Ausgabe 
21.5.1930
 
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Neuer Bruch zwischen London und Kairo.

on unserem E. ^.-Berichterstatter.

(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!)

London, Mai 1930.

Die englisch-ägyptischen Dertragsverhandlan- gen sind an der LInnachgiebigkeit der ägyptischen Abordnung gescheitert. Man kann natürlich ebenso gut sagen, daß sich die Verhandlungen an der mangelnden Konzeffionsbereitfchast der bri­tischen Negierung zerschlugen. Die britisch« Ne­gierung kann aber immerhin für sich in Anspruch nehmen, dah sie auch über den im August vori­gen Jahres vereinbarten Vertragsentwurf hinaus noch kleinere Zugeständnisse machte und dah ihre Weigerung zu weitergehenden Konzessionen nicht nur vom Standpunkt der britischen Reichspolitik unvermeidlich war, sondern dah auch die inner- politische Loge in England weitere Zugeständnisse ausfchloh. Die ägyptische Delegation hat dieser Sachlage Nechnung getragen und nach dem Ab­bruch scstgestellt, dah die Verhandlungen in der freundschaftlichsten Weise geführt wurden und der Bruch selbst keinerlei Spannung auslöse. England hat in gleich guter politischer Taktik ge­antwortet, dah das Hauptgewicht nicht so sehr auf das Scheitern als auf die nach der Be­endigung der Verhandlungen bestehende sreund- fchastliche Atmosphäre gelegt werden sollte. Auf beiden Seiten ist man also öffentlich bestrebt, den Bruch so reibungslos wie möglich zu gestalten und die unvermeidlichen Rückwirkungen in beiden Ländern auf daS Mindestmaß herab­zudrücken.

Ob es gelingen wird, im Anschluß an das Scheitern der Verhandlungen eine neue Span­nung zwischen Kairo und London zu vermeiden, muh dahingestellt bleiben. Auch auf englischer Seite sind die Dinge in dieser Hinsicht noch nicht restlos geklärt, denn die arbeiterparteiliche Negierung hat gerade in den Vertragsverhand­lungen mit Aegypten eine sehr einfluh­reiche Opposition zu überwinden, die die Haltung der ägyptischen Delegation während der letzten Verhandlungen dazu benutzen wird, um ihre Auffassung von der Notwendigkeit einer starken Politik gegenüber Aegypten zur Geltung zu bringen. Diese Kreise unter Füh­rung Churchills und des früheren Innen­ministers der konservativen Regierung, Lord Brentford, haben den taktischen Vorteil, dah die Vorgänge, die im vergangenen Iahre zum Rücktritt des früheren britischen Oberkvmmissars in Aegypten, Lord Lloyd, führten, die Beweg­lichkeit der arbeiterparteilichcn Regierung etwas hemmen, obwohl Auhenminister Henderson bereits im vorigen Iahr nicht vor Anwendung des etwas ungewöhnlichen Mittels zurückschreckte, an Hand amtlichen Materials die Unzufrieden» heit der konservat ven Regierung mit Lord Lloyds Politik nachzuweisen. Aber dieses Mittel wird ein zweitesmal kaum mehr so stark verfangen, während die Unnachgiebigkeit der ägyptischen Delegation als eine gegebene Tatsache von der Opposition viel wirksamer auSzunützen ist.

Die Stellung der ägyptischen Delega­tion in Kairo ich gleichfalls nicht sehr leicht, da die W a f d p a r t e i das Scheitern der Verhand­lungen dazu benutzen dürfte, für die Rückkehr zu ihrer alten Politik zu werben, die für Aegypten nur eine Chance in der englischen Schwäche sah. Vielleicht geben auch die Vorgänge in Indien diesen Kreisen einen brauchbaren Vor­wand für die These, dah Großbritannien in ab­sehbarer Zeit zur Gewährung der Konzessio­nen gezwungen sein wird, die cs in London noch ablehnte. Jedenfalls besteht eine starke Wahr- schcinlichkcit dafür, daß cs nach dem ergebnis- lo en Versuch der letzten Zeit eine geraume Weile dauern wird, bis man sich auf beiden Seiten zu neuen Verhandlungen entschließt. Bis dahin bleibt die Lage bestehen, dah die einsichtigeren Führer in beiden Lagern die Notwendigkeit eines endgültigen Abkommens unbedingt bejahen, dah aber dieses Abkommen aus Gründen des Presti­ges und der innerpolitischen Hemmungen vor­läufig unmöglich ist.

