Oberheffen.
Gedenkfeier für Ireiherrn vom Stein.
pb. Butzbach, 30. Juni. Anläßlich der 100. Wiederkehr des Todestages des Fxeiherrn vom Stein fand am Sonntogoormittag eine (Lrinnerungs- feier, verbunden mit der Enthüllung eines Gedenk ft eins, am Bismarckhain statt, die von der Bruderschaft Butzbach des Iungdeutschen Ordens in die Wege geleitet wurde. Nach dem von der Bru- derschast besuchten Gottesdienst bewegte sich ein stattlicher Zug von Vereinen und Gästen mit Fahnen und Bannern unter Dorantritt des Spielmannszugs der Bruderschaft Gießen nach dem Bismarckhain, wo nach Begrüßung durch Studienrat Schad, den Großmeister der Butzbacher Bruderschaft, der Komtur der Ballei Niederhessen, Lehrer T r e b i n g aus Kassel, die Weiherede hielt. Unter Trommelwirbel fiel die Hülle des Ehrenmals, das aus einem mossi- gen Findlingsblock besteht, und folgende Inschrift trögt: „Frhr. vom Stein 1757—1831", darunter: „Volk und Staat müsien eins sein". Den Sockel ziert die Zahl 1931 und das jungdeutsche Ordenskreuz. Studienrat Schad übergab nach der Enthüllung den Gedenkstein dem Schutze der Stadt. Bürgermeister Dr. Jansen übernehm das Denkmal namens der Stadt, indem er in seiner Ansprache be- sonders darauf hinwies, daß dem Freiherrn vom Stein das Selbstverwaltungsrecht der Städte zu verdanken fei. Nach verschiedenen Kranzniederlegungen fand die Feier durch den Gesang des dritten Verses des Deutschlandliedes ihren Abschluß. Am Nachmittag fand im Saale des „Deutschen Hauses" ein öffentlicher Gedenkvortrag von Lehrer Tre- b i n g über „Frhr. vom Stein und unsere Zeit" statt, der sich eines guten Besuches erfreute.
32. Derbandsschießen des Bezirks» fchühenverbandes Hessen-Aaffau.
H Alsfeld, 30. 3uni. Dom 27. bte 30. 3uni hielt der Verband bei guter Beteiligung — eS waren fast alle Vereine des GaueS vertreten — fein Verbandsschieben in Alsfeld ab.
Am Sonntagmorgen begann das Gesellschafts- wettschießen in den neuzeitlich eingerichteten Schtcßständen des Alsfelder Schühenvereins. Dachmittags bewegte sich ein stattlicher Festzug durch die Straßen der Stadt, an dem fast alle Alsfelder Vereine teilnahmen, nach dem Festplatz. Dach einer Begrüßungsansprache durch den Dor- fitzenden Otto Mayer vom Alsfelder Schützen- verein hielt der Dezirksvorsihende Kramer (Biedenkopf) die Festansprache, in der er auf die Aufgaben und Ziele des Deutschen Schühenbundes unter besonderer Betonung für Vie Gegenwart hinwies und neben der Treue und Kameradschaft in den deutschen Schützen vereinen deren Vaterlandsliebe betonte, die in der gegenwärtigen Zeit besonders notwendig sei. Das Schiehen auf allen Ständen wurde bei reger Beteiligung fortgesetzt, während für die übrigen Festteilnehmer durch Tanz und Volksbelustigungen gesorgt war.
Am Montagvormittag fand der Bezirks- s ch ü h e n t a g, der gut besucht war. statt, welcher der Erledigung der geschäftlichen Angelegenheiten des Verbandes gewidmet war. Als Ort für das nächstjährige Verbandsschiehen wurde Wetzlar bestimmt. Bei den Veranstaltungen am Montag, zu denen eine größere Anzahl auswärtiger Schützen zur Teilnahme am Preisschiehen noch ein- getroffen war, bcgrühte Bürgermeister Dr. D ö l - sing namens der Stadtverwaltung die Gäste, wobei er besonders die treue Kameradschaft und die vaterländische Gesinnung in den deutschen Schützenvereinen hervorhob. Am Dachmittag fand das Schiehen seine Fortsetzung. Der Abend brachte ein Feuerwerk vor dem Festplatz.
