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Karle des Unglücksgebietes.

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Neue Erdstöße erschüttern die Hauptstadt

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Lange schwankten die maßgebenden Stellen der Vereinigten Staaten, ob jener Kanal, der jetzt den Atlantik mit dem Pazisic verbindet, durch Panama oder durch Nicaragua gelegt werden soll. Da die Franzosen sich für Panama entschieden hatten, neigten die Nord­amerikaner natürlich dazu, Nicaragua zu bevor­zugen. Als jene peinlichen Vorgänge betank wurden, durch die man noch beute gezwungen wird, bei dem WortPanama" an deii gewal­tigsten Finanzskandal der Welt zu denken, wur­den die Aussichten für Nicaragua immer besser. Die Kanalkommission hatte sich schon viermal für Nicaragua ausgesprochen, und die entschei­denden 2lbstimmungen standen bevor. Niemand kümmerte sich darum, daß einige Geologen den Weg durch Nicaragua als gefährlich be­zeichneten, weil dort die Vulkane die Arbeit gefährden könnten, während die Panamaroute frei von feuerspeienden Bergen ist. Da ereignete sich am 14. Mai 1902, acht Tage nach dem Aus­bruch des Mont Pclee auf Martinique, eine Katastrophe des Vulkans Momo - t o m b a in Nicaragua. Die amerikanischen Sena­toren wurden nac^enklich. Aber der Präsident von Nicaragua, der wohl wußte, wie wichtig der Kanal für den Aufschwung seines Landes ge­wesen wäre, dementierte den Ausbruch des Momotomba. Er hatte den Mut, das Natur­ereignis einfach zu leugnen und sogar zu er­klären, daß feit dem Jahre 1835 ^sn Vubkan in Nicaragua in Tätigkeit getreten sei. Die Pa­nama-Partei war verzweifelt. Sie konnte un­möglich die amerikanischen Senatoren zu einer Neise durch Mittelamerika bewegen, um sich durch den Augenschein von den feuerspeienden O^ergen in Nicaragua zu überzeugen. Aber em <jufall kam den Befürwortern von Panama zu Hilfe. Zwei Jahre vor dem Ausbruch des Momotomba hatte die Republik Nicaragua Briefmarken herausgegeben, auf denen man rauchende Vulkane sah. Diese Postwertzeichen waren nur noch bei Sammlern zu haben, aber man trieb sie auf und schickte jedem Senator eme Briefmarke. Nun entschied sich der amerikanische Kongreß für den Bau des Panama­

er sogar eine Tiefe von achtzig Meter. Während man ursprünglich plante, den neuen Kanal vom Nicaraguasee aus in die S a l i n a s - B u ch t zu führen entschloß man sich später, eine Verbindung z u in M a n a g u a s e e zu schaffen, an dessen Ufern die jetzt zerstörte Hauptstadt Managua lag. Und von dort aus sollte der Nicaragua-Kanal dann i n de n Golf von Fonseca münden. In diesem Golf befindet sich seit mehreren Jahren eine amerikanische Flottenstation. Das Projekt war gut durchdacht und schien die größte Aussicht auf Verwirklichung zu

zermalmt worden waren. Dec amerikanische Ge­schäftsträger meldet, daß die amerikanische Gesandtschaft von Flammen zerstör l wurde und daß alle Akten und die Archive ver­loren find. Unter denjenigen, die bei dem Erdbeben ums Leben kamen, befindet sich auch der ita­lienische Konsul. Man glaubt, daß diejenigen, die sich während der Katastrophe in der englischen und in dec amerikanischen Gesandtschaft aufhielten, unversehrt geblieben sind.

Ein Bataillon amerikanischer Pioniere, die mit der Prüfung dec Linie für den geplanten Kanal durch Nicaragua beschäftigt waren, ist jetzt damit beschäftigt, die stehen gebliebenen Häuser in den gefährdeten Stadtteilen von 2Hanagua nieder­zulegen. um das Feuer einzudämmen. Die hiesigen Ingenieure zweifeln nach dem Erdbeben ernstlich daran, ob der geplante Parallelkanal zum Panama- kanal. der quer durch Nicaragua gebaut werden sollte, ausgeführt werden kann, da Nicaragua E r d b e 6 e n g e b i e t ist. Die amerikanischen Offi­ziere, die zur Zeit in Nicaragua mit Vermessungs-

