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Aus Oer Provinzialhauptstadt
Gießen, den 2. November 1931.
Allerseelen.
Ein grauer Herbsttag! Die Blätter der Bäume haben sich gelb und braun gefärbt, und der Wind hat sie heruntergeweht zu Tausenden auf das Moos des Bodens, auf den Kies der Wege. Die Luft ist kalt, und nicht weit dringt der Blick in den feuchten Dunst hinein, der die Täler erfüllt. Mer ein Fleckchen am Fuß der bunt- gefärbten Berge hat sich in sommerliches Gewand gekleidet: da verhüllt nicht welkes Laub den Rasen: frisches Grün umschlingt den Stein und das Flechtwerk des Gitters, und gar Blumen, bunte Blumen siehst du dort in prächtigstem Farbenglanze. Lind lebhaft geht es heute hier zu im Freien trotz der herbstlichen Kühle. Denn heut ist Allerseelentag, und jener Ort ist der Friedhof. Große Körbe voller Blumen, Fichtenzweigen und Buchsbaumlaub hat man hinaus- geschleppt, und Duden sind vor dem Eingänge aufgeschlagen, in denen gelb schillernde Irnrnor- tellenkränze verkauft werden. Sorgfältig sind alle die zahllosen kleinen Hügel von dem welken Laube, das sie schon verdeckt hatte, gereinigt und mit frischem Grün geschmückt: was es an Blumen noch gibt, ist dazwischengesteckt. Die Pfähle der Gitter, die die Familiengräber umschließen, sind mit Kränzen behangen: die Knaufe der Eckpfosten dick mit Fichtenzweigen umwunden, aus deren dunklem Grün grohe Büschel brennendroter Ebereschen hervorleuchten. Hm den Sockel des Monuments schlingt sich eine Girlande, die zwischen dem Laub in gleichen Mständen hängende Fuchsienblüten und grohsternige Astern trägt, und dem marmornen Engel, der darauf steht und so gläubig die Hände faltet, hat man gar eine dicke Georgine zwischen die Finger gesteckt. Geschäftig drängt sich die Menge um die Gräber. Immer neue kommen mit dem grünen Puh beladen: einen Kranz trägt mindestens jeder herbei, aber viele auch mehr, und die Vornehmeren lassen sich den Korb mit den Girlanden von der Dienstmagd nachtragen. Mit Bindfaden, mit Hammer und Nägeln ist man bemüht, den Schmuck an den Gittern, den Holzkreuzen und Gedenksteinen zu befestigen. Zuweilen ist die Anordnung schwierig und immer neue Verteilungen des Schmuckes werden versucht. — „So ist's gut!" — „Aber vielleicht so noch besser?" — „Ich mein', es hängt recht" wagt die Dienstmagd zu behaupten. „Ei nicht doch!", wendet die Herrin ein. „Meines Seligen Bildnis steckt ja ganz schief in seinem Kranze. Mehr nach rechts mit Dem Kranz! — So — so ist's gut. Letzt siehst du schön aus, mein Lieber!" —
Nur an einem Grab ist es still. Keine Blume, kein Kranz schmückt den einfachen grünen Hügel. Nur ein schlichter Stein liegt darauf, und auf dem Stein steht nichts als der Name „Maria". Auf der Bank neben dem Grabe sitzt ein Mann und starrt regungslos mit brennenden Augen auf die Inschrift des Steines. Mißbilligend blicken die Vorübergehenden auf den untätigen Mann und das ungepuhte Grab. „Seht deü Joseph —" reden sie untereinander. „Er ist geizig: er gönnt seiner Frau nicht eine Blume." Auch der Pfarrer, der zwischen den Hügeln auf und nieder wandelt und mit dem und
jenem ein Wörtchen redet, hat den Einsamen bemerkt: er tritt näher und klopft ihm auf die Schulter. „Wollt Ihr nicht auch mit einem Kranze das Andenken Eures Weibes ehren, Joseph?" Der Gefragte schüttelt den Kopf. „Wenn ich nach dem Friedhof gehe, sind alle meine Gedanken bei ihr: wie sollt' ich da feilschen können um einen Kranz! Lind wenn ich hier sitze, wie könnt' ich sorgen um den Puh ihres Grabes? Ich sehe das Grab nicht. Ich sehe nur sie, wie sie auf der Bahre lag, ehe sie sie hinaustrugen I" — Lind er stützt den Kopf wieder in die Hand und starrt auf den Stein und flüstert: „Maria!"
Die Dämmerung bricht herein: auf allen Gräbern werden kleine Lichter angezündet. Aber ein Grab bleibt dunkel. W. K.
Zurück zur Scholle!