Die durch den Abbruch geschaffene Lage ist für England verhältnismäßig einfach. Außen­minister Henderson hat bereits im Unterhaus deutlich genug zu erkennen gegeben, dah nun die Deklaration des Iahres 1922 mit den bekannten vier Vorbehalten in Kraft bleibt. Die briti­schen Garnisonen, die im Falle der Einigung nach der Kanalzone zurückgezogen werden soll­ten, verbleiben also in den wichtigsten Zen­tren Kairo und Alexandrien und die verhältnis­mäßig starke britische Militärfliegerabteilung auf

Wirtschaft

Taten für Tonnerstag, 22 Mai.

1813: Richard Wagner in Leipzig geboren; 1859: der schottische Romanschriftsteller Sir C. Doyle in Edinburg geboren; 1885: der Dichter Victor Hugo in Paris gestorben.

trag verbleibenden Reingewinn von 5,02 (4,74) Millionen Mark werden 12 (13,33) Prozent Di­vidende auf das erhöhte Stammkapital von 42,15 (32,15) Mill. Mk. vorgeschlagen. Rach Lleber- weisung von wieder 150 000 Mk. an den Wohl­fahrtsfonds und der Ausschüttung der sahungs- mähigen Dividende von 7 Prozent auf die Vor­zugsaktien Lit. A und 6 Prozent auf die Vorzugs­aktien Lit. B verbleiben 501 000 Mk. zum Vortrag.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 21. Mai. Tendenz: zu­rückhaltend. Auch heute bekundete die Speku­lation wieder eine starke Zurückhaltung, da von der unsicheren gestrigen Reuyorker Börse keine Anregung ausgehen konnte. Dor allem wurde die anhaltende Orderlosigkeit drückend und geschästshemmend empfunden. Die Grundstimmung war aber nicht unfreund­lich, da sich für einzelne Spezialwerte Inter­esse erhalten konnte, so dah vereinzelt kleine Kursbesserungen gegenüber der gestrigen Abend­börse eintraten. Die wieder etwas bessere Ver­fassung der Schutzgebietanleihe wirkte stimulie­rend und trug etwas zur Besserung der Ten­denz bei. Lebhafteres Interesse bestand am Elek­tromarkt für Siemens mit plus 4,5 Prozent, Schuckert gewannen 1,5 Prozent, Elektrische.Lie­ferungen und AEG. bis 1 Prozent, Licht und Kraft lagen dagegen eher im Angebot und leicht gedrückt. Am Chemiemarkt traten Dcheide- anstalt und Holzverkohlung bei einem Gewinn bis zu 2,5 Prozent auf die Verschmelzungs- Verhandlungen beider Gesellschaften in den Vordergrund. Farben lagen nur geringfügig ge­bessert. Beachtung fanden noch vor allem die Kaliwerte. Aschersleben und Westeregeln ge­wannen bis zu 1,5 Prozent. Don Dauunter- nehmungen waren Wayß und Freytag erneut angebvtcn und 1,5 Prozent abgeschwächt. Am Montanmarkt ergaben sich bei stillstem Geschäft Erhöhungen bis zu 1 Prozent. Rheinstahl lagexr, nachdem der Wassereinbruch auf der Zeche Augusta Dictoria keinen größeren Schaden ver­ursacht zu haben scheint, wieder mehr gefragt. Bankaktien zumeist leicht gedrückt. Don Der-

Darin aber war den Aeghptern feder Anteil an der Verwaltung des Sudangebietrs ver­weigert wörden, wahrend die Deklaration von 1922 die Stationierung einiger ägyptischer Ba­taillone und die Teilnahme Aegyptens an ge­wissen Zweigen der Dcrwaltung erlaubte. Es ist zwar anzunehmen, daß die britische Regierung es unterläßt, auf die Bestimmungen aus dem Iahre 1899 zurückzugreifen: aber verhandlungs­technisch ist es ein sehr negativer Erfolg, für die ägyptische Delegation, wenn sie volle Gleich­berechtigung verlangte und statt dessen sogar eine Verschlechterung dcS gcgtntoärtigcn Zustandes nach Hause bringt. Vielleicht hat der ägyptische Ministerpräsident Mahmud Pascha vor der Abreise aus London gewisse Zusicherungen erhalten, daß an der gegenwär­tigen Lage nichts geändert wird, daß der Aegyp­ten im großen und ganzen willkommene britische Oberkomurissar Sir Percy Lora ine in Kairo bleibt und daß überhaupt nichts geschieht, was feine eigene Lage erfchweren mühte.

