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JJtan Beifall. Dirigent d!°ner Kolbhenn,
Kinder unserer en Vftertage im Aach, o« Planer von Dir« ^.E.der Konsiman. £ Beteiligung der tt, zu der Hen Lehrer rubt hatte. Die KvM« 0 M, die Haussamm. »H’Berein 16,25 M, M
nl. Die Stonflrma« rchlhieiS sand am jtoci- Ehrend eS vergangenes nmden waren, wurden tonfirmiert, und zwar einrod 2, Aeinhardshaln ■9 je 1. 3n bin letzten nngfte Zahl der Mir« irchspiels 16, und zwar id die Ochste Zahl 45 )er Äonfirmfltwniflottci.
aus allen Kirchspiels« e Schüler von Göbelnrod I Lehrers unb Organisten »höre. Der Planer pre« i der Offenbarung; Halle inb deine Krone nehme, waren aus dem Aauhen crucem ad lucem durchs Sammlung füri Krüo- hie ßauälammlung für 45 M. bie fanfir»
Z.2M. Die ItbtV.iA Lffetlexiung von efiqe houptMhrun^- .Kraftwerk Ma, nb jetzt Io weit vor,- die Zuleitung anfan;» Jen zu können. Mit ixe beiten werden leider wie« >ahl Arbeiter auS M slos. - Der seithcngen Marie Kammer
irr Tätigkeit am I. Apru L ist, wurde auf ein« Gemeinderats m Dienste ein 2iW£ r Dhilippl hob^in
«ntt kurzen Ansprache die Pflichttreue der Jubilarin, welche ein arbeitsreiches Leben hinter sich hat, hervor und wünschte ihr einen ruhigen Lebensabend.
T AuS der nördlichen Wetterau, 2Z.2lpnl. Veranlaßt durch die günstige Witterung der beiden letzten Tag« sind über Nacht pte HauSschwalben auS dem Süden zurück« gelehrt und haben ihre alten Wohnsitze m den Stauungen unserer Landwirte wieder bezogen. Heute konnte man sie bereits beobachten, wie sie. auf den TelegrophendrLhten sitzend, ihr lustiges Gezwitscher hören liehen.
KreiS Büdingen.
ow. Ober-Widdersheim, 23.April. Unserer Kirche, die vor zwei Jahren aus Anlaß ihrer Renovierung von der Familie Che lins namhafte Stiftungen erhielt, wurde zu Ostern von Fräulein Frieda Chelius in Aschaffenburg eine wertvolle weiße Altardecke gestiftet. Die Decke ist geziert mit einer 35 an breiten Spitze, einer nach Entwurf eines Hamburger Künstlers von der Spenderin selbst gefertigten Filetarbeit. Sie erregte allgemeine Bewunderung und Freude und ist eine wertvolle Zierde unseres Altars.
Kreis Schotten.
4- Groh-Eichen, 23. April. Am zweiten Oster tag wurden in unserer Kirche 11 Kinder konfirmiert, 5 Knaben und 6 Mädchen, darunter zwei Knaben und ein Mädchen aus Klein-Eichen. — Nachdem unserer seitheriger Schulperwalter Koch leider infolge der Sparmaßnahmen abgebaut wurde, ist nun unsere zweite Schulstelle durch Lehrer Bell ausSelln- rod neu beseht worden. — Dem Verlauf der alten Pfarrhofreite an Gustav Rahn, hier, wurde nunmehr die behördliche Genehmigung erteilt. Der Kaufpreis beträgt 5500 Mk.
□ Laubach 22. Avril. Heute nachmittag fand im „Schühenhosi' die diesjährige Hauptver- sammlung der Ausschuhgesellschaft statt. Für das vom 15. bis 17. Juni stattfindende Ausschuhfest wurde Kaufmann Wilhelm K r e i ck e r zum Hauptmann gewählt. Der neue Dorstand, bestehend aus 13 Hauptführern, seht sich wie folgt zusammen: Karl Pitz, Karl Poth, Karl Göbel, Dr. Fritz Rohbach, Ludwig S ch u d t, Rudolf Justus, Konrad S a l z m a n n, Heinrich Trumpfheller, Franz Kraft, Georg Tröller, Franz K reu der, Eduard Göbel III., Hermann Bohn. Das Aus- fchuhfest wird auch in diesem Jahre in althergebrachter Weise mit dem historischen Festzug am Ausschuhmontag gefeiert. Der Prämiierungsmarkt fällt aus, so daß am Ausschuß-Dienstag nur Schweinemarkt stattfindet. — Der heutige Schweinern ar kt hatte einen Auftrieb von mehr als 200 Ferkeln. Biele Kauflustige waren erschienen, wodurch die Preise etwas anzogen. Für sechs bis acht Wochen alte Ferkel wurde ein Durchschnittspreis von 45 bis 50 Mk. erzielt. Gegen Mittag war der Markt ausverkauft.