Griechenland, aber nur soviel Einwohner wie Leipzig zählt. Die inneren Kämpfe in Nicaragua hingen fast stets mit dem Vordringen der Ameri­kaner und mittelbar dadurch mit dem bevor­stehenden Kanalbau zusammen. Als am Neu­jahrstag des Jahres 1929 General Mvncawa, der neue Präsident von Nicaragua, in fein Amt eingeführt wurde, sprach er sich in einer Fest­rede für den baldigen Bau des Kanals aus, durch den das ganze Land wirtschaftlich auf leben werde, und er konnte darauf Hinweisen, daß auch Hoover, dessen Amtsantritt damals bevorstand, dem Projekt günstig gesinnt fei.

Der Nicaragua-Kanal, um den schon soviel Blut geflossen ist, um den mancher Aufstand gegen die Vereinigten Staaten niedergeschlagen, manche kleine Revolution in die Wege geleitet werden mußte, war schon so weit vorbereitet, daß der Schiffahrtsweg feststand. Am Hafen San Juan del Norte sollte er beginnen, um bann zunächst zum N i - caraguafee zu führen, wo die Vereinigten Staaten einen Flotten st ützpunkt schaffen wollten. Dieser Binnensee, der durch den neuen Kanal mit zwei Weltmeeren verbunden fein sollte, ist 7700 Quadratkilometer groß und 163 Kilometer lang; man hätte die größte Flotte in ihm sicher unterbringen können. An manchen Stellen erreicht

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Managua dem Erdboden gleichgemachi. Die Zahl der Toten und Verwundeten noch unübersichtlich.

Oie Erdbebenkatastrophe in Nicaragua.

Gefahr für den Nicaraguakanal? - Eine historisch- Erinnerung. - Das Kanalprojekt Oer Vereinigten Staaten eine Parallelunternehmung zum Panamakanal.

bis in die heutige Zeit ein zwar zum großem Teile erloschenes, aber doch deutliche Spuren seines Ursprungs zeigendes vulkanisches Gebiet ist. Man kann annehmen, daß das ganze Kara­bische Meer einen vulkanischen Kessel dar- stellt, der erst in geologisch später Zeit vom Meer überflutet worden ist. In diesem geologisch merk­würdigen Gebiet ist nun seltsamerweise gerade die Zone des Panama-Kanals von Erdbeben und Vulkanen frei, wenn auch andere Störungen, nämlich gefährliche Erd­rutsche, sich sehr unangenehm bemerkbar ge­macht haben. Die Geologen werden sich jetzt be­mühen, einen zweiten Landstrich für den Parallel- Kanal zu finden, der ähnlich günstige Voraus­setzungen aufweist. Schon feit längerer Zeit wird ein mexikanischer Kanal empfohlen, der zwar sehr lang fein mühte, aber dafür viele andere Vorteile aufweist, und vor allem s e h r g ü n st r g zu New-Orleans liegt. Die Zukunft Ni­caraguas ist ernstlich bedroht, fast mochte man sagen: vernichtet. Das Land hat einen doppelten Schlag erlitten: Tausende seiner Bürger find er­schlagen, die Hauptstadt ist zerstört, und öte Zulunftshoffnung, der oft vorweg bewerteteNeich- tum des Landes, fchcint geschwunden, vielleicht zugunsten einer nun einem besseren Zeitalter entgegengehenden anderen Stelle Mittelamerikas.

an den Wänden schwankten. In einem Falle wM ein Mann, der sich gerade wusch, bemerkt haben, daß die Waschschüssel ins Schwanken geriet. Das leichte Erdbeben trat auch in den Bergen rechts der Mosel, aber nur in bestimmten Gegenden, auf. Seine Ausläufer erstreckten sich bis an das Mofel- tal. In der Eifel wurde das Beben, das von einem dumpfen Rollen begleitet war, nicht verspürt. Auf dem Osburger Hochwald trat das Erdbeben in größerer Stärke auf. Man verspürte dort zwei Stötze von je drei Sekunden Dauer, die die Häuser erbeben ließen. In verschiedenen Dörfern des Hoch­waldes, in der Gegend von Zerf, wo die Stöße sehr stark verspürt wurden, eilte die Bevölkerung erschreckt ins Freie. Schaden wurde nicht angerichtet.

Der Neichstarif für das vankgewerbe.

