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abzuwehren. Trotzdem gelang es Gießen bis Schluß, noch viermal erfolgreich zu sein.

Gießen 1b Oppenrod I 3:2.

Vorher spielten diese Mannschaften. Vis kurz vor Schluß des Spieles konnten beide Parteien je zweimal erfolgreich sein. Wenige Minuten vor Schluß konnte Gießen seinen dritten Treffer anbringen, und so mutzte Oppenrod eine dem Spielverlauf entsprechende unverdiente Nieder­lage hinnehmen.

Bei dem Spiel Giehen II gegen Fron­hausen I konnten die Gäste einen überlegenen 8:0-Sicg mit nach Hause nehmen.

Diefeck I Daubringea I 6:1.

3n Wiefeck standen sich diese Mannschasten gegenüber, die Gäste komplett, die Platzmann­schaft mit Ersah. Daubringen versuchte mit aller Kraft zu Erfolgen zu kommen, doch scheiterte alles an der sicheren Abwehr der Einheimischen. Wieseck baute wohl gute Angriffe auf, spürte dabei aber merklich seinen als Statisten wirken­den Rechtsaußen. Wohl gelang es ihnen, nach kurzer Spieldauer in Führung zu gehen, dann aber verhinderte die reichlich harte Abwehr der Gäste vorerst jeglichen weiteren Erfolg. Kurz vor Halbzeit gelang es dann den Cinheimischen, zweimal erfolgreich zu seist. Rach Seitenwechsel erhöhte Wieseck seine Torzahl abermals. Dann waren es die Gäste, die aus einem Gedränge in reichlich hartem Angriff ihr Ehrentor er­zielten. 3m weiteren Verlauf des Spieles konnte die Platzmannschaft iwch zweimal erfolgreich sein.

Wieseck Ib Raunheim 1b 8:0.

Raunheim stellt- eine körperlich kräftige Mannschaft, deren Fehler nur ihr systemloses Spiel war. Wieseck trat mit Ersah an. Raunheim war vorerst etwas im Vorteil, konnte jedoch nichts erreichen. Wieseck übernahm bald die Führung. Wohl schaffte Raunheim noch manchen gefährlichen Moment vor dem Tor der Einhei­mischen, versiebte jedoch die sichersten Sachen. Bis Halbzeit führte Wieseck bereits 3:0. Rach Seitenwechsel erhöhte Wieseck in gleichmäßigen Abständen sein Resultat auf acht Tore, während den Gästen trotz aller Bemühungen das ver­diente Ehrentor versagt blieb.

3m Spiel Wieseck 1. Jugend gegen Leun Jugend konnten die Einheimischen einen siche­ren 7: l-Sieg für sich buchen.

Lich I Beuern I 0:0.

In Lich standen sich diese Gegner gegenüber. In einem gleichwertigen Spiele wurde das einzige von Lich erzielte Tor vom Unparteiischen nicht aner- tiuint, so daß cs bei dem unentschiedenen 0:0-Resul- tat blieb.

Im Spiele Beuern Jugend gegen Wieseck 2. Jugend konnten die Gäste mit nur 10 Mann einen knappen, aber sicheren 0:l°Sieg mit nach Hause nehmen.

Schwurgericht Gießen.

Gießen, 24. März. Zur Verhandlung stand nur eine Sache: Dienst knecht Kurt Maedel aus Berlin wegen Mordversuchs. Den Vor­sitz hatte Landgerichtsrat Strack, die Anklage vertrat Staatsanwalt Dr. Eckert, die Verteidi­gung führte Rechtsanwalt Dr. Aaron.

