Ausgabe 
23.12.1930
 
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Wietzener Wochenmarktpreise.

Ds Lofteten auf dem heutigen Wochenmarkt. Kochbutter Mund von 1.33 Mark an; Butter ILO bis 1,60: Matte 30 bi» 35; W.r ing 8 bis 10; Derhttaut 5 bis 6; Rotkraut 8 biS 10; gelbe Lüben 8 bis 10; rote Rüben 8 bis 10; Spinat 15 bis 20; Unter-Kohlrabi 5 bis 6; Grünkohl 10 biS 15; Ro'enkohl 25 bis 30;

Feldsalat 80 bi- 1,00; Tomaten 70 bis 80;

Zwiebeln 8 bis 10; Meerrettich 30 bis 60;

Schwarzwurzeln 30 bis 50; Äarloffe.n 3*/i biS

4; Aep^el 25 bi- 40; Dirnen 20 bis 30; Dörr­obst 30 bi- 35; Honig 40 bis 50; junge Hahne 80 biS 1,00; Suppenhühner 80 biS 1.00; (Bänie 80 bis 1,10; Rüfte 50 bis 60; Tauben Stück 50 bis 70; Eier 17 bis 18; Käse (10 St.) 60 bi« 1,40; Blu­menkohl 30 bis 70; Salat 20 bis 30; Endivien 10 bis 15; Ober-Kohlrabi 8 biS 10; Lauch 5 bis 10; Rettich 10 biS 15; Sellerie 10 bis 50; Kar- tosfeln Zentner 2.20 bis 2 50; Weihkraut 3,00; Wir ing 4,00; Rotkraut 5.00.

taten für Mittwoch, 24 Tezemver

Sonnenaufgang: 8.04 Uhr, Sonnenuntergang: 15.55 Uhr. Mondaufgang. 11.12 Uhr, Mond­untergang: 20.22 Uhr.

1524: der portugiesische Seefahrer Basco da Varna auf der Fahrt nach Kotschin gestorben.

Taten für Donnerstag, 25. Dezember.

800: Krönung Karls des Drohen zum Römi­schen Kaiser. 1353: Kaiser Karl IV. erläht in Metz das Reichsgrundgeseh der Goldenen Bulle. 1728: der Komponist Johann 2ldam Hiller in Wendisch-Ossig bet Görlitz geboren. 1742: Charlotte von Stein. Goethes Bertraute. in Weimar geboren. 1840: der Komponist Peter Tschaikowsky in Wotinsk geboren.

** Die Schöffen deS Gießener 2u- gendgerichts im Jahre 19 31. Als Hauptschöffen für das Gröhe Jugend­gericht im Jahre 1931 wurden ausgewählt: August D a h. Wagnermeister in Ober-Roßbach, Heinrich O ß w a l d. Lehrer in Dad-Rauheim. Adam Tischler, Schreiner in Rieder-Weisel, Johannes Weller, Zimmermeister in Leihgestern. Lehrer Roth in Zell (Kreis Alsfeld), Christoph vchwethgut, Kaufmann in Grünberg.Hilfs­schöffen des Großen Jugendgerichts sind: Anna Albrecht, Lehrerin, Frau Erna Adolph, Adolf Motz, Studienrat. Frau Frieda Echecker, Elise S ch w a l b a ch, Kinöergarten- leiterin, Wilhelm Dolkmann, Beamter, alle in Gießen. Hauptschöffen des Kleinen Jugendgerichts sind: Wilhelm JungV., Landwirt in Leihgestern. Berta Korell, Lehre­rin in Gießen. Gottfried Kahn. Kaufmann in Gießen, Frau Tilly Wackerin Wiescck, Heinrich R e i ch m a n n, Landwirt in Reiskirchen, Willi Bolz, Buchdrucker in Gießen, Heinrich Ley, Obcrwerkmcister in Gießen. Friedrich Mach. Lehrer in Gießen. H i l f s s ch ö f f e n für das Kleine Jugendgericht find: Heinrich Frank, Lehrer in Gießen. Helene Hammerschlag und Derwalter Wilhelm R i e b e l in Gießen.

