Aiddaias Sängerbund.
. Ulfa, 17. Febr. 3m Krehbastschen Saale trafen sich gestern die Delegiertendes Riddatal-Sängerbundes, um die gefänglichen Veranstaltungen für das 3ahr 1930 festzulegen und einen Rückblick auf das abge- laufene Bundesjahr zu werfen. Der hiesige Gesangverein entbot den gesanglichen Willkomm und trug auch im weiteren Verlauf der Tagung eine Reihe schöner Chöre Hang rein und mit warmer Empfindung vor, was der Veranstaltung eine besondere Weihe gab.
Der Bundesvorsihende Theodor Schäfer (Eichelsdorf) begrüßte die Versammlung und berichtete ausführlich über die verschiedensten Veranstaltungen des Bundes im vergangenen 3ahr. Die Bundesvereine beteiligten sich an dem (Sau* wertungssingen in Schotten, an den Gesangsfesten zu Ridda, Einartshausen und Ra in rod. Es wurde besonders begrüßt, daß für die Zukunft neben dem Wertungssingen nur eine Jubiläumsfeier innerhalb des Bundes veranstaltet werden darf. 2ln dem Hessichen Bundessängerfest in Darmstadt nahm der Bundesverein Schotten geschlossen teil, fünf weitere Dundesvereine beteiligten sich durch Fahnendeputationen.
Die Ausführungen des Bundesvorsitzenden wurden ergänzt durch die Berichte des Schriftführers, Prokurist Michel (Ober-Schmitten). Die Bundeskasse, die von dem Rechner, Bürgermeister Mantel (Ober-Schmitten), verwaltet wird, weist trotz des geringen Beitrags von 10 Pf. pro Sänger einen Bestand von 170 Mark auf. Dieses günstige Ergebnis ist darauf zurückzuführen, daß der gesamte Vorstand schon seit Jahren auf Rückerstattung von Auslagen verzichtet.
Die Vorstandswahl war wiederum eine große Dertrauenskundgebung für den seitherigen Vorstand. Zum neunten Male wurde er durch Zuruf wiedergewählt. Eine von dem Vorsitzenden beantragte Abstimmung durch Stimmzettel wurde abgelehnt. Für den durch Wegzug ausgeschiedenen zweiten Dundeschor- meister Sabber wurde Lehrer Wolf (Unter* Schmitten) neugewählt.
Das Wertungssingen des Bundes findet am 4. Mai in der TurnhaKe zu R i d d a statt. Die Bundesvereine versammeln sich vor Beginn auf dem Marktblah, wo die Massenchöre „Wo gen Himmel Eichen ragen" von Heinrichs und „Der Lenz zieht ein" von Baumann gesungen werden. Zum Wertungsfiirgen wird ein Wahl- und ein Pflichtchor gesungen. Dundeschormeister Diehl (Ober-Schmitten) brachte als Pflichtchor das Lied „Vaterland" von G. Wohlgemuth in Vorschlag, was die Zustimmung der Versammlung fand. Als Wertungsrichter ist wieder Musiklehrer Hch. Blaß (Gießen) tätig, der bereits seit vielen Jahren das uneingeschränkte Vertrauen des ganzen Bundes genießt.
Mit der Feier des 60. Jubiläums des Männer- gesangvereins Rudingshain soll gleichzeitig das 20jährige Bestehen des Riddatal-Sänger- Hundes in kleinem Rahmen begangen werden. Der Antrag S ch ö n b e i t (Ulfa), innerhalb des Bundes eine Hnte rstühungskasse zu gründen, in die ein gewisser Prozentsatz des Reingewinns bei Bundesfesten abzuführen ist, wurde lebhaft begrüßt. Er soll in die Tagesordnung der nächsten Delegiertenversammlung aufgenommen werden.
Den Dundesvereinen soll es überlassen sein, je nach Kräften freiwillige Beiträge zur Deckung
des Defizits beim Deutschen Sängerbund an den Schatzmeister des Hessischen Sängerbunds abzuführen.
Die Anträge auf Ehrung von Sängern, die 40 bzw. 50 3ahre aktiv einem Gesangverein angehören, sowie von Dirigenten, die 25 3ahre einen Verein leiten, sollen durch den Bund dem Gau weitergeleitet werden.
Mit Werten des Dankes schloß der Bundes- Vorsitzende die für die Sängersache des Riddatals wichtige Tagung.
Büchertisch.
— Lieder und Dewegungssbiele. Gesammelt und bearbeitet von Else Fromm. Herausgegeben vom Pestalozzi-Fröbel-Haus I (Berliner Verein für Dolkserziehung). 10. wesentlich veränderte Auslage. (XVI u. 100 S.) Kl. 8°. Geb. 3,20 Mk. Verlag von B. G. Teubner, Leipzig und Berlin, 1930. (41) — Die vorliegende reichhaltige Sammlung von Liedern, Spielen und Kinderreimen, die größtenteils unter Beigabe der Singweise in Roten gebracht werden, bildet für Mütter, Kindergärtnerinnen und Hortnerinnen eine willkommene Gabe. Auch in der 10. Auflage ist das Ziel des Buches, den Kindern musikalische Freuden und frohe Gemeinschaftsspiele zu schenken, das gleiche geblieben. Doch ist sie inhaltlich stark verändert und erscheint in neuem, schönem Gewände, mit einem Geleitwort von Gilt Droescher, der Leiterin des Pestalozzi-Fröbelhauses in Berlin. Die Entwicklung der Musikpflege in den letzten Jahren ist dem Buche sehr zugute gekommen.
— G. K. Chesterton: Der unsterbliche Mensch. 368 Seiten. Aus dem Englischen über
tragen von Gurt Th esing. Geh. 6,00, Ganzleinen 8,00 Mk. Buchausstattung von Professor Steiner, Prag. Carl Schünnemann, Verlag, Bremen. (30) — Dieses Buch wurde geschrieben, um das Christentum gegen seine Krittler und Feinds zu verteidigen. Dabei ergab sich eine kulturphilosophische Studie über das Wesen des Menschen und seine Stellung innerhalb der Welt. 3m Gegensatz zu der Darwin-Haeckelschen Theorie, die auch H. G. Wells berühmter „Geschichte unserer Welt" zugrunde liegt, erklärt Chesterton: Der Mensch ist allen Geschöpfen der Ratur unvergleichbar, mit seinem ersten Auftreten steht er als Wesen schlechthin eigener Ordnung da, dessen Ursprünge auf kein äußerlich noch so ähnliches Wesen, sondern nur auf einen außerzeit- lichen, d. h. göttlichen Schöpfungsakt zurückgeführt werden können. 3n dieser großangelegten kulturphilosophischen Studie gibt Chesterton eine Zu» sammenfassung seiner Weltanschauung.
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