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soll der Versicherte in Zukunft 50 Pf. Heil" Mittelkosten-Beteiligung, jedoch nicht mehr als die wirklichen Kosten, tragen. Das Krankengeld soll künftig er st vom 4. Werk­tag der Krankheit an, nicht wie bisher schon vom 4. Krankheitstag an, gezahlt werden. Der Anspruch auf Kranken - undHaus- geld soll ruhen, soweit der Versicherte An­spruch auf Arbeitsentgelt hat. Diesen Sparmaßnahmen steht auf der anderen Seite der Ausbau der Familienkranken­pflege gegenüber.

Oie Regierungsbildung in Sachsen

Ergebnislose Verhandlungen

Dresden, 28. Sunt (TU.) Auf Einladung der Deutschnationalen Volkspartei und des Landvolkes hatten sich am Samstag Vertreter der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei, der Wirt- schaftspartei, der Volksrechtspartei und des Chri st lichsvzialen Volks dien­st es eingesunden, um zur Frage der Regie­rungsbildung Stellung zu nehmen. Die Demo­kratische Partei hatte die Beteiligung an den Besprechungen grundsätzlich abgelehnt, da sie nicht in der Lage sei, bei der Bildung einer Regierung mitzuwirken, die unter der Füh­rung und unter dem entscheidenden Einfluh der Rationalsozialisten stehen würde. Die D e u t s ch e Volkspartei hielt die Beteiligung für un­zulässig, weil die künftigen Mitglieder des sächsischen Landtages erst dann zu der Frage der Regierungsbildung Stellung nehmen könn­ten, wenn sie als Abgeordnete amtlich bestätigt sind. Die volksnationale Reichs ver- e i n i g u n g begründet ihr Fernbleiben mit den neuerlichen Angriffen der Rationalsozialisten. Infolge des Richterscheinens der genannten Par­teien konnten die Besprechungen zu keinem Ergebnis führen. Die Anwesenden waren sich aber darüber einig, dah das Ziel der Bildung einer markenfreien Regierung weiter verfolgt werden müsse. Die bei den Besprechungen ver­tretenen Parteien werden deshalb gemeinsam die nichterschienenen Parteien zu einer wei­teren Beratung einladen.

Oie internationale Kohlen­konvention gescheitert.

Deutschland wird die Schuld zugeschoben.

Genf, 28.Juni. (WTB.) Der Konventionsent» rourf über die Regelung der Arbeitszeit im Kohlen­bergbau ist heute von der Internationalen Arbeits­konferenz in der Schluhabstimmung abgelehnt worden. Die notwendige Zweidrittelmehrheit ist nicht zustande gekommen. Die deutschen Regierungs­vertreter enthielten sich der Abstimmung. Ministe­rialdirektor Dr. Sitzler erklärte dazu: Der Grund, der uns hinderte, dem Entwurf einer Kohlenkon­vention unsere Zustimmung zu geben, ist die Ab­lehnung der Ueberarbeit. Maßgebend war die ernste Besorgnis, daß die Konvention in der vorliegenden Gestalt die notwendigen Ratifizierun­gen nicht finden wird. Unter diesen Umständen wird Deutschland seine Haltung zu der Konvention einer neüen sorgfältigen Prüfung unterziehen müssen. Ich kann nicht sagen, wie diese Prüfung ausfallen wird, iAtb um nicht Hoffnungen zu erwecken, die sich viel­leicht als trügerisch erweisen, werden wir uns der Stimme enthalten. Rach der Abstimmung erklärte der englische Regierungsvertreter Unterstaatssekretär Eh in well unter lebhaften Protestäuherungen der deutschen Delegation, daß Deutschland die Schuld für das Scheitern der Konvention trage. Ministerialdirektor Sitzler erwiderte, die Vorwürfe, die der englische Regierungsoertreter erhoben habe, seien unberechtigt und an die falsch« Adresse gerichtet. Deutschland wünsche eine Konvention und bei einigem Verständnis für die Frage der Ueberarbeit, die für D e u t s.ch l a n d l e b en s w i ch t i g sei, sei schon auf dieser Konfe­renz eine Konvention möglich gewesen. Die deutsche Regierung beantrage, di« Frage erneut auf die Tagesordnung der nächstjährigen Konferenz zu setzen. Der Konventionsentwurf wird die nächst­jährige Konferenz nochmals beschäftigen. Es ist an- zunehmenzunehmen, daß dann die Verhandlungen der Konferenz auf den .Braunkohlenbergbau, der aus der jetzt gescheiterten Konventionen heraus- gelassen war, ausgedehnt werden.

