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deutsche Studenten nach Frankreich gehen, so ist der Grund wohl hauptsächlich in der Abneigung des Franzosen gegen Auslandsreisen zu erblicken. Die ausländische Studentenschaft der Berliner Universität ist eine große Dölkerfamilie im kleinen, und ihre Mitglieder geben ein treues Abbild der politischen und sozialen Derhaltmsse des jeweiligen Landes. Zu den Wohlhabendsten gehören die A e g Y P t e r. Es sind vorwiegend Söhne reicher Baumwollpflanzer oder hoher Beamten. Aus vornehmen Familien stammen auch die Syrer und Türken. Aach Kasten und Religionsbekenntnissen, wie die Heimat, ist auch das indische Studentenkontingent geschieden. Man findet darunter Brahmanen aus Kalkutta, Parias aus Bombay, Mohammedaner aus Delhi. Die Inder studieren .übrigens vorwiegend an der Technischen Hochschule: viele von ihnen heiraten deutsche Frauen und siedeln dann in ihre Heimat über, wo sie zum Teil als Vertreter deutscher Firmen ihren Lebensunterhalt verdienen. Den Aeghptern und Indern gemeinsam ist die Abneigung gegen England. Aamentlich unter den Indern befinden sich viele, die wegen ihrer politischen Haltung von englischen Hochschulen ausgeschlossen worden sind und nun in Deutschland eine zweite Heimat finden.
Die Studenten, die später wieder in ihre Heimat zurückkehren, behalten Deutschland in gutem Andenken. Besonders die Inder, die bei uns europäisches Wesen kennen und schätzen lernten, sehnen sich geradezu nach Deutschland zurück. Tun wir nur alles, um auch den anderen die Wahlheimat Deutschland teuer und wert zu zu machen.
Oberheffen.
Einweihung
-es Laubacher Schwimmbades.
□ Laubach, 24. Juni. Das städtische Schwimmbad in Laubach, zu dem bereits im vergangenen Herbst der Grundstein gelegt worden war, wurde am vergangenen Sonntagnachmittag unter starker Beteiligung der Einwohnerschaft Laubachs und der umliegenden Ortschaften seiner Bestimmung übergeben. Bereits eine Stunde vor Beginn der Feierlichkeiten setzte bei herrlichem Sonnenschein der Andrang zur neuen Schwimmanlage ein. Unter den Klängen der Laubacher Feuerwehrkapelle begann der Aufmarsch der Schwimmabteilungen des Turnvereins 1846 zu Gießen unter der vortrefflichen Leitung des Dau- schwimmwarts Sauer (Gießen) sowie einer Abteilung des Vereins für Leibesübungen „Rot- Weiß" in Darmstadt.
Bürgermeister H ö g h begrüßte namens der Stadt Laubach die Festversammlung und dankte vor allem Sr. Erlaucht dem Grafen Georg Friedrich zu Solms für Me bereitwillige Lieberlassung des Geländes sowie allen Beteiligten, die an der Errichtung dieser schönen, von dem hiesigen Architekten Karl S i l ß entworfenen Schwimmanlage mitgewirkt haben. Auch den bei- - den auswärtigen Schwimmabteilungen galten herzliche Worte der Begrüßung. Den Schwimme- xinnen und Schwimmern — insgesamt 42 an der Zahl — war Gelegenheit geboten, den Festteil- - nehmern ihre Schwimmkunst zu zeigen und zu be° 'weisen, welch schöner und gesunder Sport das 7 Schwimmen ist. Mit der Vollendung dieses Schwimmbades ist ein langersehnter Wunsch der ' Laubacher Einwohnerschaft in Erfüllung gegangen. Zum Schluß betonte Bürgermeister HögY, daß das herrlich gelegene Schwimmbad zur Förderung, der öffentlichen Gesundheitspflege sowie zum Wohle der Heranwachsenden Jugend und der Laubacher Einwohnerschaft für alle Zukunft dienen möge.
