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Oberheffen.

Landkreis Gießen.

£ Wieseck, 24. März. Der Landwirt­schaftliche Konsumverein hielt am Samstagabend bei Gastwirt Walter seine Generalversammlung. Geschäftsführer Hildebrand erstattete den Geschäftsbericht. Derbandsrevisor 3 o If erstattete hierauf De- richt über die Prüfung der Dücher, sowie über die Bilanz. Der Warenumsatz im Geschäftsjahr 1929 betrug 296 462,36 Mk., gegenüber 290 511,84 Mk. im Jahre 1928. Die Unkosten der Derwaltung betragen kaum 21/a Proz. Der Reingewinn be--. trägt im Jahre 1929 25 703,14 Mk., so daß wieder 7 Proz. Rückvergütung gewährt werden können und außerdem für die Betriebsrücklage 4500 Mk. und den Reservefonds 447,02 Mk. vor­gesehen werden konnten. Alles in allem stellte er fest, daß trotz der schweren wirtschaftlichen Lage der Konsumverein mit diesem Abschluß sehr zufrieden sein könne. Der Entlastung des Borstandes wurde allgemein zugestjmmt. Eine längere Aussprache fand über den Erweite­rungsbau des Lagerhauses statt: dem Dau wurde zugestimmt, und es sollen die Arbeiten dem Dauunternehmer Schäfer übertragen werden. Zum Schluß wurden noch einige geschäftliche Angelegenheiten besprochen.

* Deuern, 24. März. 3n der WirtschaftZur i Germania" des Mitglieds Karl Dietrich hielt I

am Samstag der hiesige Spar- und Dor- schußverein II seine diesjährige General- versammlung ab. Rach Eröffnung durch den Aussichtsratsvorsihenden erstattete der Rechner Lindenstruth "Bericht über den Geschäfts­verkehr, und gab die Zahresrechnung für das abgelaufene 3ahr 1929 bekannt, die eine starke Aufwärtsentwickelung der Kasse darlegte. Der Sparverkehr hat sich in dem abgelaufenen Jahr gut entwickelt. Die eingelegten Spargelder be­trugen 43 407 Mk. Die gesamten Spareinlagen betragen 190 000 Mk. Der Gesamtumsatz betrug 600 000 Mk. An Reingewinn wurde die Summe von 2603 nachgewiesen, die zum Teil dem Reserve­fonds und der Betriebsrücklage zugeschrieben wurde. Der Geschäftsanteil der Mitglieder wurde mit 20 v. H. verzinst. Für Spargelder wurden 8 v. H. bezahlt. Die ausgeliehenen Kapitalien wurden mit 10 v. H. berechnet. Rach den Er­läuterungen zu dem Geschäftsbericht durch den Dorstand wurde diesem Entlastung erteilt und Dank für die umsichtige Leitung der Geschäfte ausgesprochen. 3n den Aufsichtsrat wurden die ausscheidenden Mitglieder Philipp Lepper und Konrad Walther wiedergewählt. Dem ein­zigen noch lebenden Mitbegründer des Vereins, Konrad Walther, sprach zu seinem 30. Jubi­läum als Aufsichtsratsmitglied der Direktor Phil. Arnold im Ramen des Vereins für die um­sichtigen treuen Dienste mit anerkennenden Wor­ten den Dank des Vereins aus.

Tumen, Sport und Spiel

erzielen.

Fortsetzung.

Jtacttinjd verboten

der

dem

zwei

Entweder waren es Codeworte, oder es

aber die Hand mit

der er-

Als Peter zu seinem Dureau kam, war er sich klar darüber, wie er die Geschichte über das Verbrechen in die Zeitung bringen wollte. Es waren inzwischen auch schon einige Details ge­meldet worden, und schließlich war der Bericht den er seinen Lesern vorsetzte, derselbe, der am nächsten Morgen in jeder anderen Zeitung zu lesen war.

Sommer und Winter brachte Peter sein Week­end gewöhnlich in einem kleinen Landhaus an der Godalming Road zu. Gern hätte er die Gelegenheit wahrgenommen, in der Stille des Landaufenthaltes über dieses geheimnisvolle Problem nachzudenken, aber diesmal durfte er >i<h kein Weekend gönnen. Er ging aufgeregt und bestürzt nach seiner Wohnung in Ken- smgton.

