zum Opfer fielen. Vie Feuerwehren von Hirzenhain, Gelnhaar und Usenborn waren gegen das Feuer machtlos, da die vorhandene Wasser- menge nicht genügte, um dem verheerenden Element Einhalt zu gebieten. Da die Scheune an den vier Ecken gleichzeitig brannte, wird Brandstiftung vermutet.
£rei6 Schotten.
Ober-Schmitten. 24. Dez. Sine hier stattgehabte Versteigerung von Liegenschaften beleuchtet« die wirtschaftlich« Notlage deS Bauernstandes, die sich in Geldknappheit und mangelnder Kauflust auSwtrkt. 2luf viele Parzel en wurde übrrhauvt kein Angebot abgegeben. Andere crzi:lien ein Höchstgebot von 20 bi« 30 Pfennig pro Quadratmeter, so daß kein Zuschlag erteilt wurde. In den Jahren noch dem Kriege waren hier Aecker und Wiesen sehr begehrt unb erzielten weit höhere Preise, als sie in der ganzen Umgebung üblich waren. Baugelände wird dagegen immer noch mit 3 Mark pro Quadratmeter bezahlt.
I Obe r-L a iS, 23. Dez. Am vorigen Sonntag veranstaltete die hiesige zw Massige S ch a le im vollbesetzten Saale de« Gastwirt« Werner eine Weihnachtsfeier. Schüler beider Klassen führten, nach Alter und Können abgestuft, mehrere WeihnachtSspiele aus, die alle viel Beifall fanden. Zwischen die szenischen Darbietungen eingestreut waren Gediu)tvorträge, Musikstücke de« hiesigen MusikvereinS und gemeinsam gesungene WeihnachtS.ieder. Zum Schluß erfolgte die Verteilung der Geschenke, die bei allen Kindern Hellen Jubel au« äste. Alle D.schenk: für 79 Kinder waren in wochenlanger Arbeit unter Leitung der beiden hiesigen Le irrerfamilien von den Kindern selbst hergestellt worden.
ch Babenhausen II, 22. Dez. Wie mitgetellt wird, ist nun die endgültige Entscheidung der Ober- postdireltton Darmstadt dahin gefallen daß vom 1. April ab die Vertröstung der Landpost für den hiesigen Bezirk zur Durchführung kommt.
preutzen.
KrciS Wetzlar.
•&- Wetzlar, 22. Dez. Der Jahresbericht des Aieyocrficherungsoereins für den Kreis Wetzlar aus dem Geschäftsjahr 1929 dO zeigt Gegenüber dem Vorjahre erhebliche Mehrausgaben für befriedigte Schadenersatzansprüche der Mitglieder. t$ür diesen Zweck wurden insgesamt 130 170,26 Mark für 882 Schadcnfälle bezahlt. Die Zahl der versicherten Tiere betrug insgesamt 14 774 Stück.
0 Krofdorf, 24. Dez. Die Orgel unserer Kirche zeigte bisher starke Mängel, die ihre Ursache hauptsächlich in dem veralteten Blasebalg hatten. Nunmehr wurde ein elekt romotori- sche« Gebläse eingebaut, das die Störung'.n unb das anstrengende Dalgtreten in Wegfall kommen läßt. — Die hiesige Schule veranstaltete eine Weihnachtsfeier in der Turnhalle. Gedichte und Gesänge der Schuikinber, sowie gemeinschaftlich gelungene Lieder und zum Schluß ein Märchenspiel schufen weihnachtliche Stimmung. Der Vorsitzende des Sltcmbcirale« dankle in anerkennenden Worten der Lehrerschaft für ihre Mühe und wünschte Fortbestehen oes guten Verhältnisses zwischen Elternhaus und Schule.
xy. Ovenhausen (Lahn), 23. Dez. Die hiesige Volksschule veranstaltete am Sonntag im Saale Klinke! eine stark besuchte öffentliche Weihnachtsfeier. Zur Darbietung gelangten Gesänge, Deklamationen und Weihnachtsszenen. Gemeinsame Gesänge der Teilnehmer umrahmten die Darbietungen.