Der Fehlschlag der Verhandlungen ist natür­lich für die arbeiterparteiliche Regierung eine mißliche Sache. Der Mißerfolg erhält besonderes Gewicht, solange zwei andere wichtige außen­politische Fragen, Rußland und Indien, so große Schwierigkeiten bereiten wie gegen­wärtig. Auch die D ö l k e r b u n d s p o l i t r k der Arbciterrcgierung wird durch den Fehlschlag etwas weniger überzeugend, denn man kann nun Macdonald und Henderson vorwersen, daß sie die Segnungen des Völkerbundes weniger günstig beurteilen, wenn sie einem wichtigen Teil der langen Kette britischer Interessenge­biete zugute kommen sollen, als in den Fällen, in denen die englische Unterstützung der Mensch­heitsrechte in Genf keine eigenen Kosten verur­sacht. Für die gesamte internationale Lage ist es immerhin ein Gewinn, daß das Scheitern der Verhandlungen in einer Form erfolgte, die Aegypten nicht wieder von vornherein zu einem Tummelplatz von schweren Auseinandersetzungen macht. Die sich hieraus ergebenden Schädigungen würden nicht nur England, sondern auch andere Mächte treffen. Deutschland im besonderen muh sich eine ruhige und stets aufwärts stre­bende Entwicklung wünschen, um die aufstei - flenbe Kurve feiner Handelsbilanz mit dem Nilland halten zu können.

dem Kairoer Flugplatz Heliopolis wird nicht, abziehem Dennoch ist anzunehmen, daß die bri- | tische Regierung darauf sehen wird, daß die britischen Truppen in Aegypten in nächster Zeit sowenig alsmöglich in Erscheinung treten. England wird sicherlich alles ver­meiden wollen, was in Form von lleberariffcn der Truppen, Belästigungen der Bevölkerung oder Beschränkung der persönlichen Freiheit die Aussichten für die spätere Wiederaufnahme der Verhandlungen verringern könnte. Insofern zieht zweifellos auch Aegypten aus der frcund- fchaftlichen Art des Bruches gewisse Vor­teile. Die Kairoer Regierung braucht nicht zu fürchten, daß England nun wieder durch einen Lord Lloyd in seinen schlimmsten Zeiten vertreten wird.

Sachlich ist die nun geschaffene Lage in Aegyp­ten aber sehr unbefriedigend. Zunächst bat das Scheitern der Verhandlungen die Folge, daß der ursprünglich für 1931 oder spätestens 1932 vorgesehene Eintritt Aegyptens in den Völkerbund gewissermaßen unter der Patenschaft Großbritanniens eine Verzöge­rung erfahren muh. Für Aegypten ist diese Frage immerhin von einiger Bedeutung, da Genf naturgemäß eine sehr beachtliche Platt­form für die zum ersten Male im Kreise der internationalen Mächte vorgetragenen ägypti­schen Forderungen oder Beschwerden wäre. Die Abschaffung der Kapitulations­rechte wird möglicherweise auch unter dem vertragslosen Zustand durchgcführt werden, aber die Schwierigkeiten sind auch hier größer als im Falle der Einigung Das Wesentlichste aber ist, daß Aegypten nach dem Scheitern nur zum Teil auf den Stand der britischen Deklaration von 1922 Äurüdfällt. Gerade in der von der ägyp­tischen Abordnung mit der stärksten Hartnäckig­keit vertretenen Subanfrage ist die Stellung Aegyptens nun schlechter als vor 1924. Nach ber Deklaration von 1922 ist, wie erinnerlich, im Anschluß an die Ermordung des britischen Ober- kommissars im Subangebict 1924 von England eine Verordnung erlassen worben, burch die in der Deklaration von 1922 enthaltene Zugestänb- nisse aufgehoben würben. Diese Verorb- nung ist seither nicht widerrufen ^unb Englanb ist in der Lage, wenn es not tut, im Sudan auf Grund der Deklaration von 1899 zu regieren.

kehrSakiien lagen AG. für Verkehrswesen wei­tere 1,25 Prozent schwächer. Arn Rentenrnarit lagen Schutzgebiete etwas fester. Altbesitzanleihz lagen 0.5 Prozent abgeschwächt. Im Verlaufe war die Llmsatztätigkeit eng begrenzt. Die Ten- venz war nicht unfreundlich, die Kurse gaben jedoch bei Gewinnmitnahnen bis au 1 Prozent nach. Am Geldmarkt war Lagesgeld mit 3 Pro­zent sehr leicht. Ain Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1904, gegen Pfund 20,3690, London gegen Kabel 4,8605, gegen Paris 123,98, gegen Mailand 92,72, gegen Madrid 39,85. ge­gen Schweiz 25,1260, gegen Holland 12,0890.

Berliner Börse.

