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(tollen in diesem Monat vollendet sein. Sodann fällt die Entscheidung über das Riesen- kraftwerk in den Hohen Lauern, das auch für Deutschland von größter wirtschaftlicher Bedeu­tung werden dürfte. Denn das kleine Oesterreich kann natürlich nicht 6,6 Milliarden Kilowatt­stunden allein verbrauchen, zumal da schon seit dem Ende der achtziger Iahre Wasserkraftwerke in den österreichischen Alpenländern bestehen. Dafür verspricht sich der Bruderstaat an der Donau die günstigsten Folgen für seine schlechte Handelsbilanz, der ein durch die Eröffnung des Zauernwerkes beträchtlich ansteigender Strom­export zugute kommen soll. Man rechnet in Wien damit, daß Mittel- und Aorddeutschland bei ihrem wachsenden Bedarf gute Kunden des Lauernwerks sein werden.

Schon im alten Oesterreich wollte man die alpenländischen Wasserkräfte nutzbar machen, aber die in Wien allmächtigen böhmischen Kohlen­magnaten wußten dies im Interesse ihres Koh­lenabsatzes stets zu verhindern. Es gab wohl schon im Jahre 1914 in Steiermark, Oberöster­reich, Aiederösterreich, Kärnten und Vorarlberg Wasserkraftanlagen,' keines von ihnen hatte je­doch die Ausmaße, über die die nach dem Krieg errichteten Werke verfügen. Erst im Achen­see w e r k in Aordtirol, das im Jahr 1928 nach vierjähriger Arbeit in Tätigkeit gesetzt wurde, erhielt das Land einen wirklich großen, natür­lichen Kraftspeicher. Trotz diesem Werk, das jährlich 155 Millionen Kilowattstunden hervor­bringt, übersteigt heute Oesterreichs Elektri­zitätserzeugung noch nicht die dritte Milliarde Kilowattstunden. Das Tauernwerk würde dem­gegenüber allein mehr als die doppelte Menge Strom abgcben. Aber auch in anderen Teilen Deutschösterreichs wird an Kraftanlagen gear­beitet. Sn dem vielbesungenen schönen Ziller­tal ist seit dem Sahr 1929 eine Gruppe von Wasserkraftwerken im Bau. Auch im westlichen Tirol will man, zusammen mit Deutschlands größtem ElektrizitLtskonzern, den Rheinisch-West­fälischen Elektrizitätswerken, Wasserkraftwerke er­richten, die österreichischen Strom empfangen. Dazu will man den Innfluß und die Oetztaler Ache ausnühen. Auch mit der Traun und Enns in Oberösterreich verbindet man schon Kraftwerk­projekte. Selbst die schöne blaue Donau wird noch daran glauben müssen; jedenfalls schweben schon heute Erwägungen, sie durch ein Kraftwerk, das bei Wien errichtet werden soll, in das Retz der österreichischen Krafterzeugung einzubeziehen.

Die bereits vorhandenen, zur Zeit im Dau befindlichen und für die nahe oder ferne Zukunft noch projektierten österreichischen Kraftwerke wür­den aus den Alpenwässern und der Donau jähr­lich insgesamt 20 Milliarden Kilowattstunden liefern. Bon dieser Menge könnte weit über die Hälfte ins Ausland geleitet werden. Finden sich für diese gewaltigen Energiemengen die Ab­nehmer, woran bei der immer mehr steigenden Verwendung elektrischer Kraft in Wirtschaft und Haushalt nicht gezweifelt werden kann, so würde die Republik Deutsch-Oesterreich keineswegs mehr ein lebensunfähiges Gebilde sein, das sich nur von ausländischen Anleihen zu erhalten vermag. Man rechnet in Wien damit, daß nicht nur Deutschland, sondern auch Stalien, Ungarn und die Tschechoslowakei später einmal gute Kunden für österreichische Elektrizität sein werden. Sn den Kreisen, die diese Projekte warm befürworten » pnd ihre baldige Verwirklichung betreiben, wird immer wieder darauf hingewiesen, daß Deutsch- 7 land es sich nicht länger leisten dürfe, aus Braunkohle Elektrizität zu gewinnen. Denn die deutschen Braunkohlenlager dürften nach 100 bis 150 Sahren völlig erschöpft sein. Was liegt unter diesen Umständen näher, als daß sich Deutschland zur rechten Zeit nach einem Ersah umsieht und ihn dort nimmt, wo es ihn am besten haben kann: daß es sich also mit Strom aus dem ungeheuren Kraftreservoir der Alpenwässer ein­deckt? Die nächste Zukunft wird lehren, ob das Projekt des Tauern-Kraftwerks schon in abseh­barer Zeit in Angriff genommen werden kann, oder ob die schwierigen Verhältnisse auf dem Kapitalmarkt eine zu langfristige Snvestion ge­waltiger Summen nicht unmöglich machen. Seden- falls ist das eine sicher: einmal wird das Werk gebaut werden, und die wildschäumenden Ge­wässer des herrlichen Alpenlandes werden, wenn wir den elektrischen Strom einschalten, in unserem Dienste stehen und Handel und Verkehr versorgen.

