Ausgabe 
2.4.1931
 
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Gietzener Wochenmarktpreise.

Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 120 bis 130 Pf. (Kochbutter von 100 Pf. an), Watte 30 bis 35, Käse (10 Stück) 60 bis 140, Wirsing 20 bis 35 (pro Zentner 20 bis 25 Mk), Weißkraut 15 bis 20 (pro Zentner 10 bis 12 Wk ), Rotkraut 20 l7.s 25 (pro Zentner 12 bis 15 Mk. , Kartoffeln 4 bis 5 (pro Zentner 3 bis 4 Wk.), gelbe Rüben 12 bis 15. rote Rüben 12 bis 15, Spinat 35 bis 40, Untcrkohlrabi 5 bis 6, Grünkohl 20 bis 25, Rosenkohl 40 bis 45, Feldsalat 150 bis 200, Tomaten 70 bls SO, Zwiebeln 10 bis 12, Meerrettich 30 bis 60, Schwarzwurzeln 35 bis 40, Dörrobst 30 bis 35, Aepfel 40 bis 50, Birnen 30 bis 40, Rüsse 60 bis 70, Honig 40 bis 50, junge Hähne 90 bis 110, Suppeichühner 90 bis 110 Pfennig pro Pfund: Tauben 70 bis 80. Eier 9 bis 10, Salat 35 bis 40, Blumenkohl 30 bis 70, Endivien 15 bis 35, Oberkohlrabi 10 bis 15, Sellerie 10 bis 50, Lauch 5 bis 15, Rettich 10 bis 15 Pf. pro Stück; Radieschen 20 bis 25 Pfennig pro Bund.

Bornotizen.

Tageskalen der für Donnerstag. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Ihre Majestät die Liebe". Astoria-Lichtspiele:Der Doppelgänger" und Die Drei um Edith".

Tageskalender für Freitag. Licht­spielhaus. Bahnhofstraße:Am Rande der Sahara". Astoria-Lichtspiele:Der Doppelgänger" und Die Drei um Edith".

Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Morgen, Karfreitag, bleibt das Theater geschlossen. Samstag, 4. April (für die Abonnenten des Freitag-Abonnements) 19.30 Uhr unter der Spielleitung von Walter Bäuerle Uraufführung von Arthur Schnitzlers Spiel3m Spiel der Sommerlüste". Ostersonntag 18.30 Uhr als Fremdenvorstellung, Gastspiel von Frau Auguste Prasch-Grevenberg, Ehrenmitglied des Meininger Landestheaters, in Oskar Wildes ..Lady Windermeres Fächer", Spielleitung Walter Bäuerle, ermäßigte Preise. Oster­montag zum letzten Male als Fremdenvorstellung (kleine Preise) Klabunds Spiel zu Dreien . T B Z", Spielleitung Dr. Ritter. Beginn 15 Uhr. Mittwoch, 8. April (im Mittwoch-Abon­nement) und Donnerstag, 9. April lim Dienstag- Abonnement) zweimaliges Gastspiel der Ber­einigten Operettentheater Bochum-Hamborn mit der SchlaqeroperetteViktoria und ihr Husar" von P. Abraham. Das Enseinble der Vereinigten Operettentheater wird mit sämtlichen Solisten, ) dem gesamten Chorpersonal und verstärktem Or­chester in völliger neu-w Inszenierung und neuen, eigens zu dieser Aufführung entworfenen Kostü­men dieses zweimalige Gastsviel bestreiten. Die Vorstellungen beginnen jeweils um 19.30 Uhr.

