Ausgabe 
21.5.1930
 
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19. Mai.

dann geben Sie sie bitte spätestens im Laufe des Mittwochs beziehungsweise Donnerstags in der Geschäftsstelle auf

des Dreißigjährigen Ärici In dankenswerter Weise

Deamtenurlaub für die Defrei­er n g s s e i e r Das hessische Ministerium für Kultus und Bildungswesen hat angeordnet, daß

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in der Freitags- oder in der Samstags­nummer des Gießener Anzeigers durch sorgfältige, wirksame Satzausstattung

werben soll

L o t be 11 e n, Drrtr cev Hess. Lanöesvereins vom Roten Kreuz, Sanitätsrat Dr. Ha hn (Dad«Rau- heim). Inspekteur der Kolonnen in der Provinz Oberhessen, und Kolonnenführer L. Kratz (Gie­ßen). Die Prüfung sollte den Zweck haben, nur solche Leute als Führer zu bestimmen, die durch eine entsprechende Prüfung den Rachweis er­bracht haben, daß sie die von einem Führer ver- lcmgten Eigenschaften und Fähigkeiten besitzen. An der Prüfung nahmen 18 Prüflinge auS Als­feld, Gießen, Homberg (Oberhessen) und Dad- Rauheim teil. Bei der theoretischen Prüfung waren 40 Fragen auszuarbeiten, die sich zum Teil auch aus die Organisation erstreckten. An­schließend an die theoretische Prüfung fand eine solche über praktische Hilfeleistung und Ord­nungsdienst statt. Der Ordnungsdienst hat den Zweck, die Mannschaften zu schulen, sich bei ein­tretenden Unglücksfällen auch ohne besondere An­weisung zweckentsprechend einzusetzen. Sämtliche 18 Prüflinge haben bestanden.

** Gesangskonzert In der Nerven« klinik. Der Mädchenchor der Evangelischen Ju­gendoereinigung Klein-Linden unter der Leitung seines Dirigenten, Lehrer Rau, Klein-Linden, er­freute am Sonntaanachmittag die Patienten und das Personal der Nervenklinik durch den Dortrag einiger schön wiedergegebener Chöre. Den Sänge­rinnen und ihrem Leiter wurde von der Kliniks- leitung der Dank der Zuhörer ausgesprochen.

* Eine Gießener Komposition im Rundfunk. Wie Kapellmeister und Komvonist Paul B u ch w a l d uns mitteilt, erfolgt die Urauf­führung seiner OuvertüreSonnenwendfeier" für großes Orchester am 30. Mai im Mittagskonzert des Südwestdeutschen Rundfunks in Köln.

* E i n Gastspiel des Hess ischen Lan­destheaters findet am morgigen Donnerstag, 20 Uhr, in Bad-Nauheim im Großen Bühnensaal des Kurhauses statt Zur Aufführung kommt Verdis Oper0 11) e 11 o". Die musikalische Leitung hat

den lm Bffcntndkn Sch-ifistenst befindlichen Lehr­personen, welche beabsichtigen, an den von chren Berufsorganisationen anläßlich der Räumung des besetzten Gebiets in Mainz stattsindenden Be- freiungsseierlichkeiten teilzunehmen, ohne Anrech­nung auf die gesetzlichen Ferien Urlaub zu er­teilen ist. Die gleiche Anordnung ist von den übrigen Ministerien bezüglich der ihnen unter­stellten Beamten und Angestellten getroffen worden.

* Aus dem Gießener StandeS- amtSregister. GS verstarben in Gießen in der Zeit vom 1. bi- 15. Mai: 4. Katharine Luise Maria Elisabethe Schmidt, geb. Lapp, Witwe, 34 Jahre, Licher Straße 37. 5. Heinrich Kaspar Linkmann. Lokomotivführer, 55 Jahre, Sbelstraßc 3. 6. Margarelbc Wiedmcyer. geb. Müller, Witwe. 75 Jahre. Reuenweg 38. 6. Jacob Waldschmidt, Schmied, 71 Jahre, Hamm- stratze 14. 7. Wilhelmine Rinker. Laufmädchen. 49 Jahre, Schanzen straße 1. 8. Elise Schickedanz. geb. Jakob. 45 Jahre, Reuenweg 29. 10. Gustav Hudel. Lokomotivführer i. R., 48 Jahre, Großer Steinweg 5. 11. Ludwig Merten, Rechnungsrat i. R., 87 Jahre, Ebelstrahe 9. 13. Georg Jost. Postassistent, 50 Jahre, Wilsonstraße 3. 14. Kon­rad Mandler, Hausmeister, 68 Jahre, Damm­straße 37. 15. Elisabethe Schmidt, geb. Loh. 56 Jahre, Krosdorfer Straße 8.

