Ausgabe 
21.5.1930
 
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Vor Neuwahlen in Sachsen.

Auflösung öcü S chsischen Landtags.

Dresden. 20. Mai. (IDIB.) 3m Sächsischen Land­tag fand heule nachmittag die Abstimmung über die Auflösungsanträge statt. 5 ü r die Anträge wurden 50 Stimmen abgegeben, dagegen 46. Landtags- Präsident Meckel erklärte den Sächsischen Landtag auf Grund dieses Stimmenergebnisses sür auf­gelöst. Bei der Abstimmung haben die Sozial­demokraten. Kommunisten und Na­tionalsozialisten geschlossen für die Auf­lösung gestimmt, während alle bürgerlichen Parteien die Anträge a b l e h n t e n.

Oer Abbruch der Trierer Lustschiffhalle inhibiert.

Köln, 20. Mai. (CNB.) Die Arbeiten zum Ab­bruch der Trierer Zeppeltnhalle, die gestern be- ginnen sollten, sind nicht in Angriff genom­men worden. Ein Ingenieur, der mit zehn Schwei- ßern und Schneidebrennern aus Mannheim einge­troffen war, erhielt, als er die Arbeiten beginnen wollte, vom französischen Militär unvermutet den Befehl, wieder abzurücken und die mitgs- brachten Geräte mitzunebmen, da der Abbruch vorläufig nicht stattfinden dürfe. Der In- genteur ist mit den Arbeitern und Geräten heute

Der Sächsische Landtag ist an seiner unglückseligen Zusammensetzung eingegangen. Verantwortlich für seine Auflösung sind in erster Linie die National­sozialisten. Sie glaubten sich stark genug, den ge­samten Landtag unter Druck setzen und ihm ihren Willen aufzwingen zu können. Das hat zwar den Widerstand der übrigen Parteien ausgelöst, die sich aber doch bemühten, mit den Nationalsozialisten in ein verträgliches Verhältnis zu gelangen und sie zu bewegen, der neuen Regierung Schiel we­nigstens ihr Billigung auszusprechen. Das haben sie nicht getan, sie haben vielmehr für die ein- gereichten A u f l ö s u n g s a n t r ä g e gestimmt. Es fragt sich nun, wie sich die politische Lage in Sachsen in Zukunft gestalten wird. Darüber kann wohl kein Zweifel bestehen, daß auch die Neu- wählen keine klaren M e h r h e i t s o e r - h ä l t n i s s e bringen werden. Keine Partei hat eine zugkräftige Wahlparole. Im günstigsten Falle wer­den die politischen Gruppen in ihrer alten Stärke zurückkehren. Lediglich die Nationalsozialisten dürf­ten mit Erfolgen zu rechnen haben. Sie werden aber auch künftig wieder als Außenseiter auftreten. Es wird also alles bleiben, wie es bisher war. Auf der einen Seite das in eine Unmertge von Parteien und Gruppen zersplitterte und deshalb schwache Bürgertum, auf der anderen die starke Sozialdemokratie, die vielleicht wieder die Herrschaft im Lande übernehmen wird, wenn sich die eine oder andere bürgerliche Gruppe bereit finden sollte, mit ihr zusammenzugehen.

Oie stounganleihe.

Berlin. 20. Mai. Sn den politischen Kreisen rechnet man trotz der großen noch vorhandenen Schwierigkeiten immer noch mit der Möglichkeit, daß die Bounganleihe, die Deutschland rund 500 Millionen bringen soll, noch bis Ende Mai, spätestens Ansang Juni zur Aus­gabe komrur. Dies ist um Jo wichtiger, als die Bemühungen der'Regierung aus Senkung der hohen Arbeitslosenziffern durch die Anleihe auf längere Sicht gesehen, eine sehr reale Llnterstützung finden dursten. Die bis­herigen Verhandlungen in Basel, die nun durch die entscheidenden Beratungen der Bankiers und der Vertreter des Finanzministers in Paris fort­gesetzt und zum Abschluß gebracht werden sollen, haben wenigstens in einigen wichtigen Punkten ein positives Ergebnis gebracht. Der Gedanke einer einheitlichen großen internationalen Anleihe ist wenigstens insofern aufgegeben, indem zwar ein einheitlicher Vormalzinsfuh von 5,5 Prozent festgesetzt worden ist, aber in den ' Ländern, in denen die Lage des Kapitalmarktes 7eine besondere Situation geschaffen hat, ver­schiedene Emissionskurse festgesetzt wer­den. Wichtig ist auch, daß die unmögliche Forde­rung einer besonderen deutschen Sicher­heitsgarantie endgültig gefallen zu sein scheint, denn neben der Unterschrift des Reiches wird nur noch die der Reichs­bahn verlangt, die ja einen Teil der Anleih« erhalt. Die steuerliche Belastung der Emission in den einzelnen Ländern und die Verteilung der Abschnitte, wobei englische Wünsche eine große Dolle spielen, sind auf der Pariser Konferenz noch vor allem zu behandeln.