Am Dienstagnachmittag, nach Beendigung des Schiebens, erfolgte die Verteilung der Festscheibenpreise.
Bundesfest des Lahntalsängerbundes.
-er. Homberg, 1.3uli. Das am 4. und 5.3uli hier stattfindende Eängerfest des Lahntalsängerbundes und das 15. Stiftungsfest des Gesangvereins „Frauenlvb" wird am Sonntag mit einem am Kriegerdenkmal abgehaltenen Feldgottesdienst eingelcitet. Der eigentliche Festakt beginnt am Samstagabend in der Etadthalle. Bürgermeister Schweiler, Homberg, wird eine Ansprache halten, der Vorsitzende des Lahnlaisängerbundes wird sprechen, turnerische Darbietungen mannig- sachster Art, sowie Gesangs- und Musikvorträge werden den Abend füllen. Für den Sonntag ist ein Ehoralblasen, der Empfang der Bundesvereine und das Wertungssingcn vorgesehen. Sodann veranstaltet der Bund eine große Kundgebung auf dem Marktplatz. Hier wird neben dem Dun- desvvrsihenden auch ein Vertreter des Hessischen Sängerbundes zu den Festteilnehmern sprechen. Gegen Mittag werden die Gastvereine empfangen, die sich dann dem Festzug einordncn werden. Dach einer Ansprache des Bürgermeisters werden Ge-
sangsvvrträge der Gaftvereine bar geboten, eln DvlkSsest wird den Tag beschlichen. Für die auswärtigen Besucher der Veranstaltung ist ein Son- Oerjug eingelegt worden, zu dem Fahrkarten an den Schaltern in Gießen, Großen-Buseck, Grün- berg. Mücke, Dieder-Ohmen und Burg-Dieder- Gemünden zu haben find.
Landkreis Giehen.
X Wieseck. 1.3ull Die Eheleute Heinrich Schmidt!!. und Elisabetha. geb. Hartmann, können am 3.3uli das Fest der goldenen Hochzeit in körperlicher und geistiger Frische begehen. Der Jubilar steht im 73. Lebensjahre bte Jubilarin im gleichen Alter.
* Harbach. 1.3uli. Die HebamnSc Frau W e n z e l konnte gestern auf eine 4 0jährige Tätigkeit als Hebamme zurückblickcn. AuS Anlaß wurden ihr von der vorgesetzten Behörde ein Dank- und Anerkennungsschreiben übermittelt.
er * 1 puli- Unsere Stadt kann sich
für das Dechnungsjahr 1931 eines in der heutigen aiotaeit guten städtischen Hau-haltS- planes erfreuen. Durch Sparmaßnahmen war eine ansehnliche Senkung der Ausgaben möglich, so daß man auf die Einführung der Bürgerst e u e r und der Bier st euer verzichten konnte ohne die Gemeindeumlagen zu erhöhen. Der Haushaltsplan schließt in der Bctr.ebsrech- nung mit 142 625 Mk., in der VermögenSrechnung mit 12 885 Mk. ab, die -Umlagen belaufen sich, wie im Vorjahre, auf 40 000 Mk.
Kreis Friedberg.
Bad-Nauheim, 1.Juli. (WSN.) Im benach. barten Steinfurth flog beim Rosenhacken einem jungen Mädchen ein Fremdkörperins Auge, dem es zunächst keine Beachtung schenkte. Erst die am anderen Tag auftretenden Schmerzen veran- aßten es, schleunigst die Gießener Klinik auszu- suchen. Dort wurde ein S t a h l s p l i t t e r , der an der Hacke abgesprungen war, aus dem Äuge ent fernt. später war sogar noch die Entfernung des ganzen Auges wegen Gefahr von Blutvergiftung erforderlich. Einen ähnlichen Unfall hatte ein anderes Mädchen aus demselben Orte. In diesem Falle wurde durch rechtzeitiges Eingreifen des Arztes das Auge gerettet.
Kreis Alsfeld.
ch Nieder- Gemünden, 1. Juli. Am Sonntag hielt der Geflügel - und Vogel» »uchtvercin Dieder-Gemünden und Umgegend seine Generalversammlung ab. Heben kleineren geschäftlichen Angelegenheiten wurde hauptsächlich die Frage der Kükenaufzucht eingehend besprochen. Zuchtwart O. Svedler gab aus seiner reichen Ersah rung heraus Aufklärung über Fütterung, Pflege und Verwertung der Küken. Der Vortrag fand aufmerksame Zuhörers
Preußen.
