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Wirischast.

Börse und Wirischast.

In der letzten Zeit ist das Problem der ur­sächlichen Zusammenhänge zwischen Börse und Wirtschaftskonjunktur stark in den Vor­dergrund des Interesses gcrüdt. Im allgemeinen hat sich die Auffassung durchgeseht, daß die Börse in technischer Hinsicht durchaus gesund sei, daß aber auf der anderen Seite immer noch Kräfte am Werke sind, die einer durch Hebung des Kurs­niveaus herbeigeführten Anpassung der Aktien­renditen an die ermäßigten Zinsbedingungen im Wege stehen. Man fängt an, sich wieder darüber klar zu werden, daß die Börse kein Eigenleben führt, sondern daß sie in den Ablauf der wirt­schaftlichen Zyklen eingespannt ist, für deren Vor­handensein die gegenwärtige Depressionsperiode das erstenormale" Beispiel seit nahezu zwan­zig Jahren zu bieten scheint.

Will man zu einer brauchbaren Beurteilung der Börsenlage gelangen, so darf man nicht, wie in einem Bericht der Berliner Handelsgesell­schaft u. a. ausgeführt wird, an den Konjunk- turerscheinungen vorübergehen, die außerhalb des Geld- und Kapitalmarktes liegen. In den ersten Abschnitten des wirtschaftlichen Umschwungs find jedoch einige Sonderheiten aufgetreten, die mit dem früher üblichen Bild nur schwer in Ueberein- stimmung gebracht werden können. Hierzu gehört in erster Linie die Ungleichheit der Preis­entwicklungen. Läßt sich nun gegenwärtig feststellen, dah auf verschiedenen Rohstoffmärkten die Abwärtsbewegung der Preise zu einem ge­wissen Stillstand zu kommen schien, so gestattet diese Feststellung noch nicht ohne weiteres die Folgerung, dah im Einklang mit der Zi^mt- wicklung nunmehr der Wendepunkt in der Kon­junktur gekommen sei. Immer noch klafft näm­lich zwischen dem Großhandels- und dem Klein­handels- bzw. Lcbenshaltungsindex eine Spanne, vor deren Beseitigung ein Wiederaufleben der wirtschaftlichen Tätigkeit kaum denkbar erscheint. Die erforderliche Angleichung wird dadurch aufs äußerste erschwert, daß wir starre Löhne, soziale Lasten und Zölle besitzen. Wir haben leider so­gar mit der Tendenz zu rechnen, all diese Belastungen noch zu erhöhen, anstatt sie gemäh dem Konjunkturrückgang abzubaucn.

Diese Probleme haben bekanntlich einen inter­nationalen Einschlag und sind deshalb nur auf internationaler Grundlage zu klären, was gewiß nicht ausschlieht, dah die einzelnen Län­der von sich aus die Lösung dieser Fragen för­dern können. Wie weit die preismähige An­passung der Ferti^fabrikate an die Rohstoffe gehen muß, um konjunkturell wirksam zu werden, ist eine offene Frage.

Der zweite Punkt, der uns davon abhalten muß, den entscheidenden älmschwung der Welt­konjunktur bereits in die Rähe gerückt zu sehen, ist das Mißverhältnis zwischen Kapi­talbedarf und Kapitalangebot. Der Prozeß der älmwandlung von Geldkapital in langfristige Kapitalformcn vollzieht sich weit langsamer als in früheren Konjunkturabschnitten.

Für Deutschland selbst ist das Bild zweifellos ein etwas freundlicheres. Die deutsche Wirt­schaft ist infolge ihrer reparationspolitischen Son­derstellung früher und nachhaltiger in die welt­wirtschaftliche Depression hineingezwungen wor­den als andere Länder, und daher hat auch der Reinigungsprozcß härtere Formen angenommen. Dies gilt für die Industrie wie auch für die Börse. Dementsprechend erscheinen nunmehr die Voraussetzungen für die Erholung günstiger als anderwärts, wenn auch mit einer neuen Aera der Investitionen, wie wir sie im Jahre 1927 erlebt haben, nicht zu rechnen ist.

