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Schwer« ArbeNSfchläge, ei n ze l n. 1. Hch. Dreut II., Griedel: 2. Laut- Klein, Wohn- bach: 3. 3afob KrauSgrill VIII.. Dieder-Weisel.

Leichte ArbeitSfchläg«, paarweise: 1. Wilh. Sijer, Mufchcnheim: 2. Eugen StraS- heirn. Griedci: 3. Karl Psannmüller, Dorfgill: August Weih. Dorsgill.

Dreijährige Fohlen, geboren 1 92 7, ArbcitSfchläge: 1. Hch. Dreut II., Griedel: 2. Wilhelm Reul, Oberhörgern: 3. Jakob KrauS- grill VI1L, Diederweisel.

Dreijährige Fohlen, geboren 1 927, Wagenschläge: 1. Karl Decker V., Muschen­heim: 2. Wilh. Giser, Muschenheim: 3. Hch. Fenchel, Griedel: A. Karl Psannmüller, Dorf- gill: August Weih, Dorfgill.

Zweijährige Johlen, geboren 1928, 1. Wilh. Wagner II., KirchgönS.

Zweijährige Fohlen, geboren 1928, Wagenschläge: 2. Herm. Schott, Griedel: Wilh. Dingel, Grüningen: 3. Hch. Schneider, Birklar: 4. Wilh. Wächter II., Gambach.

Zuchtstuten mit Sougfohlen oder mehr. Dachkommen, Arbeitsschläge: 1. Hch Dreut II., Griedel: 2. Adam Hofmann, Langsdorf: 3. Ehr. Schmidt, Dirklar: 4. Gg. Rühl, Langsdorf.

Zuchtstuten mit Saugfohlen oder mehr. Dachkommen, Wagenschläge: 1. Eugen Etrahheim, Griedel: 2. Herrn. Disfel, Griedel: 3. Wilh. Dingel, Grüningen: 4. Karl Dopf II., LanggönS: 5. Hch. Seipp, TratS-Mün- zenbrrg.

Zucht st uten,nachweislichin 1 92 9 g e- deckt und erkennbar tragend, Ar- beitSschläge: 1. Hch. Wallbott XII., Gar­benteich, und Louis Häuser, Diederweisel (M); 2. LouiS Klein, Wohnbach: 3. Amb. Jak. Bill, Diederweisel: 4. Louis Klein, Wohnbach: 5. Adam Hofmann, LangSdorf: A. Jakob Krausgrill VIII., Diederweisel: Wilh. Reuhl, Oberhörgern: M. 3akob Krausgrill VIII., Diederweisel: Wilh. Wagner II., Kirchgöns: Hch. Groh, Annerod: Georg Kitzler III., Diederweisel: Gg. Rühl, Langsdorf.

Zuchtstuten, nachweislich in 1 930 g e- deckt und erkennbar tragend, Wagen- schläge: 1. Gg. Hch. Dender, Dorfgill: 2. Hch. Hofmann, Dergcrmühle: Eug. Strahheim, Grie­del: 3. Karl Psannmüller, Dorfgill: 4. Paul Butz, Gambach: 5. Karl Dopf II., Lang-Göns: M. Hevm. Schott, Griedel: Fr. H. Will, Holzheim: Wilh. Schmidt II., Grohen-Duseck: Konrad Wil­helm, Deckenbach: Wilh. Sames, Dorfgill: Rud. Koch. Trais-Münzenberg: Hch. Seipp, Trais- Münzenberg.

Zahrestagung der Hessischen Landesversicherungsanstalt.