Fremdenvorstellungen im Gie­ßener Stadttheater. Aus dem Gießener Stadttheaterbureau schreibt man uns: Die 3n- tendgraz hat den Spielplan der beiden Öfter-» seiertage unter besonderer Berücksichtigung für die auswärtigen Theaterbesucher aufgestellt. Ge­rade die beiden Festtage sollen dem Publikum der weiteren Umgebung, denen wochentags ein Theakerbesuch meist nicht möglich ist, Gelegenheit bieten, durch Besuch eines guten Bühnenwerkes einen anregenden Abend zu verleben. Am Sonn­tag, 5. April, ist ein Gastspiel der Frau Auguste Prasch-Grevenberg, Ehrenmitglied des Meininger Londestheaters, vorgesehen. *5>'t Gast spielt die Rolle der Herzogin in Oskar Wildes GesellschaftskomödieLa^h Windermeres Fächer". Die Spielleitung hat Walter Bäuerle. Die -Vorstellung findet außer Abonnement zu er­mäßigten Preisen statt. Beginn 18.30 Uhr, Ende ». 21 Uhr. Am Ostermontag. 6. Avril, beginnt die Fremdenvorstellung bereits 15 Uhr, um vor * allem den Besuchern der weiteren Umgebung Gelegenheit zum Theaterbesuch zu bieten. Zur Aufsührung kommt unter der Spielleitung von Dr. Karl Ritter Klabunds Spiel zu Dreien »TPZ". Dieses Spiel wird zum letzten Male aufgeführt und zwar bei kleinen Preisen. Beginn 15 Uhr, Ende 17 Uhr.

" Schuh den Rainen und Hecken! Das Kreisamt Gießen veröffentlicht im Amts­verkündigungsblatt vom 31. März eine Polizei- Verordnung, die den Schutz der Raine, Gras- slächen und Hecken gegen das Abbrennen betrifft. 3n dieser Polizeiverordnung heißt es u. a., daß das Abbrennen von Rainen, Hecken und Gras­flächen in der Zeit vom 15. März bis 31. August jedes Jahres verboten ist, Personen unter 16 Fahren dürfen überhaupt nicht selbständig Raine und Hecken abbrennen; Hecken und Raine, die weniger als tausend Meter von Waldungen ent­fernt sind, dürfen nur in Gegenwart von Per­sonen über 16 Fahren abgebrannt werden. Es müssen dabei Maßnahmen getroffen sein, die ein Uebertreten des Feuers auf fremde Grundstücke verhindern und das Feuer muß ständig beauf­sichtigt werden. Zuwiderhandelnde können mit Geldstrafen bis zu 30 Mk. belegt werden.

** Wer wird Schlachthofdirektor? Die Meldefrist für die Bewerbungen um den Posten des städtischen Schlacht- und Viehhofdirektors ist mit dem gestriges Tage abgelaufen. Wie wir von Der Stadt­verwaltung hören, sind insgesamt 56 Bewerbungen eingelaufen.

" Todesfälle in Gießen. 3n der Zeit vom 16. bis 31. März verstürben in Gießen: 16. Auguste Osinsky, geb. Günther, Witwe, 76 Fahre, Ludwigstraße 12. 17. Heinrich Enhe- roth, Eisenbahn-Oberamtmann i. R.» 65 Fahre, Westanlage 5. 17. Fohanna Baer, ohne Beruf, 62 Fabre, Walltorstraße 12. 18. Wilhelm Keiner, ohne Beruf, 71 Fahre, Hammstraße 12. 21. Elise Rosenbaum, geb. Reinheimer, 50 Fahre, Reu­stadt 56. 21. Anna Mooh, 6 Fahre, Bahnhof­straße 102. 22. Marie Todt, geb. Bangert, 81 Fahre, Stephanstraße 43. 22. Katharine