Sanitätskolonnenführer - P r ü - f u n g. Am Sonntag fand in der .Stadt Lich" dahier für die oberhessischen Sanitätskolonnen eine Führerprüsung statt. Die Prüsungskommis- sion bestand aus den Herren Hauptmarm a. D.

seiner Liebkingsnahrung zu gehören. Ein so gesähr- liches Gift wie Llrychnin bewirkt bei ihm nur eine beträchtliche Gewichtszunahme. Eine besondere Ge­schmacksrichtung weist auch der Messi ng käf er auf, der wegen seines metallartigen Aussehens so genannt wird. Er verzehrt mit wahrem Wohl­behagen Schnupftabak und alte Schuhe, verachtet aber auch WoUwaren, Makkaroni und Kunstseide nicht. Neben trockenem Fleisch und Därmen verzehrt der Speckkäfer auch scharf gesalzenes Fleisch, und ebensowenig verzichtet er auf Zigarren.

Man sieht also, daß die zahlreichen Schädlinge fast keinen Gegenstand im Haushalt verschonen. Kleidungsstücke sind vor ihnen ebensowenig sicher, wie Vorräte. Dabei ist in letzter Zeit wieder eine Anzahl von neuen Käferarten eingeschleppt worden. So hat man vor kurzem in Deutschland einen Blütenkäfer entdeckt, der mit einem Pelz aus dem nördlichen Dftafien eingeschleppt worden ist. Mit getrockneten Bananen kamen gefährliche Käfer zu uns, die sonst nur im Holze junger Koffeebäum- cher. Vorkommen. Mit amerikanischen Aepfeln hat man ebenfalls neue Schädlinge nach Deutschland im­portiert.

Wie kann man sich vor diesen ungebetenen Gästen schützen? Meist werden gegen eingedrungene Käfer ober Motten Maßnahmen ergriffen, die viel Mühe verursachen, aber wenig Wirkung erzielen. Um eine wirksame und nicht allzu kostspielige Vernichtung der Schädlinge zu erzielen, wurde vor einigen Jahren ein besonderes Laboratorium für Vorrats- und Speicherschädlinge bei der Biologischen Reichsanstalt geschafsen. deren Leiter eine anerkannte Autorität auf diesem Gebiet, Regierungsrat Dr. Zacher, ist Während diese Stelle aber nur Auskünfte gibt, so weit es sich um Fälle handelt, die den heimischen Pflanzenbau betreffen, ist die Gesellschaft für Vor- ratsschutz geschaffen worden, um dem breiten Publi­kum im Kamps gegen Motten und Käfer beizustehen. Durch wissenschaftliche Forschungen und Verbreitung von Kenntnissen über die Schädlinge aller Art, wie Nagetiere, Insekten und Milben, will diese Gesell­schaft der Wirtschaft und zugleich allen Hausfrauen im Kampf gegen die Schädlinge zur Seite stehen. Bei der letzten Jahresversammlung dieser Gesellschaft erfuhr man, daß es unbedingt sichere Mittel gegen Mottenschäden gibt. So wurde beispielsweise als ein- fachstes Mittel der Anstrich von Lagerräumen mit Spiritusseifenbrühe empfohlen. Die Durchgasung be­reits von Motten befallener Gegenstände in sog. Durchgasungskasten hat sich als durchaus wirksam er­wiesen In besonders schweren Fällen müssen aller­dings die Räume mit Blausäure ausgeräuchert wer­den. Selbstverständlich ist peinliche Sauberkeit die Vorbedingung für dos Fernhalten von Motten, die häufig in Staub und Warenabfällen ihre Brut ob­legen Gas hat sich auch im Kampf gegen den Meß fingfäfer bewährt, bei einfacheren Fallen pflegt man Schwefelkohlenstoff anzuwenden Auf ähnliche Art bekämpft man auch die Mehlmotte. Zur Bekämpfung der Kornkäfer wendet man oft Trockenbeizmittel an, doch haben sich auf Grund neuer Forschungsergeb­nisse Kupferoerbindungen Oxyde und Kar­bonate als besonders geeignet erwiesen Die Wir­kung auf die Schädlinge ist aber nicht etwa eine chemische, sondern eine rein physikalische Auf jeden Fall sollten sich besorgte Hausfrauen stets an Fach leute roenben, bevor sie den Kampf gegen ein- gedrungene Motten und Käfer aufnehmen, da bei­spielweise eine Vergasung von Wohnräumen nie durch Privatleute vorgenommen werden darf.

