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Du wirst jetzt deinen Koffer packen und mit mir nach Berlin zurückkehren!"

Seine Worte jagten Eva aus der Erstarrung, die sich ihrer bemächtigt hatte.

Nein!"

Er sah sie drohend an.

Ich werde dich dazu zwingen, wenn du nicht freiwillig gehst!"

Evas Atem flog. Keuchend stieß sie hervor:

Du kannst mich nicht zwingen!... Du wirst mich nicht von hier wegbringen, ehe Felix zurück- gekommen ist!"

Honnecker lachte auf.

Das käme auf eine Probe an, meine Liebe!" ... Cr machte einige Züge aus seiner Zigarre; dann sprach er leichthin:Wir können aber auch warten, bis Schulhofs zurüclkommt! Ich hab? Zeit! And wer weih: vielleicht ist Schulhofs mir dankbar, wenn ich ihm einige Aufklärungen gebe... Ich mühte mich gewaltig täuschen, wenn du ihm hinsichtlich deines Vorlebens reinen Wein eingeschenkt hättest!"

Eva Witte, deren Hände sich an die Tischplatte geklammert hatten, beugte sich vor.

Du willst... ihm sagen?..." stammelte sie.

Mit einem Ruck erhob sich Honnecker. Breit, drohend, wuchtete seine schwere Gestalt in dem schmalen Baum der Veranda.

Meinst du vielleicht, ich spähe?"

Seine harte, unerbittliche Stimme dröhnte Eva wie Donner in den Ohren. Sie wußte: nun war ihr Schicksal erfüllt. Aus dem Retz, das Honnecker über sie geworfen hatte, kam sie nicht mehr heraus.

Aber... konnte sie ihm denn nach Berlin folgen?... das grauenhafte Leben wie bisher an seiner Seite führen... mit ihrer nie er­löschenden Sehnsucht nach Felix im Herzen?...

Vein! Vein!... Das war ja Wahnsinn!...

Wenn sie sich aber Honnecker widersetzte und dieser seine Drohung wahr machte... dann würde Felix alles erfahren... all das, was sie ihm bisher verborgen hatte... was er nie erfahren durfte... niemals...

Run, hast du dich entschlossen?"

Arif peitschend jagten die Worte in die Flut der Gedanken, die Eva Witte durchtobten.

Ratlos sah sie umher. Sie wußte keinen Aus­weg mehr.

Doch!

Ihre Augen hafteten auf dem Meer, das in geheimnisvoller Größe sich draußen ausbreitete. Wie mit unheimlicher Kraft zog es Evas Blicke an und ließ sie nicht mehr los.

Ja... nun wußte sie den Weg... den ein­zigen Weg, den es für sie noch gab.

Ich werde mit dir zurückfahren," sagte sie stockend.Morgen früh..."

Ihre Augen aber irrten über das blauschim- mernde Meer hin. In dieser Rächt, wenn nie-

Diese Intrigen an den Kaiserhofen rückten zwar einige Persönlichkeiten der Balkandiplo- matie vorübergehend in den Mittelpunkt des Klatsches; doch ihre Position blieb unabänder­lich die alte. Erst die Jahre nach dem Krieg bliesen den Staub von dem diplomatischen Pro­tokoll. In seinen Hauptzügen ist es freilich immer noch wie ehedem: die Hierarchie mit dem Doyen an der Spitze und der Attache einer Bot­schaft verkehrt mit dem Legations^ekretär eines kleinen Staates nur soweit, als es dienstliche Angelegenheiten erfordern Bezeichnend ist auch die Tatsache, daß die Rachfolgestaaten der Do­naumonarchie in den ersten Jahren ihres Be­stehens solche Diplomaten im Außendienst ver­wandten, die bereits Oesterreich, Rußland oder dem Deutschen Reich gedient hatten und auf die­sem Gebiet keine Reulinge mehr waren.