* Westbank AG., Frankfurt a. M. Das Institut schlägt vor, von dem 1929 erzielten Reingewinn von 372 502 (350 107) Mk. 350 000 Mark äuc Stärkung der inneren Reserven zu verwenden und die restlichen 22 502 Mk. vor­zutragen. Auf das Aktienkapital von 5 Mill. Mk. kommt eine Dividende also nicht zur Verteilung (i. V. 6 Prozent). Die Gesamtumsätze der Dank gingen auf 469,7 (i. V. 518,3) Mill. Mk. zurück. Aus der Liquidation der Orientgeschäfte der früheren Deutschen Palästina-Bank ist nur noch ein unwesentlicher Rest vorhanden. Zinsen und Provisionen erbrachten 651 625 (575 798) Mk., Effekten, Devisen usw. 29 238 (39 645) Mk. Ander­seits erforderten Verwaltungskosten und Steuern 342 508 (292 248) Mk. Eine Feststellung der Liqui­ditätsverhältnisse ergibt, daß die fremden Gelder durch greifbare Aktiven 1. Ordnung mit 63 Proz.,

durch solche 1. und 2. Ordnung mit 76 Prozent gedeckt sind. (GV. 17. Mai.)

* AEG. Reuer Prospekt. Auf Grund eines Prospektes sind 33,85 Mill. Mk. aus der älmwandlung von Vorzugsaktien he rrührende Stammaktien, sowie 2,4 Mill. Mk. neue Stamm­aktien der Allgemeinen Elektrizitäts-Gesellschaft, Berlin zum Handel an der Berliner Börse zu­gelassen. Die bei dec älmwandlung von Vorzugs- in Stammaktien geleistete Zuzahlung von rund 28 Mill. Mk. wird abzüglich der Kosten der gesetzlichen Reserve zugeführt. Ebenso wird der bei der Verwertung der 2,4 Mill. Mk. neuen Stammaktien über den Rennwert hinaus er­hielte Erlös nach Abzug der Kosten ebenfalls der gesetzlichen Reserve zugeführt. Dem Prospekt liegt die letzte Bilanz per 30. September 1929 zugrunde. Am 1. März 1930 wurden bei der Gesellschaft 18 559 Beamte und 36 119 Arbeiter beschäftigt. Die Entwicklung des Geschäfts wird im wesentlichen von der Gestaltung der außen­politischen und innerwirtschaftlichen Situation Deutschlands bestimmt werden. Die Gesellschaft hofft auch für das laufende Geschäftsjahr auf ein befriedigendes Ergebnis. (1928 29 9 Prozent Di­vidende^)

Frankfurter Börse.