WSD. Oppenheim, 17. Sept. Hier tagte gestern die Hessische L a n de s v e r s i che - rungsanstalt. Zum Voranschlag für 19 31 erklärte Präsident Dr. Reumann, daß die guten Zeiten für die LandesverficherungS- anstalt vorbei seien. Während es noch im vor. 3ahre möglich war, ^leberschüsse zu erzielen, die in die Millionen gingen, ist es in diesem Jahre nur durch die Heranziehung der Zinseinnahmen möglich, den Betrag von rund einer Million dem Vermögen zuzuschreiben. Der Voranschlag läht keine Möglichkeit mehr, Vermö­gen zu bilden. Die Einnahmen aus den Beiträgen werden entsprechend der schlech­ten Wirtschaftslage auf 2,3 Mill. Mk. w e n i g e r veranschlagt. Demgegenüber steigen die Aus­gaben sehr stark. Die Renlenousgaben, die in diesem Jahre auf über 23 Mill. Mk. veran- schlagt sind, werden für das kommende Zahr auf rund 25 Mill. Mk. veranschlagt. 3n Hessen finö zur Zeit rund 70 000 Rentenempfänger vor­handen bei einer Dersichertenzahl von rund 350 000. Das bedeutet, dah in Hessen auf fünf Versicherte ein Rentenempfänger ^mmt. Zur Zeit liegen die Verhältnisse so, dah Tag für Tag durchschnittlich 75 Anträge auf Rentenempfang eingehen. Was die freiwilligen Leistungen angeht, so soll im nächsten Jahre das Heilverfahren im bisherigen Umfange beibehalten werden. Dagegen ist es nicht möglich die Mah­nahmen für die allgemeine Gesund- veltSfü rsvrge, die dem Kreise der Richt- verficherten zugute kommen und die bisher rund 750 000 Mark betrugen, für 1931 in gleicher Höhe auSzuwerfen. Hier wurde auf Vorschlag deS Vorstandes eine Kürzung um 200 000 Mk vorgenommen (525 000 Mk. in 1930 auf 325 000 Mark in 1931).

Wirtschaft.

Roggenstühung und Baisse-Spekulation.

3n der Frage der Roggenstützung hat sich wie der WTB.-Handelsdienst von unter­richteter Seite erfährt von Tag zu Tag mit immer gröberer Deutlichkeit herausgestellt, dah eine umfangreiche Baissespekulation in Verbindung mit politischen Ten­denzen gegen die Stützung-st eile be­trieben wird. Die Mengen, die die Stühungs- stelle einschließlich der Terminkäufe aus dem Markt nehmen mußte, haben mit 40 000 Ton­nen täglich eine Höhe erreicht, die es ziemlich ausgeschlossen erscheinen läht, dah tatsäch­lich landwirtschaftliche Verkäufe auch nur annähernd in diesem Ilmfange den Ange­boten des Handels zugrundeliegen. 3n den acht Wochen von Mitte 3uli bis September sind von der Stützungsstelle mehr als 700 000 Ton­nen Roggen ausgenommen worden, denen allerdings auch Verkäufe von mehreren 100 000 Tonnen Gosin-Roggen gegenüberstehen.

Ein Angebot von mehr als 700 000 Tonnen überwiegend aus Ostdeutschland ist aber ein Vielfaches von dem, was die Landwirt­schaft selbst bei guter Ernte in diesem Zeit­raum zum Verkauf bringen kann. Aus der Güterbewegungsstatistik geht hervor, dah selbst in den guten Erntejahren 1928 und 1929 aus ganz Ostdeutschland in dem Zeitraum von Mitte 3uli bis Mitte September noch nicht 250 000 Tonnen zum Versand gebracht worden sind. Wenn dieses 3ahr bei geringerer Ernte das Dreifache allein von der Stühungsstelle ausge­nommen wurde, so ist dies nur dadurch zu er» klären, dah einerseits die Landwirte aus ihrer bedrängten Lage heraus sich mit Verkäufen außerordentlich beeilt' haben, andererseits aber von feiten des Handels eine groß­angelegte Baisse-Spekulation betrie­ben wurde mit dem ausgesprochenen Ziel, die Stützungsaktion mit Angeboten zu über­schütten und zum Zusammenbruch zu bringen.