Wie unerschütterlich noch immer die Aeber- lieferungen des Protokolls dastehen, beweisen die vergeblichen Versuche der soaenannten ro­te n D i p l o m a t i e , die Vorschriften der di­plomatischen Etikette umzustohen. In den ersten Jahren des Bestehens der Sowjetrepublik herrsch­ten im Moskauer Außenkommissariat noch An» klarheiten, wie man mit den Vertretern der aus­ländischen Mächte zu verkehren habe. Doch er­kannte man schließlich, daß auch die Sowjet­diplomatie ohne ein Zeremoniell nicht recht ak­tionsfähig sei, und so wurde im Moskauer Außcnkommissariat der Sekretär Tschitscherins, F l o r i n s k i, zum Chef des Protokolls ^be­stellt. Wenn trotzdem noch immer Zwis^nfälle vorkommen, so sind die unklaren Verhältnisse daran schuld, die dadurch entstanden sind, daß die Sowjetunion von vielen Staaten nicht anerkannt wird. Zu welchen peinlichen Situa­tionen dieser Zustand führt, hat sich jetzt in London gezeigt. Rachdem zwischen England und ? der Sowjetunion die diplomatischen Beziehungen wieder ausgenommen worden waren, wurde der ehemalige Volkslommissar S o k o l n i k o w Ver­treter der Sowjetunion am Hose von St. James. Lieber das erste Auftreten Sokolnikows auf dem diplomatischen Parkett Londons werden jetzt cha­rakteristische Einzelheiten bekannt. Spaniens langjähriger Vertreter in London ist der Mar­quis Merrh del Dal, der auch Doyen des Diplomatischen Korps ist. Zu dessen Pflichten gehört auch die Einführung des neuakkreditierten Diplomaten. Zwischen Spanien und den Sowjets bestehen aber keine Beziehungen! So wieder­holte sich derselbe Vorgang, der sich schon beim Empfang der Botschafter Krassin und Rakowski abgespielt hatte. Als Sokolnikow den Emp­fangssalon der spanischen Botschaft betrat, stand Mcrry del Val in der Mitte des Zimmers, rieb sich die Hände und sprach:Da meine Regie­rung die Ihrige nicht anerkennt, werden die Beziehungen zwischen Ihnen, Herr Botschafter, unb mir schwierig fein. Darauf antwortete So­kolnikow:Ich verstehe das vollkommen, es kann aber Vorkommen, daß ich mich an Sie als Doyen wenden muß." Für den Fall", erwiderte der spanische Datscha, ter,werde ich einen mei­ner Sekretäre beauftragen, sich mit einem Ihrer Sekretäre in Verbindung zu setzen." Darauf machte Merry del Val eine Bewegung, aus der hervorging, daß die Audienz beendet sei, und Sokolnrkow verließ den Salon. Der Marquis hatte seine Pflichten als Doyen erfüllt und dennoch nicht gegen das diplomatische Protokoll verstoßen: er hatte weder dem Sowjetbotschafler die Hand gereicht, noch gesellschaftliche Bezie­hungen mit ihm angeknüpst. Einen ähnlichen Ausweg fand man, um der spanischen Botschaf­terin zu ersparen, Frau Sokolnikow in die Lon­doner Salons einzuführen. Frau Sokolnikow erhielt von der Marquise eine Liste der zu be­suchenden Salons mit einer entsprechenden An­zahl von Visitenkarten der spanischen Botschaf­terin, fuhr bei den entsprechenden Häusern vor und gab ihre Visitenkarte und die der Marquise ab. Ihr Antrittsbesuch war erfolgt, und das di­plomatische Protokoll war gerettet.

Aus der provinzialhauptstadt.

Gießen, den 26. Februar 1930.

Oie Lage in Oesterreich.

