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Turnen, Sport und Spiel.

Turner-Siaffellauf ,/RunÖ um Frankfurt".

3n Frankfurt wurde am gestrigen Sonntag von der Arbeitsgemeinschaft der Turnvereine Droh-Frankfurts zum 7. Male der Staffel- laufRund um Frankfurt" auSgetragen. In 20 Klaffen gingen über 2000 Läufer an den Stare. In der Hauptklasse trat der Verte,digcr des Wanderpreises, Polizeisportverein Frank- surt. nicht an. um damit äuhcrlich die Unzu- friedenheil mit der nach seiner Ansicht unge- rcchtserliglen Verlegung deS Laufe- zu zeigen. Als Gast weilte die Kasseler Turn- gemeinde mit zwei Mannschaften in Frank- furt und belegte sowohl in der Hauptklassc a's auch bei der Jugend den ersten Platz, allerdings ouher Konkurrenz. Als zweiter der Hauptklasse kam der frühere mehrfache Sieger Turnver­einVorwärts" ein und gewann damit denOtto-Doldmann-Wanderpreis" zurück. Die übrigen Teilnehmer der Hauptstaffel .spielten nur auf den ersten Wechselstrecken eine Volle. Kassel schüttelte seine Konkurrenten aus halber Strecke ob und siegte unangefochten und ebenso unangefochten wurdeVorwärts" Zweiter.

Ergebnisse:

Hauvtklasse (8100 Meter, 30 Läufer): 1. Kasseler Turngemeinde 16:55,3 (außer Konkur­renz), 1. Tv.Vorwärts" Vocken heim 16:58,3, 2. Frankfurter Tv. 60 17:38,6, 3. Turngemeinde Eintracht 17:46, 4. Tgs. Sachsenhausen, 5. Docken­heimer Xurngcmcinbe.

»-Klasse (5520 Meter, 20 Läufer): 1. ATV. Tuiskonia Frankfurt 11:55, To. Jahn-Grünweih 11:55,4, 3. Tv. Riederrad 12:21,3.

L-Klasse (5520 Meter, 20 Läufer): 1. Tv. Vorwärts II 12:19,2.

Klaffe D (4700 Meter, 16 Läufer): 1. Turn- gemeinde Hanau 10:32,2.

/ Klasse L (2900 Meter, 10 Läuser): 1. Turn- gesellschast Offenbach 6:20.

Klasse F (2900 Meter, 10 Läufer): 1. Turn­gemeinde Praunheim 6:51,2.

Jugend: 1. Kasseler Turngemeinde (außer Konkurrenz), 1. To. Jahn-Grünweih (in Kon­kurrenz).

Domen (1100 Meter, 10 Läuferinnen): 1. Tv Vorwärts" 2:25,4.

Nurmi-Gporifest des (5GG.

DoS .Rurmi-Sportfest" deS SC. Charlotten- burg wurde zu einem sensationellen Erfolg. Lieber 35 OCO Zuschauer verfolgten mit Spannung die einzelnen Wettkämpfe. Im 1500-Meter- L o u f gab es ein Duell zwischen dem Franzosen Ladoumögue und Dr. P e l h e r, das der Franzose in 3:53,7 Minuten vor Dr Pelyer in 3:59 Minuten zu seinen Gunsten entschied. Der 5000-Meter-Lauf war dem Weltrckordler R u r m i nicht zu nehmen, geqen den vergeblich die deutsche Elite anlief. Sturmi benötigte für die Strecke 14:58 Minuten vor Petri (Hannover) 15:21.8 Min. Das Speerwerfen holte sich der Weltrekordmann M. Järvinen mit 66,83 Meter vor Maser und dem wieder einmal ent­täuschenden deutschen Rekordmann Weimann. Die weiteren Ergebnisse sind.

100-Meter-Lauf 1. Pflug, Tv. Schöne­berg. 11 Sek. 300 Meter: 1. Dorchmeyer, Hannover, 35 Sek. Weitsprung: 1. Köcher­mann-Hamburg, 7,38 Meter 200 Meter Hür­den: 1. Troßbach 26 Sek. 4x100 Meter: 1. Hannover 78 42,9 Sek. 4 800 Meter:

1. Preußen Stettin 8:16,7 Min.

Der Fußball im Maingebiet.

