Aus der Prvvinzialhaupifiodt
Dießen, den 1. August 1931.
Schwalben über der Stadt...
G» find die kleinen Geschenke, die un- wahrhaft erfreuen — nein, innerlich glücklich machen. Die fleinen Geschenke, di« häufigen und al» solch« kaum noch beachteten, die den Alltag versonnen und den kleinen, zarten Anstoß -um Weiter- schaffen geben, wenn einmal wieder die Wut» losiakeit kommt und da» Wgleiien in stumvfe Resignation. Kleine Geschenke, wie sie oft da» Leben oder di« Ratur un» liebenswürdig-verschwenderisch in den Schoß wirft — man muh sie nur sehen und ihre glückhafte Bedeutung begreifen. Lieber die Großstadt ist viel geredet und viel gezetert worden. Sehr oft mit Recht Räm- lich dann, wenn der Gtadtmensch zum einseitigen Begriff geworden ist und nicht mehr daran denken kann, daß e» draußen, gar nicht foweit vom Jagen der Vteinstraßen und dem Brüllen der Hupen, weite, leuchtende Kornfelder gibt, in denen der Mohn flammend glüht und der warme Svmmerwind zärtlich wühlt
Wenn der Mensch die Beziehung zu dem verliert, wa» Ursprüngliche» ist und an sich Kraft zur Schönheit und zur selbstverständlichen Gröhe oat — denn da» ist Ratur —. dann wird er seelisch sehr arm und verwechselt den Erfolg der Oberfläche mit dem tieferen Sinn' seine» Sein».
Für ihn und deshalb schwingen sich Schwalben über der Stadt, jubelnd« Künder uralter Lebensfreude und schwereloser Lösung von dumpfer Grdgehundenheit. In ihrem schwebenden Schwung überwindet sich di« Ratur selbst mit ihrer körperlichen Begrenzuna ruhender Materie. Allen Gesetzen der Schwerkraft zum Hohn jagen die schlanken Segler de» Svmmerwind» um die steinernen Türme, die geduckten Dächer, Symbol de» Jen- seitsstrebenS alle» Bergänglichen, Verkörperung aller seelischen Sehnsüchte. Mittlern gleich zwischen Mensch und Unendlichkeit. Sie sind Geschenke der ursprünglichen Allnatur und Geschöpfe einer heroischen Laune, eigen» zu dem Zweck in die durchsichtige Bläue deS Himmel» geworsen, unfern technischen Größenwahn zu verspotten und in der Unerhörtheit schwebender Kurven, in der Eleganz ihrer Sicherheit stürmenden Fluge» die Unvollkommenheit der Maschine zu. verewigen. Jede ihrer Bewegungen, jede kleinste Phase ihre» leuchtenden Schwünge» ist schön und Überzeugend in ihrer Selbstverständlichkeit ...
Ihr harter Schrei gellt in die vsfenen Fenster, e» ist gut und von Wert, ihm nachzulauschen und seine Sprache ewiger Ruhelosigkeit zu verstehen In diesem Schrei liegt Wildheit und Fernensehnsucht. Kampfruf de» nie verharrenden und Unermüdlichen, in ihm liegt unersättlicher Drang nach Sommer und Sonne und Lebens- hunger ohnegleichen ...
Richt» Schönere» gibt e» al» den Flug der Schwalben über dem Abend der Stadt. Geschenk ist e». kleine» Geschenk, verschwenderisch hinge- worsen in den Alltag der Maschinen und Kontore. DaseinSbejahung und Unendlichkeit»glmlbe in ein». Schwalben sind wie Seelen werkmüder Menschen, sehnsüchtige Seelen, die ihre Schwingen in den abendblassen Rand des Himmel» tauchen.
v.M.
Zuschläge für Sieuerrückstände.
