Groß« Strafkammer Gießen.
• ©ieften.21. März.
mehrfach und schwer vorbestrafte Är- beiter aus Frankfurt a. M. waren wegen eines in Bab-Rauheim gemeinsam begangenen Einbruch-oiebstahlversuchs in wiederholten, Rückfall vom Schöffengericht au i e je einem Jahr Zuchthaus verurteiltwor- bcn. Beide legten gegen das Urteil Berufung ein, so daß sich die große Strafkammer wiederum mit der Sache in umfangreicher Verhandlung zu beschäftigen hatte. Das Berufungsgericht hielt bei dem einen Angeklagten die Tat für zweifellos erwiesen: cs bewilligte ihm aber in weitgehendem Mähe mildernde Umstünde und verurteilte ihn zu einer Gefängnis- st r a f c von 9 M o n a t e n. Der andere Angeklagte. der in erster Instanz wegen Mittäterschaft. und zwar wegen „Schmierestehcns" verurteilt worden war, wurde m an g e l s ausreichenden Beweises freigesprochcn. Trotzdem er Dietriche bei sich führte unö_ auch andere Delastungsmomentc für seine Schuld sprachen, hielt das Gericht doch nicht für erwiesen, dah er gerade bei der hier in Frage stehenden, von dem Mitangeklagten auSgeführ» ten Tat mitgewirkt hat.
Das BezirkSschöffenaericht Gießen hat vor einigen Monaten einen Ingenieur wegen fahrlässiger Tötung zu einer Gefängnis st rase von 6 Wochen verurteilt. Er war beschuldigt, bei dem Betrieb eines Stcinbruchs entgegen den Unfallverhütungsvorschriften die abzubauendc Wand nicht genügend abgeböscht, den Abraum nicht zeitig genug entfernt und hierdurch den Tod eines Arbeiters durch einen aus der Wand springenden mächtigen Stein verursacht zu haben. In der heutigen Berufung-Verhandlung stellt fid) die Tat in etwas milderem Lichte dar, so daß das Gericht auf eine an Stelle einer an sich verwirkten Strafe von 6 Wochen Gefängnis aus eine Geldstrafe von 1 0 5 0 Mk. erkannte
Erweitertes
Schöffengericht Gießen.
• Gießen, 26.März. Wegen Einbruchs- d i e b st a h l s. begangen in strafschärfendem Rückfall, waren zwei Wanderburschen angeklagt. Es wurde ihnen vorgeworfen, im Oktober 1929 in Deckenbach und Rüddingshausen mittels Einsteigens Geldbeträge und Nahrungsmittel entwendet zu hoben, gemeinsam mit einem dritten Burschen, dessen Aufenthalt noch nicht ermittelt ift. Die Angeklagten leugneten hartnäckig und konnten nur durch Indizienbeweis überführt werden. Sie waren kurz nach der Tat bei Londorf von zwei Gendarmeriebeamten angehalten worden, weil sie auf unbelcud;teten Fahrrädern in der Rächt fuhren. Dem einen der Angeklagten war bei dieser Kontrolle, als er seine Papiere vorzeigen wollte, eine größere Anzahl Briefmarken ;i 8 Pf. auf den Boden gefallen, tatsächlich waren bei dem Diebstahl in Deckenbach die gleiche Anzahl Briefmarken gestohlen worden. In Rüddingshausen befand sich auf einem Tisch die deutliche Spur eines Gummiabsatzes, die der Täter zurückgelossen hatte: der Gummiabsatz, den der eine der Angeklagten bei der Verhaftung trug, paßte genau auf die vorgefundene, hinterlassene Spur. Dazu kam, daß an den Tatort drei Fahrradspuren führten, die zweifellos von den Fahrrädern herrührten, welche die Angeklagten bei sich hatten. Die Angeklagten erhielten eine Gefängnisstrafe von j€ 1 Jahr 6 Monaten.
