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Das neue Kreisa-reß-uch

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4 Bände. Nach auswärts kamen 2 Bände.

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und Syndikus Röhr über die Industrie- und Handelskammer Stehen, die Betriebe der Stadt Sieben unter Beifügung umfangreicher und wert­voller Zahlen angaben, ferner über daS Siebener Stadtthcat«. Der AbschnittVerkehr#- to c f en enthält alles Wichtige auf diesem viel­seitigen S«biete, angefangen vom Kr af tbro Achten - tarif und den Gebührenordnungen der Gcpäck- träger und Dienslmünner. bis zu den vielfältigen Zweigen der Reichspost und der Reichsbahn, samt der Biebertalbahn und der ButzbachLich« Eisenbahn. Unter .SanitätS-, Vc te rinä r- und WvhlfahrtSwefen, Jugendfür­sorge wird zunächst daS SanitatSwesen in allen feilen Zweigen behandelt, dabei auch ein voll ständiges Verzeichnis der A«zte und Tier­ärzte in Stadt uno KreiS Sieben gegeben, ferner werden alle übrigen sanitären Zweige im Kreise Sieben und in Sieben-Stadt behandelt; gleiches ist der Fall bei .WohlsahrtSwesen unb Jugend­fürsorge. 3m Abschnitt .Versicherungs­wesen" werden die Sebiete der Ange stell ten- vcrficherung, der Krankenv«slch«ung. der In­validen- und Hinterbliebenenversicherung, sowie der Arbeitsvermittlung- und ArbeitSlosenv«- sicherung in den wichtigsten Teilen dem Besitzer des Adreßbuches zugänglich gemacht. Unter der Rubrik .Feuerlöschwesen find sehr wis­senswerte Angaben über den Feuerschuhdienst, die Siebener Feuerwehren und bemerkenswerte Ratschläge über das Verhalten bei Bränden verzeichnet. Die nachfolgende Abteilung .Aus­züge auS polizeilichen und städti­schen Verordnungen bringt eine Fülle von wichtigen und aufschlubreichen Angaben auf allen Gebieten deS täglichen Geben#. Beachtens­wert sind weiter .Auszüge auS militäri­schen Bestimmungen", die in diesem Werke allen Kreisen der Bevölkerung zur Beachtung empfohlen werden.

DaS Adrebbuch enthält weiterhin ein erschöp­fendes Verzeichnis der Behörden, der Universi­tät. Schulen, Kirchen, Religionsgemeinden, son­stigen Anstalten, Einrichtungen und dergleichen, der Konsulate, Sachverständigen, Bücherrevisoren, Verbände, Innungen, Vereine und Kassen. Daran anschließend folgt ein alphabetische# Hinwohner­und Firmenverzeichni# der Stadt Sieben, ein Verzeichnis der Straßen und Häuser in Sieben, ein Handels- und GewerbeverzeichnlS von Sieben, anschliebend da- HinwohnerverzeichniS sämtlicher Orte im Landkreise Sieben. Sin bis auf die neueste Zeit bearbeiteter Siebener Stadtplan, ein Stadttheaterplan und ein vielseitiger An­zeigenteil geben dem grobstädtisch angelegten Rachschlagewerk eine weitere Bereicherung, die seinem Besitzer In vielerlei Hinsicht zum Vorteil gereichen wird.

Gute Duchdruckarbeit und gediegener Hinband f.eichnen das Buch in gleicher Welse aus, wie eine Vorgänger. Trotz aller Vorzüge auf geisti­gem und technischem Gebiete ist der Preis für dieses unentbehrliche Handbuch der Gegenwart so bescheiden angesetzt, daß er durchaus im Ein­klang steht mit den gegenwärtigen Zeltverhält­nissen.

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Aus der Provinzialhauptfiadi.

