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Aus der Provinzialhaupistadt.

Gießen, den 22. Mai 1930.

Wohltätigkeitsfestspiele.

Am Sonntagnachmittag und -abend brachte der Frauenverein vom Roten Kreuz für Deutsche über See, Ortsgruppe Gießen, zugunsten der Ausländsdeutschen in Paraguay in der Volkshalle ein Märchcn- schauspiel in 6 Akten: .D i e Königs­kinder" von Pohl-Prandl zur Aufführung. Leider wurde der Besuch der beiden Veranstal­tungen durch die ungünstige Witterung wesent­lich beeinflußt, was abgesehen von dem guten Zweck der Veranstaltung um deswillen be­dauerlich war, weil die umsangreichen Vorbe­reitungen ein volles Haus verdient hätten.

Die Rachmittagsveranstaltung wurde eröffnet mit einem flotten Marsch, dargeboten von Mit­gliedern des Mandolinen- und Gitarrenvereins Reapolita", die auch die einzelnen Pausen durch gute Musikvorträge in bester Weise ausfüllten. Hierauf entbot Frau Provinzialdirektor Graes als Vorsitzende des Frauenvereins vom Roten Kreuz für Deutsche über See, Ortsgruppe Gießen, den Erschienenen herzlichen Willkommgruß. Sie führte u. a. auS:Deutsch sein und bleiben ist auch heute wieder die Losung bei unserem Feste, das wir. wie alle Jahre, unserer fernen Brüder und Schwestern gedenkend, ihnen in ihrer Rot zu helfen geben. Habt deutschen Dank, der aus tiesstem Herzen kommt, für euer Erscheinen! Ja, die Rot ist groß, auch überm Wasser. Besonders in Paraguay, wo 12 000 Deutsche um ihr tägliches Brot und für die Gesundheit ihrer Familie kämpfen. Sie haben dort keine deutsche Hilfe, keine deutschen Schwestern, Aerztc, Pfarrer oder Lehrer. Die deutschen Kinder sterben in Massen weg, da sie keine Pflege haben, ebenso die deut­schen Frauen. Sie haben auch kein Geld, eine Schwester usw. zu bezahlen. Der Landesverband Hessen hat sich daher entschlossen, eine Schwester nach Paraguay zu senden und die Kosten hierfür zu übernehmen. Die Ortsgruppe Gießen hat sich verpflichtet, hierzu einen Teil beizutragen. Der Reingewinn unseres Festes ist hierfür be­stimmt. Herrlich ist es, daß heute sich hier 100 Schulkinder zur Verfügung stellten, um uns bei unserer schweren Ausgabe zu Helsen. Wir kom­men nur einmal im Jahre, um euch zu bitten: Vergeht auch unsere fernen deutschen Brüder und Schwestern nicht, laßt nicht so viel Deutsche ohne deutsche Hilse zugrunde gehen, helft auch diesen einmal im Jahre!" Hierauf fand die Aufführung des MärchenschauspielsDie Königskinder" statt. Die Leitung lag in den Hän­den von Direktor Hermann Kappenmacher (Frankfurt a. M.), der unter Mitwirkung von etwa 100 Schülern und Schülerinnen der hiesigen Lehranstalten anerkennenswerte Darbietungen herausbrachte. Don den einzelnen . Rollen, die gut verteilt waren, verdient vor allem der äln- hold Geron (gespielt von Direktor Kappen- macher- besondere Erwähnung. Auch Prinz Edelbcrt, dessen Stiefmutter und Stiefschwester, die Prinzessin Vergißmeinnicht, die Feenkönigin, Vater KlauS, der Berggeist und alle die vielen kleinen Rollen wurde in bester Weise dargeftellt. Dazwischen wirkten die Tänze und Lieder, von Sri. 'S) cd er auf dem Klavier begleitet, recht nett. Die einzelnen Bühnenbilder waren ge­eignet, die Zuschauer in die Märchenwelt zu versehen. Dor dem Schluhbild erfreute einer der Mitwirkenden durch ein vaterländisches Gedicht, als dessen Ausklang am Schluß der Aufführung von der Kapelle das Deutschlandlied gespielt wurde, in das die Besucher der Deranstaltung einstimmten. Rach der Aufführung wurden die Mitwirkcnden bewirtet, auch sorgte eine Tom­bola für entsprechende Belebung.