Prämiierung im Gießener Tier­schuhverein. Der G'eßener T'erschu-^vercin veranstaltet am ersten Weihnachtsfeiertag 11.30 im Kaufmännischen Bereinshaus eine Prämi­ierung all derer, die sich durch sorgfältige Pflege und steten Schuh der Tiere verdient gemacht ha­ben. An dieser Prämiierung sind auch eine Reihe von Pol'zeiheamten beteiligt, die sich für gute Be­handlung der Tiere einge'etzt haben. Zu ter Feier, die In schlichter Form abgehalten werden wird, sind auch Freunde und Gönner des Tierschutz- Vereins eingeladen.

** Ehrung von Hausangestellten. Man berichtet uns: Wiederum fanö durch den Alicefrauenverein vom Ro en Kreuz auf der Le- bigshöhe die Ehrung der Hausangestellten statt. Die Stiftung eines edlen, sozial empfindenden Mitbürgers ermöglichte es dem Verein, bereits zum dritlen Male diese Feierstunde zu begehen. Die Feier verl es in harmonischer Stimmung, um­rahmt von mu i.aiise'e i Dorträgen. Ansprache und Genuß von Kaffee und Kuchen an weihnachtlich geschmückten Tischen. Don den 33 Feftgästen Knu­ten 8, die 55, 51. 33, 30, 27, 23. 20 und 15 Jahre einer Familie ihre Dienste gewidmet hatten, mit einem Sessel und Diplom beschenkt werden; fünf blickten auf eine zehnjährige Zu a nmen«-ehörig- keit zurück und erhielten ein silbernes Schmuck­stück (mit Widmung) an einer silbernen Kette, und die fünfjährige L-renstzeit 20 Teilnehmerin­nen wurden durch ein Diplom und einen silber­nen Kaifeelöffel mit Monogramm ausgezeichnet. Die'e unwandelbare Treue ist ein Lichtblick in unserer schweren Zeit.

- Weihnachtsfeier tn d« r Rerven- Heilstätte In der Rervenhellstätte (Licher Straße) fand unter Mitwirkung der hiesigen Mili­tärkapelle eine Weihnachtsfeier statt. Me-izinal- tat Dr. Hoffmann begrüßte in Dertretung des Leiters der Heilstätte die Teilnehmer. Ein ge­meinsames Lied, eine Ouvertüre und ein Diolm­solo von Feldwebel D o g e l dargeboten, fan­den dankbare Zuhörer. Oberpfarrer Müller hielt die Weihnachtsansprache, der die Bescherung folgte, die auch in diesem Jahre wieder sehr reich­lich aussiel. Rach der Pause wurden die Kran­ken mit humoristischen Darbietungen unterhalten Herr B u t h e (Wetzlar) sang Lieder Aur Laute. Herr Engels verstand es, die Patienten mit einem Lichtbildervorlrag gut zu unterhalten Star­ker Beifall wurde all denen zuteil, die sich un­eigennützig in den Dienst der guten Sache stellten

Frauengruppe der Deutschen Dolkspartei. Man berichtet uns: Die Frauengruppe der DDP. chatte sich im .Hinden­burg' zu einer einfachen Weihnachtsfeier ver­sammelt. Fräulein Hanna Kellner schuf durch den sympathischen Dortrag verschiedener Dich­tungen und zweier schöner Weihnachtslieder von Cornelius, deren Begleitung Fräulein E g l y übernommen hatte, die weihnachtliche Stimmung, die durch den(Nikolaus" von Frl. Anneliese Kalbfleisch eine heitere Rote erhielt. In humoristischen Dersen kritisierte sie das Parteien- Unwesen, sprach von der Arbeit der Frauen und schuf fo den Uebergang zu den politischen Aus­führungen von Frau Lano tagsabgeordnete Marie Birnbaum. Ausgehend von der Rot der Zeit, die noch verschlimmert werde dadurch, daß nicht alle Menschenguten Willens" seien, betonte sie u. a., daß die zielbewußte Regierung Brüning gestützt werden müsse, um die finanzielle Gesun­dung des Reiches zu ermöglichen. Einheitlich müsse das deutsche Dolk den polnischen Terror, die Sabotage der Abrüstung und der 'Verträge zurückweisen. Sie streifte tann noch kurz die hessischen Derhältnisse und' verurteilte besonders das Dorgehen der Regierung gegen die Staats­dienstanwärter, das die Abneigung gegen den Staat großziehe. Die Rednerin schloß mit der Ditte, der notleidenden Kaufmannschaft und Ar­beiterschaft zu helfen, indem man nach Kräften deutsche Waren kaufe. Mit einigen Lieddarbie- tunqen der Damen Schudt und E n g i s ch ('Be­gleitung Frl. Belke fand die Feier ihren Abschluß.