Ein Wagenmeister, der seit dem Jahre 1906 bei der Reichsbahn als Beamter angestellt war, entwendete in mehreren Fällen aus dem Gepäckwagen Kleidungsstücke, wie Mäntel, Kleider, Schuhe. Er ging in der Weise vor, daß er während des Nachtdienstes in dem Gepäckwagen, den er zu reinigen hatte, entweder ganze Gepäckstücke an sich nahm, oder Gegenstände aus den Paketen herausnahm, so daß das leere Paket am Bestimmungsort ankam. Er wurde zu einer G e s a m t st r a f c von einem Jahre Gefängnis verurteilt. Das Ocridjt wies bei der Urteilsbegründung darauf hin, daß seine bisherige Unbestraftheit keineswegs als Mildc- rungsgrund anzusehen sei, da diese für einen Beamten eine Selbstverständlichkeit bedeute.
Aus dem Amtsverkündigungöblatt
' Das Am t s v er k n n d i g u n g s b l a t t Ar. 22 vom 25. März enthält: Wahl der Kreistagsmitglieder. — Die Bekämpfung der Schnaken- ploge. — Die Mitnahme von Hunden in Felder iinb Wälder. Das Vertilgen der Blutlaus.
Wirtschaft
weniger als 850 Zentner Zement.
,.M i a g"
Weiterungsbau, ift' kostet etwa erforderte nicht
Das abgelausene Geschäftsjahr ist insofern von besonderer Bedeutung gewesen, als mit einem ansehnlichen Erweiterungsbau des Geschäftshauses begonnen wurde, der infolge des von Jahr zu Jahr zunehmenden Gcschästsum- sangs und aus dem Umstande, unserer Dade- stadt geeignete Geschäftsräume zur Verfügung zu stellen, schon seit längerer Zeit notwendig ist. Der Sicherheit der Kunden wird durch,Schaffung einer vollkommen neuzeitlich eingerichteten Panzerkammer Gewähr geleistet. Der Erder nunmehr nahezu fertiggestellt 75 000 Mark. Die Tresoranlage
Mühlenbau und -Indu- st ri e, QI. -G., Frankfurt a. M. In der Auf- sichtsratssihung der ..Miag", Mühlenbau und
-Industrie A. - G.. Frankfurt a. W., wurde der 'Abschluß per 31. Dezember 1929 vorgelegt. Der Reingewinn stellt sich nach Abschreibungen von rund 865 000 Mark (im Vorjahre 880 000 Mk.) aus 1 869 000 (1 814 000) Mark, aus dem wieder 10 v. H. Dividende verteilt werden sollen.
; Essener Steinkohlenbergwerks- A. - G. Die Fusion mit der Gelsenkirchener Bergwerks -A.-G. geneh- m i g t. Der a.°o. G.-D der Essener Steinkoh- lenbergwerks-A.-G. lag gestern der bekannte Fu- sionsvertrag mit der Gelsenkirchener Bergwerks- A.-G. zur Beschlußfassung vor. In den Besprechungen wurde der Uebcrgang der Essener Steinkohlenbergtverks-A.-G. auf die Gelsenkirchener Bergwerks-A.-G. als am Wege liegend bezeichnet, um so mehr, als Gelsenkirchen bereits Mehrheitsbcsitzer geworden sei. Die Versammlung genehmigte einstimmig den Fusionsvertrag. Rach diesem Vertrag geht das Vermögen der Essener Steinkohlenbergwerks-A.-G. als Ganzes unter Ausschluß der Liquidation gegen die Gewährung von 700 Mk. Aktien der Gelsenkirchener Bergwerks-A.-G. mit Gewinnberechtigung vom 1. April 1930 für jede Aktie der Essener Steinlohlenbergwerks-A.-G. im Nennbeträge von 700 Mk. mit Dividendenberechtigung vom 1. Januar 1929 ab auf die Gelsenkirchener Bergwerks°A.°G. über. Außerdem er- halten die Aktionäre der Essener Steinkohlen- bergwerks-A.-G. für jede zum Umtausch eingebrachte Aktie einen Darzuschlag von 70 Mark.