Am Abend fand eine Wiederholung des Mär­chenspiels statt: außerdem wurde der tanzlustigen Jugend Gelegenheit zur Unterhaltung geboten. .

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* Alicefrauenverein vom Roten Kreuz. Am Dienstagnachmittag fand in den oberen Räumen des EafE Astoria eine Zu­sammenkunft des Hauptvereins Darmstadt mit den Zweigvereinen Oberhessens bzw. deren Vor­sitzenden statt. Eine intensive, inhaltsreiche Ar­beitsbesprechung entwickelte sich, die besondere Anregung durch die neu auf gegriffenen Arbeits­gebiete des Hauptvereins fand, aber leider nicht in vollem Maße auf kleinere Verhältnisse über­tragbar sind. Jeder Zweigverein berichtete von seiner Tätigkeit und ein reger Erfahrungsaus­tausch bereicherte in der wertvollsten Weise die Aufgaben des Roten Kreuzes. Dor segens­reiche Erfolg der Arbeit, auch die Freudigkeit der Arbeit prägte sich in den Berichten aus und unentwegt wird die Linderung der Rot unserer Mitmenschen die Vereine beseelen, wozu die stille Mithilfe der Freunde des Roten Kreuzes er­beten wird.

" Der Bezirksverein Rord - Ost hielt am Montag im Cafä Leib seine ordentliche Gene­

ralversammlung ab. Der 1. Vorsitzende, Etadt- ratsmitglied Lchteiedcr. begrüßte die ver­hältnismäßig gut besuchte Versammlung. Der Schriftführer, Buchhändler Pfeiffer, erstattete hierauf Bericht über die Tätigkeit deS Vor­standes in den zwei abgelaufenen Gefchäfts- jobren. Es war daraus zu entnehmen, daß die Beseitigung der letzten alten Dammstraßehäuser und somit die Erweiterung dieser Straße noch in diesem Jahre erwartet wird. Weiterhin erhofft man noch in diesem Jahre die Fertigstellung der 60 Wohnungen in der Schwarzlach. Bedauert wird, daß infolge der allgemeinen Finanznot das Stadtviertel von den Hauptverkehrsstraßen der übrigen Stadt nach wie vor durch den Engpaß am Kirchenplatz abgeriegelt bleibt. Der Bericht schloß mit Dankcsworten an die Mitarbeiter, die Stadtverwaltung und die Presse, und for­derte auf, weiter zu kämpfen zur Wahrung der berechtigten Interessen von Rord-Ost zum Ge- samtwohl der Stadt Gießen. Der Kassenbericht zeigte eine erfreuliche Dostandszunahmc: dem Rechner, Herrn B i n d e w a l d, wurde Entlastung erteilt. Darauf wurde der Vorstand in der seit­herigen Zusammensetzung wiedergewählt.

" Vortrag in der Christengemein- schäft. Man berichtet uns: Auf Einladung der Christengemeinschaft sprach am vorigen Don­nerstag in der Universität Dr. I. Jerk, Kopen­hagen, über das Thema: .Götterdämmerung und Auferstehung im nordischen Geistesleben". Die Welt der nordischen Götterkräfte, die Welt der allen Mystik und Magie, wie sie noch in den Sagas und in den Volksliedern lebte, fei nicht mit jenen Zeiten untergegangen. Sie lebe weiter in den großen Gestalten des nordischen Geistes­lebens, in Ibsen, Grundtvig, Strindberg usw. Ihnen allen gemeinsam sei das Zugekehrtsein zu einer inneren Welt, das Erleben des Göttlich- Geistigen als bildhaft, wesenhaft erscheinend. Aus solchen Erlebnissen schöpsten sie die Kraft, die Inspiration für ihr äußeres Wirken. Hnt> was früher Kraft der Vergangenheit war, wird Richt­linie für die Zukunft. So gestaltet sich diese Zu­kunftshoffnung bei Ibsen in der von ihm aus­gesprochenen Hoffnung auf dasdritte Reich", auf die Versöhnung von Geist und Ratur.