Nach einer Mitteilung des Deutschen Bank- beamten-Vereins hat der Reichsarbeitsminister ben Reichstarif für das Dankgewerbe in der Fassung vom 19. März 1930 für alle Hnternefc- .münzen und Betriebe, die geschäftsmäßig Bank- oder Dankiersgeschäfte be­treiben, mit Wirkung vom 1. Januar 1931 für allgemeinverbindlich erklärt. Damit wer­den alle privaten Danken und Bankgeschäfte, einschließlich der Genossenschaftsbanken, wiederum demReichstarifunterworfen. Dagegen hat der Minister für die öffent l4-ch^-.re ch t - lieben Dankbetriebe, wie Sparkasfen, Stad^banlen usw., noch eine gründliches) rüf ung angeordnet, inwieweit sie ebenfalls in den Gel­tungsbereich des Tarifs einzubeziehen sind, und sich Vorbehalten, die allgemeine Verbindlichkeit nach Abschluß der älntersuchungen auch für diesen Teil des Dankgewerbes später auszusprechen.

verwegener Raubüberfall.

Ein dreister Raubüberfall wurde auf das Ver­waltungsbureau der Siedlung Cecilien-Gärten in Schöneberg bei Berlin verübt. Fünf maskierte Män­ner drangen in das Gebäude ein, bedrohten den Ver­walter, dessen Frau und den Pförtner mit vorgehal- tencr Schußwaffe und entwendeten aus einer Schreibtischschublade 20 000 Mark Mietgelder. Den Räubern gelang es, mit einer Kraftdroschke zu ent­kommen.

Schweres Bergwerksunglück in Asturien.

Ein Schacht der Mosquitela-Grube bei Oviedo (Nordspanien), in dem 28 Arbeiter 6c- schäftigt waren, wurde von einer Schlagwetter- Katastrophe heimgesucht. Bisher sind 19 Tote und vier Schwerverletzte geborgen worden. Man befürchtet, daß die übrigen fünf nicht gerettet werden können.

0tfonten1o5. <S neuer. ® nai» heoeett. »woixiae eenem «Regen < Schnee Graupeln o MePct "K GfWitler.(Q)Wind$ti1le. «O* ScM tekhter Ost massiger Südsüdwest Q stürmische» "ordvesl Die Pfeile fliegen mit dem winde Oie oeicen Siationen stellenden ten geDen die Temperatur an. Die Linien verbinden Orte mit gleichest auf neeresniVeau umgerechneten Luftdruck

Wettervoraussage.

Der tiefe Druck im Westen hat auch auf dem Festlande zu Barometersall geführt und sich als Störung über Westfrankreich entfaltet. Nament­lich über dem westlichen Deutschland sind die Tem­peraturen bereits angestiegen und Bewölkung kommt auf. Durch den Störungseinfluß werden die Winde über Südosten nach Süden umdrehen und uns Warmluft zuführen, so daß im allgemei­nen mit Temperatttranstieg zu rechnen ist. Ferner nimmt die Bewölkung zu und das Auftreten ein­zelner Niederschläge bis in unseren Bezirk ist da­bei nicht ausgeschlossen.

Aussichten für Frei tag: Nacht« und am Tage weiterer Temperaturanstieg, wolkig, meist trocken. _ .

Aussichten für Samstag: Wechselnde Bewölkung und aufheiternd, Temperaturen zwi­schen Tag und Nacht sich mehr ausgleichend, keine oder nur vereinzelt geringe Niederschläge.

Lufttemperaturen am 1. April: mittags 5,7 Grad Celsius abends 0,1 Grad; am 2. April: morgens 0,7 Grad. Maximum 6,8 Grad, Minimum4,3 Grad Erdtcmperaturen in 10 cm Tiefe am 1 April: abends 8,6 Grad; am 2. April: morgens 1,4 Grad Celsius. Sonnenfcheindauer 11K Stunden.