3 Salzböden, 24. Dez. In der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung gab Gemeindevorsteher Bodenbender einen lieber- blick über den derzeitigen Stand der Gemeindefinanzen und über die in den Notverordnungen enthaltenen Vorschriften zur künftigen Gestaltung des Gemeindcsteuerwesens. Die Gemeindevertretung sah sich gezwungen, als 'Ausgleich für die infolge der allgemeinen wirtschaftlichen Notlage eingetretene außergewöhnliche Belastung für das Rechnungsjahr 1930 eine Nachtragsumlage in Höhe non 50 v 5). der Grundvermögens- und der Gewerbesteuer zu beschließen, sowie ab 1. Januar 1931 die Gemeindebiersteuer einzuführen. ---Lützellinden. 22.D:z. Di«hiesig«Kleinkinderschule veranstaltete am Sonntagabend ihre von Eltern und Freunden zahlreich besuchte Weihnachtsfeier in unfe.ee Kirche Gut ein- geübte Weihnachtslieder und -gedichte, von den Kleinen unter Leitung von Schwester Luise borge tragen, bildeten den Mittelpunkt der Feier, welche mit einer Ansprache les Ortsgristlichen und Darbietungen des Gemischten EhoreS eine sinnvolle Umrahmung sand. Die Kollekte wurde dem Diakonissenmutterhaus in Nonnenweier überwiesen.
H Groß-Rechtenbach, 24. Dez. In unserer Gemeinde wurden für d i e notleidende Bevölkerung gesammelt: 28.05 Zentner Kartoffeln, 2,11 Zentner Gemüse, 15 Pfund Fleisch und 41 Mark Bargeld.
Q Klein-Rechtenbach, 24. Dca. In der hiesigen Gemeinde wurden für die notleidend« Bevölkerung 14 Zentner Kartoffeln, 3 Zentner Gemüse, 1 Zentner Kohlrabi, 15 Pfund Koch- erbfen, 6 Pfund Wurst und Speck, 3 Pfund Schmalz, 3 Brote und 31 Mark Bargeld gesammelt.
00 Hörnsheim, 23. Dez. Die Sammlung für die notleidende Bevölkerung hatte in der hiesigen Gemeinde folgendes Ergebnis: 9,50 Mark Bargeld, 41 Zentner Kartoffeln, 9,15 Zentner Gemüse, 22.5 Pfund Speck, 9,5 Pfund Ktt, 12 Würste, 4 Töpfe Honig, 8 Brote, 180 Käse, 2 Bekleidungsstücke, 4 Meter Stoff für ein Kleid und Kolonialwaren.
> Hochelheim, 24. Dez. Der Gemeinderat beschloß einstimmig, die Erhebung einer Nachtragsumlage für das Nechnungsjahr 1930 abzulehnen.
<> Niederkleen, 23. Dez. In der hiesigen Gemeinde wurden für die notleidende Bevölkerung 30 Zentner Kartoffeln, 12 Zentner Gemüse, sechs Pfund Wurst. 8> t Pfund geräucherter Speck, 13i i Pfund frischer Speck. 6 Brote, 3 Eier und 8,90 Mark Bargeld gesammelt.
4- Niederkleen, 24. ‘Scj. 3n seiner jüngsten Sitzung beschloß derGemeinderat einstimmig, die Erhebung einer Nachtragsumlage für das Nechnungsjahr 1930 mit Rücksicht auf die große Notlage, in der sich die Larchwirtschaft befindet, abzulehnen.
O Dornholzhausen. 24. Dez. Die in unserer Gemeinde vorgenommene Sammlung für die notleidende Bevölkerung hatte folgendes Ergebnis: 25 Zentner Kartoffeln, 476 Pfund Kraut. 4 Pfund Speck. 1 Pfund Butter und Wäschestücke. — 3n seiner jüngsten Sitzung lehnte der Gemeinderat die Erhebung einer
Nachtrag-Umlage für das Rechnungsjahr 1930 a b. Gemeindevorsteher Watz hat das Amt als gewählte- Gemeinderatsmitglied niederaelegt. An seine Stelle ist bet Landwirt Wilhelm KlöS II. in den Gemeinderat eingetreten.