Bornotizen.

Tageskalender für Mittwoch. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Sprech- und Ton­film ..Der unsterbliche Lump".

Stadttheater Gießen Man schreibt uns: Das Mittwochabonnement hat noch zwei Vorstellungen. Morgen Donnerstag, 22. Mai, Clavigo" (Beginn 20 Uhr), und Dienstag, 27. Mai, Meine liebe, dumme Mama", als letzte Vorstellung der Mittwochabonnenten Freitag, 23. Mai, ist die

führen die zarten schmiegsamen Tabakblätter den Bearbei­tungsmaschinen zu, damit keine Blätter verletzt werden und der edle Lang-Schnitt erzielt wird.

Aus her provinzialhaupistakft.

Gießen, den 21. Mai 1930.

Oie Feinde der Hausfrau rücken an.

Don C. Ascher.

Für alle schönen Dinge, die das Leben beschert, wird uns meist kurze Zeit daraus eine unangenehme Rechnung präsentiert. Haben wir doch mit lebhafter Freude das schone, überaus frühzeitig einsetzende Frühlingswetter begrüßt ohne zu bedenken, daß die Wärme auch empsmdliche Unannehmlichkeiten mit sich bringen kann. Da die Sonne Gerechte und Un­gerechte gleichmäßig bescheint, hat sie auch überaus günstige Entwicklungsbedingungen für olle Haus- und Vorratsschadlinge geschaffen. Sagt doch eine Autorität, wie Regierungsrat Dr. Zacher von der Biologischen Reichsanstalt Berlin-Dahlem, wahre MassenflügeoonKleidermottenfürden kommenden Sommer und Herbst voraus. Das ist eine betrübliche Botschaft für alle Hausfrauen, die das Zerstorunaswerk dieser ewig hungrigen Ein- bringlinge angstvoll verfolgen. Aber nicht nur die Motten sondern auch die gefürchteten Kornkäfer, die Reis- Messing-, Mehlkäfer und Schaben werden sich wahrscheinlich in diesem Jahr durch besonders zahl­reiches Erscheinen unangenehm bemerkbar machen Man kann nach milden Wintern stets dieselbe Be­obachtung machen, daß die Schädlinge in großen Mengen auftreten. Allerdings scheint es für die ein­zelnen Arten besondere Perioden zu geben, und merkwürdigerweise tauchen diese Käferinoasionen bisweilen in einzelnen Landesteilen besonders stark auf. So erlebte man 1925 in Württemberg eine un­angenehme Ueberraschung, als die gefürchteten Mes­singkäfer in Scharen anrückten. In diesem Jahre dürften es die Kleidermotten sein, die eine besonders heftige Offensive gegen die kostbaren Güter der Haus­frau unternehmen werden, und da die feindlichen Truppen in bedrohlicher Stärke anrürfen, ist es not­wendig, vor der Gefahr zu warnen, auf wirksame Abwehrmaßnahmen hinzuweisen.