Stehen, den 1. September 193L

Grun-steuervergünstigungen in Hessen

Da# Hessische Finanzministerium hat den Bür­germeistereien eine Verordnung zugehen lassen, wonach alle nach dem 1. April bezugsfertigen Wohngebäude bi# Ende 1931 von der Grund steuer befreit sind. Diese Vergünsti­gung wird derart au-gedehnt, daß über fünf Jahre hinaus für da# 6., 7. und 8. Jahr noch Freistel­lung von der staatlichen Grundsteuer und für da# 9 und 10. Jahr Ermäßigung um die Hälfte statt­findet. Soweit bisher für vor dem 1. April 1931 bezugsfertig gewordene Wohnhäuser Grundsteuer, freibeit bewilligt worden ist, soll die Bewilligung für weitere fünf Jahre von Amt# wegen verfügt werden, etwa eingezahlte Beträge sind zu er­statten.

Der Finanzminister regt durch die KreiSämter die Gemeinderäte an, für alle vor dem 1. Avril bezug-fertig gewordenen Wohngebäude die gleiche Steuervergünstigung auch für diekom - munale Debäudesteuer zu beschließen. Für Wohngebäude, die in der Zeit vom 1. April 1931 bi# 21. Rlärz 1934 bezugSsertlg werden, tritt eine Befreiung von der Grundsteuer von Gesetze# wegen ein. Bei der derzeitigen gesetzlichen Regelung der Erhebung der Krei#- und Provinzialumlagen kann eine Gewährung der vorstehenden Vergünstigung hinsichtlich der Krei#- und Provinzialumlagen in einer Gemeinde erst dann In Frage kommen, wenn die Gemeindevertretung einen entsprechenden Be­schluß gefaßt hat.

Nehlar-ien bei der Reichsbahn.

Auf Einladung der Reichsbahn fand dieser läge In Frankfurt a. M. eine Besorechung zwischen Ver­tretern der Reichsbahn, der Wirtschaft und der reisen­den Kaufleute im Bereich der Reichsbahndirektionen Frankfurt a.M. und Mainz über die Ein­führung von Netzkarten statt..Neben den eigentlichen Netzkarten für die größeren^zusammen- hängenden Wirtschaftsgebiete von etwa 6000 Kilo- Meter Benutzungsmoglichkeit sollen noch Bezirks- karten für kleinere Wirtschaftsgebiete (etwa 1000 Kilometer) eingeführt werden. Hinsichtlich des Preise» der großen Netzkarte (cs find etwa 100 RM. vor­gesehen), wie auch hinsichtlich der Denutzungsmög- lichkeit (fein Zuschlag sür O-Züge) wurde allgemeines Einverständnis erreicht. Bedenkssn wurden lediglich wegen der Bezirkskarten laut Der vorgesehene Preis von 50 RM. wurde als zu hoch bezeichnet; außerdem wurden Bedenken dagegen erhoben, daß ein Unter- schied zwischen Personen, und Eilzügen gemacht wer- den soll, da an Hand von Beispielen gezeigt wurde, daß bamit der Zweck der Dezirkskarte hinfällig würde.

Taten für Dienstag I.DePtember.

1854: der Komponist Engelbert Humperdinck in Siegburg geboren; 1870: Schlacht bei Sedan.

Wietzener Wochcnmarktpreise.

E# kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt das Pfund: Butter 140 bi# 150; Matte 30 bi# 35; Käse (10 Stück) 60 bi# 140; Wirsing 8 bis 10; Weißkraut 8 bis 10; Rotkraut 10 bis 12; gelbe Rüben 8 bl# 10; rote Rüben 10 bl# 12; Spinat 20 bi# 25; Römisch kohl 8 bis 10; Dohnen 15 bi# 25; Unter-Kohlrabi 5 bi# 6; Tomaten 15 bi# 20; Zwiebeln 10 bi# 12; Kürbis 5 bis 6; Pilze 20 bis 25; Kartoffeln 3,5 bi# 4; Frühäpfel 10 bi# 15; Falläpfel 4 bis 5; Dirnen 10 bi« 20; Dörrobst 30 bi# 35; Pfirsiche 40 bis 60; Preihel- bceten 35 bi# 40; Brombeeren 30 bi« 35; ZWet­schen 15 bis 20; Mirabellen 40 bi« 45; Reine» klauden 10 bi# 15; Honig 40 bl« 50; junge Hähne 90 bi« 110; Suppenhühner 90 bi« 100; Rüsse 60 bi« 80; da« Stück: Tauben 50 bi« 70; Eier 9 bis 10; Blumenkohl 30 bis 70; Salat 5 bl« 10; Salatgurken 10 bi« 20; Elnmachgurken 2 bi« 4; Endivien 10 bi« 15; Ober-Kohlrabi 8 bi« 10; Lauch 5 bi« 10; Rettich 10 bis 15; Sellerie 10 bis 40; da« Bund: Radieschen 10 bi« 15 Pfennig; der Zentner: Kartoffeln 3 bi« 3,50 Mark.