Der Angeklagte, ein zwanzigjähriger, schmäch­tiger, noch unentwickelt wirkender Mensch, hat eine schwere Jugend hinter sich. Er ist Sohn und Enkel von Trinkern und wurde nach dem Tohe seines Vaters von seinem Stiefvater hart behandelt. 3n seinem dreizehnten Lebensjahr erlitt er eine schwere seelische Verwundung, die seine Gemütsverfassung stark beeinträchtigt hat: seine 3jährige Halbschwester, an der er sehr hing, wurde von einem unbekannten Täter ermordet. Der schlechten Beziehungen zu seinem Stiefvater wegen verließ er mit sechzehn Jahren heimlich Berlin und wanderte nach Süddeutschland, wo t.. ihm gelang, sich eine 3nvalidevkarte auf den falschen Rainen Mandel ausstellen zu lassen. Er war boim, ohne sich je etwas zuschulden kommen zu lassen, bei mehreren Landwirten als Dienstknecht und zuletzt seit über zwei Jahren bei einem Landwirt und Gastwirt in Ridda tätig. Auch dort führte er sich gut, auffallend aber war sein Verhalten gegen die Tiere: wäh­rend er sie auf der einen Seite so gut behandelte, daß sie ihm geradezu nachliefen, mißhandelte er sie ab und zu ohne genügenden Anlaß auf rohe Weise. Anfang Mai trat er zu der auf dem gleichen Hof bediensteten Magd Martha R. in Beziehungen. Als sich Folgen bemerkbar machten, drohte ihm das Mädchen schriftlich und später auch münd­

lich mit einer Anzeige beim Gericht wegen des angeblich an ihr verübten Verbrechens. Ls sanden bann mehrfach Besprechungen statt, und der An» gellagte geriet in seiner Linerfahrenheit in große Sorge. An einem Samstagabend Ende Juli trat ex in der Rähe der Margarethenburg bei der Ridda mit dem Mädchen zusammen, das er schließlich nach erneuter Drohung mit Anzeige in das Wasser warf, um es dadurch zu töten, tnobei er die im Wasser Liegende trotz ihrer Hilferufe am Erklimmen der Ufer hinderte. Es gelang dem Mädchen aber, sich an Erlenzweigen. die über dem Waller hingen, festzuhalten, bis nach längerer Zeit einige beherzte Männer die völlig Erschöpfte aus dem Wasser zogen. Sie hat sich wieder vollkommen erholt: ein Schaden ist nicht entstanden. Der Angeklagte wurde als­bald in seinem Bett verhaftet: er leugnete nicht, daß er bas Mädchen töten wollte, aber mit Uebcdegung habe er nicht gehandelt: er sei in großer Erregung und Verzweiflung ge­wesen.

Rach dem Gutachten des Sachverständigen. Obermedizinalrat Dr. Z i n h e r, ist der Ange­klagte zwar erblich belastet und seelisch minder­wertig, aber durchaus zurechnungsfähig.

Der Vertreter der Anklage und der Verteidiger nahmen dann zu eingehenden Ausführungen das Wort. Der Staatsanwalt war der Auf­fassung, bah die Tat hart an Mordversuch streife, das Vorhandensein der ilcberlegung bei der Aus­führung sei indes nicht mit Sicherheit zu er­weisen: er warnte aber davor, die Sache etwa besonders mild aufzufassen: das schwere Ver­brechen sei gegen ein wehrloses Mädchen gerichtet gewesen, das gerade von dem Angeklagten als dem Vater des kommenden Kindes Schutz hätte erwarten dürfen. Er beantragte wegen Tot­schlagsversuchs eine Gefängnisstrafe von drei Jahren sechs Monaten. Der Ver­teidiger hielt Lieberlegung für ausgeschlossen: er bat um mildere Bestrafung im Hinblick auf die Veranlagung des Angeklagten, seine Jugend, seine Unbestraftheit und seine Reue.

Das Schwurgericht kam zu dem Urteil, daß im Zweifel zugunsten des Angeklagten nur Lot - schlagsversuch angenommen werden könne: daß er mit Ueberlegung gehandelt habe, fei nicht bestimmt erwiesen. Die Strafe lautete auf b r e i Jahre und sechs Monate Gefängnis.

Amtsgericht Gießen.