Lieber dieses Thema sprach am Samstagnach- mittag im Hotel Köhler vor der hiesigen Orts­gruppe des Vereins fürdasDeutschtum im Ausland Pfarrer Harth aus Wien. Der Redner besprach zunächst die politische Lage Oesterreichs. Das Problem Oesterreich sei heute sehr verworren, so daß niemand klar sehen könne. Ec schilderte sodann die Llrsachen dieser Zustände, kam in diesem Zusammenhänge auf ixe österreichisch: Terfassungsrefcrm zu spre­chen. die ihren Llrsprung in der Befürchtung einer Gefährdung der Demokratie hatte, und behandelte dann in längeren Ausführungen die Lage der Wirtschaft und die politische Ent­wicklung in Oesterreich. Der Redner erwähnte die Gründung, Tendmrz und Entwicklung der Heimwehr (Heimatschuhbewegung), zeigte das Anwachsen der Dauernbewegung in Oesterreich, die Beeinflussung der Heimwehr durch politische Parteien, um sich dann in eingehender Weise mit dem in letzter Zeit viel genannten öster­reichischen Bundeskanzler Schober zu beschäf­tigen. Er erwähnte in diesem Zusammenhang, daß durch den Einfluß einzelner bürgerlicher Parteien auf die Heimwehr die Frage der Ver­fassungsreform akut geworden sei. Schober habe

Cin Laubacher Protest.

eine etwaige Aufhebung des Amtsgerichts.

Oer Gemeinderat gegen

Laubach, 23. Febr. In der unter dem Vorsitz des Bürgermeisters H ö g y stattgehabten jüngsten G e m e i n d e r a t s s i tz u n g, die in der Hauptsache die Erhaltung des hiesigen Amtsgerichts zum Gegenstand hat e, wurde folgende Entschließung einstimmig angenom­men:

Der Gemeinderat der Stadt Laubach legt gegen eine etwaige Aufhebung des hiesi­gen Amtsgerichts schärfste Verwah­rung ein." In der Begründung heißt es u. a., daß Laubach seit Jahrhunderten Sitz eines Ge­richts gewesen sei und von jeher für dessen Er­haltung keine Opler gescheut habe. Im Jahre 1905 seien bei der Erbauung des neuen Amts­gerichtsgebäudes von der Stadt für den Bau­platz 11C00 Mk. und ein weiterer Dauzuschuß von 20 000 Mk. gegeben worden, wovon der Staat nach einigen Jahren 10 000 Mk. ohne Zinsen zurückgezahlt habe. Durch eine Aufhebung des Amtsgerichts, das die größte Behörde am Platze sei, würde nicht allein Laubach, sondern auch die gesamte Bevölkerung dieses Amtsgerichtsbezirkes dadurch große R a ch t e i l e erleiden, daß für sie durch die so­dann erforderlich werdende Angliederung dec Ortschaften an ein anderes Gericht erhebliche Mehrkosten entstehen würden, die teils in der größeren Zeitversäumnis, teils aber auch in wei­teren Reisen ihre Llrsache hätten Reben der Schädigung des Laubacher Geschäfts­lebens, die durch den Wegzug der Cerichts- beamten entstünde, würde auch die enge Zu­gehörigkeit dec in dem Bezirk liegenden Dörfer zu Laubach zerschlagen werden, so daß es in stetem Rückgang seinen Charakter als Landstadt für alle Zeiten einbüßen mutzte.

Aber auch das Interesfe des hessischen Staates, dessen Eigentum das Laubacher Amtsgerichtsgebäude ist, sei hierbei zu berücksich­tigen. Ohne größere Llmbaukosten könnten noch mehrere Richter nebst dem für die Geschäftsstelle erforderlichen Personal in dem stattlichen Bau Ausnahme finden. Ebenso sei ausreichender Platz

zur Unterbringung der Akten vorhanden. Weiter­hin bestehe die Möglichkeit, sämtliche Räume des Amtsgerichts ohne Mehrkosten durch die Zentral­heizung noch mitzuhe'zen. Eine Vergröße­rung des Bezirks könne somit ohne be.on- dere Kosten vorgenommen werden, während bei einer Zuteilung zu den umliegenden Bezirken, die Amtsgebäude derselben vergrößert werden müh­ten, was erhebliche Mittel verschlinge.