Ein Mord war, wie Peter aus langer Er­fahrung wußte, eine sehr gewöhnliche und un- romontische Angelegenheit. Aber jetzt hatte er über eine Tat zu berichten, die etwas un­heimlich Phantastisches an sich hatte. 3n neun öon zehn Fallen waren die Verbrechen nicht frei von Gemeinheit und Schmutz, und ihre Auf­klärung war häßlich und deprimierend. Ss fehl-

Haben Sie wirklich nichts gefunden?" 3ch habe bestimmt nichts gefunden, das Polizei irgendwie von Rutzen sein könnte," widerte Peter prompt.

2. 3ugend. Auf dem Waldsportplatz schlug sie ihren Gegner, die 2. 3ugend des D. f. D. Gießen, 2:0.

3. 3 ugend. Rach längerer Pause trat auch diese wieder in Tätigkeit und fertigte ihren Gegner, die 1. 3ugend des ,S.V. Steinbach, 4:0 ab. '

1. und 2. Schüler: Die Gegner traten nicht an.

6.

Durch einen leisen Stoß gegen seine eiserne Bettstelle wachte er plötzlich auf. An der Kante der 3alousie, die das Fenster schloß, schimmerte ein Streifen gelblichen Lichtes, der von der Straßenlaterne draußen kam.

Gr richtete sich auf. Der Raum war voll­ständig finster, aber im Gang, seiner Tür gegen­über. befand sich ein Fenster, durch das man auf den Hinterhof sehen konnte. Die Rächt war hell, unb er sah, daß die Tür nach dem Gang offenstand. Angestrengt lauschte er und hörte

Er saß auf dem Rande seines Bettes und zog seine Schuhe aus. Dann erinnerte er sich plötzlich an die kleine Börse, die ihm Daphne gegeben hatte und nahm sie aus seiner Tasche. Es war ein flaches Etui aus weichem Leder. Die Klappe war mit einem Druckknopf befestigt. Er fühlte einen harten Gegenstand im 3nnern. Rls er öffnete, fand er einen Schlüssel darin, an dem ein Streifen Papier hing.

gehörte offenbar zu einem Patentschloh. Er war sehr klein und trug oben am Griff die Rümmer 7916. Früher schien etwas darin eingraviert gewesen zu sein, 3nschrift war von einer unkundigen der Feile ausgekraht worden.

Er betrachtete das Papier, auf Reihen Buchstaben standen.

F. T. B. T. L. Z. S. Y.

H. V. D. V. N. B. U. A.

Hören Sie mit 3hrem närrischen Geschwätz auf!" Oberinspektor Clarke betrat die Wohnung, seine Unter beamten folgten ihm.Geben Sie alle 3hre Funde wieder heraus, die von irgend­welchem Wert für die Unternehmungen der Po­lizei sein könnten!"

3ch bin gerade im Augenblick gekommen," log Peter frech darauf los,und ich überlegte eben, ob ich hier nicht etwas mitnehmen könnte, als ich durch 3hr Klopfen wieder auf den Pfad der Tugend zurückgeführt wurde."

Clarke brummte etwas Unliebenswürdiges. Dann begann er mit der Durchsuchung der Räume. Peter ging bescheiden hinter ihm her.

Vermutlich haben Sie diesen Schreibtisch ge­öffnet und jedes Papier angesehen," sagte der 3nspektor, als er geschickt das Schloß aufdrückte Und die 3alousie in die Höhe schob.

Peter war beunruhigt, als sich Clarke bückte und einen Blaustift vom Boden aufhob.

Haben Sie dies fallen lassen?" fragte er rronisch.

Also war die Rotiz auf der Rückseite erst kürzlich geschrieben worden. Warum? Er hatte sich nach dem Bleistift umgesehen und nicht daran gedacht, auf dem Teppich danach zu suchen. Möglicherweise hatte er ihn auch bei der Durch­suchung des Tisches zur Erde geworfen, aber viel wahrscheinlicher blieb es, daß Farmer den Stift hatte fallen lassen. Es war ein neuer Blaustift, der erst kürzlich angeschärft war. Die kleinen Holzspäne waren noch auf dem Teppich sichtbar, und das offene Federmesser auf dem Tisch zeigte blaue Spuren. Man konnte daraus also deutlich entnehmen, daß der Stift erst an diesem Tag in Gebrauch genommen worden war.