* Gießen, 18. März^ In bet Rächt vom 14. zum 15. Dezember v. I. wurde ein stellenloser vorbestrafter Kaufmann von der Polizei abgefatzt, als er einen Feuermelder, also einen dem öffentlichen Ruhen und der öffentlichen Sicherheit dienenden Gegenstand einschlug und das nutzlose Erscheinen der Feuerwehr veranlaßte. Da sich die Tat als ein gemeingefährlicher Akt rohester Zer­störungslust barstellt, erkannte bas Gericht auf

eine einmonatige Gefängnisstrafe.

Fünf Angeklagte von ber Margaretenhütte würben ber ihnen zur Last gelegten gemeinschaft­lichen Körperverletzung freigesprochen, ba bezüglich breicr Rotwehr ober doch ein straf­loses ULberschceiten berf eiben vorlag unb be­züglich der Ucbrigen ein voller Beweis ber Täterschast nicht erbracht werden konnte. Sie hatten nach der Anklage einen andern derart verprügelt, bah er Aufnahme in ber Klinik fand. Dieser war aber einem der Angeklagten mit einem Dolch und einer Schußwaffe, aus der er auch Schüsse abgegeben, in drohender Haltung entgegengetreten. Zwei Angeklagte eilten dem Bedrohten zu Hilfe und entwaffneten den Angreifer. Sie überwältigten ihn dann zu britt, unb bei biefer Gelegenheit trug im Hanbgemenge letzterer einige Verletzungen davon. Cs handelte sich hiernach fraglos um die berechtigte und Strafe ausschliehende Abwehr eines rechtswidri­gen unmittelbar bevorstehenden Angriffs.

In der letzten Reujahrsnacht erschien ein Hüttenarbeiter in ber Wirtschaft eines be­nachbarten Dorfes unb suchte Streit mit einem Gast. Der Wirt setzte ihn auf die Straße. Dort paßte er bem (Saft , auf, fiel, nachbem biefer bic Wirtschaft verlassen hatte, über chn her unb verletzte ihn mit einem Schraubenschlüssel ober dgl. durch mehrere Schläge erheblich am Kopf. Der Verletzte wurde bann später, in seinem Blute liegend, auf ber Straße aufgefun- ben. .Da es sich, abgesehen von ber Schwere der Verletzungen, nicht nur um den Gebrauch eines höchst gefährlichen Werkzeugs handelte, sondern auch um einen hinterlistigen nächtlichen Lieberfall, erhielt der Angeklagte trotz seiner seitherigen Lhnbestraftheit, zweiMonate Ge­fängnis.

Wirtschaft.

Ermäßigung der Zinssätze bei der preußischen Staatsbank.

Mach ber erneuten Herabsetzung bes Reichs­bankdiskontsatzes hat sich auch bic Preußische Staatsbank entschlossen, chre für ben Ver­kehr mit ben Banken und Bankiers geltenden Zinssätze mit Wirkung vom 25. März zu er­mäßigen. Die Einlagen in Form von Tages- gelb werben jetzt mit 3,5 Prozent (bisher 3,75 Prozent), und sofern sie über Ultimo März bei ber Staatsbank verbleiben, mit 5,25 (5Va) Pro­zent verzinst. Der Sah für Einlagen auf 13 Mo­nate würbe von 6 auf 5/ Prozent herab­gesetzt.

Oie neuen Zinssätze der Stempelvereinigung.

Wie WTB.-Hanbelsdienst hört, hat die Ber­einigung von Berliner Banken unb Bankiers aus Anlaß der Ermäßigung des Rrichsbankbiskontfatzes von 5,5 auf 5 v. H. beschlos­sen, die Zinssätze mit Wirkung vom 25. März, wie folgt, abzuänbern: Soll-Zinsen von 6,5 auf 6 v. H. p. a., Habenzinsen für täglich fälliges Guthaben in provifionsfreier Rechnung von 3 auf 2,5 v. H. p. a., in provisionspflichtiger Rechnung von 3,5 auf 3 v. H. p. a. Der Zinssatz für Einlagen auf Sparkonto bleibt mit 5 v. H. p. a. unverändert.