Oberheffen.

Landkreis Gictzen.

£ 2B i e f c rf, 19. Mai. Während hier in den Nach­kriegsjahren eine rege Bautätigkeit herrschte und ndch im vergangenen Jahre zwölf Wohnhaus­neubauten erstanden, ohne die An- und Um­bauten, ist die Bautätigkeit in diesem Jahre etwas zurückgegangen. Werden doch dieses Jahr, wie bis jetzt bekannt, nur sechs Wohnhausneu­bauten erstellt. Trotzdem waren die Bauarbeiter bis jetzt beschäftigt, da durch die Erweiterung des Kanalnehes genügend Arbeitsgelegenheit ge­schaffen war.

£ Wies eck, 20. Mai. Gestern abend fand eine Sitzung des Gemeinderats statt. Dor Eintritt in die Tagesordnung stellte Ge­meinderat Rösser den Antrag, als Punkt 10 den Kanalbau im Reuenweg zu behandeln, wäh­rend Gemeinderat Benner die Punkte 5 und 9, Erhöhung des Wassergeldes und Erweiterung des Wasserbassins, zusammen behandelt haben will, dem auch zugestimmt wurde. Bürgermeister S ch o m b c r gab nun den Dorschlag der Bau- komrnisfion über die baldige Instandsetzung der Philosophen st raße bekannt, während Benner mit Rücksicht auf die bereits geleisteten Dorarbeiten den Eichrnröder Weg zuerst instand­gesetzt haben will. Rach längerer Aussprache einigte man sich mit Rücksicht auf den starken Personenverkehr und das im Lause des Sommers stattfindende Radfahrerfest dahin, daß als erste Straße die Philosophenstraße in Ordnung ge­bracht werden soll und im Anschluß hieran der Eichenröder Weg sertiggestellt wird. Der Ein­zäunung des Festplahes mit Maschendraht wurde zugestimmt, die Leistung soll fubmittiert werden. Die Mieten für die Gemeindewoh- nungen wurden vom letzten Gemeinderat um 46 Prozent erhöht. Hiergegen hatte die Linke des jetzigen Gemeinderates einen Beschluß durch- gedrückt, der besagt, daß die Mieten nur um 25 Prozent erhöht werden dürften. Bürgermeister S ch o m b e r verlangte erneute Beschlußfassung, da er die Mieten als zu niedrig erachtet. Rach längeren Ausführungen von verschiedenen Ge­meinderäten blieb es bei dem letzten Beschluß, jedoch wurde ein Antrag Benner angenommen, der besagt, daß sämtliche Gemeindewohnungen demnächst durch Mitglieder der Wohnungskom­mission besichtigt werden und ein Plan ausgestellt wird, um eine gerechte Regelung ZNtr Mieten her- beizusühren. Gemeinderat Seibert beantragte, daß in Zukunft die verbilligten Gemeindewoh­nungen nur den wirklich Bedürftigen zur Ver­fügung gestellt würden. Gs könnten hier z. B. Wohnungen von Mietern frei gemacht werden, die auf Grund ihrer Einkommensverhältnisfe in der Lage wären, gleichwertige beschlagnahmefreie Wohnungen zu beziehen zugunsten wirklich Min­

