Ausgabe 
3.1.1931
 
Einzelbild herunterladen

SS'&'e

mbtpx u^f^? «ich o! > 9>'ffinrn M«» n ^r ä^[9en DOn Qim er efte» dotz ch beM l5biet>ufbieJben >V 6Qb. Ichok ?Un9bÄ6|n6^. iia^w£

äsS MclftÄdJW Fahr.

Jtenj ^«Mw. Äeä *ÄS* Mr;i " der Verträge Ertrag resultieren. "- M den Tloungplon üorberung 3n, 1 u> e r 111 u f e i burdj. ".UNS 15 D.j) höhere «« ursprünglich Doroe- 'Zrbahnz.B.n>L .Goldwertklausel eine "honen jährlich

'5 >

EJ v*! iw

!'.

erlöge.

:iie *>«» e«-t(U

ML Sw** *3 .»o<!te5UUt«esleB!^3 »«/«« OfUniitMN

gtldruCl

Aussage.

ZM KW tühlee

Ä-S*

iwi1®-

0*^** i'ti-e Sücd4w

r

7BÄ-»^WM

:'ß-M

-y«»*1 * -

Aus der Pwvinzialhauptstadt.

Giehen, den 3. Januar 1931.

L)a6 gefährliche Dreieck.

Es sind schon Jahre her, daß die Sache mit dem gefährlichen Dreieck das Tagesgespräch in einem größeren Dorfe Oberhessens war. Immerhin kann uns die kleine Geschichte auch heute noch etwas sagen.

Auf Len Dörfern sind die Hausbesitzer verpflichtet, an Samstagen die Straße reinigen zu lassen. Nun war da eine Stelle, an der sich die Straßen sehr spitzwinklig gabelten. Die drei Hauseigentümer, die hier für die Reinigung in Betracht kamen, ließen nun genau die Hälfte der Straße säubern, nicht mehr und nicht weniger. Dadurch blieb in der Mitte der Straßengabelung ein Dreieck von einigen Qua­dratmetern liegen. Man konnte immer wieder be­obachten, daß hier der Straßenschmutz nicht weg­gekehrt wurde. Jeder meinte, der andere wäre dazu verpflichtet. Schließlich halfen sie sich so, daß sie verlangten, die Gemeinde müßte hier für die Reinigung sorgen. Das Dreieck lag nun mit seinem Schmutz, der besonders in den Herbstmonaten beim Einfahren der Ernte stark aufsiel, lange Jahre so.

Da brach die Maul- und Klauenseuche aus, und ein Gendarm aus der Stadt wurde in dem Dorf «inquartiert, damit die Vorschriften genau über­wacht werden konnten. Dieser Beamte hatte nun nicht übermäßig viel Arbeit. Und so kam es, daß er an einem Samstag nachsah, ob die Straßen rich­tig gereinigt waren. Er bemerkte das erwähnte Dreieck und mahnte den nächstgelegenen Hausbesitzer, hier doch nach dem Rechten zu sehen. Aber es half nichts. Am andern Samstag lag der Schmutz im­mer noch da. Der Mann wurde aufgeschrieben und erhielt einen Strafbefehl in Höhe von einigen Äark.

So fing die Geschichte mit dem Dreieck an. Gegen den Strafbefehl wurde Einspruch erhoben und mit Recht angeführt, daß das Stück ungepflegter Straße nicht einejn Hausbesitzer allein zugeteilt werden dürfte, sondern der Gemeinde, oder wenigstens allen drei angrenzenden Hausinhabern. Die Folge war, daß nun auch den zwei andern Anwohnern ein Strafbefehl zugestellt wurde. Einigkeit macht stark, dachten die Betroffenen und erhoben alle drei Einspruch gegen die Strafe. Der Einspruch wurde abgewiesen. Es wurde Berufung eingelegt. Alles half nichts. Die Strafen und die inzwischen zu aanz schöner Höhe angewachsenen Kosten muhten bezahlt werden.

Es war zu einer Besichtigung des gefährlichen Dreiecks gekommen, Sachverständige hatten ihre Meinung geäußert. Die drei Hausbesitzer wurden außer der Strafe noch dazu verurteilt, in Zukunft das Dreieck, das genau abgeteilt wurde, reinigen zu lassen.

