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heutige Anzeige.)
•• Straßensperre.
kommenden Ereignisse und lands" behandeln. (Siehe
folgte eine lebhafte Aussprache, die den Vertreterinnen verschiedener Parteien, so des Zentrums, der Deutschnationalen, der Deutschen Volkspartei und der Staatspartei/ Gelegenheit zu sprechen gab.
*• Zur Richtigstellung. Don der Firma Gustav 3. Kahn wird uns zu dem gestrigen
Partei aufgestellt worden, die sich von dem Bund bürgerlicher Frauenvereine lossagte; die Trennung zwischen den bürgerlichen Frauenvereinen und den Arbeiterinnenvereinen vollzog sich 1894 bei der Gründung des Bundes. Die Dor- tragende bedauerte sodann, daß es heute so schwer sei, zwischen den Forderungen der Frauenbewegung und denen der politischen Parteien zu wählen. Jedoch habe die Frau in den Parteien eine besondere Mission zu erfüllen, indem sie in die Parteien ein belebendes Element hineintragen können. Man dürfe unseren Parteien den Dorwurf nicht ersparen, daß sie nach dem Kriege den starken politischen Arbeitswillen der Frau nicht zu idealen Zielen zu lenken verstanden haben. Auch sei von all den Versprechungen, die
getan.
Gießener Wochenmarktpreise.
Ernieschäden uni) Landessteuern
Verlängerung -er Steuerschonzeit für unwettergeschädigte Landwirte.
wichtigsten Ereignisse der letzten Zeit vorausgesagt hat, wird als ein besonderes Kapitel „Die ' die Zukunft Deutsch-
man den Frauen bei ihrem Eintritt in die politische Betätigung gemacht, nur ein Bruchteil erfüllt worden. Das habe entmutigend gewirkt, so daß man heute eine Dersandung des politischen Interesses der Frauenwelt feststellen müsse. Die Rednerin gab der Meinung Ausdruck, daß eS sich aus taktischen Gründen empfehlen dürfte, in Zukunft besondere Frauenlisten bei den Wahlen aufzustellen. Das sei durchaus nicht identisch mit einer eigenen Frauenpartei. Wenn auch heute die Frauen durch die schweren Anforderungen der Zeit stark in Anspruch genommen seien, so dürften sie doch nicht auf das verzichten, Waste errungen haben. Alle Kräfte müßten eingesetzt werden, um die Gefahren der bevorstehenden Monate zu meistern. Dem interessanten Dortrag
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Film bringt einen Abriß der Geschichte der deutschen Reiterei und schildert deren Heldentaten im Weltkriege. Ein weiterer Abschnitt des Filmes gewährt einen Einblick in das deutsche Reitervereinswesen und soll dazu beitragen, in der Jugend die Freude am Sport der Reiterei zu wecken. Räheres ist aus dem heutigen Anzeigenteil ersichtlich.
— Seni in Gießen. Man schreibt uns: Wie vorauszusehen war, begegnet das Gastspiel des Psychologen und Telepathen Seni am Samstag im Katholischen Vereinshaus besonderem Interesse. Seni, der auch eine Reihe der
Aus der provinzialhauptfiadt.
Gießen, den 1. Oktober 1931.
Zündstoff.
In irgendeiner Weise hat er sich angesammelt, der Zündstoff. Das sind Worte des Derdrusses, die nicht gesprochen wurden, weil Klugheit gebot, ihnen zu wehren, daß sie über die Lippen kamen; es sind Worte berechtigter Kritik, die wünschenswert gewesen wäre, aber doch ausblieb, weil die Umstände das Schweigen zum Gebot machten. Kleinigkeiten sind es, deren man gar nicht acht hatte, Derdrießlichkeiten, die kaum über die Schwelle des Bewußtseins traten. Indem sie sich häuften, ihre Wirkung sammelten, liegen sie wie ein sprungbereites Tier, das nur auf den Augenblick wartet, in dem es sich auf das Opfer stürzen kann, weil sich eine Angriffsfläche bietet. Solange es merkt, daß der Blick achtsam ihm zugewandt ist, hat eS keine Gesahr; denn solange bleibt es in Angriffsstellung, und es wird vielleicht nie den Sprung auSführen. Aber die geringste Blöße, die sich bietet, wird es ausnützen.
