Höger (Hamburg). 20.15 Mr, tm Vortragssaal des Kunstwissenschaftlichen Instituts. — Deutsch- nationale Volkspartei: Oeffentliche Versammlung. 20.15 älhr. im Cafö Leib. — Lichtspielhaus. Dahn- hofstrahe: »Der Korvettenkapitän". — Astoria- Lichtspiele: »Das Schweiz erland".
— Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Heute um 20 Uhr unter Spielleitung Walter Bäuerles im Mittwochabonnement Schillers Trauerspiel: „Kabale und Liebe" in der Besetzung der Erstaufführung. — Die Vorstellung im Freitagabonnement wird wegen der Vorbereitungen zur Erstaufführung von: „Meine Schwester und ich" auf den folgenden Tag verschoben. Die Spielleitung dieses musikalischen Lustspieles von Berr und Verneuil, zu dem der bekannte Komponist Ralph Benatzky Schlagertexte und Musik schrieb, hat Intendant Dr. P r a s ch selbst übernommen. — Die Exl-Bühne, vielleicht der ocdeutendste Vertreter österreichischer volkstümlicher Bühnenkunst, gastiert am 2. Dezember mit Schönherrs Komödie: „Erde" im Gießener Stadttheater.
— Vortragsabend des „Hilfsbundes fürdieElsaß-LothringcrimRei ch". Am nächsten Sonntag wird Geschäftsführer G i l g vom „Hilfsbund für die Elsaß-Lothringer im Reich" im Hotel Köhler einen Vortrag halten über: „Die Aufgaben und Ziele des Hilfsbundes in Gegenwart und Zukunft". Die Berliner Geschäftsstelle des Hilfs- bundes lädt hierzu alle ehemaligen Elsaß-Lothringer in Gießen und Umgebung ein. Näheres in der An- zeige am Samstag?
Daten für Donnerstag, 27. November.
1701: der Astronom Anders Celsius in Upsala geboren.
♦
** Don der Landesuniversität. Der ordentliche Profesior der klassischen Philologie Dr. phil. Dr. med. h. c. Karl Kalbfleisch wurde zum korrespondierenden Mitglied der Fondation Egypto- logique Reine Elisabeth in Brüssel ernannt.
** Der Gießener Stadtrat wird sich in seiner öffentlichen Sitzung, die — wie gestern schon kurz berichtet — am kommenden Freitag (16.30 Mr beginnend) im Sitzungssaal im Stadthaus, Dergstrcche, stattfindet, vor allem mit Kre- diterw eiter ungen für den Voranschlag 1930, sowie mit der Bereitstellung der erforderlichen Deckungsmittel beschäftigen. Weiter stehen u. a. auf der Tagesordnung: Festsetzung der Hundesteuer für 1931, Aenderung der Ortssahung über die Erhebung der Diersteuer, diverse Arbeitsvergebungen und Kreditbewilligungen, Winter- beihilfe 1930/31 an die Fürsorgeempfänger des Wohlfahrtsamtes und andere Bedürftige.
** Das Hochwasser der Lahn und der Wies eck ging während des Montags und des Dienstags weiter zurück. Es hat wohl in vielen Gartengrundstücken Schaden anaerichtet, der jedoch meist nur von geringerer Bedeutung war. Während der Hochwassergefahr war auch die Müllersche Bade- anftalt an der Lahn nicht unwesentlich gefährdet, größerer Schaden wurde aber dadurch verhütet, daß der Besitzer rechtzeitig Maßnahmen getroffen hatte und alles in Sicherheit brachte, was gefährdet erschien.
** Eine Viehzählung in der Gemarkung Gießen und Schiffenberg findet am 1. Dezember, wie alljährlich, statt. Die Diehbesitzer haben den Zählern die notwendigen Auskünfte zu erteilen. Näheres in der heutigen Bekanntmachung.
