Ausgabe 
4.2.1931
 
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stuhlbrand die Wohnung eines Mieters in Mit­leidenschaft gezogen war. Er kündigte fristlos und zog am Tage nach Erklärung der frist­losen Kündigung aus. Der Eigentümer des Hau­ses, der im Ausland wohnte, lieh erst über $toci Wochen nach der Kündigung dieser durch seinen Hausverwalter widersprechen. Das Reichsgericht beschäftigte sich in seiner Entscheidung zuerst da­mit, daß der Widerspruch so lange nach der Kündigung erfolgte. Rach seiner Entscheidung macht die Erklärung des Mieters, dos; er aus wichtigem Grunde die Wohnung fristlos kündigt, eine unverzügliche Stellungnahme des Vermieters nötig. Wenn der Haus­eigentümer auch wenn er im Ausland wohnt und nur durch einen Verwalter am Ort ver­treten sei erst nach mehr als zwei Wochen widerspreche, so kann dies Verhalten nur dahin ausgelegt werden, daß er mit der Veendigung des Mietverhältnisses einverstanden ist. Zwar braucht er besonders im Hinblick auf die .Um­stände des Falles (Brandunglück) nicht sofort zu widersprechen, doch hätte der Hausverwalter dem Vctlagten wenigstens mitteilen müssen, das; er der Kündigung vorsorglich so lang? wider­spreche. bis der Hauseigentiimer selbst widerspro­chen habe. Die Unterlassung eines solchen vorläufigen Widerspruchs innerhalb einiger weniger Tage must den Umständen nach als Erklärung des Einverständnisses mit der frist­losen Kündigung aufgefaht werden. Auch d?r Hinweis auf die Vorschrift des DGV., wonach der Vermieter bei drohendem Verlust des Psand- rcchts einen Monat Zeit hat. den Ver­lust dieses Pfandrechts durch Widerspruch abzu­wenden. ist nicht durchgreifend, da es sich nicht um Verlust des Mietrcchts. sondern um durch Still­schweigen erklärte Zustimmung zur fristlosen Kün­digung handele.

Die fristlose Kündigung ist im übrigen gerecht­fertigt, da mit Rücksicht auf ein von dem ge­richtlichen Sachverständigen erstattetes Gutachten das Hängewerk der Decke konstruktive Mängel aufweist, die zwar nicht in normalen Zeiten, wohl aber in austergewöhnlichen Fällen ins­besondere bei einem Vrandunglück eine Gefahrenquelle für die darunter wohnen­den Mieter darstcllcü. Dies fei zwar nur eine entfernte Gefahr, ober das menschliche Leben sei ein so wertvolles Rechtsgut, dah es auch gegen diese entfernten Gefahren von der Rechtsordnung geschützt werden muh. Einer Fristsetzung zur Behebung der Mängel bedarf cs nicht, da die Erfüllung des Vertrages infolge des die Kün­digung rechtfertigenden Umstandes für den Mie­ter kein Interesse hat. Der erforderliche Umbau des Daches bedarf einer längeren Frist. Es kann dem Mieter nicht zugemutet werden, während­dessen anderweit unterzukommen.

Aus der prvvmzialbauptstadt.

Gießen, den 4. Februar 1931.

Vorschriftsmäßige Aufschriften.

wichtig

für Ladeninhaber und Gast- und Schankwirte.

Vom Polizeiamt Gießen-wird uns ge­schrieben:

Cs ist festgestellt, daß ein Teil der Gewerbe­treibenden den Bestimmungen des nachstehend abgcdrucktcn § 15 a GO. trotz wiederholter Auf­forderung immer noch nicht nachgekommen ist. An die in Frage kommenden Gewerbetreibenden ergeht deshalb nochmals die Aussorderung, die vorschriftsmäßigen Aufschriften bis spätestens 2 0. Februar 1931 anbringen zu lassen, widrigenfalls unnachsichtlich Anzeige gegen die Säumigen erhoben wird.

Weiter wird darauf hingewiescn, dah der Vorname ausgeschrieben werden muh, und zwar bei mehreren Vornamen der Ruf­name.

§ 15a.

