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Lederjacken i werden auf neu gearbeitet und gefärbt. BrosIg.Krenzplati 12
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Oberheffen.
Gemeinderat in Wieseck.
£ Wieseck, 29. Nov. Am Freitagabend fand eine öffentliche Sitzung des Gemeinderats statt, die sehr stark von Erwerbslosen besucht war. Auf der Tagesordnung stand als einziger Punkt die Winterbeihilfe. Hierzu hatten die Erwerbslosen eine Anzahl Forderungen gestellt, die öffentlich behandelt wurden. Bürgermeister S ch o m b e r gab bekannt, daß die Unterstützungen zur Zeit pro Woche etwas über 800 Mark betragen und die Gemeinde Wieseck dies nicht mehr lange ohne staatliche Mittel tragen könne, zumal die Zahl der Wohlfahrtsunterstützten von Woche zu Woche zunehme. Wenn auch die Gemeinde versuche, ihr Bestes zu tun, so könne sie doch unmöglich allen Wünschen nachkommen, da hierzu einfach keine Mittel da seien. Die im Etat vorgesehenen etwa 60 000 Mark reichen bei weitem nicht aus, da für die laufenden Unterstützungen bis Ende des Rechnungsjahres mindestens 100 000 Mark benötigt werden. Dem Antrag der Erwerbslosen auf Belieferung mitHolz will die Gemeinde wie folgt entsprechen: Es werden an bedürftige Erwerbslosenfamilien zwei Raum- Meter Brennholz gegen Vergütung des Holzhauer- lohnes einschl. eines kleinen Zuschlages insgesamt 3 Mark für den Meter abgegeben, während ganz Mittellose diese beiden Raummeter kostenlos erhalten. Ein Antrag der Erwerbslosen, die Wohlfahrtsunterstützten in der Kranken- und Jnva- lidenversicherung zu versichern, sowie die kostenlose Belieferung der Erwerbslosen mit Wasser, kann nicht erfüllt werden. Bürgermeister S ch o m b e r teilte noch mit, daß der L a n d w i r t • schaftliche Konsumverein dem Gemeindehilfswerk 100 Mark in bar und fast ebensoviel an Kleiderstoffen usw. überwiesen habe. Auch die 6 0 e r- Bereinigung habe einen größeren Betrag gestiftet. Zum Schlüsse wurde noch bekanntgegeben, daß die Bürgersteuer durch Verfügung des Kreisamtes von 10 0 auf 3 0 0 Prozent e r - höht fei. Die Erhöhung der Biersteuer und die Einführung der G e t r ä n k e st e u e r wurden vertagt.
Auflösung des Finanzamts inButzbach.
pb. Butzbach, 30. Nov. Nach einer Bekanntmachung im Reichsanzeiger, deren Nichtigkeit durch das Landesfinanzamt bestätigt wurde, soll das hiesige Finanzamt am 1.3anuar 1932 aufgelöst und auf die Finanzämter Friedberg und Gießen aufgeteilt werden. Seitens der Stadtverwaltung sind sogleich Schritte getan worden, um diese Butzbach schwer schädigende Maßnahme, wenn möglich, wieder rückgängig zu machen.
40Iahre Chormeister und Organist.
Z Bad -Nauheim, 30.Nov. Der Ehrenchormeister deS hiesigen Gesangvereins „Frohsinn"', Oberreallehrcr Wilhelm Dechtolshei- m e r, konnte in diesen Tagen das seltene 40jäh- rige Dirigentenjubiläum in seinem Verein begehen. Seit 1891 liegt in seiner Hand ununterbrochen die musikalische Leitung des Vereins. der in den 40 Jahren zu einer beachtlichen Höhe des Könnens gelangt ist und zahlreiche Erfolge zu verbuchen hat. Der Verein gab seinem verdienten Chorleiter einen Ehrenabend, in dessen Verlauf von verschiedenen Seiten dem Jubilar in Ansprachen und Glückwünschen die allgemeine Verehrung und Wertschätzung bekundet wurden. Auch vom hessischen Ku'tusministerium war ein Dankschreiben einge'aufen. W. Bechtolsheim e r ist auch 40 Llahre Organist der
Aus aller Welt
wischt und fest genommen. Auf dem Revier nannte er sich N Auf dem Polizeipräsidium aber wurde er als ein alter Bekannter erkannt. Wassielewski muß nun nicht nur die noch nicht verbüßten sechs Monate absihen, sondern er wurde vom Schöffengericht Berlin-Mitte wegen fortgesetzter Urkundenfälschung, Diebstahls und Führung falschen Namens zu weiteren drei Monaten und einer Woche Gefängnis verurteilt.