Kreis Alsfeld.
H AlSseld, 23. April. Am Ostermontag fand die Winterspielzeit des G i e h e n e r StadttheaterS in Alsfeld mit der Aufführung deS Kriegsdramas »Die andere Seite" von Sheriff (Spielleitung: Intendant Dr. Prasch) ihren Abschluß. Die Darstellung war in schauspielerischer wie in technischer Beziehung auf voller Höhe. Der lebhafte Beifall am Schlüsse war Ehrlich und verdient. Es ist allgemeiner Wunsch, dah auch im kommenden Winter die Dorstellungen des Gichener Stadttheaters, das nun schon seit dem Jahre 1926 in Alsfeld regelmäßig Dorstellungen gibt, und dessen Leistungen allgemeine Anerkennung gefunden haben, wieder stattfinden möchten. — Aus Einladung der Bürgermeisterei fand eine Besichtigung der Räume deS Heimatmuseums des hiesigen GeschichtS- und Altertumsvereins durch den Stadtvorstand statt, und
SiegefiedetteSchlMe.
Vornan von Edgar Wallace.
32 Fortsetzung. Rachdruck verboten
Sie wollte ihm erzählen, was sie mit Ella Creed erlebt hatte. Sie wuhte, dah sie damit gegen daS Interesse Mr. Beales verstieh: auch glaubte sie, dah es für seine Nachforschungen vielleicht von Bedeutung sein könnte.
Wahrscheinlich hätte sie ihm auch von ihrer Begegnung mit dem kranken Harry Merstham erzählt, obwohl sie dieser Sache keine große Bedeutung beilegte. Als sie aber später in ihrem Zimmer war, überlegte sie, dah das unnötiges Gerede sei und eventuell auf den groß- zugtgen, vornehmen Charakter ihres Chefs ein ungünstiges Licht werfen könnte. Lind doch war das Auftreten von Harry, dem Barmann, die wichtigste Entwicklung in der ganzen Sache, und wenn Peter Dewin sich nur ein paar Minuten mit ihm hätte unterhalten können, wäre der Fall restlos für ihn geklärt gewesen.
Als sie zum Abendessen herunterkam, fragte sie in dem Bureau, ob Briefe für sie angefom- men seien. Sie muhte einige Minuten warten, weil eine amerikanische Same den Geschäftsführer eben um eine Auskunft fragte. Im Hotel wohnten viele Touristenfamilien, und einige waren äußerst wohlhabend. Die Amerikanerin war eine schöne Frau von vierzig Jahren, ein angenehmer Typus, den allein Amerika hervorzubringen scheint. Sie sprach über ihre Juwelen ...
»Ich will sie gern im Geldschrank des Hotels für Sie aufbewahren, es wird mir natürlich ein Vergnügen sein", sagte der Geschäftsführer. ,216er ich gebe^ meinen Gästen stets den Rat, sich einen Safe auf der Dank zu mieten, wenn sie länger in London bleiben. Dort sind ihre Juwelen und Kostbarkeiten am besten untergebracht."
Die Dame interessierte sich dafür und stellte weitere Fragen.
»Die Handhabung ist sehr einfach." Der Geschäftsführer erklärte ihr alle Einzelheiten.
Während Daphne zuhörte, kam es plötzlich wie eine Erkenntnis über sie. Rasch wandte sie sich zu der Telephonzelle und machte den vierten vergeblichen Versuch, mit Peter in Verbindung zu kommen.
19.
Peter Dewin erfuhr, daß die Freundschaft mit den höheren Beamten von Scotland Bard manch« Verpflichtung mit sich brachte, als er bescheiden in dem Bureau des Distriktsinspektors Elarke faß. Er hörte einer Information zu, bie ihm dieser zieihewußte Mann gab.
