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beim

Der Fremdenverkehr in Gießen

efähr auf

Beleuchte besser Du arbeitest besser.i

i Meö&tfieb Sicht

Auskunft Ober richtige Verwendung des elektrischen Lichtes erteilen die Osram- Verkaufsstellen, das Elektrizitätswerk und sonstige Elektro-Fachgeschäfte.

Lleberfätte in Gießen vor dem Gchnellrichter

Die allgemein verbreitete Meinung, elektrisches Licht sei teuer, ist falsch. Gutes, richtig angewendetes reichliches Licht ist produktiv. Das haben Versuche einwandfrei bestätigt. Lassen auch Sie Ihre

Lichtanlage verbessern; es wird Ihnen Nutzen bringen.

Ein Wink fürs Kaffeekochen Bohnen heller ausnutzen Natürlich mit

_ er-. s v-»- o.,-.ten Hal, die o a 0 l der Hebernachtungen aber ganz bedeutend zunah in. während in fast allen übrigen Städten und Badeorten lebhaft über starkes Nachlassen des Fremdenverkehrs geklagt wird. Diese erfreuliche Tatsache für unsere Stadt ist besonders bemerkenswert, weil in diesem Iahre keinerlei größere Beranstaltun

r 25-Aov. 3n der Betrugs-

jo($e Wacker vor dem hiesigen Schöffengericht wurde heute vormittag die Beweisauf­nahme geschlossen, nachdem olle Zeugen vernommen und der gesamte Schriftverkehr ver­lesen worden war.

Es folgten die Plädoyers. Der Vertreter der Staatsanwaltschaft führte aus, daß gacker die vielen Mitglieder des Pavelecschen Kreditschutzes" und der »Kreveawa" betrogen, oder doch zu betrügen versucht habe. Er ljabe ipncn vorgetäuscht, daß sie bestimmt und in kurzer Zeit die nachgesuchten Gelder bekommen wurden, während es ihm nur darauf ange­kommen sei, die Mitgliedsbeiträge zu erholtem Bon wenigen Ausnahmefällen abgesehen, hätten die Leute auch nichts bekommen. Hypotheken und zinslose Darlehen seien überhaupt nicht ausgc- zahlt worden: sie hätten auch nicht ausgezahlt werden können, da ja kein Geld zur Verfügung gestanden habe. Der Staatsanwalt beantragte

Damit holen Sie alle Kraft und Würze aus den Bohnen.

Sie werden Raunen, was das bischen ausmacht!

«mcnei größere Veranstaltungen stattgefunden haben, die wesentlich zur Erhöhung

an 5rcm-

21 ach her 0 i c 6 e n c r Fremdenverkehrs- " atistrk für die Zeit vom 1. April bis 30 September b. 3. weilten im Sommer- halbiahr 21 263 Fremde mit insge­samt 3 8 1 2 0 Hebernachtungen in un­serer Stadt. 3n der gleichen Zeit des Vorjahres wurden hier 21 307 Fremde mit insgesamt 30 626 Hebernachtungen gezählt. 3m einzelnen entfallen von den vorgenannten Gesamtziffcrn 19 550 Fremde mit 23 277 Hebernachtungen auf die Zeit von ein bis drei Tagen (im Vorjahre 20 047 Fremde mit 24 509 Hebernachtungen von ein bis drei Tagen), 1713 Fremde mit 14 843 Heber- nachtungen auf die Zeit von vier und mehr Togen (1260 Fremde mit 6117 Hebernachtungen von vier und mehr Lagen).

Bei einem Vergleich der diesjährigen und der vorjährigen Ziffern ergibt sich, daß sich in Gießen die Zahl der Fremden una dergleichen Höhe geholt

Steinzeit lebte. Was über die körperliche De- schasfenheit des Hrmenschen ausocsührt wurde, erläuterte der Vortragende an zahlreichen Licht­bildern. Die Wissenschaft ist zu der Heberzeugung gekommen, daß der Mensch zwar mit dein Affen verwandt ist, aber nicht von ihm abstammt. Das Menschengeschlecht habe sich allmählich zu einer bestimmten Höhe entwickelt. So wie jede Tier­gruppe eine Blütezeit erlebt und dann ver­schwindet, so sei auch mit Sicherheit anzunehmen, daß es dem Menschengeschlecht einst ebenso er­gehen werde. Der ungemein interessante Vortrag wurde durch eine große Zahl guter Lichtbilder belebt. Die dankbaren Zuhörer spendeten leb­haften 23eifaIL

Preußen.