Neue Initiative im Ernährungsministerium.

Ein Standardisierungsgesetz für die Landwirtschaft.

Berlin, 20. Mai. Nachdem der neue Führer des Reichsernährungsministeriums einen großen Teil seiner zollpolitischen Pläne verwirklicht hat, wendet man jetzt neue Aktivität für die in der letzten Zeit kaum noch weitergekommene Frage der Stan­dardisierung der landwirtschaftlichen Erzeugnisse auf. Wie wir aus gut unterrichte- ten parlamentarischen Kreisen hören, werden sogar sehr weitgehende Erwägungen angestellt, die auf die Schaffung eines großen Rahmen­gesetzes für die Standardisierung einer Reihe wicytiger Agrarprodukte hinauslaufen. Das Rah­mengesetz würde nur allgemeine Vorschriften ent­halten, die sich auf Getreide, auf Obst, Gemüse usw. beziehen. Da selbstverständlich mit derartig allgemein gültigen Gesetzesbestimmungen die Standardisierung im einzelnen nicht zu bewerkstelligen ist, würde das Gesetz prinzipielle Ermächtigungen für den Reichs­ernährungsminister enthalten, auf Grund deren er die für die einzelnen Gebiete notwendigen Vor­schriften von Fall zu Fall erlassen kann.

Auch hier zeigt sich wieder die in der letzten Zeit wiederholt bei der Tätigkeit des Reichsernährungs­ministeriums zu beobachtende Tendenz, dem Mini- ster die für die Praris notwendige Bewegungs­freiheit durch eine pauschale Ermächtigung begrenzt und unterbaut durch gesetzlich festgelegte Richtlinien, zu verschaffen. Ein Vorläufer dieses jetzt diskutierten Rahmengesetzes für die Standardisierung bildet das Reichsmilchgesetz, das noch von Dietrich aus­gearbeitet wurde. Nachdem die Beratunaen im Reichsrat abgeschlossen sind, wird das Reichsmilch­gesetz in etwa 14 Tagen dem Reichstag zugehen, und wahrscheinlich im Zusammenhang mit der zweiten Lesung des Haushalts des Reichsernährungsmini­steriums dort zur Debatte stehen.

Die ÄMemImigen des Hessischen Landtags

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Sevilla. 20.Mal. (IBIB. Funkspruch.) Das LuftschiffGraf Zeppelin" ist heute vormittag 9.30 Uhr MEZ. zu feiner Südamerikafahrt auf - ge ft leg en. An Bord befinden sich 19 Passagiere. Der Start erfolgte bei herrlich st em Wetter. Das Luftschiff entschwand nach kurzer Zeit in süd­licher Richtung den Blicken.

Heber den Flug des Luftschiffes gingen folgende Funksprüche ein:

16 Uhr 34 Grad Nord, 12 Grad West; Luftschiff fährt noch nicht besonders schnell, da Gegenwinde aus Süd bis Südwest, Ausholen nach Westen, R i ch- tung Madeira, um Tief nördlich kanarischen 3nseln zu umfahren und eher Passat zu erreichen.

Der DampferDelfins" meldet, daß er auf 35 Grad 39 Minuten nördlicher Breite und 11 Grad 24 Minuten westlicher Länge mit dem Luftschiff um 13.10 Uhr in Funkverbindung war. Das Luftschiff

WHP. Darmstadt, 20. Mai. Präsident Delp eröffnet die Sitzung um 10.30 11 hr.