Krastpostlinie Gießen—Kleebachtal
meinden hiermit einverstanden seien. In der sich anschließenden Aussprache, an der sich die Vertreter aller Gemeinden beteiligten, wurde feftgcftellt, daß die Gemeinden mit dem Vorschläge der Postverwaltung einverstanden sind. Die Stadt Gießen hat ihr Einverständnis bereits dem Postamt in Gießen erklärt. Das Post- auto wird also nunmehr wie folgt verkehren: a) Frühfahrt nach Gießen. Hochelheim — Hörnsheim — Wegeabzweigung Groß-Rechtenbach — Lützellinden — Klein-Linden — Gießen: b) Dormittagsrückfahrt von Gießen auf demselben Wege: c) Nachmittagsfahrt nach Gießen: Hochelheim — Klein-Rechtenbach — Gr oh-Rechtend ach — Lützellinden — Klein-Linden — Gießen: d) Abend- rückfahrt von Gießen auf demselben Wege. Amts« obetfefretär Sänger stellte noch den Antrag, Hin- und Rückfahrkarten mit verbilligtem Preise einzuführen: auf diese Weise würde sehr wahrscheinlich eine Hebung des Der- kehrs und damit eine Erhöhung der Gesamteinnahme erreicht werden. Fermer beantragte er, die von den Gemeinden gewährleistete Garantiesumme von 0,88 Mk. je Betriebskilometer auf 0,75 Mk. zu ermäßigen, und zwar unter Berufung darauf, daß die Oberpostdirektion in Dornstadt diesen Betrag für die Llebemahme einer benachbarten Privatautolinie als Garantieleistung sordere. Ein entsprechender Antrag soll bei der Oberpostdirektion in Darmstadt gestellt werden. Im Anschluß an die Besprechung wurde noch die Kurve an der Wegeabzweigung nach Lützellinden-Hörnsheim besichtigt. Es sollen hier Verbesserungen getroffen werden, die dem Post- auto ein leichtere- Befahren dieser Kurve ermöglichen.
zwar unter Führung des MuseumSwartes, Beigeordneten Weih. Die Desichtiaung galt namentlich den im Dachgeschoß durch dessen Ausbau geschaffenen neuen Räumen. Das in den großen, Hellen Räumen des Hochzeitshauses untergebrachte Museum hat dadurch eine wesentliche Erweiterung erfahren, und es konnten nunmehr endlich alle vorhandenen Gegenstände zur Aufstellung kommen. Das drei Stockwerke ausfüllende Museum ist in seiner Reichhaltigkeit und Originalität der Sammlungen als Heimatmuseum eine Zierde für die Stadt und ein immer stärker werdender Anziehungspunkt für den Fremdenverkehr. Erfreulich ist das Interesse der Bürgerschaft an dem Ausbau des Museums durch Die zahlreichen Stiftungen, die der Verwaltung zugegangen sind. Am Schlüsse der Besichtigung sprach Bürgermeister Dr. D ö l s i n g namens des Stadtvorstandes dem Führer. Beigeordneten Weih, den Dank aus für seine verdienstvolle Arbeit im Interesse der Allgemeinheit. Das Alsfelder Heimatmuseum sei ein Glanzpunkt für die Stadt und man könne mit Recht guf ein solches Werk stolz fein.
-er. Homberg, 23. April. Der heutige Vieh- und Krämermarkt war vom schönsten Wetter begünstigt und erfreute sich deshalb eines starken Besuches. Der Schweinemarkt war mit 248 Stück Ferkeln befahren. Cs wurden für sechs bis zwölf Wochen alte Ferkel pro Kopf 40 bis 55 Mk. bezahlt. Trotz dieser hohen Preise fanden die Tiere raschen Absatz: der Markt war bald geräumt, und es verblieben keinerlei Lieberstände. Der- Krämermarkt war mit etlichen Ständen beschickt.