Berlin, 21. Mai. Die heutig« Dörseneröff- nung entsprach etwa den Erwartungen des Dor- mittagSverkchrs. DaS Geschäft war nicht sehr leb­haft, die Stimmung aber im Einklang mit dem Auslände überwiegend freundlich. DaS Pu­blikumsinteresse war, hauptsächlich wohl im Zu­sammenhang mit dem herannahenden Ultimo, nicht sehr groß; auch die Börse selbst traf schon frühzeitig ihre Vorbereitungen zum Termin. Interessant war, daß Farben zur Schiebung stark mit etwa 2 Prozent hereingesucht wurden. Einerseits handelt es sich wohl darum, für die bevorstehende Generalversammlung eine Stär­kung der Position herbeizuführen, anderseits sollen aber auch Ötcucnablen bei diesen Trans­aktionen mitgesprochen haben. Bei den niedrigen Geldsätzen ergibt sich nämlich trotz des ZinS- verlustes bei derSchicbung ein ansehnlicherGewinn, wenn man die Dividende minus Kapitalertrags­steuer einsteckt, und diese Kapitalertragsstcuer nachträglich bei der Vermögenssteuer verrechnet. Der Kreis der Favoriten war heute kleiner als in den letzten Tagen. Schultheis und Salzdetfurth eröffneten bis zu 5 Prozent höher. Am unnotierten Kalimarkt waren Win­tershall etwa in gleichem Ausmaße ge­steigert. Mansfelder gewannen 2,5 Prozent, Dogeltelegraph 2,25, Schubert & S a I - xer 2,75 Proz. und Siemens 2 Prozent. An­derseits fielen Bergmann mit einem 1,5- prozentigen Verlust auf. Auch die Kunstseide- werte, besonders Bern berg (minus 3,40 Pro­zent) lagen schwächer. Deutsche Anleihen ab­bröckelnd. Ausländer wenig verändert. Pfand­briefe, besonders Reichsschuldbuchsorderung, wa­ren weiter gefragt. Dec Geldmarkt war un­verändert leicht. Der Reportgeldfah, der erst am Freitag festgesetzt wird, dürfte sich '/, bis a/4 Prozent niedriger als bei der letzten Liquidation stellen. Nach den ersten Kursen war es zunächst recht uneinheitlich; bei stillem Geschäft ergaben sich etwa Iprozcntigc Abweichungen nach oben und unten. Später ging eine Anregung von der festen Haltung des Siemens- Marktes aus, an dem angeblich Deckungen den Kurs um drei Prozent besserten, was auf die übrige Börse nicht ohne Einfluß blieb. Dogeltelegraph zogen auf 86,5 Proz. an. Auch Hackcthal gewannen im Verlaufe 1,75 Proz. Für Schu­bert & Salzer erhielt sich das Interesse. Die anfänglich mehr vernachlässigten Ost werke tra­ten später mehr hervor. Polyphon machten eine Ausnahme und lagen 1,75 Prozent unter Anfang. Mit Ausnahme der wenigen Spezial- werte war das Geschäft sehr klein.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a.M., 21.Mai. Der Produkten» markt eröffnete heute in lustloser Haltung. Die schwächeren AuSlandmeldungcn mahnten zur Zu­rückhaltung, so dah die Llmsätze sich in engen Grenzen bewegten. In Weizen war das Angebot verhältnismäßig klein, so daß sich bei zunehmen­der Nachfrage der Preis halten, teilweise sogar etwas gesteigert werden konnte. In Roggen war zu den Stühungspreisen Material genügend an­geboten, so daß sich im Verlaufe ein kleiner Preisrückgang ergab. Von Futtermitteln war Weizenkleie etwas angeboten und nachgebend. Die Preise verstehen sich für Getreide piD Tonne, für die übrigen Waren pro Doppelzentner. Es wurden notiert: Weizen (Hessen und Provinz Hessen-Nassau) Hektolitergewicht von 78 Kilo­gramm 305 Mk., Roggen (Hessen, Provinz Hessen- Nassau und llntcrfranfen) Hektolitergewicht von 72 Kilogramm 177,50 bis 179, Sommergerste für Drauzwecke 205, Hafer (inländischer) 175 biS 177,50, Weizenmehl (süddeutsches, Spezial 0) 44,50 bis 45,50, Roggenmehl 26 bis 27,25, Weizen­kleie 7, Roggenkleie 8 Mk. Tendenz: ruhig.

Ausfall der Börse an Samstagen im Iuli und August. In den Monaten Iuli und August 1930 fällt die Frankfurter Wert­papierbörse an Samstagen aus.