Aba. Burgbacher (Z.): Das Zentrum lehnt es ab, dem Sozialismus den Steigbügel zu halten. Die Gewerkschaften können ohne Ver­lust eine größere Beweglichkeit und bessere An­passungsfähigkeit an den Lag legen, was be­sonders den freien Gewerkschaften (z. B. im Fall

eine Erkenntnis:

Steuererhöhung.

Abg. Eberle (Dem.): Dey Einheitsstaat ist für uns kein finanz- sondern ein staatspolitisches Ziel. Beim Abbau darf vor den Toren des Ministeriums nicht Halt gemacht werden. Die Verstaatlichung des Rotariats lehnen wir ab. Die Osthilfe lehnen wir ab. Durch verstärkte Propaganda kann der Absatz des billigen deut­schen Weines ganz außerordentlich gesteigert werden. Der Schulabbau hat auf dem Lande viel Llnheil gebracht, wo auch einklassige Schulen abgebaut wurden.

Finanzmimster Kirnberger:

fünfte, die Reise gehe ohne Zwifchenfall vonstatten.

Der Dampfer21 ft u r i a s" sichtete den Zeppelin etwa 325 Meilen nordöstlich der kanarischen Inseln. Das Luftschiff flog mit einer Geschwindigkeit von etwa 50 Meilen in der Stunde.

Funkspruch von Bord desGras Zeppelin": 20 Uhr etwa 32 Grad Nord, 14 Grad West. Im­mer noch südliche Gegenwinde. Kurs auf Teneriffa. Wetter schön. Alles in Ordnung. Das Luftschiff hatte regen Verkehr mit Norddeich und hat jetzt auch Funkverbindung mit einem deutschen Dampfer.

Funkspruch von Bord desGraf Zeppelin": 2.15 Uhr; passieren in 30 Minuten Kanaren.

Funkspruch von Bord desGraf Zeppelin": 5 Uhr, Teneriffa. Leuchtfeuer gesichtet, Ost- küste passiert.

Opfer i st Sparsamkeit jedes z einen. Wir haben bei der Kritik des volks­parteilichen Redners eine Mäßigung vermißt,

des Stahlwerkes Decker) mangelt Cs gibt nur jeder

Mit Kurs aus Brasilien.

Das LustschiffGras Zeppelin" über den Kanarischen Inseln

wieder nach Mannheim zurückgefahren. In den frühen Morgenstunden hat die französische Besatzung Bingen verlassen. Der Abzug der französischen Truppen erfolgte vollkommen un­bemerkt und ohne jede Formalität. In Bingen ist jetzt nur noch eine französische Gendarmeriestation vorhanden. Nach einer Mitteilung soll diese bis zum Abschluß der Besatzungszeit für die Sicherheit der Truppentransporte hier verbleiben.

Handlungen aus. Der Mißerfolg der Besprechun­gen sei nicht auf irgendeine zu weitgehende Einstellung der einen oder anderen Seite zurück­zuführen, sondern auf Schwierigkeiten, denen sich Großbritannien in der Frage des Sudans gegenübergesehen habe. Er glaube, daß Groß­britannien bald die Berechtigung der ägyptischen Forderungen im Sudan anerkennen werde und daß dann ein Abkommen erreicht werden könne. Der Abbruch der Verhandlungen werde sich viel­leicht auch insofern günstig auswirken, als Groß­britannien nun mit der Einstellung Aegyptens in dieser Frage genau vertraut sei und ein späterer Vertrag daher vielleicht zu einer be­friedigenderen und gerechteren Lösung führen werde. Sn Kairo nahm die Abordnung an einem Empfang, der zu ihren Ehren von Frau Zaglunl Pascha gegeben wurde, teil. Sn den Straßen wurde sie von der Menge mit lauten RufenAegypten und der Sudan sind unteilbar",Lang leben Aegyptens Retter", begrüßt.

$rau Aaidu verhaftet.

Bombay, 21. Mai. (WTB. Funkspruch) Wie aus Dharasana gemeldet wird, wurde die Führerin der Gandhibewegung, Frau Raidu, verhaftet. Hundert Freiwillige wurden bei einer polizeilichen Razzia verwundet. 300 un­bewaffnete und 50 bewaffnete Polizisten unter Leitung höherer Beamten umzingelten heute vor­mittag 7 Uhr das Hauptquartier des Sndischen R a t i on a l ko n g r e s ses. Dec dein Eindringen in den Kongreß verhaftete die Polizei das ganze Kongretzbureau emschließ- lich des Präsidenten Rariman.