Scharmann, geb. Hofmann, Witwe, 55 Fahre, Steinftraße 73. 23. Elisabeth Dorr, geb. Schmidt, 54 Fahre, Grünberger Straße 111. 23. Heinrich Roth II., ohne Beruf, 81 Fahre, Bruchstraße 8. 25. Katharine Rösinger, geb. Hahn, 57 Fahre, Frankfurter Straße 7. 25. Marie Hausmann, geb. Euler, Witwe, 72 Fahre, Schloßgasse 13. 26. Rosa Baer, geb. Bär, 62 Fahre. Markt­platz 7. 27. Anna Ries, geb. Ebender, 64 Fahre, An der Kläranlage 12. 28. Frmgard Simons, 11 Fahre, Fm Gartenfeld 8. 28. Berta Mengel, geb. Kehm, Witwe, 71 Fahre, Gartenstraße 15. 28. Wilhelm Roll, Feinmechaniker, 23 Fahre, Bahnhofstraße 50. 29. Ludwig Of'enbacher, Tape­zierer. 58 Fahre, Kaiserallee 99. 30. Friederike Haarbusch, geb. Wagner, Witwe, 66 Fahre, Hinter den Schießgärten 23. 31. Ma ie Keil, geb. Bergen, Witwe, 79 Fahre, Wilsonstrahe 9. 31. Georg Raumann, Fuhrmann, 45 Fahre, Schiffen- , ber^er Weg 33.

**Schau-undKunstflüge finden am Oster­sonntag und am zweiten Feiertag auf dem Gießener Flughafen statt. Näheres in der heutigen Anzeige.

* Revision an das Reichsgericht. Der Kaufmann Albert Wacker von Wieseck, der sich im Laufe der letzten Monate unter der Anklage des Darlehensbetrugs in einer ganzen Reihe von Fällen zunächst vor dem Gießener Schöffengericht, dann als Berufungsinstanz vor der Großen Strafkammer in Gießen zu verant­worten hatte und vom Berufungsgericht zu drei­einhalb Fahren Gefängnis verurteilt wurde, hat, wie wir von unterrichteter Seit« hören, gegen dieses Urteil Revision an das Reichsgericht ein­gelegt.

** Wieder daheim. Der am 24.März als vermißt gemeldete 19 Fahre alte einzige Sohn des Landwirts und Wagners Wilhelm D o m - mershe im in Bettenhausen ist wieder in seinem Heimatsdorfe angelangt. Der junge Mann, der von einem Besorgungsgange nach Münzenberg und Griedel nicht mehr zurück­kehrte und zunächst spurlos verschwunden war, hatte sich, anscheinend aus Abenteuerlust, mit seinem Fahrrad auf einen größeren Ausflug begeben. Mit etwa 10 Mark in der Tasche war er bis nach Belgien gelangt, wo er in der Rähe der Grenze von belgischer Gendarmerie auf­gegriffen und als unverdächtig wieder abge­schoben wurde. Mittlerweile hatte er sein defekt gewordenes Fahrrad zu einem geringen Preise losgeschlagen und dadurch einige weitere Mark Geld erlangt. Er lenkte seine Schritte noch Ver­lassen des belgischen Bodens der Eifel zu, wo er schließlich abgebrannt bei dem Bürgermeister eines Dorfes landete und aufgenommen wurde. .Sein alsbald benachrichtigter Vater holte ihn dann wieder in die Heimat zurück.

Das Reh im H a u s g a r t e n. Aus K r o f - b d r f wird uns berichtet: Hier hatte sich am Mitt­wochmittag aus dem nahen Wettenberg ein Sprung Rehe in die Nahe des Ortes verirrt. Die Tiere rannten gegen einen Drahtzaun, um dann schleunigst kehrtzumachen; eins jedoch übersprang in gehetztem Lauf die Einfriedigung des Oberförstereigartens. Alle Versuche, das Reh zum Gartenausgang zu

3. Hauptversammlung der Hessischen Landwirischastskammer

WER. Darmstadt. 2. April. Fm Saal des Landeskirchentages sand am Dienstag die dritte Hauptversammlung der Landwirtschaftskammer für Hessen statt. Fn seiner Begrüßung kam der Kammerpräsident Oekonomierat Hensel aus di« mangelnde Rentabilität der Landwirtschaft zu sprechen. Die Spanne zwischen dem Erzeuger- und dein Konsumentenpreis fei zu hoch und gehe allein zu Lasten der Verbraucher. Hier muffe eingesetzt werden, um den beiden Kontrahenten, Erzeuger und Verbraucher, Gerechttgkeit wider­fahren zu lassen. Mit Bezug auf das Agrarpro- gramm der Regierung erklärte der Präsident, daß es zwar manche Wünsche der Landwirtschaft nicht erfülle; es gebühre deswegen doch dem Ernährungsminister Schiele für fein unent­wegtes Eintreten zugunsten der deutschen Bauern­schaft deren Dank. Fn seinen weiteren Ausführun­gen behandelte Präsident Hensel die Zollforde­rungen der Landwirtschaft. Fn vielen Ländern geh» der Weg zum Schutze der ländlichen Pro- duktioii bereits bis zur Monopolentwicklung. Trotz Kapitalnot und Schuldenlast lasse die Landwirt­schaft in der Selbsthilfe nichts unversucht. Der Präsident verwies auf die