Bornotizcn.

TaaeskalenderfürDlenstag. Bauer, scher Gesangverein: Zusammenkunft bei Mitglied Gissel,Stadt Lich". Lichtspielhaus, Bahnhof- strahe: ,Lhre Hoheit befiehlt",

Au« dem Stadttheaterbureau wird un# geschrieben: Die Gastspiele auswärtiger Bühnenkünstler der Sommerspielzeit 1931 sind be­endet. Al# nächste Aufführung der Sommerfpiel- Äeit gelangt al# erste« Werk mit eigenem Ensemble da« meistgespielte BühnenstückAlt-Heidel- b e r g" von Meyer-Förster in völlig neuer In­szenierung zur Darstellung. DaS Schauspiel ge­langt am Sonntag, 6. September. alS 10. Vorstel­lung de« Sommerabonnement« erstmalig zur Auf­führung. Gewöhnliche Sommerpreife. Vorverkauf ab Freitag. Beginn 19 ilfor, Ende gegen 22 Xlbr.

Theaterabend der NSDAP. Die Na- tionalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei tritt am morgigen Mittwoch, 20 Uhr. im Cafe Leib mit einer Theateraufführung an die Oeffentlichkeit. Es handelt sich um ein Gastspiel der Deutschen Nationalsoziali­stischen Bühne Rhein-Main (Wiesbadens, die ein Spiel von Dr. Goebbels,Der Wanderer" be­titelt, zur Aufführung bringen wird. Ausgehend von der Verkörperung der Geschehnisse so schreibt man uns im Spiel ernsthafter Schauspielkunst enthüllt der Dichter das Mysterium der bis In das Innerste erschütterten Volksseele. Der Zuhörer erlebt Einzel- schicksale, Dolksschicksal und Schicksale von Genera­tionen. (Wir verweisen auf die heutige Anzeige.)

Srieffaflen der Redaktion.

B. 4234. Ob Hessen bei der preußischen Schutz­polizei eingestellt werden, ist hier nicht mit Be­stimmtheit bekannt. Wenden Sie sich an da» Kom­mando der Schutzpolizei in Frankfurt a. M, wo Ihnen Ankunft erteilt wird.

Kirchliche Nachrichten.

katholische Gemeinden.

Mittwoch, den 2. September.

Hungen. 6.30 Uhr: Messe.

Donnerstag, den 8. September.

Gießen. 17.30 Uhr: Beichtgelegenheit.

Freitag, den 4. September.

Gießen. 6.30 Uhr: Segensmesse. Lich. 6.15 Uhrtz Segensmesse.

(Straffammer Gießen.