Frankfurt o. M., 24. April. Tendenz: schwächer. Nachdem im vorbörslichen Ver­kehr die Stimmung eher etwas freundlicher war, machte sich zu Beginn der offiziellen Börse wie­der verstärkte Lustlosigkeit und Zu­rückhaltung bemerkbar. Der starke Order­mangel und die allgemeine Geschäftsstille drück­ten auf die Stimmung, so daß die ersten Kurse gegen die bereits etwas abgeschwächten Abend­börsenkurse überwiegend erneut etwas niedriger lagen. Die zum Schluß ruhige Reuyorkcr Börse konnte der Tendenz keine Stühe bieten. Die an­haltende Geldflüssigkeit blieb heute ohne Ein­fluß. So traten vielfach Abschwächungen ein. Farben eröffneten 1,5 Prozent gedrückt, während AEG., Licht & Kraft, Elektrische Lieferungen, Gesfürel, Siemens und Schuckert bis zu 3 Pro­zent nachgaben. Lahmeyer blieben behauptet. Am Kunstseidemarkt gaben Aku gegen den schwächeren Abendbörsenkurs weiter etwas nach. Am Montanmarkt war die älmsahtätigkeit mini­mal. Mannesmann lagen 2 Prozent niedriger. Bis zirka 1 Prozent schwächer eröffneten noch Dresdner Bank und Rorddeutscher Lloyd. Für Karstadt machte sich dagegen einiges Interesse geltend. Im übrigen traten nur geringfügige Kursverändcrungen ein. Auch im Verlaufe konnte sich dos Geschäft nicht beleben. Deutsche Anleihen neigten eher zur Schwäche. Ausländer waren gut behauptet. Im Verlaufe waren anscheinend einige kleine Kursrückgänge zu verzeichnen. Das Geschäft kam fast völlig zum Stillstand. I. G. Farben verloren erneut zirka 1 Prozent, Scheideanstalt und Deutsche Linoleum logen ebenfalls je 1 Prozent niedri­ger. Der Geldmarkt war unverändert. Tagesgeld 3,5 Prozent. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1875, gegen Pfund 20,3675, Lon­don gegen Kabel 4,8636, gegen Paris 123,96, gegen Holland 12,0830, gegen Mailand 92,78, gegen Madrid 39,05, gegen Schweiz 25,0875.

Berliner Börse.

Berlin, 24. April. Während man vormittags günstige Momente, wie die Wahl des Reichsbonk- direktors Dr. H u e l s e zum stellvertretenden Generaldirektor der B. I. Z., die Abschlußhoff­nungen bei I.-G.-Farben, die internationalen Stickstoffverhandlungen in Paris, die Kohlen­verhandlungen in England und endlich die italie­nische Diskontsenkung stärker beachtete und im Grunde recht zuversichtlich gestimmt war, kündigte sich vorbörslich eine Aenderung der G r u n d st i m m u n g an. Man begann weniger günstige Momente stärker zu diskutieren, haupt­sächlich einen Zeitungsartikel, der einen even­tuellen Dividendenausfall bei Aku in Erwähnung zog. Auch der zu erwartende Svenska-Abschluß wurde nicht so optimistisch beurteilt, und die angekündigte neue Arbeiterentlassung beim Stahl­verein und bei Mannesmann wirkten retardie­rend. Die Verluste hielten sich etwa im Rahmen von 1 bis 2 Prozent. Darüber hinaus verloren Allgemeine Lokal und Kraft, Gesfürel, Schuckert, Berger und Bemberg bis zu 3 Prozent, Aku und Salzdetfurth büßten sogar 4 Prozent ein, Siemens 4.25 Prozent. Rheinische Braunkohlen 3,5 Prozent, Svenska 5,50 Mk., Chadeaktien 3.40 Mark. Für Reichsbahnvorzüge, A.-G. für Ver­

kehrswesen und Ostwerke erhielt sich etwas Inter­esse, auch Rordwolle, Rordlloyd usw. waren gut behauptet. Deutsche Anleihen waren still. Ausländer weiter meist etwas fester. Türken und Anatolier leicht nachgebend. Der Pfandbrief­markt war noch unentwickelt. Der Geldmarkt war unverändert. Rach den ersten Kursen er- fnhr das Geschäft keine Belebung. Es traten weitere Abbröckelungen ein, die jedoch nur bei Werten wie Ostwerke, Westeregeln, Salzdet- fnrth und Zellstoff Waldhof mehr als 1 Prozent betrugen, aber auch hier nicht über 2 Prozent hinausgingen. Größere Baisseengagements schie­nen im allgemeinen nicht zu bestehen, nur bei einigen Spezialwerten wie Aku, Salzdetfurth und Mansfeld wurden Stücke unter Satz gesucht.

Frankfurter Schlachtviehma.kt.