Da gehen wir tagelang, wochenlang verhältnismäßig unangefochten hin. Man scheint die Ruhe und Ausgeglichenheit selbst zu sein, gibt vielleicht gute Ratschläge an die andern, die ein wenig „aus dem Häuschen geraten", kann sich gar nicht vorstellen, daß man sich leicht aus der Ruhe bringen lassen kann, sondern läßt nur die Dernunft, die kluge Selbstbeherrschung, die Überlegenheit gelten — bis man sich ganz unvermittelt vor der nicht sehr angenehmen Lage sieht, daß man sich eingestehen muß: Die Rerven haben versagt. Es sind nicht immer, es sind sogar höchst selten die Rerven, sondern es war der Zündstofs, der sich angesammelt hatte und nun die Schuld daran trägt, daß einen Klugheit und Selbstbeherrschung im Stich ließen. Rur ein kleines, unbedeutendes Wörtchen kann es gewesen sein, daS „dem Faß den Boden ausschlug". Es braucht nicht bös gemeint gewesen zu sein, es braucht sich nicht gegen uns zu wenden, und doch lodern die Flammen unsers ZornS hoch empor. Unter ganz gleichen Umständen hätten wir an einem andern Tage dieses Wörtchen gar nicht beachtet, hätten vielleicht darüber gelocht; heute — oder auch nur in diesem Augenblick — läßt eS unS hochgehen. SS war nichts anderes als der zündende Funke, der in daS trockene Reisig der verschiedenartigen Derdrängungen seelischer Art fiel und es int Ru zu einem hohen Brande entflammen lieh.
Keiner ist davor gefeit; jeder kommt dann und wann in solche Lage, daß er sich in ruhigerer Stunde sagen muß: Jetzt hast du eine Dummheit gemacht. Eine Dummheit deshalb, weil man Zeit und Kraft, vor allem Seelenkräste auf ein Nichts verschwendet hat. Denn es ist — bei Lickt besehen — meist so gut wie nichts, was den Anlaß zu solchen Entzündungen gibt. Wenn es immer dabei bleibt, daß man in solcher Lage nur kleine Dummheiten begeht, kann man noch froh sein. Nicht selten aber ist es wie eine Lawine, die wächst und wächst, dies und das mit fortreißt und zum Schluß ein recht beträchtliches Unglück herbeiführt. Nicht selten sind es die Kleinigkeiten, die das Reisig darstellen, und eine Kleinigkeit ist es auch, die als Funke In das Bündel fällt. Und das Ergebnis sind die kleinen und großen Tra gödien des Tages, die bei weitem nickt immer der
äußeren Not oder besonders starken seelischen Bedrängnissen zuzuschreiben sind. Sich vor solchem Zündstoff iih acht zu nehmen, bedeutet nicht weni
ger, als sich zu bewahren vor Tragödien kleiner und großer Art. Aber es ist auch leicht gesagt: Du sollst dich in acht nehmen! Jedenfalls leichter gesagt als
Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Kochbutter Pfund von 1,10 Mk. an; Butter 1,30 bis 1,50; Matte 30 bi« 35; Wirsing 8 bis 10; Weißkraut 6 bis 7; Rotkraut 8 bis 10; gelbe Rüben 8 bis 10; rote Rüben 8 bis 10; Spinat 20 bis 25; Römischkohl 8 bis 10; Bohnen 15 bis 25; Unter-Kohlrabi 9 bis 6; Feldsalat 8 bis 10; Tomaten 20 bis 25; Zwiebeln 8 bis 10; Meerrettich 35 bis 70; Pilze 20 bis 25; Kartoffeln 3'/, bis 4; Frühäpfel 8 bis 10; Falläpfel 3 bis 4; Aepfel 8 bis 10; Dirnen 8 bis 15; Dörrobst 30 bis 35; Pfirsiche 40 bis 60; Preihclbeeren 30 bis 35; Brombeeren 30 bis 35; Zwetschen 8 bis 10; Tauben 50 bis 60; Honig 40 bis 50; junge Hähne 90 bis 1,00; Suppenhühner 80 bis 1,00; Danse 1,00 bis 1,10; Rüsse 30 bis 35; Käse (10 Stück) 60 bis 1,40; Eier Stück 11 bis 12; Blumenkohl 30 bis 70; Salat 5 bis 10; Salatgurken 15 bis 25; Cinmachgurken 2 bis 4; Endivien 10 bis 15; Ober-Kohlrabi 8 bis 10; Lauch 5 bis 10; Rettich 10 bis 15; Sellerie 10 bis 40; Radieschen Bund 10 bis 15; Kartoffeln Zenter 2,80 bis 3,00; Aepfel 5,00 bis 6,00; Weißkraut 3,00 bis 4,00; Wirsing 6,00; Rotkraut 6,00 Mk.