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a.M., 27.März. Tendenz, behauptet. — Zu Beginn der heutigen Börse drückte die noch immer nicht geklärte innerpolitische Lage hinsichtlich der Finanzreform stärker auf die Stimmung. so daß bei der herrschenden Geschäftslosigkeit Geschäft nur schleppend in Gang kommen konnte. Die Grundstimmung war aber weiter widerstandsfähig. Es ergaben sich gegenüber der etwas schwächer gewordenen gestrigen Abendbörse zum Teil einige kleine Besserungen, die durch die Deckungen der Kulisse infolge des heutigen Abrechnungstages herbeigeführt wurden. Aber auch der feste Schluß der gestrigen Reuyorker Börse und die weiter leichten Geldmarktverhältnisse hatten einen nicht zu verkennenden freundlichen Grundton zur Folge. Das Geschäft nahm aber dessenungeachtet nicht größere Formen an. Gegenüber der gestrigen Abendbörse war die Kursgestaltung nicht einheitlich, doch überwogen die Erholungen. Am Cleltromarkt mußten Chadeaktlen ihren gestrigen Gewinn von 2 Prozent wieder hergeben. Etwas mehr hervortreten konnten dagegen Bergmann, die in den letzten Tagen stärker gesucht lagen und heute 3 Prozent anziehen konnten. AEG.. Licht und Kraft und Schuckert waren bis 1.5 Prozent befestigt. Diemens waren behauptet. Elektrische Lieferungen büßten 1,5 Prozent ein. Am Chemiemarkt eröffneten I.-G.-Farben nur wenig verändert. Goldschmidt waren gedrückt. Auch heute lag der Montanmarkt wieder ohne nennenswertes Geschäft, bei ungleichmäßiger Kursentwickelung. Banken zumeist etwas höher. Schiffahrtswerte uneinheitlich. Hapag nachgebend. Norddeutscher Lloyd konnten bei Berücksichtigung des Dividendenabschlages etwas anziehen. Zellstoff Waldho plus 1,5 Prozent, Zement Heidelberg und Wayß & Freitag etwas gefragt und bis 1 Prozent höher. Holzmann abbröckelnd. Mehr Interesse trat später für Kunstseideaktien hervor: es sollen hier von holländischer Seite Aufträge eingetroffen fein. Atu gewannen 2,5 Prozent, Bem- berg 5 Prozent. Hiervon ausgehend wurde die Tendenz allgemein freundlicher, und es machte sich auch für Elektrowerte etwas vermehrte Nachfrage bemerkbar. Renten lagen still. Aufträge für diese Werte waren kaum eingetroffen. Ablösung ohne Option waren eher angeboten und auf Gewinnmitnahmen etwas schwächer. Auch Zolltürken waren etwas nachgebend. Im Verlaufe traten Erholungen bis zu 1,5 Prozent ein. Im Vordergründe standen bei etwas lebhafterer Nachfrage Farben und Aku. Letztere zogen bis 2,5 Prozent an. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 5,5 Prozent gesuchter. Geld über Ultimo 5,75 bis 6,75 Prozent. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,18825, gegen Pfund 20,3825, London gegen Kabel 4,8660, gegen Paris 124,28, gegen Mailand 92,85, gegen Ma- dird 39,10, gegen Schweiz 25,1375, gegen Holland 12,1250.
Kirchliche Nachrichten.
Evangelische Gemeinden. Freitag, den 28. März 1930.
Kapelle des Alten Friedhofs. 18 Uhr: Paffions- andacht, Pfarrer Len;. — Ellsabeth-Klelnkinderfchule. 20 Uhr: Pajsionsandacht, Pfarrer Lic. Waas.
Israelitische Gemeinden.
Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag, 29. März. Vorabend 6.45 Uhr; morgens 9 Uhr; abends 7 und 7.40 Uhr.
Israelitische Religionsgesellschaft. Sabbatfeier den 29. März. Freitag abend 6.25 Uhr . Samstag vormittag 8.30: nachmittags 3.30; Sabbatausgang 7.40. — Wochengottcsdienst: morgens 6.45; abends 6.30 Uhr.
Der Zuschuß für das Mainzer Stadttheater abgelehnt.
WSR. Mainz, 26. 'TRarx. In der gestrigen Sitzung des Finanzausschusses wurde bei der Beratung des Haushalts auch der Theaterzuschuß für die kommende Spielzeit behandelt. Der vorgeschlagene Zuschuß beträgt 610 000 Mk. Der Finanzausschuß erklärte, diese Summe für die Stadt Mainz nicht tragen zu können und lehnte die Bewilligung ab. Somit ist die Weiterführung des Mainzer Stadttheaters in Frage gestellt, toeivn nicht das Reich sich bereit erklärt, einen Teil der von ihm bisher gewährten Zuschüsse weiter zu leisten.
rs-pf. Einheitstarif
bei der Frankfurter (Straßenbahn.