Frankfurt a. M., 24. April. Auftrieb: Rinder 31 Stück, Kälber 845, Schafe 46, Schweine 608 Stück. Kälber. Beste Most- und Saug­kälber 80 bis 85, mittlere Mast- und Saugkälber 74 bis 79, geringe Kälber 62 bis 73. Schafe und Schweine nicht notiert.- Marktverlauf: Kälber anfangs lebhaft, zum Schluß stark ab- flauend, geräumt. Schweine ruhig, nahezu aus­verkauft.

Berliner Prodnktenmarkt.

Berlin, 23. April. Mangels besonderer An­regungen vom Auslande und infolge des schleppenden Mehlgeschäftes verkehrte die Pro­duktenbörse in ruhiger Haltung. Angesichts der Zurückhaltung der Mühlen tritt das Inland- angebot, namentlich von Roggen, etwas stärker in Erscheinung. Weizen wird in neuer (Smte vermehrt offeriert. Forderungen und Gebote sind jedoch im allgemeinen schwer in Einklang zu bringen. Für Weizen zur prompten Verladung sind die Mühlen zu unveränderten Preisen Käu­fer. Am Lieferungsmarkt war Septemberweizen um 2 Mark gedrückt. Hie Roggenlieferungs­preise wiesen gegen den gestrigen Schluhstand nur unbedeutende Veränderungen auf, für prompte Ware waren gestrige Gebote schwer erhältlich. Weizen- und Roggenmehle haben zu gestrigen Börsenschluhpreisen kleinstes Bedarfs­geschäft. Hafer ist in Erwartung einer Erhöhung des Einfuhrscheinwertes nur mäßig offeriert und in den Forderungen hoch gehalten, Konsum und Exporthandel kaufen jedoch nur vorsichtig. Gerste ruhig. Cs notierten (1000 Kilo): Weizen, märkischer 273 bis 276, Mai 288,50, Juli 298,50, September 295 (Geld), (in allen Sichten ruhig): Roggen, märkischer 166 bis 169, Mai 180,50 bis 181, Juli 194,50, September 199 (in allen Sichten ruhig): Braugerste 190 bis 202 (ruhig), Futter- und Industriegerste 175 bis 187: Hafer märkischer 162 bis 170, Mai 179, Juli 192. (100 Kilo): Weizenmehl 30 bis 37,75 (ruhig): Roggenmehl 24 bis 27 (ruhig); Weizenkleie 9,90 bis 10,75; Roggenkleie 10,50 bis 11,25. t

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem

Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Unerfreuliches von der Buhbach-Licher Eisenbahn.

Wie verlautet, will die ButzbachSicher Eisenbahn auf der Strecke Grünberg L t ch den Personenverkehr völlig lahmlegen. Don jeher war diese Strecke das Stiefkind der Gesellschaft. Run soll nur noch der 9.35 Ufjr ab Lich mit Rückfahrt ab 13.15 älhr gehende Zug bestehen bleiben, ein Zug, der nur dem Güterverkehr dient und dem äln» ternehmen Geld einbringt. Die Gemeinden ha­ben es sich seinerzeit blutsauer werden lassen, damit die Dahn gebaut wurde, und es sind selbst arme Gemeinden mit 50 000 Mk. und mehr Obligationen beteiligt. Die Ortsvorstände und Gemeindevertretungen wollten für ihre Orte einen bequemen Verkehrsweg schaffen und scheu­ten kein Opfer. Man will die Gemeinden zu neuen Opfern haben, indem ein Auto­verkehr an drei Tagen der Woche geschaffen werden soll, wozu jede Gemeinde einen Zuschuß leisten müßte. Mas soll diese Einrichtung eigent­lich bezwecken? Weder für die zahlreichen Schü­ler, noch für die Arbeiter ist damit etwas getan; denn sechs Tage wird Schule gehalten und gearbeitet, aber keine drei Tage. Die Dahn- verwaltuna gibt an, der Personenverkehr sei zu gering und im Sommer schwenke alles von der Dahn ab und laufe oder fahre mit dem Rad. Zu verwundern ist das freilich nicht. Die Strecke LichGrünberg ist 19 Kilometer lang und es würde eine Fahrkarte auf der Reichsbahn 80 Pf. kosten, während sie auf dieser Rebenbahn mit