Oie Gfünberger Bürgenneister- wahl gültig.

Dom KreiSamt Gießen wird uns mit­geteilt:

Die auf Grund des gegen die 'Bürger« meisterwahl in ©rünberg vom 12.Dez. 1930 erhobenen Einspruchs stattgefundenen Ermittlungen haben ergeben, daß ein Grund zur Beanstandung der Wahlnicht ge­geben ist. Die Wahl ist vollkommen ein­wandfrei verlausen, insbesondere sind Vor­schriften über das Wahlverfahren nicht verletzt worden."

Aus Grünberg wird uns ergänzend berichtet, daß nach dieser Entscheidung des Kreisamtes die Einführung des neuen Bürgermei­sters am 2. Januar 1931 erfolgen soll.

*

4- ©rünberg, 22. Dez. Zu der für Mon­tagabend anbcraumten Gcmeinderats- sitzung. die u. a. Punkten Arbeits­beschaffung für Erwerbslo e, Ein'ührung der Bürgerst euer zur Deckung des durch die Wohls ahr.sunterstützungen entstandenen Fehl­betrags enthielt, waren nur 6 ©emeinde- räte erschienen. Als nach viertelstündigem vergeblichen Warten die fehlenden ©emeinderäte nicht er chienen, mußte Beigeordneter Keller die Sitzung wegen Deschluhunfähigkeit au* be.cn. Gr kündigte gleichzeitig eine neue Sitzung mit der gleichen Tagesordnung für den folgcnöen Abend an. Festzustellen war jeden­falls, daß die fehlenden Gemeindcräte bei Sitzungsbeginn vor dem Rathause Warrn und dort berieten. Sie haben es dann vorgezogen, der S tzung femzubleiben und diese dadurch beschlußunfähig zu machen.

Oer- zweite Staatskommissar in Hessen.

WSR. Osthofen (Rheinh.f, 22. Dez. Regie- rungsrat Jourdan vom KrriSant W.rms ist durch die hessische Reg'eruna auh Staatskom- missar für Osthofen bestellt worden.

Wirtschaft.

Rindennartt in Ziehen.

Auf dem heutigen Rindvieh- (Rutz- Vieh-) Markt in Gießen waren 950 Stück Großvieh und 177 Stück Kälber aufgetrieben. Es kosteten: Milchkühe oder hochtragende Kühe 1. Qualität 550 biS 620 Mk.. 2. Qualität 300 bis 450, 3. Qualität 200 bis 300. Schlachtkühe 100 bis 350, Rinder, x/t- bis '/«jährig 125 bis 200, ®/4- bis zweijährig 175 bis 300, tragend 350 bis 550, Kälber das Pfund Lebendgewicht 45 biS 60 Pf. Ausgesuchte Tiere erbrachten Preise über Rotiz. Marktverlauf: Anfang- fchleppend, fpäter lebhafter.

Dom Maismonopol. Der Derwaltungs- rat der ReichS-Maisstelle hat in seiner gestrigen Sitzung neue Preise festgesetzt, die am 1. Januar 1931 in Kraft treten und vorerst bis 4. Februar 1931 Gültigkeit haben. Der Monopolpreis beträgt infolgedessen ab 1. Januar 1931 für Donau-© al- fox-Mais 240 Mk. je Tonne (bisher 215 Mk.), für La Plata-Mais 250 Mk. (230 Mk.), für Klein- mais 260 Wk. und für Einquantin-Mais 270 Mk. (245 Mk.) waggonfrei inländischen Einfallhafen oder waggonfrei trockene Grenze.