** Der Dildungsverband der Deutschen Buchdrucker, Ortsgruppe Gießen, veranstaltete am Samstag im Haus des Gewerbevereins einen Vortragsabend, zu dem sich Überraschend viele Mitglieder eingefunden hatten. Der Vorsitzende des Kreises Frankfurt des ^Bildungs- Verbandes. Herr A l b i n u s , hielt einen Vortrag über das Thema: »Kleinschreibung als Zeit- Problem". Der Redner führte u. a. aus, daß wir uns in einem Zeitalter der Umstellung befänden, in dem alte Formen keinen Platz hätten, m dem Anpassungsfähigkeit an bestehende Rot- Wendigkeiten erste Forderung sei. Auch die Sprache müsse sich der Zeit anpassen, müsse sich aum Einfachen hin entwickeln, um so nicht das Eigentum eines engen Kreises zu bleiben, sondern das Eigentum eines ganzen Volkes werden. Unklarheiten in der Rechtschreibung, Doppelschreibungen, müssen entfernt werden, den Kindern, die zur Zeit sechs Alphabete lernen müßten (großes und kleines, deutsches und lateinisches, Antiqua- und Fraktur-Druckschrift) sei Erleichterung zu verschaffen und damit Zeit und Gelegenheit zu geben, sich anderen Kulturgütern au öffnen. Der Redner führte aus. daß die Kleinschreibung im Lesen keine Hindernisse bieten könne, da wir ja auch im Sprechen, in der Sterwgraphie
und in der Telearaphie auf besondere Kenntlichmachung der in der Schrift durch Großbuchstaben gekennzeichneten Worte verzichteten. Rur ein gegnerischer Wille des Lesenden schaffe Widerstände, die in Wirklichkeit nicht beständen. Der Redner wies sodann auf geschichtliche Zusammenhänge hin und betonte, daß es seit der Zeit, da man Schrift tatsächlich „schreibe", Jahrhunderte hindurch keinen Großbuchstaben gegeben, und erst ein erhöhtes individuelles Geltungsbedürfnis den Großbuchstaben geschaffen habe. Man trage sich in neuerer Zeit auch in romanischen Ländern mit dem Gedanken der völligen Abschaffung des Großbuchstabens. Man dürfe sich einer Entwicklung nicht verschließen, wenn man sich nicht der Gefahr aussetzen wolle, von der Entwicklung übergangen zu werden. Die Schrift, die einheitliche Schrift (der kleine Antiquabuchstabe) sei eine nicht mehr zu übersehende Forderung der Zeit und stelle ein Mittel internationaler Verständigung und der internationalen wirtschaftlichen Vereinigung dar. Es gelte lediglich, das Hindernis der Umstellung zu überwinden, um der Vereinfachung unserer Schriftsprache die Wege zu bereiten. Dem Vortrag schloß sich eine lebhafte Aussprache für und wider die Kleinschreibung an. Eine Ausstellung von Drucksachen in Kleinschreibung sand kritische Betrachtung.
** Deuts che r Dankbeamtenverein, Zweigverein Gießen. Man berichtet uns: Gauvorsteher Decker (Frankfurt a. M.) sprach in einer sehr gut besuchten Versammlung über das Thema „Soziale Fragen im Dankgewerbe". Der Redner erntete mit seinen Ausführungen starken Beifall. Rachstehende Entschließung wurde einstimmig angenommen: „Die auf Einladung des Deutschen Bankbeamten-Dereins. Zweigverein Gießen, versammelte Gießener Bankangestellten- schaft protestiert mit größter Entschiedenheit gegen oen von den Dankleitungen verlangten llpro- zentigen Gehaltsabbau und gegen weiter geforderte Verschlechterungen des Tarifvertrages. Auch die Gießener Dankangestellten stellen fest, daß durch Streichung von älebertarifbezahlungen, Rückgruppicrungen und Erhöhung der Beiträge zur Arbeitslosenversicherung die Einkommen der Bankangestellten bereits eine starke Verminde- ntng erfahren haben. Ein erheblicher Teil der Dankangestelltenschaft bleibt in seinen Bezügen noch hinter den Friedenseinkommen zurück. Eine Herabsetzung der Gehälter muß daher abgelehnt werden, zumal eine fühlhare Preissenkung nicht eingetreten ist und das sowieso schon stack herab- gedrückte soziale Existenzminimum der Bankangestellten eine weitere Reduzierung nicht mehr verträgt."