Aus dem Amisverkündigungsblait.

* Das Amtsverkündigungsblatt 01 r. 3 8 vom 20. Mai enthält: Stand der Maul- und Klauenseuche in Hessen. Schwei ne- zwischenzählung. Polizeiverordnung über den Kraftfahrzeugverkehr in der Gemeinde Lich.

Verkalkter Formalismus.

Von unserer Berliner Redaktion.

Der deutsche Parlamentarismus, so jung er auch noch ist, zeigt bereits deutliche Spuren einer Ueberalterung. Er bedürfte der Auffrischung nicht einmal so sehr in den Personen als viel­mehr in feiner Handhabung. Wir haben uns leider damit begnügt, das westliche Beispiel zu übernehmen, haben uns aber gar nicht die Mühe gegeben, den tieferen Sinn der Snftitutionen zu erfassen, sondern sind am äußerlichen For­malismus hängengeblieben und ha­ben infolgedessen eine Schale ohne Kern gezüch­tet. Daß die Volkssouveränität, wie sie in der Verfassung verankert ist, auch dem Reichstag starke Verpflichtungen auferlegt, daß er ver­suchen müßte, mit der Entwicklung Schritt zu halten, davon teilt man in den heiligen Hallen des Wallothbaus nicht gern etwas hören. Aber der Formalismus ist TrumpfI

Welche Mühe hat es den Präsidenten gekostet, etwas Leben in die erstarrten Debatten zu brin­gen, er mutzte das Rednerpult absägen lassen, um nur zu verhindern, dah sämtliche Reden abge­lesen wurden und infolgedessen aus einer Debatte ein Aneinandervorbeireden wurde. Setzt hat sich der Hauptausschuß des Reichstags den Scherz geleistet, den früheren deutschnationalen Abge­ordneten H o e tz s ch, einen der bekanntesten Sach­kenner unserer Außenpolitik, als Berichterstatter für den Außenetat abzuberufen, nur weil er aus der deutschnationalen Fraktion ausgeschie­den ist und die Deutschnationalen den schlüssel- mäßigen Anspruch auf dieses Referat geltend machten. Anstatt zu fühlen, daß es hier galt, eine Persönlichkei t zu halten, gegen das i allmächtige Schema. Lind in Preußen beschwert sich die sozialdemokratische Regierung darüber, daß die Abgeordneten von dem Recht der klei- |

nen Anfragen in zu umfangreichem Aus­maße Gebrauch machen, weil dadurch die Mini­sterien angeblich übermätzig belastet würden. Die Deutfchnationalen haben es mit Recht abgelehnt, sich darin Enthaltsamkeit aufzuerlegen, nur um die Behaglichkeit der Aemter nicht zu stören; wenigstens so lange, wie in der preußischen Ver­waltung noch mancherlei passiert, was der Auf­klärung durch eine kurze Anfrage bedarf.

