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Wirtschaft

100

Devisenmarkt Berlin Arankfurl

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Philipp Holzmann . . . . Zementwerk Heidelberg . Cementwerk Karlstadt. . . Wayß & Freytag ....

129

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75,9

9. ®. Farben-Industri« . . Dynamit Nobel.....

Echetdeanftalt......

Goldschmidt ...... RütgerSwerke ...... Metallgesellschaft. . . . .

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A.T.G.. .

Bergmann

Sprechstunden der:-teoaktion.

H.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr Samstag nachmitlag geschlossen.

Erie]' 4,218 58,52 112,37 20,432 16,505 169,46 22,10 112,32 59,405 2,495 112,79 81,96 44,64 12,46 73,50

CL M.

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53,25 65

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den übrigen j nur au Ml W Sttecle ab unangesva

Berlin, 20. (September Amertkaniiche Noten ...... Belgische Noten. .......

Dänische Noten Englische Noten ....... Französische Noten ...... Holländische Noten ....... Italienische Noten........

Norwegische Noten Deutsch-Oesterreich, i 100 Schilling Rumänische Noten.......

Schwedische Noten . Schweizer Noten...... ,

Spanische Noten ........ Tschechoslowakische Noten Ungarische Noten ........

Handhabe, periodische Druckschriften wegen jedes einzelnen Verbrechens auf je höchstens ein Jahr zu verbieten. Die Verbreitung verbotener Druck­schriften soll mit Geld oder Gefängnis bis höch­stens sechs Monate bestraft werden. Voraus­setzung für die Verurteilung ist (im Gegensatz zur Rechtslage in Deutschland) das Wissen des Verbreitenden um das Verbot. Im Strafgesetz sind Vorträge und Mitteilungen, die das Land und seine Einrichtungen und Maßnahmen ver­ächtlich machen und herabsehen, mit Geldstrafen oder mit Gefängnis bis zu höchstens einem Jahre bedroht. Man sieht, daß diese Straf­bestimmungen durchaus nicht übermäßig hart sind. Aber sie werden ihren Zweck bei ver­nünftiger Anwendung voll errechen.

Die außenpolitischen Auswirkungen des scharf ontikommunistischen Kurses in Finnland bedür­fen natürlich der aufmerksamen Beobachtung der

Schultheis Paycnhoser . . Ostwerke fflu . Bemberg Zellstoff Waldhof .... Zellstoff Aschaffenburg . . Charlottenburger Wasser . Dessauer Daimler Motoren . . . . Deutsche Linoleum ... Maschinenbau A.-T. ... Rat. Automobil .... Orenstetn & Koppel ... Leonhard Tietz ....

Sven-ko

Frankfurter Maschinen . . Gritzner enstaedt .... an« echwerke

Mainkraftwerke Höchst a. M. Mtag Gebe. Roeder . . . . * . Boigt & Haeffner .... Süddeutsche Zucker . . .

finnländischen Regierung. In Schweden und in den Randstaaten hat man, auch wenn in den einzelnen Ländern Llngesehlichkeiten ver­urteilt werden, volles Verständnis für die Volks­bewegung gegen den Bolschewismus, und man begrüßt es, daß in Finnland ein Damm gegen die bolschewistische Krankheit errichtet worden ist. Sowjetrußland freilich steht ganz an­ders. Es hatte schon vor einiger Zeit in einer Rote an die finnische Regierung in sieben Fäl­len um Aufklärung gebeten. Diese Rote ist von Finnland bisher noch nicht beant­wortet worden, weil die finnländische Re­gierung immer noch ohne Antwort auf eine schon früher obgesandte Rote an die Sowjets geblieben ist, in der um Aufklärung wegen des Todes eines finnländischen Ingenieurs in einem sowjetrussischen Gefängnis ersucht wurde.