hiesigen evangelischen Gemeinde, die ihm durch Pfarrer Knodt ihre Glückwünsche überbringen ließ.
Das Tafelgeschirr der Muller Napoleons unter dem Hammer.
Als größtes Ereignis der feit Freitag in Berlin stattfindenden Versteigerung aus dem Besitz des verstorbenen Prinzen Friedrich Leopold von Preußen sowie aus anderem deutschen Fürstenbcsitz durch die Kunsthandlung Graupe kam am Samstagnachmittag das prachtvolle T a - felgeschirr Laetitia Bonapartes, der Mutter Napoleons I., unter den Hammer. Das Geschirr, das über 70 Stücke umfaßt, ist im Auftrage des Kaisers und seiner Geschwister im Jahre 1805 von dem berühmten Pariser Goldschmidt Odiot angefertigt und dann der Kaiserin- mutter zum Geschenk gemacht worden. Diese vermachte es testamentarisch ihrer Enkeltochter Z e - n a i d e , der Tochter des Königs Josef von Neapel, aus deren Besitz es an ein deutsches Fürstenhaus kam. Jeder Gegenstand des silbervergoldeten kostbar ziselierten, formschönen Geschirrs trägt dasWap - pen der „Madame Mere". Das Tafelgeschirr ist in alle Winde zerflattert. Die Pariser hielten sich sehr zurück und erwarben nur wenige Stücke. Verschiedene deutsche Händler kauften für in- und ausländische Rechnung und auch von privater Seite wurden einzelne Stücke übernommen. Als Gesamtpreis wurden nur 88 720 Mark erzielt. Der Schätzungspreis betrug 150 000 Mark.
Der Raubmord im Stift Melk.
Der Diener im Stift Melk, Potzmader, hat eingestanden, gemeinsam mit dem Stiftsdiener Schnabel den Raubmord an Pater Kathrein verübt zu haben. Schnabel erklärte, das dem Pater geraubte Geld im Betrage von 2700 Schilling versteckt zu haben. Das Geld wurde an dem von Schnabel bezeichneten Orte gefunden.
Sur einen anderen ins Gefängnis.
Der Musiker Wassielewski war wegen gefährlicher Körperverletzung zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt worden. Als er die Strafe antreten sollte, kam ihm das sehr ungelegen und er fragte den ihm befreundeten N., ob er nicht für ihn ins Gefängnis wolle. N erkundigte sich erst einmal nach dem „Menu" im Gefängnis. Als er erfuhr, daß es gut fei, war N einverstanden. Er tauschte mit Wassielewski die Papiere und trat für diesen die Strafe an. Inzwischen ging Wassielewski mit den Pavieren des anderen auf das Wohlfahrtsamt, um sich als N die Unterstützung abzuholen. Alles wäre nun gutgegangen, wenn Wassielewski nicht eines Nachts einen Dieb stahl begangen hätte. Was- sielewski holte nämlich von einem Wagen. eine Kiste Pflaumen herunter, wurde aber dabei er-
stärker zurückgegangen sei. Aus dem Nevisions- bericht war zu entnehmen, daß die Nev s.onen regelmäßig stattfanden und zu Beanstandungen kein Anlaß gegeben war. In den Vorstand wurde Ferdinand Seibert w'.edergewählt. In den Aufsichtsrat wurden Ludwig D a u p e r t. Heinrich Weller XIII., Heinr. Vogelhöfer wiedergewählt. Neu gewählt wurden Heinrich Ihm und Otto I u n g , letzterer auf ein Iahr. Dom Raiffeisen-Verband soll Ermäßigung des Der- bandsbeitrages gefordert werden, ebenso wurde der gemeinsame Bezug der Verbandszeitung für die Folge abgelehnt.