S i e b e n, 28. Aug. Zwei Arbeiter hatten Snbe 1928 Antrag auf Gewährung von Arbcitslosen- unterstüyung gestellt und Mete auch in der Folge bezogen. Sie hatten Arbeitsbescheinigungen eine# inzwischen verstorbenen Mauvermeisters au# dem Vogelsberg vorgelegt, wonach sie ununterbrochen 26 Wochen bei ihm gearbeitet hätten. Die Rach- vrüfung durch das Arbeitsamt ergab, daß dies» Angaben objektiv falsch waren. Wegen Betrugs angeklagt, wurden die Angeklagten von dem Amtsgericht Alsfeld mangel« ausreichenden Ver­dacht« freigesprochen. Die Berufungen bei Staatsanwaltschaft waren ohne Erfolg. Es ergab sich, daß die Angeklagten auch bei anderen Ar­beitgebern in der fraglichen Zeit noch beschäftigt gewesen waren, so daß sie bei den besonderen Umständen de# Fragefalls mindestens sich füi unterstützungsberechtigt halten konnten.

Ein Kraftfahrer war Mitte April d. I. von Friedberg nach Frankfurt zu gefahren. Als ein ihm entgegenkommendes Auto trotz seiner Blink­zeichen nicht abblendete, fuhr er mit etwa 20 bi« 25 Kilometer Geschwindigkeit weit«, obwohl er die Fahrbahn nicht übersehen konnte. So suhl er einen vor ihm fahrenden Radler an. Vom Amtsgericht Friedberg aus rechtlichen Erwägun- Scn freigesprochen, wurde er heute zu 5 0 Mark > eldstrase verurteilt. Unter den gegebenen Umständen wäre e# feine Pflicht gewesen, zu halten.

Das Amtsgericht Butzbach hatte einen Kraft­fahrer wegen Körperverletzung zweier Landwirt« zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Die Deweis- aufnähme vor der Strafkammer «gab, daß der stark angetrunkene Angeklagte von den Qkrlefctcn und einem Freunde derselben nachts auf dem Heimweg von einem Rachbardorf in recht er­heblicher Weife gehäufelt und sicherlich auch ge­schlagen und getreten worden war, so daß er in berechtigter oder mindesten# vermeintlich er­laubter Abwehr mit einem kleinen Taschenmessei sich gegen die drei zur Wehr setzte. Die Straf- farnm« sprach ihn deshalb frei.

Gin Kaufmann von Büdingen war zu einer kleinen Geldstrafe verurteilt worden, weil et eine beschlagnahmte Wohnung ohne ZuweisunmS- befchluß vermietet hatte. Auf Grund ber Er­mittelungen nahm die Strafkammer an, baß es sich hier um einen Reubau handele, ber nicht bet Wohnungszwangsbewirtschaftung unterliege, und sprach deshalb aus RechtS^ninden ben Kaufmann frei.

' Finanz am tspersonalie. Der Vor­steher des Finanzamts Srünb«g, Regierungsrat August Klingelhöffep, wurde auf fein Rachsuchen in den Ruhestand versetzt.

Forstperfonalien. Auf sein Rach­suchen tritt der Forstrat Ferdinand Günther zu Duhbach mit Wirkung vom 1. Oktober an in den Ruhestand. Auf Grund de« Altersgrenze- gcsctzeS ist fern« der Först« Otto Klö# zu Ober-WIdderSheim vom 1. Oktober ab in den Ruhestand versetzt worden.

"KeineleichtfertlgenSchwatzereien! Seit einiger Zeit hört man in der Stadt Gerüchte über hiesige Finnen, die nach den Behauptungen der tuschelnden Gerüchtemacher angeblich in geschäft­lichen Schwierigkeiten stehen sollen, unb deren Ende bald AU erwarten sei. Von den Verbreitern dieser Schwatzereien wird anscheinend gar nicht bedacht, daß ihr Gerede geschäftsschädigend ist und die be­troffenen Geschäftsinhaber zu Schaoenersatzforde- runaen berechtigt. Wie uns aus den Kreisen der Gießener Geschäftswelt mitgeteilt wird, sind jene Er- Zahlungen durchaus unbegründet. Die be­troffenen Geschäftsleute wollen sich künftig diese schädigenden Schwätzereien nicht mehr gefallen lassen unb iebermann gerichtlich zur Verantwortung ziehen, ben sie als Urheber ober Verbreiter ber uiyutreffen- ben Gerüchte fassen können. Leichtfertige Schwätzer, deren Verantwortlichkeitsgefühl nicht von selbst zur Zurückhaltung mahnt, seien also gewarnt!