Es ist ein ewiger Kreislauf. Die Menschheit geht seit Jahrtausenden im Kreise. Der Kreis ist anscheinend einmal enger, einmal weiter, aber» im Grunde bleibt alles gleich. In den wichtigsten Fragen kehrt man immer wieder zum Ausgangspunkt zurück. Ganze Generationen können gering achten und schmähen, was die vor ihnen schätzten: aber ganz unvermittelt findet man sich dort wieder, wo einmal auch die andern standen. Ob man nun Pyramiden errichtet oder Paläste baut, Ritterburgen gründet oder Technik und Sport anbetet — es bleibt völlig gleich. Lieber eine gewisse Schranke kommen wir nicht hinaus. Wir können auch sündigen gegen Vernunft und Natürlichkeit. Desto schroffer werden wir eines Tages in die Schranken zurückgewiesen.
Landflucht! Das war vor gar nicht so langer Zeit das Wort, das Einsichtige als Warnung hinausriefen. Der Bauer ließ seinen Pflug stehen und ging zur Stadt, weil ihm dort ein größerer Verdienst bei leichterer Arbeit winkte, dazu als Würze das bequemer erreichbare Vergnügen. Lind die Industrie schuf immer neue Fabriken, immer neue Maschinen. Die Lore weiteten sich, daß viele Tausende von Arbeitern durch sie strömen konnten, die Arbeitssäle dehnten sich.
Als die Weiterblickenden warnten vor der Entwurzelung, vor dem Aufgehen in der Masse, fand man viele Begründungen für die Landflucht, von denen manche wohl ein Körnchen Wahrheit bargen. Aber man scheute davor zurück, den andern Weg zu gehen, weil eben der beschrittene für jeden Beteiligten Vorteile versprach. Wie lange man diese Vorteile genießen würde, danach fragte man nicht. Wenn man sie nur heute wahrnehmen konnte. Aber die Weltgeschichte läßt sich nicht zwingen. Sie geht ihren eigenen großen Weg, unbeirrt und unbeeinflußbar.
Das Land lag nicht verödet, weil ihm viele den Rücken zuwandten, die ihm zu dienen berufen gewesen wären. Aber es fand auch nicht mehr die Pflege, die jedes Krümchen Scholle wahrnimmt, um aus ihm Erntesegen zu erzwingen. Aber es dauerte gar nicht lange, so begannen die Fabritsäle zu veröden. Die Blüte war nur eine Scheinblüte. Der Gang der Wirtschaft wurde schwer und keuchend. Eine Maschine nach der andern hörte auf, ihre Räder laufen zu lassen.
Schon als die ersten Anzeichen dafür hervortraten, machte sich eine Art Rückkehr zum Lande bemerkbar. Ein ganzes Zurück konnte es nicht geben. Also suchte man ein halbes. Man fand zum kleinen Garten zurück, in dem man graben
konnte, so viel man wollte. Man klammerte sich gewissermaßen an das bißchen Scholle, als ob man instinktiv fühlte: Hier ist ein Stück Heimat und zugleich mein Eigen. Mit aller Liebe diente man diesem kleinen Besitz, diesem Krümchen Erde. Lind je weiter die Zeit fortschritt, desto stärker wurde der Landhunger, desto größer wurde der Kreis derer, die wieder zur Scholle, zu dem Stückchen Erde, das Heimat und Eigen ist, zurückkeh- ren wollten. Lind heute haben wir den Ruf so stark, so dringend, daß er kaum dringender sein kann.
Zu erfüllen wird er nur im geringen Maße sein. Mer auch das dient ja schon. Änd es ist zu erwarten, daß mit der Stillung des Landhungers ein gesünderes und ein zufriedeneres Geschlecht heraufkommt, eine Generation, die nicht so entwurzelt ist, sondern mit sich selbst und der Welt in Frieden. Soweit Frieden dem unruhigen Menschen überhaupt werden kann. —r.
Geldsammlung für die Wintcniothilse.
Bon heute ab wird in allen Haushaltungen unserer Stadt eine G e l d s a m m lung zur Erfüllung der Aufgaben der Gießener Winterno t h i l f e durchgeführt. Eine große Zahl von freiwilligen und ehrenamtlich tätigen Helferinnen hat sich der Hausfrauenberatung und acht angeschlossenen Frauenvereinen, die die Organisation dieses Sammel, wertes in dankenswerter Weise übernommen haben, zur Verfügung gestellt. Die Damen sind mit Sam» melbüchern und Sammelbüchsen ausgerüstet ebenso sind sie mit den erforderlichen Ausweisen versehen. Die Spenden können in das Sammelbuch eingeschrieben werden, wer das aber nicht tun möchte, kann seine Beihilfe auch ohne Eintragung in die Sammelbüchse einlegen. Jedermann möge bei dieser Haussammlung nach besten Kräften spenden denn die Not in weiten Kreisen unserer Bürgerschaft ist groß, und es sind erhebliche Geldmittel notwendig, um den dringenden Aufgaben der Hilfeleistung gerecht werden zu können. Hoffentlich sinden die.Sammlerinnen in allen Haushaltungen, in denen noch einigermaßen wirtschaftliche Leistungskraft vorhanden ist, viel Gebefreudigkeit vor!