Wie wäre das hiesige Gerichtsgebäude, welches heute einen Wert von mehr als 140 000 Mark re­präsentiert, und das dazu gehörige Gefängnis im Falle der Aufhebung des Gerichtsbezirkes au cer« werten? In Laubach herrscht erfreulicherweise keine Wohnungsnot, so daß die U e b e r n a h m e vor­genannter Gebäude auch eine kostenlose von selten der Stadt a b a e l e h n t würde, zu­mal ein Umbau derselben zu Wohnungszwcckm un­möglich sei. Ein Mangel an Wohnungen werde da­hier insbesondere nach dem Wegzug der Gerichts- beomten überhaupt nicht vorhanden sein. Dazu käme noch der durch das Freiwerden der beiden Gerichts­wohnungen sich ergebende jährliche Ausfall an Miete, die zur Zeit insgesamt mehr als 1300 Mark beträgt.

Es dürfte auch hier nicht unerwähnt bleiben, daß sich das hiesige Amtsgericht nachweislich durch feine Einnahmen erhält und somit dem hessischen Staat keinerlei Nach­teil sei.

Bei Berücksichtigung all dieser Umstände sei zu ersehen, daß eine Aushebung des Laubacher Amtsgerichts in Wirklichkeit gar fein e E r - s p a r n i s bedeute. Eine rein sachliche Nachprüfung der geschilderten Verhältnisse würde die Nichtigkeit der gemachten Angaben bestätigen. Es sei daher ihr gutes Recht, wenn der G e m e i n d e r a t und die Bevölkerung Laubacbs geschlossen für die Erhaltung des Amtsgerichts ein­treten, dessen Fortbestand für Laubach und seine Um­gebung eine dringende Notwendigkeit sei. Der A b - bau würde dagegen da nicht plan- und sinn­voll als großes Unrecht empfunden werden.

das Vertrauen der Heimwehr besessen, es sei ihm geglückt, die Darsassungsreform auf legalem Wege durchzuführen und die Demokratie zu retten. Allerdings habe die Verfassung srefonn niemand befriedigt; sie habe Oesterreich nicht einen Schritt vorwärts gebracht, das Chaos fei im Gegenteil grötzer geworden. Auch habe der österreichische Staat durch die Derfassungsreform keine größere Macht bekommen, dagegen habe sich die Macht einzelner Parteien (Chrrstlich-soziale Partei) ver­größert und werde von diesen auch in weitem Matze ausgenutzt. Der Redner besprach nun kurz die politischem Parteien in Oesterreich und ihre Tendenzen und wies nach, daß die Entwicklungs- Möglichkeit der Heimwehr alle bürgerlichen Par­teien ersetzen ließe. Er kam sodann auf die Füh­lungnahme der Heimwehr mit Italien und Un­garn zu sprechen und erwähnte in diesem Zu­sammenhang den Besuch des Bundeskanzlers Schober in Italien und jetzt in Berlin. Er be­sprach die Frage:Was will Schober in Ber­lin?" und führte zur Beantwortung dieser Frage u. a. folgendes aus:Die Frage Oesterreichs ist keine oberflächliche, auch keine politische, son­dern eine Frage des Sein oder Richte fein. Seither war in Oesterreich der Anschluß" gebaute an Deutschland im Vordergrund. Oester­reich kann aber mit Theorien nicht mehr aus- kommen. Die Rot in Oesterreich ist so groß, daß gehandelt werden mutz. Die Anschluhsrage liegt in weiter Ferne, die Frage nach der Lösung des mitteleuropäischen Raumes ist akut. Es

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Me blonde Sklavin.

Dtonum von Hermann Weick.

16 Sortierung Nachdruck verboten

Sie wollte Räheres wissen, aber cr sagte und mühte sich, einen leichteren Ton anzuschlagen:

Wozu sollen wir uns den schönen Morgen mit derartigen unerquicklichen Dingen verderben? ... Die Sache ist wahrscheinlich nur halb so schlimm, wie mein Prokurist sich einbildet!"