-Keine Spur von gefiederten Schlangen!" sagte Clarke, als er seine Untersuchung beendet hatte. Dann lieh er sich dazu herbei, Peter ein paar 3nformationen zu geben.

Farmer wurde mit einer automatischen Pistole erschossen, die einen Schalldämpfer trug wir fanden eine abgeschofsene Patronenhülse mitten auf dem Weg. Er kam mit einem Mietauto, der Wagen wurde auf der Ecke von Grosvenor Square gesehen und bog dann in die Gros­venor Street ein. Mr. Crewe gab an, es fei ein kleiner Wagen gewesen, aber seine Beschreibung stimmt nicht mit der des Polizisten überein. Der Mann, der Farmer tötete, fuhr entweder in diesem Auto mit, ober es war der Chauffeur selbst. So, das können Sie publizieren, Peter. Sie dürfen aber nicht veröffentlichen, daß Farmer

eine halbe Stunde vor feinem Tod mit Crewe telephonierte das erzähle ich 3hnen nur, falls Sie es zufälligerweise doch erfahren soll­ten. Farmer sagte, daß er etwas über die ge­fieberte Schlange in Erfahrung gebracht habe unb Crewe aufsuchen wolle, um es ihm mitzu­teilen."

Wie kam es, daß sich die beiden für die ge­fieberte Schlange interessierten?" frqgte Peter. Der 3nspektor sah ihn nachdenklich an.

Sie wollen mich mit dieser Frage bluffen Sie wissen doch ganz genau, daß Crewe und Farmer jene Karten erhielten übrigens wie erklärt man sich die Geschichte mit der Schlange im Zeitungsviertel?"

Wir haben die Sache nicht ernst genommen bag sieht doch zu sehr nach sensationeller Er­findung aus. So etwas Pasfiort in Wirklichkeit nicht das wissen Sie doch, Clarke."

Aber dieser Mord hat sich doch wirklich zu- getragen," sagte Clarke grimmig.

Er war immer noch argwöhnisch, und als sie zusammen nach Bloomsbury Square gingen, fragte er:

mag einige Zeit zu drängen. Seine Ueberlegen- ßeit führt, trotz prächtiger Abwehr der D. f. D.- Verteidiger, zum zweiten Tor. Die V. f. B.-Els gibt sich jedoch nicht geschlagen, sondern geht mit bewundernswertem Schneid nun ihrerseits zum Angriff über. Verteidigung und Läufer­reihe werfen den Sturm immer wieder nach vorne, dem es gelingt, kurz hintereinander zwei­mal erfolgreich zu fein und so den Ausgleich zu erzielen. Es bleibt bann beim Schlußresultat von 2:2. Schiedsrichter Dörr, Grünberg, leitete un­auffällig, aber korrekt unb umsichtig.

Das Spiel der zweiten Mannschaft ge­gen die erste des SportvereinsVik­toria" R i b b a enttäuschte starb Von beiden Mannschaften hatte man mehr erwartet. V. f. D. war feinem Gegner spielerisch überlegen, t>er- mochte dies aber nur in einem Tor zum Aus­druck au bringen. Die Gäste zeigten bedeutend mehr Eifer und hätten bei etwas weniger Pech (zwei Lattenschüsse) das Spiel gewinnen können. Das Endergebnis war 1:0 für Gießen.

Die gefiederte Schlange

Vornan von Edgar Wallace.

ten meist alle die interessanten Züge, die die Autoren von Kriminalromanen hinzudichten.

Er hatte genug Geschichten gelesen, in denen letzte Warnungen, mysteriöse Briefe, das Auf- tauchen bizarrer Symbole und Versammlungen an einsamen, gespenstischen Plätzen eine große Rolle spielten. Aber bisher hatte sich seine Be­kanntschaft mit diesen merkwürdigen Erscheinun­gen auf jugendliche Banden beschränkt, die ihre geheimen Zeichen und Pahworte hatten und nur auf kleine Räubereien ausgingen. Einigemal hatte er solchen Verhandlungen vor dem Polizei­gericht beigewohnt. Diese Dinge konnte er beim besten Willen nicht mit richtigen Verbrechern in Verbindung bringen.