Geld

4,198 58,28

111,93 20,352 16,445 168,78

22,02 111,88 59,165

2,475 112,35

81,64 44,46

12,40 73,20

Kursverlust erlitten wieder Deutsche Linoleum mit minus 4,5 Prozent, ferner Zement Heidelberg, die 3,75 Prozent nachgaben. Montan- und Bank­aktien waren durchschnittlich 1,5 Prozent, Schiff­fahrtswerte 2,5 Prozent abgeschwächt. Am Markte der Kaliaktien lagen Salzdetfurth 2,5 Prozent, Westeregeln 1,25 Prozent niedriger. Kunstfeide- akticn waren bis 3 Prozent gedrückt. Zellstoff- werte lagen bis 1,5 Prozent niedriger. Von lokalen Papieren waren Metallaesellschaft und Scheideanstalt behauptet. Deutsche Anleihen waren etwas schwächer. Am Markte der Anleihen lagen Türken im Angebot und niedriger. Im Verlaufe hielt das Angebot zunächst an; die Kurse gingen weiter etwas zurück. Später machte sich jedoch ein gewisses Deckungsbedürfn's geltend. Es konnten sich leichte Kurserholungen durchsetzen. Am Geldmarkt war Tagesgeld unverändert mit 3 Prozent festgesetzt. Am Devisenmarkt hielt die Rachfroge nach Devisen an, so daß der Markkurs eine Abschwächung erfuhr. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1980, gegen Pfund 20,40, gegen Paris 123,72, London gegen Kabel 4,860 250, gegen Mailand 92,83, gegen Madrid 44,45, gegen Schweiz 25,0440, gegen Holland 12,0550.

Berliner Börse.

Berlin, 22. Sept. Entgegen den Erwartun­gen des heutigen Vormittagsverkehrs, daß nach den beruhigenden Erklärungen der Reichsregie- rung nun auch an den Effektenmärkten die Ab­wärtsbewegung zum Stillstand kommen und die starke Abgabeneigung des Auslandes nachlassen werde, lagen zu Beginn der offiziellen Börse bei den Danken doch überwiegend Ver­kaufsorders vor. Die Erholung der deut­schen Anleihen im Ausland scheint ebenfalls nur vorübergehender Ratur zu sein, denn heute Wurden aus London schon wieder |toä d) e r e Kurse geneidet. Man nannte fut die Poung-Anleihe eine Rotiz von zirka 77 Prozent. Auf Grund des vorliegenden Effek­tenangebots schritt nun auch die Spekulation ihrerseits zu Exekutionsverkäufen, so daß K u r s° rückgänge von 1 bis 3 Prozent ein» traten. Darüber hinaus lagen Schiffahrtsaktien. Salzdetfurth, Deutsche Linoleum, Akkumulatoren, Rhemisch-Westfälische Elektrizität, Schuckert, Ber­ger, Tietz usw. bis zu 5 Prozent gedrückt. Sprit- werte verloren 6,5 resp. 8,25 Prozent. biefen Abschlägen gegenüberstehenden Erholun- gen waren ganz vereinzelt und gingen auch nur bei Aschaffenburger Zellstoff und Schubert & Salzer über 2 Prozent hinaus. Eine ganze Reihe von Werten erreichte durch die heu- tigen Verluste lange nicht innegehabte ? Besonders in Farben, in Rhei­nisch-Westfälische Elektrizität und Schiffahrts­aktien wollte man größere Abgaben des Auslandes beobachten. Am Pfandbriefmarkt kam weitere Ware heraus, doch hofft man größere Kursverluste vermeiden zu können' Reichsschuldbuchforderungen waren ebenfalls an- geboten. Deutsche Anleihen und Ausländer we­nig verändert. Mexikaner etwas schwächer. Der Geldmarkt lag wenig verändert. Tagesgeld lag mit 3,5 bis 5,5 Prozent eher etwas leichter. Monatsgeld aog auf 4,75 bis 5,25 Prozent und ljercn£eIt auf 6 Prozent an. Warenwechsel mit ch75 Prozent nominell. Im Verlaufe gingen die Murfe unter leichten Schwankungen weiter zu­rück. Schubert & Salzer gaben ihren Anfangs- gewlnn voll wieder her und verloren darüber hinaus noch 0,5 Prozent. Schlesische Bergbau Zink, die auf kleine Abgaben zunächst mit Mi­

nus-Minus-Zeichen notiert worden waren, tour* den später mit 43 nach 47 Prozent festgesetzt. Auch Julius Berger gaben im Verlaufe um wei­tere 3,5 Prozent nach. Hirsch Kupfer, die schon anfangs 1,5 Prozent höher lagen, zogen später um weitere 1,5 Prozent an.

