Wanderer für die Hochflut de« Verkehr« an lom- inenden Wlnlerfoimtagen die ebenso ivoblgeinclntc wie brliiflcubc Mahnung, Einsicht und Selbstzucht Au üben. Die Freuden deS 'IBhüerlporl« und de« Wlnlertvaiider»« brauchen darunter nicht zu leiden, im Gegenteil, sie kennen in ungetrübtem Genüsse um so höhere sein.
Kreisverbandsauetstellung der Kaninchenzüchter.
-er. Homberg, 22. Dez, Der Kaninchen- znchtverei» Homberg veranstaltete im Saale de« Frankfurter Hose« hont 19. bi« 21.5k- ,imb<relneKra> verbau6•••■ au>■.st< 11 ung, die von den oberheffischen Kaninchen- und Geflügelzüchtern reichlich und mit gutem Material beschickt war Während bei früheren AuSstellun- gen Geflügel am stärksten vertreten war, legte man diese« Mal besonderen Wert aus die Ausstellung von Kaninchen.
Folgende Aussteller wurden mit Preisen bedacht (E Ehrenpreis, Sp Siegerpreis):
Kaninchen. Belgische Riesenkaninchen: U Obecle, Hombergs Q und 8. Vr.; Hch, Magcl, Homberg, 2. Pr ; Wilh. Seibert, Homberg, .! Hl Drive lliesenkaninchen Datier Aühl, Homberg, Sp und zweimal 2. Pr.; Gg. Schellhaa«, Gieften, ($, 2. und 3.Pr.! Gg. Fehl, Homberg, 3. Pr.; Otto Faust, Homberg, l. und 2 Pr.; H. Schmidt, Homberg, zweimal 3. Pr., H. Vambeh, Homberg, 3. Pr. Deutsche Riesensdecken: W. Eidman», Maar, 1 Pr. Französische Aiesen- ( Übetkaninch«n H Röcker, Homberg, fl und I hi Konr Rühl, Homo« । g ! Pt ®i ofi Thinchilla K i nlncben: Hch. Wilhelm, Homberg, lL u. 3. Pr.; Hch. i Merle, '.»Isfeld und Gg. Schlosser, Maulbach, 1. Pr. Aug Weicker? Leusel, 2 Pr . 3 L. Wilhelm, Hom- 1
berg, 2.Pt.; Gg. Schellhaa«, Glehen, 2. undztveimal 3. Pr.; A. Oberle, Homberg, 3. Pr. Blaue Wlener- Kaniitchen: Gg. Schellhaa«, Gieften, G, 1. und 3. Pr.; Hch. Krau«, Homberg, 2. Pr.; Will). AI- bach, Daubringen, 2. und 3. Pr. Weifte Wiener- Kaninchen: Karl Kirchner, Gieften ö„ 2. und 3. Pr.; 3oh. Merle, AlSseld, 2. Pr. Rheinische Schecken: Wilh. .Ullrich, Gieften, G und l.Pr. Hasen-Kaninchen. I. L. Wilhelm, Homberg, l.Pr. Kleln-lLhinchilla-Kaninchen: Fr. Dörner, Launs- bach, ö.; Han« Rinn, Launsbach, 1. und dreimal 3. Pr ; 5VorI Seim, Homberg, l. Pr.; Gg. Schlosser, Rlaulbach, l.Pr. Kleine Silberkaninchen: Otto Steil), Gieften, E; Hch. Wagenbach, Daubringen, 3. Pr. Schwarze-Loh-Kaninche»: Aug. Weicker, Leusel, (S und 3. Pr. Hermelin-Kaninchen: Will). Walther, Daubringen, (8 und 1. Pr.; Otto Steil), Gieften, 1. und 3. Pr.; Just. Bolz, Heuchelheim, 1. und zweimal 3. Pr.; H. L. Preis, Daubringen, 1. Pr.; Will). Fuchs, Daubringen, 3. Pr. Gastore)-Kaninchen. Will). Gidinann, Maar, G, 1. und 2. Pr.; 3. L. Wilhelm, Homberg, 3. Pr.