Sm Reich sind die kleinen Anfragen fast voll­kommen von der Bildfläche verschwunden. Cs galt als eine große Aquisition, als sie seinerzeit in die Geschäftsordnung eingefügt wurde. Daß heute noch die Möglichkeit besteht, im Reichstag ein Frage- und Antwortspiel zwischen Regierung und Parlament zu erzwin­gen, davon weiß niemand mehr etwas. Die Mög­lichkeiten, die im englischen Unterlaufe oft genug durch ein Spiel mit verteilten Rollen durch derartige Anfragen herausgeholt werden, find bei uns mit ganz wenigen Ausnahmen n i e- mals erzielt worden, es fehlte nicht nur den Abgeordneten, sondern auch den Ministerien an der erforderlichen Wendigkeit, um ohne Kon­zept etwas sagen zu können. So ist diese große Errungenschaft sehr rasch wieder unter den Tisch gefallen, der ganze Verkehr über die kleinen An­fragen spielt sich heute ausschließlich zwischen den einzelnen Abgeordneten und den Ministerien un­mittelbar ab, ohne daß die Oeffentlichkeit etwas davon erfährt, ohne dah politische oder propa­gandistische Wirkungen auch nur versucht wer­den. Würde es sich nicht doch vielleicht einmal lohnen, wenn der Reichstag ernstlich den Versuch machte, aus dem engen Turm seiner Gewohn­heiten herauszukommen und wenn gleichzeitig auch das Kabinett sich einen Sprechminister hielte, der geschickt genug ist, um auch über die Fallstricke unbequemer kleiner Anfragen nicht zu stolpern.

Wirtschaft.

*Dankenzusammenschluh. WieWTD.- Handelsdienst erfährt, sind die Verhandlungen zwischen der Commerz- und Privatbank AG. und dem Bankhause Martin Schiff, Berlin, zum Abschluß gekommen. Die Firma Martin Schiff wird mit der der Commerzbank nahestehenden Dankfirma Marcus hielten & Sohn unter ge­meinsamer Firma vereinigt. Sm Zusammenhang hiermit hat die Commerzbank die Polyphon-Sn- teressen der Firma Schiff übernommen.

* Elektrizitäts - Akt. -Ges. vormals Schuckert & Co., Nürnberg. Die General­versammlung genehmigte den Abschluß mit 12 v. H. Dividende.

* Hirsch-Kupfer. Zu den verschiedenen Gerüchten, die über Auslandsverhandlungen der Firma Hirsch Kupfer und Messingwerke AG., Berlin, schweben, erfährt der WTD.-Handels- dienst von maßgebender Seite, daß Verträge mit einer Filialgesellschaft der Soci£f£ g£n£rale de Belgique Brüssel, die der Katanga-Gesellschaft nahesteht, zustandegetommen sind, die beiden Lln- ternehmungen wichtige industrielle und kommer­zielle Vorteile verschaffen. Aktienverkäufe sei­tens der Majoritätsgruppe sind weder getätigt, noch vorgesehen.

Frankfurter Börse.

F r a n f f u r t a. M., 22. Mai. Tendmrz: freund­lich. Rach dem sich gestern abend eine kräftige Erholung durchsetzen konnte, eröffnete die heu­tige Dörse in recht freund! icher Hal­tung, da man noch im Vormittagsverkehr mit der Möglichkeit einer heutigen Diskontsenkung der Dank von England gerechnet hatte. Die Kurse waren daraufhin weiter erhöht, doch war die Spekulation später etwas enttäuscht, als eine unveränderte Diskontnotierung von London ge­meldet wurde. Auch mahnte die gestrige schwache Reuyorker Dörse etwas zur Zurückhaltung. Das Geschäft war dann im allgemeinen nicht sehr groß, zumal auch der Ordereingang keine Zunahme erfahren hatte. Rur in Spe­zi a l to e r t e n entwickelte sich wieder lebhafteres Geschäft. Die Kursgestaltung war gegenüber der gestrigen Abendbörse nicht ganz einheitlich, doch überwogen die Erholungen. Sm Vorder­gründe des Snteresses standen aus den bekannten Gründen erneut Holzverkohlung und Scheide­anstalt, die bis zu 2,5 Proz. anzogen. Farben eröffneten behauptet, während Rütgerswerke leicht gedrückt lagen. Am Elektromarkt waren Licht und Kraft nach der gestrigen Dernachläsfi- gung stärker bevorzugt und 2,5 Proz. fester. Siemens dagegen lagen auf Gewinnmitnahmen