Gewerbetreivende, die einen offenen Laden ha­ben, oder Gast- oder Schankwirtschaft betrei­ben, sind verpflichtet, ihren Familiennamen mit mindestens einem ausgeschriebenen Vornamen an der Außenseite, oder am Eingänge des Ladens oder der Wirtschaft in deutlich lesbarer Schrift anzubringen.

Kaufleute, die eine Handelsfirma führen, ha­ben zugleich die Firma in der bezeichneten Weise an dem Laden oder der Wirtschaft anzubringen: ist aus der Firma der Familienname des Ge­schäftsinhabers mit dem ausgeschriebenen Vor- namen zu ersehen, so genügt die Anbringung der Firma.

Auf offene Händelsgesellschaften, Kommandii- gesellschaften und Kommanditgesellschaften auf Aktien finden diese Vorschriften mit der Maßgabe Anwendung, daß für die Ramen der versönlick, haftenden Gesellschafter gilt, was in betreff der Ramen der Gewerbetreibenden bestimmt ist.

Sind mehr als zwei Beteiligte vorhanden, deren Ramen hiernach in der Aufschrift an- zugeben wären, so genügt es. wenn die Romen von zweien mit einem das Vorhandensein wei­terer Beteiligter andeutenden Zusatz ausgenom­men werden.

Die Polizeibehörde kann im einzelnen Falle die Angabe ter Rainen aller Beteiligten an­ordnen.

** Geschäfts st enographenprü fan­gen vor Handelskammern. Rach den bis jetzt vorliegenden Ergebnissen haben im vorigen Jahre 2114 Einheitskurzschristler und 537 Stolze- Schreyaner die Geschöstsstenogrophen-Prüsrmgen vor den deutschen Industrie- und Handelskam­mern bestanden. Die Vorprüfung legten erfolg­reich ab 581 Cinheitskurzschriftler und 137 Stolzc- Schreyaner. Es zeigte sich, daß die Ginheitskurz- schrift, die von den Regierungen für die Schulen und Behörden vorgeschrieben ist. auch in Handel und Industrie immer mehr festen Fuß faßt und auf dem besten Wege ist, die älteren Systeme auch in der deutschen Wirtschaft zu verdrängen. Die Nächste Prüfung an der Handelskammer zu Gießen findet am 22. Mär; statt. Mit ihr wird auch wieder eine Vorprüfung verbunden

** Aus dem Gießener Standesamts­register. Es verstarben in Gießen in der Zeit vom 16. bis 31. Januar: 16. Wilhelm Ockel. Kauf­mann. 71 Jahre. Marktstraße 2; Emina Ieschke. geb. Keil. 'Witwe. 61 Jahre. An der 5tlär- anlage 92b; Anna Steuerwald, ohne Beruf. 32 Jahre. Wolfstrahe 23; 17. Gertrude Weißen- . bach, geb. Hampel. Witwe. 67 Jahre. Löwen­gasse 34; 18. Minna Frank. Lehrerin i.R., 71 Jahre. Liebigstraßc 85; Elisabethe Schuchardt, geb. Fatum. Witwe. 72 Jahre. Katharinengasse 8; 20. Gabriel Spier. Kaufmann. 64 Jahre. Bahn­hofstraße 6; 21. Minna Geilfus. geb. Rühl. 67 Jahre, Schillerstraße 13; 22. Joses Sprey. Kandidat der Philoscph c, 23 Jahre, Südan'age 4; 23. Michael Ronnenbxoich Eisenbahnsekretär i. R.. 72 Jahre. Liebigstraßc 70; 25. Adolf Heinrich Karl Hammel. Kaufmann. 32 Jahre, Schisfcn- berger Weg 30; Katharine Charlotte Friederike Wilhelmine Schwerdtfegcr. geb. Rettberg. Witwe, 72 Jahre, Am Riegelpsad 32; Elisabeth Vellmcte, geb. Wettig, Witwe. 57 Jahre. Licbigstraße 72; 26 Wilhelmine Schmidt, geb. Weitz, 72 Jahre, Bahnhofstraße 37; 27. Kaspar Döring. Schuh­machermeister. 57 Jahre. Schloßgasse 12; Katha­rine Mattern, geb. Dambmann, 48 Jahre. Wetz­larer Weg 69; 28. Katharina Frank, geb. Repp. 48 Jahre. Kaiserallee 56; Wolfgang Walter. 8 Monate. Hammstraße 14; Maria Fournier. Zimmermädchen. 32 Jahre. Körnerstraßc 8; 29. Anna Katharine Friederike Best. geb. Bach. Witwe. 81 Jahre. Oftanlage 41; Adolf Druge. Eisenbahnschaffner i. R., 80 Jahre, Henselstraßc 2.