derbemittelter. Der Beschränkung des Ortsbauplanes wurde insoweit zugestimmt, daß alle diejenigen, die außerhalb der bereit- vorgesehenen Straßen bauen, auf Wasser, Kanal und Weg verzichten müssen. Zu einer örtlichen Begrenzung des Ortsbauplanes konnte sich der Gemeinderat mit Rücklicht auf die dann ein- sehende Geländespekulation nicht entschließen. Sines der größten Schmerzenskinder ist die Wasserversorgung, besonders des höher gelegenen Ortstciles. Um endlich Abhilfe zu schaffen, beschloß der Gemeinderat, den Hoch­behälter zu erweitern und ein Bassin von min­destens 250 Kubikmeter Inhalt anzubauen, damit das Wasser, das nachts unbenutzt weggeflossen ist, erfaßt wird. Somit würde auch dieWafser- geldabgabe für daS von der Stadt Gießen be­zogene Wasser sich um einen wesentlichen Be­trag verringern. Dieser ersparte Betrag würde ausreichen, um die Amortisation der Anlage durchzusühren. Die Arbeiten sollen schnellsten- in Angriff genommen werden. Ucber die Er­höh u ng des WassergeldeS für 1930 konnte sich der Gemeinderat nicht entschließen, vielmehr soll das Ergebnis der Kosten nach Fertigstellung der Erweiterung der Anlage ab­gewartet werden. Als Rachtrag von Wassergeld sür 1929 beschloß der Derneinde- rat gegen eine Stimme, 30 Prozent zu erheben. Dieser Rachtrag machte sich notwendig, da die teilweise Erneuerung der Anlage und Repara­turen aus dem Winter 1928 29 hohe Mittel verschlungen hatten, anderseits aber ein solcher Betrieb sich selbst tragen muß und Reserven nicht vorhanden sind. Dem Verkauf von Gelände an Karl Dorfeld wurde zugestimmt. Ebenso wurde die Renovierung des früheren Fabrikge­bäudes in der Alicestraße allseitig gutgeheißen. Ucber den Kanalbau im Reuenweg brachte Ge- meinderat Rösser Beschwerden vor, die abzu­stellen Bürgermeister Schorn ber versprach. Weitere kleinere Anfragen wurden besprochen und wurden Aufklärungen zugesagt.

Dorf-Gill, 21. Mai Als der in den 50er Jahren stehende Landwirt S a m e s heute vormittag sein Fuhrwerk besteigen wollte, scheu­ten die Pferde und gingen durch. Der bebauemStoertc Mann fiel dabei auf eine im Hofe stehende Bütte und wurde außerdem vom Pferd geschlagen. Er erlitt schwere, anscheinend auch innere Verletzungen und mußte nach erster Hilfeleistung durch einen Arzt von der Freiwilligen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz in die Chirurgische Klinik zu Gießen eingelie­fert werden.

Kreis Schotten.

* ß a u b a d), 19. Mai. Als Auftakt zu dem großen Bundestag des Deutschen Stenographenbundes, der alle fünf Jahre stattfindet und dieses Jahr in Berlin abgehalten wird, findet die Tagung des Bezirks Gießen des Hessisch-nassauischen Kurz- schristverbandes anläßlich des zehnjährigen Bestehens des Laubacher Stenographenvereins (Babelsberger am 31. Mai und 1. Juni in L a u b a ch statt. Am Samstag werden schon die Unterrichts- leiter-Besprechungen und Dertreterversammlung ge- halten, damit am Sonntag genügend Zeit verbleibt für das Prüfen und Werten der Wettschreibarbeiten. Es sind bereits soviel Teilnehmer für den Sonntag gemeldet, daß ein Sonderzug von Gießen nach Laubach fahrt. Da die Schulräume alle Wettschreiber nicht fassen können, wird auch noch in den Sälen der Gasthäuser geschrieben werden.

Zahrestagung

des Hessischen Landesverbandes evanaelischer Männer * Vereinigungen.

4 Bad-Rauheim, 19. Mai. Der Hess. Landesverband evangelisch er Män- ner-Dereinigungen, der sich 1924 zusam­mengeschlossen hat und heute bereits 5000 Mit­glieder zählt, hielt gestern hier feine auS dem ganzen Lande sehr zahlreich besuchte 6. Haupt­versammlung ab. In Verbindung damit feierte die hiesige Evang. Männer-Vereinigung, die 1905 von Pfarrer Knodt alsEvang. Jünglings- und Männerverein" gegründet wor­den ist, ihr 25. Jubiläum.