1 Proz. niedriger. Gesfürel plus 1 Proz., AEG. knapp gehalten. Montanteerte waren bei ziem­lich ruhigem Geschäft leicht erhöht. Bauunter­nehmungen gaben im Kurse leicht nach. Von Banken waren Reichsbankanteile gebessert und 2 Proz. fester. Dresdner Bank etwas niedriger. Von Schiffahrtsaktien gaben Rorddeutscher Lloyd etwas nach. Am Rentenmarkt waren deutsche und ausländische Anleihen still und nachgebend. Sm Verlaufe schrumpfte das Geschäft ein, und die Kurse konnten teilweise nicht gehalten werden, doch machte sich später erneut verstärktes Sntereffe für Spezialwerte geltend, so daß die eingetretenen Rückgänge wieder aus­geglichen werden konnten. Lebhaft gehandelt wur­den Schuckert, die gegen Anfang 2,5 Proz. an» zogen. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 3,5 Prozent notiert. Am Devisenmarkt lag Spanien etwas schwächer. Man nannte sonst Mark gegen Dollar 4,1899, gegen Pfund 20,3680, London gegen Kabel 4,8513, gegen Paris 123,96, gegen Mailand 92,73, gegen Madrid 39,975, gegen Schweiz 25,1175, gegen Holland 12,0870.

Berliner Börse.

Berlin, 22. Mai. Auch heute waren es in erster Linie nur wenige Spezialwerte, die nennenswerte Kurssteigerungen erzielten, durch ihre Festigkeit aber die Gesamt­börse einen f re u üblichen Gvundton ver­liehen. Eine gewisse Enttäuschung ging von der Richtermäßigung der Londoner Diskontrate aus, und die ho^en Dormittagskurse konnten sich im allgemeinen nicht behaupten. Diese hatte man in der Hauptsache mit Hoffnung auf Steuersenkun­gen (Dörsenumsahsteuer, Kapitalertragssteuer usw.) begründet, ohne die ungünstigen Momente in dieser Hinsicht (Rotopfer resp. Erhöhung der Arbeitslosenbeiträge) zu berücksichtigen. So ent­wickelte sich zu den ersten Rotierungen nur auf einigen Spezialgebieten etwas Ge­schäft, das teilweise auf A u s l a n di n te r- esse (die Schweiz), teils auf kleine Publikums- beteiligung zurückzuführen war, Gegen die gestri­gen Mittagsschlutzkurse ergaben sich meist etwa 1 bis 2prozentige Gewinne, d. h. die Kurse lagen etwa auf dem gestrigen erhöhten Frankfurter Abendniveau. Demerkenswert fest lagen nur Licht und Kraft, die 5 Proz. anzogen, Vogel Telegraph mit plus 4,40 Proz. und Polyphon mit plus 4,75 Prozent. Für letztere regte an, dah die schon vor-Tagen erwähnten Verhand­lungen der Firma Martin Schiff mit der Com­merzbank zu einem Abschluß gekommen sind. Schiffahrtswerte konnten sich etwas befestigen, ob­

wohl nach Der Meldung eines Mittagsblattes eine Freigabeentscheidung erst in sechs Wochen erfolgen dürfte. Es wird in dieser Meldung aber von einem Betrage von fünf Millionen Dollar gesprochen, die allein als Entschädigung für die beschlagnahmten Schiffe vorgesehen seien, Wesentlich schwächer lagen nur Gebrüder Sung- hans mit einem Kursrückgang um 2 Prozent. Deutsche Anleihen waren ruhiger. Ausländer behauptet. Der Pfandbriefmarkt war uneinheit­lich. Der Geldmarkt war leichter. Tagesgelb 2 bis 4 Proz.; Monatsgeld 5 bis 6 Prozent, Warenwechsel etwa 4,5 Proz. Auch im Verlaufe blieb das Geschäft ruhig und auf Spezialwerte beschränkt. Die Kursentwicklung war uneinheitlich. So konnten z. B. Polyphon und Reichsbank ihren Anfangsgewinn nicht behaupten, anderseits zeich­neten sich Metallgesellschaft und Deutsche WE. Die anfangs schon um 4 Proz. eröffneten, durch weitere Festigkeit aus. Sonst waren von Rebenwerten im Verlaufe Deutsche Telephon und Kabel 2,5 Proz. höher mit 85,5 Prozent und Krauß & Co. 3,5 Proz. mit 70,5 Proz. notiert

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt o. M., 22. Mai. Auftrieb: 107 Rinder, 1048 Kälber, 352 Schafe, 1954 Schweine. Es notierten: Kälber: beste Mast- und Saug­kälber 81 bis 85 Mk., mittlere Mast» und Saug­kälber 74 bis 80 Mk., geringe Kälber 68 bis 73 Mk. Marktverkauf: Kälber und Schafe mittelmäßig, ausverkauft. Schweine schleppend, Lieberstand. Schafe und Schweine wegen des ge­ringen Auftriebs nicht notiert.