Bornotizen.
— Tageskalender für Donnerstag: Christliche Versammlung Gießen, 20.15 Uhr, Lindenplatz 1, Evangelisationsvcrsammlung, „Wo ist das Paradies?"— Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Eine Freundin so goldig wie du ..." — Astoria- Lichtspiele, Seltersweg: „Der fliegende Pfeil" und „Die seltsame Rächt der Helga Wangen".
— Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Die Eröffnung der Winterspielzeit 1931 32 erfolgt morgen mit der Erstaufführung des historischen Schauspiels .Elisabeth von England" von Krdinand Bruckner. Die Inszenierung hat der Intendant. Die Rolle der Elisabeth liegt bei Maria Koch, den Partner, König Philipp, spielt Karl He Yser. Die Dorstellung ist die erste im Freitagabonnement I Beginn 19.30 Uhr, Ende 22.30 Uhr. Als erste Fremdenvorstellung kommt am Sonntag, 4. Oktober, die Komödie „Der Garten Eden" von Dernauer und Oester- reicher unter der Spielleitung von Peter F a f s o t t als einmalige Wiederholung zur Aufführung. Beginn 18 Ahr, Ende gegen 20.45 Ahr. — Bruno Franks Komödie „Sturm im Wasserglas" gelangt am Dienstag, 6. Oktober, als nächste Premiere und erste Dorstellung un Dienstagabonnement der Winterspielzeit zur Ausführung. Die Spielleitung hat Heinrich Hub.
— „A u f g e s e s s e n!" Am Sonntag 11.15 Ahr kommt im Lichtspielhaus Bahnhofstraße auf Der- anlassung des Kavallerie-Dereins Gießen der Reiterfilm „Aufgesessen" zur Aufführung. Der
gesperrt.
•* Don der Gießener Heer esfach - schule. Studienassessor Dr. Wolf wurde mit Wirkung vom 1. Juli von der Heeresfachschule für Verwaltung und Wirtschaft in Gießen an die Heeressachschüle in Schwerin i. M. versetzt. In die freigewordene Stelle in Gießen trat Studienrat Dr. Metz zurück, zuletzt im Reichswehrministerium Berlin, Abteilung für Hcercsfachschulen.
•• Angestellten-Iubiläum. Am 1. Oktober sind es 25 Jahre, daß Fräulein Lina Ackermann im Hause Modehaus Salomon tätig ist. Die Jubilarin hat sich in den 25 Jahren ihrer Tätigkeit das Dertrauen weiter Kreise und Jbie Sympathien ihrer Kollegen erworben. Das Jubiläum Fräulein Ackermanns legt wieder Zeugnis davon ab, in welch gutem Einvernehmen im Hause Salomon Chef und Angestellte arbeiten.
" Vorträge des Evangelisten Schwefel. Man schreibt uns: Im Saale des früheren Hotels Einhorn, Eingang Wetzsteingasse, finden in dieser Woche biblische Vorträge statt, auf die hiermit aufmerksam gemacht sei. Zeigten doch die ersten Vortragsabende, daß die Veranstalter in dem Evangelisten Schwefel aus Berlin, der in unserer Stadt übrigens kein Anbekannter ist, einen Redner gewonnen haben, der es in besonderer und volkstümlicher Weise versteht, seinen Zuhörern die Heilswahrheiten des Evangeliums nahezubringen und aus dem Schatze seiner im In- und Auslande reich gesammelten Erfahrungen anderen mitzuteilen. Es sind nicht Theorien, die von dem Evangelisten entwickelt werden, sondern tiefste Lebenswahrheiten, abgeklärte Urteile über religiöse Fragen, die den Zuhörern, die täglich in großer Zahl den Saal füllen, nahegebracht werden. In einer Zeit, wo alles anfängt ins Wanken zu geraten, steigt in vielen Menschenherzen die Sehnsucht nach etwas auf, das die Schwankungen der Zeit nicht rauben können. Die letzten Abende zeigten, wie die Zahl der Zuhörer beständig aunimmt, welche mit großem Interesse den Ausführungen des Evangelisten folgen. Die noch kommenden Vorträge sind besonders zeitgemäß und wichtig,
Finanzminister K i r n b e r g e r hat an den Präsidenten des Londesfinanzamtes ein Schreiben gerichtet, in dem es u. a. heißt:
Rlit Entschließung vom 26. August d. I. hatte ich mit Wirkung für das ganze Gebiet des Landes Hessen bestimmt, daß solchen Steuerpflichtigen, die im Hauptberuf die Landwirtschaft betreiben, von Amts wegen die rückständigen Vorauszahlungen auf Landessteuern 1931, erste und zweite Rate, bis zum 30. September d. I. zinslos gestundet werden, und daß für denselben Kreis von Steuerpflichtigen die Schonfrist für die Entrichtung der 3. Rate her Landessteuervorauszahlungen 1931 vom Amts wegen bis zum 30. September d. I. erstreckt wird.