Rindermarkt in Gießen.

Der Auftrieb zum- heutigen Rindermarkt in Gieß-en betrug 1087 Stück Groh- unb Jungvieh und 212 Stück Kälber. Der Handel war anfangs lebhaft, flaute gegen Schluß des Marktes aber sehr ab, so bah Lieberstand verblieb. Sehr be­gehrt war gutes Fahrvieh. Cs kosteten: Kühe 1 Qualität 600 bis 700 Mk.. 2. Qualität 450 bis 550 Mk., 3. Qualität 250 bis 350 Mk.: SchÜachtkühe 100 bis 400 Mk.: Rinder, .jährig, 120 bis 220 Mk., 3/*- bis IVjäbrig 150 bis 300 Mk., Kälber je Pfund Lebendgewicht 55 bis 65 Pf. Bessere Tiere brachten Preise über Rotiz.

- Großer chinesischer Auftrag für Zele fünfen. Zwischen der Zentralregierung in Ranking und der Telefunkew-Gesellschaft für drahlloie Telegraphie m. b. H. Berlin, ist ein Vertrag über die Errichtung einer drahtlosen Sewdeanlaae in Ranking unterzeichnet worben, bic, mit ben neuesten Errungenschaften ausge- statdet, eine ber stärksten Stationen der Welt sein wird.

Lokomotivfabrik Krauß L Comp. 21.»®., München. Die Gesellschaft erzielte 1929 einen Betriebsüberschuh von 2,40 (2,35) Millionen Mark, wovon Llnkosten 2,14 (2,14) Mill. Mark unb Abschreibungen 215 183 (213 787) Mark ersorberten. Es verbleibt ein Reingewinn von 92 421 (37 731) Mark, wozu ber Dortrag von 87 168 (55 421) Mark tritt. Rach ilebertoei- funfl von 5000 (5948) Mark an die Reserve wird der Gesamtgewinn von 174 589 Mark vorgetra­gen. Rach bem Bericht haben bic Verhältnisse in der Lokomotivinbustrie 1929 keine Besserung erfahren, ba bic Bestellungen ber Reichsbahn sich in bescheibenen Grenzen hielten. In ben an­deren Betrieben war die Beschäftigung dagegen ziemlich befriedigend. Bei Eintritt halbwegs nor- mafer Beschäftigung im Lokomotivdau sei mit befriedigenden Erträgnissen zu rechnen.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 23. März. Tendenz: freund­lich. Nachdem die gestrige Abcndbörfe fast ohne Geschah verkehrte, setzte sich im heutigen Frühver­kehr wieder eine freundlichere Stimmung burd> Die gestrige Diskontsenkung der Reichsbank wirkte weiter günstig nach. In erster Linie konnten Renben und Pfandbriefe hiervon weiter profitie­ren. Das Geschäft erfuhr an den Aktienmärkten aber keine nennenswerte Belebung, da das Publikum und das Ausland mit nur wenigen Kauforders am Markte vertreten waren. Verschiedentlich kam Ma terürl heraus. Die Kulisse schritt nach der Aufwarts- bemegung der letzten Tage zu Gcwinnsicl)erungen. Der Umfang des Angebots war jedoch ziemlich ge­ring. so daß nur in vereinzelten Werten gering­fügige Abschwächungen eintraten. Das Gros der Papiere lag jedoch bei Meinungskäufen der Speku­lation gegenüber der gestrigen Abendbörse zumeist bis zu 1,5 v. H. fester. Die teste Neugorker Börse, sowie die sich bemerkbar machende Belebung an den übrigen Auslandbörsen machten einen guten Ein- druck' und wurden als gutes Vorzeichen für die zu­künftige Gestaltung des Geschäftes für die deutschen Böcksen gedeutet. Am Cl)emiemarkt eröffneten Far­