Kreis Wetzlar.
cP Krofdorf, 2. 3uli. Das seltene Fest des gemeinsamen 8 7. Geburtstages kann das Zwillingspaar Philipp Pfeifer und Elisabeth Pfeifer, geb. Pfeifer, feiern. Soweit bekannt, sind die beiden Geschwister das älteste Zwillingspaar in Deutschland. Der Bruder, der in Krofdorf wohnt, ist Veteran von 1866 und 1870 71 und lebt ebenso wie seine Zwillingsschwester noch in körperlicher und geistiger Frische. Er hat 2 Söhnen 5 Enkel und 2 Urenkel. Frau Pfeifer wohnt in Wetzlar-Dieder- girmes und hat 3 Kinder, 14 Enkel und 4 Urenkel.
Maingau.
WSD. Frankfurt a. M., 1. Juli. Wie bereits gemeldet, unterschlug bei einer hiesigen Danlsirma der Angestellte Hermann Bretz auf Grund eine Blankoschecks ben Betrag von 2 0 5 0 0 Mark. Auf Grund der polizeilichen Fahndungen konnte der flüchtig gegangene Defraudant gestern in Bamberg fe ft genommen werden. 3n seinem^ Besitz wurden nur 1086 Mark vorgefunden, "'n feine Vernehmung zur Zeit noch nicht beendet ist, läßt sich noch nicht angeben, ob er die große Geldsumme etwa schon verbraucht, ober sie zunächst anderweitig untergebracht hat. Die Polizei hat jedoch bereits ermittelt, daß Bretz, bevor er nach Bamberg kam, sich längere Zeit in Berlin auf gehalten hat, wo er Verwandte besitzt. — Bei der- Ausfahrt des O-Zugs Frankfurt-München um 14.30 Uhr wurde die Hausangestellte Emma Meder aus Bochum überfahren und getötet. Die Frau hatte bereits im Zuge Platz genommen. begab sich aber kurz vor Abfahrt nochmals auf den Bahnsteig, um eine Flasche Wasser zu kaufen. Sie versuchte bann, auf ben schon an- fahrenden Zug aufzuspringen unb kam hierbei zu Fall.
Wirtschaft.
Oie wirischastliche Lage des Handwerks im Juni.
Vom Deich-verband des deutschen Handwerks wird mitgeieilt: Die auf dem Wirtschaftsleben seit Monaten lastende Depression hielt im Juni unverändert an. Dementsprechend hat auch die Wirtschaftslage des Handwerks keine Belebung erfahren. Selbst die Saisonberufe berichten über flauen Geschäftsgang. Die Bautätigkeit war sehr gering. Deue Bauvorhaben wurden so gut wie garnicht in Angriff genommen. DaS Bauhauptgewerbe war daher in der Hauptfach« mit Instandsetzung-- und MmbauarbcUen beschäftigt. Auch an derartigen Aufträgen herrschte großer Mangel. Die Zahl der arbeitslosen Bauarbeiter betrug in einer Anzahl von Kammer bezirken 70 dis 80 v. H. Don kleineren örtlichen Unterschieden abgesehen, war auch die Beschäftigung der Sauncbengetperbe gering, lieber eine sehr gedrückte Wirtschaftslage flogen ebenfalls die De- kleidungShandwerke. Selbst für die DahrungSmit- telhandwerke macht sich die geschwächte Kaufkraft der Bevölkerung in einem empfindlichen Rückgang deS Absatzes bemerkbar. Die Belebung des Absatzes. die die Reisezeit in früheren Jahren mit sich zu bringen pflegte, blieb in diesem Jahre beinahe völlig aus. DaS Derlaufsgefchäst des Sattler- handwerkS, besonders der Absatz von Reiseartikeln, ließ sehr zu wünschen übrig. Etwas günstiger war die Beschäftigung der 'Betriebe in ländlichen Gegenden, da durch die bevorstehende Getreide- erntczeit die Aufträge für Reparaturarbeiten an landwirtschaftlichen Geräten etwas zahlreicher waren. Anderseits hat daS ländliche Handwerk irt verschiedenen Gebieten schwer unter den Unwetterkatastrophen zu leiden gehabt. Infolge der großen Arbeitslosigkeit unter den Arbeitern hat die Schwarzarbeit einen ungeahnten Umfang angenommen. Die Eristenz zahlreicher Handwerksbetriebe wird hierdurch stark gefährdet. Die Forderung nach einer nachhaltigen Bekämpfung der Schwarzarbeit wird daher immer stärker erhoben.