-Das heißt, Sie fanden nichts, das Sie Polizei übergeben wollten, damit nicht ein an­derer Zeitungsreporter hinter das Geheimnis dieser großen Geschichte kommen sollte! Es wäre eigentlich meine Pflicht, Sie zur Polizei st ation zu bringen unb 3hre Taschen vollständig durch­suchen zu lassen."

rechte Seite war durchgebrocl)en und der Gießener Hüter mußte den Schrägschuß passieren lassen. Die Gießener ließen sich aber nicht entmutigen. Angriff auf Angriff rollte auf des Gastgebers Tor, aber hier stand ein Hüter, der schier unüberwindlich schien und dem auch das Glück zur Seite stand. Eine Flanke von Zeiler lenkte Heilmann mit dem Kopf über den herauslaufenden Torwart zum ersten Ge­gentor in Weidenaus Gehäuse. Nach der Pause ging dem Gießener Mittelstürmer ein Schuß ins Gesicht, zu dessen Schutz er die Hand hochnahm. Der Schieds­richter glaubte aber wegen angeblichen Handspiels einen Strafstoß gegen Gießen verhängen zu müssen, der nach einigem Hin und Her in der allgemeinen Erregung Weidenaus drittes Tor ergab. Allerdings erzielte es der Schütze aus Abseitsstellung, was der Spielleiter anerkannte. Fortgesetzt lag trotzdem die 1900-Mannschaft im Angriff. Zeiler setzte sich ener­gisch gegen mehrere Gegner durch. Sein flacher Schuß saß unhaltbar in der linken Torecke. Das Spiel stand nur noch 3:2 für Weidenau. Das Ecken- verhättnis war am Schluß 3:3. Der Ligaelf 1900s kann man in Gesamtheit ein Lob für die herr­lichen Leistungen in diesem Spiel aussprechen. Der überragende Mannschaftsteil war die nimmermüde Läuferreihe.

Die Ligareserve verlor ihr Spiel gegen die Ligamannschaft Ehringshausens mit 5:2. Das Spiel fand in Ehringshausen statt. Diese Niederlage gegen den Tabelleniweiten der zweiten Bezirksklasse ist an sich nicht schlimm, wenn man berücksichtigt, daß man bei 1900 mehrere gute Kräfte ersetzt hatte. Beim Seitenwechsel lautete das Resul­tat 1:0 für 1900, später sogar 2:0 für Gießen. Im Endkampf ließen aber die Kräfte nach und der Gast­geber kam hintereinander zu fünf Torerfolgen.

Eine große Enttäuschung bereitete die dritte 50t a n n s ch a f t. Wenn sie glaubte, das Spiel in Bieber im Spaziergang zu gewinnen, so wurde sie dort eines anderen belehrt. Durch großen Leicht- sinn (es fehlte auch wieder einmal der elfte Mann) stand die Begegnung schon bei der Pause 2:0 ver­loren unb so blieb es bis zum Schluß.

1. 3 u g e n b. Das fällige Pflichtspiel auf eige­nem Platze gegen die 1. 3ugend des S.V. Riedergirmes ging unentschieden 1:1 aus.

Spielvereinigung 1900 Gießen.

v. f. B. Weidenau (Oberliga) 1900 Gießen (1. Bezirksklasse) 3:2 (Halbzeit 2:1).