Nach dem Kriege baute die Gemeinde eine Was­serleitung. An die Straßengabelung kam, genau ins Dreieck, ein Hydrant. Rings um die Hyydranten wird ein größeres Stück Straße gepflastert. Da soll nun ein lustiger Herr des Ausschusses gesagt haben: Hier wird dreieckig gepflastert, damit leichter zu reinigen ist!" Ob dieser Ausspruch getan worden ist, oder nicht, ist schließlich Nebensache. Jedenfalls ist tatsächlich nicht quadratisch um den Hydranten gepflastert, sondern das Pflaster hat die Form eines unregelmäßigen Rechtecks, wenn man so sagen darf. Wenn man will, kann man sogar ein Dreieck darin sehen.

Dem gefährlichen Dreieck wurde also auf diese Weise ein Denkmal aus Stein gesetzt. Aber heute sehen wir am Sonntag keinen Schmutz mehr darauf, es ist genau so schön sauber wie die übrige Straße.

Die Geschichte von diesem Dreieck wird so bald nicht vergessen werden. Ich hörte neulich, wie eine Bauersfrau, die ihr Kopftuch verloren hatte, auf die Frage, wo sie das Fehlen zuerst bemerkt hätte, die Antwort gab:Ohm gefihrliche Dreieck harr ich's noch!" Auch sonst ist der Vorgang für das ganze Dorf eine große Lehre gewesen. Wie oft wird einem Rechthaber, einem Zänker, der wegen irgendeiner Kleinigkeit Händel anfangen will, gesagt:Denk an das aefährliche Dreieck!"

Hätten sich die drei Hausbesitzer nicht gleich sagen können: Mit ein paar Besenstrichen ist die Sache ge­regelt? Warum also immer auf andere schieben? Ja, als der erste Strafbefehl kam, war es noch Zeit, sich zu verftänfcrgen. Aber die Sache mußte durch- gefochten werden! . _

So sehen wir überall im Leben, rote sich solche gefährlichen Dreiecke zwischen sonst ganz gute Nach­barn schieben und die Freundschaft zerreißen. Ueber Nichtigkeiten, die kaum der Rede wert sind, wird Streit anaefangen, die Gerichte werden angerufen, Zeit und Geld werden nutzlos vertan. Die Folgen sind das Allerschlimmste: Zorn, Aerger, ja sogar Haß und dauernder Unfriede wachsen aus solchen Kleinig» keitsprozessen, aus solchen gefährlichen Dreieden

Sorgen wir beizeiten für Beseitigung solcher Miß­verständnisse Auf ein paar Besenstriche darf es uns nicht ankommen. _ .

Auch ein paar versöhnende Worte tun oft Wunder.

R.

Gießener Wochenrnarktpreisc.

Gs kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Dufter 130, Kochbutter von 100 an, Matte 30 bis 35, Wirsing 10 bis 15, Weißkraut 8 bis 10, Rotkraut 10 bis 15, gelbe Rüben 10 bis 12 rote Rüben 10 bis 15. Svinat 20 bis 25, Anter-Kohl­rabi 5 bis 6. Grünkohl 15 bis 20, Rosenkohl 30 bis 35. Feldsalat 80 bis 100. Tomaten 70 bis 80, Zwiebeln 8 bis 10. Meerrettich 30 bis 60. Schwarz­wurzeln 30 bis 50. Kartoffeln 3,5 bis 4, Aepfel 25 bis 45, Dirnen 20 bis 40. Dörrobst 30 bis 35. Rüsse 50 bis 60. Honig 40 bis 50, junge Hähne und Suppenhühner 90 bis 120, Gänse 80 bis 110 Pfennig das Pfund: Käse (10 Stück» 60 bis 140 Pfennig: Tauben 50 bis 70, Eier 14 bis 16, Blu- menkohl 30 bis 70, Salat 25 bis 30, Endwien 20 bis 30, Ober-Kohlrabi 3 bis 10, Lauch 5 bis 10, Rettich 10 bis 15. Sellerie 10 bis 50 Pf. das Stuck: Kartoffeln 2.50, Weißkraut 4 bis 5. Rotkraut und Wirsing 6 bis 8 Mk. der Zentner.

Bornotizen.

Tageskalender für Samstag: Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Die drei von der TaiMelle" zum letzten Male. Fünfziger 1881/1931: 8.30 Ahr erste Hauptversammlung im RestaurantHindenburg". Quartetttierem: Wintervergnügen um 20 Ahr im Cafe Lew. Artillerie-Verein: Reujahrsdersammlung un

Oer Sternhimmel im Januar.