Rundfunkprogramm.

Freitag, 23. Mai.

8 bis 9 Llhr: Von Bad Homburg: Konzert der Homburger Kurkapelle. 13 bis 14: Schallplatten­konzert: Die Revellers Die Merrymakers Die Abels u. a. 15: Sm Rheinhafen. Mikrophon­reportage von Dr. Paul Laven. 16 bis 17.45: Konzert des Rundfunkorchesters. 17.55:Luftbad­pflege", Vortrag von Stadtarzt Dr. Meyer vom Stadtgesundheitsamt. 18.05: Buch und Film. 18.35: Von Stuttgart: Aerztevortrag:Das Pro­blem der Abhärtung". 19.05: Von Stuttgart: Vortrag. 19.30: Von Stuttgart: Eine heitere Abendunterhaltung. 20.30: Von Stuttgart: Sta- lienifche Meister der Musik. 22: Don Stuttgart: Sonniger Süden.

Samstag, 24. Ifiai.

8 bis 9 Llhr: Von Dad Homburg: Konzert des Homburger Kurorchesters. 9.30 bis 10: Schulfunk: Französisch. 13 bis 14.30: Fritzi Massary' Max Pallenberg Claire Waldoff Paul Graeh. 15 bis 16:Wildpferdefang in West­falen", Mikrophonreportage aus dem Wildpark des Herzogs von Croy in Dülmen-Westfalen. 16 bis 17.45: Aus dem Kurhaus Bad-Rauheim: Konzert des Rauheimer Kurorchesters. 18.05: Stunde der Dühne.George Antheil und seine Oper ,Transatlantik", Vortrag von R. St. Hoff­mann anläßlich der -Uraufführung am 25. Mai im Frankfurter Opernhaus. 18.35: Stunde der Arbeit.Die Sugenbbetoegung, Gespräch mit drei Sugendlichen. 19.05: Spanischer Sprach­unterricht. 19.30: Von Lahr i. D.: Chorkonzert anläßlich des fünfzigsten Stiftungsfestes des Sängerbundes Lahr-Burkheim. 20: Don Stutt­gart: Dei uns zu Lande, Gestalten und Werke des schwäbischen Schrifttums. 20.45:Wie wohl ist dem, der dann und wann sich etwas Schones anhör'n kann". 23.20 bis 0.30: Tanzmusik.

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Lerbindlichkeit der Schriftleitung.)

Mietsache. Nach § 545 des Bürgerlichen Gesetz­buchs hätte Ihnen der Mieter unverzüglich von der Undichtigkeit des Abstellkranes Kenntnis geben müssen. Tut er das nicht, so haftet er für den Schaden, soweit er durch seine Unterlassung ent­standen ist. Dagegen ist der Mieter nicht verpflichtet, zu den Kosten einer Veränderung am Hause einen Beitrag zu leisten. Ist die Veränderung notwendig, so muß Der Mieter die Vornahme solcher Arbeiten dulden. Mit einer Räumungsklage konnten Sie nur dann Erfolg haben, wenn der Mieter Ihre Inter­essen vorsätzlich oder des öfteren verletzt, so daß daraus seine böse Absicht gefolgert wer­den kann. Das scheint hier nicht der Fall zu sein.

Haustochter. Da die Haustochter monatlich 15 Mk. sowie Kost und Wohnung erhält, ist sie bei der Ortskrankenkasse versicherungspflichtig. Unterlassung der Anmeldung kann nach § 530 der Reichsver­sicherungsordnung mit Geldstrafe bis zu 1000 Mark bestraft werden.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

_______________________ Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4,5 v. H., Lombardzinsfuß 5,5 v. H.

^ranffuri a. M.

Berlin

Aranksurl a. UL

Berlin

Frankfurt a. M. |

Berlin

Banknoten.

Schluß» tut»

t'Uhr« Kurs

Schluß» kurs

Anfang» Kurs

Gchluß-1 l-llyr» kurS I Kurs

Schluß- lurS

Anfang» Kurs

Schluß» kurS

l'Uhr» Kurs

Echluß-

Anfang»

Berlin, 21. Mai

Geld

»rief

Amerikanische Noten.....