*• In den Astoria-Lichtspielen läuft zur Zeit ein Kulturfilm, der unter dem Titel »Die Schweiz" Bilder bringt, die außerordentlich gut gefallen. Der Film wurde nicht von einem Film- unternehmen hergestellt. sondern von dem Schweizer Oberingenieur Vogelsang, der in einer sechswöchigen Reise mit Bahn und Auto die schönsten Orte der Schweiz aussuchte und im Bilde festhielt. Man sieht den Thuner See mit seinen schönen Schlössern, fährt mit der Lötschbergbahn von Spiez durch die Alpen nach dem Simplon, und lernt dabei die Dergwelt und die Eigenheiten des Landes kennen. Man steht vor schäumenden Wasserfällen und dann wieder vor stillen Kirchen, blickt herab auf den Vierwaldstätter See und in das weite Tal der Rhöne; über riesige Viadukte, durch schier endlose Tunnels führt der Schienen» weg und überall bietet sich dem Auge des Beschauer Schönes und immer Reues. Mit dem Photographen überquert man im Auto den St. Gotthardtpah. Der Film bringt außerdem eine Reihe von Bildern von technischen Großtaten; man sieht Wasserkraftwerke und den Bau einer riesigen Schleuse, ferner die Glockengießer von Engelberg bei der Arbeit und bewundert dann wieder die Kühnheit, mit der die Eisenbahn durch die Berge geführt worden ist. Der letzte Teil des Films zeigt das Engadin und seinen Wintersportbetrieb in mannigfachen Bildern. Es lohnt sich, den Film anzusehen.
** Arbeitsgerichtstermine für rei - sendeKaufleute. Gemäß einem Anträge des Verbandes reisender Kaufleute Deutschlands hat der Preußische Iustizminister in einem Erlaß die Arbeitsgerichtsbehörden darauf hingewiesen, daß Termine in Sachen, an denen reisende Kaufleute beteiligt sind, tunlichst auf einen Montag oder Samstag gelegt werden, damit die reisenden Kaufleute ihre Reise so einrichten können, daß ihnen die Wahrnehmung des Termins ohne allzu große Opfer möglich ist. In ähnlichem Sinne haben sich auf die Eingabe die Justizministerien in Bayern, Sachsen. Mecklenburg-Schwerin, Baden. Thüringen und Hessen geäußert.
Wirtschaft.
3484000 Arbeitslose im Reiche.
Berlin, 25. Rov. (WTB.) Das Anwachsen der Arbeitslosigkeit. das regelmäßig um diele Jahreszeit einjetzt, ist nach dem Bericht der Reichsanstalt in der ersten Hälfte des Rodember annähernd in dem erwarteten Umfange eingetreten. Die Zahl der Hauptunterstützungsempfänger in der Arbeitslosenver- icherung ist um rund 100 000 auf 1 631 159 gelegen, während in der gleichen Zeit des Dor- ahres die Zunahme rund 124 000 betrug. In der Krisenunterstützung mit 537 613 Unterstützten ist ein Mehr von rund 27100 zu verzeichnen (im Vorjahre rund 6900). Damit haben diese beiden Unterstühungseinrichtungen zusammen eine Belastung von rund 2 200 000 erreicht. Wie erwartet, ist die Ueberlage- rung gegenüber dem Vorjahre zum erstenmal etwas zurückgegangen; sie beläuft sich jetzt auf etwa 1 000 000 gegen 1 050 000 Anfang Oktober.
