Ausgabe 
25.9.1930
 
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Oberheffen.

Landkreis Gietzen.

00 Klein-Linden^ 24. Sept. Die geringe Obsternte der Gemeinde gelangte heute zur Versteigerung. Virnen und Zwetschen waren über­haupt nicht vorhanden. Nur einzelne Bäume mit Aepfeln wurden ausgeboten. Infolge der vielen Liebhaber kam der Zentner am Daum auf 15 bis 20 Mark. Der Gesamtertrag der Versteigerung beläuft sich auf 118 Mark, gegen 1400 Mark im vorigen Iahr.

cf. Heuchelheim, 24. Sept. Der Turn­verein Heuchelheim hielt am vorigen Sonntag sein diesjähriges Abturnen ab, bei dem vormittags 82 Turner, Turnerinnen, Schü­ler und Schülerinnen zum Wettkampf antraten. Diese starke Teilnehmerzahl, sowie die guten turnerischen Leistungen bewiesen, daß die Arbeit des Turnvereins sich in anerkennenswerter auf- steigender Linie bewegt. Am Nachmittag mar­schierte der Verein in einem interessanten Festzug durch die Ortsstrahen, am Abend fand die Ver­anstaltung mit einer geselligen Feier in der stark besetzten Turnhalle ihren Abschluß. Der 1. Vorsitzende des Vereins, Ludwig Schmidt, ehrte dabei in einer Ansprache die Kreisfest- sitzger des Vereins. Ein Schauturnen sämtlicher Abteilungen bot einen eindrucksvollen Ausschnitt aus der turnerischen Dereinsarbeit. Bei der Preisverteilung wurden ausgezeichnet: Iugend- Oberstufe (Siebenkampf): 1. Artur Kehr, 135 Punkte: 2. Karl Rinn und Albert Römer, je 129 P.: 3. Erwin Reuschling. 127 P. Iugend- unterstufe (Zehnkampf): 1. Ernst Kreiling, 171 P.: 2. Otto Kröck, 168 P.: 3. Theo Hofmann, 147 P. Schüler-Oberstufe (Siebenkampf): 1. Karl Rinn, 115 P.: 2. Albert Gilbert, 112 P.: 3. Heinrich Unger, 106 P. Schüler-Unterstufe (Vierkampf): 1. Werner Schmidt und Werner Keil, je 78 P.: 2. Fritz Rinn, 71 P.: 3. Walter Rinn, 70 P. Turnerinnen-Iugendoberstufe (Zehnkampf): 1. Gretchen Kehr, 164 P.: 2. Elise Hofmann, 144 P.: 3. Henriette Pusch, 142 P. Turnerinnen-Iugend- unterstufe (Zehnkampf): 1. Lina Löber, 165 P.: 2. Gretchen Rinn, 124 P.: 3. Hedwig Leinberger, 118 P. Schülerinnen-Oberstufe (Fünfkampf): 1. Else Sack, 91 P.: 2. Irmgard Leinberger, 87 P.: 3. Hilde Arnold, 82 P. Schülerinnen-Llnterstufe (Dreikampf): 1. Elli Bach, 64 P.: 2. Anni Frei­tag, Irmgard Steidel und Emmi Volkmann, je 53 P.: 3. Gerda Volkmann, 51 P.

Lich, 24. Sept. Die letzten Arbeiten am hie­sigen neuenPostgebäude wurden jetzt durch 1

öaS Anbrlngen des Reichsadlers ferkiggestellt. Der Adler wurde von Schlossermeister Fritz Schmidt dahier in Kupfer ongefertigt und von der Firma Leib in Gießen vergoldet. Ietzt läßt nur noch der neben der Post zu den Blei­chen führende Weg zu wünschen übrig. Hoffentlich wird hier bald eine Aenderung vorgenvmmen.

* M u s che nh e i m. 25. Sept. In einer ordent­lichen Generalversammlu ng der hiesigen Spar- und Darlehnskasse G. m. b. H., in der 71 Mitglieder zugegen waren, wurde die Reuwahl eines Rechners vorgenommen. Von drei Kandidaten wurde das seitherige Vor­standsmitglied Landwirt und Beigeordneter Heinrich Kutt mit 42 Stimmen gewählt. Der seitherige Rechner, Lehrer Günther, hat sein Amt niedergelegt, da er versetzt worden ist. Der Aufsichtsratsvorsitzende Konrad Becker V. sprach dem seitherigen Rechner für die lang­jährige treue Arbeit im Dienste der Kasse herz­lichen Dank aus und überreichte ihm namens der Genossenschaft ein Erinnerungsgeschenk.