Geflügel: H. Hosinann, Daubringen, auf Höckergänse Ghrenpreis uitb 2. Pr.; Will). Keil, Ettingshausen, auf Gampbell-Gnten 2. und 3. Pr.; Wilh. Keil, Ettingshausen, aus Orpington 1. und 2. Pr.; Emitz Walther, Daubringen, aus rebhuhnf. WhandotleS zweimal 3. Pr.; K. Stark, GttingShausen, aus Hamburger Schwarz C; L. Klinget- höser, Daubtlngen, aus schwarze Italiener 2. Pr.; Will). Walther XII., Daubringen, auf rebhuhnf. Italiener 3. Pr.; L. Kreiling, Gieften, aus Zwerg- Whandottc« (schwarz) E, 1. und 2. Pr.; L. Schä- ser, Daubringen, aut porzellansarblge Zwerge, G und 2. Pr.; H. Heibertshäuser, Daubringen, auf Deutsche Zwerge (rebhuhnsarbig) zweimal 3. Pr.; Karl Bogel, Daubringen, aus Bantam- Schwarz 3. Pr.; H. Pfalzgraf, Homberg, auf Brtister-Gelb l.Pr.
Wirtschaft.
Oie Arbeitsmarltlage in Hessen und Hessen Nassau.
lieber die Arbeit-Marktlage In Hcs - s c n und Hessen-Aassau berichtet daS Landesarbeitsamt Hefen in Frankfurt a.M.: Der Arbeitsmarkt hit ich in der ersten Dezemberhälfte stärker ver ch lech tert al« in der vorigen DerichlSzeit. Die Zahl der Arbeitsuchenden nahm um 14 457 oder 6 Prozent zu und stieg damit aus 2 53 5 0 1. Die meisten Zugänge kamen au« den Aufteitberuseit, und zwar au« der Lohnarbeit wechselnder Art ( I 2102), auö dem Baugewerbe ( |- 2772), au« der Industrie der Steine und Erden ( 1 1297) und aus der Landwirtschast ( I 321). Im Metallgewerbe stieg die Zahl der Arbeitsuchenden um 1326; im Bekleidungsgewerbe nahm sie um 985, im Holzgewerbe um 726, und in der Leder- tnduslrie um 657 zu. In der Arbeitslosen- und Krisenunterstühung besanden sich insgesamt 118 933 Hauplunlerstühungüempsänger, da« find 10 877 oder 7,8 Prozent mehr als zu Ansang der BerichtSzeit. An 7235 Personen, die wöchentlich nur drei Tage und weniger arbeiten, wurde Kurzarbeiterunterstühung gezahlt.
Wochenbericht
vom Frankfurter Effektenmarkt.
Die Börsenlage läftt troh der aufterordentlichen KurSzerriittung während der lebten Monate noch immer eine Abkehr von dem ungerechtfertigten PesftmiSmuS vertnifsen. Die Ansicht maftgebender Börsen- und WirtschaftS- kreise, daft die derzeitigen Börsenkurse ganz au« dem Gleichtakt mit dem tatsächlichen Stand der detitschett Wirtschaft geraten sind, vermag sich nicht durchzusehen, solange die Börse in ihrem erschöpftem Zustand immer auf« neue dem Ber- kaufsdrang von ausländischen InvestmenttruslS tind den zwangsweisen GngagementSlösungen der inländische» Vantkundschaft auSgeseht bleibt and von keiner Seite Unterstützung findet.
Als verstimmende Shmptome wirkten in dieser Woche vor allem die meist weiter schwache Aeu- Dörfer Börse, die voraussichtliche Dividenden- reduktlon um 1 bis 2 Prozent bei Gesfürel der vollkommene Ausfall einer Dividende bei Gold- schwidt und erneute Bankinsolvenzen von angesehenen Bankbäusern in Amerika. Da auch aus dem Berliner Markt teiltvetse recht grafte ZwangSverkäuse vorgenommen wurden und auch da« Ausland erneut als Abgeber auf
Irat, schritt auch die Frankfurter Spekulation zu weiteren Berkäufen, so daft teilweise wieder be- achtlict)e Verluste eintraten. Die lebte Börse vor den Feiertagen eröffnete dann in etwa« festerer Haltung, Da die Diskontsenkung In Aeuhork von 2,5 auf 2 Prozent und der feste Verlaus der dortigen Börse eine Anregung boten. Die Ilmsatz- tätigkeit bewegte sich jedoch in den engsten Grenzen, da anderseits das weitere Ansteigen der ArbeitSlosenzlsfern und die verminderten Steuer- einnahmen deS Reiches stärkste Zurückhaltung verursachten. Die Spekulation war etwas zuver- sichtlict)er. Gegeit Schluß der Börse wurden vereinzelt wieder Feiertagsrealisationen vorgenom- men, so daft die erzielten Gewinne, die etwa 1 bis 3,5 Prozent betrugen, nicht immer behauptet biteben.