Adlerwerke norm. Heinrich Kleyer A ©., Frankfurt a. M. Die Ge ellschaft hatte vor kurzem größere Arbeitercntlassungen vorge­nommen. Zur Zeit werden etwa 1500 Mann be­schäftigt. Wie wir erfahren stehen Wiederein­stellungen von Arbeitern zu Anfang Januar 1931 bevor.

Büssing-RAG., (Bereinigte Rutz- kraftwagen A ©., Braunschweig. Wie WTB.-HandelSdienst erfährt, ist die offizielle Gründung der Büssing-RAG-Dereinigung nun­mehr erfolgt. Die Firma der neuen Aktiengesell­schaft lautet: Düssing-RAG (Bereinigte Rutz- kraftwagen AG. mit dem Sitz in Braunschweig und Zweigwerk in Leipzig. Das Kapital beträgt 4 Millionen Mark. Die Gesellschaft nimmt ihre Tätigkeit am 1. Januar 1931 auf.

Miele - Werke . Gütersloh. Abgesehen von verhältnismäßig wenigen Feierschichten tonnten die Mielcwerke AG. in Gütersloh in diesem Zähre ihren betrieb voll aufrechterhalten. Die Firma be­schäftigt heute noch insgesamt mehr als 2000 Per« sonen. Man hofft, auch im nächsten Jahre den bis­herigen Beschäftigungsgrad beibchalten zu können.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a.QU., 23.Dez. Tendenz: schwä­cher. Infolge neuer Bankinsolvenzen und der überwiegend schwächeren Auslandbörsen eröffnete auch die heutige Börse wieder in schwächerer Haltung. Im Dormittagsverkehr war man noch eher etwas freundlicher gestimmt, da die technischen Momente zur Ultimcvorbereitung, die übrigens schon weit vorgeschritten zu sein scheint, der Tendenz einen gewissen Halt bieten konnten. Zu (Beginn der amtlichen Börse lag jedoch wei­teres Derkaufsmaterial vor, wobei man auch wieder A u s l a n d a b g a b e n beobachten konnte. Da auch von außen her neue Glattstellungen vorgenommen wurden, schritt die Kulisse eben­falls zu kleinen Olbgaben, so daß gegenüber der gestrigen Abendbörse überwiegend neue Kurs­verluste zu verzeichnen waren. Die Umsätze hielten sich in Anbetracht der bevorstehenden Feiertage in ziemlich engem Rahmen. Die Kurs­verluste betrugen i.n allgemeinen 1 bis 2 P.vzent Mehr Angebot bestand wieder am Elektromarkt, an dem Gesfürel 2 Prozent, Licht und Kraft und ReichLbankanteile je 1,75 Prozent, Schuckert und Siemens je 1 Prozent niedriger eröffneten. AGG. lagen relativ behauptet. Am Markt der Kunst­seideaktien büßten AKU. 1,5 Prozent und Obern­berg 1,25 Prozent ein. Der verminderte (Absatz in Kunstseide in einigen holländischen Fabriken dürfte b;er zur (Bestimmung be-geirenen haben. Am Chemiemarkt gaben I.-©.-Farben etwa 1 Pro-, nach. Don Kaliaktien setzten Salzdetfurth 2 Pro-, niedriger ein. Der QHontanmarft lag fast leblos, Umsätze waren zu den ersten Qloti'rungen nicht zu beobachten. Am Dankaktienmarkt lagen Reichsbankanteile 1,25 Proz. und Dresdner Dank 1 Prvz. schwächer. Im übrigen ergaben sich nur geringe Veränderungen. Angeboten waren außer­dem Karstadt (minus 2 P oz.) und Schi'fahrts- aktien, die b'.s 1,5 Proz. verloren. Don internatio­nalen Werten gaben C adeaktien 7,25 Prvz. nach. Etwas gebessert eröffneen am Bauunlerneh- mungsmarkt Wahß & Freitag. Arn Anleihemarkt blieben Deutsche Anleihen vernachlässigt. Don fremden 'Werten lagen 'Mexikaner etwas niedri­