Kreis Büdingen.

A Ridda, 24. Sept. Die diesjährigen städtischen Ob st ver st eigerungen er­gaben gegen frühere Iahre einen ganz be­deutenden Wenigererlös, weil bei den Aepfelbäumen eine völlige Mißernte zu ver­zeichnen war. Während sonst die letzte Aepfel- versteigerung fast zwei Tage dauerte, nahm sie diesmal kaum einen halben Tag in Anspruch. Rur einzelne Bäume zeigten etwas Behang. Die Dirnen ergaben eine etwas bessere Ernte, waren aber auch noch nicht befriedigend. Ta­felbirnen stellten sich auf etwa 12 Mark der Zentner, Honigbirnen auf 3 Mark. Von den Tafeläpfeln kam der Zentner auf etwa 18 bis 20 Mark. Gut bezahlt wurden die Walnüsse. Däume mittlerer Größe kosteten 9 bis 10 Mk. Am besten war in diesem Iahr das Steinobst geraten. Mirabellen und Sauerkirschen hatte die Stadtverwaltung durch städtische Arbeiter ernten und dann an die Haushaltungen zu mäßigem Preise abgeben lassen. Dies fand An­klang. weil dadurch die Hausfrauen stets frisches, gutes Obst zu annehmbaren Preisen zur passen­den Zeit erhalten konnten und weiter die jungen Obstbäume beim Ernten geschont wurden. Für Zwetschen, die stammweise ausgeboten wurden, gingen etwa 650 Mark ein. Der ganze Erlös für Obst erbrachte in diesem Iahre der Stadt eine Einnahme von rund 1200 Mk., gegen nor­male Obstjahre einen Ausfall von etwa 4000 Mark.

ch WenlngS, 24. Sept. Der K i r ch e n 'ch o r- verband Düdingen-Ridda-S ch o t ten wird hier am 28. d. M. seine diesjährige Tagung abhaltem Geplant ist ein Festgottesdienst, in dem ein aus den Kirchengesangvereinen des Ver­bandes gebildeter Massenchor geistliche Lieder darbieten wird. Am Rachmittag soll eine Rach­versammlung stattfinden, mit Ansprachen und Einzelchören der Vereine.

Kreis Schotten.

X. Schotten, 22. Sept. Gestern wurden die an der Ameisenweide befindlichen neuen Schieß stände der hiesigen Schühenge- s e l l s ch a f t mit einem Eröffnungspreisschiehen eingeweiht. Von den Vereinen Laubach, Nidda, Gedern u. a. waren viele Schützen erschienen, die sich am Wettschiehen beteiligten. Bester Schütze auf der Ehrenscheibe blieb Bürgermeister H ö g y (Laubach). Abends fand in derKrone" die Preisverteilung statt. Bürgermeister Menge! überbrachte die Wünsche der Stadt zur Ein­weihung der neuen Stände. Er überreichte auch eine alte silberne Schützenkette, die seither im städtischen Archiv aufbewahrt war. Die Kette soll alljährlich dem jeweiligen besten Schützen zufallen und ein Ansporn für gute Schiehleistun- gen sein. Die Schühenaesellschaft hatte geschmack­volle Denkmünzen anfertigen lassen, die ausge- schossen wurden.

v. Schotten, 23. Sept. Am Sonntag fanden sich die Siebzigjährigen, also die im Iahre 1860 Geborenen, zu einer Wiedersehens­feier hier zusammen. In einem stimmungs­vollen Gottesdienst wies Pfarrer B o rn- scheuer in der Predigt auf die Bedeutung und den schönen Sinn dieser Feier hin. Don den damals vorhandenen 60 Schulkameraden ist noch ein Drittel am Leben. ImHess. Haus" fand man sich zu einer Nachfeier zusammen.