ö. Die Gießener bewiesen in diesem Treffen er­neut, daß sie beste Klasse selbst auf fremden Platz nicht zu fürchten brauchen, wenn die Mannschaft ein so ausgezeichnetes Spiel zeigt, wie sie es am letzten Sonntag tat. 1900 bestritt das Spiel ohne seinen Halblinken Stürmer Adelberger, dafür stand Best halblinks, Henrich Halbrechts und Zeiler rechtsaußen. Die Gießener Mannschaft war von Anbeginn an leicht überlegen. Sie war im­mer schneller am Ball, besaß technisches lieber« gewicht unb verstand es überraschend gut, sich in schöner flacher Kombination auf dem kleinen glatten Platz in Weidenau, dem der Rasen vollständig fehlt, zurechtzufinden. Ein Sieg im umgekehrten Ver­hältnis, wenn nicht noch höher, hätte eher den spie­lerischen Qualitäten und Leistungen der Gießener entsprochen, was auch der Gastgeber Weidenau un­umwunden zugab. Nur ausgesprocl)enes Pech vor dem gegnerischen Tor, wo allein dreimal Pfosten unb Querlatte retteten, brachten bie Gießener um einen oerbienten Sieg. Die Leistungen ber' 1900er sind noch um so höher zu werten, wenn man be­rücksichtigt, daß der Gastgeber die körperlich weit besser disponierte Mannschaft stellte. Bor der Pause mußte der Mittelstürmer Heilmann zirka 20 Minu­ten aussetzen. Trotzdem blieb 1900 auch in dieser Zeit mit 10 Spielern tonangebend und märe sicher zum Ausgleich gekommen, wenn nicht der überra­schende Halbzeitpfiff des Schiri einen krönenden Tor­schuß verhindert hätte. Der Rechtsaußen Zeiler hatte alles überspielt, und als er kurz vor dem Tore zum Schuß ansetzte, pfiff der Spielleiter zur Pause. In der Mitte der ersten Spielhälfte fiel bei einem schnellen Durchbruch das erste Tor für Weidenau. Der Gießener rechte Läufer protestierte und ließ den Weidenauer Linksaußen unbehindert flanken. Ein Innenstürmer fiel über den Ball und hielt diesen regelwidrig, so daß den Gießenern die Abwehr un­möglich wurde. Der hinzueilende Weidenauer Mit­läufer schoß den plötzlich freigekommenen Ball über­raschend über alle Köpfe weg unter die Latte ein. Gleich darauf hieß es 2:0 für ben Gastgeber. Die

V. f. B.

Die Verpflichtung des Kasseler Gruppenmei­sters (1. Bezirksklasse),Spor t" Kassel, war ein recht glücklicher Griff. Die Gäste haben von jeher den Ruf einer ausgesprochenen Kamps­mannschaft: trotzdem in der Elf nur noch einige wenige, aus den Derbandsspielen der Dezirks- liga bekannte Ramen zu finden und alle übri­gen ausnahmslos sehr junge Spieler find, hat sie am Sonntag erneut gezeigt, daß sie auf dem besten Wege ist, ihre frühere Spielstärke wieder zu erlangen.Sport" hat es verstan­den, seine überalterte Mannschaft rechtzeitig und gründlich aufzubauen. Die Gäste spielten einen flotten, ungekünstelten und ganz auf Erfolg ein­gestellten Fußball. Wohl ließ ihr Spiel gewisse technische Feinheiten vermissen, ohne daß es pri­mitiv gewirkt hätte, was aber durch die außer­gewöhnliche Schnelligkeit und Wendigkeit jedes einzelnen Spielers wieder ausgeglichen wurde. Die Platzmannschaft enttäuschte angenehm. Wenn sie auch nicht restlos befriedigte, so lieferte sie doch eine wesentlich bessere Partie als an den vergangenen Sonntagen. Es fehlte bei ihr vor allem noch am verständnisvollen Zusammen­arbeiten der einzelnen Mannschaftsteile und auch der Spieler untereinander, was allerdings bei der von Sonntag zu Sonntag erfolgenden Um­stellung erklärlich ist. Mit der Besetzung des vergangenen Sonntags scheint man der endgül­tigen Lösung des Problems einer neuen Mann­schaftsaufstellung ein gutes Stück nähergekommen zu sein. Reben zum Teil sehr guten technischen Einzelleistungen zeigte V. f. B. wieder einen er­freulichen Kampfgeist, der ihn befähigte, nachdem das Resultat bereits 2:0 für Kassel lautete, noch den Ausgleich zu erzwingen. Durch das unge­wöhnlich rasche Tempo und den daraus sich er­gebenden fortgesetzten Wechsel der Kampfbilder war der Verlauf des Treffens von Anfang bis Ende recht interessant. Spielverlauf: Sofort von Beginn an entwickelt sich ein scharfer Kampf. Beide Gegner forcieren das Tempo, das unge- wöhnlich schnell ist. Das Spiel ist während der ganzen ersten Halbzeit verteilt. Die Verteidi­gungen sind auf der Höhe und stoppen jeden Angriff meist schon an der Strafraumgrenze ab. Die verhältnismäßig wenigen klaren Torchancen werden hüben wie drüben verpaßt, bis esSport" gelingt, zum Führungstor einzufenden. Rach dem Wechsel ist Kassel durch sein eminent schnelles und forsches Sturmerspiel im Vorteil und ver»