WSN. F r a n k f u r t a. M., 26. März. Der 25 - Pfennig - Straßenbahn- Fahr- schein hat die Zustimmung der Mehrcheit des Hauptausschusses ber Stadtverordnetenversammlung gefunden. Es kommt also für die Straßenbahn der Einheitstarif. Für die Omnibus- benuher wird aUerdings ein Zuschlag von zehn Pfennig erhoben, wenn beim Llebergang zur Straßenbahn eine Strecke von mehr als fteben Teilstrecken zurückgelegt wird.
Bevorstehende Auflockerung am Kapitalmarkt?
Die Meldungen von Hypothekeninslituten über die Einstellung ihrer 8prozentigen Pfandbriefe angesichts des Stillstandes des DarlehnsgeschäftS mehren sich in letzter Zeit. Die Bestände sind, auch in neuen Emissionen, ausverkauft, und die Folge ist. daß die Anlagegelder mehr und mehr an die Börse gehen. Das Gefchäft hält sich zwar noch in engen Grenzen, aber immerhin ist eine beträchtliche Steigerung des Kursniveaus eingetreten. Alles dies deutet darauf hin, daß sich die fortschreitende Verflüssigung des Geldmarktes allmählich doch auch auf den Kapitalmarkt auszudehnen beginnt. Es scheint so, als ob wir uns einer Periode verbesserter und größerer Emissionstätigkeit nähern. Anderseits ist die mit dem Worte „Hypothekennot" gekennzeichnete Lage des Pfandbriefmarktes ein Beweis dafür, daß die Hypotbekennehmer mit ihren Beleihungsobjekten zurückhalken, weil sie auf eine Verbilligung des Hypothekarkredits hoffen.
Bad-Nauheimer DolkSbant.
B a d - R a u h e i m, 24. März. Unter den, Vorsitz von Kaufmann PH. Weiß hielt die Bad-Rauheimer Dolksbank (eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht), das größte Bankinstitut am Platze und eines der größten Bankgeschäfte Oberhessens, ihre 9 8. G e » neralversammlung ab.
Der von Vorstandsmitglied H a b e r m c b l ermattete Geschäftsbericht, der in Dankbarkeit nochmals der großen Verdienste des verstorbenen Aussichtsratsvorsihendeir Notar Stahl um das Genossenschaftswesen gedachte, ergab, daß trotz des Tiefstandes der Wirtschaft in 1929, der auch die Badeindustrie nicht unwesentlich beeinflußte, die Genossenschaft sich günstig weiterentwlckelt hat. Der Gesamtumsatz der Dank hat M> in 1929 um nahezu 8 Mill. Mark auf 131 Mill, erhöht, auch die D i l a n z s u m m e ist um 721 000 Mark auf 4 744 000 Mark angestiegen. Der Reingewinn hat gegen das Vorjahr eine Erhöhung um 10 000 Mark auf 72 000 Mark erfahren, was die Verteilung von 10 v. H. Dividende. die Stärkung der Rücklagen und die Bereitstellung von Mittel« für gemeinnützige Zwecke gestattet. Die Garantiemittel der Bank betragen insgesamt 1 662 000 Mark oder 35,04 v. H. der Bilanzsumme und sehen sich zusammen aus 403 000 Mark Geschäftsguthaben, 337 000 Mark Geschäftsrücklagen und 922 000 Mark Haftsumme. Besonders erwähnenswert erscheint die Liquidität der Genossenschaft. Der Bericht weist aus, daß an sofort greifbaren Mitteln 1 669 000 Mark vorhanden sind, denen an täglich fälligen Verbindlichkeiten 1 914 000 Mark gegenüberstehen. Das Verhältnis der Liquidität beträgt mithin 87,20 v.H., ein Satz, der als sehr günftig zu bezeichnen ist, wenn man erwägt, daß 40 v. H. als genügende Liquidität angesehen wird. Der Wirtschaft von Bad-Rauheim und Umgebung wurden in 1929 rund 3,622 000 Mark an neuen Krediten zur Verfügung gestellt, und am Iahres- schluß standen 3 570 000 Kredite in 1778 Posten iau£. Die Mitgliederzahl hat sich um 7 auf 837 erhöht.