Frankfurter Schlachtviehmarkt, i

Frankfurt a. M., 22. September. Auftrieb: Rinder 1312 Stück; darunter 314 Ochsen, 135 Bul­len 430 Kühe, 373 Färsen; Kälber 437, Schafs 90 Schweine 5369. Rinder. Ochsen: vollflei­schige. ausgemäste!e, höchsten Schlachtwert?: jün­gere 58 bis 62. ältere 53 bis 57, sonstige voll­fleischige jüngere 48 bis 52; Bullen: jüngere, voll­fleischige, höchsten Schlachtwerts 54 bis 58, son­stige vollfleischige oder ausgemästete 49 bis 53; Kühe: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlacht­werts 48 bis 50, sonstige vollfleischige oder aus­gemästete 43 bis 47, fleischige 38 bis 42. gering genährte 32 bis 37; Färsen (Kalbinnen, Iung- ^tnder): vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 59 bis 62, vollfleischige 55 bis 58. fleischige 50 bis 54. Kälber. Beste Mast- und Saugkälber 78 bis 82, mittlere Mast- und Saug­kälber 73 bis 77, geringe Kälber 66 bis 72. S ch w c ine. Vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 62 bis 64, von etwa 200 bis 240 Pfund Lebendgewicht 63 bis 65, von etwa 160 bis 200 Pfund Lebend­gewicht 63 bis 65, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 61 bis 63, Sauen 50 bis 54. Marktverlauf: Rinder anfangs rege, zum Schluß stark abflauend, ge­ringer Äeberstand. Schweine ruhig, geringer Heber ft anb. Kälber und Schafe ruhig, ausver­kauft.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 22. Sept. Der hiesige Produktenmarkt eröffnete die neue Woche in weiter flauer Haltung. Es herrschte weitgehende Unsicherheit, da über die Weiterentwicklung der innerpolitischen Lage noch keine Klarheit besteht. Das Angebot in Inlandware ist zwar etwas zu- rückgegangen, es ist jedoch immer noch zu groß. Di« Gebote lagen wesentlich niedriger, so daß die Preise für Weizen um 2 Mark und für Rogges um 4 bis 5 Mark niedriger festgesetzt wurden. Auch am Mehlmarkt war die Haltung flau. Um­sätze kamen nur ganz vereinzelt zustande. Futter­mittel lagen ebenfalls schwächer. Kleie war trotz einer Preisermäßigung kaum unterzubringen. Einiges Interesse bestand für Hafer und Gerste. Es wurden notiert: Weizen (Hessen und Provinz Hessen-Rpssau) Hektolitergewicht von 75 Kilo 241,50 bis 243; Roggen (Hessen, Prov. Hessen- Rassau und Unterfranken) 165 bis 166; Hafer, in­ländischer (neue Ernte) 162,50 bis 165; Weizen­mehl. süddeutsches Spezial 0 39,75 bis 40,50; Roggenmehl 27,25 bis 28,25; Weizenkleie 6.25; Roggenkleie 6.25 bis 6,50; Erbsen 28 bis 40; Linsen 32 bis 68; Heu. süddeutsches 5,50 bis 6; Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreht 2,25 bis 2,50; gebündelt 2; Treber, getrocknet 10,50 bis 11. Tendenz: flau.

Frankfurter Eiermarkt.

Frankfurt a.M., 20. Sept. Marktlage: Die feste Stimmung, die seit einigen Tagen herrscht, vielt auch zum Wochenschluß an, wobei sich meist weitere Preissteigerungen ergaben. Die Umsatz- tätigfeit konnte sich nach anfangs schleppendem Geschäft ebenfalls leicht bessern. Es notierten in Pfennigen per Stück: Bulgaren 10,75 bis 11; Jugoslawen 10 bis 10.25; Rumänen 10 bis 10,25; Polen 8,25 bis 8,50; Holländer 12,50 bis 15; Dänen 12,50 bis 14,50; Belgier 13 bis 13 25- Schlesier 11 bis 12; Bayern 10,75 bis 11; Ro'rd- ^utschs 11,50 bis 13. Auslandeier unverzollt ab Grenzstation, Inlandeier ab Station.