Gegen die Vorwoche ergaben sich teilweise Besserungen, so bei Kaliwerten, die bis 3 Prozent anzogen. Ilse Bergbau und Rheinische Braunkohlen lagen bis 5 Prozent höher.
Unter Druck standen besonders Glektrowerte, da befürchtet wird, daft die für das atibgelaufene Geschäftsjahr noch befriedigende Dividenden im neuen Jahre kaum ausrechterhalten werden können. Daneben war auch die Schweiz stärker als Abgeber im Markt, so daft hier durchschnittlich Verluste biS zu 5 Prozent eintraten. I.-G.-Farben und der gröftte Teil der übrigen Papiere lagen bis 3Prozeitt niedriger. Für inländische Anlage- werte lag eher etwas Kaufneign tg vor, so daft kleine Besserungen zu verzeichnen waren. Tagesgeld war in dieser Woche etwas steifer; der Sah betrug immer 5,5 Prozent. Am Devisenmarkt lag die Mark gegen Pfunde und Dollar nreist schwächer.
Wochenbericht
vom Frankfurter produktenmarkt.
Der Frankfurter Markt verzeichnete Infolge der Weihnachtsfeiertage nur einmal Markt in dieser Woche. Die Tendenz war stetig, und Preisveränderungen traten gegen die Vorwoche kaum ein. DaS Geschäft hielt sich in denkbar engsten Grenzen, da die Händler infolge der Feiertage keine Unternehmungslust mehr zeigten. Das Angebot hielt sich weiterhin in kleinem Rainen.
In Weizen fanden lediglich einige Geschäfte in aliverzollter Ware statt, die immer noch 2 bis 3 Akt. billiger gehandelt wird, als sie zu dein heutigen Weltmarktpreis plus 25 Alk. Zoll zu beschaffen Ist. Auch das schwache Mehlgeschäft trug nicht zu einer Belebung des Markte« bei Der Preis konnte sich jedoch gut behaupten.
Roggen hatte bei nicht drängendem Angebot ruhigen Markt, doch lag der Preis immerhin recht fest. In urteilsfähigen Kreisen geht die Ansichl dahin, daft infolge des Brotgesehes da« DurchschnitiSpreisniveau für Roggen sich, toenn auch nur in bescheidenem Mafte, heben wird. In die'er Woche blieb der Preis unverändert.
Der Hafer absah bleibt In Anbetracht der groften Karlosselvorräte und der schlechten Lage des Fuhrgeschäftes weiter schwierig. Eine Veränderung der Preise trat nicht ein. Feinste Braugerste war vereinzelt sogar zu Preisen über Aotiz etwas weiter gefragt. Futter- g e r ft c batte kaum Geschäft.
Der M e h l m a r k t lag fast vollkommen darnieder. Ilmfähe kamen nur für den notwendigsten Bedarf zuslaitde. Die Muhlensordertingen lauteten unverändert, desgleichen für Roggenmehl.
Das Futter mittelgesch äst ist »ach den Slelgerungen der Preise und des lebhafteren Absahes der letzten Wochen wieder stark zurückgegangen. Die Preise blieben gegen die Vorwoche unverändert.
Die Woche schloft zu folgenden Aotierungen in Mark (für Getreide pro Tonne, für die übrigen Waren pro Doppelzentner): Welzen 262,50 bl« 263,50, Roggen 175, Sommergerste für Brau- zwccke 212,50 bis 217,50. Hafer 155 bis 160. Weizenmehl (füdd. Spezial 0) 40,50 bis 41,75, Weizenmehl (niederrhein. Spezial 0) 40 bis 41,50, Roggenmehl 26,50 bis 27.50, Weizenkleie 9,10 bis 9.20, Roggenkleie 8,75 bis 9.
Wochenbericht vom Frankfurter Schlachtviehmarkt. Infolge der Weihnachtsseiertage fand in dieser Woche nur einmal Markt statt. Der Austrieb war naturgemäft gegen die Vorwoche erheblich geringer, so daft sich an einzelnen Märkten noch etwas lebhafteres Geschäft entwickelte. So namentlich für Kälber und Schafe. Die Preise waren allerdings leicht rückläufig. Beste Kälber erzielten jedoch Preise über Aotiz.