Rach einstimmiger Genehmigung der Bilanz und Beschlußfassung über die Verteilung des Reingeivinns hielt Vorstandsniitglied Stamm einen lehrreichen Vortrag über das Sparwesen. Der Redner warb für eine regere Spartätigkeit im Interesse der Wirtschaft und stützte feine Ausführungen mit Rachweisen über die Sicherheit unserer Währung.
Berliner Börse.
Berlin, 27. März. Während ber heutige Bormittagsverkehr völlig geschäftSloS und ohne Anregungen lag, konnte an der axirbvric die Festigkeit der Kunstfeibewerte die Stimmung günstig beeinflussen. Die anhaltende älnsicherheit hinsichtlich der Entwicklung ber innerpolitischen Lage mahnte zur Zurückhaltung, wenn auch bie Börse an eine Einigung glaubt. Auch mit Ruck- icht auf den heutigen LiguidationStag bekundete man wenig Reigung zu Reuengagements. Zu den ersten Kursen zeigte sich dann keine einheitliche Tendenz: die Veränderungen gingen nach beiden Seiten und betrugen in ber Regel nicht mehr als 2 v. H. Das Hauptinteresse konzentrierte sich auf den Kunstsei dem arkt, wo Gerüchte von einer verschärften Konzession, die eine Stabilität der Preise sichern soll, Käufe für Amsterdamer Rechnung veranlaßten. Bemberg gewannen 6,5 v. H., Aku 3,75 v. H. Sehr fest lagen noch Thüringer Gas Plus 5,75 v. H. auf die gemeldete einprozentige Dividendenerhohung. Bergmann konnten sich um 3,5 v H gut erholen Von den übrigen Werten gewannen Akkumulatoren, Waldhof und Kanada Eertifikate 2 Ms 3 v. H. Etwas stärker gedrückt waren Kaliwerte, die bis 2,5 v. H. verloren, und Eisenbahn-Verkehrsmittel mit einer Einbuße von 3 v. H, wobei es sich vielleicht um durch Abgaben verursachte 2lbschläge handelt. Deutsche Anleihen freundlich. Ausländer ruhig. Bosnier bis 0,25 v. H. höher. Türken leicht nachgebend. Pfandbriefe bet kleinem Geschäft weiter freundlich. Der Geldmarkt war zum Ultimo angespannter. Tagesgeld stellte sich auf 5 bis 7 v. H.: sonst waren die Sähe unverändert. Im Verlaufe trat eine nennenswerte Belebung nicht ein. Immerhin kam es jedoch zu einer kleinen Aufwärtsbewegung, da sich in einigen Werten Stückemangel bemerkbar machte. Da Prämienware so gut wie gar nicht vorhanden war, zogen einige Hauptwerke bi- 2 v. H. über Anfang an.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 27. März. Auftrieb: 130 Rinder, 1101 Kälber, 247 Schafe, 461 Schweine. Kälber. Beste Mast- und Saugkälber 76 bis 80, mittlere Mast- und Saugkälber 70 bis 75, geringe Kälber 62 bis 69. Markt- verlaus: Kälber und Schafe langsam, aus- Pertauft. Schweine mäßig-rege, geräumt.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe ber zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 v. H., Lombardzinsfuß 6 v. S).
Sraulfurt a. Ul.
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Berlin
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27- 3
b% Deutsche ReichSanleihe
87
...
86.9
Hamdurg-Amonla Pate, . . . <
vomburg.Südam. Dampsschüt. 8
109,75
705717
109.75 1
163
109 5
■ % Deutsche Reichrauleihe von 1929 ......
99
99
_
Hansa Dampfschiff.....10
Norddeutscher l'kmo.....8
Allgemeine TeutscheLredilaust. 10
111,5
104
154
111.75
104.13
Deutsche Anl^lblSs.-Schuld mit
117,25
—
117
117
Auslos.-Rechten ......
55.5
9.4
55.25
55,6
Barmer Banwereln .... 10 Berliner Handclögesellschasi - 1 - Commerz» und Privat-Bank. 11
132.5
132
132 5
I31
Dttgl. ohne Äustos.. Rechte . . . s% Heg. yoüiflaal von 1929
9,3
9.65
9.4
,158
158,13
172
158,5
172
158,4
rrütfialjlb. 108%)......