Hiernach begann das Aufschwimmen sämtlicher Abteilungen. Es war ein schöner Anblick, die Schwimmerinnen und Schwimmer in Reih' und Glied das 50 Meter lange Bassin durch
queren zu sehen. Reichen Beifall fanden die vorführenden Abteilungen beim Lagen- und Bruststaffelschwimmen sowie beim Gruppenspringen und den Tauchübungen. Der zweite Teil des reichhaltigen Programmes begann mit einem wohlgelungenen Reigenschwimmen, ausgeführt von zwölf Damen des Gießener Turnvereins 1846. - Sehr interessant waren auch die Rettungsvorführungen, wobei die Beteiligten ihr großes Können im Springen, Tauchen und Schwimmen zeigten. Auch die humoristische Einlage, das Hindernisschwimmen und das Figurenlegen fanden ebenfalls großen Beifall: bei letzterem > zeichneten sich die Damen des Gießener Turnvereins wieder besonders aus. Bei der nun folgenden Staffel überragten die Darmstädter Schwimmer. Auch im Kunstspringen wurde Hervorragendes geleistet. Besonderer Beifall galt hier dem noch jungen süddeutschen Meister im Springen. (Mitglied des Gießener Tv. 1846.) Den Schluß des ausgewählten Programmes bildete ein Wasserballspiel, welches zwischen der Gießener und Darmstädter Schwimmabteilung zum Austrag kam und mit 3:1 Toren zugunsten der letzteren endete.
Alle Zuschauer — etwa 1500 — dürften befriedigt gewesen sein, diese interessanten und lehrreichen Darbietungen, die alle Gebiete der Schwimmkunst zeigten, gesehen zu haben, zumal das Können der beiden Schwimmabteilungen auf hoher Stufe steht. Möge den Laubachern und den Bewohnern der umliegenden Orte das schöne, neue Bad eine Quelle steter Freude und Erholung sein!
600 Jahre Bü-inger Markt.
WER. Büdingen, 24. Juni. Büdingen feierte am Samstag und Sonntag die 6 0 0 j ä h - rige Wiederkehr der Verleihung der M a r k t r e ch t e an die Stadt durch Königs Ludwig von Bayern im Jahre 1330. Der Iubiläums- inarkt wurde am Samstagabend durch einen Kommers in der Festhalle eröffnet, bei dem Bürgermeister H i l d n e r in seiner Begrüßungsansprache auf den Wert und die Bedeutung der Märkte insbesondere in früheren Zeiten hinwies. Am Sonntagvormittag wurde die von den Bü- dinger Gewerbetreibenden veranstaltete Ausstellung eröffnet, die allseits große Anerkennung fand. Inzwischen waren viele auswärtige Gäste eingetroffen, die den historischen F e st z u g erwarteten, der die Geschichte Büdingens veranschaulichte. Auf dem Reuen Marktplatz begrüßte Bürgermeister H i l d n e r die Festzugsteilnehmer und sprach ihnen den wohlverdienten Dank aus. Rach einem Marktumtrunk hielt Lehrer H e u - sohn die Festansprache, in der er interessante geschichtliche Aufklärungen gab.
Landkreis Gießen.
f Watzenborn-Steinberg, 24. Juni. Zu einer eindrucksvollen Feierstunde gestaltete sich der sonntägliche Festgottesdienst zur Erinnerung an die 400jährige Wiederkehr des Augsburger Bekenntnisses. Musikalische und gesangliche Kräfte hatten in dankenswert selbstloser Weise sich in den Dienst der guten Sache gestellt. Rach der Einleitung sang Fräulein Gärtner (Gießen) das Lutherlied „Ein feste Burg", nach dem Sah von Lukas Oslander und als Ausklang der Predigt „Schaff's mit mir Gott" von Ioh. Seb. Dach. Die Künstlerin, die über eine ausgezeichnete Altstimme verfügt, brachte die Lieder in vorzüglicher Ausführung zu Gehör. Klangfarbe und Klangfülle der Stimme, sowohl im stärksten Fortissimo als auch im feinsten Pianissimo, eigenschöpferische Wiedergabe und Gestaltung der Lieder legten Zeugnis ihres reifen Könnens ab. Frl. Gärtner dürfte als besondere Kennerin vorklassischer Musik, die sie hervorragend zu interpretieren versteht, anzusprechen sein. Zur Einleitung des Gottesdienstes spielte Herr Klingelhöfer die Kirchenarie von Stradella und als Lieberleitung zur Predigt das „Ave verma“ von Mozart für Cello bearbeitet. Vermöge seiner guten musika
lischen Begabung und weichen Bogensührung hinterließen auch seine Darbietungen einen tiefen Eindruck. Geschmackvoll und zurückhaltend wurden die Solisten von Gerichtsreferendar Harnisch an der Orgel begleitet. Die Festpredigt des Ortsgeistlichen über Iesaia 62, 6 und 7 war ein Aufruf zum Laienhelserdienst am Aufbau der Kircke nach dem Dorbilde der Väter.