Auf dem R i n d e r m a r k t war der Auftrieb crbeblid) geringer, als in der Vorwoche, genügte jedoch der Aachsrage. Aach ruhigem Handel wurde ausverkauft. Die Preise hielten sich bei Ochsen, Kühen und Färsen auf der Höhe der Vorwoche, bei Bullen war jedoch ein Gewinn von 2 bis 3 Mark festzustellen. Der Export nahm etwa 45 Proz. Ware aus dem Markt. Auch auf dem Schweine markt war die Vefchickung wesentlich geringer. Bel ruhigem Geschäft wurde der Markt geräumt. Die Preise erlitten allerdings Rückgänge von 1 bis 2 Mark. Die Aach- frage richtete sich in der Hauptsache aus gute mittlere Fleischschweine. GeschäslShemmendwirkte weiterhin das stärkere Angebot von litauischen Schweinen. Am Kälbermarkt war das Geschäft mittelmäftig, doch konnte der Markt geräumt werde««. Die Preise gingen um 1 bis 2 Mark zurück. Aur beste Ware erzielte Preise über Aotiz. Am Schaf markt konnte infolge de« geringen Auftriebs keine Aotiz hergeftellt werden.
Der Auftrieb bestand a»S 910 (1940) Rindern, darunter befanden sich 159 Ochsen, 44 Bullen, 387 Kühe und 275 Färsen, ferner aus 877 (2485) Kälbern, 87 (471) Schafen und 4123 (9830) Schweinen.
Vezahlt wurden pro Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen al) 52 bis 55, a2) 47 bis 51, hl) 41 bis 46. Bullen a) 51 bis 55, b) 46 bis 50. Kühe a) 42 bis 45, b) 35 bl« 41, c) 30 biS 34, d) nicht notiert. Färsen a) 52 bis 55, b) 47 bi« 51, c) 41 biS 46. Kälber b) 73 bis 75, c) 68 bis 72, d) 60 bis 67. Schafe nicht notiert. Schweine a) 60 bis 62, b) 60 bis 62, c) 62 bi« 64, d) 61 bis 63, e) 60 bis 62.
frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 27. Dez. Pendenz geschäfts- lae. Die Börse eröffnete nach der zweitägigen ("eschästüunterbrechuna in lustloser Haltuna. Der fchmache Schluft der Neuhvrker Börse von gestern bewirkte jedoch, daft die Kurse meist etma« niedriger eröffneten, obgleich kaum Material an deir Markt kam. Dao Geschäft bewegte sich in den denkbar engsten Grenze», zumal vor der Jahresultiinoliqui- dation vo» feite» der Spekulation keine Neigung bestand, Reuengagements oorzunehinen. Die Grund- stlnimung war indessen nicht unfreundlich und lieft eine gewisse Widerstandskraft nicht ver kennen. Da auch kaum anregende Monrerrte vor» lagen, wurden vereinzelt kleine Abgaben vorgenonr- irre», so daft gegen die Kurse vom Mittwoch aus ei» (Wine» Märkten kleine Abbröckelungen eintraten. Inr groften und ganzen war die Kuragestaltrmg nicht ganz einheitlich. Am Markte der Chemleaktie» gaben IG.-Farbe» und Metallgesellschast bis
Zur Richtigstellung!
In unserem Weihnachtspreisrätsel für Kinder ist infolge eines technischen Berschens ein bedauerlicher Druckfehler unterlaufen, den wir hiermit richtigstellen wollen: die letzte Silbe in der dritten waagerechten Zeile von oben soll „I a n“ heißen, nicht „lau“, wie in der Ausschreibung zu lesen mar.