Don der Stadtverwaltung wird un» geschrieben: Bekanntlich lind nach der Verordnung de» Herrn Reichspräsidenten vom 20. Juli 1931 für vor dem 1. August 1931 fällig gewordene oder fällig werdende Zahlungen, die nicht bi» zum Ablauf de» 31. Juli 1931 entrichtet werden, für jeden auf den Monat Juli 1931 folgenden angesanqenen halben Monat Zuschläge in Höhe von 5 v. H. de» Rückstände» zu bezahlen. Durch Verfügung de» hessischen Finanzministers sind die Bestimmungen Uber die Derzugs-uschläge kurzer Hand auch auf die Steuern des Lande» und der Gemeinden zu übernehmen. Da jedoch durch die etwas verspätete Au-gabe der Steuerbescheide über die endgültigen kommunalen Steuern für 1930 und diejenigen für 1931 die beiden ersten Ziele bis zum 25. Juli 1931 fällig waren, so können unter Berücksichtigung der bestehenden Schonfrist noch bis zum 5. August 1931 diese beiden ersten Ziele ohne Zuschläge bezahlt werden. Dom 6. August 1931 ab müssen jedoch Verzugszuschläge in Anrechnung gebracht werden.
Soweit nicht nach der Verordnung Verzugszuschläge erhoben werden, sind, wenn eine nach den Steuergesetzen an den Steuergläubiger (Reich Länder, Gemeinden oder Gemeindeverbände) zu leistende Zahlung nicht rechtzeitig entrichtet wird, von der Fälligkeit an Verzugszinsen 2v. H. monatlich zu entrichten.
Keine Faltunerung in Goldmarl oder Valuta.
Don der Industrie- und Handelskammer Gießen wird un, geschrieben:
Angesichts der gegenwärtigen unübersichtlichen Wirtschaftslage ist man vereinzelt im Geschäftsverkehr zu einer Fakturierung in Goldmork oder In Auslandwahrung übergegangen. Diese Maßnahme ist dazu geeignet, Unruhe und Derroirrung in die Wirtschaft zu tragen, denn der Rechnungsempfänger, der auf feinen Rechnungen nunmehr die Klausel findet, wird selbstverständlich in seinem Vertrauen zur Währung schwer erschüttert. Aus diesem Grunde hat auch der Rcichsverband der deutschen Industrie in seiner außerordentlichen Sitzung vom 29. Iuli beschlossen, die ihm angeschlossenen Wirtschaftsoerbände vor Mn- wendung der Goldmark- oder Devisenklausel eindringlichst zu warnen.
Merkblatt für Konkursgläubiger.
Der Steuersyndikus und Leiter der Steuer- beratungsstelle der Industrie- und Handelskammer Gießen. Hermann Will, veröffentlicht in feinem neuesten Rundschreiben über Aktuelle Steuerfragen ein Merkblatt für Konkursgläubiger. daS t*cr OberlandesgerichtSprüsident von Düsseldorf herauSgegeben hat und allgemeines Interesse beanspruchen darf. Das Merkblatt enthält folgende Richtlinien:
1 Die Anmeldung einer Forderung ist an das Amtsgericht, Abteilung für Konkurssachen, schriftlich zu richten oder zu Protokoll der Geschäftsstelle zu erklären. Bei schriftlicher Anmeldung empfiehlt sich die gleichzeitige tiebersendung einer Abschrift der Anmeldung an den Konkursverwalter. Die Anmeldung hat nach § 139 der Konkurs- vrdnung zu enthalten:
a) den bestimmten Betrag der Forderung in Aeichswährung (bei nicht feststehender Höhe des
Oie neue Giaöipost.
Inbetriebnahme am Montag, 3. August.
Seit längerer Zeit wurden die Verhältnisse in der Stadtpost an der Schulstrahe al» unzureichend, al» wenig zeitgemäß und zum Teil auch al» unzweckmäßig empfunden. 5Xe Post entschloß sich deshalb zu einer Aenderung. die nicht nur von den Beamten, sondern in der Hauptsache vom Publikum sehr angenehm empfunden werden wird. Zwar hat die neue Stadtpoft nicht den Vorzug jener unmittelbar zentralen Lage, die Vorzüge, die sich jedoch in anderer Hinsicht durch die voll- zogene Umsiedlung ergeben, wiegen diesen Rachteil bei weitem aui. Die neue Stadtpost wurde im ehemaligen 6af£ Ernst Ludwig untergebracht, da» dem neuen Zweck entsprechend umgestaltet wurde. Der Hauptzugang befindet sich an der Reuen Däue.