Oderhessen.

Landkreis Gießen.

* Lollar, 3. Febr. Der bereits kurz gcnu-lbeie Einbruch in unserem Orte wurde, wie richtig­zustellen ist, in der Villa des Kulturbautechnikers Ä r h e l l i g c r verübt. Es kommen zwei Per­sonen als Täter in Betracht, die über die Veranda nach Eindrücken einer Fensterscheibe in die Wohnräume im Parterre des Hauses eindrangen. Hier erbrachen und durchwühlten sie sämtliche Behälter, ferner holten sie aus der Speisekammer Wurst und Brot herbei und stärkten sich an Ort und Stelle durch eine gehörige Mahlzeit nach ihrer umfangreichen nächtlichen Ein­brecherarbeit. Die im oberen Stockwerk schlafenden Hausbewohner haben von den Vorgängen im Par­terrestock nicht das geringste gehört. Die Einbrecher nahmen 200 Mark an sich, die aus einem 100-Mnrk Schein und fünf 20-Mark-Scheinen bestehen. Ferner fehlen eine schwarze Brieftasche mit Fächereinteilung, eine braune Saffianbrieftasche, eine einfache Metall - Herrenuhr -und ein Paar braune Herrenhalbschuhe, Größe 42. Die Nachforschungen nach den Einbrechern sind im Gange.

II Annerod, 4. Febr. Die hiesige Frei­willige Feuerwehr hielt in der Gastwirt­schaft Wächter ihre Jahreshauptversammlung ab. Der 1. Kommandant S 1 adtmüllcr gab einen kurzen Rückblick über die Tätigkeit der Wehr im letzten Jahre. Der Rechner erstattete sodann Be­richt und stellte einen üleberschuß von etwas über 100 Mark fest. Dem Vorstand und dem Rechner

wurde Entlastung erteilt. Den Mitgliedern der Feuerwehr, Ludwig Hamel und Karl Lein­weber, konnte für 15jährige Dienstzeit das Eh­renzeichen überreicht werden. Der Sport­verein hielt im Saalbau Engelhardt fein dies­jähriges Wintervergnügcn ab Zur Aufführung gelangte ein Volksstück and eine HumoreSkc, die beifällig ausgenommen wurden. Turnerische Dar­bietungen unter der Leitung von Herrn M a - g c l fanden allgemeine Anerkennung

Preußen.

Kreis Wetzlar.

Gleiberg, 4. Febr. Der Glcibergverein Dcranftaltetc am Sonntag auf der Burg Gleiberg eine Familienzusammenkunft. Der Be­such war gut, so daß der Kaisersaal und die an­

grenzenden Räume voll befehl waren. Provinzial« direktor Gräf begrüßte die Anwesenden und wies ui"er Beifall darauf hin, daß diese Winterveranstal­tung auf den Gleiberg verlegt sei, um die Verbunden, beit dcs Vereins mit seinerStammburg" zu be­tonen. Die Ausgestaltung des gemütlichen Beisam men'cins war den Krvfdorfcr und Wihmarer Mitgliedern übertragen worden, die im Rahmen eines reichhaltigen, geschickt zusammengestellten Pro gramms, für das Lehrer Praß- Krofdorf die Ver­antwortung trug, in flotter Reihenfolge ihre Dar­bietungen brachten. Gesänge mannigfacher An. Musik- und Theaterstücke, Rezitationen und die immer gern gesehenen Volks- und '-Bauernh tze unterhielten auf das beste und landen lebhaften Beifall. Die Veranstaltung war für den Gleiberg- verein wieder ein großer Erfolg.

Wirtschaft.

Hotzversteigerungs - Termine.

Donnerstag, den 5. Februar.