* Der Großhandelsindex. Die auf den Stichtag des 17. September berechnete Groß- handelsindexziffer des Statistischen Reichsamts ist mit 123,0 gegenüber der Vorwoche (123,5) um 0,4 Prozent zurückgegangen. Von den Haupt­gruppen hat die Indexziffer für Agrarstoffe um 1,0 Prozent auf 114,1 (Vorwoche 115,3), die In­dexziffer für industrielle Rohstoffe und Halb­waren um 0,3 Prozent auf 116,3 (116,6) und die Indexziffer für industrielle Fertigwaren um 0,1 Prozent auf 148,3 (148,4) nachgegeben. Die Indexziffer für Kolonialwaren ist um 0,2 Pro­zent auf 108,3 (108,1) gestiegen.

Bon der Frankfurter Börse. Vom 1. Oktober ab wird die Rotiz für 6,5prozentige Deutsche Reichspost-Schatzanweisungen, rückzahl­bar am 1. Oktober 1930, und 6,5prozentige Preu­ßische Staatsschahanweisungen, rückzahlbar am 1. Oktober 1930, eingestellt.

* Aufhebung der hessischen Berg­werksdirektion Wölfersheim. Rachdem die staatlichen Braunkohlenbergwerke in Ober­hessen an die Preußische Elektrizitäts-AG. ver­äußert worden sind, wird die hessische Bergwerks- direktion Wölfersheim mit Wirkung vom 1. Ok­tober 1930 aufgehoben. Die Abwicklung der Ge­schäfte wird von diesem Tage ab im hessischen Finanzministerium bearbeitet.

* Keine Fusion Danatban kD resb- n e r Bank. Die Gerüchte, die von einer bevor­stehenden Fusion der Dresdner Bank und der Darmstädter und Rationalbonk wissen wollen entbehren, wie WTB.-Handelsdienst auf Anfrage von beteiligter Seite erklärt wird, jeglicher Grundlage.

* Eduard Beit von Speyer 70Iahre alt. Der Seniorchef des Bankhauses Lazard Speyer-Ellissen, Frankfurt a. M.-Berlin, begeht am heutigen 22. Sept, seinen 70. Geburtstag. Der Subtlar, der der Firma seit 38 Jahren angehört, ist Vorsitzender der Frankfurter Bankiervereini­gung, Mitglied des Börsenvorstandes und des Bezirksausschusses der Reichsbank. Als Vertreter seiner Firma gehört er dem Aufsichtsrat einer grober deutscher Aktiengesellschaften an. Eduard Beit von Speyer hat sich auch um die Förderung der Wissenschaft sehr verdient ge­macht; er ist Ehrenbürger der Universität Frank- urt a. M. und Mitglied ihres Kuratoriums.

Frankfurter Börse.

F r a n k f u r t a. M., 22. Sept. Tendenz: schwach. Die Hoffnung, daß nach den beruhigenoen Er­klärungen der Reichsregierung hinsichtlich der mnlosen Putschgerüchte im Auslande und auf die Kurserholungen der deutschen Werte in Reu- York eine etwas freundlichere Stimmung plah- greifen würde, erfüllte sich nicht. Die Börse er­öffnete die neue Woche in weiter schwacher Haltung. Die anhaltende Ungewißheit über die zukünftige innerpolitische Entwickelung läßt nach wie vor eine ruhigere Stimmung nicht auf­kommen. Das von Ausland- und Publikumseite herauskommende Material traf dagegen wieder auf einen kaum aufnahmefähigen Bk a r 11, so daß die ersten Kurse gegenüber dem Schluß von Samstag erneut 1 bis 3 Prozent nied­riger lagen. Verschiedentlich konnte man Inter- ventionstätigkeit der Danken beobach­ten- Farben lagen 3 Prozent schwächer, um später erneut 1 Prozent nachzugeben. Am Elektromarkt konnte man vor allem Licht & Kraft und Siemens mtt Abschwächungen von je 3,5 Prozent bemerken; diese Werte waren angeboren. AEG. verloren 1,5 Prozent, Lahmeyer 2 Prozent. Einen größeren

"Be

Ch. c in

Briefkasten der Redaktion.

lRechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

6. p. in Beuern. Thüringen hat drei Minister. Seit dem 23. Januar 1930 bilden Landvolkpartei, Rationalsozialisten, Wirtschaftspartei, Deutsch, nationale und Deutsche Dolkspartei oie Regie­rung. Ministerium der Finanzen: Daum (Land­bund), Inneres und Volksbildung: Frick (Ra- tionalsozialist), Justiz und Wirtschaft: Kästner (Wirtschaftspartei). Staatsräte sind Warscb- ler (Rat.°Soz.), Kien (Deutschnatl.), Fürth (Wirtschaftspartei), Dauer (Deutsche Volks­partei), P o r t h (Landvolkpartei).