Oer Sieg der Revolution in Bolivien.

General Kundt in die deutsche Gefandfchaft geflüchtet.

Paris, 28. Iuni. (TU.) Wie aus Bolivien gemeldet wird, sollen in La Paz schwere Kämpfe stattfinden. Die Regierungstruppen sollen sich nur noch auf dem Hauptplah und in den großen Verkehrsstrahen halten, während alle übrigen Stadtteile in die Hände der Aufständischen ge­fallen sein sollen. Unter den Revolutionären soll sich besonders ein junges Mädchen her­vorgetan haben, das durch seine Reden die Kämpfer begeisterte. Dieses Mädchen sei im ersten Strahenkampf, der vierzig Tote forderte, ge­fallen. 70 Kilometer von der Stadt soll es zu schweren Zusammenstößen gekommen sein, wobei 80 Personen auf beiden Seiten gefallen seien. Aufständische Offiziere haben ein Manifest ver­öffentlicht, in dem die Einsetzung eines aus sechs Mitgliedern bestehenden Militärdirekto­riums bekanntgegeben wird. Dieses Direktorium soll erst dann zurücktreten, wenn die Ruhe im Lande wiederhergestellt ist und ein durch das Volk gewählter Präsident die Macht übernommen hat. Äeber Chile eintreffende Berichte melden, dah die bolivianischen Aufständischen den Präsi­denten S i l e s und den deutschen General Kundt gefangengenommen hätten. 3n La Paz seien von dem Präfekten alle Ge­fängnisse aeöffnet worden. Hunderte von politischen Gefangenen seien in die Reihen der Aufständischen geströmt. Der größere Teil Boli­viens soll ruhig sein.

General Kundt soll in di e deutsche Ge­sandtschaft geflüchte t sein. Er lehnte es ab, sich über die Vorgänge zu äußern. Alle in Buenos Aires in Verbannung lebenden Politiker und Offiziere sind angewiesen worden, im Flug­zeug nach Bolivien zurückzukehren. Auch der in Buenos Aires in Verbannung lebende bolivia­nische Vizepräsident Saavedra und eine An­zahl seiner Anhänger sind mit dem internatio­nalen Zug nach La Paz zurückgereist. Die erste

Tirard notifiziert das Ende der Besetzung.

Die letzte Sitzung der Znterailierten Nheinlandkommission.

WDR. Wiesbaden, 29. Juni. Die In­teralliierte Rheinland! o m m i s s io n hat heute, am Vorabend der endgültigen Räu­mung des Rheinlandes von fremden Truppen, ihre letzte Sitzung abgehalten. Die Oberkommissare Frankreichs, Belgiens,der Vertreter der englischen Regierung und der Reichskommissar Frhr. Langwerth v. Simmern hielten Ansprachen, in denen sie noch einmal der gemeinsamen Tätigkeit in der Rheinlandkommission gedachten.

Rach den Ausführungen des Vorsitzenden der Kommission, Tirard, der dabei entsprechend einem von ihm erlassenen Tagesbefehl dem

schen der Rheinlandkommission und dem Reichs­kommissariat, obwohl die Ansichten bisweilen' im Widerspruch zueinander gestanden hätten und gab dann dem Wunsche Ausdruck, daß der 30. Juni 1930 den Beginn einer Periode völliger und endgültiger Aussöhnung unter den Völkern kennzeichnen werde und daß, was ihn selbst angehe, er fortfahren werde, an dieser Annäherung soweit wie möglich mitzu­arbeiten.

Arrogant bis zuletzt.

Trier, 28. Juni. (ERB.) Der Oberkomman- dierende der französischen Besatzungsarmee, General ® uillaumat, hat beim Reichskommissar für die

Letzte Parade der französischen Truppen in Trier vor der Einholung der Trikolore.