In der Gruppe Main zweifelt heute niemand daran, daß die Gruppenrneisterschast auch in diesem Jahre wieder an die Eintracht Frankfurt fallen wird. TieSmal besiegte die Eintracht Germania Dieber mit 11:0 (4:0). Allerdings verlor Dieber in der zweiten Halbzeit seinen Verteidiger Lukas durch eine Verletzung Vach vier Spielen hat die Ein­tracht 22:0 Tore und 8:0 Punkte. Tabellen- zweiter blieben die Offenbacher Kickers. Die auch Rot - Weiß Frankfurt mit 3:2 (2:1) eine Niederlage beibringen konnten. Der FSV. Frankfurt hatte Mühe, in Fechen­heim mit 2:1 (0:0) einen knappen Sieg sicher­zustellen. Der Heuling Fechenheim leistete dies­mal einen wesentlich härteren Widerstand als in den vorausgegangenen Spielen. In Hanau trennten sich FC. 93 Hanau und Union Viederrad mit einem Unentschieden von 1:1 (0:0).

Oie Punktespiele in der Hessen gruppe.

In der Gruppe Hessen gab es gestern insofern eine Untersuchung. daß der Liganeuling Vikto­ria Urberach den ernsthaftesten Konkurrenten des Hessenmeisters Wormalia Worms. SV. Wiesbaden, mit 2 0 (0 0) Toren schlug und damit der Wormalia einen guten Dorspanndienst leistete. Veu-Jsenburg hatte den 1. FC. Langen auf eigenem Platz alS Gegner. Isen­burg mußte sich sehr strecken, um gegen die eifrigen Gäste einen 2 1-(1: l)-ieg herauszu- holen. Weniger schwer hatte es die W o r m a - t i a Worms, die auf eigenem Platze den FED. Mainz 05 mit 4:0 abfertigte.

Ser flcfinoe Zußball in Seffen>Hannovec.

Dorussia Fulda gegen VfB. Gießen 4:0.

Sportv. Kassel gegen Germania Fulda 3:1. Hessen HerSfeld gegen Ockershau'en 3:0. Kurhessen Marburg gegen Spielo. Kassel 1:0. Kurhessen Kassel gegen SC. Göltingen 05 2:0. Einbeck 05 gegen SC 03 Kassel 0:3.

Spvgg Göttingen gegen Groß-Almerode 2:2.

Aener Tornerrelor» im Schlaadallwersen.

Sin DT.-Rekord im Schlagballweitwerfen wurde gestern bei dem frei »offenen Sportfest des Mw. Kremmen von Fräulein Daehne (Frankfurt a. O.) mit 78,30 Meter ausgestellt.

Holland im Golf-Länderkampf geschlagen.

Deutschland siegt mit 7:2 Punkten.

Der Golf-Länderkamps in Frankfurt zwischen Deutschland und Holland endete mit einem über­raschend hohen Sieg von 7:2 Punkten, ein Sieg, den man in dieser Höhe der deutschen Vertretung gegen die spielstarke holländische Mannschaft nicht zugetraut hatte. Dazu kam noch, daß durch den Regen der Boden schwer und ausgcweicht war und so Verhältnisse geschaffen waren, an die die Holländer im Gegensatz zu unseren Spielern gewohnt sind. Deutschland gewann von den sechs Einzelspielen fünf und von den drei Doppel­spielen zwei, so daß das Gesamtergebnis mit 7:2 Punkten zu seinen Gunsten lautete.

Oesterreich schlägt Deutschland 6:5

Oer Handball-Länderkamps in Darmstadt.

Man stand der Ausstellung der DSB.-Mannschaft zu dem gestrigen Länderspiel gegen Oesterreich in Darmstadt es ist das fünfte in der Handball- geschichte dieser beiden Länder von Ansang an* sehr skeptisch gegenüber. Die Befürchtungen haben sich verwirklicht. Die deutsche Mannschaft erreichte niemals das Können, das man von ihr erwartet hatte, und erlitt so eine durchaus verdiente Nieder­lage Das Halbzeitergebnis lautete bereits 3:1 zu- gunften der Oesterreicher. Der Führunastresfer der Oesterreicher fiel in der 10. Minute. Kurz darauf erhöhten die Oesterreicher auf 2:0. Erst als die Oesterreicher mit 3:0 führten, kam Deutschland durch fi a u n b t) n i a zu seinem ersten Gegentreffer. Nach Wiederbeginn lag die deutsche Mannschaft mehr im Angriff Kaundynia war jetzt zum zweiten Male erfolgreich. Vorher hatte man für den ver­letzten Feick dessen Klubkameraden Werner in die Mannschast genommen. Der Kampf wurde jetzt spannender. Oesterreich stellte durch einen Pracht-

schuß von Meist die alte Differenz wieder her. Doch ein Alleingang von Zabel verbessert das Ergebnis auf 4:3. Die Partie wurde sogar durch einen vierten Erfolg von Kaundynia remis. Oesterreich kam durch P e r w e i n zu einem fünften Tor. Abermals war esKaundynia, der gleich­zog und so wenigstens ein einigermaßen besrie- digendes Unentschieden wahrscheinlich fein ließ. Doch die Oesterreicher gaben sich nicht zufrieden, bis der 6. und Siegestreffer fast mit dem Schlußpfiff im deutschen Netz gelandet war.