Kreis Wetzlar.

* Wetzlar, 25. Noo. Wie der Deutschnationale Handlungsgchilfen-Verband mitteilt hat der Han­de l s v e r e t n W e tz l a r den für den W e ß l a r e r Einzelhandel gültigen A n g e ft e ll t e n t a r i f, und zwar das Gehaltsabkommen sowohl wie den Manteltarif, zum nächstzulässigen Termin g e» kündigt.

Sitzung der Hessischen Hand­werkskammer.

20621 Darmstadt, 25.Nov. Die auf Grund der Handwirksnovelle neu gewählte Hand­werkskammer hielt heute mittag ihre kon- stitulerende Sitzung ab. Die Kammer, die früher 36 Mitglieder umfaßte, ist nunmehr aus 45 Mi t- g lieber angewachsen. Don ber Negierung tourbc dem bisherigen Präsidenten der Kammer, 21 o h l, Darmstadt, für die geleistete Arbeit Dank ausgesprochen. 3n der darauf folgenden Wahl wurde 27 o h l wieder einstimmig zum Prä­sidenten gewählt. Die sieben Vorsitzenden der Handwerkskammer-Nebenstellen wurden eben­falls in den Vorstand, wiedergewühlt, der durch jc einen 3nnungsmeister aus Oberhessen und Rheinhessen erweitert wurde. Die Versammlung befaßte sich dann mit den Ausschußwahlen und einigen kleineren internen Angelegenheiten.

wurde alsbald von der Polizei festgestellt und erhielt heute vormittag für seine Roheit vom Schnellrichter eine Strafe von zwei Wochen Gefängnis bei sofortiger Verhaf­tung zudiktiert. Der Staatsanwalt hatte einen Monat Gefängnis beantragt.

Der zweite Fall betraf einen Heberfall, der sich am Montagabend vor der Gastwirtschaft von Teigler am Diehmarktplatz ereignet hatte. Dort weilten in der Gastwirtschaft Teigler zwei Studenten mit einigen Arbeitern, d^ien sie mehrere Glas Bier spendeten, in fried­lichem Gespräch beieinander, wobei man sich über alle möglichen Dinge unterhielt. Als die Rede u. a. auch auf die Politik kam, bat einer der Studenten, dieses Thema doch zu verlassen. Hnter den am Gespräch beteiligten Arbeitern befand sich auch der arbeitslose Arbeiter Karl Pitz, An der Kläranlage wohnhaft, der schließ­lich das Lokal verließ, gleich darauf aber wieder zurückkehrte und in höflichem Tone die beiden Studenten bat, doch einmal aus der Gastwirt- fchast herauszukommen, er habe ihnen etwas zu sagen. Die drei gingen, des starken Regens wegen, unter eine Halle des Viehmarktplahes dicht bei der Wirtschaft, wo P i tz plötzlich die beiden Studenten anschrie: »Ihr seid Nazi, Hände hoch oder ich schieße!" Der eine der Studenten sprang daraufhin fort, während Pih dem anderen mehrmals mit der F a u st ins Gesicht schmg, so daß er zu Bo­den stürzte und dann dem Heberfallenen, der wehrlos am Boden lag, noch mehrere Fuß­tritte versetzte: anscheinend infolge dieser Tritte trug der Student einen doppelten Kno­che l b r u ch davon, der seine Aufnahme in die Ehirurgischc Klinik notwendig machte. P i h wurde von einem hin^ukommenden anderen Arbeiter von seinem Opfer weggerissen und begab sich nach Hause. Hier wurde er am Dienstagmorgen von der Polizei verhaftet und in Gewahr­sam verbracht. Heute morgen verurteilte ihn der Schnellrichter wegen des rohen und gemeinen Hebersalles zu sechs Wochen Gefängnis und ließ ihn sofort in Haft abführen. Der Staatsanwalt hatte gegen den rohen Täter drei Monate Gefängnis beantragt, aber nur der Hmstand, daß Pih bisher noch unbestraft war, veranlaßte den Schnellrichter zu der oben be­zeichneten gelinderen Strafe.

Oberheffen.

Landkreis Gießen.