ben nur leicht erhöht. Bon Elektroaktien lagen AEG., Elektrische Lieferungen,^Schuckert bis 1 v. H. fester, Siemens dagegen 1 o. H. niedriger. Einiges Interesse konnte der Kalimarkt auf sich lenken. Der Geschäfts­umfang war aber auch hier bescheiden. Westeregeln lagen 2 v. H. höher. Banken unb Schiffahrtswerte zogen bis zu 1 o. H. an. A.-G. für Verkehrswesen besserten sich um 1,5 v. S). Montanwerke sanden nur wenig Beachtung, ss ergaben sich hier meist kleine Abschläge. Nachfrage bestand noch für Bauunter­nehmungen, bei erneuten Erholungen bis zu 1 v. S). Das Angebot in Kunstseidenwerten hielt weiter an. Aku hatten einen erneuten Verlust von 2,5 v. H. Zellstoffpapiere bis 1,5 v. H. gedrückt. Renten etwas lebhafter gehandelt. Besonders Ablösung mit Option waren weiter gefragt und 0,5 v. H. fester. Ausländer ebenfalls gefragt und höher. Int Verlaufe übte die Spekulation wieder stärkere Zurückl-altung. Auftrage waren auch später kaum eingetroffen. Der weiter günstige Reichsbankausweis blieb ganz ohne Ein stuß. Die Kurse gaben unter dem Druck einzelner Abschläge und der Geschäftsstille leicht nach. Der Grundton blieb aber widerstandsfähig. Am Geld­markt war der Satz für Tagesgeld auf 4,5 v. H. fest­gesetzt. Am Devisenmarkt war der Dollar weiter schwach. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1880, gegen Pfund 20,39, London gegen Kabel 1,8685, gegen Paris 124,24, gegen Mailand 92,94, gegen Madrid 38,75, gegen Schweiz 25,1390, gegen Hol­land 12,1275.

Berliner Börse.

Berlin. 25. März. Trotz verschiedener, über­wiegend günstiger Momente entsprach der heutige Börsenbeginn nicht ganz den vormittags und noch an der Vorbörse gehegten Erwartungen. Der sehr feste Schluß der gestrigen Reuyorker Börse, die Diskontsenkung von 3,5 auf 3 Prozent in Holland' die Annahme des Rotetats im Reichs- rat. die unwahrscheinliche Tariferhöhung bei der Reichsbahn, da das Reichsverkehrsministerium bem Vorschlag ablehnend gegenübersteht, die an­scheinend gesicherte Reichstagsmehrheit für das Finanzprogramm waren Anregungen, die jedoch bei dem immer noch merkwürdig geringen Inter­esse außenstehender Kreise noch nicht zur Aus­wirkung kamen. Publikumskäufe waren heute nur vereinzelt sestzustellen: das Ausland bekundete immer nur noch für wenige Spezialwerte Inter­esse. Ganz plötzlich stellte sich zu den ersten Ro- tierungen heraus, daß eher Ware da war. und die Kurse enttäuschten bann vielfach. Gegenüber ben gestrigen Schlußkursen betrugen bic Verände­rungen bis zu 1,5 Prozent nach beiden Seiten. Einige Märkte (Siegen-Solingen und Rord- beutsche Wolle) fielen durch Plus-Plus-Zeichen auf. Auch Schantungbahn gewannen weitere 2,5 Prozent. Hotelbetrieb. Sarotti. Rordfee- Deutsche-Hochseefischerei je 2,5 Prozent höher, da­gegen büßten Braubank mit minus 3 Prozent und Tietz minus 2 Prozent stärker ein. Lebhafter unb fester lag dagegen wieder der Markt ber festverzinslichen Werte. Altbesiyanleihe setzten ihre Aufwärtsbewegung auf 5,25 Prozent fort, wobei die Rachricht von den geplanten Ver­änderungen in der Verlosungsart eine Anregung bot. Ausländer freundlich. Türken profitierten von den Meldungen über bic Finanzlage unb von ber Erklärung des türkischen Finanzministers, baß bic Rachricht von ber Einstellung des Ge- samtzinsendienstes falsch sei. Der Gelbmarkt war sehr leicht. Tagesgelb 3,5 Prozent, Monatsgeld 6 bis 7,5 Prozent: Warenwechsel etwa 5,25 Pro­zent. Rach den ersten Kursen brodelten die Kurse eher ab. Der gute Reichsbankausweis für die dritte Märzwoche brachte eine Entlastung von etwa 150 Millionen. Die Deckung hat sich auf 60,6 bzw. 71,6 Prozent erhöht. Aus die Tendenz blieb der gute Ausweis jedoch ohne Einfluß, ba er gegen die herrschende Geschäftslosigkeit nicht aufkommen konnte. Man beobachtete an ver­schiedenen Märkten (besonders am Schiffahrts­markt) Abgaben, angeblich für Hamburger Rech­nung. Doch gingen bic Abschwächungen kaum über 1 Prozent gegenüber bem Anfang hinaus.