ger. Im Qkrlaufe stagnierte baS Geschäft fast vollkommen. Die 5tur,e b.iebcn auf dem niedrigeren Qlineau etwa behauptet. Eftktrvw.r > lagen erneut eine Kleinigkeit niedriger. Karstadt gaben weiter 1 Proz. nach. Am Geldmarkt war der Sah für Tagesgeld auf 5,5 Prvz. erhöht und gesucht. Am Devisenmarkt neigte dieMarkwet - ter zur Schwäche, Schweiz lag weiter fest Man nannte Mark gegen Dollar 4.1930, gegen Pfund 20,3775, London gegen Kabel 4,8561, gegrr Pari- 123,60, gegen Mailand 92,75, gegen QUabri 45,45, gegen Schweiz 25,00. gegen Holland 12,0573.

Berliner Börse.

Derl in, 23. Dez. Unter dem Eindruck de neuen Dankinsolvenz (die DankcrS Trust Eo. os Philadelphia mußte ihre Schalter schließen) hatte die Reuyorker Dörse von SamStag schwach ge­schlossen und auf den heutigen DormittagSver- kchr retardierend eingewirkt Auch daß die übri­gen Dürfen, besonders Zürich und Mailand, recht schwach lagen, fand Beachtung. Demgegenüber stand die Hoffnung, daß die Ultinwoorbereitun* gen und daS sicherlich noch bestehende Dekuvert: in manchen Werten einen gewissen Halt geben müßte. Die ersten Kurse deS heutigen 'Verkehr- neigten dann aber überwiegend zur Schwäche, da die Schweiz wieder als Abgeber auftrat. DaS herauskommende Material hielt sich aber in er­träglichem Maße. Die Umsahtätigkeit war ziem­lich gering, und das Weihnachtsfest warf auch was den GcschäftSumfang anbetrifft schon seine Schatten voraus. Während die Papiere, in denen starker Mangel bestand, relativ gut gehalten, teil­weise auch fester waren, überwogen sonst ein- biS zweiprozcntige Rückgänge. Zellstoff Waldhof ver­loren 3 Prozent, Ehadeaktien büßten 6,75 Mk. ein. Als hoher sind Hamburg-Süd, Zelten, TranS- radio, Thüringer Gas und Deutsche Kabel zu nennen. Anleihen lagen behauptet. Don auslän­dischen Anleihen lagen Sprozenlige Mexikaner 0,25 Prozent höher. Rur Reichsbank lagen geschäftS- los und kaum verändert. Der Pfandbriefmarkt war still. ReichSschuldbachforderungen in mitt­leren Fälligkeiten bis 0,5 Prozent schwächer, frü­here und späte gut gehalten. Am Geldmarkt zo^en die Sätze weiter an. Tagesgeld stellte sich auf 4,75 bis 6,75 Prozent, WonatSgeld auf 7 biS 8,25 Prozent, und (Warenwechsel auf 5,50 Prozent zirka. Rach den ersten Kursen zunächst eher freundlicher, ohne daß das Gefchäft als solcheS eine (Belebung erfuhr, bröckelten die Kurse später wieder leicht ab. Am Elektromarkt kam erneut Material auS der Schweiz heraus. GeSfürel gingen über 2 Prozent unter Anfang zurück, wäh­rend man sonst (Abschläge bis 1 Prozent beobach­ten konnte.

Aus aller Well.

Warenhauseinbruch.

In der letzten Nacht drangen zwei Einbrecher in das Würzburger Warenhaus von <5. Rufchkewitz, Das größte in Würzburg, ein, schweißten Den Bürokafsenschrank auf und stahlen etwa 35 000 Mark, Darunter 4000 Mark in Silber. Sauerstoffschncidbrenner und sonstige Einbruchs­werkzeuge liehen die Täter zurück. Die Bürofenster hatten sie mit großen Stoffballen abgeblendet. Wenn die Finna nicht am Sonntag ihre Angestellten ent­lohnt hätte, wäre die Deute der Einbrecher bedeu­tend größer gewesen.

Schwere Bluttat im Allgäu.