Kreis Biedenkopf.
T Rodheim a. b. Bieber. 22. Dez. Die hiesige Schule veranstaltete eine wohlg:lungene Ausstellung von Weihnacht-geschen- f e A, welche die Kinder im Handarbii.Santerricht für ihre Eltern angefertigt hatten. Arn Samstagabend wurde die Ausstellung mit einer Weihnachtsfeier eröffnet. Die Kinder trugen in Anwesenheit ihrer Eltern Gedichte vor. tanzten Weihnachtsreigen und zeigten ein kurzes Weih» nochtSspicl. Danach wurde die Ausstellung besichtigt. die sehr schöne Kissen, Kaffeewärmer. Klammerschürzen bis zum Waschlappen und Topf- anfasser von den Kleinsten zeigte. Alle Dinge waren mit großer Sorgfalt gearbeitet. Außer diesen Weihnachtsgeschenken zeigte die Ausstellung Produlte deS Zeichenunterrichts und Modelle von Apparaten, wie sie im Physikunterricht benötigt werden. Die letzteren waren in der
Hauptsache von Zigarrenbrettchen gearbeitet und von den Knaben der ersten Klasse hergestellt. DaS EintrittSgeld foU dazu dienen, die Schulden abzu- tragen, welche durch die Anschaffung einer zweiten Nähmaschine für den DadelarbeitSunterricht entstanden sind.
Maingau.
WSN. Frankfurt a. TI., 24. Dez. In der Schwedlerstraße läßt die Stabt gegenwärtig durch Notstandsarbeiter alte Baracken ab- reißen. Heute morgen stürzte bei diesen Arbeiten eine etwa drei Meter hohe Mauer c i n und begrub den 44 Jahre alten Notstandsarbeiter Dintke unter sich. Er erlitt so schwere Schädetoerletzungen, daß er auf dem Wege zum Krankenhaus verstarb. Der Verunglückte war verheiratet und Vater von vier Kindern.
WSN. (Kronberg (Taunus), 26. Dez. Am ersten Weihnachtsseiertag fuhr der 43jährige Brief- träger Denket von hier mit dem Fahrrad die stark abfallende Straße nach dem Bahnhof zu. Er glitt mit dem Rade aus, stürmte und erlitt einen doppelten Schädelbruch, an dessen Folgen er verstarb. Der Verunglückte hinterläßt Frau und zwei Kinder.
Geschichten aus aller Welt.
Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!
Der Doppelgänger.
— Paris.
Jahrelang hat er seine Rolle ausgezeichnet gespielt: bald sah man ihn in London, bald in Paris, in Brussel oder Amsterdam auf einem großen Sportfest, auf einer Veranstaltung, bei der man wettete ober boch wenigstens in großer Spannung etwas beobachten mußte. Bill Humbert war überall, wo etwas los war.
Die Grafen und Barone in Paris erhoben sich ehrfurchtsvoll von ihren Sitzen und grüßten tief. Die Belgier starrten ihn an und die Holländer machten noch größere Augen, wenn sie ihn bemerkten. Denn er sah aus wie der Prinz von Wales. Diese Tatsache bestimmte sein ganzes Leben von dem Augenblick an, als ihn sein Vater, der Stos.warenhändler Humbert in Manchester, aus dem Hause jagte. Die an sich lustige Tatsache, einem Prinzen auf das Haar zu ähneln, hatte eigentlich ja keine sehr tiefe Bedeutung, wenn Humbert sie ihr nicht gegeben hätte. Er tat es, indem er aus seiner Aehnlichkeit ein großartiges Geschäft gemacht, weil er merkte, wie leichtgläubig die Menschen wurden gegenüber einem Mann, der so aussah wie der Prinz von Wales.
Außerdem hatte er sich beibringen lassen, wie man Taschendiebstähle ausführt, wie man unvorsichtigen Neichen die Brieftaschen zieht. Wenn man ihn in Paris oder London auf einen Ehrenplatz geführt hatte, wie er sogar einem „inkognito" hier weilenden Prinzen von Wales gebührte, bann hielt er gleich Ausschau nach seinen Nachbarn und stahl ihnen, was er konnte. Selbst den Vorstand e'.nrs großen englischen Klubs plünderte er. während er einem Franzosen, einem Inslationsgewinnler, viele 100 000 Franken ab- nahm, ohne mit der Wimper zu zucken.
