Ausgabe 
1.4.1931
 
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vorteilhaft, die Reisepässe rechtzeitig, spätestens acht Tage vor Antritt der Reise, bei dem zu- ftänbigen Polizeirevier zu beantragen und sie nach 5 bis 8 Lagen in Empfang zu nehmen. Ferner wird darauf hingewiesen, dah deutsche Pässe, deren Geltungsdauer bereits abgelaufen ist, nicht verlängert werden können. Die Ver- längeruugsanträge müssen vor Ablauf der Gül­tigkeitsdauer auf dem zuständigen Polizeirevier gestellt werden. Die Verlängerung eines Passes erfolgt bis zur Gesamtdauer von fünf Jahren vom Ausstellungstag ab. Grüne Ausweise für den Verkehr mit Danzig und weihe Ausweise für den Durchgangsverkehr nach Ostpreuhen wer­den im Polizeiamt ausgestellt. Paßbilder müsseir der neueren Zeit entstammen, die Gleichheit der dargcstellten Person mit dem Pahinhaber zwei­felsfrei nachgewiesen und dürfen nicht bestenrpelt sein. Vei der Beantragimg eines Passes muß die betreffende Person, auf die der Paß lauten soll, selbst ersck^inen, auch die Abholung des Passes muh vom Inhaber erfolgen, da eine eigen­händige Unterschrift zu leisten ist. Minderjährige

bedürfen zur Ausstellung eines Passes der Ge­nehmigung des Vaters oder des Vormundes.

** Di e Entschädigung für gewerbs­mäßige Stellenvermittler. Die neueste Rümmer des Reichsgesetzblattes bringt das Ge­setz über die Entschädigung der gewerbsmäßigen Etellenvermittler vom 25. März 1931 und die Ausführungsverordnung dazu vom gleichen Tage. Bekanntlich ist die gewerbsmäßige Stellenvermitt­lung für die künstlerischen Berufe bereits seit dem 31. Dezember 1930 verboten. Rach dem er­wähnten Gesetz muh nunmehr auch die gewerbs- mäßige Stellenvermittlung in allen übrigen Be­rufen spätestens am 30. Juni 1931 aufhören; nur die Konzertagenturen bleiben bis auf wei­teres bestehen. Anträge auf Entschädigung find bis zum 30. Juni 1931 bei den Finanzämtern zu stellen. Für das Entschädigungsverfahren ent­hält die Ausführungsverordnung wichtige Be­stimmungen, deren Beachtung zur beschleunigten Erledigung der Anträge dringend empfohlen wird.

Anpaddeln der Paddlergilde Gießen.

Bei strahlendem Sonnenschein fand am Sonntag das Anpaddeln der Paddlergilde Gießen statt. Nachdem der erste Vorsitzende. Herr Erich Lo h r, die zahlreichen Gäste begrüßt hatte, nahm der Fahrtenwart Hugo Becker die Taufe von sie­ben Wanderbooten, einem Trainingskajak und einem Rennkajak vor. Hierauf stellten sich 22 Boote zu einer eindrucksvollen Auffahrt, die von der Lahnbrücke aus von zahlreichen Zu­schauern interessiert beobachtet wurde. Die.Wei- tcrfohrt führte wie alljährlich zu bem Vereins­zeltplatz an der Badenburg. Kurz vor Anbruch der Dunkelheit kehrten die Boote wieder zurück. Die von der Stadt Gießen im Vorjahr an dem Mühlenwehr geschaffene vorbildliche Llebertrag- gelegenheit bewährte sich wieder ausgezeichnet und gestattete ein flottes Llebersehen der Boote, so daß das Wehr von den Paddlern kaum noch hin­dernd empfunden wird.

Der Abend vereinigte Gäste und Mitglieder im Dereinslokal, wo bei Sang und Klang Pläne für kommende Fahrten geschmiedet wurden.

Handball der Soldaten.

2. üomp. 15. Jnf.-Regl. Roi-Deiß Frankfurt a- 2fi. 8:6 (5:1).

Am Sonntag standen sich die genannten Mann­schaften zum fälligen Rückspiel (Gesellschaftsspiel) gegenüber. Das Vorspiel endete 5:2 für Frank­furt. Das Spiel am Sonntag ähnelte mehr einem harten Derbandsspiel, als einem Gesellschafts­spiel. Die Schuld daran trug in erster Linie die Frankfurter Mannschaft, die nach dem 4:1-Stande für die Militärmannschaft eine etwas harte Rote ins Spiel brachte. Daß sich dies auch auf die Militärmannschaft übertrug, war vorauszusehen.