O Alten-Duseck, 25. Nov. Zum Spezial- wkar unserer durch den Tod von Pfarrer Hart- I mann verwaisten Pfarrei wurde vom Lan­deskirchenamt Pfarrer Sattler (Wieseck) er­nannt. 3m Dienst an Sonn- und Feiertagen wird er durch die Geistlichen des Dekanats unterstützt werden.

s. (Beuern, 25. Nov. Dieser Tage st a r b der hiesige Steinbruchsbesitzer 3 o h. Fuhr im Al­ter von 72 3ahren. Er hat im wirtschaftlichen Leben unserer Gemeinde eine bedeutende Rolle ge­spielt, dann mehrere 3ahrzehnte hindurch sind seine Dasaltlavabrüche eine Quelle des Verdien­stes für den hier stark vertretenen Steinmey- beruf gewesen. Einen großen Teil der Abhänge an den östlichen Höhenzügen unserer Gemarkung hat er zur Gewinnung der heimischen Gesteins­ort, des Lungsteins, durchbrochen und umgewühlt. Für eine große Menge öffentlicher Gebäude und Denkmäler Oberhessens wurden aus seinen (Be­trieben die Dau- und Werksteine geliefert. Sein Leben lang von seltener Rüstigkeit, gab er erst im hohen Alter die gewohnte Tätigkeit auf. Der Landwirt und Kaufmann Konrad Diet- t i ch erlitt, während er mit der (Behandlung eines erkrankten Stück Viehs beschäftigt war, einen Herzschlag und war sofort tot. Er hin­terläßt eine kranke Frau.

U Großen-Linden, 25. Nov. Am Sams­tagabend hielt Dr. Lotz (Klein-Linden) im Saale der Gastwirtschaft Schaum einen Vortrag über die Insel Island, auf der er verschiedene 2ahre tätig war. Am Sonntagvormittag sprach im gleichen Saale der Schriftsteller R e u t e r von Dornholzhausen über das Thema®ang über die Schlachtfelder Frankreichs" und .Wie sehen unsere Kriegergräber heute im Feindesland aus?" Die 6d>ilberungen über das Gesehene und über die

Betrügerische Oarlehnsgeschciste

Wacker zu 3 Zähren Gefängnis verurteilt.

vier 3 a bre Gefängnis abzüglich el Monate Hntersuchungshoft. fünf 3ahre Ehrver­lust und Einziehung der Prospekte usw.

Der Verteidiger bat um eine milde Strafe. 6r bestritt, daß Wacker sich in einer Reihe von Tüllen schuldig gemacht habe. 2Bacfcr selbst suchte in längeren Ausführungen feine Hnschuld dar- zutun, erbat aber zum Schluß auf Befragen mil­dernde Hmstände

Das Gericht erkannte auf drei 3 ahre Gefängnis abzüglich elf Monate Unter- suchungshaft, fünf 3ahre Ehrverlust und Gin- ziehung der Krevcawa-Papiere. Es hielt für erwiesen, daß der Angeklagte durch die Vor­spiegelung, er könne bestimmt und bald Geld verschaffen, und durch andere ähnliche Täu- schungshandlungen die Darlebensuchenden ge­schädigt habe, um die Mitgliedsbeiträge sich zu verschaffen, während er ganz genau wußte, daß seine Versprechungen nicht erfüllbar waren.

der Fremdenziffer beitragen. 3nsgesamt waren in der Zeit vom 1. Oktober 1929 bis 1. Oktober 1930 in Gießen 41013 Fremde mit 66 470 Hebemach­tungen zu verzeichnen. Trotz dieser erfreulich hohen Zahlen muß darauf hingewiesen werden, daß die zur Verfügung stehende Bettenzahl durchschnittlich nur bis zu etwa 30 Prozent belegt sind. Es ist also in Gießen, abgesehen von den Tagen, an denen der Diehmarkt stattfindet, die Möglichkeit gegeben, mindestens die doppelte 2.....