Der: Hauptwert hat man bei der Einrichtung der neuen Poststelle auf die Au-stattuna de» Schalterraumes, als den wesentlichsten Teil de» Postamte», gelegt. Der Schalterraum weiht Vorzüge auf, die seinem Vorgänger so sehr fehlten:
viel Licht, viel Luft und Geräumigkeit.
sind ihm zu eigen. DaS Gedränge, das zuweilen in der Stadtpost herrschte, dürfte in diesem neuen Raume kaum mehr in Erscheinung treten, der Verkehr wird sich reibungslos abwcckeln können.
Der Schalterraum ist mit sieben modernen Schalteranlagen versehen. Die Beamten sind durch den Fortfall von Glasschuhscheiben und Verschalungen. di« die Verständigung oft sehr behinderten, in engeren Kontakt mit dem Publikum gebracht. Der Raum ist in freundlichem, hellen Gelb gehalten, das in einem harmonischen Gegensatz zu dem dunkelgebeizten Holz der Einrichtungen steht. Moden« einfache Beleuchtungskörper unterstützen den sachlichen Charakter des Raume». Drei Schreibpulte, zwei Telephvnzellen und der selbstverständliche Drieskasten stehen dem Publikum zur Verfügung. Im Schaltervorraum ist die Schliehfachanlage untergebracht worden, die an dieser Stelle leicht zugänglich ist. Der Schliehsachschrank wurde auS der alten Post übernommen, so daß in der Einteilung der Fächer keinerlei Veränderung eingetreten ist. Ein kleiner Teil der Schließfächer ist direkt von außen zugänglich. Reben dem Haupteingang unterhalb de» ladenartigen Schaufenster» haben drei Automaten
Platz gefunden, denen 15-Pfennig- und 8 Pfennigmarken, sowie auch 8-Pfenmg-Postkarten entnommen werden können. Der Briefkasten wird, da stch ein günftiger Platz nicht finden lieh, an der Frontseite der Mauer, di« den Vorgarten umschließt, angebracht werden.
Jür den paketoerkehr steht ein besonderer Raum zur Derfügung,
zu dem sich der Eingang am Reuenweg befindet. Die Paketaufgabe, die bisher in der alten Post im Schalterraum erledigt werden muhte, ist dadurch vom allgemeinen Schalterverkehr getrennt. Auch diese Aenderung wird das Publikum sehr angenehm empfinden. Der Abtransport der Pakete nach der Hauptpost und der Dahn geschieht von der Trillergasse au».
Die Einrichtung der neuen Räume geschah unter der Maßgabe der größten Sparsamkeit. Für die Umbau- und Ausstattungsarbeiten waren fast durchweg hiesige Handwerker herangezogen worden. Das neue Stadtpostamt in seiner Gesamtheit macht einen sehr guten Eindruck. Man ging mit viel Geschmack zu Werke. SS ist erfreulich, daß die Post die Initiative ergriffen hat und diese längst fällige Tteuening nunmehr im eigenen und im allgemeinen Interesse durchführte. Die Reueinrichtung wird von der Gießener Bevölkerung, sicherlich begrüßt werden. Am kommenden Montag kann das neue Postamt in Betrieb genommen werden. Die Schließfachschalter stehen bereits am Sonntagvormittag zur Verfügung.