e
• Konkurse und Der g le i ch s v e r f ah- rcnim3unt. Dach Mitteilung deS Statistischen ReichSamtS wurden im 3uni durch den Reichsanzeiger 1034 neue Konkurse — ohne die wegen Maßmangels abgelehnten Anträge auf Konkurseröffnung — und 647 eröffnete Vergleichsverfahren bekrrnntgegeben. Die entsprechenden Zahlen für Mai stellten sich auf 956 bzw. 655.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 2. Juli. Tendenz: zurückhaltend und etwa- schwächer. — Die abermalige Verschleppung der Pariser Verhandlungen drückte auch der heutigen Börse den Stempel zur Schwächeneigung auf, obwohl man allgemein mit einer baldigen Lösung nach irgendeiner Seite rechnet. Die Spekulation bekundete daher stärkste Zurückhaltung, da man die weiteren Entscheidungen abwarten will. Einen etwas ungünstigen Eindruck machten die verschiedenen Wirtschaftsberichte einiger Großbanken und der Handelskammerbericht für den Monat 3uni, nach dem noch keine Besserung der Wirtschafts- und Finanzlage zu verzeichnen sei. Die Befürchtung einer verschärften Kreditrestriktion der Reichsbank im Zusammenhang mit den erheblichen Abflüssen von Gold und Devisen blieb naturgemäß nicht ohne Eindruck. Da Orders von Publikumsseite so gut wie nicht eingetroffen waren, wurde das Geschäft innerhalb der Kulisse abgewickelt. Eine gewisse Stühe boten die freundlichen Meldungen von den Auslandbörsen, besonders vom Deuhorker Platz. Gegenüber der gestrigen Abendbörse ergaben sich überwiegend noch Kursrückgänge. So eröffneten IG.-Farben, Elektrowerte, Kunstseideaktien und noch einzelne andere Papiere bis zu 1,5 Prozent niedriger. Am Montanmarkt war die Kursgestaltung nicht einheitlich, doch betrugen die Abweichungen nach beiden Seiten nicht über 1 Prozent. Don Kaliwerken büßten Salzdetfurth 2 Prozent ein. Bankaktien überwiegend gehalten. Dur Danatbank 2 Prozent schwächer, dagegen Reichsbank 1 Prozent höher. Fester lagen noch Hapag mit plus 1,25 Prozent und Mainkraftwerke, die mit Plus-Plus-Zeichen erschienen, ferner Karstadt mit plus 1.5 Prozent. Am Anleihemarkt ergaben sich keine wesentlichen Kursveränderungen, ebenso am Markt der festverzinslichen Werte. Reichsschuldbuchforderungen zogen etwa 0,75 Prozent an. Da das im Vec- laufe herauskommende. Material glatt Ausnahme fand, zeigte sich regere Dachfrage der Kulisse, die eine Befestigung zur Folge hatte. Bei lebhafteren Umsätzen wurden die anfänglichen Der-
luste nicht nur wieder aufgeholt, sondern überwiegend bi- zu 1 Prozent überschritten. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 8 Prozent unverändert Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,2140, gegen Pfund 20.4990. 3m Usancenverkehr London gegen Reuvork 4,8640, gegen Paris 124.23, gegen Mailand 92.92. gegen Madrid 51.25. gegen Schweiz 25,1175, gegen Amsterdam 12.0913.
Berliner Börse.