Die Getreidepolitik des Reiches kann sich aber das Gesetz ihres Handelns nicht von den Machenschaften der Baisse-Spe­kulation vorschreiben lassen. Aus diesxm Grunde hat man sich entschlossen, durch eine be­weglichere Gestaltung der Stützung die angebotenen Mengen auf das normale M a h zurückzuführen, um den durch Spekulation verwirkten Markt wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Die Landwirtschaft darf darauf rech­nen, dah die Stützung auch weiterhin erfolgreich durchgeführt wird, da man sich zu einer elasti­schen Taktik in einem Augenblick entschließt, wo die finanziellen Reserven trotz der Baisse-Spe­kulation des Handels und trotz der bedauerlichen Aufforderung gewisser politischer Kreise, Roggen jetzt forciert zu verkaufen, noch ausreichen.

Die Eisen- und Stahlwarenindu­strie im August. Auch der Monat August brachte den Werken der Eisen- und Stahlwaren­industrie keine Besserung der Geschäftslage. Aus den einzelnen Bezirken wird u. a. berichtet: Die Lage der 3ndustrien im südwestfälischen Gebiet hat sich nicht gebessert. Absatzschwierigkeiten führ­ten in vielen Betrieben zu neuen Entlassungen und erheblichen Arbeitszeiteinschränkungen. 3n der Eisenfertigwarcn-3ndustrie haben sich die Schwierigkeiten weiter vermehrt. 3nsbesondere leidet die Gesenkschmiedebranche. Die Schrauben­industrie liegt gleichfalls stark darnieder. Bei den Kalkwalzwerken und Drahtziehereien ist die Lage unbefriedigend.

Arbeiterentlas s u ngen bei der Gute Hoffnungshütte. Die Gute Hoff- nungS-Hütte wird infolge des schlechten Absatzes am 1. und 15. Oktober 1215 Bergleute und Kokoreiarbeiter entlassen. Die Entlassungen ver­teilen sich auf die Zechen Bondern, Äerkrade und Oborhausen. Vorübergehend wird der Be­trieb der Zeche Sterkrade eingeschränkt. Ganz- lich stillgelegt werden die Zechen Bondern und Oborhausen. Die Zeche 3acobi übernimmt di« Förderung der Zeche Bondern. Eine äleberlei- tung der gekündigten Arbeiter auf die Anlagen der Gute Hoffnungshütte ist nicht möglich.

Mühlen-Fusion. Die Generalversamm­lung der Rheinmühlenwerke AG., Mannheim (Kampffmeher-Kon^ern) genehmigte die vorge­schlagene Fusion mit der Mühlenfirma H. Hilde­

brandt & Söhne, Mannheim, und die zu diesem Zwecke notwendige Kapitalerhöhung um 3 auf 5 Millionen Mark.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 18. Sept. Tendenz: schwächer. An der heutigen Börse war die Stimmung wieder recht unsicher, da über die weitere Entwickelung der innenpolitischen Lage naturgemäß weiter vollkommene llnllar- heit bestand. Bei der herrschenden Zurückhaltung genügte schon relativ kleines Angebot, um kleine Kursrückgänge herbeizuführen. Die Haltung war daher allgemein schwächer, zumal bei den Danken verschiedentlich Berkaussorders vorgelegen haben sollen. Berstimmend wirkten auch die Schwierig­keiten bei der Roggenstützungsaktion und der im August erneut allgemein rückgängige Zementabsah. Die ersten Kurse waren b e t äuhcrst kleinen Umsätzen überwie­gend 1 biS2Prozent niedriger. Einige Werte büßten etwas mehr ein. Farben waren erstmalig in größeren Beträgen angeboten und eröffneten 1,5 Prozent niedriger: später ging der Kurs weiter um 1 Prozent zurück. Am Elektromarkt waren vor allem Siemens mit minus 3 Prozent abgeschwächt. AEG. lagen 1,13 Prozent, Licht & Kraft 1,75 Prozent, Ehade- aktien 1,50 Mark niedriger. Montanwerte wur­den kaum umgeseht. Die KurStaren lauteten meist etwas schwächer. Einen stärkeren Kurs­rückgang hatten am Kalimarkt wieder Salzdet­furth. die 6 Prozent einbühten. Banken waren bis zu 1 Prozent abgeschwächt. Zellstoffwerte gaben bis 1,5 Prozent nach. Zement Heidel­berg blieben trotz des schlechten ZementabsatzeS behauptet. Deutsche Anleihen waren knapp ge­halten. Am Markte der Ausland-Anleihen waren Mexikaner weiter angeboten und schwächer. 3m Verlaufe bestand die Abgabe­neigung fort, die Kurse gingen verschiedentlich weiter etwas zurück^ Farben blieben auf dem er­mäßigten Riveau behauptet. Tagesgeld war mit 3 Prozent wieder gefragter. Am Devisenmarkt war die Mark etwas höher. Man nannte Mark gegen Dollar 4,196 250, gegen Pfund 20,40, London gegen Kabel 4,8618, gegen Paris 123.73, gegen Mailand 92,81, gegen Madrid 45,40, gegen Holland 12,0680, gegen Schweiz 25,0525.