Belgische Noten........

Dänische Noten ......

Englische Noten........ französische Noten ......

Holländische Noten......

Italienische Noten......

Norwegische Noten......

Deutsch Oesterr-, ä 100 Kronen Rumänische Noten......

Schwedische Noten......

Schweizer Noten.......

Spanische Noten.......

Tschechoslowakische Noten . .

Ungarische Noten ......

Devisenmarkt Berlin

4,168

58,30

111,73

20,32

16,41

168,01

21,95

111,74

58,92

2.465

111.98

80,865

50,90

12,40

73.00

- Frankfurt

4 188 58,54

112,17 20,40

16,47 168,69

22,03 112,18

59,16 2,485 112,42 81,185

51,10 12,465

73,30

a. M.

Datum

21. 5

22 5

21. 5.

22- 5

Datum

21 5

22 5

21- 5

22. 5.

Datum

21- 5-

22 5

21- 5.

22. 5

6% Seutfdje Reichsanleihe von 1927 ........

7% Deutsche Reichsanleihe von 1929 ...... .

Deutsche Ant.-Ablös^Schuld mit

Auslos ^Rechten .....

Desgl. ohne Auslos.»Rechte . . .

8% Hess. Bolksslaal von 1929 lrückzahlb. 102%)......

Oberhelsen Provinz - Anleihe mit Autzlos.-Rechten......

Deutsche Komm. Sammelabl.

Anleihe Serie 1 ....

8% Franks Hyp^Bank Goldpse XIII unkündbar bis 1934

7% Franks Hyp.-Bank Goldpse unkündbar bis 1932 . .

4/i% Rheinische Hyp.-Bank Liga. Goldpse. ...

8% Pr. LandeSpsanbbriesanstall, Pfandbriefe R. 17

6% Br Landespsandbrtesanslalt, Komm^Obl. R. 16

7% Pr. LandcSpsandbrtesanstalt, Psandbriese 81 io ...

Ü.E.G abg. Borkriegs-Obltgatio- nen. rückzahlbar 1932

4% Veiterrelchlsche Goldrenu .

4,20% Oeslerreichische Glibenente

4% Oesterreichiiche Einheitliche Rente . .

4% Ungarische Goldrente ...

4% Ungarische Slaalsrente v. 1910

4/i% veSgl. von 1919

4% Ungarische Kronenrente 4% Türkische gollanlethe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn»ArU.

Serie 1

4% de»gl. Serie II.......

6% Rumänische vereinh. Rente von 1903 .........

4/i% Rumänische veretnh. Rente von 1918 .........

4% Rumänische vereinh. Rente .

87,5

103,8

59,6 11,45

94,9

56

59,25

100

94,25

88,95

101

96,5

95

97

26,25

2,3

24

21

2.25

6,35

10,2

17,25

8,25

1 1 18 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 II 111115 II 1 II

103,4

59,5

11.45

95

59

101

96,5

95

26,4

3,8

2,3

24

21

22

2,25

6,5

10,25

17,3

8,35

II 1 1 tn cn 1 1 1 co#» 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 w'a> 1 |