Oberstkommandierenden der alliierten Truppen, General ©uillaumat, für die Unterstützung der Bemühungen der Kommission dankte, wür­digte der belgische Oberkommissar Le Ieune de Munsbach die Tätigkeit Tirards. Ihr widmete auch der Vertreter der englischen Re­gierung, Herbertson, warme Worte. Er erinnerte an die Schwierigkeiten, die die Rhein­landkommission im vergangenen Iahre durchlebt habe und deren Ueberwindung zum größten Teile ihrem Präsidenten zu verdanken gewesen sei. Zum Schluß gab er feiner Meinung Aus­druck, daß die Rheinlandkommission zum Wohle der Versöhnung und des Friedens, wie es das Londoner Protokoll und die Locarnoverträge eingeleitet hätten, beigetragen habe.

Alsdann nahm der Vorsitzende Tirard noch einmal das Wort und richtete an den Reichs- kommissar Frhr. Langwerth v. Simmern fol­gende Ansprache:

Herr Botschafter! 3m Jlamen der Ober- kommiffion habe ich die Ehre, Eurer Exzellenz das Schreiben zu überreichen, durch das Ihnen zur Kenntnis gebracht wird, daß die Besatzungsmächte beschlossen haben, dah die Besahungstruppen aus der letzten Besahungszone am 3 0. 3 uni 19 3 0 zurückgezogen sein werden und dah das Ordonanzenregime zu diesem Zeitpunkt um Mitternacht aufhört. 3n meinem Hamen und in dem meiner Kollegen, lege ich wert dar­auf, 3hnen für die große Höflichkeit zu danken, mit der Sie 3hre heikle Mission bei uns durch­geführt haben. Die Oberkommission rechnet damit, dah die vorzeitige Räumung des Rhein­landes als die Kundgebung unseres gegenseitigen willens erscheinen wird, eine Politik der Ver­ständigung und des Friedens unter den Natio­nen fortzusehen."

Reichskommissar Langwerth v. Simmern erinnerte in seiner Erwiderung an die Zusammenarbeit zwi-

besetzten Gebiete Beschwerde dagegen eingelegt, daß am Donnerstag sofort nach Einholen der französischen Trikolore auf dem Re- gierungsgebäude in Trier eine deutsche Flagge auf der gegenüberliegenden Deooraschule gehißt wor­den ist. Der General betrachtet dies als eine Her­ausforderung. Der Reichskommissar hat er­widert, daß den deutschen Behörden von der His- sung der deutschen Flagge nichts bekannt sei, und sie diese auch nicht veranlaßt hätte. Der Reichskommissar sagte eine Untersuchung der An­gelegenheit zu. Wie verlautet, ift die Hissung der deutschen Flagge von einem einzelnen Manne ganz spontan und ohne Wissen der Regierung erfolgt.

Oer Avzug Oer Franzosen aus Mainz

General GulilauniatsAbschiedsbefuch beim Landeslomnnssar

Mainz, 28. Iuni. (TU. Funkspruch.) Am Samstagmorgen verabschiedete sich General Guillaumat vom Landeskommissar für die besetzten hessischen Gebiete, Geheimrat Dr. 11 f i n - ge r. Außerdem fanden die Abschlußbesprechun­gen zwischen dem Armeeoberkommando und dem deutschen Generaldelegierten beim Oberkommando statt. Die französische R h e i n f l o t t i l l e ist in den frühen Morgenstunden mit den Pionieren nach Straßburg abgefahren. Die Ka­sernen, die noch im Besitz der Franzosen waren, wurden ebenfalls zurückgegeben. Im Besitz der Franzosen bleibt bis Montag nur noch eine Kaserne, wo die Ehrenwachen untergebracht sind. Am Montag um 17 Uhr wird dann di« für Mainz bestimmte Schutzpolizei über die Rhein­brücke in Mainz einziehen. Zugleich soll an einzelnen militärischen Gebäuden dieReichs - flagge gehißt werden. Amtlich wird die deutsche Flagge nachts auf dem Halteplatz gehißt im Rahmen der großen Defreiungsfeier, wahr­scheinlich durch den Reichsinnenminister Dr. Wirth.