Letzte Nachrichten.

OieEuropa" in Amerika.

Ten "Atlantikrckord gebrochen.

Rcuyork, 25. Mär;. (1BIB. Drahtmeldung.) DieLurop a ist um 5.54 Uhr amerikanischer Zeit am Ambrose-Feuerschiss gesichtet word?n. Sie hat den A t l a n t i k r e k o r d gebrochen. Die für die Ueberfahrt benötigte Zeit beträgt 4 Tage, 17 Stunden, 6 Minuten. DieEuropa" hat den Rekord derBremen" um 18 Minuten geschlagen.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe ber zuletzt beschlossenem Dividende an. Reichsbankdiskont 5 o. H., Lombardzinsfuß 6 o. H. ;Vonffurt a. TI. | Scrlin

3ronffurt a. Ml.

Seriin

Schluß-1 turS 1

t-Uhr» Aurei

Schluß-l Anlang- lurS , Kurs

Datum

24. 1.

25. 4-

24 4.

25. 3.

ö% Deutsche Reichtanleche von 19*7

7% Deutsche SeldjSanleilie von 1920

Seutidje Lnl.-elblöi.-SLuId mit

Autloi.-Rechien - - -

DeSgl. ohne Ausioi.-Rechte

8% Hott. Volltslaai von 1989

(rtdiahib. 108%)

Cberbfffen Provinz Anleide mti

AuSloi.-Rechten . .

Seutfdie Komm. Sammelabl.

Anleihe Serie 1 ...

8% Frank). Hyp.-Bkml Boldpse. XIII unkündbar bi« 1931 . .

7% Frank). Hup-Bonk Boldple unkündbar 6U 1932

4yi°ö R komische Hvp.-Banl

Liau. «oidpse. . . .

8% Br. Landeopsandbriesanstalt, Pfandbriefe R. 17

6% 'Br randeeosandbriesanlialt, ftomtn.-£bl. £R. 16

7% Pr. Landeepsandbriesaniialt,

Psandbrieie W. 10

A.E.Ä- abg. Borkriegs-Obligatio ncn. rüdiablbar 1932

1% Ceftenetdindie üioiorcnu . . .1/20% Oeüerreichische Silberrente 4% Lelierreichiiche Einheitliche

Rente

4% Ungarische Goldrente ....

4% Ungarische Siaaterente v. 1910

iWo vesgl. von 1913

4% Ungarische Kronenrente

»% Türkische Zollanleihe von 1911

4% Türkische Bagdadbabn-Anl.

Serie l

4% desgl. Serie II

5% Rumänische veretnh. Rente

epn 1903

Rumänische veretnh. Rente von 1918

4% Rumänische veretnh. Reute .