Notwendigkeit weiterer Rationalisierung des Genossenschaftswesen» sowie der Steigerung der Qualität- und Standardprodukklon.

Das Hauptaugenmerk der Oeffentlichleit müsse darauf gerichtet werden, daß das deutsche Volk sich von dem ernährt, was auf seinem eigenen Boden wächst und gezogen wird. Allerdings werde dieses Ziel nicht ohne staatliche Rachhilfe zu erreichen sein, weshalb Monopole oder Drot- gesetz, Spiritusabnahme oder Luxusumsatzsteuer und andere Maßnahmen erwogen werden müß­ten. Die össeiitliche Belastung müsse vermindert und die Löhne und Svziallasten müßten in ileber- einstimmung mit der Tragfähigkeit der Wirt­schaft gebracht werden. Daneben gelte es, den Kamps gegen die Tributzahlungen mit allen Mitteln zu Ende zu führen.

Generaldirektor Dr. Harnmann erstattete dar­aus den Fahr es bericht der Kammer. Er ging besonders auf die Preisgestaltung der land­wirtschaftlichen Produkte ein und rügte, daß die Preisspanne zwischen Produzent und Verbrau­cher noch immer zu groß fei. Die Landwirt- schastskannner habe im abgelaufenen Fahr Enor­mes geleistet.

Leider sei aber die Lage der Landwirtschaft nicht besser geworden sondern eher bedeutend schlechter.

Der Redner wandte sich gegen die 34 000 Mark Abstriche an den Zuschüssen für die Landwirt- schaftskammer im hessischen Haushaltsvoranschlag.

Lieber diese Angelegenheit entspann sich an­schließend eine lebhafte Aussprache. Sämtliche Mitglieder der Landwirtschastskammer forderten, daß das Plenum des Landtages diesen Ausschuß- beschluß rückgängig mache, sonst würden wichtig« Belange der Landwirtschaft geschädigt. Eine dies­bezügliche Entschließung wurde einsttmmig an­genommen. Der Vertreter der Regierung, Mini­sterialdirektor Rößler, erklärte, der Minister habe diesmal einem Abstrich zustimmen müssen, jedoch habe er ausdrücklich erklärt, daß bei Besserung der allgemeinen und finanziellen Sage der Betrag sofort wieder eingestellt werden soll.

Eine groß« Anzahl weiterer Anträge wurde ebenso einsttmmig genehmigt, so u. a. ein An­trag, der Maßnahmen im Interesse der Gemüse-, Obst- und Weinbau-Förderung fordert und ein Südfruchtmonopol ablehnt. Fn einem weiteren Antrag wird die Hessische Landwirtschaftskammer ersucht, bei der Regierung Schritte zwecks Erlaß der hessischen Grundsteuer von 1930 auf den unbebauten Grundbesitz im Gemüsebau zu unter­nehmen. c.