Proklamation der neuen, vorläufig gus sechs höheren Offizieren bestehenden Reaierung Bo­liviens kündigt eine große Anzahl Refor­men an. Die Ruhe soll soweit wiederhergestel^: sein, dah die baldige Aufhebung des Belage­rungszustandes erwartet wird.

Amerikanischer

WirtschastsimoerialismusinNordafrika

Washington, 28. Iuni. (WTB.) Das Staatsdepartement erwägt die Entsendung einer Sonderbotschaft zur Krönung des Kaisers von Abessinien Ras Safari am 2. Novem­ber nach Addis Abeba. Ferner wird die Er­hebung der amerikanischen Ministerresidenz in Addis Abeba zu einer Gesandtschaft in Be­tracht gezogen. In diesem Zusammenhang ver­öffentlicht die Baltimore Sun eine Mitteilung, wonach eine amerikanische Gesellschaft am Tanasee einen Stau dämm bauen werde, von dem aus Abessinien und der britische Sudan mit Wasser versorgt werden können. Der Regus von Abessinien hat, bereits 1927, als England und Italien sich um die Auf­führung dieses Projektes bewarben, sich zunächst an den Völkerbund und dann an die Ver­einigten Staaten gewandt und schließlich einer amerikanischen Firma den Bauauf­trag gegeben. Der endgültige Vertrag soll demnächst unterzeichnet werden.

Italien eihöhi die Rüstunqsauögaben

Rom, 28. Iuni. (WTB.) Der Ministerrat beschloß auf Vorschlag Mussolinis eine Erhö­hung der Börsenumsatzsteuer vom 1. Iuli ab, durch die es ermöglicht werden soll, die Mittel für die Landesverteidi­gung vom Rechnungsjahre 1930/31 ab um eine halbe Milliarde zu vermehren.

Für das Rechnungsjahr 1930/31 werden die ein­zelnen Budgets der Landesverteidigung um fol­gende Summen erhöht: der Heereshaus- y a l t um 300^ Millionen und derjenige der Marine um 100 Millionen... Für die Luft­fahrt werden 80 Millionen mehr ausgeworfen und für die Miliz 20 Millionen mehr. Für gemeinnützige Zwecke und für landwirtschaftliche Einrichtungen wurde ebenfalls eine Erhöhung der zur Verfügung stehenden Summen beschlossen.

Oer Evangelische Kirchentag und dre Religionsverfolqungen in Rußland.

Nürnberg, 28. Iuni. (CNB.) Der Deutsche Evangelische Kirchentag nahm eine Kundgebung zu den Christenverfolgungen in Rußland an, in der es u. a. heißt: Der Deutsche Evangelische Kirchentag ist weit davon entfernt, in die politi­schen und wirtschaftlichen Verhältnisse eines an­deren Staates hineinreden zu wollen: er muß jedoch aus einem wachsenden Gefühl brüder­licher Gemeinschaft heraus die schwere re­ligiöse Not im Osten als eigene tiefe Not empfinden. Er erhebt daher seine Stimme zum Protest, zur Fürbitte und zur Mah­nung. In der Debatte protestierte der Spre­cher der religiösen Sozialisten Pfarrer Eckert aus Mannheim in temperamentvoller Rede, die von stürmischem Widerspruch und mannigfachen Zurufen der Versammlung unterbrochen wurde, gegen Form und Inhalt dieser Kundgebung. Er leugne zwar nicht die Tatsache der Christenver­folgungen in Rußland, aber er sehe in ihnen ein Gericht über dierussischeKirche. Des­halb solle die Evangelische Kirche, bevor sie solche Kundgebungen erlasse, selber Buße tun und zum mindesten auch ein Wort sagen zu der seelen­zerrüttenden kapitalistischen Wirtschaftsordnung der abendländischen Kultur.

Aus aller WeK.

Entschließungen des 49. Deutschen Rerztctages.

K o l b e r g , 28. Iuni. (Tel.-Un.) Der Deutsche Aerztetag hat eine Reihe von Entschließungen gefccht, in denen zu den wichtigsten Fragen, die der Aerzteschaft im Berufsleben entgegentreten, Stellung genommen wird.