Der Todesfall In Leihgestern auf- Geklärt. Die Landeskriminalpolizei Gießen ist [eit eute früh im Besitze des Revolvers, aus dem der zehn Jahre alte Hans Drücket von Leihgestern den tödlichen Schuß in den Kopf erhielt. Die Schuß­waffe wurde von Angehörigen ber Estern bes Kinbes ber Polizei zugestellt. Die Waffe soll sich in einem Versteck befunben Haden, wohin sie in ber ersten Aufregung über ben Vorfall gelegt worben war. Damit finbet bie Annahme, baß ber bebauernsroerte Junge mit ber Waffe gespielt unb hierbei ben Tob gefunben hat, ihre Bestätigung, ba etwas anberes nicht in Betracht kommt.

" D i e n ft j u b i l ä u m. He« HeinrlchLoh, Goethestrahc. feiert heute, 1. September, fein 25. Dienstjubiläum bei der Firma 6. Leih-Wetzlar.

Mieterjubiläum. Am 1. September find e« 30 Jahre, daß Frau Lina Z u I a u f Witwe, eine alte Siehenerin, im Hause Moltke- strahe 28 wohnhaft ist.

* Wildgänse auf dem Zug nach dem Süden. Gestern morgen wurden über dem Allen Friedhof ein paar Wildgänse gesichtet, die, von Norden kommend, in südlicher Richtung verschwan­den. Die Tiere flogen unter lautem Geschrei in geringer Höhe, das zweite Tier folgte dem ersten in etwa 100 Meter Abstand. Die Beobachtung von Wildgänsen auf ihrem Flug nach dem Süden ist zur jetzigen Zeit (Ende August) eine große Seltenheit und kann wohl mit als das Zeichen eines frühen

Gießen", von Bürgermeister Dr. jur. Ernst Selb in Gießen;Was der Laie vom Grundbuch wissen soll", ein Wegweis« von AmtSgerichtSrat Franz S r o # in Gießen.

In ein« Abteilung .Kulturelle# wird berichtet über die Lage und Ausdehnung der Stadt Gießen, üb« die Sieben« Bevölkerungs­statistik, über den Besuch ber Gießener Unter» richtsanstalten, über Stiftungen der Stadt Gießen, den Gießen« Lesehallenverein und die Landes» universität. Ein Kapitel .Wirtschaftliche Bedeutung von Stadt und Krei# Gießen" berichtet im Anschluß an die vor­genannten Aussätze von Syndikus Dr. Zeidl«

Don ber Landesunioersität. Der neue Rektor unserer Universität Professor Dr. Dan- selow hat heute die Amtsgeschäste übernommen.

Aus städtischen Dien ft en entlassen. 3m Zusammenhang mit den Unredlichkeiten bei der Etadtoerwaltuna, über die in den letzten Tagen be­richtet wurde, ist nach der seinerzeitigen sofortigen Entlastung des einen Beschuldigten (eines Beamten­onwärters), die sogleich nach Aufdeckung seiner Taten erfolgte, nunmehr auch gegen den anderen Täter, der Beamter ist und sofort vom Dienst suspendiert worden war, die Entfernung aus dem Amt in die Dege geleitet worden. Nach den gesetzlichen Bestim­mungen ist im letzteren Falle eine dreimonatige Kündigungsfrist einzuhallen, jedoch wird während dieser Zeit kein Gehalt gezahlt.

** Der Schiedsspruch für bie Metall­industrie in Oberhessen-Lahngau, ber am 26. August vom Schlichtungsausschuß für Ober- Hessen gefallt wurde und eine Ermäßigung ber bpitzenlöhne von 74 Pf. auf 71 Pf. brachte, ist von der Arbeitnehmerseite angenommen worben. Die Arbeitnehmer haben zugleich ben Antrag gestellt, den Schiebsspruch für verdinblich zu erklären. Don den Arbeitgebern ist ber Schiebsspruch bekanntlich abgelehnt worben.