Man darf nicht etwa glauben, daß die Schädlinge in blinder Gier über alle Vorräte herfallen Auch unter Käfern und Motten gibt es Feinschmecker, aus gesprochene Spezialisten, die recht wählerisch in bezug auf Ihre Nahrung sind. Leider ergänzen sich die Ein­dringlinge inidealer" Weise, so daß eine Käferart mit Behagen vertilgt, was die andere verächtlich beiseite geschoben hat. Welche Mengen von den Nah­rungsschädlingen teils gefressen, teils ungenießbar gemacht werden, geht daraus hervor, daß Deutsch land durch dieses Ungeziefer jährlich etwa 100 Mil­lionen Reichsmark einbüßt Noch schlimmer ist es in Amerika, wo man diese Verluste auf etwa 800 Mil­lionen Mark beziffert. Selbst Käfer, die man bisher für verhältnismäßig harmlos gehalten hat, haben sich auf Grund eingehender Beobachtungen als ge­fährliche Zerstörer erwiesen. So hat es sich heraus gestellt, daß beispielsweise der Holzbocksäser sich keineswegs mit dem Benagen von Balken be­gnügt. Erst kürzlich hat ein großes Wäschegeschäft empfindlichen Schaden daurch erlitten, daß diese Kaser größere Bestände an Leinenwäsche völlig zerstört haben Eine besondere Vorliebe für Nikotin scheint die K o r n m o 11 e zu zeigen, die man auch In Zigarren beobachtet hat. Besonders wählerisch aber ist die Kakaomotle, die man nur in den besten Sorten, wie Trinidad und Equador, findet, mährend sie die minderen Qualitäten verächtlich über- geht. Ein Leckermaul ist auch die M e h l m o 11 e, die Schokolade, Pralinen und Nußschokolade bevor­zugt. Dabei hat cs sich herausgestellt, daß die übliche Verpackungsweise keineswegs gegen das Eindringen von Schädlingen schützt Obwohl sich die Schokolade in einer Cellophanpackung befand, - gelang es den Raupen der Mehlmotte doch, durch eine Spalte in Oas Innere einzudringen und zu der Schokolade zu gelangen. Die Kleidermotte geht ebenfalls systematisch vor. So hat man mehrfach gefunden, baß aus gemischten Geweben (Wolle und Baum­wolle) nur die Wollfäden vernichtet waren, während Oie sonst sehr gefräßige Motte die Baumwollfäden nicht berührt hatte Eine besonders gefährliche Ge- schmacksrichtung kann man bei dem Kabinett- f ä f e r beobachten. Er frißt mir Vorliebe Woll- jtoffe, Teppiche und Polftermöbel. Einer irreführen­den Namen trägt eigentlich der Mehlkäfer, zu dessen besonderen Leckerbissen getrocknete Birnen ge- -en. Wenn aber in einem Gefäß auch zugleich getrocknete Aepfel aufbewahrt werden, läßt er sich keineswegs dazu verleiten, von der geliebten Birnen- Nahrung abzugehen. Auch der B r o t f ä f e r nährt sich nicht etwa ausschließlich von Mehl, sondern ver- ipeist mit besonderer Vorliebe Suppenwürfel, Tee und Kaffee. Vergiftetes Getreide aber scheint zu

letzte Vorstellung der Freitagabonnenten: Meine liebe dumme Mawa" (Beginn 20 Uhr)

Oberhessischer Geschichtsverein Am Donnerstag, 22. Mai, spricht UniversitätS- Professor Dr. R o l o s f in der historischen Fach­schaft der ilmüerjität über3u den Wirkungen ges auf Deutschland." ______________ . . hat die Fachschaft den Oberhessischen Geschichtsverein zur Teilnahme an diesem Dortrag aufgefordert. Wir verweisen auf die Anzeige im Gießener Anzeiger am Montag,

Qcneratmv,*fMr<?lor dngarst . 'b ftauhrim, der mit den Solisten, dem Eho. ..d dem Bad- Nauheimer Kurorchcstcr die Ausführung sorgfältig vorbereitet Hal. Näheres ist aus der heutigen An­zeige ersichtlich.

* Verbandstag der Kriegerkame­radschaft a s s i a". Der Derbandstog der Kriegerkameradschast .Hassia" findet am 14. und 15. Juni inAlsfeld statt. Am Samstag, 14. Ium, tagt im Alsfelder Ralhaussaol das Gesarntpräsi« dium. Der Verdandstag findet am 15. Juni Im Großen Saale des Deutschen Hauses statt.