Bornotizen.
— Tageskaleüder f ü r Montag. Stadttheater: „Im weißen Rößl" 19.30 bis 22.30 Uhr. — Volkshochschule: 20 Uhr, Universität, Beginn der Kurse. — Oberrealschule, Bismarckstraße: 20.15 Uhr, öffentlicher Vortrag über „Altes und Neues Testament im Religionsunterricht". — Gießener Freiwillige Feuerwehr: 20 Uhr, Monatsversammlung, „Stadt Kassel". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der Sohn der weißen Berge".
•• Feldschuhmeister Beimborn im Ruhestand. Am 1. November ist der Feldschuhmeister B e i m b o r n von hier wegen Erreichens der Altersgrenze in den Ruhestand getreten. Der allezeit pflichtgetreue Beamte war in seinem Lebenslauf zunächst als Handwerker, später als Gerichtsdiener tätig, seit Mitte 1908 stand er als Feldschüh in städtischen Diensten, Anfang Dezember 1922 wurde er zum Feldschutzmeister ernannt. Sein Amt hat er jederzeit in vorbildlicher Weise ausgeübt und sich dadurch allgemeine Wertschätzung erworben.
** Eine Siebzigjährige. Frau Johanna Hartmann Wwe., wohnhaft Schützenstr. 9, feiert
am morgigen Dienstag in geistiger und körperliches Frische ihren 70. Geburtstag.
* Geschäftsjubiläum. Der Steinbildhauer Louis Schmidt, Kaiserallee 12, konnte in diesen Tagen auf ein 30jähriges Bestehen seiner Firma zurückblicken. Der Inhaber hat sein Geschäft aus kleinen Anfängen heraus zu der heutigen Höhe emporgeführt. Er ist einer der wenigen Steinbildhauer, die unter der alten Zunft vier Jahre gelernt haben.
*• D i e Auszahlung der Ruhegehalts- undHinterbliebenenbezüge aus der Kasse der Hessischen Versicherungsanstalt für gemeindliche Beamte zu Darmstadt für den Monat November erfolgt wie man uns mitteilt, je zur Hälfte am 6. und 16. November.
** Volkshochschule. Mit dem heutigen Abend um 20 Llhr beginnen in der Llniversität folgende Kurse: „Schiller als Philosoph" von Prof. Dr. Kinkel, „Englisch für Anfänger" von Georg Graf, außerdem findet die von Studienrat Krauß angekündigte Vorbesprechung für Chorsingen im gemischten Chor statt. Zur Orientierung beachte man stets das Schwarze Brett der Volkshochschule im 2. Stock der Llniversität. Siehe heutige Anzeige.
*• Schaufenster In Trümmern. Gestern morgen gegen 3A5 Llhr wurde ein Schaufenster der Gravieranstalt Gg. A l b o l d am Kirchenplah durch streitende junge Leute zerschlagen. Die Personalien der Täter konnten mit Hilfe des Wächters Reuter von der Rheinischen Wach- und Schließgesellschaft durch die Polizei festgestellt werden.
** E i n b r u ch. In der Nacht zum Sonntag dran- gen Einbrecher in das Bootshaus des Marinevereins, das sich in dem Gartengelände diesseits der Lahn befindet, ein. Die Eindringlinge nahmen ihren Weg über eine Leiter, die sie aus einem Nachbargarten heranholten, und durch ein hochgelegenes Fenster. Gestohlen wurden ein Radiogerät, Marke Geatrix, Nr. 404 263, im Werte von 350 Mark, 50 Scballvlatten im Werte von 150 Mark, und zwei Schalldosen des Grammophons im Werte von 80 Mark. Sachdienliche Mitteilungen werden an die Kriminalpolizei erbeten.
** Eine öffentliche Bauernversamm. lung veranstaltet die Deutschnationale Dolkspartei am Donnerstag, 5. November, 11 Uhr, im Trappschen Saale zu Friedberg. Es sprechen die Reichstagsabgeordneten Oldenburg-Ianuschau und Landwirt Stubbendorf. Näheres ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich,
Sprechstunden der Redaktion.
11.30 biß 12.30 Hur, 16 biß 17 Uhr. Samstag nachmittag geschloffen.
Anzeigenaufträge sind lediglich an die Geschäfts st ekle zu richten.
Für unverlangt eingesandte Manuskripte ohne beigefügteß Rückporto wird feine Gewähr übernommen.
V Schutz gegen
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(sprich:Maxul)
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UND
jetzt in Maxoul-Mischung
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So nennt man die kleinen Spitzenblätter der ostmacedonischen Tabak-Pflan ze. Sie sind der Sonne am stärksten ausgesetzt und entwickeln deshalb den grössten Reichtum an Aroma. Diese kostbaren MAXOULS, die bislang nur den teu= ersten Zigaretten vorbehalten waren, verwenden wir nunmehr auch für
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