D« Oberhessische Abrehbuchverlag Brühlfche U n i v e r f i t L t #-B u ch - unb Steinbruckerel A. Lange In Gießen bat in den letzten Tagen ba« Adreßbuch ber Stabt unb de« Kreise« Stehen 1931 herauSgebracht. ES ist ba« dritte Mal in einem Zeiträume von fünf Jahren, dah diese# bedeut­same Rachschlagewerk in erweitert« unb nach jed« Richtung hin erfchöpfenber Ausgestaltung b« Oeffentlichkeit übergeben wirb. Gegenüber ben früheren Ausgaben in ben Jahren 1927 unb 1929 weist ba# neue Adrehbuchwerk eine Erwei­terung de# Inhalte# auf. woburch cs weit über ben Rahmen d« Personen- unb WohnungS- verzeichnisse hinau# zu einem wichtigen Rach­schlagewerk auf geschichtlichem, wirtschaftlichem, sozialem, kulturellem. verkehr#technlschem unb öf­fentlich-rechtlichem Gebiet geworden ifL

Au# dem allgemein unte«lchtenden Teile diese« Spitzenwerkes im KreiSadrehbuchwcsen seien hier folgende Veröffentlichungen hervorgehoben:Alte Siebener Flurnamen', von Prof. Dr. S b e l, Stehen;Da# Historische Sieben", von Pros. Dr. Ebel, Sichen;Kurze Chronik der Stadt Sichen, zusammenaestellt von Pros. Dr. Ebel, Stehen; Die Museen unb Galerien von Sichen, von Museumsdirektor Prof. Dr. Helmke;Siebener Dau- unb Kunstdenkmälcr", von Christ. Rauch, Sieben;Erinnerungstafeln unb Inschriften an Siebener Häusern unb Denkmälern, von Mu- seum-assistent stuck, phil. HanS Szczech;Wirt­schaft uno Verkehr in der Stadt und im Kreise Sieben", von HandelSkammersyndtku« Dr. Zeid­ler, Sieben;Handwerk unb Sewerbe in Stabt unb Krei« Sieben, von Syndikus Rudolf Röhr, Sieben;Die Betriebe H« Stadt Sieben: 1. Elek­trizitätswerk und Strahenbahn, von Bürgermeister Dr. Selb, Sieben; 2. GaS- unb Wasserwerk. DolkSbad, von Bürgermeister Dr.-Ing. Ernst Hamm, Sieben;Waldungen unb Waldwirt­schaft im Kreise Sieben, von Oberforstmeister Dr. Schüz, Sieben;Die Landwirtschaft im Kreise Sieben", von Oekonomierat Dr. Wag­ner, Sieben;Die Bodenschätze deS Kreise# Sieben, von Prof. Dr. Harrassowitz, Sie­ben;Devölk«ung und Wirtschaft in Stadt unb Krei# Sieben nach der amtlichen Statistik", von Direktor Dr. E. Lind, Darmstadt;Da# Sc» sundheitSwesen in Stadt und Krei« Sieben, mitgeteilt vom KreiSgesundheitSamt Sieben; ..Da« Deterinärwesen in Stadt und Kreis Sieben, von Oberveterinärrat Dr. Dr. I. R o b k o p f,

Winters angesehen werden.

Ocffentliche Bücherhalle. Im August wurden 1481 Bände ausgeliehen. Davon kommen auf: Erzählende Literatur 1080, Zeitschriften 10, Iu- gendschristen 69, Gedichte und Dramen 6, Literatur- ge chichte 4, Länder- und Völkerkunde 106, Kultur- ge chichte 4, Geschichte und Biographien 107, Kunst- ge chichte 6, Naturwissenschaft und Technologie 37, Heer, und Seewesen 1, Haus- und Landwirtschaft 1, Gesundheitslehre 8, Religion unb Philosophie 11, Staatswissenschaft 21, Sport 4. Fremdsprachliches 6

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