Am Umbau der Stadtpoft waren folgende Firmen beteiligt: Die eigentlichen architektonischen Umbauarbeiten wurden durch die Firma Martin Abermann (Hoch-. Tief- und Gisen- betonbau AD ) ausgeführt. Die Tischlerarbeiten übernahm Balthasar R u h n, Lollar, die Schlosier- arbeiten Wilhelm Ziegenhain Rachf. (Inhaber Karl Zeller), die elektrische Installation Rudolf R ö d i g c r. die übrige Installation Dg. D a h m e r. die Malerarbeiten wurden von Malerund Weißbindermeister Ernst Petri und die verschiedenen Schilder ur-h Rek'amc'childer wurden durch Karl Ludwig Leib ausgeführt.
Betrag», z. B. bei Schadenersahensprüchen: Angabe eine» geschätzten Pauschalbetrages, der später ermäßigt werden kann: bei mehreren Forderungen Angabe der Ginzelbeträge),
b) den Grund der Forderung (z. B. Kauf, Darlehn, Miete, Lohn usw.),
c) das für die Forderung beanspruchte Vorrecht (x. B. für Forderungen aus Dienstvertrag — Lohn, Gehalt, sonstige Dienstbezüge — der Personen, die Im Geschäft oder Haushalt de» Schuldners tätig sind oder waren: Forderungen der Aerzte, Apotheker, Hebammen, Krankenpfleger wegen Kur- und Pflegekosten).
2 Gehalts- und Lohnforderungen sowie Zinsen können nur für die Zeit bis zum Tage der Konkurseröffnung angemeldet werden. Der Zinsbetrag ist auSzurechnen unter Angabe von Zinszeit und Zinssatz und ist getrennt von der Hauptforderung anxugeben. Gehalts- und Lohnforderungen für Leistungen nach der Konkurseröffnung müssen au» der Masse bezahlt werden: diese Forderungen sind nur an den Konkursverwalter und nicht an das Gericht zu stellen.
3 Die urkundlichen Beweisstücke (Wechsel, Urteile, Schuldscheine, Bicchauszüge usw.) oder eine Abschrift derselben sind der Anmeldung beizufügen. Vtenn die Urschriften bis zum Prüfung»- termin nicht vorliegen, bestreitet der Konkursverwalter in der Regel die Forderung, woraus Weiterungen entstehen. Es ist daher dringend zu empfehlen, die Urschriften der Beweisstücke, namentlich die Wechselurschriften, schon vor dem Prüfungstermin zu den Konkursakten einzurecchen oder dem Konkursverwalter zu übergeben. Werden die urkundlichen Beweisstücke zu den Konkursakten eingereicht, so empfiehlt es sich, dem Konkursverwalter davon Mitteilung zu machen. Die Urschriften werden nach erfolgter Feststellung mit entsprechendem Vermerk versehen, dem Gläubiger zurückgereicht.
4. Anträge auf Aussonderung eines Gegenstandes aus der Konkursmasse (Konkursordnung § 43) • oder auf abgesonderte Befriedigung aus einer verpfändeten Sache usw. (Konkursordnung 8§ 47, 48) - sind nur an den Konkursverwalter (nicht an da» Gericht) zu richten: ebenso können alle Anfragen über den Stand des Konkursverfahrens, insbesondere auch über das Ergebnis des Prüfungstermins, an den Konkursverwalter gerichtet werden.
Hessen in der Statistik.
WSR Im Jahre 1929 gab es in Hessen 85 allgemeine Krankenhäuser mit zusammen 8622 Betten. Verpflegt wurden 89 444 Kranke, auf einen Kranken kommen 25 DerpflegungStage. Sieben Augenheilanstalten besahen 245 Betten, verpflegt wurden 2066 Kranke, auf einen Kranken kommen 21 DerpflegungStage. Es gab 1929 13 Heilanstalten für Geisteskranke usw., die 4416 Betten besahen und 7180 Kranke aufnahmen. Auf einen Kranken kamen rund 212 Derpflegungstage. In 23 hessischen Entbindungsanstalten mit 395 Betten wurden 1929 4734 Wöchnerinnen verpflegt ober pro Fall durchschnittlich 16 Derpslegungstage.