is. Steinbach, 24. Juni. Einen sehr schön verlaufenen Ausflug unternahm der hiesige Gesangverein „Eintracht" mit sämtlichen aktiven und einer Anzahl passiver Mitglieder nach Lletzhqusen (Kreis Lauterbach), um seinem langjährigen Dirigenten und jetzigen Ehrendirigenten Lehrer i. R. Ranz und dessen Familie einen Besuch abzustatten. Mit dem Frühzug fuhr der Verein nach Bad Salzschlirf zur Besichtigung und erfreute die anwesenden Kurgäste mit einigen schönen Liedern, die allgemein Beifall fanden. Rach kurzer Mittagspause ging es dann nach dem nahen Llehhausen, wo im Schulhof unter Leitung von Herrn Sommer ein Begrüßungschor vorgetragen wurde. Der Vorsitzende des Vereins gedachte noch in warmen Worten der Verdienste, die sich Herr Ranz in seinem letzten Wirkungskreise Steinbach als Lehrer und Dirigent erworben hat. Mit bewegten Worten dankte Herr Ranz für die erwiesene Ehrung. In geselligem Beisammensein erfreute der Verein die noch erschienenen Einwohner mit einigen schönen Liedern. wofür Bürgermeister Wahl im Ramen der Gemeinde bestens dankte.
Kreis Büdingen.
* Echzell, 24. Juni. Bei schönstem Wetter hielten die Gemeinden Echzell, Gettenau mit Heuchelheim und Bingenheim mit Bisses am letzten Sonntag ihr alljährliches evangelisches Volksfest, das diesmal zugleich das Iahresfest des Zweigvereins Ridda des Gustav- Advlfsvereins war. Es fand auf dem schönen „Echzeller Tanzplatz" im Walde unter hohen Eichen statt. Pfarrer Weihgerber (Bingenheim, begrüßte die zahlreich Erschienenen und wies sowohl auf den 25. Juni 1530 hin, als den Tag des Augsburger Bekenntnisses, wie auch auf den 25. Juni 1630 als den Tag, da der Schwedenkönig Gustav Adolf nach Deutschland kam. Darauf sprach Pfarrer T r a b a n d t (Herbstein) über den Dienst der Diaspora an den evangelischen Gemeinden und den Dienst der evangelischen Gemeinden an der Diaspora, die große Opferwilligkeit der Diafporagemeinden betonend und die Gemeinden zur hilfsbereiten Tat aufsordernd. Wie diese Ansprache aus eigener Anschauung der Rot und der Glaubensstärke der um die Erhaltung ihres Glaubens ringenden Evangelischen gehalten wurde, so kam auch die folgende aus eigenstem Erleben und wirkte deshalb noch ergreifender, weil die darin geschilderte Rot noch unvergleichlich größer ist. Pfarrer S i e l m a n n (Frankfurt a. M.), früher in Reval, der selber in russischem Gefängnis war, sprach von den Verfolgungen des Glaubens in Sowjet- Rußland und von der Lebendigkeit des Glaubens, wie sie sich unter diesen Verfolgungen äußert. Die Schlußcknsprache hielt der Vorsitzende des Zweigvereins, Pfarrer Laut (Ridda). Er dankte auch dem Musikverein und dem Kirchengesangverein Don Gettenau für ihre Mitwirkung bei dem Feste. Die Kollekte für Herbstein und für die evangelische Ruhlandhilfe ergab 54 Mark.
Amtsgericht Gießen.