1. Hassele renz».

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Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Dl° hinter den Pap!°r°n °ng-führ.-n Zissern geben bk Höhe der zuletzt b°W°ll-n-n Ltuidenbe an. - R°ich-ban,bls,°n, 4 °.H., Lombarbzln-futz 5 °,H.

Banknoten.

der Lappobewegung hatte den Gedanken eines allgemeinen bürgerlichen Wahlver - bandes propagiert, aber dieser Plan ist nur teilweise verwirklicht worden. In den meisten der 16 Wahlkreise wurden alle oder fast alle bürgerlichen Listen vereinigt. Cs handelt sich um die Schwedische Volkspartei, die Sammlungs­partei (finnifche Konservative), Agrarpartei und Fortschrittspartei. Diese letzte vor allem ist es, die mit der Lappobewegung nicht allzu stark sympathisiert, und auch die Agrarier machen ihre Vorbehalte, weil es eine nur aus Agrariern be­stehende Regierung war, die die Lappobewegung zum Rücktritt zwang.

Das große Ziel der Wahlen vom 1. und 2. Ok­tober ist d i e Erringung einer Zwei­drittel-Mehrheit der bürgerlichen Seite über die Linke. Von den 200 Man­daten des finnländischen Reichstages hatten bis­her die Sozialdemokraten 59, die Kommunisten 23. Es fragt sich nun, ob die bürgerlichen Par­teien die in Zukunft fortfallenden kommunistischen Mandate für sich zu erobern vermögen. Die Zweidrittel-Mehrheit ist so besonders wichtig, weil die von der neuen Regierung bereits einge­brachten jetzt aber ruhenden antikommu- nistischen Gesetzesvorlagen zu ihrer Annahme der qualifizierten Mehrheit bedürfen. Vis jetzt ist die Verdrängung der Kommunisten aus dem Reichs- und den Gemeindeparlamenten gesetzlich noch nicht sanktioniert. So konnte es geschehen, daß die Kommunisten auch jetzt noch in einigen Wahlkreisen eigene Kan­didaten aufgestellt haben, und daß diese Kan­didatenlisten sogar anerkannt wurden. Aber frü­her oder später werden diese Leute dennoch irgendwie als nicht wählbar erklärt werden. Es dürfte ausgeschlossen sein, daß ein Kommunist im neuen Reichstag Sitz und Stimme erhält.

Die vorliegenden Gesetzentwürfe, um die es im kommenden Reichstag geht, sind interessant als ein Bespiel für den Versuch der gesetzlichen Ausschaltung einer Partei, die zweifellos mit landesverräterischen Absichten umging. In der Begründung für die Aenderung der finnlän­dischen Reichstagsordnung sowie der Gemeinde- und Wahlgesetze wird ausgeführt, daß die bis­herigen Gesehesverordnungen über die Wähl­barkeit es zuließen, daß gewisse, der herr­schenden Rechts- und Gesellschaftsordnung feind­lich gesinnte Kreise Personen in die Volksver­tretung wie in die Gemeindeverwaltung ein­gesetzt haben, die, einem von außen kom­menden Einfluß unterworfen, die Volksfreiheit au zerstören und die Rechts- und Gesellschaftsordnung umzu stürzen versuchten. Da die Regierung, wie sie erilärt, es nicht für moglid) gehalten hat, Beschränkungen des Stimmrechtes vorzuschlagen, so habe sie es für natürlich gehalten, daß es vertrauenswürdigen Mitbürgern wenigstens nicht gestattet sei, die Initiative zur Aufstellung von Kandidatenlisten für staatliche und kommunale Wahlen zu ergrei­fen. Darum heißt es im Gesetz über die Ver­änderung der Reichstagsordnung (und dement­sprechend im Kommunalgeseh): »Wählbar ist in­dessen nicht, wer zu einem solchen Verein, Orgamfafion oder sonstigen Verband gehört, in dessen Zielen der mittelbare oder unmittelbare gewaltsame oder sonst ungesetzliche Umsturz der finnischen Staats- oder Gesellschaftsordnung enthalten ist, oder wer einen solchen Verein, solche Organisation oder solchen Verband re­präsentiert, sowie ferner auch nicht, wer iw sonstiger Weise bewiesen hat, daß er Mah- nafjmen begünstigt, durch welche der erwähnte Zweck angeftrebt wird."