den unterzubringen. Hm die'es Ziel zu er­reichen, ist engstes Zusammenarbeiten nicht nur aller am Fremdenverkehr direkt, sondern auch der indirekt interessierten Kreise erforderlich, in erster Linie der Hotel- und Gaststättenbesitzer, des Han­dels und des Gewerbes und auch der gesamten Einwohnerschaft. Das städtische (Verkehrsamt und der (Verkehrsverein werben ständig durch Heraus­gabe vorzüglicher Prospekte, Zeitungsinserate und Zeitungsartikel mit nachweislich gutem Erfolge. Auch die Hniversität trägt in den letzten 3ahren durch Herausgabe von Drucksachen wesentlich zur Hebung des Besuchs der H. iversi ät i nd ter S adt Gießen bei. 3m Hinblick auf die Bedeutsamkeit des Fremdenverkehrs für ein Gemeinwesen und feiner Einwohner sei auch hier die Ditte ausge­sprochen, die Tätigkeit des Verkehrsvereins durch Beitritt zu unterstützen.

Erlebnisse auf seinen Reisen, die er im Auftrage bet Kriegsgräbersürsorge machte, hinterließen auf die Zuhörer einen tiefen Eindruck.

# Grüningen, 25. Nov. Die Kapelle Weller-Einbrodt von Gießen veranstaltete am Samstag ein volkstümliches Orc^efter- fonjert in unserer Turnhalle. Hnfere Ein­wohner bekamen dabei gute Musik von Mascagni, Supp6, Meyerbeer, Bayer u. a. zu hören. Die Ka­pelle konzertierte ausgezeichnet und mußte sich zu mancher Zugabe entschließen. Leider ließ der Be­such zu wünschen übrig.

Kreis Schotten.

-r- Schotten, 24. Nov. Die »Arbeits- hilfe" für notleidende Frauen des Mittelstandes, die im Anschluß an die Inflation durch das Kreisamt ins Leben gerufen wurde, kommt jetzt durch den Alicefrauen- verein zur Durchführung. Die im Lause des Jahres angefertigten Strickwaren, tote Jacken, Kleidchen, Häubchen, Schals usto., werden, um einen raschen Absatz zu haben, verlost. Der Erlös ermöglicht die Weiterführung des Liebes- Werks, das vielen alleinstehenden Frauen Arbeit und (Berbienft gibt.

Groß-Eichen, 24. Nov. Phantastische Gerüchte sinb hier im Umlauf über die K o st e n besneuenPfarrhauses. Nunmehr liegen die Rechnungen abgeschlossen beim hiesigen Ge­meinderechner vor. Der Voranschlag betrug 25 000 2Nark. Die tatsächlichen Ausgaben belaufen sich auf 25 064,95 Mk. In dieser Summe sind ent­halten 846,76 Mk. für die Umzäunung des Grund­stückes, die im Voranschlag nicht vorgesehen und erst nachträglich genehmigt worden waren. So­mit ergibt sich, daß der Voranschlag noch nicht erreicht wurde.

Kreis Alsfeld.

fr* Alsfeld, 25. Nov. Einen außerordentlich fesselnden Vortragsabend bereitete die hiesige Dürergesellschaf t ihrer Zuhörergemeinde durch einen Vortrag von Universitätsprofessor Dr. Harrassowitz (Gießen), ber über das Thema .Dom Urmenschen" sprach. Der Redner gab einen, von strengster Wissenschaft­lichkeit durchdrungenen Ucberblicf über die Ent­wickelung des Urmenschen, der zu (Beginn der

Großer Gelddiebstahl in Jranlfuri.

WSR Frankfurt a. M., 25. Nov. Heute gegen 12 Hbr wurde in dem Bureau deS GDA. in der Hochstraße 48 dem Kassenboten der Finna Beer Sondheimer eine Aktenmappe, in ber sich 1200 Mk. Kleingeld in 1-, 2-, 3- und 5-Markstücken, 1000 Mk. in 10-Markschcinen und 6800 Mk. in 50-Markscheinen, also zusammen 9000 Mark befanden, durch unbekannte Täter entwendet und dafür eine Aktenmappe mit einem Ziegelstein und Papier gefüllt bin- gelegt. Die entleerte Mappe deS Dolen wurde kurze Zeit darauf im Hause Reue Rothofstr. 5 gefunden. Dort sind zwei Personen, von denen die eine die Mappe bei sich trug, beobachtet worden. Gs handelt sich zweisellyS um die Täter. Aach dem Inhalt der zurückgelassenen Akten­mappe zu urteilen, handelt eS sich um inter­nationale reisende Detrüger. Eine dieser beiden Personen ist etwa 36 Jahre alt, 1,70 Meter groß, kräftig, hat rundeS. glattes, bartloses Gesicht, hohe Stirn, schwarzes Haar und breites Kinn. Sie trug einen blauen Win­terulster und hellgrauen Hut. Die andere Person kann nicht näher beschrieben werden. Sachdien­liche Angaben, hauptsächlich über Personen, die sich durch große GeldauSgaben bemerkbar machen, werden vom Raubdezerirenten der Kriminal­polizei, Zimmer 403 des Polizeipräsidiums, ent­gegengenommen.