§ Ulrich st ein, 24. Sept. Seit einiger Zeit werden auf dem Versuchsgut Selgenhof wichtige bauliche Veränderungen vorgenommen. Auf des am Nordrand der Hofgebäude liegende Wohnhaus der Arbeiterschaft wird ein zweites Geschoh aufgesetzt. Durch diesen Ausbau des Gebäudes werden vier gefällige, modern ein­gerichtete Familienwohnungen geschaffen, oder es kann auch eine entsprechende Anzahl von land­wirtschaftlichen Eleven dort untergebracht werden, zu deren praktischer Ausbildung auf dem Ver­suchsgut dann die günstigsten Bedingungen vor­handen sein werden. Die Bauarbeiten werden von der Firma Keil in Ober-Ohmen ausgeführt,

unter Hinzuziehung verschiedener Dauhän^tver^e- der näheren Umgebung. Das feuchte, neblige Wetter der letzten Wochen hat den Fortgang der Arbeiten wohl etwas behindert, man hofft aber bestimmt, sie vor Eintritt des Winters noch beendigen zu können.

Kreis Alsfeld.

=er. Homberg, 24. Sept. Die Kartoffel­ernte kann hier und in der Umgegend als be­endet angesehen werden. Der Ertrag läßt an Quantität und Qualität nichts zu wünschen übrig.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

t Launsbach, 24. Sept. Der hiesige Obst- und Gartenbauverein veranstaltet vom 27. bis 29. September seine zweite O b st - und Gartenbauausstellung. Obst wird in diesem Iahre zwar wenig zur Ausstellung kom­men, Gemüse aller Art und Konserven werden die Hauptrolle spielen. Falls es die Witterung erlaubt, werden Rosen und Blumen das Ge­samtbild verschönern.

Kreis Marburg.

][ Marburg, 24. Sept. In Amönau ge­riet gestern früh der Landwirt HerNttrnn Hoff­mann so unglücklich in das Getriebe der Dreschmaschine, daß er schwer verletzt in die hiesige Klinik gebracht werden muhte. Heute ist er seinen Verletzungen erlegen. In der hiesigen Klinik starb ein drei Iahre altes Mädchen aus Klein-Gladenbach (Kreis Biedenkopfs, das beim Spielen auf dem Felde einem Feuerchen zu nahe ge­kommen war.

(Schluß des redaktionellen Teils.)

Gestrichenen, lackierten, gewichsten, gebeizten oder gar polierten Möbeln neue Schönheit geben zu wollen, erschien bislang für die sorgsame Hausfrau als ein Wagnis. Heute aber vermag ein neues Erzeugnis der Vereinigten Wachs- warenfabriken-A.-G. in Ditzingen alle Bedenken zu zerstreuen. Mit der Loba-Möbelpoli- t u r wird der Hausfrau ein vollwerttges Pro­dukt in die Hand gegeben, dessen verblüffend ein­fache, äußerst sparsame Anwendung ganz erstaun­liche Erfolge zeitigt und jede Möglichkeit eines Verderbens selbst fein polierter Flächen au»- schließt. Auch Ledermobel und sonstige Leder­sachen behandelt man vorteilhaft mit Coba* Politur. 2533 V

Alles, 14/as zu einer fertigen Soße gehört, enthält

MAGGI5 Bratensoße

nur nocfj mjf Wasser zu kochen

Ihre Verlobung beehren flch anzuzeigen

Prospekt trel

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Wesentlich herabgesetzte Preisei

geben ihre Vermählung bekannt

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Trohe, September 1930

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Frau'Mütter

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52,60

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Studienassessor Wilhelm Pfaff und Frau Anna, geb. Seipp

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Pak. /< n */, Pfd. 1/J Pak. V1 Pfd. p. Pfd.

Steuerwerten: a) bis 7u00 RM. b) über 7000 RM

Auf je 100 Mark Steuerwert

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Bratensoße

Mary Eisenbrandt Willi Deibel

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Eierschnittnudeln Eierschnittnudeln Schnittnudeln, lose Eier-Makkaroni Eier-Makkaroni Makkaroni Makkaroni Eierhörnchen

Eierteig waren:

Sternchen und Graupen- Sternchen und Graupen Eierschleifchen, lose. Eierschleifchen i/Cel Fadennudeln, lose Mehl, feinstes Auszug.... Mehl. 00, Weizenmehl .... Mehl, 0, Weizenmehl Mehl, Auszug Mehl, Auszug Roggenmehl

Hülsenfrüchte:

Bohnen, weiß Erbsen, gelb, gesch. Erbsen, gelb, ungesch.... Erbsen, grün, ungesch... Erbsen, grün, gesch Linsen Reis I Reis II Reis III Bruchreis Grieß, weiß Grieß, gelb Graupen, grob Graupen, mittel Graupen, fein

1. der Gebäude und Bau­plätze

2. des land- und forftroirt- schaftlich genutzten Grund- besitzes

3. ä) auf je 100 RM. des Gewerbekapitals

b) auf je 100 RM. des Gewerbeertrags

Gießen, 25. September 1930

Dolfstraße 13 Lleblgstraße 101

05928

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Bei verspäteter Zahlung werden die­selben Zuschläge erhoben, wie sie der hes­sische Staat bei verspäteter Zahlung von Steuern und Abgaben erhebt.

lieber die Fälligkeit der einzelnen Ziele erfolgt noch besondere Bekanntmachung.