Die Zcchl der verfügbaren Arbeitsuchenden bei den Arbeitsämtern ist um mehr als 230 000 angewachsen. Es wurden am 15. Ro- vember rund 3 4 8 4000 Arbeitslose gezählt.
Schweinemarkt in Gießen.
Der heutige Schweinemarkt in Gießen war mit 295 Ferkeln und 2 Läufern beschickt. Cs kosteten pro Stück Ferkel bis 6 Wochen alt 20 bis 25 Mk., 6 bis 8 Wochen alt 25 bis 30 Mk.. 8 bis 13 Wochen alt 30 bis 40 Mk., Läufer 54 bis 60 Mk. Tendenz mäßig, geringer Ueberstand.
*
• Der Aktienindex. Der vom Statistischen Reichsamt errechnete Aktienindex (1924/26 — 100) stellt sich für die Woche vom 17. bis 22. Rovember auf 91,8 gegenüber 93,5 in der Vorwoche, und zwar in der Gruppe Bergbau und Schwerindustrie auf 86,9 (89,3), Gruppe verarbeitende Industrie auf 81,0 (82,4) und Gruppe Handel und Verkehr auf 115,0 (116,5).
* Philipp Holzmann 21®., Frankfurt a. M. Wie WTB.-Handelsdlenst erfährt. hat die chilenische Tochtergesellschaft der Philipp Holzmann AG., die Compania General de Construcciones in Santiago, einen Auftrag auf Errichtung eines Irrigationsdammes am Aconcagua erhalten. Es handelt sich um ein Objekt im Werte von 25 Mill. Peso (---- etwa 12,5 Mill. Mark).
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 26. Rov. Tendenz: schwächer. — An der heutigen Börse neigte die Tendenz wider zur Schwäche. Die unklaren inner- politischen Verhältnisse, die meist schwächere gestrige Reuyocker Börse und die wenig günstig lautenden Monatsbilanzen der Banken verstimmten. Hauptsächlich trat der Rückgang der Deutschen Linoleum-Aktien, die gegen gestern abend 6 Prozent einbüßten und somit den Paristand erheblich unterschritten, in den Vordergrund und trug zur schlechteren Beurteilung der allgemeinen Lage bei. Im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Ultimo sollen auch einige Kundenorders an den Markt gekommen fein. Die Spekulation nahm daher ebenfalls Abgaben vor, so daß bei wenig lebhaftem Geschäft die ersten Kurse überwiegend 1 b l s 3 Prozent niedriger eröffneten. Durch einen größeren Kursverlust fielen noch am Kalimarkt Salzdetfurth mit minus 8 Prozent auf. Am Elektromarkt waren ziemlich einheitlich Verluste von 2 bis 3 Prozent festzustellen; Siemens standen dabei im Vordergrund. Am Markte der Kunstseideaktien gaben Aku 3 Prozent und Bem- bera 3,5 Prozent nach. Am Chemiemarkt lagen I.-G.-Farben bei nicht so großem Angebot 1,75, Echeideanstalt und Deutsche Erdöl bis 1 bzw. 1,5 Prozent schwächer. Der Montanmarkt hatte durchschnittlich Verluste von 1 Proz. Rur Gelsenkirchen mit minus 2,25 Proz. gaben etwas mehr nach Dheinstahl konnten sich leicht befestigen. Am Dau- unternehmungsmarkt lagen Zement Heidelberg weitere 2 Proz. abgeschwächt. Bis zu 2 Prozent verloren ferner Allgemeine Lokal- und Kraftwerke und die Mehrzahl der Bankaktien. Danat- bank minus 3,25 Proz. Am Anleihemarkt büßten Altbesih erneut 0,30 Mark ein; Schutzgebiete konnten sich um Bruchteile eines Prozents erhöhen. Don ausländischen Werten setzten Anatolier etwas höher ein. Rach den ersten Kursen kam das Geschäft fast zum Stillstand, doch hielten die Abgaben an, so daß gegen Anfang weitere
Verluste bis zu 1,5 Proz. eintraten. Der Vfand- briefmarft lag still, bei wenig ve ä ckerten Ku fen. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 4 xp.o^-iu unverändert. Am Devisenmarkt lagen Devisen gegen Mark wieder fester, nachdem schon im heutigen! Vormittagsverkehr die Mark weiter fest lag. Schwach lag weiterhin die Schweiz. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1950, gegen Pfund 20,37, London gegen Kabel 4,8559, gegen Paris 123,61, gegen Mailand 92.78, gegen Madrid 43,40, gegen Schweiz 25,08, gegen Amsterdam 12,0660.