Amtsgericht Gießen.

Die Eheleute Otto W e n z , früher in Gießen, jetzt in DraunfelS wohnhaft, hatten sich wegen Beleidigung tm Sinne ber Paragraphen 185 und 186 vor dem hiesigen Amtsgericht zu verantworten. Die Nr. 3 des kommunistischen ..Gießener Echo" vom 2lprll d. 2. verbreitete, das Gerücht, der Stadtbausekretär Kaspar Becker in Gießen glaube die Zwangslage, in der sich seine untergebenen Arbeiter befänden, ausnutzcn zu können. Er sei der Frau eines bet ihm als Pflichtarbeiter beschäftigten Ehemannes tagelang nachgeyangen, habe sie mit Anträgen udorhäuft und fie 'in jeder Art und Weise be­lästigt. Insbesondere sei dies an ber städtischen Sandgrube an der LiebigShöhe geschehen.

Der verantwortliche Redakteur desEcho", ein gewisser OSkar M ü l l e r in Frankfurt a. M., konnte nicht zur Verantwortung gezogen wer­den, weil er als preußischer Landtagsabgeord­neter nicht strafrechtlich verfolgt werden kann. Eine Hntersuchung ber Angelegenheit durch die städtische Behörde ergab die ganze Haltlosigkeit der Beschuldigungen. Da aber die Eheleute Wenz sich trotzdem nicht scheuten, die Behauptung immer wieder aufzustellen, mußte sich die Staats­anwaltschaft mit der Angelegenheit befassen. Vor dem Amtsgericht wurde durch umfassende (Be­weisaufnahme festgestellt, daß an den ganzen Behauptungen ber Eheleute Wenz nicht ein einziges Wort wahr sei, und es wurde weiter festgestellt, daß die Ehefrau Wenz auch bezüglich anderer bei ber Stadt beschäftigter Per­sonen gleiche unwahre Behauptungen verbreitet hat, wie über Herrn Becker. Während das Ge­richt bezüglich des Ehemannes Wenz den Nach­weis nicht für erwiesen erbracht sah, daß er sich der Hnwahrheit ber Angaben seiner Ehefrau bewußt war, stellte es bezüglich dieser selbst fest, daß sie wider besseres Wissen von ihr frei erfundene Angaben schwer beleidi­gender Art in Die Welt gesetzt habe.

Das Gericht billigte zwar beiden Angeklagten mildernde Hmstände zu und verurteilte daher den Ehemann zu einer Geldstrasevonsüns- z,i g Mark, hilfsweise zehn Tote Gefängnis, die Ehefrau wegen verleum. . ischer (Beiei» bigung zu 2 Wochen Gefängnis. Außer­dem wurden den Angeklagten die gesamten Kosten des Verfahrens und die dem Nebenkläger Becker erwachsenen 2luslagen auferlegt. Das Gericht stellte ausdrücklich fest, daß an den Beschuldi­gungen gegenüber Decker auch nicht daS ge­ringste wahr fei.

Zioei Heber fälle, die sich in den letzten Tagen hier ereigneten unb bet denen die Täter sofort festgestellt werben konnten, fanden heute vormittag vor dem Schnellrichter beim Amtsgericht Gießen ihre rasche Sühne.

Am Samstag gegen 22.30 Hhr standen bre« junge Leute friedlich im Selterswrg im Gespräch beisammen, als die Gebrüber W t l h e I m und Karl Keil, hier in ber Weidengasse wohnhaft, ben Selters weg passierten unb ohne jeben Grund sich gegen die jungen Leute wendeten. Wilhelm Keil schlug dabei ohne Anlaß einem ber jungen Leute, einem Schüler, wiederholt i ns Ge­sicht, wodurch der Mißhandelte schmerz­hafte Verletzungen erlitt. Der Täter