Sonnenaufgang von 8.15 bis 7.44 Ahr. Sonnenuntergang von 15.55bis 16.40 Ahr. Lichtgestallen des Mondes: DoUmond am 4. um 14 Ahr, letztes Viertel am 11. um 6 Ahr, 1. Viertel am 27. um 1 Ahr.

mfa. Rur langsam, besonders des Morgens, macht sich die Zunahme des Tageslichts bemerk­

und man Wirch leicht erkennen, daß er sich nach rechts bewegt, was man, weil es der gewöhn­lichen Bewegungsrichtung entgegengesetzt ist, rückläufig" nennt Links von ihm erstrahlt der rötliche Mars, erheblich weniger hell, aber noch immer einer der hellsten Eteme des Himmels. Er gerät gegen Ende des MonatS in dieGegen-

Dcr die 24 Stundenzahlen von Mittet* nacht bis Mitternacht eine« Tages ent­haltende Kreis und die dick punktierte Linie, der togenannle Horiiont, find fest­stehend tu denken. Der Sternhimmel dreht sich samt dem auf Mitternacht zeigenden geraden Pfeil gewissermaßen dem Zei­ger der Himmelsuhr in 23 Stunden und 56 Minuten im Sinne des gebogenen Pfeils einmal um seinen Mittelpunkt. Der eingezeichnete Horizont umrahmt die tu der Stunde, auf die der gerade Pfeil teigt, um die Monalsmitte sicht­baren Sterne. Unsere Karle seigt also den Zustand um Mitternacht der Mo­natsmiete, Will man su einer anderen Stunde beobachten, so denke man sich den Sternhimmel samt dem geraden Pfeil so gedreht, daß dieser auf die Be- obachtungssturuL seigt; dadurch werden die su dieser Zeit sichtbaren 'Sterne in dm nicht mitzudrehenden Horizont hin­eingedreht. Für je 5 Tage vor der Mo- natsmitte ist der gerade Pfeil Stunde früher, für Je 5 Tage nach der Monals­mitte 'Zs Stund« später zu stellen. Man vergleiche die nächste Monatskarte. Der Mond nimmt die gezeichneten Stellun­gen ein, wenn er die angedeutete. Licht- gestalt seigt.

io,

fanden:

Mond: D1. Viertel (t) Vollmond d letztes Vierte!

|T

FH

STERNBILDER;

GROSZE BUCH-&

STABEN VX

< /

'ö v*nus

Mars (§)Jupiter <&Saturn

A ui, 7*4, I *

Sterne:

Kleine Buch­staben

bar, und so werden wir vielleicht Gelegenheit haben, gerade auf den Morgensternhimmel einen Blick zu werfen. Wir sehen dort die Sterne und die Sternbilder, die wir im Sommer am Abend- himmer sehen. Als bei weitem hellstes Himmels­licht des Morgenhimmels leuchtet die Venus als Morgenstern. 3m Anfang des Monats er­strahlt sie etwas über drei Stunden, später macht sich der Amstand bemerkbar, daß für Morgen­sterne das Frühjahr keine günstige Jahreszeit ist, und so nimmt die Sichtbarkeitsdauer der DenuS um etwa eine halbe Stunde ab.

Aeberaus prächtig erstrahlt der Abeirdhimmel: Fixsterne und Wandelsterne wetteifern sozusagen miteinander. Von den Wandelsternen sind der Jupiter und der Mars besonders auffallend. Der Jupiter als bei weitem hellster Stern des Abendhimmels steht im Sternbild der ZwiUinge.

steUung" zur Sonne, wo er die ganze Dacht sicht­bar ist.

Am Fixsternhimmel ist natürlich der Orion das auffallendste Sternbild, aber schon vor seinem Erscheinen am Himmel oder während er noch im Auf gang begriffen ist, gibt es mancherlei zu sehen: Rechts vom Orion, tief unter der Andro­meda, das langgestreckte Sternbild des Walsischs, von dem die Mira zeitweise, aber im ganzen doch ziemlich selten, der hellste Stern ist. 2ll>er auch von den übrigen Sternen des Bildes werden wir manchen ohne Mühe entdecken. Rach und nach folgen dann die eigentlichen Winterstern­bilder, also der Orion mit seinen beiden Hunden, demgroßen" mit dem Sirius und demkleinen" mit dem Prokyon, dann weiter die Zwillinge, der Löwe usw. Küstermann.

Hessischen Hof". Ehemalige 222er: 8.30 Ahr imAndrees".