plötzlich tiefes Atmen. Es war jemand in dem Raum.

Vorsichtig tastete er nach der kleinen elek­trischen Taschenlampe, die stets auf seinem Rachi­tisch lag. 3m nächsten Augenblick sprang er aus dem Bett. Unklar erkannte er im Schein feiner Lampe eine zum Sprung gebückte Gestalt, deut­lich sah er nur einen gesenkten Kopf, der mit dünnem, grauem Haar bedeckt war. 3m selben Augenblick bekam er einen so heftigen Schlag auf die Schulter, daß er die Lampe fallen ließ. Gleich darauf war er mit dem Einbrecher hand­gemein. Mit Mühe machte et sich frei, bückte sich und nahm die Lampe wieder auf, an die er mit dem Fuß gestoßen war. Dann holte er zu einem kräftigen Schlage aus, stieß aber in die Luft. Die Tür wurde zugeworfen, und jemand drehte den Schlüssel von außen um. Das ganze Haus kam in Aufruhr, die Stimmen schallten von dem unteren Flur herauf, und Peter hörte eilige Tritte auf der Treppe. Mehrere andere Be­wohner wurden durch den Lärm des Kampfes herbeigerufen.

Es dauerte einige Minuten, bis man den Schlüssel sand, um die Türe aufzuschließen. Als Peter das Licht andrehte, fand er den ganzen Raum in Unordnung. Zuerst entdeckte er, daß der Einbrecher seinen Rock mitgenommen hatte. Seine Hosentaschen waren umgestülpt und ihr 3nhalt verschwunden. Aber Taschenuhr und Kette hatte der Dieb aus der Weste genommen und auf dem Tisch zurückgelassen.

Man konnte kein Zeichen finden, das Auf­schluß über die Persönlichkeit des Täters gab. Aber es war vollkommen klar, wie er entkommen war. Das Fenster auf dem Korridor stand weit offen. Da es nicht allzuhoch über dem flachen Küchendach lag, war es leicht, von hier aus die Hofmauer und die Straße zu erreichen.

Es war kein Geheimnis, wie der Fremde in das Zimmer Peters kam. Denn die Karten der Bewohner steckten in kleinen Messinghaltern an den Türen. Erst später wurde es Peter klar, daß ihm ein unangenehmes Erlebnis erspart wm:den wäre, wenn die 3nhaberin der Pension nicht diese Anordnung getroffen hätte.

®er Morgen dämmerte, als die Herren sich im Eßzimmer zusammensehten und Kaffee tranken, den die erschrockene Wirtin schnell gekocht hatte. Zu Peters großem Aerger hatte sie, ahne ihn du fragen, zur Polizei geschickt. Er war fest davon überzeugt, daß er das Opfer eines zu­fälligen Ueberfalls war. 3rgenbein armer, im Haus unbekannter Dieb war in das Haus herein- gelommen und in Peters Raum eingedrungen, weil dieser dem Fenster zunächst lag, durch dgs er eingestiegen war. Diese Vermutung erzählte er auch dem Detektivsergeanten, der bald darauf ankam, um das Verbrechen aufzullären.

(Fortsetzung folgt)

Die vierte Mannschaft hatte die Fuß, ballelf des RuderklubsHassia", er­gänzt durch zwei Spieler des D. f. B.» zu Gast und gewann knapp mit 3:2.

Die zweite Fügend verlor auf eigenem Platz ihr Pflichtfpiel gegen die gleiche der Sp i e I D e r e in ig u n g mit 0:2. Man sah bei ihr zwar die besseren Cinzelleistungen, dagegen jedoch keinerlei Zusammenspiel. Die Spielverein- ler waren gerade hierin entschieden besser und zeigten auch den größeren Kampfgeist.