Aber während sie dann beim Frühstück faßen, bemerkte Eva Witte, die Schulhoff forschend be­trachtete, dah seine Gedanken ferne waren. Ein ihr fremder Ausdruck war in feinen Zügen; immer wieder sah er grüblerisch vor sich hin. ,Hast du so schwere Sorgen, Felix!" fragte sie üvlötzlich.

e Er fuhr auf und lachte gezwungen.

»Aber nein, Eva! Derartige Zwischenfälle Eom» Ken in einem Betrieb wie dem unserigen immer S rr vor. Das braucht man nicht so tragisch D ehrnen!"

Bs . begann, von anderem zu sprechen, und Ss .,te sich, Eva wieder in frohere Stimmung zu setzen.

WWenn du nur nicht fortmühtestl" sagte sie Wagend.

»Ich komme ja bald wieder zurück! Spätestens pm Freitag bin ich wieder bei dir!"--

Als sei die Sonne mit Felix hinweggegangen, «ar Eva Witte zumute. Alles erschien ihr düster, freudlos.

Getrieben von krankhafter Unruhe ging sie umher. Nirgends litt es sie lange. Die Zeit schien stille zu stehen. Eine Stunde wurde ihr zur Ewigkeit.

Das Meer war ihr unheimlich, die Einsamkeit des kleinen Dorfes beengte sie.

Grenzenlos verlangte sie nach dem Geliebten. Sie glaubte, den Tag seiner Rückkehr nicht mehr erwarten zu können.

Die Vergangenheit nahte sich ihr wieder und streckte gleich einem drohenden Gespenst die Arme nach ihr aus. Verzweifelt lehnte sie sich dagegen auf. aber die dunkeln, qualvollen Gedanken woll­ten nicht weichen.

Wenn nur Felix wieder da wäre! In seiner Gegenwart würde ihre Furcht, ihr Grauen vor dem Kommenden rasch schwinden.

XVII.

Die Mittagssonne brannte vom Himmel. Drük- kende Hitze herrschte; es regte sich fein Lüftchen

Eva Witte lag auf der Veranda des Hauses in einem Sessel. Sie las in einem Buche, aber bald entsank es ihren Händen. Leichter Schlummer umfing sie und sührte sie im Traume durch eine blühewde Landschaft; an der Seite des Geliebten

schritt sie dahin, alles war so leicht und froh; ihre Hände hatten sich gefaßt, sie fühlten den gleichen sehnenden Schlag ihres Herzens...

Da fuhr Eva auf.

Rahende Schritte hatten sie geweckt.

Sie mutzte sich erst besinnen, wo sie war. Dann aber jagte ein hoffender Gedanke durch sie: War Felix gekommen?

Sie sprang auf, wandte sich um...

Ein erstickter Schrei kam übet ihre Lippen. Ihre Hand tastete rückwärts, suchte einen Halt. In ihren Augen sah das Grauen.

Guten Tag!" sagte Peter Honnecker, der kalt lächelnd an der Treppe stand, die von dem kleinen Vorgarten zur Veranda heraufführte.

Um Eva drehte sich alles.

Honnecker war da!... And Felix, der sie vor ihm beschützen konnte, weilte ferne!

Honnecker war die Treppe hwausg kämmen. Er trat ganz nahe vor Eva hin, die vor ihm zurück­wich.

Du hattest wohl geglaubt, ich würde dein Ver­steck nicht finden!" sprach er höhnisch.So leicht lasse ich mich nicht hinters Licht führen! Das mützt ihr geschickter anfangen, du und dein Herr Felix Schulhofs!"

Entsetzt sah Eva ihn an.

Honnecker kannte Felix Ramen, den sie so geflissentlich vor ihm verborgen hatte!... Er wußte, daß Felix sich mit ihr hier befand!

Run war alles verloren!