Gießen, 20. Juni. In der Sitzung vom 27. v. M. waren zwei Verhandlungen zwecks Anstellung weiterer Ermittelungen auf heute vertagt worden. Diese haben inzwischen stattgefunden, vermochten aber an dem für die beiden Angeklagten ungünstigen Ausgang der Verhandlungen nichts zu ändern. In dem einen Fall berief sich der Angeklagte, der vorschriftswidrig auf dem Seltersweg mit einem Handwagen von der Wolkengasse aus nach dem Kreuzplatz gefahren war, bzw. seinen Gesellen zu einer derartigen
Fahrt veranlaht hatte, auf angebliche einschlägige Abmachungen zwischen der Selterswegvereinigung und der Polizei, wonach folche Fahrten unter gewissen Llmständen gestattet seien. Abmachungen solcher und ähnlicher Art haben auch stattgefunden, ohne dah die Einzelheiten festgestellt werden konnten. Die Polizei bestritt, dah erstere im Fragefall zutreffend feien, hält auch die Annahme guten Glaubens auf Seiten des Angeklagten, der sich auch hierauf berief, um deswillen für ausgeschlossen, weil dieser vor Beginn der Fahrt von einem Polizeibeamten ausdrücklich auf das Straffällige seines Vorhabens aufmerksam gemacht worden war. Auf Grund der Beweisaufnahme steht dies richtig. Darnach war, ganz abgesehen von Rechtsgründen, die Annahme guten Glaubens ausgeschlossen, und der Angeklagte zu verurteilen. Er erhielt eine ganz geringe Geldstrafe. -k:
In dem anderen Falle war der Angeklagte m seinem Auto über den Lindenplah durch die verbotene Ausfahrt an der Buschschen Musikalienhandlung nach dem Kirchenplah zu gefahren und an der Ecke mit einem Straßenbahnwagen zusammengestoßen. Seine heutige Behauptung, er sei schuldlos, da das Richtungszeichen damals Wohl an einem Maste angebracht gewesen sei, aber in einer Höhe, die das Erkennen durch einen Autofahrer ausgeschlossen habe, wurde kmrch die Beweisaufnahme widerlegt. Es befindet sich heute noch in gleicher Höhe. Aber auch abgesehen von dieser Feststellung war der Angeklagte schuldig, denn er hat infolge seiner Llnachtsamkeit keinerlei Rücksicht auf die Signale der Straßenbahn genommen, die der Führer wiederholt, bevor er die Ecke erreichte, abgegeben hat und von dem Angeklagten hätten gehört werden müssetz. Durch sein Verhalten wurde der Transport der elektrischen Straßenbahn offensichtlich gefährdet, mag diese auch bei dem Zusammenstoß gänzlich unbeschädigt geblieben fein. Eine Gefährdung genügt zur Anwendung des § 316 StGB. Der Angeklagte war daher auf Grund dieser Gesehes- stclte zu bestrafen. Eine Geldstrafe von 3 0 Mark schien angemessen.
Kunst und Wissenschaft.
Wilhelmholzamer-Feier in St Pötten.
Kürzlich veranstaltete die Stadt Pölten in ihrer Urania eine erhebende Gedenkfeier für den frühverstorbenen rheinhessischen Dichter Wilh. Holzamer, der in Oesterreich schon eine'große Zahl von Freunden besitzt Dr. Adalbert Schmidt, der durch seine Veröffentlichungen und Vorträge über Wilhelm Holzamer bekannt ist, hat in Wien und Oesterreich eine stattliche Holzamergemeinde ins Leben gerufen. Er sprach nun auch in St. Pölten über das dichterische Werk Holzamers und fand bei dem zahlreich erschienenen Publikum freudigen Beifall. Nach Dr. Schmidts Vortrag las Regisseur Kurt S ch i m a n n (Wien) mit großer ' Feinfühligkeit des Dichters Novelle Pfarrcts Käthchen", und Dr. Herm. K i e s ( (St. Pölten) erntete für die prachtvoll vorgetragene Erzählung „Herbst" reichen Applaus. Gäbe es öfter solche wohlgelungene Veranstaltungen — auch im Reiche draußen —, bann brauchte uns um die Zukunft von Holzamers Werken nicht bange zu sein!
(Schluß des redaktionellen Teils.)
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Gießen (Neuen Bäue 25 I), den 25. Juni 1930.