Berliner Börse.

Berlin, 18. Sept. Rach dem freundlichen Ver­lauf des Vormittagsverkehrs, eigentlich recht un­erwartet, lag die Börseneröffnung allgemein schwächer. Obwohl die extremen Parteien, und besonders die Rationalsozialisten, in ihrem Programm etwas gemäßigter zu werden scheinen und obwohl man damit rechnen kann, daß auch die SPD. der Regierung gegenüber zumindest eine wohlwollende Haltung einnehmen wird, wurde die innenpolitische Situation heute doch wieder etwas ungünstiger beurteilt. Auch der Mißerfolg bei der Roggenstützungsaktion wurde lebhaft diskutiert. Momente, wie die Aufhebung der Kapitalertragsteuer, bessere Berichte aus der Metallwarenindustrie, die Transradio - Fclten- Deutsche-Atlanten-Kombinationen und höhere Reuhorker Schlußkurse blieben dagegen ohne Ein­fluß. Es war zu den ersten Rotierungen Ware da, die bei einem Teil der Papiere bei einem ein- bis zweiprozentigen und bei schwereren Wer­ten bis zu fünf Prozent niedrigerem Kurse Auf­nahme fand. Als Grund für diese Schwäche gab man die rückgängigen Metallpreise und vor allem einen Passus in dem gestrigen Zulassungsprojekt der Siemens-Debentures an. in der die Geschäfts­lage als nicht befriedigend bezeichnet wird. Hier­bei wurde aber wohl übersehen, dah dieses Pro­spekt vom August 1930 datiert und Daß man nach den lehtgerneldeten Reueinstellungen von über 500 Arbeitern eigentlich annehmen müßte, daß r Beschäftigungsgrad jetzt wieder in aussteigen- ber Linie sich befände. Siemens-Aktien eröffneten 4,25 Prozent niedriger. Salzdetfurth minus 5,5 Prozent. Als einzige Ausnahme lagen Deutsche Kabel 1,25 Prozent höher Deutsche Anleihen behauptet. Ausländer wenig verändert. Auch Pfandbriefe trotz der Meldung von dem Wegfall der Kapitalertragsteuer für festverzinsliche Werte ab 2.3anuar 1931 kaum verändert. Der Geld­markt lag unverändert. Tagesgeld 2,5 bis 4.5 Prozent, im Verlaufe des Dormittagsverkehrs allerdings auch mit 2.75 bis 4.75 Prozent an­geboten. 3m Verlaufe überwog weiter die Ab­gabeneigung. Trotz geringer Umsätze verloren die Papiere 2 bis 3 Prozent.

Frankfurter Lchlachtvicsimarkk.