Eine schwere (Bluttat ereignete sich in Böhen bei Memmingen. Der Reffe des DefttzerS Ludwig Kutter, namens Hermann Kutter, überfiel seinen Onkel, verletzte die'en und dessen Haushälterin durch Revolverfchü se schwer unb erschoß den 13jährigen Sohn der Haushälterin. Das Mollv dem Derbre­chen ist darin za erblicken, daß Hermann Kutter sichbeiderErbeseinietzung z g in'ten des Sohnes der Haushälterin übergangen ge­fühlt hat. Der Täter ist flüchtig. D.e beiten Schwerverletzten find ins Krankenhaus überge­führt worden.

Ein Auto in den Rhein gestürzt.

Ein Auto, das von Iffezheim nach Baden- Baden unterwegs war, raste in dem dichten Rebel indenRhein. Der Wagen versanksofort auf den sechs Meter tiefen Grund tes Stromes. Dem Chauffeur gelang es mit übermensch­lichen Kräften unter dem Wasser die Scheiben einzuschlagen und die beiden Insassen des Autos, z'vei Damen, aus dem (Sageninnemu befreien und lebend an die Oberfläch zu , bringen.

Kurszettel der Berliner und frankfurter Börse.

Dir tjmtn den Papieren angcfiihrlen Ziffern geben die nahe der zuletzt beldjloflenen Dividende an - Neich bankdiskvni 5 o f). Lomvardzinsfuß 6 o S)

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Teririche rmoleum .

ata.

100,25

190,25

99,5

Ma'chinendau L.-G .

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29,75

Rat Automobil

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Srenklein & fircnel .

... 8

42,75

42,25

Leonbaro lief - .

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104,75

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Sveurko

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269

268

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... 10

60

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Sehr tRoeb« . .

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Voigt & Haeskrrer . .

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148

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134

136

133

Banknoten.

Berlin, 22 D ierntet

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Ärle.

«mertkani-che Noten ....

4,177

4,197

flelfllfdte Skalen ......

58,34

58,58

Lant'che Noten .......

111,80

112,24

(tufl'iidie Noten .......

20,325

20,405

Rraniu.hmr Noten .......

16,447

16,507

Hollänbilch- «>ten . ......

168,46

169.14

Hinlirnii*-- Noten........

21,88

21.96

Worrocflidtr Noten.......

111,78

112.22

Deunch-Oesterreich * 100 Schilling

58,91

59,15

Skumoni'ch Noten ......

2,48

2.50

Schwebitch Noten .......

112,13

112,57

81.29

81.61

(epaundte Noten ......

44,61

44,79

I'dKdiOLoroatiidie Noten.....

12,398

12,458

Ung «i'che Noten

73,22

73.52

veoifenmarkl Berlin

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22 D-xembci

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168.79

169,13

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Bu n-»Aire«

1.373

1,377

1,365

1,369

rirJ. rinrro

18.535

58,655

53,56

58,68

l£brifttanla

112.05

112,27

112,08

112,30

«ov-'ndaa-n

112.09

112,31

112,09

112,31

Siocldolm -

112,43

112,65

112,4b

112,68

6tlfmfifor5.

10.545

10,565

10,547

10,567

Italien .

21,94

21,98

21,95

21,99

London. .

20.355

20,395

20.357

20,397

j/eunorf .

4.1915

4,1995

4.1925

4.2005

P. riS. . .

16.465

16,505

16.467

16.507

Schweiz ..

sl.42

81.58

81,42

81,58

Soa ün

44.83

44.96

44.41

44,49

<JaDan

2,078

2.082

2,081

2.085

%to de Jan

Dien in l.r

0,403

0,405

0,401

0,403

Ceft. abaeft

59,03

59.15

59,035

59.155

Praa

12,439

12.459

12,441

12.461

^el irad

7,427

7.441

7,426

7,440

Bndavrii. .

73.41

73,55

73,42

73,56

Hul arten

1.038

3,044

3,038

3,044

^tfiabon

18,83

18,87

18,805

18.845

lanva

81,43

81.59

81,43

81.59

Sooft ntta.

1,784

1.789

1,784

1,789

Athen

5,43

5,44

5,432

5,442

Canada

4.184

4.192

4.184

4,192

Utu uaH

3,027

3.033

3,027

3,033

Cairo . .

20,875

20,918

20,875

20,915