Der Sieg der Oesterreicher war verdient, sie lie­ferten das bessere und eifrigere Spiel. Bei Deutsch- land erfüllte eigentlich nur der Torwart Cuchra alle Ansprüche, die man an internationale Spieler stellte. Ohne seine ausgezeichneten Leistungen wäre die deutsche Niederlage bestimmt höher ausgefallen. Schiedsrichter Küppers (Köln) leitete den Kampf von 5000 Zuschauern korrekt und einwandfrei.

Oberbeffen.

Mitgliederversammlung des Vorschußvereins Laubach.

2 a u bad), 22. Sept. (Eigner Drahtbericht.) Gestern fand im Saale desSolmser Hofes" in Laubach die Mitgliederversammlung des Vorschußvereins L a u b a d) e. G. m. b. H. statt. Es waren 190 Mitglieder erschienen. Die Ver­sammlung wurde von dem Vorsitzenden des Aus­sichtsrates, Lehrer Römer (Munster) eröffnet. Die Revisoren gaben einen eingehenden Bericht über den Stand der Kasse. Dabei stellte sich heraus, daß ein Fehlbetrag von zirka 200000 Mark vorhanden ist. Nach eingehenden Verhandlungen wurde beschlossen, daß der Vorschußverein zunächst fortbestehen soll. Es soll im Lause dieser Woche mit den Einlegern in einer besonderen Versammlung ein Vergleichsoorschlag an- gebahnt werden. Man will versuchen, die Einleger dahin zu bringen, daß sie die Einlagen auf drei Jahre festlegen. Es wurde noch eine besondere Treuhandkommission gebildet, die die Ver- hältnisse der Kasse nochmals eingehend nachprüfen soll. In der Leitung und im Aufsichtsrat der Kasse wurden folgend? Aender ungen vor­genommen: An Stelle des seitherigen Direktors Stadlrechner Schmidt (Laubach) wurde Eisen­bahninspektor i. R. Henze (Laubach) gewählt; an Stelle des seitherigen Kontrolleurs Kratz wurde K r ö ck (Heuchelheim) eingesetzt. Aus dem Aussichts­rat schieden aus Heinrich H ö g y, jDlto SchmidtII. (beide aus Laubach) und Hahn (Ruppertsburg); dafür wurden neugewählt L. H o h m a n,n sen., Paul Schumann und Karl Rühl. Es wurde noch beschlossen, eine neue Versammlung abzuhal­ten, wenn die Verhältnisse der Kasse durch den ein­gesetzten Treuhandausschuß einer eingehenden Prü­fung unterzogen worden sind und die (Einleger- Versammlung stattgesunden hat.

Landkreis Gießen.

s. Beuern, 21. Sept. Dieser Tage feierte die älteste Einwohnerin unseres Ortes, Frau Friederike Kutscher, geb. Schneider, die Wktwe des Glasers Kutscher, ihren 8 4. Geburtstag.

Abgesehen von Schwerhörigkeit erfreut sie sich noch völliger körperlicher und geistiger Rüstig­keit.

Holzheim, 20. Sept. Einen ernsten 11 n - g l ü ck s f a l l erlitt die 5rau des Weihbinder­meisters Moritz Ohly. Sie holte mit einem Kuh- fuhrwerk Futter. Als sie auf den beladenen Wagen steigen wollte, kam sie zu Fall und zog sich dabei einen Druch eines Schienbeines zu. Ein Auto der Freiwilligen Sanitäts-Kolonne vom Roten Kreuz brachte die Verunglückte nach Gießen in die Klinik.

Kreis Schotten.

V Herchenhain, 20. Sept. Beim ersten Start st ü r z t e heute der Segelflugschüler Hermann Stempel aus Frankfurt a. M., De- rufsschule 1, aus etwa 15 Meter Höhe ab. Der Bedauernswerte trug Kopfverletzungen und Verletzungen des linken Auges, wahrscheinlich auch einen Schädelbruch, davon. Lebensgefahr besteht zum Glück aber nicht. Er wurde sofort dem Gederner Krankcnhause zugeführt.