Während die erste Schülerelf durch Absage von Burgsolms ohne Gegner blieb, gewann die zweite ihr Pflichtspiel gegen die erste des Wetzlarer Sportvereins nach flottem Kampf mit 1:0.

Steinbach II. - 1900 IV. 4:3 (2:1).

Zum fälligen Derbandsspiel trafen sich diese Mannschaften am Sonntag in Steinbach. Äe Gäste traten mit Verstärkung an, konnten aber die Steinbacher nicht besiegen. Schiri Kreiling leitete einwandfrei.

Handball im T. D. Großen-Buseck.

2Hlo. Gießen I To. Großen-Buseck I 9:8.

Am Sonntag trafen sich in Großen-Buseck zwei gleichstarke Gegner, die durch ein von Anfang an flottes Spiel voll befriebigten. Der Schiedsrichter, war dem Spiel nicht gewachsen.

Mio. Jugend To. Großen-Buseck Jugend 5:4.

Noch langer Pause trat die Busecker Jugend wieder auf den Plan. Die Busecker mußten gegen die kör- perlich überlegenen Gießener mit nur zehn Mann antreten..Nach der Halbzeit machte sich das Fehlen eines Mannes bemerkbar, wodurch Gießen das Siegestor erzwingen konnte. Das Resultat entspricht dem Spielverlauf.

Handball.

Burkhardsfelden I Albach I 2:0.

Die Handballmannschaft Albach trat am Sonn­tag zu einem Gesellschaftsspiel in Burkhards­felden an. Obwohl die Gäste durch das Gelände begünstigt waren, konnte Burkhardsfelden bis zur Halbzeit zwei Tore werfen. 3n der zweiten Halbzeit brachen die Albacher Spieler daS Spiel vor Schluß ao.

Handball im Lahn - Oirnsberg - Gau.

Tv.wiefeckl To. Rodheim I 11:2 (5:0).

3n einem jederzeit überlegen durchgeführten Kampfe konnte Wieseck die Gästemannschaft über­raschend hoch schlagen.

To. wieseck II To. Rodheim II 4:5.

Handball im T. V. Londorf.

Londorf I Beuern I 3:0.

Londorf II Beuern II 3:1, abgebrochen.

Londorf trat am Sonntag wieder mit drei Mannschaften an. Die erste Mannschaft zeigte ein fast durchweg überlegenes Spiel, das in der zweiten Halbzeit Beuern nicht aus seiner Hälfte kommen ließ. Bei etwas mehr Glück hätte Lon­dorf noch höher gewinnen müssen.

Die zweite Mannschaft hatte das Spiel auch zu jeder Zeit in der Hand. Sturm und Tormann waren die besten Mannschaftsteile. Siebzehn Mi­nuten vor Schluß brach Londorf das Spiel wegen Unstimmigkeiten über Abseits ab.

Arbeiter-Turn- und Gportbund.

Gießen I Rodheim I 5:0.

Ruf dem Trieb standen sich am Sonntag diele Mannschaften im Serienspiel gegenüber. Wäh­rend Rodheim komplett antrat, stellten sich die Einheimischen mit Ersatz. Dem großen Spiel­eifer der Gäste gelang cs bis Halbzeit, das Spiel ziemlich offen zu halten. Einmal nur konnte Gießen erfolgreich fein. Rach Seitenwechsel stellte Gießen um. Rodheim mußte sich nun mächtig anstrengen, um die Angriffe der Platzbesitzer

^ntroeoer waren es Codeworte, oder es war der Schlüssel au einem Code. Das Papier war ziemlich alt, die Buchstaben waren mit Tinte geschrieben, und die Schrift begann bereits zu verblassen. Er untersuchte die Tasche sorgfältig, um noch weitere Aufschlüsse zu finden, aber er entdeckte nichts mehr. Gerade wollte er die Börse wieder in seine Tasche stecken, als er aus irgendeinem Grunde, über den er sich selbst nicht klar wurde, seine Meinung änderte und sie unter fein Kopfkissen legte. Dann zog er sich vollends aus. Da er todmüde war, schlief er sofort ein.