Im Mai 1931 gab e» in Hessen 2 55 40 1 Arbeitsuchende (1930 181 695). Rach der Statistik der Krankenkassen wurden zu Beginn de» Monat» Mai 1931 in Hessen beschäftigt 1 012 000 (1930: 1 101 000) Personen.
Die Spartätigkeit bei den öffentlichen Sparkassen ist in allen Monaten dieses Jahres gegen das Vorjahr zurückgegangen. Der Einlagenzuwachs betrug im Mai 1931 14890 000 (1930 im Mai 19 141 000), im Juni 1931 9 611 000 (20 741000) insgesamt seit Beginn des IahreS.
DaS Auskommen an Umsatzsteuer betrug in Hessen im Mai 1931 436 600 (1930: 685 300). Konkurse wurden eröffnet im Mai 1931 9 (20), im Juni 1931 12 (9i. Vergleichsverfahren wurden eröffnet im Mai 1931 19 (10), im Juni 10 (9). 3m Mai 1931 wurden in Hessen 18 (283), im Juni 1931 238 (76) Wohnbauten fertiggeftcllt
Bauernregeln im August.
Für den August gibt es viele alte Bauernregeln, die das Wetter meist irgendwie mit dem Gedeihen von Brot und Wein ober mit dem mutmaßlichen Charakter des WinterS in Beziehung setzen.
Wenn» im August stark tauen tut, bleibt da» Wetter meisten» gut. Ist S in der ersten Augustwoche heih, so bleibt der Winter lange weih. — Gibt » im August rechten Sonnenschein, so wird die Ernte besser fein. — August ohne Feuer, macht bas Brot teuer. — 3m August viel Regen, ist dem Wein fein Segen. — Bläst im August der Rord. so dauert gutes Wetter fort. — Der August muh Hitze haben, sonst wird der Früchte Zahl und Güte begraben. — 3e dichter der Regen im August, je dünner wird der Most. — Diel Hitze am Dominikus (4. August), ein strenger Winter kommen muh. — Zu Oswald (5. August) wachsen die Rüben bald. — Wenn's an Oswald regnet, wird teuer das Getteid', und wären alle Berge aus lauter Mehl bereit’. — Maria Himmelfahrt (15. August) Sonnenschein bringt viel Obst und guten Wein. — Hat untere Frau gut Wetter, wenn sie zum Himmel fährt, gewiß sie dann uns allen viel guten Wein beschert. — Hm die Zeit von Augustin (28. August) ziehn die warmen Tage hin.
Taten für Sonntag, 2. August.
Sonnenaufgang 4.50 Uhr, Sonnenuntergang 20.12 Uhr. — Mondaufgang 21.48 Uhr, Tlonbuntcrgang 8.45 Uhr.
1832: her Kunsthistoriker Karl Iusti In Marburg geboren; — 1914: Frankreich eröffnet die Feindseligkeiten gegen Deutschland; Ultimatum Deutschlands an Belgien.
Vornotizen.
— Tagest alenber für SamStag. Dollshalle, 20 tihr, Große» Marine-Konzert. — Kurzschriftverein von 1851, Dereinsabend, 20,30 ti&r, Karlsruhe. — 1875—1925, 20.30 Uhr, Zusammenkunft bei Sentier. Frankfurter Straße. — 1. RcichSkurzschrift-Geselsichaft Gießen, 20.30 Uhr, Dereinsabenb, Stadt Lich. — 1836/1931, 20 tibr, Hotel .Hindenburg'. — Artillerieverein, Monatsversammlung, 20.30 tihr. Hessischer Hof. — — Schützengesellschaft 1926 Gießen e. V., Hauptschiehen, Waldschiehstand. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: ^Kinder vor Gericht".
— Tageskalender für Sonntag. DfD. 08, Familien- und Kinderfest, 15 tihr, Waldsportplah. — Schützengesellschaft 1926 Gießen c. D., Hauptschiehen .Waldschiehstand. — Lukas-Gemeinde, Familientag. 15 ilbr. auf der Liebigshvhe. — Lichtspielhaus; Bahnhofstraße: ,K nber vor Gericht".