Rot-Weih fand sich zuerst und konnte auch nach fünf Minuten mit einem für den Gie­ßener Torwart haltbaren Treffer in Führung gehen. Aber schon vom Anstoß weg erzielte die

Militärmannschaft nach prächtigem Zusammen­spiel den Ausgleich. Bis zur Pause lag nun die Kompaniemannschaft meist int Angriff, und brachte dies durch weitere vier Tore zum Aus­druck. Rach der Pause hatte nun die Frank­furter Mannschaft die Sonne zum Bundes­genossen. Mit Macht versuchte sie das Resultat zu verbessern, was ihr auch nach einem sechsten Tor Gießens gelang. Rach einer Schwächeperiode der Gießener Mannschaft stand das Spiel 15 Minuten vor Schluß nur noch 6:5 für Gießen. Das war aber für die Soldaten zu viel. Zwei weitere Tore stellten den Sieg sicher, dem Rot- Weiß nur noch ein Tor entgegensetzen konnte. Die Militärmonnschaft siegte verdient. Beson­ders fiel die Disziplin der Mannschaft angenehm auf. Schiedsrichter Fischer (VfB. Gießen) am­tierte; obwohl ihm einige Fehlentscheidungen unterliefen, die sich aber auf das Resultat we­niger auswirkten, gut. Die Herausstellung eines Frankfurter Spielers war gerecht.

Handball im Gau Hessen (O. T.)

To. Heuchelheim To. Gedern 4:2 (3:0).

In Gedern trafen sich diese beiden Mannschaf­ten zum Meisterschaftsrückspiel. Wie das erste, so konnten auch die Hiesigen das zweite Entschei­dungsspiel siegreich für sich gestalten. Rach über­legenem Spiel führte Heuchelheim bis zur Halb­zeit mit 3:0. In der zweiten Hälfte spielte Ge­dern etwas reichlich hart und wnnte das Resul­tat bis auf 3:2 verbessern. Mit einem vierten Tor stellten jedoch die Hiesigen den Sieg sicher. Mit diesem Spiel ist nun die Mannschaft des Turn­vereins Heuchelheim Weister der A-ÄIaffe des Gaues Hessen geworden und nimmt nun in den; Verbandsspielen an txnx Spielen der Gauklasse teil.

Großenvuseck I Mio. Gießen II 12:3.

Die 2. Mannschaft des Mtv. gab einen in ollen Teilen gut durchgebildeten Gegner ab. Wenn auch das Torverhältnis etwas hoch lautet, so ist

es einesteils auf bas bessere Schuhvermögen des Dusecker Sturmes und andererseits auf Stellungs­fehler der Gießener Verteidigung zurückzuführen. Die Gießener Mannschaft hätte auch unbedingt mehr Tore verdient, wenn nicht Lieberkombination der Gießener Stürmerreihe im Busecker Straf­raume Positiven Erfolg vereitelt hätte.

To. Garbenkeich 1. Jugend

gegen Mlv. Gießen 1. Jugend 6:16 (2:8).

Am Sonntag trug die erste Jugendmannschaft des Turnvereins Garbenteich gegen die gleiche des hiesigen Männerturnvereins auf dem Sport­plätze am Schiffenberger Weg ein Handball- Freundschaftsspiel aus. Die Gäste traten zwar mit einer sehr eifrigen Mannschaft auf den Plan, konnten sich aber gegenüber dem technisch reiferen Zusammenspiel der Männerturner nicht behaupten und muhten mit einer hohen 16:6-Riederlage den Heimweg antreten.

Tv. Großen-Linden I

gegen Polizeisportverein Butzbach II 3:2 (1:1).

Das mit Spannung erwartete Treffen obiger Mannschaften endete nach hartem aber stets fairem Kampfe mit einer knappen Riederlage der Polizisten. Der Sieg der Grohen-Lindener war verdient, wäre aber bestimmt höher ausgefallen, hätte nicht der Torhüter der Gäste, der übrigens der beste Mann in seiner Elf war, die gefähr­lichsten Bälle gemeistert.

Handball im Latm-Oünsberg-Gau.

Garbenteich Polizei Butzbach 0:8 (0:6).

Hatte man den Gästen von vornherein einen Sieg zugesprochen, so wurde man von der Turner­mannschaft schwer enttäuscht, die gegen ihre vor- sonntägliche Form nicht wieder zu erkennen war und eines ihrer schwächsten Spiele lieferte. Da­gegen stellte die Polizei eine in allen Teileit weitaus bessere Mannschaft ins Feld, die das Spiel verdient gewann.

Tv. hausen I Tv. wieseck I 4:7 (1:3).

Unter sehr schlechten Bodenverhältnissen liefer­ten sich beide Mannschaften ein faires Spiel. Nachdem der Gast sofort nach Beginn in Füh­rung ging, kam Hausen durch einen Strafstoß zum Ausgleich. Dis zur Pause folgten zwei weitere Tore für Wieseck. Rach dem Wechsel erhöht Wie- seck in kurzen Abständen auf 6:1, denen Hausen durch einige Durchbrüche drei Erfolge entgegen­stellte. Kurz vor Schluß gelang dem.Gast noch ein siebentes Tor.