Mit Hllse einer eigenen Diät, durch die Unterstützung eines FriseurS und unter Benutzung unzähliger Bilder deS Prinzen von Wales steigerte er seine Aehnlichkeit mit ihm immer weiter. Schließlich ging er sogar dazu über, von dem Schneider, bei dem auch der Prinz von Wales arbeiten ließ, seine Anzüge zu beziehen.
Dann aber hatte er seinen Höhepunkt erreicht. Eine zufällige direkte Intervention des Prinzen von Wales rettete ihn vor dem Zuchthaus. Aber in Paris verfolgten ihn drei Steckbriefe. Außerdem tauchte in seinem Hirn die fixe Idee auf — er sei wirklich der Prinz von Wales. In diesen Ideen verwirrte er sich so sehr, daß er schließlich Gift nahm und sich umbrachte.
Die Polizei war einigermaßen erstaunt, kn
ihm den berüchtigten Hochstapler, den falschen Prinzen zu finden. Auf Grund einer besonderen Bitte und einer speziellen Information der englischen Botschaft in Paris ist die Untersuchung In der Affäre Bill Humbert sofort eingestellt worden. Man wird also nie wissen, wie groß die Liste seiner Uebeltaten war. Große, ganz große Schandtaten, gemeine Verbrechen beging er nicht. Seine größte Schuld war, daß er aussah wie der Prinz von Wales. Dabei aber muß man hervorheben, daß er nie in seinem Leben zu jemanden gesagt hatte, daß er eS sei. Die anderen sagten es und glaubten es in ihn hinein —- und er lieft sie dabei — biS er eines TageS selbst daran glaubte und die Unwahr- ftafligteit dieses Gedankens nicht ertragen konnte. Das war das Ende deS Vill Humbert, des falschen Prinzen von Wales.
Tic „Löwcnwüste" wird Nationalpark.
(p) Mestiko - City.
Zur Betrübnis aller, die hier eine Geschichte von Löwen und einer Wüste zu lesen hofften, muß gleich gesagt werden, daß diese Angelegenheit mit nichts von beiden zu tun hat, obwohl eS sich um eine Löwenwüste handelt. Aus der „Löwenwüste" wird ein Nationalpark, wo die Bäume wachsen und die Tiere leben dürfen wie sie Laune haben. Die Löwenwüste ist ein Kloster, oder, genauer gesagt, die weite Umgebung eines Klosters, das vor vielen hundert Jahren Kar- melitermönche bei Mexiko-Eity anlegten und zu einem Wunderwerk ausgestalteten. „El Desierto de los Leones" wurde im Jahre 1606 errichtet unter dem Protektorat des DizekönigS von Neuspanien, seiner Erzellenz Don Juan de Mendoza. Marquis von Mones ElaroS. Aus bisher noch nicht ermittelten Gründen ist eines Tages das Kloster geräumt worden. Und heute werden die weiten Anlagen als Sehenswürdigkeit vorgeführt. In diesen Anlagen findet man nämlich unterirdische Gänge, die sich kilometerweit hin- ziehen und kleine Zellen, über deren Sinn und deren Bedeutung man sich nicht im klaren ist. Heute neigt man beinahe zu der Ansicht, daft die Mönche hier auf Fundamenten aufbauten, die aus der früheren Indianerzcit stammten und daß hier schon einmal ein Palast oder ein Tempel gestanden habe. Während die Historiker die Gänge durchsuchen, werden draußen hohe Zäune gebaut, um den Naturschutzpark auch wirllich zu schützen — bis in fernerer Zeit wieder einmal andere Menschen kommen und hier bauen und sich wundem über die Gänge und die Geheimnisse dieser (Ruinen und sich ebenfalls nicht erklären können, weshalb nun eigentlich die Löwenwüste ausgerechnet Löwenwüste heißt.