040)0
Die Beerdigung findet am Freitag, dem 27. Juni, 4 Uhr nachmittags, von der Kapelle des Alten Friedhofes aus statt.
Im Namen der Angehörigen: Regierungsrat Dr. Robert Naumann Grethe Emmelius, geb, Naumann.
Bekanntmachung
die Nachwahl eines Vertrauensmannes zur Landwirtschaftskammer betreffend.
(§ 21 der Wahlordnung.)
Auf die Bekanntmachung in den Aus- hängekasten über die am 29. Juni 1930 stattfindende Nachwahl eines Vertrauensmannes zur Landwirtschaftskammer wird hierdurch verwiesen. 4615C
Gießen, den 25. Juni 1930.
Der Oberbürgermeister. I. V.: Dr. Hamm.
Bekanntmachung.
Die Voranschläge der Gemeinde (5rü- ningen und der Heinrich Benderschen Stiftung für Rechnungsjahr 1930 liegen vom Donnerstag, dem 26. Juni, eine Woche lang auf hiesiger Bürgermeisterei zur Einsicht offen. Zu den vom Gemeinderat beschlossenen Umlagen werden auch die 2Ius= märker herangezogen. 4634D
Grüningen, den 24. Juni 1930.
Hessische Bürgermeisterei Grüningen.
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geb. Wiekenberg
Witwe des Geh. Hofrates Professor Dr. Alex. Naumann.
Bekanntmachung.
Betr.: Vergebung der Verkaufsplätze auf dem Wochenmarkt.
Die Verkaufsplätze auf dem Wochenmarkt sollen für die Zeit vom 1. Juli 1930 bis 30. Juni 1931 an Ort und Stelle neu vergeben werden. Die Plätze werden am Samstag, dem 28. Juni 1930, vormittags VAX Uhr, auf dem Wochenmarkt, beginnend in der Marktlaubenstraße, freihändig vergeben. Bei mehreren Liebhabern für ein und denselbcn Platz erfolgt Zuschlag an den Meistbietenden. Die näheren Bedingungen sind aus dem Anschlag an der Standgelderhebestelle zu ersehen, sie werden vor Beginn der Platzvergebung im Hose des Turmhauses verlesen werden.
Gießen, den 21. Juni 1930. 44260
Der Oberbürgermeister. 3.23.: Klingspor.
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Die Lieferung von etwa 2000 Zentner süßem Wiesenheu, beste Qualität, ist zu vergeben. 4637D
Die Lieferung kann geteilt werden.
Bedingungen liegen bei der unterzeichneten Verwaltung zur Einsicht offen.
Angebote sind verschlossen und versehen mit der Aufschrift „Angebote für Heulieferung" bis zum 10. Juli 1930, vormittags 10 Uhr, einzureichen.
In den Angeboten sind die Bedingungen anzuerkennen.
Zuschlagsfrist fünf Tage.
Gießen, den 24. Juni 1930.
Verwaltung
der Veterinär-Kliniken und -Institute.
Donnerstag, den 26. Juni 1930, nachmittags 2 Uhr, versteigere ich im „Löwen", Neuenweg, dahier, zwangsweise gegen Barzahlung:
zehn Stück Anzugstoffe, je 3 Meter, ein Wirtschaftsbüfett, zwei Kassenschränke, einen Diwan, ein Sofa, zwei Wanduhren, ein Schrankgrammophon, einen Kleiderschrank, ein Fahrrad, sechs Wa- renschränke, eine Ladeneinrichtung, zwei Schreibtische, einen Vervielfältigungsapparat, einen Radioapparat, eine Nähmaschine, 92 Kinderspiele, 25 Kartons Schokolade, 150 Flaschen Likör, 90 Dosen Obst- und Gemüsekonserven, 100 Kvkosbesen, zwölf Roßhaarbesen, 15 Kinderklappstühle, fünf Holländer, zwölf Pferdchen, acht Puppenwagen, 40 Fahr- leinen, fünf Waschleinen, 24 Fruchtsäcke, 20 Feldstühle, fünf Klappstühle, 100 Kartons Christbaumschmuck. 4638D
Oern
Gerichtsvollzieher in Gießen Steinstraße 13 — Telephon 4101