Berlin. 2.3uIL Gestern abend und heute vormittag war die Stimmung wieder etwas freundlicher und man nannte böberc Kurse, doch wurde es an der Dorbörse wieder unsicher undetwaSfchwächer. Die ersten Kurse zeigten dann keine einheitliche Haltung und wiesen Schwankungen bi- zu 2 v H. nach beiden Seiten gegen gestern mittag Schluß auf. Die nochmalige Verschiebung der Pariser Verhandlungen wirkte natürlich weiter retardierend. daS amerikanische Memorandunt wurde von der Börse mit großem 3ntereffe aufgenommen, und die Hoffnungen auf die lange erwartete Einigung etwas gefestigt. Das Ansteigen der Konkursziffern, der wenig optimistische Bericht der Preußischen Industrie- und Handelskammern für Juni, das weiter unbefriedigende Röhrengeschäft, der ergebnislose Abbruch der Deuyorler Kupferkonferenz usw. waren natürlich wenig günstige Momente, ebenfalls der Äurärüdgang der Metallpreise. Das Geschäft war außerordentlich ruhig. ES kam eher Ware an die Märkte, die aber glatt ausgenommen wurde. Die Schwic- rrgkeit der Dangue de s^eneve blieb ziemlich ein» fluhlos. Der heute zur Veröffentlichung gelangte ReichSbankausweis per Ultimo 3uni dürfte den Erwartungen der Börse entsprechend weniger befriedigend fein. Sehr schwach lagen auch heute Schubert & Salzer, die bei MinuS-Minus- Dotrz wieder 6.5 Protz, verloren Mitteldeutsche Slahl. Salzdetfurth. Deutsche Eisenhandel waren bis 3 Prozent abgeschwächt, während RütgerS- tixrfc. Deflauer Gas und Allgemeine Lokalbahn biS 2.5 Prozent anzvgen. Eh ade lagen sogar 5 Mark fester. Deutsche Anleihen gut behauptet. Von Ausländern lagen Rumänen schwächer. Reichsschuldbuchforderungen waren etwas nachgebend. Pfandbriefe ziemlich unverändert. Der Eeldmarkt blieb unverändert steif. Tages- g«ld 8 biS 10,5 Prozent, MonatSgeld 7,5 bis 8,75 Prozent, Warenwechsel etwa 7,5 Prozent. 3m Verlaufe wurde es zunächst etwa- fester, später gingen die Kurse aber wieder leicht zurück. Der weitere Verlauf der Börse blieb uneinheitlich, doch meist fester. Schubert & Salzer verloren erneut 2,5 Prozent, während SvenSka, Siemens, Aku und Geffürel je 2 Prozent und Salzdetfurth 3 Prozent anzvgen. Die Spekulation schritt auf festere AuSlandmel- dungen an den meisten Marktgebieten zu Deckungen.
Frankfurter Schlachtvichmarkt.
Frankfurt a.M^ 2 3uli. Auftrieb:Rinder 95 Stück, Kälber 828, Schafe 98, Schweine 813. Es wurden notiert 100 Pfund Lebendgewicht: Kälber: beste Mast- und Saugkälber 51 bis 56, mittlere Mast- und Saugkälber 45 biS 50, geringe Kälber 36 bis 44; Schafe: Mastlämmer und jüngere Masthämmel (Weidemast) 42 bis 46, mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 36 bis 41; Schweine: vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund 41 biS 44, 200 bi« 240 Pfund 42 bis 45, 160 bis 200 Pfund 42 bis 45, fleischige Schweine von 120 bis 160 Pfund 40 bis 44 Mark. Marktverlauf: Kälber, Schafe und Schweine schleppend. auSver- kauft.
Schweinemarkt in Friedberg.
Friedberg, 1.Juli. (WSN.) Zum heutigen Schweinemarkt waren 703 Ferkel ausgetrle- ben. Bei lebhaftem Handel wurden bezahlt für sechs Wochen alte Tiere 10 bis 15 Mk., 6 bis 8 Wochen alte Tiere 15 bis 18 Mk., 8 bis 12 Wochen alte Tiere 18 bis 25 Mark. Es verblieb etwas Uebcr« stand.
Viehmarkt in Büdingen.
* Büdingen, 1. 3uli. Gestern und heute fand in unserer Stadt V i e h m a r k t statt. Auf bpn Pferdemarkt standen etwa 50 Pferde zum Verkauf, jedoch konnte sich wegen Geldmangels kaum Geschäft entwickeln. Der Rinder markt war nur schwach beschickt und litt gleichfalls stark unter der Ungunst der Zeit. Dagegen waren auf dem Schweinemarkt etwa 350 Ferkel angefahren, die ziemlich flotte« Geschäft brachten. Man bezahlte pro Stück 8 bis 16 Mark je nach Alter unb Qualität.