Berliner Börse.
Berlin, 26. Rov. Wie schon im heutigen Vormittagsverkehr zu erkennen war, neigte die Tendenz für Effekten auch zu Beginn der offiziellen Börse überwiegend zur Schwäche. Anscheinend hatten die durch die Haltung der Wirtschaftspartei gestern aufgetretenen neuen inner- politischen Schwierigkeiten im Ausland wieder Mißstimmung hervorgerufen und-neue 2T6gaben ausgelöst. Aber auch die Differenzen, die zum ■Ultimo zu regulieren sind, scheinen bei den heutigen Verkämen mitbestimmend gewesen zu sein, denn auch die Kulisse und die Börse selbst schritt meist zu vielleicht nicht immer freiwilligen Abgaben. Auch vorliegende Momente, wie das schwache Reuhork, weiter gestiegene Arbeitslosen- ziffem, wenig erfreuliche Monatsbilanzen be* Großbanken, die Ultimosorgen in Frankreich und die Stühungsversuche der Devisengruppe in Paris, der Kunstseidekonkurs in Belgien und Befürchtungen, daß die heutige Generalratssihung der Reichsbank eventuell Ueberraschungen bringen könnte, mahnten zur Zurückhaltung. Selbst ohne Berücksichtigung der heute auf den Kursen liegenden Reports per Ultimo Dezember waren 21b- schlägebiszu3 Prozent nicht selten. Darüber hinaus verloren Reichsbankanteile, Kaliwerte, Deutsche Linoleum bis zu 5 Prozent, und Ilse Bergbau verloren nach anfänglicher Minus- Minus-Rotiz erneut 7 Prozent. Die übrigen Montanwerte waren allerdings wieder gehalten, da die Gerüchte von einem eventuell bevorstehenden englischen Bergarbeiterstreik etwas stützten. Auch einige Nebenwerte, tote Gebrüder Körting, Siegen-Solingen und Chemische Heyden, lagen ziemlich widerstandsfähig. Deutsche Anleihen bröckelten weiter ab. Ausländer waren meist geschäftslos. Runiänen leicht gebessert. Der Pfandbriefmarkt war still. Reichsschuldbuchforderungen bei geringen Umsätzen wieder 0,25 bis 0,50 Prozent schwächer. Am Geldmarkt zeigte Tagesgeld eine leichte Anspannung; der Sah stellte sich auf 3,75 bis 5,75 Prozent, nur noch vereinzelt auf 3,5 Prozent; Monatsgeld auf 6 bis 7,5 Prozent, Warenwechsel wurden ziemlich nominell mit 5,13 bis 5,50 Prozent genannt. Im Verlaufe gingen die Kurse weiter zurück. Das Angebot war, besonders in Spezialwerten, ziemlich groß und hatte erneut Verluste von 2 bis 3 Prozent zur Folge. Kaliwerte waren besonders schwach und verloren bis 6 Prozent. Auch Farben konnten sich öem vorherrschenden Verkaufsdruck nicht entziehen und gingen abermals um zirka 2 Prozent zurück. Beachtung fand das Rachgeben der Danatbank-Aktie auf 144 Prozent und der Rückgang der AEG.-Aktie auf pari.