Mittlerweile sind die Schädigungen der Getreideernte festgestellt worden; im übrigen konnten die Ermittelungen noch nicht beendigt werden. Die bisherigen Ergebnisse erlauben aber die Folgerung, daß in etwa 700 Gemarkungen die Crnteschäden glücklicherweise nicht so groß sind, daß — in Berücksichtigung der Finanzlage des Landes und der Steuerleistung anderer Wirtschaftsgruppen — ein allgemeiner Erlaß an Landessteuern gerechtfertigt wäre.
Anderseits sind in rund 300 Gemarkungen die bisherigen Ergebnisse der Schadensermittelungen so schwerwiegend, daß für diese Gemarkungen weiteres Entgegenkommen erforderlich erscheint. Ich habe mich daher entschlossen, für diese Gemarkungen zunächst die in Ziffer 1 und 2 meines Schreibens vom 26. August d. I. festgesetzten Fristen bis zum 15. Rovember d. I. zu e r st r e ck e n. Demgemäß gilt für diese Gemarkungen folgendes:
1. Die Schonfrist für die Entrichtung der 3. Rate
der Landessteuervorauszahlungen für 1931 wird für solche Steuerpflichtigen, die im Hauptberuf die Landwirtschaft betreiben, von Amts wegen erstreckt bis zum 15. November 1931;
2. rückständige Vorauszahlungen auf Landes» steuern 1931 1. und 2. Rate, geltend bei solchen Steuerpflichtigen, die im Hauptberuf die Landwirtschaft betreiben, als von Amts wegen zinslos weitergestundet vom 1. Oktober bis 15. Rovember 1931.
Ich nehme an, daß bis zum letztgenannten Zeitpunkt die Schadensfeststellungen beendigt sein werden. Weitere Entschließung, auch wegen endgültigen Erlasses von Landessteuern, bleibt deshalb Vorbehalten.
Für die hier nicht aufgeführten Gemarkungen kommt ein allgemeiner Steuererlaß nicht mehr in Frage, ebenso wenig eine allgemeine weitere Stundung.
Als Aebergangsmahnahme für diese Gemarkungen ersuche ich, von dem Ansatz von Verzugszuschlägen und Zinsen Abstand zu nehmen, wenn
die Rückstände an Landessteuervorauszahlungen 1931 1. und 2. Rate bis zum 15. Oktober d. I., und die 3. Rate bis zum 31. Oktober d. 3. bezahlt werden. Mit Wirkung vom 16. Oktober bzw. 1. Rovember d. 2. an müssen die verordnungsmäßigen Verzugszuschläge berechnet werden, es sei denn, daß die Finanzämter auf Antrag im Einzelfalle weitere Stundung bewilligen. Rach Ablauf der genannten Schonfristen kann auch im allgemeinen die Beitreibung eingeleitet bzw. fortgesetzt werden. Jedoch ersuche ich, durch ver -
Das Polizeiamt teilt mit: Wegen Vornahme von Straßenbauarbeiten wird von heute, Donnerstag, ab bis auf weiteres der Hohleichweg zwischen der Rodheimer Straße und dem nächsten Feldweg südwestlich des Schlachthofes für Fahrzeuge aller Art polizeilich
st ändnisvolle Behandln ng etwaiger S'tundungsanträge und Gewährung von Teilzahlungen den Pflichtigen den Aebergang zur geregelten und fristgerechten Steuerzahlung zu erleichtern. , . , „ „
, ,, , . . . Hinweis auf die Anzeige ergänzend mitgeteilt.
Die unweiiergeschädlgien Gemeinden. daß Schuhe nach wie vor nur an Wiederverkäu-
Aach einer Anlage ju die,em Schreiben de- I°r abgegeben alle anderen Arlilel jedach stet- Sinan,Ministers gelten die nachstehend verzeich. °»ch tm einzelnen verlang werden.
neten Gemeinden in Oberhessen als un- jTMtprhpffpn
wettergeschädigt:
Finanzamt Alsfeld: Drauerschwenb, Landkreis GietzkN.