Tageskalender für Sonntag. Stadttheaier:Gvldmarie und Pechmarie", 15 bis 17,30 Ahr:Meine Schwester und ich", 18.30 bis 19.30 Ahr. 3n der Stadtkira)e, 20 Ahr, Vor­trag:Der anklopfende Heiland an deines Her­zens Tür", von Missionar Walther. Lichtspiel­haus, Bahnhofstraße:Der falsche Feldmarschall" mit Roda Roda. Astoria-Lichfspiele:Meine Schwester und ich" undDie Liebe des Cowboy".

Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: 3n der morgigen Vorstel­lungMeine Schwester und ich" spielt für das plötzlich erkrankte Fräulein 3ahn Fräulein Anne­liese K e r t i n g von dem Vereinigten Operetten- tijeater Bochum-Hamborn die Rolle der 3rma. 5>ie Vorstellung beginnt um 18.30 als Fremden­vorstellung bei ermäßigten Preisen. Für Diens­tag, 6.3anuar, ist die erste Wiederholung der ausgelassenen PosseRobert und Bertram" an= gesetzt. Beginn 19.30 Ahr. Mittwoch, 7. Januar, zum letztenmal: Rostands SchauspielDer Mamr, den fein Gewissen trieb", ein Stück, das durch seinen Ernst aufrichtige Aner­kennung errungen hat. Die nächste Pre­miere wird Shaws großes TheaterwerkDer Kaiser von Amerika" sein, das in der Berliner Aufführung bei Reinhardt zu einer großen Thea- terveranstaltung wurde. Die Aufführung ist auf Freitag, 9. Januar, festgelegt. Die Intendanz macht darauf aufmerksam, daß nur noch zwei Vor­stellungen des diesjährigen Weihnachtsmärchens Goldmarie und Pechmarie" stattfinden, und zwar morgen, Sonntag, 4. Januar, 15 Ahr, und Sonn­tag, 11. 3anuar, ebenfalls 15 Ahr.

EvangelisationswocheinGiehen. Man schreibt uns: Die Evangelische Kirchen- gemeinde Gießen veranstaltet vom 4. bis 11.3a- nuar eine Evangelisationswoche. Redner ist Mis­sionar Heinrich Walther aus Beuern, der früher in Kamerun arbeitete, mit Ausbruch des Krieges in französische Kriegsgefangenschaft geriet und nun als Volksmissionar in Oberhessen und Rheinhessen tätig ist. Dem Missionar geht der Ruf eines packenden und anregenden Redners voraus. Die Abendvorträge finden in der Stadt- kirch. sta.t. Außerdem I_äh Miß io.'.ar Walt her am 4.3anuar in der 3ohanneskirche und am 11.3anuar in der Stadtkirche den Dormittags­gottesdienst. Näheres ist aus der heutigen An­zeige ersichtlich.

Die Feuerwehr-Arbeit im 3ahre 1 9 3 0. In der Zeit vom 1. 3anuar bis 31. Dezem­ber 1930 wurde die ständige Feuerwache bei folgenden Fällen in Anspruch genommen: 4 Kellerbrände, 2 Zimmerbrände, 1 Dachstuhl­brand, 8 Kaminbrände, 31 sonstige Brände, ein Wald- und Rasenbrand, 2 Grotzfeuer, 51 sonstige Inanspruchnahmen, Keller auspumpen, Schacht­deckel einsehen. Heben von Großtieren, Beseiti­gung von Erdsenkungen usw., 6 blinde Alarme, 37 Anfugalarme, Gesamtinanspruchnahme der Feuerwac^ also in 143 Fällen.

Kinderspeisung in den städtischen Schulen. In den städtischen Schulen, in der Kleinkinderbewahranstalt und im Volkskinder­garten wurde auch im verflossenen Jahre wieder an bedürftige Kinder ein Milchfrühstuck ab­gegeben. Den Kindern wurde 0,2 Liter Vorzugs­milch und ein Milchbrötchen verabreicht. 3m

Monat Juli 1930 nahmen 875 (3uli 1929 : 884) und im Monat Dezember 1930: 891 (Dezember 1929: 922) bedürftige Kinder daran teil.