Rach einer kurzen Mittagspause wurde über die Rechnungsablegung und die Voranschläge bebattiert. Die Iahresrechnung für 1929 wurde genehmigt und der Bericht der Rechnungsprüfer zur Kenntnis genommen; dem Rechner wurde ohne Aussprache Entlastung erteilt. Der Haus­haltsvoranschlag für 1931 wurde angenommen, ebenso der Voranschlag der Landwirtschaftlichen Haushaltungsschule Michelstadt und der Hessi­schen Landwirtschaftlichen Zeitschrift. Die Aende- rung der Zusammensetzung der Geflüge^kommis- sion wurde durch den Rücktritt dreier seitheriger Kommissionsmitglieder ohne groß« Aussprache erledigt. Einer Aenderung der Satzung für die Fungviehweiden und die Weideversicherung der Landwirtschaftskammer wurde nach dem Bericht des Generaldirektors Dr. Harnmann zuge- sttmmt. Es folgte noch eine Debatte über verschiedene Anträge von Kammermitgliedern, u. a. ein Antrag auf Förderung der Selb- Vereinigung in ben hessischen Gemeinden. Die Anträge wurden angenommen.

anschaulich ben Anstieg vom Einfachen gum Schwierigen sehen. Mit regem Fntevefse betrach­teten die zahlreichen Besucherinnen die schönen und sauberen Arbeiten und fanden dabei manche- Wort der Anerkennung für die Lehrerin.

Lollar, 30. März. Am vergangenen Mittwoch sand hier die Abschiedsfeier für die Mädchen der oberen Fortbildungsschulklasse statt. Rektor Kel­ler gab in der Begrüßungsansprache feiner Ge­nugtuung Ausdruck, daß Zweck und Wert der Haushaltungsschule immer mehr erkannt werde. Die Schülerinnen unter Leitung von Fräulein! Faeger (Gießen) gaben vorzügliche Proben ihrer Kunst im Backen. Für angenehme Unter­haltung sorgten zwei Theaterstücke, Volkstänze und Vorträge. Fräulein Säubert, die frühere Haushaltungslehrerin, die als Gast der Feier bei­wohnte, erfreute durch einige Lieder. Bürger­meister Schmidt gab dem Wunsche Ausdruck, daß'das gute Einvernehmen zwischen Schule und Gemeinde auch fernerhin bestehen bleiben möge. Berufsschullehrer Eberle sprach dann ernste Abschiedswvrte an die scheidende Klasse. Die El­tern waren fast vollzählig erschienen.

V. Allertshausen, 31. März. Am 3. April feiern die Eheleute Heinrich Hill gärtner das Fest der goldenen Hochzeit. Der Fubilar, der zirka 30 Fahre als Schäfer in Derschiedenen Gemeinden ein treuer Hirte war, ist 72 Fahre alt und noch sehr rüstig. Die Fubilarin ist 71 Fahre alt.

Watzenborn-Steinberg, 31.März. Der hiesig« Gesang vereinGermania" nahm in diesem Winter von einer größeren Ver­anstaltung Abstand und beging die Feier seines Stiftungstages in Gestalt eines Familienabends am Samstagabend, der einen recht schönen Ver­lauf nahm. Unter der altbewährten Leitung seines Chormeisters Gg. Harnisch zeigte der Verein, daß er in seinen Leistungen auf beacht­licher Höhe steht. Der Heimatdichter Gg. Heß (Leihgestern), der sich dem Verein in liebens­würdiger Weis« zur Verfügung gestellt hatte, erntet« mit seinen Dialektvorträgen reichen Bei­fall und trug in trefflicher Weise mit zur Aus­gestaltung des Abends bei. Mitglieder und Gön­ner des Vereins umrahmten die Veranstaltung mit musikalischen Darbietungen. Besonders bei­fällige Ausnahme sanden hierbei die von Herrn Otto Bender vorgetragenen Violinsoli. Für 50jähr. Mitgliedschaft wurden Foh. Philipp L und Hch. Fung durch Ueberreichung von Diplo­men geehrt. Zu Ehrenmitgliedern für 25jährige Mitgliedschaft wurden unter Ueberreichung von Diplomen ernannt: Ludw. Fink (2. Bors.), Karl Kolmer (1.Dors.), Karl Pfaff, Karl Ludwig Philipp. Der zweite Vorsitzende Ludw. Fink würdigte bei dieser Gelegenheit di« seitherige langjährige, ersprießliche Tättgkeit des 1. Vor­sitzenden Karl Kolmer um den Verein und sprach ihni den Dank des Vereins aus.