Ein feierlicher Festgottesdienst, verschönt durch stimmungsvolle Chöre der Chorvereinigung und festliche Orgelmusik, bildete in der bis zum letzten Platz gefüllten Dankeskirche den Auftakt der Haupttagung. Pfarrer Schäfer sprach in der Festpredigt packend über das Bibelwort: Wachet, stehet im Glauben, seid männlich und stark."

Die eigentliche Hauptversammlung, die starken Besuch aus nah und fern aufwieS, wurde eröffnet vom Verbandsvorsitzenden, Ministerial­rat Dr. 11 r ft a b t (Darmstadt), mit herzlicher Begrüßung und herzlichem Dank für die gastliche Aufnahme in der schönen Badestadt, die den bereits am Samstag eingetroffenen Gästen Frei- quartiere zur Verfügung gestellt hatte und die Stunden zwischen den Verhandlungen dazu be­nutzte, tn sachkundigen Führungen die Anlagen und Betriebe des Bades den Tagungsbesuchern

zu zeigen. Der Begrünung burch 5en Vorsitzenden folgte ein Vortrag von Prof. Cahn (Frank­furt a. M.) über daS ThemaMoral ohne Gott". Rach einem geschichtlichen llebcrblid übet die Zusammenhänge zwischen Religion und Sitt­lichkeit legte der Redner seinen Au-führungen das Wort Rietzsche- zugrunde:Die Sonne ist untergegangen, aber der Himmel leuchtet noch." Wenn die religiöse Kraft in weiten Kreisen de- Volkes unwirksam geworden sei, sähen wir noch sittliche Rachwirkungen im Lichtschein vergangener Religiosität. ES komme aber die Rächt, wo da- Licht nicht mehr nachwirke. Deshalb sei auf die Dauer ein Volk ohne Moral nicht denkbar. Der Redner forderte: Wir müssen zu einer neuen Frömmigkeit kommen. In der ausgiebigen Aus­sprache wurde den Gedankengängen de- Red­ner- im wesentlichen stark zugestimmt und ein­gehend die Frage erörtert, waS praktisch zu tun sei.

Der Hauptversammlung war am Sam-tag- abenö die Delegiertentagung unter Vor­sitz von Ministerialrat Dr. 11 r ft a b t vor- ausgegangen. Jahresbericht unb RechnungSablage zeigten, daß eS in bem noch jungen Verband vorwärts und aufwärts geht. 3n der regen Aussprache wurden die Hauptziele deS Verban­des nochmals klar herauSgestellt. Sr erstrebt den Zusammenschluß aller evangelischen Männer zu gemeinsamer Abwehr gegen den Unglauben unb Die ReligionSverneinung, Helferbienst im sozialen Leben ber Oemcinben, Ausbau beS christlichen VolksbüchereiwesenS, Errichtung unb Unter­stützung von Alters-, Jugend« unb Lehrlings» Heimen. Besprochen würbe auch baS VerhältniS zum Evangelischen Bunb, zum Verband ber Dorf- kirchenfreunbe, zum Zweckverband der evangeli­schen Organisationen unb zum evangelischen Ge­meindetag Der nächstjährige DerbandStag findet in Rüsselsheim statt.

Eingesandt.

(Für Form unb Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem

Publikum gegenüber keinerlei Berantwortung.) steine anonymen Anzeigen an den lierschutzvereink

Die Leitung des hiesigen Tierschutzver­eins sieht sich veranlaßt, auf die Ruhlosig - teil anonymer Anzeigen auS dem Publi­kum hinzuweifen. So beklagenswert die gemelde­ten Vorfälle find, so bedauerlich ist eS, diese unbeachtet lassen zu müssen. Weder die Polizei, noch der Tierschuhverein kann auf solche Anzeigen wirkungsvoll etwas tun. Wiederholt ist gesagt worden, daß der Rame des Anzeigenden nicht genannt wird. Wer dem Tiere wohl will, ist auf dem falschen Wege, wenn er sich hinter dem Busch verkriecht und nicht mit offenem Visier rnitkärnpfen teilt. Anonyme Anzeigen ge­hen darum den Weg, den sie gehen müssen in den Papierkorb!

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