Gießen, den 24. September 1930.

Der Oberbürgermeister: Dr. Keller.

Je B. H AUSER, GIESSEN

AM OS WALDSGARTEN

Warenabgabe nur an Mitglieder.

Mitglied kann jedermann werden. Eintritt 50

Bekanntmachung

betreffend die Umlagen und die Sonder­gebäudesteuer der Stadt Gießen; hier: die endgültigen Steuersätze für das Rechnungs- jahr 1929 und die vorläufigen Steuersätze für das Rechnungsjahr 1930.

Auf Grund der Beschlüsse des Stadtrats

öom 20. Mai, 6. Juni und 20. August 1930 werden mit Genehmigung der Herren Mi­nister des Innern, der Finanzen und für Arbeit und Wirtschaft in der Stadt Gießen folgende Steuersätze erhoben:

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Rpf.

4. auf je 1 RM. des staat­lichen Sondergebäude­steuersolls von

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1 Würfel für gut 1/4 Liter vorzügliche Bratensoße 15 Pfg.

Konsumverein Gießenu.Umg.

e. G. m. b. H. gusia

ist xu beneiden

sagt Onkel Mollig schmunzelnd, als er ihren neuenFran- kenia-Ofen sah. Das ist wirklich ein Ofen, wie man ihn jeder Hausfrau für die Waschküche wünschen könnte, damit sie endlich einmal all den Wasch-Aerger los wird. Mit dem Frankenia kommt kein gußeiserner und kein betonierter Ofen mit. Ein gußeiserner rostet und bricht leicht und ein betonierter wledersteht schlecht der Hitze und bröckelt bald ab. DerFrankenia-Kessel aber besteht aus Stahlblech mit einer garantiert rostsicheren Feuerverzinkung und einer 25 mm starken Ausmauerung, die die Hitze besser zusammen­hält und so Brennmaterial spart. - Und für jedenFran­kenia habe ich schöne praktische Kupferkessel vorrätig. Sie sollten sich eineFrankenia-Waschanlage einmal bei mir ansehen. 5555A

Die Aufrechnung der für das Rechnungs­jahr 1930 zu entrichtenden vorläufigen Steuerbeträge auf die endgültig festzu- setzenden Steuern bleibt Vorbehalten.

Die Ausschläge dieser Umlagen erfolgen auf der Grundlage der für das Rechnungs­jahr 1929 endgültig festgesetzten Steuer- werte. Heber die endgültige Jahressteuer­schuld 1929 und die sich hiernach ergebende Erhöhung oder Ermäßigung der vorläusi- gen Jahressteuerschuld wird dem Steuer­pflichtigen ein endgültiger Steuerbescheid, der mit dem Steuerbescheid über die vor­läufigen Steuern für 1930 zu verbinden ist zugestellt.

Die vorläufige Steuer für 1930 wird in sechs Zielen, jeweils zum 25. der Monate Mai, Juli, September, November 1930 Januar und März 1931 erhoben.

Bei der Zahlung der ersten Rate der vorläufigen Steuer für 1930 ist mit den Steuerpflichtigen für 1929 Rj. abzurechnen. Wenn die endgültige Jahresfteuerschuld 1929 größer ist als die vorläufige Jahres­steuerschuld 1930, so wird der Mehrbetrag auf einmal, und zwar mit der 1. Rate der vorläufigen Steuern 1930 fällig. Ist die endgültige Jahressteuerschuld 1929 kleiner als die vorläufige Jahressteuerschuld 1929, so wird der überschießende Betrag erstattet, insoweit nicht Aufrechnung mit rückstän- digen kommunalen Steuern oder mit der 1. Rate der vorläufigen Steuern für das Rj. 1930 stattfinden kann. Eine Aenderung an den früher festgesetzten Fälligkeitszeit, punkten der vorläufigen Steuerraten von 1929 tritt hierdurch nicht ein.

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5 Pfd.-Packung 160 lO-Pfd.-Packung 310

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