1,30 Mk. zu bezahlen ist, somit 50 Pf. bei Lei» einfachen Fahrt mehr und bei der Rückfahrt 1 Mk. sogar. Dei der heutigen Geldknappheit fällt so etwas sehr ins Gewicht. Würde der Fahrkartenpreis auf denselben Stand wie bei der Reichsbahn gesetzt werden, so würden die Ein­nahmen bestimmt nicht schlechter. Zu dem hohen Fahrkartenpreis kommt aber auch noch die be­trübende Erscheinung, daß sehr oft der Anschluß in Lich nach Gelnhausen nicht erreicht wird.

Es liegt mir absolut fern, der Verwaltung der Butzbach-Licher Bahn alle Schuld zuzumessen. Wenn die Züge wirklich ausfallen, dann ist das Pabli- fum aus den Bahnorten auch vielfach daran schuld. Die Großzügigkeit, die bei der Erbauung der Bohn von den Gemeindeoertretern gezeigt wurde, fehlt heute. Man will eben nicht auch einmal ein Opfer bringen und läuft. Kein Wunder, daß dann bet den Zählungen der Bahnbeamten es an den Reisenden fehlt. Doch, wie erwähnt, die Hayeks F»hrpreiskosten sprechen da viel mit.

Die Züge, die unbedingt bleiben müßten, wären der Morgen- und der Abendzug, damit Schüler und Arbeiter an ihre Schulorte uno Arbeitsstellen kom­men können, ebenso dem übrigen Publikum der Weg zur und von der Kreishauptstadt offen stände. Die Gemeinden haben der Gesellschaft gegenüber Opfer genug gebracht, ihre Kapitalien eingebüßt und fast nie Zinsen und Dividenden erhalten. Gemeinde­vorsteher und Gemeinderäte wären wirklich zu be­dauern, wenn sie den Autoverkehr, der nur für drei Tage ein Fortkommen gewährt, nochmals finan- zieren würden.

Bei den meisten Verschlechterungen unseres Ver­kehrs hat man die beteiligten Gemeinden eben zur Seite geschoben, obwohl man doch auch zu einem Opfer verpflichtet gewesen wäre. Der Artikelschrei- ber gibt sich der Hoffnung hin, daß die Orte von Lich bis Grünberg voraehen, ehe es wieder zu spät ist und der Sommerfahrplan eine enorme Ver­schlechterung der Verkehrsoerhältnisse bringt.

Die Reichspost, die doch auch den Postver- kchr umstellen will, sollte sich hier ins Mittel legen und den Verkehr an sich bringen, dann könnten alle Züge auf der Nebenbahn ausfallen. Für die Reichspost würde sich die -Einrichtung rentabel ge­stalten, und der Verkehr könnte täglich stattfinden. Das wäre wohl die beste Lösung in dieser Ange­legenheit und unsere Nebenbahn könnte ihren Gü­terzug einrichten. n.

Kunst und Wissenschaft.

Tagung der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie.

Auf der am Mittwoch in Berlin eröffneten Tagung der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie teilte der Vorsitzende, Geh. Rat A n - schütz (Kiel), mit, daß Geh. Rat Körte sein Amt als erster Schriftführer der Gesellschaft nach 30jäh- riger Tätigkeit aus Gesundheitsrücksichten niederge­legt hat. Geh. Rat Körte wurde unter Würdigung seiner hohen Verdienste um die deutsche Chirurgie und besonders um die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie einstimmig zum Ehrenvorsitzen­den gewählt, eine Ehrung, die bisher nur Bern- Hard v. Langendeck zuteil geworden war. An Stelle Körtes wurde als erster Schriftführer Geh. Rat Prof. August B o r ch a r d (Charlottendurg) gewählt. In einem zweiten festlichen Akt wurde des 100. Geburtstages des berühmten Hallenser Chirur­gen Richard v. V o l k m a n n. gedacht, der sich na­mentlich um die Einführung der antiseptischen Wundbehandlung verdient gemacht Hot. Hierauf be­gannen die sachlichen Verhandlungen.