Jußball-Großbelneb an Weihnachten.
Das Sportprogramm der Weihnachtstage zeigte in erster Linie einen großen Privatspiel, betrieb im Fußball.
Ausländische Gäste in Deutschland, große inner- deutsche Spiele und Auslanbreisen deutscher Mannschaften waren an der lagecorbnung und daneben gab es sogar zwei wichtige Entscheidungen in den süddeutschen Punktespie - len. FC. Pforzheim sicherte sich durch einen nach Verlängerung erstrittenen 3:2-Sica über den D f B. Stuttgart den zweiten Platz Cer Gruppe Württemberg, in Baden wurde Phönix Karlsruhe zweiter durch einen 2:0-Sieg über 9t a ft a 11.
Von den internationalen Spielen innerhalb Süd- deutfchland interessiert zunächst die Deutschlandreife der Wiener Vienna, die nach dem glänzenden Sonntagssiege gegen Bayern München nun auch den FV. Saarbrücken 1:0 knapper als verdient und die Mannheimer Städtemannschaft mit 6 2 besiegte. Der Wiener A C. führte sich am ersten Feiertage mit einem 6:2-Siege über Wacker München sehr gut ein, enttäuschte aber gegen Schwaben Augsburg und errang nur einen glücklichen 2:1° Sieg. Der F K. T e p l i g wurde am ersten Feiertag in Worms trotz besserer Leistungen 3:2 geschlagen, konnte aber am zweiten Tage gegen Mainz 05 mit 4:2 gewinnen. Hungaria Budapest war in Nürnberg in Hochform und gewann gegen den
„Älub“ 2:0, besiegte aber auch den SC. Dresden am zweiten Tage mit 5:2. Trotz des Sieges ent- täuschend spielte Sparta Prag in München und gewann gegen 1860 mit 3:0.
9t o t ö ei 6 Frankfurt unternahm eine Reise nach Sachsen und kehrte mit zwei guten Ergebnissen nach Hause. Die „Mannen um Kreß" rangen Guts- mute Dresden «in 1:1 ab und errangen gegen den bestbekannten Chemnitzer BC. einen Sieg mit 4:2. VfL. Neu-Isenburg spielte im Hessen-Han- nooerbezirk des WSD. und erreichte nach einem LO-Sieg über Borussia Fulda gegen Spieloerein Kassel ein 1:1. 23 f 9t Fürth reiste nach Westfalen und gewann gegen Hüsten 09 mit 2:1. Der A C. Graz, seines Zeichens österreichischer Amateur- meister, gastierte in Schweinfurt und Würzburg. In Schweinfurt wurde er von einer Stabtmann- fchaft 2:1 geschlagen, er konnte aber gegen den FD. Würzburg mit 6:1 einen überlegenen Sieg erringen.
Im Ausland weillen ebenfalls einige süddeutsche Mannschaften. Der Karlsruher FD. fpielte in Marseille und rang dort Olympique einen Sieg von 7:0 ab. Die Spieloereinigung Fürth befand sich in Italien und gab dort ein erfolgreiches Debüt. Am ersten Tage besiegte sie die italienische Spitzenmannschaft Juventus Turin mit 3:1. Allerdings mußten die Fürther am zweiten Tage vom FC. Milano Mailand mit 2:0 eine Niederlage hinnehmen.
Oer übrige Sport an den Feiertagen.
Wintersport.
Auf dem Ri eß er fee herrschte an den Festtagen lebhafter Betrieb. Am ersten Tage fertigte der ST. Rießersee den Nürnberger THT. hoch mit 17:1 (6:0. 6:0, 5:1) ab, dcr CSV. Füssen be- fiegte bie Nürnberger HG. 2:1 (1:0, 0:1, 1:0) und bcr EV. Tegernsee trennte sich von dem SV. Rosenheim mit 0:0. Am zweiten Feiertag besiegte der CSV. Füssen die HG. Nürnberg mit 6:0 (1:0, 2:0, 3:0).