r. Ober-Ohmen, 23.2kpril. Anläßlich je einer vor kurzem abgehaltenen Grundstücksverpachtung und -Versteigerung zeigten sich erstmalig im Gegensatz zu den Nachinflationsjahren wieder ausgeprägtere Ansätze des Interesses für Bodenkultur. Demgemäß wirkte sich die Er-
Auf dem Bürgermeisteramt Groß-Rechtenbach fand gestern vormittag eine Besprechung der an der Krastpostlinie Gie - ßen—Kleebachtal beteiligten Gemeinden statt, in welcher über die weiter« Führung der Linie über die Orte Groh-Rechtenbach und Klein-Rechtenbach verhandelt wurde. An der Besprechung nahmen teil: Postinspektor Jung vom Postamt in Dießen, Bürgermeister Jung (Klein-Linden). Gemeindevorsteher Dorsch (Lützellinden). Gemeindevorsteher Krill (Groh- Rechtenbach), Gemeindevorstch. Schmids (Klein- Rechtenbach), Gemeindevorsteher Jung (Hochelheim), Gemeindevorsteher Jung (Hörnsheim), sowie Amtsobersekretär Sänger (Groh- Rechtenbach», der die Verhandlungen an Stelle des erkrankten Bürgermeisters Dr. Reumann leitete. Amtsoberseketär Sänger teilte mit, dah die Postverwaltung die Autolinie Giehen—Kleebachtal nunmehr säst einen Monat versuchsweise über die Orte Groh- und Klein-Rechtenbach geführt habe und daß die beteiligten Gemeinden sich auf Grund der bis jetzt vorliegenden De- triebsergebnisse nunmehr entschließen müßten, ob die neue Linienführung auch für die Folge ganz oder nur teilweise bei bei) alten werden solle. Postinspektor Jung (Gießen) machte zahlenmäßige Angaben über die Benutzung der Autolinie aus den Orten Groß- und Klein- Rechtenbach während der bis jetzt durchgeführ- ten Versuchsfahrten. Hieraus ergab sich, dah auf der Nachmittagsfayrt nach Giehen und auf der Abendrückfahrt von Giehen die stärkste Benuhungsziffer zu verzeichnen war. Die Postverwaltung sei bereit, diese beiden Fahrten auch weiterhin über die Orte Groh- und Klein- Rechtenbach zu führen, wenn die beteiligten Ge-
scheinung auch auf die Preisbildung auS. Es wurden an Pacht gemeindeeigenen Geländes erster Bonität, in nächster Nähe des Dorfes gelegen, 308 Mk. pro Hektar erzielt. Die abgestohenen Grundstücke eines privaten Besitzers, allesamt mehrere Kilometer von der Ortschaft entfernt, erbrachten in den Güteklassen 1 bis 3 Steigerpreise von 2180 bis 2300 Mk. je 10 000 Quadratmeter. — Der Viehzüchter Lenz hat große Geländekomplexe in der Umgebung seiner vor Jahren angelegten Weide durch Tausch und Kauf erworben, um seine mehrjährigen Dersuchsergeb- nisse in erweitertem Umfange, mit verstärkter Beschickung, praktisch auszuwerten.
Kreis Lauterbach.
pr. Lauterbach, 23. April. Am Karfreitag bot sich dem Auge des Naturfreundes ein eigenartiges Naturschauspiel in den ausgedehnten Wäldern zwischen Lauterbach—Grebenau —Schlitz. Tausende von Sperlingen zogen in stundenlangem Fluge dahin. Wie kamen diese ungeheueren Mengen zusammen und wohin ging die Reise? Dem Berichterstatter kam di« bange Frage aus dem Herzen: was würde im Sommer zur Zeit der Reife des Getreides aus unseren Fluren geworden lein, wenn derartige ungeheure Mengen von Sperlingen eingefallen wären?
Lauterbach, 23. April. Gestern nachmittag gegen 5i Uhr ereignete sich an der Kreuzung Eisen- bachertor-Kanalstrahe wiederum ein Verkehrs- unfaH, der leicht schlimme Folgen hätte haben können. Vor einigen Tagen erst fließen an der gleichen Stelle zwei Autos zusammen. Ueberhaupt ist diese Straßenkreuzung infolge ihrer Unübersichtlichkeit wiederholt die Folge oon Derkehrsunfällen gewesen. Bei dem gestrigen Unfall fuhr ein Radfahrer, der die etwas abschüssige Straße Eifenbachertor herunterkam und die Kanalstraße kreuzen wollte, einem die Kanalstraße heraufkommenden Auto in die Seite. Der Zusammenprall war so heftig, daß bas Vordergestell des Fahrrades vollständig demo«
„Niemand weiß besser als Sie, Peter, daß Sie mir jede neue Einzelheit, die Sie entdecken, mitteilen müssen. Ich habe Ihnen eine der besten Geschichten zugeschoben, die Sie jemals schreiben können —“
„Habe ich nicht an Sie telephonieren lassen, Lightfoot zu verhören?" fragte Peter höflich. „Habe ich Ihnen damit nicht eine ganz neue Seite der Sache gezeigt?"