Letzte Nachrichten.

Dr. Otto Liebmann Ehrendoktor der Llniversität Gießen.

Der Herausgeber der ..Deutschen Iuristenzta", Dr. jur. h. c. Otto Liebmann in Vertin, ein geborener Mainzer, wurde zu seinem 65. Ge­burtstage von der philosophischen Fakultät der hessischen Landesuniversität Gießen zum Dr, rer. pol. h. c. ernannt.

Oer japanische Manneminister in Berlin

Berlin. 24. April. (MTV. Funkspruch.) heule vormittag traf, von Paris kommend, der japa­nische Mari ne Minister Admiral Ta­ka rabe auf dem Bahnhof Friedrichstraße ein.

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bis 12.30 Ahr. 16 bis 17 Ahr. Samstag nachmittag geschlossen

Für unverlangt eingesandte Manuskripte ohne beigefügtes Rückporto wird keine Gewähr übernommen.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 5 o. H., Lombardzinsfuß 6 v. H.

Frankfurt a. TR.

Berlin

Echluß- kurs

1-llhr« Kurs

Schluß­kurs

Anfang« fiurd

Datum

23. 4.

24- 4.

23. 4.

24. 4-

6% Deutsche ReichSanteihe von 1927 .......

7% Deutsche ReichSaulethe von 1929 .......

Deutsche Anl..Ablös.-Schu Auslos.-Rechten . .

Desgl. ohne Auslos.-Rechte

6% Hess. Volksstaat von 19 (rückzahlb. 102%) . .

Oberhessen Provinz-Aule AuSlos.-Rechlen . . . .

Deutsche Komm. Eammela Anleche Serie 1 ... .

8% Franks. Hyp.-Bank E XIII unkündbar bis 1934

7% Franks. Hyp.-Bank E unkündbar bis 1932 .

4/i% Rheinische Hyp^Bav Liqu. Goldpse......

8% Br. LandeSpsandbrie Pfandbriefe R. 17 . .

8% Pr. LandeSpsandbrie Komm^Lbl. R. 16 . .

7% Pr. LandeSpsandbrie Pfandbriefe R. 10 . .

A.E.G. abg. BorkriegS-Ok neu. rückzahlbar 1982 .

4% Oesterretchische Goldre

4,20% Oesterretchische Silk 4% Oesierreichilche Ein. Rente.......

4% Ungarische Goldrente 4% Ungarische Siaatsrente 4'/,% deSgl. von 1913

4% Ungarische Kronenrent 4% Türkische Zollanleche v 4% Türkische Bagdadba Serie I.......

4% desgl. Serie U . . .

6% Rumänische veretnh von 1903 .....

l/i% Rumänische vereinh von 1918 ......

t% Rumänische vereinh. R

ch mit

2g'

he mit bl.

oldpse. oldpse. Li" '

an flalt, anflalt, anflalt, ltgatto-

nte . . errente heilliche

v.'isiö

on 1911 zn»Anl.

Rente Renke

eul« .

87.13

101

56

11

53

53,5

98

91,5

85,65

98,5

95,5

90,5

94

27

24,55

20,8

2,4

6,9

6,9

6,9

10

16,85

8,15

1 1 I 01 1 | | | | | | | | | II |1 1 | | 1 || | ||

2 S

87,3

101

56

11

53,4

98,5

95,5

90,5

27,5

4,15

2,4 24,65

20,5

22,4

2,4

6,9

6,9

10,1

16,7

8,05

I 1 1 1 I 1 1 1 | 1 I 1 S 1 5JII 1 1 II

Frankfurt o. M.