Versteigerer: Bürgermeisterei Villingen. Dcr- steigcrungSort: Gemeindewald Villingen. Zusam­menkunft auf der Straße Villingen Langd, am Waldeingang. 10 Uhr

Betriebsstillegung bei der ® c - Werkschaft ..Lu i s c" in Weickartshain. Aus Weickartshain. 3. Februar, wird uns be­richtet: Am Samstag. 31. Januar, hat die Berg- werts-GcwerkschastLuise" ihren Betrieb still- gclegt und sämtliche Arbeiter entlassen. Wie ver­lautet. soll diele Maßnahme auf Ahsatzmangel für gewaschene Eisensteine zurückzuführen sein.

* Der Aktieninder. Der vom Statistischen Reichsamt errechnete Aktieninder (1924 26 100) stellt sich für die Woche vom 26. bis 31. Januar aus 80,3 gegen 79,7 in der Vorwoche, und zwar in der Gruppe Bergbau und Schtverindustrie auf 73,1 (72,4), Gruppe verarbeitende Industrie auf 69,9 (69,1) und Gruppe Handel und Verkehr auf 106,1 (111,3). Für den Durchschnitt des Monats Januar ist der Inder mit 81,8 gegenüber 87,3 im Durchschnitt Dezember 1930 ermittelt, und zwar in der Gruppe Bergbau und Schwerindu­strie 74,8 (81,3), Gruppe verarbeitende Industrie 71,3 (76,6) und Gruppe Handel und Verkehr 106,1 (111,3).

Scheitern der Vcrmittlungs- aktion bei der HütteDuisburg-Mei- d c r i ch. Die gestrige Verhandlung in Duisburg über das Schicklai der Hütte Duisburg-Meidcrich war nur von kurzer Dauer. Die Gewerkschaften aller Richtungen sprachen sich gegen den Vor­schlag der Vereinigten Stahlwerke auf eine 20proz. Lohn- und Gehaltslenkung ans. Der Angestelltenrat hatte sich für Annahme, der Arbeiterrat für Ablehnung ausgesprochen. Die Urabstimmung der gesamten Belegschaft ist aber noch nicht erfolgt. Sie wird am heutigen Mitt­woch durchgeführt werden. Der Bevollmächtigte der Vereinigten Stahlwerke erklärte darauf, daß nach diesen Erklärungen alle Verhandlungs- Möglichkeiten erschöpft seien und damit auch leider der Vermittlungsvorsch ag des Oberbürgermeisters Dr. Jarres ohne Erfolg geblieben sei. Die Vereinigten Stahlwerke würden jetzt sofort alle Maßnahmen zur völligen Stillegung der Hütte Irpffen. Von der Stillegung werden bekanntlich 7000 Arbeiter und Angestellte getroffen.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 4. Febr. Die kräftige A u f w ä r t s b e w e g u n g. die an der gestrigen Mittags- und Abendbörse zu verzeichnen war, setzte sich auch zu Beginn des offiziellen Verkehrs fort, nachdem schon im Vormittagsverkehr recht feste Kurse genannt worden waren. Der bis­her ruhige Verlauf der Reichstagssihung und besonders die Einigung zwischen der Deutschen Volkspartei und dem Kabinett Brüning, sowie die überwiegend festen Auslanpbörsen wirkten anregend. Die Spekulation schritt zu Deckungen und zu Meinungskäufen, zumal auch vom Aus­land Kaufaufträge vorgelegen haben, die besonders auf Deckung von Daisse-Konsortien beruht haben sollen. Das Geschäft zu den ersten Rotierungen war lebhaft, und in der Mehrzahl traten Gewinne von 2 bis 4 Prozent ein. Be­sonders lebhaft war die älmsatziätigkcit am Elektromarkt, an dem Siemens mit plus 7.5 Pro­zent im Vordergründe standen. Die übrigen Elektrowerte hatten Kurserhöhungen von 2 bis