In dem bekannten Harzer Winter-Kurort 6L Anbreasberg tourben am zweiten Fest
tag bet alljährliche Sang Lauf über 12 Kilometer „Runb um ben St. Anvreasoerg" durchgeführt. bei dem in bcr Seniorllasfe F. Kraft mit 47,38 unb in bcr Klasse der Jugendlichen 3. Wicke mit 59,34 Win. erfolgreich blieben.
In Schierke kam zwischen den Mannschaften von Zehlendorf-Westen unb SchLittschuhdrrein Schierke ein Eishockeyspiel zur Austragung, das mit einem 6:0-Sieg der Zehlendorfer endete.
Vor 2000 Zuschauern führte der S k i k l u b Partenkirchen am ersten Feiertag die erste größere Winterspvrtveranstalwng in Bachern mit
einem Skispringen bn Werdenfeller Land t <f). 66 Springer nahmen daran teil. Sen i . r Sprung erreichte Franz Reiser vom EC ' • tenkirchen mit 39 Meter. Am nächsten kam ihn, sein Älubfamcrab Wörndle mit 35.38 2R.it. wahrend der Innsbrucker Lantschner rut 35,32 Meter den dritten Platz belegte. In tvr Klasse II gewann G. Lantschner- Innsbruck mit 34,35 Mele». Sieger der Altersklasse l wurde Huber (München) mit 35.32 Meter.
Handball.
Hier war das Gastspiel deS Wiener AL. in Darmstadt daS einzige nennenswerte ®rclg niS. Die Wiener wurden trotz ihrer zahlreich« Internationalen von dem Sportverein 93 Darm» stabt 62 geschlagen.
Hockey.
Neben unbebeutenben Privatspielen überragte hier nur daS Gastspiel bcr tnbischen Hockeyspieler i n 2 e r l i n, wo sie zwei schwere Nie- bcrlagen mit 0:5 gegen DSD. 92 unb mit 1:7 gegen BSE. hinnehmen mußten.
Radsport.
Sic beutschen Dahnen hatten wieber Hochbetrieb. In Stuttgart flieg am Sams ag ein Steherrennen mit Siegen von Frankenstein, Köln, unb LarpuS, Stettin, in ben beiden auS- getragenen Läusen. Zn F.ankfur geto nn Slü ckS ein Internationales Flicgerfahren, während Kroschel Schön im MannschasISrennen siegreich blieben.
Siadielf Kassel -
Stadtelf Ha'le 5:4 (3:4).
DaS Fußball st äbtcspiel Kassel gegen Halle, daS am ersten WcihnachtSfeier- tag vor 1500 Zuschauern auf dem Kurhesscnplatz In Kassel zum Austrag gelangte, wurde von den Kasselanern knapp gewonnen Dieses Resultat, wurde jekwch den Leistungen beider Mannschasten nicht ganz gerecht. Dem «Spielverlauf nach hätten die Hallenser zumindesten ein Unentschieden verdient gehabt. Sie waren im Felde meist überleben und auch in bezug auf Ballbehandlung und Geschlossenheit die bei weitem bessere Mannschaft. Daß es nicht zum Siege reichte, war neben einer Dosis Pech auch der Schuß Unsicherheit bet Angriffsreihe zuzuschreiben. Das Tressen war außerordentlich fair, litt aber unter dem gefrorenen holperigen Boden.
VfB.-Gießen.
Am Sonntag greifen die drei aktiven Mannschaften wieder in die Derb an'. Sf viele ein. Dio Liga unternimmt die letzte ihrer weiten Reisen, und zwar nach Fulda, um der dortigen ,Germania" daS Nücks iel zu liefern. Im Dorrundetressen war diö BsD.-Els ihrem Gegner weitaus überlegen unb gewann verdient mit 3:0. Ob cs ihr gelingt, ben „Germanen" auch diesmal die Punkte abzunehmen, muß bczw:iselt werden. Die DsB.er werden aller Voraussicht nach wieber mit Ersatz antreten müssen. Die Fuldaer ..Germanen" stehen an zweitletzter Stelle der Tabelle, sind aber zur Zeit ooch gut in Form. Trotz alledem geht VfB. nicht ohne lebe Chance In ben Kamps, wenn bie Mannschaft oaS ganze Spiel mit bem gleichen Eifer durchführt wie bie zweite Halbzeit gegen „Sport" Kassel.