„Das war auch gerade recht viel," brummte Clarke. Aber dann sprach er liebenswürdiger und vertraulicher weiter. „Nun, Peter, was wissen Sie noch — was haben Sie mir noch nicht erzählt?"
„Es gibt so viele Dinge, die Sie noch nicht wissen," sagte Peter herausfordernd, „daß ich schwerlich weiß, wo ich anfangen soll. Da ist zum Beispiel die Geschichte mit dem Eisenbeton- haus in Epping Forest, bann die Geschichte mit dem goldenen Ring mit den Weizengarben, weiter dieser mysteriöse Harry, der Barmann, der bei Joe Farmer angestellt war und plötzlich unter eigenartigen Llmständen zwei Tage vor William Lanes Verhaftung aus England verschwand. Dann vor allem William Lane selbst, der in Thatcham bei einem Unfall getötet worden sein soll, und in Grosvenor Square wieder auf der Bildfläche erschien — ein vollkommener Verbrecher, der alle Entwicklungsmöglichkeiten Voraussicht und stets auf alles vorbereitet ist —"
„Sie erwähnten soeben William Lane," unterbrach ihn Clarke. „Ich habe alle Angaben über ihn zusammenstellen lassen. Er wurde einige Tage nach seiner Entlassung aus Dartmoor von einem Auto überfahren und getötet."
Peter schüttelte den Kopf.
„Er wurde nicht getötet. Harry, der Vagabund, den wir nicht mit Harry, dem Barmann, verwechseln dürfen, WiUiam Lane und der kleine Hugg waren drei Leute, die enger zusammenhielten als Brüder. Harry, der Vagabund, dachte, daß aus Lane Geld zu machen sei, und hatte damit vielleicht nicht so unrecht. Meinem Empfinden nach konnte Lane seine beiden Gefährten nicht abschütteln, obwohl er dauernd versuchte, von ihnen loszukonunen. Er war froh, daß ihm 'ein schlechtgesteuertes Auto die Flucht ermöglichte. William Lane lebt in London und hat bin Mann, der als Hauptzeuge gegen ihn auftrat, schon zur Strecke gebracht."
Clarke nickte beifällig.
„Ich will mit Ihnen gehen, Dewin, ich nehme Ihre Theorie sofort an. 216er wie ist es mit Harry, dem Barmann?"
Peter erzählte einige Details, die nicht sehr viel Licht auf die Sache warfen. Mr. Clarke sagte ihm das, und Peter gab ihm recht.
„Das gibt alles noch keine große Aufklärung." gestand er. „2Iber ich fühle, daß alle Liefe
Fäden nach einem Zentrum zusammenlaufen."
Als er zu seinem Bureau kam, erfuhr er, daß Daphne nach ihm telephoniert hatte. Sofort eilte et zum Apparat. Aber in dem Augenblick, als er ihre Nummer verlangen wollte, wurde er selbst angerufen. Es war nicht Daphne, er erkannte sofort eine andere Stimme.
»Ist dort Mr. Dewin?... Hier Gregory Deale. Könnten Sie vielleicht um neun Llhr heute abend zu mir kommen? Ich bin sehr beunruhigt — es scheint fast absurd zu sein, aber ich habe auch eine von diesen dummen Karten erhalten."
Einen Augenblick lang war Peter vollständig aus der Fassung gebracht.
»Doch nicht etwa eine Karte von der gefieberten Schlange?"
„In — unb obendrein mit einer merkwürdigen Inschrift. Ich habe auch noch den Distriktsinspektor Clarke gebeten, um dieselbe Zeit zu mir zu kommen. Soviel ich weiß, bearbeitet er den Fall Farmer."
Nachdenklich hing Peter den Hörer an und vergaß ganz. Daphne Olroyd anzurufen.