Cbrr!i?ffcn Provinz«Anleihe mit
91
—
—
Darmstadter und Nationalban! 1,' Deutsche Bonk und
234.25
148.5
234
148,75
233,25
148,75
AuÄoi.-Rechten.......
51
_
—
Dirconto-Gesellschaft, ... 10
2ci)tjd)f Komm. Sammclabl.
Dresdner Bank......10
'bl
151,25
151.25
151,25
Anleihe Serie 1......
'% itrnnfi. Hhp.-Bauk Goldpfe XIII unfünbbat bli 1934 . . .
53,4
—
53,6
—
Reichsbank.......12
285
—
285,4
284,25
97
_
—
a.c.®...........k
i64.65
164,75
165,13
164,75
nrnntf. Hyp.-Vank Goldpse
200
201
198
201.5
88,75
Elektr. Licscruug.geselllchaft. 10
Licht und Straft .... 10
166.75
168
169,25
1Rheinische Hhp.-Baul
169,5
170,75
170.9
171,25
■ ■ i' oibpfc.. ......
84,1
_
—
Felten L Guilleaume <Vi
Gesellschaft für Elektrische
127,5
«E»
127.75
127.25
Px. r.'andetPs<wdbric1aulIaU,
174,5
175.5
97
97
—
Unternehmungen .... 1"
Hamburger LteltrtzitLtck-Äerke 10
Rheinische ElektrtzÜäl . »
177
i-r. Landerpsaudbriefanstalt,
—
134,25
134
N i.i. Obi. R. iS .
94
—
94
w—
—
144.5
.% _t. Landetpsandbricsanstalt,
Schlesische 6'eltrizita,. . . . 10
—
—
164
165
89
_
89
_
Schuckert L Co.......11
Siemens L HalLke.....16
190
188,5
189 13
■, 4 's), abg. BorkriegS-Ohllgatio
249,75
250
249.65
251
93
_
129,25
LahmrverSLv.......10
165
165,5
—
1% C eiletretd)tld)e Golbreute . .
30
30
Buderus.........ö
77,5
78
77.65
77,5
i,3O% Oesterrcichische Silberreiiie
5,5
—•
5,5
Deutsche Erdöl.......®
—
——
101.5
101,5
1% O österreichische einheitliche Rente
i% Ungarische ©olbtenlc . . . .
26,5
-
26,5
effcnci Steinkohle ...... 8
Gelsenkirchener.......®
Harpen er •
140.5
130
140
142
140.5
130
140.5
129,25
i% Ungarische Staats rcnte v. 1910
—
—
—
—-
Hoesch Sis^.. . ...... 67,
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—
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beSfll. von 1918 . . .
l% Ungarische Stionenrcnlc . . .
3
=
3
24.75
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gise Bergbau ...•••• io ftlödnettoedc . • ..••••'
104,5
252.5
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352
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t% lürfilthc Zollanleihe von 1911
7,75
7,4
7.55
7,75
üöin.Neuelsen.....•••'
—
107,75
108,25
4% Türtische Bagdadbahn-Anl
7,5
7,5
7,5
Manncrmann-Rohren .... 7
105.25
105,25
105,4
105.5
Serie 1 .......
——
Mantselder Bergbau . . ... •
Oberschiri. EHenbedart . . . . 6
—
106,25
i% BeSfll. Serie II.......
7,6
—
7,5
7.6
—
—
69,75
69
>% Rumänische vereinh. Rente
Oberschles. Kurswerte...../
—
102,75
102 • 5
von 1903 . .
iy*% Rumänische vereint). Rente
Von 1813 • •
11,5
17,9
-
11,5
17.8
i
Bhönir Bergbau......c -
Rheinische Braunkohlcu . . lu
Rheinstahl . ....... 6
102 5
233,5
115
j 114,75
102 75
234
116
232.25
1114,75
t% Rumänische vcrciah. Rente .
9,4
—
9,25
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Riebeck Manta. ......
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1
Frankfurt a. 271.
Berlin
Banknoten.
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1-Uhr-
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Berlin, 26. Älärz
Geld
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Ltmeritanilche Noten.....