3.5 Prozent. Stärker gefragt waren noch I.-G - Farben, die 3.5 Prozent unlieben konnten. Rüt- gerswcrke plus 1 Prozent. Von Kaliwerten ge­wannen Salzk-ctfurth 7 Prozent, Westeregeln 7,5 Prozent und Aschersleben 6 Prozent. Der Mon­tanmarkt zeigte Befestigung bis 4 Prvz. Größere Kursgewinne hatten außerdem Deutsche Linoleum 5 Prozent, Zellstosf Waldhof plus 4.5 Prozent, Aku 2,5 Prozent, Deutsche Erdöl 2.5 Prozent. Bis zu 2 Prozent feftcr lagen Bauunternehmun­gen, Karstadt und Schisfahrtsakticn. Reichsbahn­vorzugsaktien plus 0,60 Prozent. Banken setzten nur gering höher ein Von Ausländern bestand nur nach Rumänen einige Rachsragc. Pfandbriefe zeigten freundliche Tendenz, doch waren keine betonteren Veränderungen festzustellen. Auh nach den ersten Kursen erhielt sich die feste Tendenz. Am Geldmarkt machte die @i(?.d)terung weitere Fortschritte. Tagesgeld war mit 4.5 Prozent gc- sucht. Am Devisenmarkt hatte die R a ch f r a g e nach Devisen z u n ä ch st ihren Höhe­punkt erreicht, der besonders schon an den gestrigen Auslandbörscn zum Ausdruck kam, die eine Zunahme der Devisen aufwiesen. Die Mark ag gegen Dollar fest, während Schweiz und Madrid weiter schwach lagen. Man nannte Mark gegen Dollar 4.2042, gegen Pfunde 20,4275, Lon­don gegen Kabel 4,8593, gegen Paris 123,93, gegen Mailand 92,80, gegen Madrid 48,10, gegen Schweiz 25,1590, gegen Holland 12,0913.

Berliner Börse.

Berlin, 4. Febr. Schon im heutigen Vor- mittagsvcrtehr hatte eine Reih: von Momenten, die jedoch kaum ausschlaggebend für die Tendenz gewesen wären, eine freundliche Stim­mung hervoraerusen. So hatte vor allem die Einigung zwischen DVP. und Kabinett zuver- sichtlich gestimmt. Auch daß die Auslandbörsen fester lagen, fand Beachtung. Schließlich besprach man auch noch die gemeldete Beteiligung fron- zösischer Bant kreise an der Bank für Industrie und Handel. Das Deschäst nahm lebhaften Eha- rakter an, und die Umsätze gingen in vielen Fäl­len bis zu einer Million. Am Farbenmarkt soll sogar zu ersten Kurse 1 . Million umge­gangen sein. Man sprach wieder von Käufen und Deckungen für Auslandrechnungen, wobei Frankreich den Hauptantcil gehabt haben soll. Verschiedene Papiere enlschienen mit Plus- PluS-Zeichen. Lieber einen gewissen Rahmen von 1 bis 3 Proz. hinaus gewannen Schultheiß 4.5 Prozent. Svenlka. nach den gemeldeten Zeich­nungserfolgen auf die neuen Aktien. 9.50 Mork. und Rheinische Braunkohlen 5,50. Kaliwerke la­gen 4.5 bis 7.5. I.-G.-Farben 4, Deutsche Lino­leum 6.5. Rheinisch-Westfälische Elektrizität 4,5 und Siemens 7,5 Proz. fester. Kunstsei de werke, die ebenfalls mit Plus-Plus-Zeichen erschienen waren, zogen um 2,5 bis 3 Proz. an. Anleihen ruhig. Don Ausländern toaren Bosnier und Mazedonier befestigt. Pfandbriefe ruhig, aber freundlich. Reichsschuldbachforderungen fest und bis 1 Proz. höher Geld unverändert. Im Ver­laufe blieb die Tendenz fest, und vorübergehende Kursrückgänge wurden wieder ausgeglichen. Bei Spezialwerten ergaben sich gegen Ansang neue mehrprozentige Kurs ge winne.

Frankfurter (Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 4. Febr. Es wurden no­tiert: Weizen 235 bis 287.50, Roggen 182,50, Braugerste 210 bis 215, inländischer Hafer 160 bis 165, Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0, 42,25 bis 43,25, Roggenmehl 26,25 bis 27,25. Weizenkleie 9,90 bis 10, Roggenkleie 9,50 Mark. Tendenz: stetig.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloffenen Dividende an. Relrhsbankdiskont 5 v H., Lombardzinsfuß 6 v. H

Sranhun o. M. |

Serlm

Datum

Jranrtun a. 4)1.1 Berlin

Schluß-I für» |

i-Uhr- Kur«

Schluß-§ Ansang- fun> | Kur«

Schluß-^ flirt !

i-Uhr« i Schluß«! Ansang- H r4 | kur« | flure

Datum

3.2.

4.2

3.2. 1 4.2.