* Lich, 2. April. Am Osterdienstag findet der altbekannte L ich er Oster markt statt. Er­fahrungsgemäß wird zum Markt eine große An­zahl Ferkel aufgetrieben. Wer auf die Anschaf- . fung erstklassigen Materials Gewicht legt, der ! komme nah Lich. Mit dem Markt ist wiederum die beliebte Tombolaverlosung verbunden. Reben Platzkonzert findet mittags und abends öffentliche Tanzbelustigung statt.

Kreis Büdingen.

nd. R i d d a, 30. März. Fn unserem ebangeli- schen Kirchspiel wurden im Fahre 1930 zusammen 48 Kinder getauft. Getraut wurden 23 Paare. Beerdigt wurden 33 Personen. Am vergangenen Sonntag wurden die diesjährigen Konfirmanden in der hiesigen Kirche geprüft. Es waren nur 30 Kinder (17 Knaben, 13 Mädchen), und zwar aus Ridda 18, aus Unter-Schmitten 5, aus Kohden 3, aus Michelnau 4. Die hier vor mehre­ren Fahren errichtete Stelle einer Dekanats- I krankenpflegerin wird am 1. April wieder auf- I gehoben, weil di« Gemeinden des Dekanats die Schwester zu wenig in Anspruch genommen haben.

Kreis Schotten.

x. Schotten, 30. März. Dieser Tage ver­starb hier die älteste Bewohnerin des Stadt, Frau Elise Haas, im 96. Lebens'ahr. Die Volksschule hielt in der überfüllten I Turnhalle einen Elternabend, verbunden mit einer Abschiedsfeier für die zur Schulentlassung I kommenden Kinder, ab. Eine Reihe von schönen Chören, Deklamationen, Kinderreigen und Spie^ I len wurde von den verschiedenen Klassen des Schule vorgetragen und fand stärksten Beifall. Rektor Ulrich sprach in zu Herzen gehenden!

I Worten zu Eltern und Kindern.

: Ober-Schmitten, 30. März. Auch in diesem Fohre macht sich hier eine lebhafte! Bautätigkeit bemerkbar. Es werden ein Doppelwohichaus und zwei Einfamilienhäuser er­baut. Mit den Arbeiten ist im Laufe der vorigen' I Woche begonnen worden.

wd. Gedern, 30. März. Fm dicht besetzten I SaaleZum Löwen" fand die diesjährige Winier- Schlußseier des Gustav-Adolf-Frauen-- I Vereins und des Evangelischen Mäd I chenHundes statt. Fn bunter Folg« wechselten I gemeinsame Gesänge, Gedichtvorträge, Chorlie- I der und Reigenspiele miteinander ab. Tiefen

Eindruck hinterließ die Aufführung des Märchen­spiels durch Mitglieder des Mädchenbundes. Feierlich wirkte die Austeilung der grünen Kreuze an eine Anzahl von Mitgliedern des Mädchen­bundes und die Ehrung dreier in treuer Mit­gliedschaft bewährter Fungmädchen.

(Schluß des redaktionellen Teils.)

Die erstenschönen" Tage sind gerade die gefähr­lichsten. Grippe, Hols- und Mandelentzündungen sowie anderen Erkältungskrankheiten beugt man vor, wenn man täglich einigePanflavin-Pastillen" fm Munde zergehen läßt. Sie desinfizieren Hals, Mund, und Rachenhöhle und lassen so Krankhettsketme mcjt aufkommen. 1423V

treiben, mißlangen. Es rannte hin und her, bis es schließlich infolge einer bei dem wilden Laufen er­littenen Kopfverletzung und aus Ermattung zusam­menbrach. Nunmehr wurde das Tier in Obhut ge­nommen, um später wieder in die freie Wildbahn ausgesetzt zu werden.