Frankfurt a. M. 18. Sept. Auftrieb: 111 Rinder, 1039 Kälber, 377 Schafe. 562 Schweine. GS kosteten: Kälber: beste Mast- und Saug­kälber 79 biS 83 Mk., mittlere Mast- und Saug­kälber 74 biS 78, geringe Kälber 68 biS 7d; Schase: Mastlämmer und jüngere Masthämmel (Weidemastj 48 bis 52 Mk., mittlere Mastläm­mer, ältere Masthämmel und aut genährte Schase 43 biS 47: Schweine: nicht notiert. Markt - verlauf: Schweine rege. auSverkauft. Kälber und Schafe: anfangs rege, zum Schluß stark ab- flauend, auSverkauft.

Briefkasten der Redaktion.

(Rcchtsgutachtkn sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

6. Der Hausbesitzer hat die Treppe zu beleuchten und Duftet für jeden Schaden, der einem Passan­ten infolge ungenügender Beleuchtung entsteht. Zu den Kosten einer elektrischen Lichtanlaoe können Eie nicht herangezogen werden, auch nicht zu den Beleuchtungskosten.

2U. in C. Falls mit der Hühner- und (Entenfarm keine Kleinschlächterei verbunden werden soll, ist nach der Gewerbeordnung sür ein solches Unter« nehmen keine kreisamtliche Genehmigung erfor­derlich. Etwas anderes ist jedoch die Möglich­keit einer Störung von Rachbargrundstücken. Lesen Sie die Paragraphen 906 folgende deS Bürgerlichen Gesetzbuchs nach.

J. Sch. Die Wasserleitung ist ein Bestandteil de» Ihnen seinerzeit zusammen mit Ihrer Woh­nung vermieteten Klosetts, dessen DebrauchSmög- lichkeit 3hnen jederzeit nach 3nhalt deS Miet- rechteS gewährleistet bleiben muß. 3m Verhalten des Vermieters kann eine Schikane erblickt wer­den. Beantragen Sie, falls keine gütliche Eini­gung zustande kommt, zu Protokoll der Ge­schäftsstelle des Amtsgerichts einen Sühne­termin.

Aus aller Wett.

Raubüberfall auf eine Strahenfahnkasse.

Auf die Kasse des StraßenbahndepotS in Saarlouis wurde ein verwegener Raubüber­fall verübt. Als zwei Kasfenbeamte und drei weitere Bedienstete mit der Abrechnung der Tageseinnahme beschäfttgt waren, drangen zwei maskierte Männer in den Raum ein. Während einer die Beamten mit zwei Re­volvern im Schach hielt, nahm der andere die auf dem Tisch liegenden Gelder an sich. Darauf verließen die Räuber den Raum und riegel­ten die Tür von außen ab. Soweit bis jetzt feststeht, sind den Räubern nur etwa 1000 Mark in die Hände gefallen. Die Polizei nahm unter dem dringenden Verdacht der Täterschaft einen Marrn in Haft.

Anklage gegen Joses Weißenberg.

Die Staatsanwaltschaft hat gegen den Heilmag­netiseur undPropheten" 3osef Weißenberg Anllage wegen fahrlässiger Tötung unter erschwerenden Umständen erhoben. DaS Hauptverfahren ist bereits eröffnet. Bei drr An­klage handelt es sich um den Tod des Drogisten Wernicke, der seinerzeit großes Aufsehen er­regt hat. Wernicke, der seit längerer Zeit a n Zuckerkrankheit litt und ein schmerzhaftes Karfunkel im Racken hatte, war ein über­zeugter Anhänger der Weißenberg-Gemeinde. Ec ließ von Weißenberg dis Geschwüre durch Handauflegen, Auflegen von weißem Käe sowie einige andere Hausmittel behandeln. Das Leiden verschlimmerte sich in gefahr­drohender Weise und dann erst, als es bereits zu spät war. wurde Wernicke auf dringende Veranlassung eines Mediziners in das Kran­kenhaus gebracht, wo er bald infolge der unrichtigen Behandlungsmethode Weißenberg- verstarb. Auf Grund der medizinischen Gut­achten unter Zugrundelegung des Obduktions­ergebnisses und mikroskopischer Untersuchungen der Leiche hat sich die Staatsanwaltschaft nun­mehr zur Erhebung der Anklage veran­laßt gesehen, da sie zu der Ueberzeugung gelangt ist, daß der Tod des Drogisten Wernicke durch die unsachgemäße und fahrlässige Behandlungsmethode Weißenbergs verursacht worden ist.