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Thorshav

Q^un wird man es nicht wagen, große Aus­schachtungen vorzunehmen. Schleusen anzulegen, Kanals. I Gebäude zu bauen und gewaltige Kapitalien zu

In dem Augenblick, in dem 2licaragua von investieren, falls man befürchten muß, daß ein einem schweren Erdbeben heimgesucht wird, muh Erdbeben diese ganze Arbeit, die ein Jahr- man sich an diese Episode erinnern. Sie hat nicht baucrn ^nn, in fünf Minuten vernich- nur einen historischen Wert, sie ist auch für unsere I Die Bedenken, die die Geologen stets gegen Zeit wichttg. Denn der Dau des Nicaragua- Qttcaranua hatten, gewinnen jetzt sehr an De- Kanals ist keineswegs aufgegeben toor- Unter gigantischen Geburtswehen muh

den, seitdem ein Schiffahrtsweg durch Panama bic butter Erde einstmals diesen Landstrich ans führt, man weih seit einer Reihe von Jahren, gehoben haben. Er bildet nur ein Einxel-

daß diese berühmte Verbindung zwischen dem in halben Planeten umziehenden

Atlantik und dem Pazisic eines Tages^ dem vulkanischen Gebirgskette, die ihre höchsten Er­wachsenden Verkehr nicht mehr genügen jungen in den südamerikanischen Anden hat wird. Schon vor vier Jahren hatte er die Hälfte unb vom höchsten Norden, von Alaska her, seiner Maximalleistung erreicht. Nun ist sedoch tz^rch den ganzen amerikanischen Kontinent hin- das Flußshstem des Mississippi mtt ($g ist jene gewaltige Druchlinie, die

feinem mächt'gm Nebenfluß, dem Missouri, noch keineswegs vollkommen auSgebaut; der Hafen von N e w O r l e a n s soll sehr erweitert werden, und man kann ausrechnen, daß der Schiffsver­kehr nach dem Stillen Ozean dann sehr z u - nehmen wird. Dazu kommt, daß Amerikas Flottenfachleute fürchten, der Panama-Kanal werde militärisch nicht mehr au8rei­ch en, und außerdem sei nicht sicher, ob ein zu , ~ , x ,

ungelegener Zeit kommender Erdrutsch nicht! London, 1. April. (TU. Funkfpruch.) Nach die Durchfahrt von einem Weltmeer zum andern I neueren Meldungen aus Managua erfolgten am gerade dann hindert, wenn die Vereinigten Staa- Mtlwochmorgen neue Erdstöhe, durch die die ten die B-w-gungs,r-ih-it der Fwtt- dringend, »och untefdjäbiglen höustt d-n, Erd-

brauchen. So hat man denn das Projekt des , . ni»i <hn < m n A t ronrhen In den Le-

Nicaragua-Kanals schon zu einer Zeit wieder e (LnholSankr wird die 5abl der

hervorgeholt, als der Panama-Kanal kaum be- richten britischer Handelshäuser wird die Zahl «r

endet war. Die Engländer trugen sich schon Toten auf 1150 und die der verwundeten auf 3000

in den vierziger Jahren des vorigen Jahrhun- geschäht. Die Zufuhr von Medikamenten und Nah- derts mit dem Gedanken, den Isthmus von Nica- I rungsmitteln durch Flugzeuge ist ungenügend. Der ragua zu durchstechen und eigneten sich auch einen I zchaven wird wahrscheinlich in der Hauptsache von Stützpunkt am Atlantischen Ozean an. Auf güt- enq[u(})6n Versicherungsgesellschaften getragen wer- Uchos Zuredon ^Imraüancr gaben f-c 1=M> 6en miiifen.ellEC gemelkt wird, finb bei hl Soe ^ßt »lebet aufC6^a t> o I« onIII. j Ciuflutj »O

schrieb dann zu einer Zeit, in der er noch nicht die in ihren Zellen eingeschlosstn waren, unter Kaiser war, eine Broschüre über den Nicaragua- ! den Trümmern begraben worden. Die Kanal und begeisterte sich an dessen Zukunsts- Trümmer der englisch-südamerikanischen Vank, in aussichten. Ein paar Jahrzehnte später er- ^ren Stahlkammer zwei Millionen RM. lagen, wärmten sich die Japaner für den Gedanken, mußten auv Sicherheitsgründen gesprengt werden, einen Kanal durch Nicaragua zu bauen. 5>ie Erklärung der Standrechts hat bis graben, schien ihnen sehr verlockend. Als die h'ndurch brannte es an Zahlreichen Stellen. Das Bereinigten Staaten merkten, was vorging, inter- Feuer brach immer wieder an neuen Stellen a , kenterten sie sofort. Aber es ist inzwischen auch Ida Mangel an Masfer die Loschversuche un- beBarmt geworden, daß Deutschland einmal I möglich machten. Die meisten Einwohner kampierten mit dem Gedanken spielte, einen Vertrag mit nachts in den Parks, an den Ufern des Managua- Nicaragua zu schließen und dann mit dem Bau Sec6 unb au; den Landstraßen. Staatspräsident £8 Kanals sofort zu beginnen. Der Gesandte in ^oncado, der gestern aus seiner Sommerrestden; spät; denn inzwischen hatten sich die Der- gl'eder der Regierung, "erbrachten die Rocht in einigten Staaten gegen Zahlung eines ! Zelten. Man befurchtet, daß infolge des Mafser- Darbetrages von drei Millionen Dollar das mangels eine Epidemie ausbricht.