Lockerung der Diktatur in Südslawien.

Kroaten treten in das Kabinett.

B e r I i n, 20. Mai. (Priv.°Tel.) Ganz im Ver­borgenen scheint sich in Südslawien eine bemer­kenswerte Wandlung zu vollziehen. Die Dikta­tur, die der König vor längerer Zeit eingesetzt hat, sollte dem Ziele dienen, die innere Re­organisation des Staates, zu der das parlamentarische System sich als unfähig er­wiesen hatte, in die Wege zu leiten. Daher rst es zu scharfen Konflikten mit den Füh- rem der kroatisch-bäuerlichenOpPo­sition gekommen, und jetzt gerade stehen Dr. Matschek und seins Anhänger vor dem Bel-

Die Lage in Spanien.

Berenguer bereitet die Wahlen vor.

Paris, 20. Mai. (WTB.) Dem Berichterstatter desJournal" erklärte der spanische Ministerpräsi­dent Berenguer, die Aufstellung der neuen Wahllisten werde im November beendet sein. We­nige Monate später würden die Wahlen statt- finden. Der Wahlkamps werde verkürzt werden, denn sein größter Wunsch sei, daß das Parla­ment zusammen treten und arbeiten könne. Vor Beginn der Wahlzeit werde er die Ver- sammlungs. und Pressefreiheit wie­der Herstellen. Da er jedoch auf die Aufrecht- erhaltung der Ordnung bedacht sei, werde er die­sen Augenblick.gemäß den Umständen wählen. Ob eine Reform der Verfassung von 1876 erforderlich sei, darüber solle das Parlament ent­scheiden. Das gegenwärtige politische Unbehagen habe keine tiefe Wurzel. Es sei entstanden aus der Agitation der zahlreichen In der Neubildung begrif­fenen Parteien. Er glaube nicht, daß die spanische Währung sinken werde, denn die Wirtschaftslage des Landes fei gut.

Oer Abbruch der englisch- ägyptischen Verhandlungen.

Begeisterter Empfang der ägyptischen Abordnung.

London, 20. Mai. (TU.) Die ägyptische Ab­ordnung für die englisch-ägyptischen Vertrags­verhandlungen in London ist am Montagabend wieder in Alexandrien eingetroffen. Eine große Menschenmenge hatte sich für den Emp­fang eingefunden, und ein starkes Aufgebot be­rittener Polizei hatte große Mühe, dem Auto deS Ministerpräsidenten Nahas Pascha einen Weg zu bahnen. Sm Zuge von Alexandrien nach Kairo sprach sich Nahas Pascha gegenüber dem Kairoer Korrespondenten derTimes" noch einmal kurz über den Zusammenbruch der Ver-

Nach persönlichen Bemerkungen der Abg. Dr. Keller (D. 23p.), Widmann (Soz.), Dr. Werner (NS.) und Dr. Lcucytgens (Lbd.) ist die allgemeine Aus­sprache geschlossen. Die Abstimmungen zum allge­meinen Teil des Staatsvoranschlages werden auf Mittwoch vertagt, woran sich dann die Einzelbe­ratung anfchließen wird.

auf die wir ein Anrecht zu haben glauben, da wir im Reich mit der Volkspartei in der Koalition sitzen. Wenn der Staat darauf ver­zichtete, nur verfassungstreue Diener zu haben, wird er sich selbst aufgeben.

Abg. Widmann (Soz.): Die gegenwärtige Agrarpolitik wird zum weiteren Anziehen der Preisschraube führen. Wir fordern von der Regierung schärfstes Vorgehen gegen Steuer­sabotage und Steuerhinterziehung. Wir müssen im Reich von der Steuerpfuscherei abkommen unb ein klares, einfaches Steuersystem schaffen. Die hohen Pensionen in Reich, Ländern und Gemeinden müssen herabgesetzt werden. Dem Reich sind die Kosten für die ausgesteuerten Erwerbs­losen zu übertragen. Die Kopfsteuer lehnen wir ab. (Zuruf:ilnb Hilferding?") Es ist möglich, daß der hessische Staat im Herbst nur einen Teil der Beamtengehälter zahlen kann.