Sprechstunden der Redaktion.

1130 bi» 12.30 Uhr. 16 bl» 17 Uhr Samstag nachmittag geschlossen

Mnjeigenauflräge sind lediglich an die Geschäfts st eile ju richten.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 o. H.

Frankfurt a. M.

Vertin

Schluß furrf

l-Uhr- flurt

Echluß- hir«

Ansang- Rur4

Datum

17. 9.

18 9.

17. 9.

18. 9.

6% £cun<D« »<eid)»aiueu)c

von 1W7.........

87,75

88,5

7% Deutsche Reichlanleihe

pen 1929 . .......

101

101

teutfebe Anl.-Lbläs.-Schuld mti

61,8

61,75

6L9

Tftgl. ctjne 3ulto|.-$Re<f>tt . . .

7,6

7,55

7^6

8% Hess. Potoftaat vov 1929 (rütfjablb 102%)......

93,75

93,5

Ober Reffen $roötaj Änlribe «b

Autlos.-Nechten......

Teutfäe komm. SamtnelabL

59

SJnlrtfx 3erie 1.......

60,13

8% gtanff. Hyp.-Bank Soldpfe

XIII unkündbar bti 1934 ...

101

_

_

7% Krankt. Hyp.-Bank »olbpfe unkündbar bti 1933 ....

96,5

<K% ÄbetntfSe Hyp.-Bank

Li au. Äolbpfe........

1

89,4

8% Br. CaHbeipfanbbriefannalt.

f < antbrirf e R. 17......

101

101

6% Br Landespfandbrtefonstalt.

Äcmm.-Cbl. t'i. »0......

98

7% Pr SanbHpfanbbdtlanfLiLl

Plandbrtcse R. io......

97

H.C.». abg. Bortrtegt-Cbliflatto-

97

r -r. rückrahlbar 1932 ....

93

4% Ceftermdjtldx «oibrente . . 4,80% DefteneWfdte SUbetrentr

28

3,4

i% ceüerrrtchtlche Einheitlich.:

iXrot?..........

2,025

2,05

«% Ungertftfx Soldrente .... 4% Ungarische Staallrente v. 1910

20

24,7

24,6

4H% betfll. cen 1913.....

4% Ungarisch« fftonenrente . . .

2,05

2.15 5,2

4% Türkische Zollanleihe von 1911

5,2

Serie I...........

5,2

5,25 5,2

5,3

4% desgl. Gerte D.......

5,2

5% Rumänische verrinh. Rente

5,2

von 1903 ..........

Rumänische Verein-. Rente

9,13

9,3

von 1918 ..........

1% Rumänische verein h. Rate .

15,7 7,3

15,65

7,35

Frankfurt a. M.

Sertin

(Schluß. hir<

Irtlhe. fiure

Echluß- für«

Anfang. flur4

Datum

17. 9.

18 9.

17. 9.

18 9

oamdurg-Smerika Watet . .

88,75

87,75

88,5

87,6

Hamburg-Südam. Dampfschsf

. 6

Hansa Darnpfschiss.....

10

_

Norddeutscher Lloyd ....

. 8

89,5

87

88,65

87,75

Allgemeine DeutscheTredttanst. 10

106

106,5

106,75

Barmer Bankverein ....

10

114,25

114

114,13

114

Berliner Handelsgesellschaft .

12

139,5

139,75

139,5

Commerz und Privat-Bank.

11

128

127

128

127

Darmstädter und Nartonalban

12

177

176,65

175,5

Deutsche Bant und

DUconio-Gesellschaft, . .

10

121,5

120.5

121,25

121

Dresdner Bant......

10

122

121,75

121,75

121,75

Reichtbanl....., , .

12

238

239

238,5

e.e.®...........