Tv. Dorlar I Tv. Waldgirmes 7:1 (3:0).

Beide Mannschaften trafen sich in Dorlar zu einem Gesellschaftsspiel, in dem der Gast, der vor 14 Tagen noch den Dezirksmeister mit 3:2 schla­gen konnte, eine klare Riederlage hinnehmen mußte. Nachdem Waldgirmes nach Beginn sofort stark im Angriff lag, aber durch gute Abwehr des Dorlarer Hüters keine Erfolge erzielte, konnte Dorlar int Anschluß an einen Strafstoß den ersten Erfolg buchen, dem kurze Zeit später ein zweites Tor folgte. Der Plahverein stellt kurz vor der Pause auf 3:0. Nach deut Wechsel erzielte Dor­lar zunächst ein viertes Tor, dem dann der Gast durch einen Strafstoß das mehr als berbiente Eh­rentor entgegensetzt. Mit weiteren drei Toren stellte der Gastgeber das Resultat auf 7:1.

Tv. Dorlar Jug. Tv. Ahbach Jug. 6:0; Tv. Ahbach L Tv. Wißmar I. 2:0, Derbands­spiel.

Tum- und Sandbattwerbetag des Tv. Londorf.

Der Turnverein Londorf hielt am Sonntag einen Turn- und Handball-Werbetag ab, der in Geilshausen stattfand und einige interessant» Handballspiele brachte:

Tv. Londorf Jugend To. Kesselbach Jugend 5:1 (2:1).

Londorf ging bald in Führung und führte, bereits zur Halbzeit mit 2:1. Rach der Pause lag Londorf weiter int Angriff und konnte schließ­lich noch dreimal erfolgreich sein. Im Spiel

Tv. Londorf II To. Nordeck II

sah man zwei völlig gleichwertige Gegner inr Spielfeld, die sich einen flotten und fairen Kampf lieferten und sich mit einem gerechten Hnent- schieden von 1:1 trennten.

Tv. Londorf I Tv. Beuern I 4:0 (1:0).

3n der ersten Spielhälfte sah man auf beiden Seiten to eiliger gute Leistungen. Mit 1:0 wurden die Seiten gewechselt. Rach der Pause fanden sich die Londorfer besser und konnten durch drei sichere Schüsse das Spiel für sich. entscheiden. Im Anschluß an die Handballwettkämpfe fand, im Saale Hofmann ein Schau turne» statt. Billard-Clubweitkampf Gießen - Kassel

2lm Samstag und am Sonntag fand hier ini Cafe Amend zwischen dem Kasseler Dil - lard-Club und dem I. Gießener Bil­lard-Club ein Städte-Wettspiel statt, zu dem jeder Klub sechs Spieler entsandt hatte.

Das Wettspiel war ein kombiniertes Spiel, ag dem Spieler der 1. und 2. Klasse teilnahmen. Deo Spielstärke entsprechend liefen die Partien auf 200 bzw. 150 Punkte. Insgesamt kamen 18 Par­tien zum Austrag. Bei einem Stand von 2938 Punkten gegen 2653 Punkte konnte der 1. Gieße­ner Billard-Club den Sieg mit 285 Punkten Un­terschied erringen.

Das Rückspiel findet in Kassel am 2. und 3. Mai statt.

Grand National Steeple Chase zu Liverpool.

Am Freitag kam in Liverpool das schwerst« Hindernisrennen der Welt, die Grand NationaÜ Steeple Chase, zur Durchführung. Lleberraschen-* der Sieger der über 7200 Meter führenden Prüfung wurde R. Taylors Grakle (Lhall) mitz anderthalb Längen Vorsprung vor Gregelach (Moloney) und Annandale (Escott). 12 000 Pfund wurden als Preise verteilt.

Kurze Sportnotizen.

Turnverein Bellersheim. Die Mit­glieder des hiesigen Turnvereins (ADT.), die sich am Gauwaldlauf in Gettenau (Gau Wetterau) beteiligten, konnten eine Anzahl von Prei ein er­ringen. In der A-Klasse (5000 Meter) c^ielti 21. Jung den 2. Preis, H. Cigenbrod ben 9M K. Kräusel den 23. und R. Horst ben 29. Preis. 3m Mannschaftslauf der Klasse A erhielt die Mannschaft des Tv. Bellersheim den 2. Preis. Beim Verbandswaldlauf in Schneppenhausen konnte der Turner Adolf Jung in der Meister- klasse (8000 Meter) den 3. Platz erringen.

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