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 26. Rov. Im Zusammenhang mit den schwächeren Auslandnotierungen war die Stimmung am Produktenmarkt lustlos. Größeres Angebot veranlaßte die Spekulation zu einer großen Zurückhaltung. Die Rachfrage war gleich Rull. Die zweite Hand kam mit niedrigeren Offerten an den Markt, aber hiervon erhielten die ausnehmenden Kreise keine Anregung. Die Preise waren anfänglich im allgemeinen gut gehalten. Das Mehlgeschäft war nach tote vor schleppend. Rur für Mühlenabfälle prompter Lieferung bestand weiterhin regere Rachfrage, bei erneut anziehendem Preise besonders für Weizenkleie. Später konnten auf dem ermäßigten Riveau in Roggen einige Abschlüsse erzielt werden. Auch Weizen war etwas nachgebend. Es wurden notiert (die Preise verstehen sich für Getreide je Tonne, für die übrigen Waren je 100 Kilogramm): Weizen (Hektolitergewicht von 74 Kilogramm) 265 bis 266,50, Roggen 167,50 bis 170, Sommergerste für Brau- zwecke 205 bis 210, Hafer, inländ. 152,50 bis 157,50, Weizenmehl, südd. Spezial 0 41 bis 42,25, Roggenmehl 26,50 bis 27,50, Weizenkleie 8,25 bis 8,35, Roggenkleie 8,25 Mk. Tendenz ruhig.
Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloßenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 o H., Lombardzinsfuß 6 o. H.
^ranffurt a. M.
Berlin
Frankfurt a. m
Berlin
Datum
«Schluß« furd
25 11
1«Uhr> Kurs
26 11
Schluß« für»
25 11
Ansaug. Kurs
26 11
Datum
«Schluß, 1 für» ।
25 11
l«ilhr, Kurs
26 11
«Schluß, 1 turS |
25 11
Anfang, Kurs
26 11
6% ©eutldif tReWanletbe von 1927 .........
7% Deuts die RdcbeanletBe von 1929 .......
Deutsche Ant.-Ablöl.-Schulb mit 8lueloL-Med)ten . .
DeSgU ohne AuStos.-Nechte . .
8% Hell. BolkSstaat von 1929 (rüdiablb. 102%)......
Oberheilcn Provinz • Anleihe mti Au«lo>.-Rcchien......
Den »che fromm. 6ammela6L
Anleihe Serie 1 ....
8% Franks. Hvv.-Bank Goldpse XIII unfünbbar bk 1034 . .
7% Qtanlj. Hvp.-Bank Goldpse unkündbar bk 1932 ...
4%% Rheinische Vvv.-Vant fiiqu. Goldpse........
8% Pr. Londe-piandbrtesanNalt, Pfandbriefe R. >9
8% Pr Sanbeflplanobrtefanftall, ÄomnuCbl. N. 20. . .
7% Pr. Landespiandbriesanüalt, Pfandbriefe tR 81......
AEG. abg. ®otirieg4.Obligationen. rückzahlbar 1932 . .
*% OesterreickMche «Soldrente . . 4,80% Oeslerreichifche CUberrente 4% Oeüerreühtiche Einheitliche
Rente
4% UngatW »olbttnte . . -
4% Ungarilche «Staatetenie v. 1910
4K% MflLDon 1918
4% Ungarilche Kronenrente
4% türfW Zollanleihe von 1911 4$^XÜrtiläe Bagdadbahn-Anl
4% be«gl. Serie » . - - - - -
6% Rumänische vereint). Rente von 1903 . - ■
4M% Rumänische vereint). Ratte
4% Rumänische vereint«. Rad» -
86,5
98,25
52,2
5,65
88,5
50
50
98,5
92,75
85,75
100
97
97
95
26
23
17,75
19
1,55
3,4
3,275
13
6,475
|| | || | | | | I 1 II | 1 1 1 ! 1 1 1 1 ££ 1 1 |
87,13
98,5
52,25
5,75
88,5
50
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97
97
26,2
2,65
1,5
23
18
19,13
1,55
3,25
3,25
3,25
8,13
13
6,5
52,13
5,6
19
3J
3,25
3,2
13
6,5
Hamburg-Amerika Paket ... 7
Hamburg-Süham. Dampsschiss. 8
Hanta Dampsfchiff ... 10
Norddeutfcher Lloyd.....8
Allgemeine Deutsche Creditanki. 10
Barmer Bankverein ... 10
Berliner Handelsgesellschaft . 12
Commerz- und Privat-Bank. 11
Darmstädter und Nationalbant 12
Deutsche Bank und
Dkconto-GeseUichaft, ... 10
Dresdner Bank ...... 10
Reichsbank....... 12
A.E.S.............