4,169
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Datum
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27. 3
26. 3
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Belgische Noten.....
'TvinHAr ‘Onfeit.....
• « •
58,31
111.88
58,55
112,32
Snalische Noten........
20,33
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Bereinigte Ltohlwerke
95,75
94.75
95.75
95
Französische
Noten .. .
Noten . . .
16,375
16,435
£laöi Minen ....
. 16’/,
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56.25 ।
56,25
HollSndischc
167,63
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213
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Italienische Norwegische
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• «
21,97
22,05
staliwcrke Westeregeln
. . . 10
215
214
216
213,5
Noten - - -
111,90
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Kaliwerke L^ltdetiurtb
. . . 15
365
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366,75
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Deutfch-L eslerr-, alOO Kronen Nmnänrsche Noten......
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Schwedische Noten . . . Schweizer Noten ....
112,23
80.92
112,67
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Svanische Noten .... Tschechoslowakische Noter
52.30
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Scheideanstal! ....
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12,365
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Goldschmidt ....
Rütgervwerke ....
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69 77.25
68.5
68,9
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68
77,75
Ungarische Noten ....
72,85
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MetaNaesellschast. . .
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Z/CüifrnmatH Berlin
— Frankfurt a. 2H.
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Amtliche Notierung
Geld 1 Bries
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Geld | Brief
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Schulthcw Payenhoser
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Kuen.«Airei
1,581
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Cbristiauia.
112,08
112,30
112,04
112,26
Situ .......
e • • 16
95,5
95,5
99-25
Atocenbageu
112,13
112,35
112,11
112.33
Bemberg......
. . . 14
142
141,13
148
Stockholm .
112,51
112,73
112.49
112,71
Zellstoff Waldhos . . Zellstosf Aschasseitbura
. . 13*/.
. . . 12
207
156
209
155,25
207,5
155,75
210,5
155,75
Helsmgfors.
(j talten. . .
10,525
21,905
10.545
21,945
10.525
21,94
10,54
21.98
Charlottenburger Walser ... 8
—
—■
100.25
Vondon. . .
20,366
20,406
20,358
20,398
Dessauer Gas ....
. . . . y
—
—
171.5
171,5
■Jicuflort . •
4.183
4,191
4.184
4.192
Daimler llotoren . .
. . . . o
37,25
37,6
37
37,13
Paris....
16,36
16,42 81,16
16.38
16,42
Deutsche Linoleum .
• e • • •
243
243,75
245
Schweiz ..
81,02
80.995
81,15
Mafchinenbau A.«G. .
. e . . 0
—
—
47,75
48
Spante« . .
51,96
52,06
52,20
52,30
Rat. Auwmobll . . .
. . . . 0
—
—
—*
Japan ■ . ■
2,071
2,075
2,071
2,075
Orenstein & Äoppel .
. . . . 6
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73.75
73.75
-Nio de Jan-
0,489
0,491
0.488
0,490
Leonhard Tietz . . •
... 10
—
152
153,5
Wien tn ®u>
SvenSko......
• e • • •
—
347
348
Oest. abgeft.
58,96
59,08
58,95
59.07
ieSrob" ‘ i
12,401
12,421
12,40
12,42
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-
—
7,396
7,410
7,393
7,407
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38
—
38,25
——
Dudape'l. .
73,05
73,19
73,07
73.21
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. . . . 0
—
—
Bulgarien .
3,037
3.043
3,037
3.043
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.... 6
39
——
37,5
1 —
Liffaboii . .
18,73
18,77
18,73
18.77
108
—
—
Dmuig. - . | flonftantui.
81,43
81.59
81,43
81.59
Mamkroftwerke Höchst o. M . . 8
106
106,5
—-
—
1.785
1,789
1,784
1.788
Mtao • •
. . . ir
132.5
—
130,25
130,25
Arbeit . .
5,415
5.425
5,425
5.435
Gebr. Roeder . .
... 10
105
—
-
—
| Lanada . .
4.182
4,196
4,181
4.189
Boigt & Haejiuer . .
Süddeutsche Zucker .
218
159
1 -
218
159,6
1 -
1 Uni uay. .
1 Tatro • ..
3,746
20,885
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20,925
3,746
20,88
3,754
20,02