Preußen.

Oie Beisetzung des Wetzlarer Oberbürgermeisters.

* Wetzlar, 21. Sept. Unter allgemeiner Teilnahme der Bevölkerung fand gestern die Beisetzung des auf so tragische Weise aus dem Leben geschiedenen Oberbürgermeisters Dr. Kühn statt. Die prächtige Friedhofskapelle ver­mochte kaum die Zahl der Trauernden zu fassen. Studentische Chargen hielten während der Trauerfeier an dem überreich mit Krän­zen und Blumen bedeckten Sarg die Ehrenwache. Der evangelische Pfarrer Gütiges zeichnete in ergreifenden Worten ein Lebensbild des Ver­storbenen und verglich ihn mit einem kühnen Hochgebirststouristen, der jäh abstürzte. Der kommissarische Bürgermeister Beigeordneter Dr. Bangert hob die Verdienste des Toten als Verwaltungsbeamter und Stadtoberhaupt her­vor der während seiner 16jährigen Tätigkeit in schwerster Zeit Hervorragendes für die Stadt geleistet habe. Landrat M i ß dankte namens

Die Flugzeugkatastrophc bei Böblingen: Die Flug­zeuge verfangen sich in der Luft.

der Kreisverwaltung und des KreisausschufscS dem Verewigten für die hervorragende Mit­arbeit zum Wohle der Allgemeinheit. Vertre­ter der staatlichen Schulen, der Hospitalverwal- tung und der Arbeiterschaft der Stadt legten Kränze nieder, während die Alten Herren und Aktiven der LandsmannschaftDarmftabtia Gießen und ^Brunsvigia" Leipzig dem Dahin- geschiedenen Durschenband und Burschenmühe mit in das Grab gaben.

Maingau

Frankfurt a. M., 21. Sept. lWSR.) Heute nachmittag brach in einem Lagerschuppen der Fir­ma I. Adler jun. im Osthafen Feuer aus. das sich mit rasender Schnelligkeit ausbreitete. Beim Eintreffen der Feuerwehr hatte das Feuer bereits einen zwe'ten Schuppen ergriffen. "Zelte Schuppen, in denen sich Altgummi und Le­de rabsälle besanten. brann'en vollständig nieder. Fast 500 Quadratmeter Lagerhallen wur­den ein Raub der Flammen. Die Feuerwehr halte mehrere Stunden zu tun, um den Brand zu löschen. Der Schaden ist durch Versicherung ge­deckt.

Der Brand in den Chemischen Werken Albert.

WSN. Mainz, 20. Sept. Zu dem Brand in den Chemischen Werken von Dr. Kurt Albert in Mainz-Amöneburg wird noch folgendes mitgeteilt: Heute früh gegen 4 Uhr entstand, wahrscheinlich infolge Selbstent­zündung, in einem Holzgebäude ein Feuer, das auf das in der Nähe liegende Kolopho­nium- und Faßlager Übergriff. Das b ren­ne n b e Harz ergoß sich in einem breiten Strom- durch das Fabrikaelande auf die Straße nach dem Rhein zu. Die Fabrikfeuerwehr und die Feuer­wehren aus Groß-Mainz und Wiesbaden, fowie der umliegenden Ortschaften bekämpften den Brand mit zirka 35 Schlauchleitungen. Aber erst nachdem im Verein mit den Fabrikarbeitern tiefe Grä­ben ausgehoben worden waren, konnte man das Feuer durch Sandaufwurf größtenteils er­sticken.

Derbrannl sind vier Lagerhallen, eine Schrei­nerei und lausende von Jaffern mit Kolo­phonium. Das eigentliche Fabrikgebäude ist unversehrt geblieben.

Um 7 Uhr morgens war der Brand im wesentlichen gelöscht, so daß nur noch eine Brandwache Zurück­bleiben mußte.

Ein Glück war es, daß die alsbald herbeigeeilten Feuerwehren das angrenzende Terpentin- lager schützen konnten, eine fürchterliche Kata- strophe wäre sonst unvermeidlich gewesen. Auch das Hauptfabrikgebäude konnte gerettet werden, so daß trotz des unaeh euren Schadens, der auf etwa eine Million Mark aeschätzt wird, der Betrieb keine Unterbrechung zu erleiden braucht.

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6497E) Philippi, Bürgermeister.