Berlin

Schluß­kurs

t-Uhr- Kurs

Schluß« lurS

Anfang- Kurs

Datum

23 4.

24. 4.

23 4.

24- 4.

Hamburg-Amerika Paket . .

7

112.25

-

111,9

111,13

Hamburg-Südam. Dampfschiff

8

-

Hansa Dampfschiff.....

10

-

1 ,5

160,5

Norddeutscher Lloyd ....

8

111,75

111

111,9

111,13

Allgemeine DeutscheErediianst. 10

116,25

115,5

115,5

Barmer Bankverein ....

10

127

127

126,75

Berliner Handelsgesellschaft .

12

-

175.25

175,25

Commerz, und Privat-Bank.

11

160,5

160.4

160.5

160.13

Darmstädter und Nationachank

12

229,5

229

228,5

Deutsche Bank und

Disconto-Gesellschast, . . .

10

149,5

149.25

149,25

Dresdner Bank......

10

145,25

144.5

145

145

Reichsbank........

12

294,5

294,75

291,75

A.E.G............s

Bergmann.........V

Elektr. LteferungSgeseUfchast. 10

Licht und Straft......10

Felten L Guilleaume ... 7^ Gesellschaft für Gleltrildje

Ünternehmungen .... io Hamburger ElektrizltätS-Werke 10 Rheinische Elektrizität .... 9 Schlesische Elektrizität. ... 10 Schuckert & Go.......11

Siemens & Halske . . 16 TranSradio . ........ 8 LahmeverLCo.......10

Buderus . . . ....... d Deutsche Erdbl ....... 6 Essener Steinkohle .«. 8 Gelsenkirchener ....... 8 Harpener.......... 0 Hoesch Eisen. ....... S'/r Ilse Bergbau.......10

Klocknerwerke ........ 7 Köln-Neuessen........ 7 ManneSmann-Röhren .... 7 Mansselder Bergbau ..... 7 Obcrschles. Eisenbedarf .... 5 Oberschlcs. Kurswerte..... 7 Phünh Bergbau. . . . . 6%

Rheinische Braunkohle» . . 10 Rhein stahl . ........ 6 Rtebeck Monte» ...... 7,2

174,5

173,25

174

173

-

187

159.5

162

160,5

171

169,25

171.5

169

128,5

129

M

178

181

178,75

137.9

137,25

174,13

173,5

189

190,65

188.5

249,5

247

251

-

171

171

171,25

71,5

72

71,6

-

100,75

100,13

142,25

142,25

139,5

140

139

125

125

124,75

110,25

109,25

229

231

-

_

102,5

101,75

108

107

107,25

105,6

107

105.4

85

85,25

84,75

.

110,25

109,75

104,25

103,5

104,65

104

232

232

228,5

113,5

112,13

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß-

1-Uhr-

Schluß-

Anfang«

kurS

Kurs

kurS

NurS

Datum

23- 4.

24 4.

23 4.

24- 6.

Bereinigte Stahlwerke . . .

97,25

97

97,65

97.25

Otavi Minen......16/.

53

52,6

Kaliwerke Aschersleben . . .

10

227

226,5

225,5

Kaliwerke Westeregeln . . .

10

230,5

-

230,5

229

Kaliwerke SaUdetfurth . . .

15

395

395

391

F. G. Farben-Jndustrie . . .

12

177,75

776,25

178

176,5

Dynamil Nobel ......

. 6

84

84,13

Scheideanstalt.......

. 9

152,5

Goldschmidt .......

. 6

70,9

71,5

Mülgeröwerke .......

. 6

71,5

70

71,5

70.5

MetallgescUschafl......

. 8

108

107,75

108

107,75

Philipp Holzmann.....

. ?

108,5

109

[-

Zementwerk Heidelberg . .

10

133

132,5

Cementwerk Karlstadt. . . .

10

143.5

-

-

Wavb & Freyiag.....

. 8

91,75

91

-

Schultheis Patzenhofer . . .