- Aus dem Stadttheater-Dureau wird uns geschrieben: Die 3ntendanz hat für DienStag, 4. August, den Chor der Kuban-Kosaken zu einem einmaligen Gastspiel verpflichten können. Die Sänger (28 Mann, da» größte Kon- zertuntemehmen dieser Art) bringen die schönsten russischen Volks- und Soldatenlieder zum Dorttag. außerdem werden die besten Stücke für Da- lalaika-Orchester Abwechslung in» Programm bringen. Die 3ntendanz hat denkbar niedrige Preise angesetzt, um allen Freunden russischer Ra- tionalmusik und Kunst den Desuch zu ermöglichen. /beginn des Konzerte» 20 Uhr. Ende 22 Mr.
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LU. f) a b i l i Mo n e n. Don dcr Pressestelle der Universität Gießen wird mitgeteilt: Die venia legendi wurde erteilt: in der medizinischen Fakultät dem Professor Dr. Eberhard Koch, Abteilungsvor- stand am Kerckhoff-Institut in Bad-Nauheim für das Fach der fPtygfiologie und dem Assistenzarzt an der Medizinischen Klimk Dr. Günther Anton für das Fach der Inneren Medizin; in der philosophischen irafultät (1. Abt.) dem Dr.phil. Werner Meyer- Barkhausen für das Fach der mittleren und neueren Kunstgeschichte.
Tie Museen und der Heidenturm sind am Sonntag zwischen 11 und 13 Mr bei kleinen Preisen geöffnet.
* Die städtische Kunstsammlung im Neuen Schloß, Eingang Senckenbergstraße, ist morgen, Sonntag, von 11 bis 13 Uhr, bei freiem Eintritt geöffnet.
• • Die Reichsmark in der Schweiz, infolge Vereinbarung der Schweizerischen National- bank mit der Deutschen Reichsbank unterliegt die Annahme her deutschen Zahlungsmittel in der Schweiz keinerlei Beschränkungen. Deutsche Ferien-
reisende können daher anstandslos ihre Reichsmark bei der Schweizerischen '.Uationalbanf oder deren Filialen in Franken umwechseln, es kommt zur Zeit ein Kurs von 1(0 RM. gleich 120 Franken zur Anwendung. _ _ „
• • Oe f fentlich« Bücherhalle 3m 3uN wurden 1366 Dände ausgeliehen. Davon kommen auf erzählende Literatur lOW. Zeitschriften 25. Iugendfchriften 68. Literaturgeschichte 2. Gedicht« und Dramen 10. Länder- und Völkerkunde 94, Kulturgeschichte 6, Geschichte und Biographien 93, Kunstgeschichte 2. Raturwis enfchast und Technologie 25. Hau»- und Landwirtschaft 1, Gesundheit»- lehre 2, Religion und Philosophie 9, Staat»- wisfenschaft 17, Sport 6, Fremdsprachlich?» sech» Bände. — Au-wahl aus dem Zugang neu ausgenommener (zum Teil gestifteter) Werke Romane A Gide: Schule der Frauen; Srw. Gros: Der Heimwanderer: 3. P. Jacobsen: MogenS: 3. Iegerlehncr: Bergführer Melchior: W. Jensen: Auf 6cm Vestenstein: R Kur pinn: Der Mutter (Blut; Sinclair Levi»: Der Srwerb (The Job);
Adreßbuch
der Stadt und des Kreises Gießen.
Oer Abschnitt III mit den Einträgen der Buchstaben
T bis 3
In das alphabetische Einwohner- und Firmenverzeichnis der (Stabt Sieben liegt 2 Tage, vom Montag, dem 3., bis einschließlich Dienstag, den 4. August zu jedermanns Einsichtnahme in unserer Geschäftsstelle offen.