D i e Bismarckfeier des BHC. auf dem Hoherodskopf findet in diesem Jahre am Samstag, 4. April, statt. Wie in den Vorjahren, wird die Feier, mit der eine Reichsgründungsfeier verbunden ist, einen ernsten Charakter tragen. Fest­redner ist Studienrat Dr. Paul K o p i t sch-Han- I nover. Liederbuch mitbringen.

Rachsendung von Postsendungen. Dom Postamt wird uns mitgeteilt: Zu den An­trägen auf Rachsendung von Postsendungen sind I möglichst die amtlichen Vordrucke zu benutzen, die an den Postschaltern und von den Postzu­stellern zur Abgabe bereitgehalten werden. Die Verwendung dieser amtlichen Vordrucke gewähr­leistet die pünktliche Rachsendung der Post und lieat daher im Vorteil der Empfänger.

"Auflösung eines Versorgungs­amtes. Das Versorgungsamt -Wiesbaden ist mit dem 31. März aufgelöst worden. Sein Geschäftsbereich ist dem Dersorgungsamt Mainz zugeteilt.

Oberhessen.

Landkreis Gießen.

00 Klein-Linden, 30. März. Zu einer schlichten Entlassungsfeier versammelten sich am Freitagabend die Schüler des achten Bolksschuljobres mit ihren Eltern, Lehrern und den Mitgliedern des Schulvorstandes im Saale der WirtschaftZur Burg". Fm Mittelpunkt des Abends standen die Werke von Friedrich von Schiller, von denen «inzelne von ben Kindern borge tragen wurden. Am Schluß gelangte durch die zur Entlassung kommeirden Schüler die Rütli- szene ausWilhelm Teil" zur Aufführung. Die Feier war umrahmt von mehrstimmigen Lieder­vorträgen des Dchülerchors der ersten Klasse.

-o- Großen-Linden, 31. März. Mit Ende des Schuljahres kamen durch Rektor Bach zur Entlassung 6 Änabeii und 17 Mädchen der Be­rufsschule, letztere erstmals auch nach dreijährigem Schulbesuch, ferner 15 Knaben und 11 Mädchen der Volksschule, wobei ben 30 Siegern und Siege­rinnen aus ben Reichsjugendwettkämpfen des Vorjahres die Ehrenurkunde des Reichs- bzw. Staatspräsidenten überreicht werben konnten. Bei einer Aufnahmeklasse von 20 Knaben und 19 Mädchen steigt die Gesamtzahl der Schulkinder auf 375, davon 179 Knaben und 196 Mädchen. Mit 30 Bewerbern hat eine letzthin ausgeschrie­bene Lehrerstelle die Höchstzahl aller bisherigen Meldeergebnisse erreicht.

S Alten-Duseck, 30. März. Gestern ver­anstaltete unsere technische Lehrerin grl.©rie­be! in der hiesigen Schule eine Ausstellung von Sanbarbetten der Volksschülerinnen. Fn übersichtlicher Weise konnte man an Hand der Arbeiten die Entwickelung der Schülerinnen im Laufe ihrer Ausbildung verfolgen und dabei

teilten und zahlreichen

Warum noch die veraltete, mühevolle Waschmethode?

Lassen Sie doch Burnus für sich arbeiten! Infolge seines Gehaltes an Enzymen der Pankreasdrüse hat Burnus nämlich die wunderbare Eigenschaft, fast allen Schmutz an der Wäsche schon beim Einweichen abzulösen. Burnus besorgt somit den grössten Teil des Waschens ganz selbsttätig. Die dadurch erzielten Ersparnisse an Wasch- und Feuerangsmatenal, die Er- leichterung der Arbeit und vor allernUhonung der Wäsche sind beträchtlich und von ^i»-°-^E.^enA^ori täten, Fach- 1 n mm Tpii h^Hrferten Zuschriften bestätigt worden Deshalb keine Wasche ohne

Bonros tat in eterefaMgig« Geschäften h, Doseu n dmarvnladgten Pretaeo von »end 54 Pf, re haben. WriNreAufWruag 6b*- Bonus «d sch» Wirinrng ernt Wrmvdi dur* die August Jecott Akt..Ges>, DannaUdh