OO Klein-Linden, 30. Nov. Jm Anschluß an den Vormittagsgottesdienst des gestrigen Sonn
Landkreis (Yietzcn.
L W i e f e ck, 30. Nov. Am Samstagabend fand bei Gastwirt Heinr. Volzel die diesjährige Generalversammlung des Landwirtschaftlichen Konsumvereins c. G. m. b. H. statt. Aus dem Bericht des Geschäftsführers Hildebrand war zu entnehmen, daß trotz Wirtschaftskrise und großer Arbeitslosigkeit der Mitglieder der Geschäftsgang als gut bezeichnet werden muß und " der Gesamtumsatz bei Lebensmitteln und Gebrauchsartikeln nur wenig, im Textilgeschäft aber |
Mauersteine statt Heroin.
Ein großangelegtes Schwindelgeschäft, bei dem ein Japaner um rund eine Million Fran- ten betrogen wurde, endete in Paris mit der Verhaftung des Schwindlers, eines Russen, namens Eisenberg, der seit Jahren einen Japaner in Mukden mit größeren Mengen Heroin und Kokain belieferte. Nie war es von feiten des Japaners zu Beanstandungen gekommen und stets hatte der Russe die ihm erteilten Aufträge pünktlich ausgesührt. Als anfangs 1929 die Ein- und Ausfuhr narkotischer Drogen einer strengen Prüfung unterzogen wurde, sah sich der Russe gezwungen, entweder fein blühendes Geschäft aufzugeben, qber aber Mittel unb Wege zu finden, es auf Umwegen, die nicht immer gesetzmäßig waren, weiter zu führen. Der Japaner bestellte bei ihm schließlich wieder Heroin das Eisenberg nicht beschaffen konnte. 2(n Stelle der teueren Ware sandte er seinem Kunden eine Kiste mit Back» (leinen, die genau das gleiche Gewicht hatten. Der Japaner zaylte den Betrag von einer Million Franken gegen Vorlage der Frachtbriefe. Als er statt des Heroins Mauersteine vorfand, trat er ohne zu zögern, die Reife nach Paris an, wo er den Russen ausfindig machte und ihn verhaften ließ.
fiöpenitfiabe eines Hochstaplers.
In Graz ist es der Polizei gelungen, einen von vielen Seiten gesuchten Hochstapler namens Stephan Otto unschädlich zu machen. Otto hat auch im Jahre 1919 im Rheinland und insbesondere i n K o b l e n z viel von sich reden gemacht. Er war es, der im Jahre 1919 anläßlich der Rheinlandbesetzung den amerikanischen Höchstkommandierenden, General Allen, mit einem Orden auszeichnete. Otto kündigte damals in einem Brief an, daß im amerikanischen Hauptquartier in Koblenz als Abgesandter des Königs von Belgien ein Herr von Vernei) erscheinen werde um dem amerikanischen General die höchste belgische Auszeichnung, den Leopoldsorden.zu überreichen. Als der Hochstapler kurz darauf in Koblenz erschien, wurde zu seinen Ehren eine große Truppenparade veranstaltet, in deren Verlaus Otto dem General den Leopoldsorden an die Brust heftete.
Für den Tag grössere Kraft für die Nacht
gesunden Schlaf
Zum Frühstück eine Tasse Ovomaltine — mit ihren hochkonzentrierten Nährstoffen aus Malz, Milch, Eiern und Kakao - erhält Ihren Körper den ganzen Tag frisch und kräftig. Für die Nacht aber leistet Ovomaltine noch einen anderen Dienst: Eine Tasse Ovomaltine vor dem Schlafengehen stärkt den Körperfür einen gesunden,tiefen Schlaf. Denn alle die wertvollen Nährstoffe der Ovomaltine werden fast vollständig vom Blut aufgenommen, ohne dass der Magen mit Arbeit beschwert wird.