87

99

34,75

9

88.75

52,5

97

88

84,45

97

94

89

92

30,65 5,25

2,9 '6.75 23,9

2.85

6,6

6,7

11,6

17,8

9,3

1 | | | | | | | | | 1 1 1 |R |R 1 1 1

s 2 * _

86.9

99

>4.3

9,1

90,5

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94

89

31

5.6

2,9 26.75

23.9

25 z.85 6.65

0.55

6.5

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17,75

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9.13

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26.6

25.25

2,95

6.75

6.75

6.75

Schluß-

l«Ubr,

Schluß«

Anim g»

lurt |

Kurs

ture 1

Kur-

Datum

24 4.

25 4.

24 j.

25 3

vamburfl-Vimettia 4>atci . . . 7

110,4

110,75

110,25

111.25

Haniburg-Südam Dampfschiff s

'61

Hansa Dampfschiff . 10

-

154,75

Norddeutscher Llovb.....$

111.4

112,25

111,4

112,9

Slllgemeine Deutsche Creditaoll. 10

117,25

117.5

117.4

Barmer Bankverein 10

'32

132

134

Berliner Handelsgesellschaft 12

173.5

174

173.25

Commerz- und Privai-Baui . 11

'60.25

160,25

160,25

160.25

Darmstädter und Nanonalbanl 12

235

235

235

Deutsche Bank und

TiLconto-Slelellichaft. ... 10

149

149

150

Dresdner Ban! ......10

'51,3

151.5

151,75

152

Reichsvank .....12

288,5

290

289,5

.G...... S

166.5

167

166,25

167.5

Bergmann.........9

202

168

Elektr. Lieferungsgetellichaft. 10

168.5

167,75

168

Licht und ft reit ... 10

171,5

171,25

171,25

170,25

stellen & yiutllcaumr . . "IVi

129

-

129,25

128

Gc-iellschasi für Clekrrtiche

Unternehmungen .... 10

.174,5

174,5

174.5

175.5

Hamburger Llekirizitäts-Derke 10

135

135.75

Rheinische Elektrizität .... 9

-

145

145.75

Schlesische Elektrizität. ... 10

'67.13

165.5

Schultert & Co. .. 11

191

192

191."

192

Siemens & Halske . . . . . 16

Z53

252

253.65

253

Traneradio . .».$

-

129.5

129,75

Labmever L Co.. ..... v

166

166

Buderus ..» 0

79

78.75

79,25

Deutsche Erdöl.......6

103

102.75

Liiener ...............8

143,75

144

Gelsenkirchener ....... 142-75

143.4

142,65

143

Harpener .. 132

131,25

132 111.75

132

105,5

251

Köln Neueisen ...»<

1179

109

Manne«inann-Robren .... 7

107.75

107,13

107,75

107.75

Manetelder Bergbau.....7

-

107.13

107.25

Oberschiei. Lnenbedark . . . . 6

71,5

71.5

Oberschlei. Sokdwerke.....-

104

103,75

Dbonir Bergbau . . . . >03.25

103.5

103,6

Rbeinüche Braunkohlen . . 10 235

>34.5

236

Rdetnslahl .......

118,25

118,25

113

Riebeck Montau ...... 7,2 ~

99,75

Frankfurt a. 271.

Serkin

Gchwß-j

Iure 1

t-Uht- Sf re

Schluß-, fur< 1

Anfang- flurd

Datum

24. 3.

25. 3.

24. 3.

25. 3-

Ll-remigre Stahlwerke ....

97

u

96.5

96.75

Olavi Minen......16/.