0,5 v. Sy nach, während Schcideanstalt 1,5 v. H. gewannen. Bon Elekiroakticn verloren (9e|fürel erneut 1,5 v. Sy und AGG. 1 o. H. Licht und Straft und Siemens blieben gut behauptet. Montanwerte, Maschinen, Zellstoff usw. hatten heute kaum Umsätze zu verzeichnen. Am Bankenmarkt gaben Barmer Bonk ihren Gewinn von Mittwoch wieder voll her. Auch Reichsbankanteile eröffneten 1 v. H. niedriger. Im übrige» waren diese Werte nur wenig ver ändert. Am Schiffahrtsmarkt verloren Norddeutscher Lloyd 1,5 v. Sy Conti Gummi konnten 2,5 v. H. anziehen. Sehr schwach lagen dagegen von Warenhausaktien Slarftabt, die etwa 6 v. Sy einbüftten. Bon internationalen Werten zogen-Soenska 8 Mark an. Auch am Rentenmarkt herrschte fast vollkoin mene Geschäftsstille. Die Kurse lageck-meist knapp behauptet. Auch im Berlaufc hielt die lustlose Stimmung an, und Umsätze kamen kaum noch zustande. Unter dem Einfluß der Orderloslgkelt bröckelten die Kurse um Bruchteile eines Prozentes ab. Nur für Svenoka erhielt sich die Nachfrage. Am Geldmarkt war der Satz für Tagesgeld mit 5,5 v. H. unverändert. Man nimmt an, daß die Geldversorgung zum Jahresultimo keine größeren Schwierigkeiten machen wird. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,196750, gegen Pfund 20,39, London gegen Kabel 4,858750, gegen Paris 123,60, gegen Mailand 92,76^ gegen Madrid 45,60, gegen Schweiz 25,02, gegen Holland 12,0550.
Berliner Börse.
Berlin, 27. Dez. Der heutige Wochenschluß, der durch die Feiertagsunterbrechung etwas in der Lust gehemmt wurde, brachte hinsichtlich der Tendenz eine gewisse Enttäuschung. Wie schon erwartet, herrschte große G e s ch ä f t s st i 11 e; aber auch schon rein ftlmmungsmäftlg war die Tendenz eher schwächer, da der schwache Schluft der gestrigen Neuyorkcr Börse, der allgemein überraschte zumal man sich von der vorgenommenen Diskontsenkung mehr versprochen hatte, nicht ohne Elnfluft blieb. Besonders Kunstseide- afticn und Obligationen hatten drüben stärkere Kurs- einbußen erfahren, die hier nach anfänglicher Minus- Minus Notiz einen 5 v. 5).-Rückgang zur Folge hatten. Sonst gingen die Kursverluste nur bei einigen Werten, wie Dessauer Gas, Gesfürel und Salzdetfurth über 2 big 3 v. Sy hinaus; verschiedentlich konnte man auch kleine Besserungen im gleichen Ausmaße feft- ftellen. Ausgesprochen fest lagen Svenska auf Arbitragekäufe, die nach einem Anfangsgewinn von vier Mark sich um weitere fünf Mark im Berlaufe bessern konnten. Deutsche Anleihen waren kaum verändert. Auch Ausländer lagen kursmäßlg behauptet. Der Pfandbriefmarkt mar geschäftslos. Am Geldmarkt trat feine weitere Versteifung ein; die Sätze blieben unverändert für Tagesgcld 4 bis 6 v. Sy, für Mo- natsgeld 7 bis 8,5 v. Sy, für Warenwechsel etwa 5,5 v. Sy Auch die Ultimoregelung vollzieht sich in Berlin bisher in vollkommener Reibungslosigkeit. Es ist anzunehmen, daß die Geldversorgung zum Jahresende kaum noch Schwierigkeiten machen wird. Im Berlaufe wurde dann auch die Stimmung wieder eher freundlicher. Bon Stückemangel war kaum noch die Rede, und auch die Umsatztätigkeit vergrößerte sich nicht unwesentlich. Für Svenska hielt das Interesse an. Schlesische Gas, deren Anfangs- gewinn bei Mindestumsätzen zustande gekommen mar, gaben im Verlaufe diese 1,25 o. Sy wieder her und verloren noch 0,5 v. Sy dazu.
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem
Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Aenderung der Hausnummern.
Anwohner der Friedrichstraße erhalten von dem Städtischen Hochbauamt die freundliche Mitteilung, daß Ihre Hausnummern ab 1. Januar um einige Stellen geändert werden müsse», mit Rücksicht auf die Erneuerung des Feuerversicherungsbuches. Da in dieser Straße noch viele Hausnummern unbenützt frei find und ein dringender Grund zur Aenderung der Nummern kaum vorliegen kann, muß mau annehmen, daß bei der betreffenden Behörde Arbeits mangel herrscht, dem mit solchen Neuerungen abge Holsen werden soll. Es Ist dabei zu bedauern, daß die steuerzahlenden Bürger die Leidtragenden sind.
B.
Kurszettel her Berliner und Frankfurter Börse.
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