Fusionsverhandlungen Schcide­nn st a l t Holzverkohlung. LautFranks. Ztg." schweben Verhandlungen wegen vollstän­diger Verschmelzung der Holzverkohlungs-Indu­strie AG., Konstanz mit der schon bisher bei ihr be­teiligten Deutschen Gold- und Silberscheidcanstalt vorm. Röhler, Frankfurt a. M. Von der Verwal­tung der Scheideanstalt wird dem WTB.-Han- delsdienst die Richtigkeit dieser Nachricht be­stätigt. Nähere Angaben, insbesondere über das geplante Llmtauschverhältnis, könnten zur Zeit noch nicht gemacht werden. Wie wir noch er­gänzend aus Konstanz erfahren, hat der Auf- sichtsrat der Scheideanstalt grundsätzlich be­schlossen, in Verhandlungen mit der Holzverkoh­lungs-Industrie AG. einzutreten. Ein entspre­chender Deschluh der Konstanzer Gesellschaft dürfte noch im Laufe dieser Woche zu erwarten sein.

Die Transaktion in der Schwach­stromindustrie. Zur Transaktion in der Dchwachstromindustrie durch den Verkauf der Aktienmajorität der C. Corea) AG. Telephon- und Telcgraphenwerke, Berlin, wird von betei­ligter Seite mitgeteilt: Der Erwerb der Aktien­mehrheit der C. Lorenz AD. und das Angebot an andere Inhaber von Lorenz-Aktien erfolgte durch eine Gruppe unter Führung der Internatio­nal Telephone and Telegraph Co. und einige der ihr angegliederten Gesellschaften zusammen mit der unter dem NamenGesellschaft für Telephon- und Telegraphen-Deteiligungen m. b. H." in Gründung befindlichen deutschen Gesellschaft, die eine mahgebliche Beteiligung an der C. Lorenz AG. erwirbt.

* Zellstoffabrik Waldhof, Mann­heim-Waldhof. Die Gesellschaft ctAicIte 1929 einen Rohgewinn von 21,93 (23,40) Mill. Mark, wovon 11 nf oft en 9,48 (10,55), Steuern 4,25 (4,90) und Abschreibungen 3.57 (3,54) Mill. Mk. erforderten. Aus dem einschl. 377 000 Mk. Dor-

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloßenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4,5 o. H, Lombardzinsfuß 5,5 v. H.

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Banknoten.

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255

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4 19 58,52

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Kaliwerke ülscher-Iebe» ... ic Kaliwerke Westeregeln ... 10 Kaliwerke Salzdetfurth ... 15

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Daimler Motoren . ..... v Deutsche Linoleum ...... Maschinenbau 2L»S. ..... 0 Rat. Automobil ...... O Ctemletn & flcppel . .... 6 Leonbard Tietz .. 10 Snenllc ........

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Bll " .?re6 Brss.-Äntw- Lhristiania. Kopenhagen Stockholm . HelnngiorL. Italien. . . London. . . 9? ent) ort . . Paris.... Schweiz .. Spanten . . Japan . . . Rio de Ian. Dien in Ceft abgeS. Prag . . . . Bell rav . . Bodapcst. . Sulcarien . ritflaboa .

168,29 1,599

58,425 112,02 112,03 112,29 10,543 21,955 20,351 4,1875 16,415 80,945

51,25 2,068

0,4975

59,045 12,416

7,386 73,135

3,035 18,80 81,35

168.63 1.603

58,545 112,24

112,25 112,51

10,563 21,995 20.391

4,1955 18,455

81,105

51.35

2 072 0,4995

59,165 12,436

7,400 73,275

3,041

18 84

81,51

168.30 1 598 58 42

112 02 112 01 112.25

10,54 21,95

20 344 4,186

16,405 80,96 51,00 2.070

0.4955

59,045 12 413

7 392 73.135

3 037 18,80 81,37

168 64 1 602 58,54

112 24 112 23 112.47

10.56

21 93 20 384

4.194 16.445

81,12 51 10

2.074 0.4975

59 165

12 433 7,406

73 275 3 043 18 84 81.53

MainttastwetLe HSchtz 0.DL. - 8

Miag .......10

Sebr. Roeder.......10

Saifli & Haesfnei ...... p

Suddemiche Lutter ...» 10

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Äon^fntüt

1,784

5,43 4,183 3,836

20.875

1,788

5,44

4,191

3,844

20,915

1,785

1,769

104,25

177

161,25

z

162

122,25

161,5

121,5

Athen. . . Canada . . Urn naD. . Lar» e..

5 43 4.82 3,836 20,865

5 44

4,90

3,844

20,905