3.2.

4.2

3.2.

4.2.

6% Teutldie RetchSaiueihe

7% Scutfdie Reichsanleihe von 1929 .........

tcutldie «nl.-Sblos.-Schuld mit «utlol.-dicdtlcn.......

LeSal. ohne Auilol.-Rechle . .

8% pell. 'jiotfHfnot von 1929 (rOdiotitb. 102%) - - - - CbfrtKilcn Provinz Anleihe mit

Sluciol. tKrttitcti

teullAe Stumm. Sarntnelabl. Anleihe 3ede 1 - - -

6% iirnnfl. Hop.-Bank «olbBtf XIII vntünebar bl» 193-1 . .

7% sträng. Hup-Bank Goldpfe untünDtKir bl» 1932 ....

<1/1% Rdeinliche Hnp.-Bank Liqu. Äotvpse........

8% Tt. LandeSplandbriesankalt, Plandbriele Si. iS .....

8% Pr Lonvctp'anrbriefaugalt, Komrn.-Lbl. N. 20......

7% lt t'anbei ansbtiefanflalt, i:fanbbricfe R 21 .....

A lL-G abfl. vorMego-Obllgatio- nen. rürkrablbar 1932 .....

<% Ocficrrctd)t|d)e Soldrente . .

4,xO% Lcfterrelchikche Silberrente

4% Ctftencidjildje Einheitliche Rente ..........

4% Ungarische Soldrente . . . .

4% Ungarilche Staatsrente v. 1910

<K% 6e»ol. von 1913

4% Ungarische »ronenrente . .

4% Türkische Zollanleihe von 1911

4% Türkische Bagdadbabn-Anl Lene 1 -

4% veSgl. Serie I) - - - - - -

5% Sumäniidw vereiub- Rente <H%^umäntic6e verein!». Rente von 1918 ..........

4% Rumänische vereinh. Rente

85

98,25

51,65

4,9

89

48,25

48,5

100,25

92,75

87,6

100,25

97

97

95,75

25

2,4

20,25

16,25

17,25

1,4

3,13

3,15

3,15

9,25

14,25

7,25

|| | II 1 1 1 1 1 1 II 1 1 1 1 | I 1 1 1 1 1 1 1

84,1

98,6

51,75

4,9

89

48,5

100,25

97

97

-

2,3

20,1

16,75 17,5 1,35

3,2

9

14,13

7,15

£ iS 11'5.81 II II i 1 1 1 1 1 1 1 1 1

Hamvurg-AmerUa Pater ... 7

Hamburg-Sübam. Dampfschiss. 8

Honia Tompsschisl.....10

Norddeutscher Lloud.....8

Allgemeine TeutscheCreditanst. 10

Barmer Bankverein .... 10

Berliner Handeirgelellschaft . 12

Commerz- und Privat-Bank . 11

Tarniliäot-r und Nanonalbank 12

Teutiche Bank und

Lieconto-Gesellschost, ... 10

Dresdner Sani......10

Reich« bank........12

41.®.®............k>

Bergmann.........9

tfleltr. LieserungSgelellschast. 10

Licht und fltafi......10

stellen & Guilleaume . . .

HeleUlchall für Elettriiche

Nnlcraehmungen .... 16

Hamburger El ekm^ULt». Werte 10 dibcinhait Eiektrstität .... 9

Lchlcliiche Eiet trist töt. ... 10 3d>udcn&fco. ...... 11

Siemens & Halil: ..... 16

Tranrravio ........ 8 vatmrorr&tto.......10

Buderus..........6

Deutsche SrdSl ....... 6 diener Steinkohle .......

Geilenkirchener .......1

Harvcner ....... . o

I>!e Bergbau ...... 1( fllöditctwerfi........">

Söln-Rcuessen.........

Mannesman n»Ri> tuen .... 7

Maneielder Bergbau.....7

Lberlchiei. 6iicnbc6arf .... 5

1 Lberlchiei. Kokewerte.....7

Tbentr Bergbau ....