Abg. Glaser (Ldbd.): Die Forstbeiträge der Gemeinden sind trotz ihrer bisherigen Hohe wei­ter gesteigert worden. Die Aufhebung der Ber­liner Gesandtschaft bringt uns keine bedeutenden Ersparnisse und wäre schädlich für Hessen. Bei den sachlichen Ausgaben ist die Regierung bis nahe an die Grenze des Tragbaren gegangen, dagegen sind die persönlichen Kosten noefr unbe­dingt zu senken. Kein Stand außer den Beamten erhält Zuschläge für Schulausbildung der Kinder. Sn der Landwirtschaft haben wir vielfach nur Friedenspreise bei stockendem Absatz. Die Hal­tung der Beamtenschaft zur Gehaltskirzung wird den Radikalismus und die Feindschaft gegen daS Berufsbeamtentum stärken.

Abg. Axt (VRP.): Wir fordern Rückkehr zur Gerechtigkeit in der Auf- bzw. Abwertungsfrage. Bedauerlich ist der Abbau bet der Polizei. Den Abstrich an der eigentlichen Volksschule hätte man durch Verringerung der Sonder­klassen vermeiden können. Abwegig ist der Gedanke, dah die Ministerien der Zahl der Koalitionsparteien entsprechen müssen. Das Spar­gutachten ist sachlicher Beratung wert.

auf den verschiedensten Gebieten, 205 bei den Volks­schulen und 538 bei der Polizei, zusammen also 957, gestrichen oder auf den Inhaber gesetzt. Im Behar- rungszustand ergibt das eine Ersparnis von 2,3, mit Pensionen von etwa 3 Millionen Mark. Ich glaube, daß der gesamte Pensionsetat den Betrag von 20 Millionen Mark nicht erreichen wird, gebe aber zu, daß Mittel zur Her absetzung dieses ungeheuer hohen Ansatzes gesucht werden müssen. Meine Ausführungen über eine A e n d e - rung des inneren Finanzausgleichs find vielfach dahin ausgelegt worden, daß die durch starke Wohlfahrtslasten bedrückten Gemeinden sche­matisch neue Bela st ungen erhalten sollen. Das ist falsch. Ich kann mir Wege denken, die zu einer Erleichterung für diese Gemeinden führen werden. Mit den für den Herbst für möglich ge­haltenen Kassenschwierigkeiten in Hessen wird nicht zu rechnen sein. Nack unseren Bemühungen und den Feststellungen der letzten Zeit darf man für das nächste Etatsjahr mit einer, wenn auch bescheidenen Verzinsung unserer Eisenbahnforde­rungen an das R e i ch rechnen. Trotz aller Schwierigkeiten durch die große Arbeitslosigkeit und die allgemeine ernste Wirtschaftslage m u ß es uns gelingen und ich hoffe darauf im nächsten Jahr, wenn auch unter schweren Opfern, einen ausgeglichenen Etat vorzulegen im Interesse des Staates und der Wirtschaft, der wir alle dienen wollen. .

Es ist nicht richtig, daß wir 35 Millionen leihen für laufende Zwecke verzinsen müssen. Fehlbeträge bis 1928 einschließlich sind durck lieber- schlisse früherer Jahre ausgeglichen worden. Auch für 1929 und 1930 brauchen wir keine Anleihen zur Defizitabdeckung. Wir haben im Etat 214 Stellen

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Wettervoraussage.

Der hohe Druck im Südwesten hat sich mehr nach den britischen Inseln verlagert und nordostwärts bis über Skandinavien ausgedehnt, während die neue Jslandstörung sich weiter vertieft hat. Im Bereich des hohen Druckes bleibt zunächst das Wetter trocken, und die Bewölkung geht mehr zurück. Dabei tritt nachts Abkühlung ein, während tagsüber die Er« wärmung zunimmt.

Voraussage für Donnerstag: Mehr aufheiternd, aber auch zeitweise bewölkt, trocken, nachts kühl, tagsüber wärmer.

Aussichten für Freitag: Stellenweise dunstig und bewölkt, wärmer, noch trocken.