Bergmann.........9
Eleltr Liefeningrgelellschast. 10
Licht und Kraft......10
Selten & Guilleaume ... 7%
Gefeüichaft für Elekirifche
Unternehmungen .... 10
Hamburger ElektrizitütS-Werke 10
dlbemllaje Elektrizität .... 9
Schiesiiche Elektrizität. ... 10
Gdjudert & (So. ...... 11
Siemen» & Halske ..... 16
TranSravto . ....... ,8 vabmenet & Go.......io
Buderus . . . ....... b
Deutsche Erdöl . ...... 6 diener Steinkohle ...... 8
Geilenkirchener ....... 8
Harpener ........ 0
Hoeich Elfen. ....... 6%
Hile «Bergbau ....... 10
Köln-Neuellen. . . ..... 7
Mannesmann-Röhre» .... 7
Mansfclder Bergbau . .... 7
Cbcrldjlel Eilen de darf . . . . 6
Cberldilci Kokswerle .... 7
Phönir Bergbau .... 6%
Rheinische Braunkohle» . . 10
Dheinstahl ...... 6
fttebed Startet ...... 7,2
67,5
68
98,5
100
125
110,5
147,5
108
108,5
214
103
119
86
in
118,5
160,5
49
83
77,5
65
64,25
59
154
67,5
109,25
144
106,75
106,75
101
117,13
108,75
116,5
157,5
56,5
80,75
63,5
58
68
67 148,5 120,9 68,25
98,5
100 126,5 110,25
147,5
107,5
108 215,25
10 123,5
108
118
86
110,13 103
118
105 117,75 161,5
120
122
49 57,65
82,5 76,5 68,5
169 65,25
77 64.25
38 38,5 65,5 59,25 154,25
67,75
67,13 147 120
67,25
96,25
100
125
109,25
140
107,25
107,25
211,25
101,25
122
108
117,75
109
102,75
103,5 115,9
157,5
49
57,5
82
77
68.5
162
66,5
77,75
63,75
36,5
65,25
59
153
68
Frankfurt a. Dl
Serkin
Schluß» kurS
l-ilhr» Kurs
Schluß« kurS
Anfang- Kurs'
Datum
25 11
26 11
25 11
26 11
Bereinigte Stahlwerks . . Ctaol Minen ....
Kaliwerke Wfdiertleben . . Kaliwerke Westeregeln . . Kaliwerke Salzdetfurth . .
I. ®. tzarben-Industrte. . Dynamit Nobel.....
Goldschmidt......
RütgerSwerke......
Metallgelelllchakk.....
PhiltVP Holzmann .... Zementwerk Heidelberg . Cemcntwerk Karlstadt. . . Wayb & ffteolag ....
Schultheis Patzenhofer . . Ostwerke........
atu..........
©em berg........
Zellstoff Waldhos .... Zellstoff Aichasfenburg . . Charlottenburger Wasser . Dessau er (Mai . ....
Daimler Motoren . . • • Deutsche Linoleum ... Maschinenbau A.-Ä. ... Rat. Automobil . • • • Crenftein & Koppel ... Leonhard Tietz ..... Svenika ....
frankfurter Maschine» . • Griyner ..... •
Iunghan«.......