<Sr ging zu seinem Zimmer zurück und setzte sich an die Schreibmaschine, aber der Artikel, den er schreiben wollte, geriet ihm nicht. Er las die erste Seite und fand sie so unsagbar schlecht, baß er das Papier zusammenballte unb in den Papierkorb warf. Dann fing er von vorn an, aber auch der zweite Versuch gelang nur wenig besser. Trotzdem trug er bas Schriftstück zu dem Nachrichtenredaktcur unb erklärte ihm offen, daß der Artitel nicht besonders gut geworden sei.
„Ich kann vielleicht eine besser« Geschichte schreiben, wenn ich Mr. Beate gesehen habe", sagte er. »3m Augenblick habe ich aufgehört zu schreiben, weil ich zu nervös bin.“
Als er die Stufen zu Beates Haus emporstieg, sah er eben einen untersetzten, starken Mann aus die Klingel brüden. Peter kannte ihn nicht und war überrascht, den Beruf des Fremden zu erfahren, als Mr. Beale die Tür öffnete, um sie hereinzulassen.
»Darf ich Ihnen, Mr. Holden, meinen Rechtsanwalt vorstetten?" sagte Mr. Beate zu Peter.
Dann führte er sie beide In das Empfangszimmer, in dem Daphne tagsüber gearbeitet hatte.
»Wir warten am besten, bis Mr. Clarke kommt", begann er gerade, als es wieder klingelte. Er eilte zur Tür, um dem Potizeibeam- ten zu offnen.
Peter bemerkte, daß Mr. Gregory Beate sonderbar aufgeregt war. Es zeigte sich in seiner Stimme und in all seinen Bewegungen.
»Sie glauben natürlich, daß ich viel Spektakel um nichts mache", sagte der Gelehrte, als er die Karte mit dem Bild der gefieberten Schlange aus seiner Tasche nahm. »Diese Dinge haben Sie ja schon vorher gesehen, Mr. Clarke. Aber ich bitte Sie doch, einmal zu lesen, was in
(iert wurde unb der Radfahrer In hohem Vogen über bas Auto weg bis auf den Fußsteig flog. Wunderborerrvcise hat ber Mann außer einigen Hautabschürfungen keinen Schaben gelitten.
Preußen.
KreiS Wetzlar.
• Dutenhofen, 23. April. Dieser Tag« verstarb die älteste Einwohnerin unsere- Dorfes, Frau Witwe Joh. Gg. Kraft, im Alter von 93 Jahren. Bi- in ihre letzten Lebenstage war der nun verewigten Frau beste körperliche und geistige Frische beschieden.
<> Hochelheim, 23. 2IpriL Mit behördlicher Genehmigung hat hier eine Hau-- sammlung für die Errichtung einer Kleinkinderschule stattgefunden. Durch die Sammlung wurden 224 Mk. aufgebracht.
O Hörnsheim, 23. April. In der jüna- sten Sitzung deS Gemeinderats wurde bte Gebühr des OrtsdienerS für die ortsübliche Vcröffentlichungvon Bekanntmachungen für auswärtswohnende Interessenten auf 1 Mk. je Bekanntmachung festgesetzt.
KreiS Marburg.
V. Nordeck. 23. April. Am zweiten Öfter- feiertag hielt der Gesangverein »Teutonia" ein Nachmittagskonzert im Stetzenbach- feßen Saale ab. Das Programm bestand aus einer Anzahl Kunst- und Volkslieder. Als Solisten wirkten mit H. Dietrich, Rodheim a. d. H., (Tenor), I. W i c m c r, Beuern, (Violine) und Herr Günther, Gießen, (Klavier). Der Verein erbrachte den Beweis, daß er unter der bewährten Leitung des Musikers Schorn- b c r, Beuern, sehr gute Fortschritte gemacht hat. Der Verein und die Solisten mußten sich bei deiMstarken Beifall zu Zugaben verstehen.
Maingau.
WER. Frankfurt a.M., 23.2lpril. Der am 4. April bei dem Flugzeugunglück bei Idstein i.T. schwer verletzte Flugzeugführer D e g n e r ist Mitte voriger Woche vom Paulinen- stift Wiesbaden nach einer Heilanstalt in Frankfurt a. M. transportiert worden, da er durch die Kopfverletzung geisteskrank geworden ist. In Aerztekrersen hat man aber Hoffnung auf Besserung.
Daten für Freitag, 25. April
Sonnenaufgang: 4.46 Llhr, Sonnenuntergang: 19.11 Llhr. — Mondaufgang: 3.53 Llhr, Monduntergang: 15.21 Llhr.