Iustizpersonalien. Das Gesamtmini­sterium hat ernannt: für die Disziplin arkammer bei dem Landgericht in Gießen: als ordentliche Mitglieder: Oberamtsrichter Hosmeyer in Altenstadt, Oberamtsrichter Schreiber in Vilbel, Amtsgerichtsrat Gros und Landgerichts­rat Trümpert in Gießen: als stellvertretende Mitglieder: Landgerichtsdirektor Cramer, Amtsgerichtsdircktor Keller und Landgerichts- rat Hansult in Gießen, sowie Amtsgerichtsrat Thurn in Friedberg: für den Disziplinarsenat beim Oberlandesgericht als ordentliches Mit­glied Landgerichtsrat R e u r o t h, Gießen, als stellvertretendes Mitglied Landgerichtsrat Dr. Wo6aege, Gießen: für den Disziplinarhof bei dem Oberlandesgericht Landgerichtsdirektor Schudt, Gießen, und Amtsgerichtsrat H o f f - mann in Friedberg als ordentliche Mitglieder: als stellvertretendes Mitglied Landgerichtsprä­sident Reuenhagen, Gießen. Ferner wur­den ernannt: Amtsgerichtsrat Philipp Glenz beim Amtsgericht in Grünberg zum Oberamts­richter bei dem Amtsgericht Reinheim i. O.; der Gerichtsassessor Dr. Wilhelm Christ in Rieder- Olm zum Amtsgerichtsrat bei dem Amtsgericht in Grünberg.

Wieder Schnee. Der Winter, der tn diesem Jahre nur sehr zögernd sein Regiment an­getreten hat, brachte uns heute morgen doch wie­der einigen Schnee, der sich in den Straßen der 3nnenstadt ledoch nicht zu halten vermochte, le­diglich die Wintersportler nahmen den Schnee als ein gutes Omen, denn dort, wo sie den morgigen! Sonntag verbringen werden, dürften aber doch andere Schneeverhältnisse fein.

" Die Museen und der Heidenturm sind am Sonntag zwischen 11 und 13 Ahr bei kleinen Preisen geöffnet. (Die Räume sind geheizt.)

Die städtische Kunstsammlung im Reuen Schloß, Eingang Senckenbergstraße, ist morgen, S-onntag, von 11 bis 13 Ahr bei freiem Eintritt geöffnet. Kinder haben nur in Begleitung Erwachsener Zutritt.

** Anlagenkonzert findet morgen, Sonn­tag, 11 Ahr, durch das Musikkorps unseres Ba­taillons bei günstiger Witterung in ber jSüb- anfage statt. Leitung: Obermusikmeister Löb er. Die Musikfolge ist: 1. Fest-Reveille", L. Golde: 2. Ouvertüre zur OperetteDie schöne Galathe", Franz v. Suppe: 3. Zwei Armeemärsche: a) Ar- meemarsch II Rr. 72, Marsch über Motive aus der OperDi etoeiße Dame", QL Boieldien, b) Armeemarsch II, Rr. 136, nach Motiven aus der OperDie Zigeunerin", W. Balse; 4. Fackeltanz nach Motive aus der OperDie Meistersinger von Nürnberg", R. Wagner: 5.Bei uns zu Haus", Walzer, 3oh. Strauß: 6. Armeemarsch 11, Nr. 173,Helenenmarsch", Fr. Lübbert.

** Der näch ste R i n d o i e h m a r k t (Nutz, viehmarkt) findet am Dienstag, 6. Januar, und der nächste Schweinemarkf am 21. Januar statt.

Neue Kurse der Volkshochschule. Man schreibt uns: Der Besuch der Volkshoch­schule hat in diesem Winterhalbjahr wiederum gegenüber dem Vorjahr beträchtlich zugenommen. Die neuen Kurse dürften ebenfalls reges 3ntereffe finden. Es fei besonders hingewiesen auf die Vor­tragsreiheDie Krise der Medizin und die neu­zeitlichen Hellverfahren" (Dr. med. Ma lech), so­

wie auf die KurseHandschrift und Charakter ' (W. Heg ar) undDas Wesen der Elektrizität* (©tubienrat Heußel). ZahlrcichenWünschrnent­sprechend sind die KurseHebungen in Recht­schreibung" undEingaben, Gesuche, Protokolle, Berichte" neu aufgenommen worden. Erwerbslose und Kurzarbeiter können an allen Kursen der Volkshochschule unentgeltlich teilnehmen. (Nähe­res in der heutigen Anzeige.)

"Die Schülergardervbe in de« Schule n. Veranlaßt durch Diebstähle von Män­teln, die in jüngster Zeit in verschiedenen Schulen vvrgekommen waren, hat das Kultusministerium angeordnet, daß den Schülern erlaubt wird, ihrs Mäntel während des Anterrichts in den Schul­sälen aufzuhängen. Ein Schadenersatz für ab­handenkommende Sachen könne von den Schulen nicht geleistet werden.