Recht gesichert, den Nicaragua-Kanal zu bauen. (£ö bestätigt sich, daß kein Mitglied der eng- Im Jahre 1916 wurde dieser Vertrag dann er- unb bcr französischen Kolonie

weitert, und von dieseni Zeitpunkt an toar , P i n Einwohner

Washington an dem Schicksal des kleinen Landes umgekommen 'st, sedoch ,ft ein Einwohner

außerordentlich interessiert, das so groß ist tote des deutschen Viertels, dessen Jtame mit

- - - - - - - - Frederick Morris angegeben wird, geworben,

nachdem ihm beide Deine durch fallende Trümmer

arbeiten für die Linienführung des Kanals beschäf. tigt sind, sollen allerdings in einem Telegramm an die Washingtoner Regierung darauf hingewiesen haben, daß sich das Erdbeben lediglich auf Mana­gua beschränkte und daß der Herd des Bebens etwa 170 Kilometer von der beabsich­tigten Kanallinie entfernt liege. Der Kanal soll von der Atlantischen Küste zum San Jüan- Fluß, dann durch den Nicaraguasee zur Pazifischen Küste führen.

Fluglinie Berlin-Nom eröffnet.

In M Ü n ch e n wurde die neue Fluglinie Ber­lin-MünchenMailandNom eröffnet. Das FlugzeugRolandseck" der Deutschen Lufthansa, eine Noyrbach-Noland-Maschine mit drei BMW.- Motoren startete am Mittwoch 9.15 Llhr, von Äa- pitän Bauer gesteuert, im Münchener Flughafen Oberwiesenfeld mit dem Neichsverkehrsminister v. Guerardan Bord. Auf dem Flugplatz hat­ten sich zur Verabschiedung der italienische Gene­ralkonsul Graf Capasfo mit dem italienischen Vizekonsul eingefunden. Das Flugzeug, das um 10 Llhr Innsbruck überflogen hat, wurde am Brenner von einem italienischen Ge- s ch w a de r empfangen. Es hat die erste Etappe MünchenMailand in zwei Stunden 10 Minuten bewältigt und ist um 16.35 Llhr wohlbehalten in Rom gelandet. Zu Ehren des Neichsverkehrsministers gab der italienische Luftfahrtminister Balbo ein Bankett, an dem auch der deutsche Botschafter Dr. von Schubert tcilnahm. Während der festlichen Tafel wurden zwischen den beiden Ministern sehr herzliche und sehr sympathisch auf genommene Trinksprüche ge­wechselt.

Das Gegenflugzeug der italienischen Negierung hat um 7.30 Uhr Rom verlassen und ist um 17.07 Ahr im Flughafen Tew - pelhof glatt gelandet. Eine deutsche Verkehrsfliegerstaffel war dem Flugzeug ent* .gegengeflogen und hatte ihm das Geleit gegeben. Nach der Landung wurden die italienischen Gäste von Staatssekretär Gutbrod begrüßt.

An einem Abendessen, das die Neichs- regierung, vertreten durch Neichspostminifter S ch ä h e l. den Vertretern der italienischen Negierung gab, nahmen u. a. teil UnterftaatS- fefretär Riccardi als Vertreter deS Lustfahrt- ministers Balbo, Botschafter Orfini-Daroni mit den Herren der Botschaft, der Ehef der Zivilluftfahrt Dr. Molfefe und Generalkonsul B o s s i. __________

Aus aller Wett.

Erdstoß in Trier.

Am Mittwoch um 8.45 Uhr wurde in Trier und Umgebung eine schwache Erdbewegung be­obachtet. Es war ein Stoß von etwa drei Sekunden Dauer. Don verschiedenen Seiten wird berichtet, daß die Häuser zitterten und Gegenstände

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