1595: Der italienische Dichter Torquato Tasso in Rom gestorben (geboren 1544). — 1599: der Staatsmann Olivier Cromwell tn Hungtington geboren (gestorben 1658). — 1862: der englische Staatsmann Lord Edward Grey geboren. — 1874: der Physiker Guilelmo Marconi in Griffone bei Bologna geboren.
j
Briefkasten der Redaktion.
(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)
K. W., Gießen: In Ihrem Fall kommen entweder die Ausführungsbestimmungen zum Reichs- versorgungsgesetz vom 12. Mai 1920 in Frage (wenn es sich um Zusahrente handelt), oder der § 1304 der Reichsversicherungsordnung (wenn es sich um Invalidenrente handelt).
Aus dem Amtsverkündigungsblatt.
* Das ArntsverkündigungSblatt 21 r. 3 0 vorn 22. April enthält: Gesetz über Zuschüsse aus Reichsmitteln für die Ansiedlung von Landarbeitern: Schlachthausanlage des Robert Jung in Grünberg: Feldbereinigung in der Ge-' martung Lauter: Beurlaubung der Lehrer und Lehrerinnen an Volks- und Fortbildungsschulen: Dienstnachrichten.
Maschinenschrift auf der Rückseite der Karte steht."
Der Distriktsinspektor nahm die Karte und setzte seinen Klemmer auf. Peter las über seine Schulter hinweg mit, ohne erst um Erlaubnis zu fragen.
.Leicester Crewe, der mit richtigem Namen Lewston heißt, wird um halb zehn zu Ihnen kommen, um Ihnen seine Trambahnaktien von Buenos Aires zu verkaufen. Sie laufen eine doppelte Gefahr, wenn Sie ihn empfangen. Ihnen selbst droht Unheil — und ihm der Tod.'
»Ich fand sie in der Eingangshalle, sie war unter der Haustür durchgesteckt. Es muß zwischen sieben und acht Llhr abends geschehen sein. Zuerst wollte ich sie überhaupt nicht beachten und ins Feuer Wersen, aber dann überlegte ich, dah außer mir und Mr. Crewe niemand etwas von seinem Besuch bei mir und feinen beabsichtigten Geschäften wissen konnte. Allerdings hatte ich meiner Sekretärin, die Ihnen ja nicht unbekannt ist" — er lächelte Peter an — »gesagt, daß ich ihn erwarte. Aber sonst niemand."
»Vielleicht ist es einer seiner eigenen Angestellten", bemerkt« Clark«.
Mr. 23eale nickte.
»Das wäre allerdings möglich. Ich bin durch diese Geschichte nervös geworden und habe Sie deshalb gebeten, hierherzukommen. Besonders ersucht« ich meinen Rechtsanwalt, Mr. Holden, darum. 2Benn ich irgendwie Aktien übernehmen soll, möchte ich, daß er den Kaufvertrag vorher durchsieht."
Der Anwalt lachte.
»Aus Ihre alten Lage werden Sie noch vor- sichtia, 2Hr. 2teale“, sagte er und zwinkerte mit den Äugen, als sein Klient über diese Bemerkung lächelte.
»Früher war ich sehr sorglos, aber daS ist einer der Nachteile, wenn man viel Geld hat." Dann fügte er in ernstem Ton hinzu: »Ich möchte Sie bitten, meine Herren, hierzubleiben, während ich mit Mr. Crewe spreche. Ich werde die Tür zu meinem Arbeitszimmer auf- lassen, und sobald ich nur das geringste Verdächtige bemerke, rufe ich nach Ihnen. Es ist wirklich saft kindisch von mir, aber diese verfluchte Schlange fällt mir auf die Nerven."
Er entschuldigte sich und ging zu seinem Arbeitszimmer, um die Dokumente zu holen, die er fernem Rechts anwalt zeigen wollte.
»Ich habe 23eale noch niemals von dieser Seite kennengelernt", sagte Mr. Holden und schüttelte den Kopf. »Früher hat er sich durch nichts aus der Fassung bringen lassen. Die vorsichtigen Geschäftsmethoden, di« er jetzt angenommen hat! Als er noch jünger war, hatte er die Lieblings- idee, mustergültige Heimstätten für arme Leute zu bauen —“ (Fortsetzung folgt.)