Oie zuständige Einwohnerschaft Gießens sowohl als die beteiligten Behörden unb öffentlichen Körperschaften usw. werben um Prüfung der Einträge auf Richtigkeit unb Vollständigkeit hiermit gebeten. Für Fehler unb Un- richtigketten kann keine Haftung übernommen werben. OberhessischerAdreßbuchverlagGießen
Schulstrahe 7
Eingang von btr Kaplaneigaffe auf. _________________1111____SS Karin Michaeli»: Herr und Mädchen; G. Schräer: Flucht auS dem Alltag: Ina Seidel: DaSWunsch- kind; W. Speyer: Die goldene Horde: E. Stickelberger: Der graue Bischof; Auguste Supper: Der Gaukler; W. Weigand: Die Gärten Gotte»; St. Zweig „2Imor. Dramen: Klabund: Der Kreide- kreis. Reisen: O. Ehlers: Im Sattel durch Indo- China; K. Faber: Tausend und ein Abenteuer; Heinrich Hauser: Die letzten Segelschiffe; A. Heye: Filmjagd auf Kolibri» und Faultiere: E. v. Hüne- feld: Mein Ostasienflug; R. Katz: Funkelnder ferner Osten (China, Korea. Japan); G Plüschow: Silbertondor über Feuerland; W. Stesansson: Reuland im Rorden; H. Wagner: Don. Küste zu Küste (Bei deutschen Auswanderern in Kanada). Lebensbeschreibung: Georg Koch: Der, Freiherr vom Stein (Don Dolk. Staat unb Bildung); Fritz Wartenweiler: Fritjof Ransen. Geschichte: Thoma» Carlyle: Geschichte Friedrich» de» Großen; W. t?. Giescbrecht; Geschichte der deutschen Kaiserzeit (bis zum Tode Friedrich Barbarossas) 5 Bande; Herbert Wells: Geschichte unserer Welt (Acrs dem Englischen). Kulturgeschichte: Eugen Diesel: Die deutsche Wandlung; H. Rebensburg: Das deutsche Dorf; Die Kultur der Frau (de» 20. Jahrhunderts) HerauSgegeben von Ada Schmidt-Beil. Wirtschaft und Staat: Kapital unb Kapitalismus, Herausgegeben von Dernh. Harms, 2 Bände; H. Ford: Unb trotzbem vorwärts; G. DesscdowSky: 3m Dienste ber Sowjets; G. Grinkv: Der Fünfjahrplan ber UdSSR. Naturgeschichte: W. Deebe: Logbuch ber Sonne (Ein Jahr Tierleben in Walb unb Selb); Berge: Kleine» Schmetterlingsbuch; H. Schütz: Heimliche» Dolk (Tierbilder). Menschenkunde: H. Obermaler: Der Mensch der Dorzeit. Technik: DaS neue tim«* versum Dd. 51 (1930); Hans Dominik: lieber unb unter ber Erbe (Technische Rekorbe). — Außer- bem würben Iugendschristen erworben, illustrierte Ausgaben bes. Hendelschen DerlagS eingestellt und ber Bestand an englischen Texten ber Tauch- nih Edition durch ein willkommene» Geschenk ergänzt.
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— Dr. Han» Schanze: „21 Ile» und Dicht».“ (.Eine Frühlingsfahrt ins Franken- lanb.") Derlag Rordheimsche Buchhandlung Zel- la-Mcchlis. (116.) In einer Reihe von Gedichten — manchmal etwas eigenwilligen Gedichten — ist eine Fülle von Gläubigkeit enthalten, die sich in ber Schilderung des Landschaftlichen äußert unb ben Leser zu eigenen Gebauten anregt. Der Leser lernt zugleich das Frankenland kennen unlieben und wird dabei an eine Philosophie her- angeführt, bie eine feine Lebenskunst bebeutet Der Freund ber Ratur wird gerne nach diesem Büchlein greifen.
Verantwortlich für Lokales: t. 23. H. L. Neuner.
Ltuhlderstopfung. Rach den an den Kliniken für innere Krankheiten gesammelten Erfahrungen ist das natürliche „Franz-Iofes"-Bitterwaffer ein äußerst wohl tuendes Abführmittel. InAp.u.Drog erh.