Hamburg-Amerika Patel ... 7

Hamburg-Südam. Dampfschiff. 8

Hansa Dampsschiss.....10

Norddeutscher Lloyd.....8

Allgemeine DeutscheCreditanki. 10

Barmer Bankverein ... 10

Berliner Handelsgesellschaft 12

Commerz- und Brivat-Bank . 11

Darmstädter und Nationalbank 12

Deutsche Bant und

DiSconto-GeseUschast, ... 10

Dresdner Bank ...... 10

Neichsbank ...... 12

A.E.G............8

Bergmann .........9

Elekn. LieserungSgesellschast. 10

Licht und Kraft...... 10

Reiten & Guilleaume . . 7/t

Gesellschaft für Elektrische

Unternehmungen ... 10

Hamburger Elektrizitäts-Werke 10

Rheinische Elektrizität .... 9

Schlesische Elektrizität. ... 10

Schuckert & (So. ...... 11

Siemens & Halske ..... 16

Transrabio ........ 8

Labmener & (So...... . 10

Buderus ....... 6

Deutsche Erdöl . ...... 6

Essener Sleinkohle ...... 8

Hoesch Eisen. ....... 6'/z

I>se Bergbau ....... 10

Rlödnerwerte ........ 7

Mannesmann-Röhren .... 7

ManSselder Bergbau . .... 7

Oberschles. Eigenbedarf .... 6

Oberschles KokSwerle .... 7

Phöntr Bergbau . . ... 6%

Rheinische Braunkohlen . . 10

Rheinstahl ........c

Ätebcd Montau ...... 7,2

116

115,75

116

126,5

178

153

235

142,5

143.5

300

172

159,5

167 5

126

168,5

199

258,5

171

71,5

139,5

126

109,75

100

235

'2

115,25

153,5

143

302

171,75

169,75

169,5

257,5

110,13

77

118-75

114,65

115,25

116,25

126 5

177,5

153

233,5

142,13

143,25

300,75

170,75

186,5

159.25

166

126,25

168

140

147

167,75

197.5

255.4

132

170,25

71,5

100,65

142

139 65

125,5

109

219

102,5

107

109,75 76,4

110,5

100

235

118,25

115,4

115,75 116.75

126 5 177,25

153,5 253,5

142

143 5 302,6

171.75 187,5

159 75

171

170

168

198,4

258

171

70,6 100,6

139,5

107 110,4 78,25

110.9 100.25 236,75

118 9

Bereinigte Stahlwerke.....

Olavi Minen......16/,

Kaliwerke Aschersleben ... io

Kaliwerke Westeregeln ... 10

Kaliwerke Salzdetfurth ... 16

3. ®. Farben-Jndustrte ... 12 Dynamit Nobel ....... 6 Scheideanstalt........ 9 Goldschmidt ....... .5 Rülgeröwerke . ....... 6 Metallgeielllchaft.......8

Philipp Holzmann......7

Zementwerk Heidelberg . . 10

Eementwerk Karlstadt. ... 10

Walch & Freytag......8

Schulthets Patzenhoser ... 15 Ostwerke.........12

Aku...........18

Bemberg.........1-1

Zellstoff Waldhof .... 13'/, Zellstoff Aschaffenburg ... 12 Eharloitenburger Wasser ... 8 Dessauer GaS........9

Daimler Motoren . ..... 0 Deutsche Linoleum ......

Maschinenbau A.-G. ..... O

Orenstein & Koppel <,.... 6

Svensko ...... .

Frankfurter Maschinen . ... <

Heyligenftaedt ....... O

IunghcmS...... 6

Lechwerke..........8

Matnkraftwerke Höchst a. M.. . 8

Miag .........10

Gebr. Roeder.......10

Boigi & Haeffner......9

Süddeutsche Bildet «... 10

233

235 5

420

187,65

163,5

70,25

69

119,5

101.5

135,5

97

106,5

129

247

156

31

36

14,5

122,5

104,25

170 161,25

1 1 1 1 ।S।1 1 K 1। 1 1 11 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1

CO CO CM CO CO

98

52,5

233,5

235 419,5

186,4

70,5

118,75

102,5

95,25

322,25 265.75

106.5

127,4

185

148 105,65 167,25

38 246,5 53,75

18,4

85

156

337

30,5

36,25

44

121,5

170

161

98

52,9

233 236,75 419,25

187.75

70,75

120

323

267,75

107 128,5

185

105,9 167,25

38

247

53,5

85,75

156,9

338

121

21. Mai

22. Mai

Amtliche Notierung

Geld | Nrlei

Amtliche Notierung

Geld | Bries

Amft.-Nott. Buen--AireS Brss.-Antw. Christiania - Kopenhagen Stockholm . Helsingfors. Italien. . . London. . . Weuflort .. Paris.... Schweiz .. Spanien . . Japan .. . Rio de Jan. Wien in D.» Oest. adgest. Prag Belgrad . . Budapest.. Bulgarien. Inflation . Danzig. . . Konstantin. Athen. . . Canada . . Uruguay. . ttairo .. .

168.30

1.598

58.42

112.02

112.01

112,25

10,54

21,95

20,344

4,186

16,405

80,96

51,00

. 2,070

0,4955

59,045

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18,80

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5-43

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21 99

20 384"

4,194 16,445

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0,4975

59,165

12,433

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18 84

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5-44

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1,784

5,43

4,181

3,816

20,855

168,66 1,602 58,54

112,23 112,24

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21,99 20,385

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3,041 18,84

81,53 1,788

5,44 4,189 3,824

20,895