3n dem neuen Gesetz zum Schutze der Repu- 'blik wird vom Kommunismus gesagt:Er ver- halt sich den grundlegenden patriotischen, reli­giösen und ideellen allgemein menschlichen Wer- - ten gegenüber vollkommen ablehnend. Ein Volk )as sich dieser Werte und seines eigenen Be- teh^is bewußt ist, kann demgegenüber nicht gleichgültig sein am allerwenigsten ein Volk >as in fühlbarer Weise die kommunistischen Ein- lusse hat erfahren und feststellen müssen, daß die für ordnungsmäßige Verhältnisse beabsich- tlgte Gesetzgebung nicht ausreicht, um das ver­derbliche Treiben zu verhindern." Zu deren Bekämpfung räumt der Entwurf des Gesetzes -um Schuhe der Republik der Regierung die Vollmacht ein, alle diejenigen Maßnahmen zu verordnen, welche zur Abwehr der Gefahr oder zum Schuhe der Ordnung unentbehrlich sind. Der finnländische Reichstag, dem solche Ver­ordnungen zur Kenntnis zu bringen sind, soll

echt haben, ihre Aufhebung zu verlangen.

Eine Aenderung des Pressegesetzes bietet die

®eltr. LieferungSgesellfchafl. 10 Licht und ftraft io Felten & Guilleaume . . , IV.

Gesell,chaft für Elektrische

Unternehmungen .... io Hamburger Elektrizitäts-Werke 10 Rheinische Elektrizität .... 0 Schlesische Elektrizität. ... 10 Schuckert & So. .... . n Siemens & Halske . . . 16 TranSradto ........ s Lahmeyer« Co.. .... 10

Buderus &

Deutsche Erdöl ...... 6

Essener Steinkohle ..... 8 Gelsenkirchener ...... 8 Harpener O Hoesch Eisen . 6y, Ilse Bergbau ...... 10 Klöcknenverke ....... 7 Köln-Neuessen ....... 7 ManneSmann-Röhrea .... 7

Mansfelder Bergbau .... 7 Oberschles. Eisenbedarf .... 6 Oberschlcs. Kokswerke. .... 7 Phönix Bergbau 6y, Rheinische Braunkohlen . . 10 Rhetnslahl . 6 Riebeck Montan ..... 7,2

Frankfurt a. DI.

Berlin

Schluß» fürs

1-tlht- Äurd

Schluß« fürs

Anfang- Kurs

Datum

20 9

22 9.

20 9.

22. 9

6% Deut,ehe ineichsameiye

von 1927 .........

88,25

88,4

1% Deutsche ReichSanleihe

von 1929 ..........

100,4

Deutsche Anl.-M>lös.-Schuld mit

101

Auslos.-Rechten.......

DeSgl. ohne AuSlos.-Rechte . . .

60,1 7

59,75

6,85

60,25 7

60

6% Hess. Bolksstaat von 1929

(rückzahlb. 102%)......

eberhellen Provinz. Anleihe mil

89

Auslos.-Rechten.......

Deutsche Komm. Sammelabl.

Anleihe Serie 1......

8% Franks. Hyp.-Bank Goldpse.

59

*

XIII unkündbar bis 1934 . . .

96

7% Franks. Hyp.-Bank Goldpse unkündbar bis 1932 .....

89

*¥i% Rheinische Hyp.-Bank

fifqu. Goldpse.........

88,25

8% Pr. Landespsandbriesanstalt,

Psandbriese R. 17......

102

102

8% Pr. Landespsandbrtefansialt,

Komm.-LbI.R. 20......

98

7% Pr. Landespsandbriesanllall.

98

Pfandbriese R. 10......

A.E.G. abg. BorkriegS-Obligatio.

97,5

97,5

nen, rückzahlbar 1932 . . .

93,5

4% Oesterretchtsche Goldrente . . 4,20% Oesierreichische Stlberrente

28

27,81

4% Oetterreichilche Einheitliche

«% Ungarische Goldrente ....