Rheinische Braunkohlen . . 10

1 .................. «

1 Niebe-t Ronimr......7.S

60,25

96,5

100.5

119

110

138,5

109,5

110

234

91^

106

100

72

97

100

103,5 163

108

43

58,5

73,5

72

158

53,25

60,75

28,5

38

53

150

63,25

60,75

62,25

100,75

110,5

110,13

110.5

236,35

94,25

103,5

99,75

103

106.75

170,4

45,5 61

77

62,75

z

55,5

67

58,75 118.5 58,25

59.5 96.25 100.5

119 110 138

109.5 110

234,5

91

96

105

98.5

72

96

102.5 100

101.9

103 161,75 124.25 109,5

42,75

58

74

71 57,25 158,25

54 62.75 60.25 29,25 36,25 64,75

53

149 63,4

72,25

60.5

101

61.5

96.5

100,75

119,75

110.5

139

110

110.25

237

94

107

102

75,25

99,25

103

105.65

106

169,25

44,13

60

75^5

161

54,9

63,25

67

67,25

54,5

154,5

66,25

.rranhuri a. . | Berlin

Scmkno

kn.

(5(flu§.i i-Ubt' l Schluß-! Anson -

Berlin, 3 steöruar

Meld

Srles

tur<i | Kure | Iur4 | Kur«

Slmenkanl'che Roten......

Lelgilche Roten .......

Tanüche Noten .......

Endliche Noten...... .

firan;villche Roten.......

Holiandllche Raten.......

Ztalientlche Noten........

Norwegilche Noten.......

Scut|d).£eftertetdj, t 1OO Schilling Rumsnilche Noten.......

Schwedische Roten.......

Schwester Roten........

Spanische Noten........

Tichechoiiomaklsche Noten.....

Ungarische Noten

Devisenmarkt Berlin

4.195

58.40

112,08

20,402

16,455

168.60

21.98

112.03 58,93

2,475

112,23

81,29

42,51

12,39

73,17

- Jranffur

4.215

58,64

112,52

20.482

16.515

169,28

22,06

112,47

59,17

2.495

112,67 81,61

42,69

12,45

73,47

a.M

Datum

3.2. \ 4.2.

3.2. 4.2.

Bereinigte Stahlwerke ... c tovi Minen......16'/.

Kaliwerke Aschersleben ... iu

Kaliwerk Weiteregeln ... 10 Kaliwerke Sastdetiurth ... 15

I. ®. garben-Industrte ... li Tvnamit Nobel ....... 6

fficIMdimibt .......b

RütgerSwerke ........ 6

Metallgelelllchafi. ...... 8

Philipp Holzmann......'<

Zementwerk Heidelberg . . 10 Zementwerk Korlktadt. ... 10 83at)6 & fiten tau......8

Schultheis Pahenhofer ... 15 Cftwerfe...... 12

Aku...........18

Bemberg........."

flcllftcff ealbfiof .... IS'/, Aelllto'i Alchafkenburg ... 12

Charlorrenburger Walser ... 8 Dessauer Gas..... 9

Deutsche Linoleum......

Malchinenbau 2L-O. .«( Rat. Auiomobil . ...... c Lrenltetn & Koppel ..... 6 Leonhard Lieh ...... 10 Evenska - ........

strankfurter Mchchineo . .. .

@ rinnet ..... 6

Hevtigenstaedt ....... I Iungvan«. . ......

Lechwerke........ .

Matntrasrwerke HöchÜ a.M.. . «tag..........IC

Sebr. Roeder.......IC

Loigt & Haeffner ...... S Süddeutsche Zucker .... IC

56

126, 131,5

132 139,25

188 ! 195

126 i 129,5

121,5 -

34

44 45

66,5 -

71 72

68

- 39

52,75 55

50,75 55

85,25 -

66

20 20

94,5 j 100

95,5

230

12,5 12,5

i

1

30,5 -

- z

- -

=1 =

117 1 116,75

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132,5! 137

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125,5 i 129,5

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=1 =

38 -

149,5 154

131,5

52,75 55,25

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66 -

81,25 82,5

102,5 106

20 21,5

94,25 100,5

29,25

41 41,65

96,5 98.5

228,5 238

121

30,13

29,5

1

56,5

148

112,5 1

Z.Jebrua,

4. Februar

Amtliche Notierung

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Amtliche Notierung ®el6 i Ariei

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Lanada Uru uaQ . Tatro . -

168.87 1,280

53.585 112,33 112,36 112.47 10,572

22,00 20,407 4.2015 16,467 81,175

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20.93

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20,965