Honnecker hatte sich auf einen Stuhl gesetzt. Es schien ihm wohlzutun, sich an der Angst, der Üeberraschung Evas zu weiden.

Er zündete sich eine Zigarre an und blickte umher.

Ein schöner Platz für ein Liebespaar, das ungestört sein will!" stich er in beißender Ironie hervor.Rur schade, dah es nicht für dauernd fein kann, nicht wahr!"

Eva gab keine Antwort.

3n ihr war ein wilder Aufruhr.

Felix! schrien ihre Gedanken. Hörte Felix nicht ihren Ruf?... Fühlte er in diesem Augenblick nicht die Gefahr, in der sie sich befand?... Warum kam er nicht, um sie vor ihrem Todfeind zu retten?...

Dein Geliebter ist in Berlin!" sagte da Hon­necker.Schade, ich hätte ihn gerne hier ge­sprochen!"

Das Grauen wuchs noch in Eva Witte.

Auch von Felix' Reise nach Berlin mußte Honnecker! War dieser Mann mit dem Teufel im Bunde, dah ihn« nichts verborgen bleiben konnte?

Sie fühlte, wie sie in seiner Gegenwart wieder schwach und willenlos wurde. Ihre Beine zitter­ten, sie konnte sich kaum m-br aufrecht halten.

Honnecker machte eine befehlende Geste mit der Rechten:

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dem Bericht des Quer­über all eine Vorwärts-

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die Schulgruppenarbeit, der Echulgruppen, sowie Arbeit in Hessen. Rach sammlungsleiters ist fast bewegung sestzustellen

2. Symphonie (mit Frl. Holzapf SchumannsEnde vom Cie

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Gchülervosspiel bei Fräulein A. Holzapfel. Amalie Holzapfel veranstaltete mit

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..Du irrst dich!" sagte sie o^ckend. ..Herr Schulhofs hat einen Dries seine^rokuristen er­halten. der ihn zurückries. Diejchifere Ursache weih ich nicht, ich glaube, es ban$l um etn Sache mit seiner Dank." r .. . .

Honnecker lächelte unmerklich. ; lerdings, dar­um handelte es sich! Das tou^L besser als er! '

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mand sie sah, würde sie hinaus Hreiten immer werter hrnaus... bis sre m ..

und ihr Leben erlosch... ui#

Die weiteren Verhandlungen der Dersamm- J lung betrafen eine zwanglose Aussprache über über die Entwicklung die innere und äußere

ihren Schülern und Schülerinnen am Sonntag e,in Vorspielen, das sic als einen recht guten Erfolg für ihre Lehrtätigkeit buchen kann. Diese Vorspielabende haben im allgemeinen den Zweck, einen Einblick in den Ausbildungsstand einer Anzahl der Zöglinge zu geten, erweisen sich aber autzerdem auch sehr geeignet zur Gewöhnung der Schüler an Zuhörer ujib h.lsen so bei man- j chem das vielbekannte Lampenfieber überwinden Ganz besonders wertvoll aber sind sie, wenn, wie j in diesem Falle, das Programm Werke aufweift, | die in erster Linie musikalisch tzrfaßt fein und vor-' getragen werden müssen, , bei denen das Tech­nische erst in zweiter Lime kommt. Das findet man nicht häufig. Die Vorträgsfolge gab daher schon durch chren Inhalt Zerlvnis von der mufi- 1 kalisch-technischen Durchbildung der Schüler und von dem Weg, den Frl. Holzapfel bei ihrer 1 pädagogischen Tätigkeit geht.

Liselotte E r l e r spielte kecht ausdrucksvoll |

Eva gab keine Antwort.

Honnecker faßte sie am Arm.

Du spielst wohl mit dem ®cian*cn

Eva zuckte zusammen. Gin Erschauern ging durch ihren Körper. Honnecker e ,annte, da,; feine Vermutung nicht getrogen fcatiri ^un; muftie « zum letzten Schlage aushojen,,Ss Ware noch schöner, wenn ihm das schöne 'V1-- oaö er mit allen Sinnen begehrte, r^orengingcl

Er lachte überlegen auf. st , Das würde beinern Herrn är?ulhofs so Pas- sen, wenn er dich auf diese bec^mc Averse los würde!" ... !