Auch bis Ligareserve muß nach auswärts. Eie hat burch ihren 3: l-Sieg über Daubeingen ihren Vorsprung als Tabettemneister auf 4 Punkte vergrößert, muß aber am nächsten Sonntag sehr auf ber Hut sein, wenn sie nicht gegen bie erste Mannschaft Steinbergs, die an zweiter Stelle steht, wieder Terrain verlieren will. Steinberg hat ben Vorteil des eigenen Platzes und verfügt über eine beachtenswerte Spielstärke. Die dritte Mannschaft hat auf eigenem Platz Garbenteichs erste zum Gegner. Man sollte den Einheimischen ein llcines Plus zugestehen können.
Zugend-Skitag des MSV.
Der Mitteldeutsche Skiverband hält am 4. Januar auf dem Hoherodskopf (Vogelsberg) einen Iugend-Skitag ab, in dessen Programm Lang-, Abfahrts- und Sprunglauf verzeichnet sind.
Ordnungsdienst am Jeldberg.
Eine Mahnung für Wintersportler.
Im vorigen Winter hatte die Deutsche Bergwacht, Abteilung Rhein-Main-Sau, im Einvernehmen mit bem TaunuSllub unb bem Verband Mittelbeulscher Skivereine unter Dllligung bet Forstvereinc an ben Wintersonntagen ftarien Betriebes einen ehrenamtlichen Orbnurgjscienft eingerichtet, ber sich bemühte, bie zum F.lbberg strebenden und vorn Feldberg [ommen.en Massen möglichst auf vermiedene Wege aufzutellen unb bamlt Unfällen unb Forst sch > den vorzubeugen. Die Einrichtung ist ba.nals allgemeiner Zustimmung begegnet, Wanderer unb Sportler haben sich gern eingefügt. ES wirb beShalb vön bee Bergwacht auch in b’.o em Winter versucht werben, am Fuchstanz den Aufstieg zum Feld, erg und bie Abfahrt nach Falkenstein, bzw. Eronberg ben Abstieg vom Kleinen Aldberg zum Fuchstanz, soweit m g ich, auch die Wege vom Sandplacken zum Selb berg, für Sllläuser, Rodler und Fußgänger möglichst ge.rennt zu halten, um eine gewisse Sicherheit und Bewegungsfreiheit für Futzwandercr und Sportler zu schassen.
Hierzu ist wiederum die willige Einsicht unb Mithilie aller Winierspor.ler unb TaunuSwan- derer nötig. Wer nicht ganz abseits steht, weiß, baß an jedem Sonntag mit gu.en Schneeverhäll niffen in Eronberg eine wahre Völkerwanderung nach dem Fuchstanz und Feldberg einsetzt. Hier ist cs, wo sich die Skiläufer, Rodler unb Huß ganger vielfach auf gleichem Wege begegnen, so daß angesichts des Massenvertehrs die Winter- freude für den einzelnen ost zum Mißvergnügen wird. Austeilung der Ma! en unter williger Einordnung mühte die Parole sein. Der C -oöler hat kein Recht, bei der Abfahrt alle Fußwege für sich in Anspruch zu nehmen, ebenso wie ber Skiläufer meist schon von selbst im frischen Schnee bleibt. Der Fußgänger Hinwieberum Darf nicht bie Skiwege unsicher machen unb nicht auf Rodelbahnen zu Berge streben wollen.
Jeder sollte guten Willens fein, de i Winter- sormtagen im Taunus zu glattem unb unfallfreiem Der laus zu verhelfen. Wo einsichtige Mahnung laut wird, sollte man ihr v'cht mit Gereizthett und Grobheit begeg en. Unö wo man Gefahr vor Augen sieht, darf man nicht blindlings auf ein llnglücf zusteuern. C s gibt nicht viel Wintersport- Unfälle, die nicht auf Leicht,eriigkeit unb übermütiges Selbstverschulben znrückzuführcn wären. Sv ergeht an alle Winter)portier und Taninus-


