, umgestürzt und zum Teil demoliert worden; andere Bänke wurden quer über Fahrstraßen und Fußgängerwege geworfen; am Anstieg zum Schiffenberg, vom Alten Steinbacher Weg her, ist das eiserne Verkehrsschild, das die dortige 5-Kurve anzeigt, völlig umgeknickt, so daß zum Teil auch die starke Steinbettung aus der Erde herausgehoben wurde. Mer diese unerhörten Zerstörungen am Gemeingut der Bürgerschaft begangen hat, konnte bis jetzt noch nicht festgestellt werden. Die Rachforschungen werden mit aller Kraft fortgesetzt und führen hoffentlich dazu, die Rowdys ausfindig zu machen und einer ganz exemplarischen Strafe zuzuführen. Derartige Vergehen sind so abscheulich, daß jeder anständig denkende Mensch aufs tiefste empört sein und den dringenden Wunsch hegen muh, daß gegen solchen Frevel unter Umstanden das Publikum, wenn es solche traurige Helden auf frischer Tat erwischt, zur Selbsthilfe greift.
** Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich gestern nachmittag auf der Landstraße Gießen—Lollar an der Abzweigung der Straße nach Daubringen. Dort fuhr der Schlossermeister Oudwig Mohr von Daubringen, der nach Gießen fahren wollte, mit seinem Motorrad in voller Geschwindigkeit auf ein aus Frankfurt stammendes, in Richtung Lollar fahrendes Personenauto auf. Bei dem starken Zusammenprall erlitt der Bedauernswerte einen Unterschenkel- und einen Unterarmbruch, ferner schwere Kopfverletzungen; ob letztere ein Schädelbruch find, muß erst die ärztli«che Feststellung heute vormittag ergeben. Das Motorrad wurde völlig zertrümmert, das Auto am Kühler und am Kotflügel beschädigt. Die 3nfaffen, des Kraftwagens blieben unversehrt. Der Motorradler wurde von der Sanitätskolonne nach der Chirurgischen Klinik verbracht. Die Polizei ist zur Zeit mit der Klärung der Schuldfrage beschäftigt.
** E i n Schaukastendiebstahl wurde in der letzten Nacht an einem Geschäft in der Markt- straße verübt. Entwendet wurden drei kleine Standuhren in roter, grüner und blauer Farbe, zwei kleine Weckeruhren, davon eine mit Leuchtzifserblatt, und zwei silberne Drehbleistifte.
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Wettervoraussage.
Der Tiefdruckkern wandert nordöstlich weiter und lag heute morgen über der Nordsee und dem deutschen Nordseeküstengebiet. Die kühlere Ozeanluft an seiner Rückseite ist nunmehr bis in unseren Bezirk vorgedrungen und hat auch bereits in der letzten Nacht zu starkem Gewitterregen geführt. Unter ihrem Einfluß gestaltet sich das Wetter wechselhaft, so daß zeitweise unter starker Haufenwolkenbildunz weiterhin gewitterartige Schauer auftreten, dann wieder vorübergehende Aufheiterung einsetzt. Auch sind die Temperaturen gewissen Schwankungen unterworfen, gehen aber infolge ozeanischer Luftzufuhr im allgemeinen weiter zurück.
Aussichten für Dienstag: Wechselnd wolkig mit Aufheiterung, weiter« Abkühlung, gewitterartige Schauer.
Lufttemperaturen am 3. Mai: mittags 19,3 Grad Celsius, abends 15 Grad; am 4. Mai: morgens 13,2 Grad. Maximum 20,2 Grad, Minimum 10,9 (Hrad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 3. Mai: abends 14,1 Grad; am 4. Mai: morgens 11,2 Grad Celsius. Niederschläge 5,9 nun. — Sonnenscheindauer 2% Stunden. __________
Immer weiße Zähne
„3d) möchte Ihnen mitteilen, dah wir schon über 15 Jahre die Zahnpaste Chlorodont benutzen. Noch nie hat sie uns enttäuscht! Wir hatten immer weihe Zähne und einen angenehmen Ee- schmact im Niunde, umsomehr, da wir schon längere Zeit das Chlorodont-Mundwasser benutzen. Auch benutzt die ganze Familie nur Chlorodont-Zahnbürsten". gez.C.Chudoba, Fr... Man verlange nur die echte Chlorodont-Zahnpaste, Tube 64 Pf, und 90 Pf., und weise jeden Ersatz dafür zurück.