Lechwerke........
Mainkrastwerke Höchst a. M Miag .....
(Bebt. Roeder . ..... Boigt & Harskner .... Süddeutsche Zucker ...
16'/. . 10 . 10 . 15
. 12 . . 6 • . v • . 5 • . 6 . . 8
. . 7 . 10 . 10 . . 8
. 16 . 12 . 18 . 14 18'/.
. 12 • . 8 • . V • . 0 . * Ö • . o . . 6 . 10
• . 4 • . 6 • . 0 • . 6 . . 8 . . 8 . 10 • 10 . . V . 10
64,75
150
150,5
234
131,25
43,5
44
84
68.5
80
44,25
64,5
67
105
24
112
28
28
78
63
66
135,25
31,75
226
129,5
127,5
44
83,5
78
44
61
63,5
97
134,5
64,5
32,4
149
150,13
234
132
43,65 44
84,75
68
45
168,5
132,75
63,5
66,5
103,65
75,25
80
105
23,75
103
30,5
44,5
113
269
12,5 27,75
27^5
66
150 135
63,5
32,4
148
146
229
130.,
43
44,5
83,5
67,5
166,5
131
61,25
65
102
75
80
104,25
24
98
30,25
111
270
27
Banknoten.
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2TI.
Äerlin, 25- November
®ti5
3rit|
AmerikanHche Noten.....
4,181
4,201
Belgische Noten .......
58,23
58,47
Säiilidie Noten .......
111,78
112,22
Englische Roten . .......
20,322
20,402
yranzüiiidie Noten .......
16,43
16,49
Holländische Noten .......
168,23
168,91
Italienische Noten........
21,88
21,96
Norwegische Noten.......
111,78
112,22
Deutsch-Oesterreich, ä 100 Schilling
58,85
59,09
Rumänische Noten .......
2,475
2,495
Schwedische Noten.......
112,20
112,64
Schweizer Noten........
80,94
81,26
Spanische Noten ........
46.41
46,59
Tschechoslowakische Noten.....
12,397
12,457
Ungarische Noten .....
73,10
73,40
25 November
26 November
Amtliche «Neid
Notierung Snr
Amtlich' Geld
'lontrung Lrtc
Amst.« Nott.
168,56
168,90
168,63
168,97
Luen-'Atres
1,440
1,444
1,439
1,443
Brss. Antw
58,49
58,52
58,42
58,54
Christiania.
112,03
112,25
112,05
112,27
ÄoDenbngei
112,04
112,26
112,10
112,32
Stockholm .
112,44
112,66
112,47
112,69
Heksingfors. Italien. . . London. . .
10,542
21,92
10,562
21,96
10,545
21,93
10,565
21,97
20,342
20,382
20,351
20,391
Wcuijort . .
4,1895
4,1975
4,1910
4,1990
16,497
Pori-Z. . . .
Schweiz . .
16,453
16,493
16,457
81,12
81,28
81,125
81,285
Spanien .
46,60
46,70
46,75
46,85
yapan . . Nio de ftan
2,078
2,082
2,078
2,082
0,398
0,400
0,400
0,402
Wien in D.
Ccft. abgcii
58,965
29,085
58,995
59,115
Prag . .
12,425
12,445
12,43
12,45
Bclirad .
7,408
7,422
7,408
7,422
Budapest. Bulaarien
73,25
73,39
73,28
73,42
3,034
3,040
3,035
3,041
Lissabon
18.80
18,84
18,80
18,84
Danzig. .
81,37
81,53
81,39
81,55
Konst.ntin.
1,784
1,789
1,784
1,789
Athen. .
5,428
5,438
5,432
5,442
Canaba
4,196
3,297
4,204
4,196
4,204
Ilru not).
3,303
3,297
3,303
Cairo • »
20,87
20,91
20,87
20,91