Sinbruchsdiebstahl. In der Rocht zum Montag wurde in den Eichgärten in einen Hühnerstall eingebrochen. Der Täter stahl bret Hühner. Zweckdienliche Mitteilungen, die zur Üeberführung des TäterS führen, nimmt die hiesige Kriminalpolizei entgegen.

Kunst und Wissenschaft.

vom Hessischen condestheater.

Kapellmeister Z w i ß l« r vom Hessischen Landes­theater in Darmstadt hatte seinerzeit wegen des un- gewissenen Schicksals des Hessischen Landestheaters einen Vertrag mit dem Breslauer Theater abge­schlossen. Nachdem die Zukunft des Landestheaters gesichert ist, gelang es den Bemühungen des Ge­neralintendanten Ebert, Zwißlers Breslauer Ver­trag zu lösen und ihn auf weitere zwei Jahre nach Darmstadt zu verpflichten

(Schluß de» redaktionellen Teils.)

Der Konsumverein eröffnet am Donnerstag, dem 22. Mai feine neue kombinierte Verteilungsstelle in der Liebigstraße. Wenn Genossenschaften die Mög­lichkeit haben, gemeinsam größere Vorteile ihren Mit- alicbern zu bieten, so muß das geschehen. Die Ver­hältnisse auf dem Wohnungsmarkt haben den Woh- nunasuchenben zur Genüge gezeigt, daß genossen­schaftlicher Wohnungsbau erträgliche Mietpreise für den Mieter unter den heutigen Verhältnissen mit sich bringt. Da dasselbe auf den Warenbezug In einer konsumgenossenschaftlichen Verteilungsstelle zutrisft, ist es ganz felbstoerständlich, daß die Mieter, als Mitglieder einer Baugenossenschaft auch gute Sion- sumgenossenschastler fein müssen. Auf Grund dieser Tatsachen hat der Konsumverein Gießen und Um­gegend in der Liebigstraße in einem großen Häuser­block der Baugenossenschaft 1894 einen Laden ein­bauen lassen und tritt hier als Mieter auf. Diese neue Verteilungsstelle hat eine Front von 21 Meter und ist in drei Abteilungen getrennt. Zwischen den Abteilungen sind Glaswände eingebaut. Durch Flügel­türen kann man von einer zur anderen Abteilung gelangen. In dieser kombinierten Verteilungsstelle bietet der Konsumverein in der ersten Abteilung seine vorzüglichen Kolonialwaren und einen Teil oft verlangter Textil- und Kurzwaren an, in der mittleren Abteilung seine guten Bäckerei- und Kon- bitorelartifel aus eigenen HersteUungsbetrieben. Die letzte Abteilung bringt den Mitgliedern des Kon­sumvereins Gießen zum erstenmal eine Fleischwaren- Verteilungsstelle. Die Mitglieder haben dort' die Möglichkeit, für die Folge auch außer Wurst Frisch­fleisch zu beziehen. Diese SpezialoerteilungssteUe ist sehr schön ausgestattet und hat eine maschinelle Kühl­anlage Die Nachbarvereine haben schon längere Zeit solche Spezialverteilungsstellen eingerichtet, und sind die Mitglieder mit dieser Neuerung außerordentlich zufrieden. Auch die Verwaltung des Konsumvereins Gießen hat das Beste getan. Es dürfte deshalb auch von feiten der Mitglieder und den dem Konsumverein noch fernstehenden Verbrauchern anerkannt werden, daß der Konsumverein in jeder Beziehung die Inter- essen der Verbraucher au wahren weiß. Er verteilt an seine Mitglieder einwandfreie Waren zu den niedrigsten Tagespreisen und Nettogewicht. Der aus diesem gemeinschaftlichen Betrieb erzielte Be­trag wird in Form von Rückvergütung am Jahres­schluß zurückgezahlt. Warenabgabe erfolgt nur an Mitglieder. Die Mitgliedschaft kann aber leicht erworben werden, intern bei der Beitrittserklärung 50 Pf. Beitrittsgeld zu zahlen sind Der Geschäfts­anteil von 30 Mark wird in drei Jahresraten von der Rückvergütung eingehalten, soweit nicht Bar­einzahlung erfolgt. 3468A

Es ist jedem Verbraucher danach leicht möglich, die Vorteile durch genossenschaftlichen Bezug zu erreichen.