15

-

296

295,75

Ostwerke.........

12

252

252,5

Aku...........

18

111

110,5

114,5

110,5

Bemberg . . . ......

11

144

145,25

142,25

Zellstoff Waldhos ....

37,

188,5

188

Zellstoff Aschaffenburg . . .

12

152,75

Charlottenburger Wasser . .

. 8

-

104,9

104,25

Dessauer Gas.......

. 9

170,25

169,5

Daimler Motoren .....

. 0

41,5

41,5

41,75

Deutsche Linoleum ....

.

252,5

253,5

253

Maschinenbau A.-Ä. ....

. 0

50,5

Nat. Automobil . .....

. 0

19,13

-

Orenftein & Koppel . . .

. 6

78

10

153

153

Svenska ........

-

357

351,5

Frankfurter Maschinen . . .

. 4

36

35,75

Gritzner......

. 6

39

39,4

Henligenstaedt ......

. O

-

FunghanS.........

. 6

40,25

39,25

Lechwerke.........

. 8

106

Mainkraftwerke Höchst a. M..

. 8

92

Mlag...... ... .

10

131.25

132

131,5

Gebe. Roeder.......

10

103,5

T

Boigt & Haefsncr , . . . .

. 9

218

220

Süddeutsche Zuck« ....

10

159

-

158

-

Banknoten.

Devisenmarkt Berlin Frankfurt cu 2H.

Berlin, 23. April

Geld

Dries -

Amerikanische 'Noten.....

4.167

4,187

Belgische Noten........

58,28

58,52

Dänische Noten ........

111.73

112,17

20,315

20 395

Französische Noten ......

16,395

16.455

tooHänbi(rt)c Noten ......

168.01

168 69

Italienische Noten......

21,98

22,06

Norwegische Noten......

111,73

112,17

Deutsch Oesterr , ä 100 Kronen

58 81

59.05

Rumänische Noten......

2,46

2,48

Schwedische Noten ......

112,18

112.6?

Schweizer Noten.......

81,04

81,36

Spanische Noten..... .

52,39

52.61

Tschechoslowakische Noten . .

12,37

12,43

Ungarische Noten.......

72.96

73,25

23. April

24. April

Amtliche Notierung

Amtliche Jloileruna

Geld

Dries

Geld

Dries

Amft.°Rott.

168,41

168,75

168,34

168,68

Buen.-Aires

1,617

1,621

1,620

1.624

Brss.-Antw.

58,405

58,525

58,38

58,50

112,23

Christiania. Kopenhageu

112,03

112,25

112,01

112,05

112,27

112,01

112,23

Stockholm .

112,46

112.68

112,42

112,64

HclsingsorL.

10,536

10,556

10,53

10.55

Italien. . .

21,935

21,975

21,925

21,965

London. . .

20,349

20,389

20.34

20,38

Ncuyork ..

4,1855

4,1935

4.1825

4,1905

Paris - . . .

16,415

16.455

16,395

16.43)

Schweiz ..

81,12

81,28

81,07

81,23

Spanien . .

52,32

52,42

52,10

52,20

Japan .. .

2,068

2,072

2,067

2,071

Nio de Ian.

0,492

0,494

0,493

0,495

Wien in D-° Ceft. abgest.

58,975

59,095

58,97

59,09

P-ng . . ..

12,40

12,42

12,39

12,41

Belgrad . .

7,408

7,422

7.408

7,422

Budapest. .

73,12

73.26

73,10

73,24

Dulaarieu.

3,034

3,040

3,03

3,04

Lissabon . .

18.78

18,82

18,78

18,82

Danzig. . . Konstantin.

81,36

81,52

81,33

81,49

1,785

1,789

1.784

1,788

Athen. . .

5.44

5,45

5,425

5.435

Canada . .

4.184

4,192

4.181

4,189

Uruguay. .

3,846

3,854

20,91

3.846

3,854

Cairo ...

20,87

20,86

20,30