»»B Mn. «l - i n.Lln denAachdem di.
boulen, ^artshauftn. Münster weit fertiggestellt ist, mußte sich der G e m e i n ö e -
ninm t r FJmAr n ■ ARnrfi rat in seiner jüngsten Sitzung mit dem Aus-
Aiede»E,chbach. Ober.Erlenbach, Aieder-Erlen: (AlnL. anVdi? schlechten wirttchalttichen Der! bad). Petterweil, Klappenheim, Dortelweil, Holz- W ÄS
Semen 3UM. Jübc Änfien »® SschfaL fir S S
» VS’ ÄIein"$at&en’ Nieder-Woll- gGfZ) vielmehr nach Berechnungen pro Kopf der
ta£i ♦ (Vii »fi »n - «ttm.fonfiorn «riohoi. Familien und des Viehes zu bestimmen. Wasser-
Srnanz amt Gieß en. Staufenberg, Friedel. ge(ö fo[[ ab i. Oktober erhoben werden. - Die eil»«»t Vergebung der Arbeiten zur Her-
F l n a n z a m t G r ü n b e r g_ $of Oluöblng«- stellung einer Brücke am Lahnweg stieß hausen Hof Odenhausen, Hof Appenborn, Rem- fluf Schwierigkeiten, da der in Frage kommende harosyarn. I Unternehmer die Arbeiten für den Voranschlags^
, ® 1 V 8 ° r<ro Appenrod. Hom- p^eis nicht ausführen will. Der Gemeinderat be-
ber^, Gleimenhain Kirtorf, Wahlen. schloß, die Instandsetzung der Drücke bis zum näch-
FrnanzamtHungen: Atphe,Ober-Leemer ^en Frühjahr zu verschieben. — Das Krcisschul-
„ . cj.ro .c-c i I amt Gießen hat den Gemeinderat ersucht, einen
Finanz amt Lau t e r ba ch: Bermuthshain, Lehrer als Rektor vorzuschlagen. Der Ge- Bannerod, Crainfeld, Elchelhelm, Cngelrod, Herb- I meinderat beschloß mit acht gegen fünf Stimmen, ftem, Freiensteinau, gnfdj6orn, ©rebenpaln, bei einer Stimmenthaltung, dem Kreisschulamt Gunzenau Heisters Wunschen-Moos Zahmen, Mehrer R o t h als Rektor in Vorschlag zu bringen. Ilbeshausen, Mehlos-Gehaag, Rieder-Moos, « nr r. „ ro„ w «nh,Ar
Ob--. b°> b--
(Seemen 5\irxenhnin herrlich von Rabenauschen Obstes wurden ansehn-
sTnünza'mtSchotten: Breungeshain, « '
Burkhards, Busenborn, Eschenrod, Feldkrücken, f ™
Hartmannshain, Helpershain, Herchenhain. Kaul- ’onL* ?gJ \
stoß, Kölzenhain Ober-Seibertenrod, Rebges- ^zahlt wurdenAuch für W^en und Zwetschen M-ichst-in, n^l aTt
Der erwachsene Sohn des Schneidermeisters R a u
■ ■■ - - stürzte beim Pflücken fo unglücklich von einem
darum fei auf diese Vorträge besonder« hin- Daum, daß er später von seinem Vater bewuht- gewiesen. Io6 ausgefunden wurde. Der herbeigerufene Arzt
•• Qlrbelt am Webstuhl. Im „HauS der stellte einen Beinbruch und eine leichte Ge- Handarbeit" (Seltersweg) hat man in diesen b i r ne r sch ü t t erung fest
Tagen Gelegenheit, einen Arbeitsprozeß kennen- I t $rel« a. d. Ld a., 30.Sept. Die Obstzulernen, der den meisten Mensch fremd und nur «mte in Aepfeln und Dirnen ist auch hier sehr vom Hörensagen her bekannt sein dürfte: die We- gut gewesen. Zwetschen sind seltener zumal vor berei am Maschinen- und am Hand-Webstuhl. -ehn wahren nach Beendigung der FeldbereiNi- Deides Ist gleichermaßen interessant. Während die gung, eine Unmenge Zwetschenbaume von den Webmaschine in eifriger Geschäftigkeit einen Faden seitherigen Eigentümern umgehauen worden nach dem anderen (immer den gleichen Faden) an- waren, weil diesen die dafi^ gezahlten Entschädi- einanderreiht und so das einfache Leinen entstehen gingen zu gering schienen., Dirnen sind zurHomg- läßt, ist die Arbeit am Handwebstuhl rnannig- bereitung sehr gesucht, für Aepfel ist noch keine faltiger und komplizierter. Die Maschine vermag Nachfrage. - Unser mit einen Kostenaufwand in der Stunde 2,50 Meter Leinen anzufertigen, von etwa 8000 Mark in diesem Sommer erbaute« während der Handweber, der naturgemäß auch elektrisches P u m p werk, das den in Muster in verschiedenen Farben in das Tuch zu trockenen Sommern vorkommenden Mangel in un- toeben vermag, oft nur 2,50 Meter ani Tage her- f«er Wasserleitung beheben soll, brauchte diesen stellen kann. Die Arbeit des Handwebers ist, wie Sommer noch nicht in Tätigkeit zu treten.