58 5

58

Kaliwerke Aschersleben ... 1<

216,5

216

217 25

Kaliwerke Westeregeln ... 10

219

221

219.65

221

ftaliroede Salzdetfurth ... 15

368

368.75

369.5

I.-G. starben-Industne... 12

168

168.75

168,25

169

Dwnomii Nobel ....... 6

^chetbeanslalt....... .9

150.5

Goldschmidt ...... ..5

70

69.5

69.75

KH>ner»wcrke ........ 6

79.25

9.5

79

MetallgelcUschafi.......8

110

110

109.75

-

MUipv Holzmann......7

101

102,25

102.25

gkmentwer^ Heidelberg . . 10

130

130.5

(Zemcntroerl Sarlsladt. ... 10

144,

Scdb S strentag ...... e

87

88

88

Schulibet» lvayenhoter . . . 15

275,75

276

Ostwerke........ 12

-

217,75

218.5

Aku ..........18

100

97,5

100.75

99

Bemberg....... . 14

155

153,5

154.5

gells'oss Daldhos .... 13*/,

210,75

>12,4

210.6

Allstolk Aschaffenburg ... 12

157

156

156

155,75

Aarlottenburger Wasser ... 8

101

100,9

Veiiauer fflee..... 9

172,9

173

Daimler Motoren . ..... 0

38

38,25

39

39

Deutsche Linoleum ......

251

748.5

247

Maschinenbau A.-G. . 0

49.13

48

*

18,5

Lrenstein & Stoppel . .... 6

76

76 25

158

156

Gveneka .........

146.7»

346,5

stranttuner Äkaichmea .... 4

32,5

1

32

<Griyner....... 6

Henligenstaedt ....... 0

-

Zungbans..........6

39

38

-

Lechwerle..........8

106,5

Mainkrastwerke Höchst a. M.. .8

106

*

Miag .....10

131

130,5

-Gebt. Roeder ..... 10

104

Boigi & Hoestner ...... 9

218

218

Lüddeutsche Zucker 10

159,75

i 159,75

159

Vanknoten.

Äerlin, 24. Mars

Geld

SPritf

«merikailllche Violen ..

4,173

4.193

Belgische Roieit.....

58,21

58,45

Dänische Noten.....

. a

11,96

112.40

Englische Noten.....

20,33

20.41

Franjösische

Noten . . .

M -

16.36

16.42

snllnndische

Noten . - .

67,53

168.26

21,97

22,05

Norwegische Noten . . .

11.78

112,22

Deulsch-Oesterr. 4100 Kronen

58,83

59.07

Rumänische

Noten . . .

2,47

2,49

.^.chmediiche 'Voten . . .

12,20

112,64

Schweizer Noten ....

81.03

81,35

Spanische Noten ....

52,84

53,06

Tschechoslowakische Noten . .

12.36

12,42

Ungarische Noten ...

72,90

73,15

ckevi

enmartt Berlin Frankfurt a. M.

24. Mär;

25. Mär;

Amtliche Notierun

Amtliche Notierung

Geld

3ric

Geld

»tief

Amst.-Rvkt.

167,91

168.25

167.92

168.26

Buen.-AireS

1,595

1.603

1.575

1,579

Brss.-Antw-

58,37

58,49

58.38

53,50

Christian ia.

112,09

112,31

112 09

112.31

-siop-n Hagen

112,17

112,39

112.13

112.35

Stockholm .

112,49

112,71

112.51

112.73

HelsingforS-

10,53

10,55

10.535

10.553

Italien. . .

21.92

21,96

21.91

21.95

London. ..

20.367

20.407

20,364

20.404

vieuvork ..

4.1855

4.1935

4.184

4.192

Paris....

16.39

16,43

16.395

16,435

Schweiz ..

81.075

81,235

80.97

81,13

Spanien. .

52,52

52.62

52.20

52,30

Japan . . .

2,070

2,074

2,069

2,073

-Mio de Sen-

0,487

0.489

0 488

0.400

Wien in D--

CefL abgest

58,985

59,105

58,945

59 065

Prag . . .

12,407

12,427

12.406

12,426

Velirad . .

7,400

7,414

7.400

7,414

Budapest. .

73,08

73,22

73.06

73.20

Bulgarien .

3,037

3.043

3.037

3,043

Lissabon . .

18,82

18.86

18.82

18,86

Tanug -,.

81.43

81.59

81.45

81.61

Konst mna.

1.785

1,789

1.784

1.788

Athen. . .

5.425

5,435

5,425

5.435

Canada

4,185

4,193

4.184

4,192

Urn uai). .

3,716

3,724

3.706

3.714

Cutro .. -

20,885

1 20,925

20,88

20,92