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tags wurde tn unserer Kirche in Gegenwart der Ge» meinde durch Pfarrer Bremmer die Wimvel» weihe der evangelischen Jung schar, die dem Evangelischen Reichsverband weiblicher Jugend angeschlofsen ist, oorgenommen. Sprechchöre und ein mehrstimmiges Chorlicd der Jugend umrahmten die Feier.
-r. L a n g - G ö n s, 30. Nov. Seit kurzem hat der hiesige Frauenverein eine segensreiche Ein- richtung getroffen. An drei Tagen in der Woche wird auf dem Rathause an durchziehende Handwerksburschen und Arbeitslose ein kräftiges, warmes Mittagessen kostenlos verabreicht. Von der Einrichtung wird rege Gebrauch gemadjt.
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Von der Wetzlarer Kreisverwaliung.
< Wetzlar, 30. Nov. Gemäß einem schon früher gefaßten Beschlüsse ernannte der Kreis- a u s s ch u ß in seiner letzten Sitzung den Kreisausschußoberinspektor Martin, der schon über 20 Iahre in der Kreisverwaltung Wetzlar tätig ist, zum Bureaudirektor.
Schweres Autounglück im Taunus.
WEN. Oberursel, 30. Nov. In der Nähe des Sandplackens ereignete sich am Sonntagnachmittag ein schwerer Autounfall. Ein mit zwei Damen und drei Herren besetzte- Auto aus Frankfurt rannte in der unübersichtlichen Kurve hinter dem Sandplacken gegen einen Daum, dessen Krone vollständig abbrach. Die Karosserie des Wagens wurde vollständig zertrümmert. Eine Dame, eine Engländerin, ist besonders schwer verletzt worden. Ihr wurde die Kopfhaut stückweise abgerissen, wahrscheinlich hat sie einen Schädelbruch davongetragen. Die übrigen vier Insassen haben leichte Schnittwunden erlitten.
Kreis Wetzlar.
cf D u te n h ofe n, 29. Nov. In der jüngsten Westfonds-Konferenz hat auf Antrag der Amtsverwaltung in Krofdorf unsere Gemeinde für den Bau der Wasserleitung eine Beihilfe von 8000 Mk. bewilligt bekommen.
Rundfunkprogramm.
Mittwoch, 2. Dezember.
7.20: Frühkonzert. 10.20 bis 10.50: Schulfunk. „Kinder spielen Lcheater", von Lisa Tetzner. 12.05: Schallplattenkonzert. 15.15 bis 16.00: Stunde der Jugend. 16.00: Unterhaltungskonzert. 17.05: Nachmittagskonzert des Rundfunkorchesters. 18.40: „Das Leben einer Strahenzelle", Vortrag von Dr. Georg Schmitt. 19.05: „Kurzarbeit und Stilllegung", Vortrag von Amtsgerichtsdirektor Dr. Kallee. 19.35: Stunde der Bühne. Zur Erstaufführung „Haus Danieli", von Alfred Neumann im Neuen Theater. 19.45: Sächsischer Humor. 20.05: Rheinische Landschaften II. Hunsrücker Abend. 21.20: Gastkonzert. Nathan Milstein (Violine). 22.50 bis 23.10: Mannheim: Altenglische Lieder.
Kirchliche Nachrichten.
Katholische Gemeinden.
Mittwoch, den 2. Dezember.
Hungen. 7.15 Uhr: Messe.'
Wo* die Börste fö» die Zähne — dos ist
für de» RoTil
Die ersten
Buben-Tage
im Hause
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ziri» 200 Knaben -Unzii^e
nur beste Stoffe, zum Teil aus Resten geschnitien.Offene Sportfassons, hochgeschlossene Fassons, mit abknöpfbarem weißen Ueberkragen und gefütterten Hosen:
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helle und dunkele Stoffe, auch blaue Pyjaks mit Futter und Loden-Mäntel mit Kapuze:
26.50 21.50 16.50 11.00 8.00 5.90
zirka 300 Knaben-Hosen
500 Luftballons werden Leibchen-Hosen. Kniehosen,
gratis ausgegeben. 2.90 1.90 0.85 4.50 5.90 1.90
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