Kurszettel her Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7 v.H., Lombardzinsfuß 8 v.H.
Dalum
6% Teunche Retwoanleibe d. 1927 7% $cuthtc 9ieictoanlcib;
6H% Doung-Anleihr von 1930 .
Teutlche Nnl.Ablüs.-Schuld ml!
Mu6Iof.•Rechten.......
TeSgl. ofine Au«los.-Rechte . . .
8% Hess. Vollostaal von 1929
trückzablb. 102%)......
Cbetbeflen Provlnz-Anleide mst Aullos. Rechten.......
Deutsch« fiomm. Sammelabl.
Anleihe Serie 1.......
8% Franks Hnp.-Bank ipoldpse
15 unkündbar bti 1935 ....
7% Franks. Hnp.-Bank («olbpfe unkündbar bi» 1936 Serie 16 .
Franks. Hyp.-Bank Liqu..
Pfandbriefe.........
<K% Rheinische Hyp.-vank.Liau Soldpsc...........
8% Pr. Landc5psandbriesan statt, Pfandbriese R. 19......
7% Pr. L an d<-4t.'sandbrief anstatt.
Pfandbriefe R. 10......
4% Oesterreichs!»e Soldrente .
4,20% Ccftcrrctdincbe G Überrente 4% Ungarische Goidrrnte ....
4% Ungarische Staattrenle v. 1910 4'i% be«flL Den 1913.....
6% abg est. Sold Mexikaner von 99 4% Türkische Zoll anleibe von 1911 4% Türkische Bagdadbabn-Anleide
Serie l...........
4% MgL Serie II.......
b%Rumün. verelnb. Rente v.1903 *H%8tumän.Dertinb.fHcntro.l913 4% Rumänische veretnh. Rente .
8K%L«naiolicr......
Frankfurt a. UI.
Berlin
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Banknoten.
Serlin, I.Zuli
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Slmerllanische Noten.......
4.214
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Belgische Noten.........
58.55
58,79
Dänische Noten.........
112.48
112,92
Englische Noten.........
20,49
20.57
Uranjostsche Noten ........
16,474
16.534
Hollänoische Noten........
169,31
169.99
Zialientsche Noten........
22,10
22.18
Norwegische Noten........
112,49
112,93
Teutsch-Lesterreich, 6 1OO Schilling
59,07
59.31
Rumänische Noten........
2.49
2,51
Schwedische Noten........
112.88
113,32
Schweizer Noten.........
81,52
81,84
<rpani'che Noten.........
40,72
40,88
Ungarische Noten ........
73,25
73,55
Vevi
enmarfl Berlin — Frankfurt a. 2R.
1 .Jon
2.3oli
Slwiliche Noiierunq
Stattliche
Notierung
«eld
Brief
«Selb
ZJriel
Helsingfor» .
10.593
10,613
10,593
10,613
festen. . . .
59.13
59,30
59,18
59,30
Prag . . .
12,471
12.431
12,473
12,493
Budapest . .
73.42
73,56
73.42
73,56
Sotta . . .
3,047
3.053
3,047
3,053
Holland . .
169,33
169,67
169.33
169,77
L»io. . . .
112,69
112,91
112,69
112,91
Kopenhagen.
112,70
112,92
112,70
112,92
Stockholm .
112,86
113.08
112,36
113,08
London. . .
20,474
20.514
20,474
20,514
Bueno« dtres
1,342
1.346
1,332
1,336
Reuvork . .
4,209
4,217
4,209
4.217
Brüssel. . .
58.63
58,75
58,66
58.78
Italien. . .
22.04
22.08
22,04
22.08
Paris . . .
16,474
16,514
16,475
16.515
Schwei, . .
81,515
81,675
81,54
81,70
Spanien . .
40,81
40.89
39,96
40,04
Danzig. . .
81,86
82,02
81,86
82,02
3^ - • -
2,079
2,083
2,079
2,083
Rio de Ian..
0.324
0,326
1,326
1,328
^oslawten.
7,431
7,445
7,433
7,447
18,61
18,65
18,61
18,65