man sich durch Augenschein überzeugen kann, nicht ürpiä 'Kithitinen
leicht. Mit Händen und Füßen, nicht weniger aber I , , „ ö ’
auch mit dem Kopf, muh er zu gleicher Zeit ar- + Ibenhain 30. Sept. Der neugewahkte beiten. Während die Hände das Schiffchen mit Bürgermeister Hch- Dilmeter wurde gestern den farbigen Fäden hin und her werfen, schalten durch.Kreisdirekt Dr. ® a 6 n e r im Beisein der die Füße die verschiedenen Kämme, aus deren un- Mitglieder des Gememderats verpflichtet und tn terschiedlicher Stellung sich das Muster ergibt. I ’cin -"wt elngefuhrt. -
Während so das Schiffchen mit großer Geschwin- Kreis Schotten.
-USt n , r h , H t>ro Stück etwa 20 Mark bezahlt; ältere Tiere hör biL PoVnäimrkosteten mehr. Es verblieb Ueberstand. — Gestern or vormittag erlegte in den hiesigen gräflichen Wal- wSä“ SFSSS WB SSiSSSB» LWKLWsW-L nc?.% r J m JA ST« ♦ n trieb des Altersheimszu übernehmen. Somit
h nC ?>itÄnrn,htilßiLhlnUiit»rt C— tst die Möglichkeit geschaffen, eine weitere Anzahl
unVtoreiBt - am S«i®gÜein; Tetfammhlng a6 ”°L^rflnbncrn t>ei billi9cn auf,u.
die als überparteilicher Auftakt zu der bevor- 1 n
stehenden Landtagswahl gedacht war. Frau Dr. I preutzen.
phil. Magnus-v. Hausen behandelte das Thema I
„Frau und Politik im Wechsel der Zelt". Die I MtCt« Wetzlar.
Rednerin hat eingehende Studien über die ®e- ch Gleiberg, 29.Sept. Der 3 0. Septem- schichte der Frauenbewegung gemacht und gab ber 1721 — also vor 210 Jahren — war ein einleitend einen interessanten Abriß ihrer Ent- schwarzerTag in ber Geschichte unseres Dor- Wicklung. Sie betonte vor allein, wie bedauerlich fes. Cs brach eine Feuersbrunst aus, die fast es sei, daß der bürgerliche Teil der führenden den halben Ort heimsuchte. Richt weniger als 30 Frauen stets die kulturellen Aufgaben über die Gebäude brannten nieder, darunter politischen gestellt habe. Die Forderung des manches alte Durgmannenhaus. Die Bewohner Frauenstimmrechtes sei zuerst, von, der radikalen | waren nicht imstande, dem Brande Einhalt äu tun, da es an Wasser mangelte. Acht Jahre später, am 9. September 1729, schlug der Blitz in ein HauS, zündete und legte abermals zehn Häuser in Asche.
> W ißmar, 30. Sept. Auf der Fahrt zur Arbeitslosenmeldestelle in Krofdorf verunglückten zwei Arbeitslose aus Salzböden mit ihrem Motorrad, als sie auf der Straße Ruttershausen—Wißmar am Teufelsberg vorschriftsmäßig ein Fuhrwerk Überholen wollten. Dabei scheute eine Kuh und brachte die Motorradfahrer zum Stur). Der Beifahrer wurde so erheblich verletzt, daß er in die Klinik verbracht werden mußte. Der Besitzer des Fuhrperks ist nicht in der Haftpflichtversicherung. — Durch Obst verkauf erzielte in diesem Jahre die Gemeinde eine Bareinnah nie von 800 Mark.