24,5

24J

1,95

4% Ungarische StaatSrente V. 1910

24,4

d%% bcigL öon 1913.....

19,5

4% Ungarische kronenrente . . .

2

2,05

5,2

20,5

4% Türkische Zoll anleihe von 1911

5,2

5,25

4% Türkische Bagdadbahn-Anl

Serie I ..........

5,25

5,25

5,25

5,25

4% deigl. Serie II.......

t>% Rumänische vereinh. Rente

_

9,3

4%% Rumänische vereinh. Rente

*

SON 1918 ......

15,65 7,3

15,6 7,3

15,7 7,3

1% Rumänische vereinh. Rente .

Frankfurt a. Dl.

Berlin

Schluß­kurs

1-ilhr- Kürs

Schluß­kurs

Anfang-

Datum

20 9

22 9

20. 9

22 9

Vamburg-LmettkaBalei . .

i

84,75

82

R3 7S

"

Hamburg-Südam. Dampfschiff

. 8

Hansa Dampfschiff.....

10

_

127

83 6S

126,5

80,75

105,25

112,5

133,25

121,5

168

Norddeutscher Lloyd ....

8

83,5

81

Allgemeine DeutscheCreditanst. 10

105,5

105,28

Barmer Bankverein ....

10

112,$5

112,5

Berliner Handelsgesellschaft .

12

135

135'25

Commerz- und Privat-Bank.

11

123

121,5

122,75

Darmstädter und Nationalbank

Deutsche Bank und

12

170

170,5

Disconto-Gesellschast, . . . Dresdner Bank ......

10

10

118,25

119

230,5

117,75 118

118,5

118,5

230

118

RetchSbank ........

12

118

227

Frankfurt a. Dl.

Berlin

Schluß­kurs

1-Uhr- Kurs

Schluß- kurs

Anfang- Kurs

Datum

20. 9.

22 9

20 9

22 9.

Bereinigte Stahlwerke Otavt Minen .... Kaliwerke Aschersleben Kaliwerke Westeregeln Kaliwerke Salzdetfurth

- - 16'/.

. . . 10 . . . 10 . . . 16

73

193 196,5 298,5

195,5

296

72,75

32,75

192,5

196,75

299

72

32,6

191,5

196,25

295

99,75

78,75

76

20 September

22 September

Amtliche Jloilerung

Amtliche

Dotierung

56

Geld

3rlei

Geld

Erie]

'Jlmft.- Rott.

168,95

169,29

169,03

169,37

_

215,25

907

Buen.»AireS

1,512

1,516

1,508

1,512

169

162,5 71.75

Brff.°Antw.

58,435

58,455

112,35

58,465

58,500

71

72,5

Christiania.

112,13

112,15

112,37

83,5

80,5

122

Kopenhagen

112,18

112,40

112,23

112.45

120,75

124

Stockholm .

112,60

10,547

21,955

112,82

112,64

112,86

89

86,25

90,25

86,25

HelNngforS. Atalien. . .

10,567

21,995

10,553

21,97

10,573

22,01

122,4

25,9

155

36,65

12,65

120

London. . .

Reupork . .

20,372

4,9115

20,412

4,9950

20,377

4,193

20,417

4,201 16,505 81,555

45,75

150

151,5 37

Daris.... Schweiz . . Spanien. .

16,465

81,355

45,20

16,505

81,515

45,30

16,465

81,395

45,65

53

126 300

21,5

30

' 32

97

79,5

151,75

135

52

Japan . . . Rio de Jan. Wien in D--

2,071 0,422

2,075 0,427

2,074

0,4215

2,078 0,4235

32

96

1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1

Oest. obgest Prag .... Belgrad . . Budapest. . Bulgarien . Lissabon . . Danzig. . . Äonftanttn. Athen. . . Tanada . . Uruguay. . Tatro . . .

59,195 12,443

7,431 73,40 3,039

18 83 81,49 1,784 5,445 4,196 3,447

20,885

59,315 12 463

7,465 73,44 3,055 18,47 81,85 1,789 5,455 4,204 3,453

20,925

59,215 12,451

7,433 73,41

3,039 18,83 81,51

1,784 5,445

4,197 3,447 20,90

59,335 12,471

7,447 73,55 3,045 18,87 81,67 1,789

5,455

4,205 3,453 20,94