Konzerte in den Kliniken. Anter der Leitung von Obermusikmeister L ö b c r gab die Reichswehrkapelle <im Mittwochvormittag für die Patienten der Medizinischen, der Chirurgi­schen und der Frauenklinik in den Anlagen der Medizinischen Klinik ein Konzert, daS aufmerk­same und dankbare Zuhörer fand. In der Ner­ve n k l i n i k bot die evangelische Iugendver- einigung von Klein-Linden am Neujahrsvor­mittag eine Reihe von geistlichen Liedern, zu­sammen mit einigen Volksliedern, die die Patien­ten und Angestellten mit Freude aufnahmen. Den jugendlichen Sängern und Sängerinnen wurde herzlicher Dank zuteil.

Der Allgemeine DeutscheFrauen- herein, Ortsgruppe Gießen, hatte diesmal wie man uns berichtet mit Rücksicht auf die Mitglieder, die nachmittags beruflich in Anspruch genommen sind, zu einer Abendver- fammhmg eingeladen. Nach kurzen Begrüßungs- Worten der ersten Vorsitzenden lang Frau Wehl, von Frau L u l e y verständnisvoll begleitet, mit warmer, ansprechender Stimme zwei Lieder von Cornelius. Frau Schliephake führte sodann die außerordentlich zahlreich erschienenen Zu­hörerinnen in Wort und Bild nach Dänemark!. Mittel- und Südschweden. Die Reise ging von Warnemünde aus, die Insel Falster berührend, nach Kopenhagen. Weiter der seeländischen Küste entlang bis Helsingör, wo auf einem Hügel nahe der Stadt Hamlets Grabstätte gezeigt wird. Eine Fähre verbindet die dänische Küste mit der schwe­dischen und brachte die Reisenden nach Helsing- borg. Schwedens größte Hafenstadt Göteborg, von wo aus die bekannten Trollhätta-Fälle zu errei­chen sind, war das nächste Reiseziel. Eine lange Eisenbahnsahrt führte weiter nach der an Na­turschönheiten reichen Landschaft Dalarne, dem Herzen Schwedens: vorbei an den Frhkenseen, der Heimat von Selma Logerlöf. Interessante Ein­drücke bietet dem Reisenden die altehrwürdig« Aniversitätsstadt Apsala, deren Bibliothek den Codex ArgenteuS besitzt, der die älteste in einer germanischen Sprache abgesahte Handschrift ent­hält. die gotische Bibelübersetzung Alfilas. Bon Apsala ging die Reise wieder südwärts nach dem herrlichen Mälarsee und Stockholm. Das neue Wahrzeichen der schwedischen Hauptstadt ist das 1923 erbaute Stadthaus: es soll das bedeutendste Werk moderner Architektur RordeuropaS sein. Den Abschluß der geschilderten Reise bildete ein Besuch der sagenumwobenen Insel Gotland und ü)rer Hauptstadt Wisby. Heber Malmö und Trellebvcg wurde Rügen und damit die deutsche Heimat wieder erreicht. Sehr schöne Photos, die leider durch die Projektion nicht vollkommen zur Geltung kamen, zeigten landschaftliche Schönhei­ten, bedeutende Baudenkmäler nordischer Kunst und reizende schwedische Rattonaltrachten in rei­cher Mannigfaltigkeit. Lebhafter Beifall und herz­liche Worte der Anerkennung dankten der Red­nerin für den anschaulichen Reisebericht. DeS 70. Geburtstages der verehrten, langjährigen Schatzmeisterin der Ortsgruppe, Frl. Maria 3 im­mer m a n n, gedachte Frau Morn bert in rei­zenden, humoristisch gehaltenen Versen. Geselli­ges Zusammensein an weihnachtlich gedeckten Tischen brachte den Abschluß der Versammlung, der Frau L u l e y und Frau Wehl durch Weih- nachtSmusik einen harmonischen Ausklang ver­liehen.

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bl» 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr Samrtag nachmittag gefdjlofien

A.Hübbe,

Präsident der Handelskammer Hamburg, spricht sich über Werbung wie folgt aus:

Propaganda oder Reklame, wie man die an­treibende Tätigkeit je nach dem Grad der Intensiti und der Aesthetik auch bezeichnen mag, hat neue In-t dustrien, neue Verdienstmöglichkeiten und damit pro­duktive Werte geschaffen?

(TS Sodbrennen w 250gr.o.6o. Tabletteno.rs u.1.50

ErhäMch LApofheken uDrogerien

YertriebfUSJ. GloqauSCO Chicago