Lufttemperaturen am 20. Mai: mittags 16,1 Grad Celsius, abends 12,7 Grad; am 21. Mai: morgens 11,1 Grad. Maximum 16,5 Grad, Minimum 9,4 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 20. Mai: abends 15,3 Grad; am 21. Mai: morgens 12,4 Grad. Sonnenscheindauer 6% Stunden.

Relfewelterdlensk.

Garmisch-Partenkirchen. Tempera­tur 8 Grad, Südwestwind, wolkig. Wetter: ver­änderlich, seit gestern: teils heiter, teils wolkig.

Westerland auf Sylt. 9Grad, vorherr­schend kühl, Nordwestwind, wolkig, seit gesternt veränderlich mit Schauern.

Baden-Baden. 10 Grad, vorherrschend kühl, Südostwind, heiter; seit gestern: teils freit ter, teils wolkig. j

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grabet Tribunal. Aus bet anderen Sekte aber war es von vornherein das Bestreben der Dik­taturregierung, durch die Neueinteilung der Verwaltung eine vernünftige Auto­nomie Kroatiens zu schaffen. Hierbei hatte daS Kabinett Zivkowitsch gegen die altserbischen Zen- tralisationsbestrebungen zu kämpfen. Ein neuer Schritt im Sinne der Wiederherstellung verfas­sungsrechtlich-parlamentarischer Zustände ist jetzt dadurch geschehen, dah in das Kabinett ins­gesamt sechs kroatische Minister auf* ?enommen worden sind. Allerdings von der roatischen Gruppe, die grundsätzlich zu einer Verständigung mit Belgrad bereit ist. Man darf hierin den ersten Versuch zu einer Milderung des Dikta turregimes sehen, das seiner­zeit vom König eingerichtet worden ist, um ein Auseinanderfallen des Staates .in seine ver­schiedenen Bestandteile zu verhindern.

Aus aller Welt.

Unglücklicher Ausgang einer dreifachen Hochzelt.

Eine dreifache Hochzeit in einer Ortschaft in der Bretagne, wo neben der Eheschließung eines jungen Paares gleichzeitig die silberne Hochzeit der Eltern der Braut und die goldene Hochzeit der Großeltern der Braut gefeiert wurde, an welchem Ereignis die Bevölkerung einen lebhaften Anteil nahm, fand ein trauriges Ende. Ein Lastauto, in dem Hoch­zeitsgäste heimbefördert wurden, fuhr gegen einen Baum. Die 18 Insassen wurden zum Teil schwer verletzt.

Zwölf ilalienifche Fischerbooke gesunken.

Während eines Gewittersturmes, der über daS Küstengebiet bei Ravenna (Adria) dahinging, sind 12 Fischerboote gesunken. 15 Fischer fanden den Tod in den Wellen. Auch in der Provinz Venedig hat der Sturm großen Schaden an» gerichtet. Telegraphen- und Telephonstangen wur­den umgerissen, so dah der Telegraphen- und Telephvnverkehr den ganzen Tag über stellen­weise unterbrochen war. Auf den Feldern wurden 70° Prozent des Ertrages vernichtet. Auf den Bergen um Belluno ist Schnee gefallen. UeberaU ist die Temperatur stark gesunken. Auch in Dom weht ein kalter Wind. Auf dem Garda- See fenterte infolge des Sturmes eine Barke. Die Besatzung von zwei Mann ertrank.

28 Todesopfer einer Eisenbahnkalastrophe bei Moskau.

Bei der Station Tschernaja an der Eisen­bahnlinie Moskau Kasan stieß ein Per­sonenzug mit einem Güterzug zusammen. 28 Per­sonen wurden getötet, 29 schwer verletzt.

Bergwerksunglück in Südafrika.

In einem Kohlenbergwerk in Durnside (Na­tal) ereignete sich eine Explosion, durch die ein Europäer und 50 bis 100 Eingeborene von der Außenwelt abgeschnitten wurden. Die Rettungsarbeiten wurden unverzüglich aus­genommen, und mehrere Eingeborene sind be­reits mit Brandwunden und sonstigen Verlet­zungen geborgen worden. Da aber die Ret­tungsarbeiten längere Zeit erfordern werden, befürchtet man, die Mehrzahl der Eingeschlosse­nen nicht mehr lebend bergen zu können.

Oie Wetterlage.