Eva Wittes bleiches Gesicht r^rzog srch mit

kommt nun daraus an, tote Deutschland die Lage Oesterreichs versteht und ob die Lösung nut oder ohne Deutschland grsch'.eht. Die Heimwehr, die seither nie gewillt gewesen ist, die österrei­chische Frage ohne Deutschland durchzuführen, hat jetzt eingesehen, daß Oesterreich seine Wege gehen 1 mutz, zumal Deutschland handelspolitisch völlig < lahmgelegt ist. Die österreichischen Erfolge bei | den letzten Verhandlungen im Haag sind nur I durch die llntcrftütjung von Italien und Un­garn möglich gewesen, also ein Erfolg der Heim- wehr. Es kommt jetzt darauf an, dah Deutschland die Ostmarkpolitik aufnimmt und Oesterreich einen Teil der Aufgaben von Deutschland übertragen erhält, die es erfüllt. Die Heunwehr ist keine große Gefahr für Deutschland und Oesterreich, wenn den Verhältnissen, auch von Deutschland, die richtige Beachtung geschenkt wird. Oester­reich steht jetzt auf dem Scheideweg, ob es den richtigen Weg geht, mutz abgewartet werden. Die Tschechoslowakei sucht vielleicht Derstärrdi- gung mit der Heimwehr, um den Anschluß- gedanken zu unterbinden. Oesterreich hat kein Interesse daran, sich nach Macht umzusehen, sondern es sieht die Idee £e$ Rechts als das Dichtigste an. In seinen weiteren Ausführungen und in der anschließenden regrn Aussprache be­schäftigte sich der Redner dann noch mit der Organisation und der Arbeit der Iugendgruppen im Verein für das Deutschtum im Ausland in Oesterreich-, die gute Fortschritte mache, be­sonders in Graz. Die Jugend in Oesterreich sehe die Dinge am reifsten an, allerdings halte sich die alte Generation am Ruder, sie wanke und weiche nicht.

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'ol: «Erde g 'rite wird <

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eine Verwir.D bemächtigt- xi Worte.

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Honnecker fließ ein brutales ',3?en hervvL ..Das kann ich mir denken! Es ^e sonst eine nette lleberraschung für dich gc fwen!

~Was sagst du?" ... t ,

Honnecker schien sich um ihrse erregten Errv warf nicht zu kümmern. Leichth»' »rag»e er: Warum ist Schulhoff eigcnttP "ach

von Reger durchaus üb

Dahersdorf zeigte in 5 .

l)-Dur, für zwei Klariere (zw tes Klavrer Frl. Holzapfel) technisch recht guter;"ud verstand es, namentlich im Andante, mufitK1'.^ ö" gestalten Das gleiche gilt von Joachim 5 t o r cf, der srch

Händels Q-Moll-Konzert u$) ein Präludium von Chopin. Annemarie Heltzel brachte ein Mozartsches Menuett ebenfalls recht gut zum Vortrag. Das gleiche gilt ton Lilo Türk, die außer dem Deethovenschen iarg'.clto au2 -

Jen leM > llnipet'itai . überno » nerätag, 2J- * Jlail«

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Er mutzte aus geschäftliche.

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Kennst du die Gründe näherr>

Warum w'list du das wissen! . _ . _

Ein lauernder Ausdruck toar in Honnecker»

Gesicht. . .

Weil ich annehme, dah es langer geschäft- licho als private Ursachen sind, bresen Herrn nach Berlin zurückgeführt habe/

Der höhnische Ton in seinen Worten erregte Evas Widerspruch. Es war nun WDnc bas Stoeue- mal, daß Honnecker in dieser to^erfenven Weise von Felix svcach. Das durfte sk nK9t untoiber» .4