Zu der Frage der Gesundh eitsfür- sorge fordert der Aerztetag die baldige Schaf­fung einer dem Charakter des ärztlichen Berufs gerecht werdenden Reichsärzteordnung und die gesetzliche Aufhebung der Ku­rierfreiheit. Außerdem wird die Heraus­nahme der Aerzte aus der Gewerbe- orönung verlangt.

In einer weiteren Entschließung erklärt der Aerztetag, dah er sich in der Frage der Re­form der Krankenversiche r-un^ der Stellungnahme des Hartmann-Bundes anschließe. Die Möglichkeit von Eingriffen seitens der Ver­waltungsbehörden in rechtsgültige kassenärztliche Verträge schaffe eine für einen freien Beruf unerträgliche Rechtsunsicherheit. Daher bittet der Aerztetag die gesetzgebenden Körper­schaften, ihre Zustimmung zu der Vorlage zu versagen.

Weiter hält der Deutsche Aerztetag eine baldige Aenderung der ärztlichen Ausbildung für dringend erforderlich und begrüßt die vorbereitenden Schritte, die das Reichsministerium des Innern in dieser Frage unternommen hat. Der Aerztetag^ hält es für dringend notwendig, dah die zuständigen Stel­len die Einführung eines numerus clausus f ür das Studium der Medi­zin eingehendst und baldmöglichst prüfen, da die Heberfüllung des medizinischen Studiums und des ärztlichen Berufes zu schweren Miß­ständen führen müsse.

Endlich lehnt der Aerztetag eine Gesetzgebung ab, die von der Gleichstellung des Arztes mit dem Gewerbetreibenden ausgeht. Er fordert für den freien Beruf des Arztes die Aufhebung der Gewerbesteuer, da sie dem Wesen des ärztlichen Berufes fremd ist und die stets hochgehaltene Auffassung wahren Arzttums zu vernichten droht.

Erdrutsch in 3apan.

Bei einem Erdrutsch 80 Kilometer nordöstlich von Schimonoseki wurden zwei Wagen eines Eisenbahnzuges verschüttet. Man fürchtet, dah dabei 15 Personen ums Leben gekommen sind.

Zum Tode verurteilt.

Das Schwurgericht Gleiwitz verurteilte den Arbeiter Schygulla wegen Mordes, began­gen an der Fleischersfrau Siekiera zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte.Er hatte in der Nacht vom 15. zum 16. Mai in Hindenburg die Fleischersfrau Sie- kiera im Beisein ihrer drei Kinder mit einem Beil getötet.

Oie Wetterlage.

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Wettervoraussage.

Die Witterung Deutschlands steht im Zeichen hohen Druckes, welcher sommerliches Wetter bei fortschreitendem Temperaturanstieg brachte. Mit dem neuen atlantischen Tiefdruckgebiet, das über die britischen Inseln vorgreift, entsteht eine Zu­fuhr subtropischer Warmiuft. die zu heißem und schwülem Wetter führt, wobei sich gleichzeitig Wärmegewitter bilden werden. Die Randstörun­gen des neuen Tiefs werden die Bildung von Gewitterstörungen oder gewitterartigen Nieder­schlägen vorerst bestehen lassen.

Aussichten für Dienstag: Schwüles Wetter mit aufkommenden Wärmegewittern.

Aussichten für Mittwoch: Strichweise Gewitterstörungen oder Gewitterregen, leichte Abkühlung.

Lufttemperaturen am 29. Juni: mittags 25,1 Grad Celsius, abends 18,2 Grad: am 30. Juni: morgens 18 Grad. Maximum 26,8 Grad, Minimum 13,8 Grad. Erdtemperaturea in 10 cm Tiefe am 29. Juni: abends 25,1 Grad: am 30. Juni: morgens 18,6 Grad. Sonnenscheindauer lli Stunde.

Reifewetterdienst.

Westerland auf Sylt. 17 Grad, kühle Nacht, Südwestwind, Witterung heute morgen hei­ter, seit gestern teils heiter, teils wolkig.

Helgoland. 16 Grad, kühle Nacht, Ostwind, heute morgen heiter, seit gestern teils heiter, teils wolkig.

Garmisch-Partenkirchen. 16 Grad, ge­stern warmer Tag: Südwestwind, Witterung heut« morgen heiter, feit gestern teils heiter, teils wolkig.

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