. 8

134,5

133,4

135

133,6

Bergmann........

. 9

164

164

®e!tt. Lieierungsgesellschafl.

10

127,5

127,5

Licht und Kraft......

10

139

137,25

139

137,5

Felten & Guilleaume . . . »esellschast für Dektrtsche

IVi

107,5

107

108

106,5

Unternehmungen ....

Hamburger DektrijiiätS-Werke

10

139

_

139

138,25

10

Rheinische Slektrizität . . .

. s

_

_

_

Schlesische LlektrtjitLl. . . .

10

134,75

134

Lchuckert & do. . . . . , ,

11

150,75

150,13

149

Siemens & Halske.....

16

190

187

191,25

187

Dransradw . .......

Lahme «er & Co.......

. 6

10

157

134,5

156,5

132,75

Buderus.........

. b

58

_

56,75

56,75

Deutsche LrbSI......

Essener Steinkohle.....

. 6

__

71,65

71.13

. e

Selsenkrrchene,......

. 8

106.5

106,25

105,5

Hoesch ütfeu........

. 0 cy,

98

98

85,5

98

85,4

I'se Bergbau.......

RlddnerTDtrte .......

10 . 1

82,25

220,25

80,5

KSIn-Reueslen..... .

. 7

_

85,75

85.75

Wanoesmann-NLbreu ...

. 7

82,25

82

81

Mans selber Bergbau ....

Oberschlel. Eisen de darf ...

. 7

. 6

52,5

52,75

52,75

Lberschles- Kovwerke. . . .

. 7

_

82,75

82,5

Bhönir Bergbau......

Rheinische Braunkohlen . «Letnüalü........

«K

10

75

199

74,9

199,5

75

198,5

83,5

-

83,25

83,25

Riebed Utoeta......

:tr<mffurt a. 211

Sertin

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Anfanq» flur#

Datum

17 9.

18 9

17. 9

18 9

öeretmpte Slahtwerte . . .

75,75

200 205,5

319

149,25

139

48

55

101

80,5 103,25

58,75

80,5

130

28,75

170

130,5 305

22,5

1«

32,25

97 78,75 81,5 98,5

150 139,75

1111= =11111 ISIS 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 ISI 1 1 1 1

£ 8 5

75,5 36

200

207

319,5

149,5

70

49

55,5 102

80,5

58

243

193

80,5

89,5

129,5

90,9 92,25 129,5

29

169

41

13,4

57,5

131,5 306

22,25 30

32,25

1

151,75 139

75,25 35,13

198,5

205

314

1147,9

48

55

100,5

241

191

80 87,25

128

92

129 28,75 166,75

13,25 56,13 130,5

305

82

CtflBi Minen......16/,

Sollwerte Aschersleben ... 10

Kaliwerke Westeregeln ... 10 Kaliwerke Salzdetfurth . . . u

I. ®. Fardrn-Industrte ... 12

Dynamit Nobel........6

Scheide anstatt...... ..9

Goldschmidt ........ 6

RütgerSwerke . ....... 6 Metallgelellschafl. ...... 8

Bhüivv Holzmatm......7

Zementwerk Heidelberg . . 10 .TemenIwert Karlstadt. ... 10

Beo6 8 ffrevtag......k

Schulthei» Pcchenhofer . . . 15 Cftwede.........12

Lku...........18

Bemberg...... 14

Zellstoff Walbhos .... 18*/. Zellsto«! Aschaffenburg ... 12 Charlottenburger Wasser ... 8 Dessauer »al..... 9

Daimler Motoren ...... 0 Deutsche Linoleum ......

Maschinenbau 0

Rat. Automobil ....... 0 Qrenüein & Koppel . .... 6 Leonhard Dietz......10

Svenlko...........

s^ranksurter Maschinen .... 4 «rttzner..........6

HevligenKaedt ....... o

Auirghanl..........6

Lech werke..........g

Matnkrastwerke Höchst a. M.. .8 Miag...........10

®ebi. Roeder ...... io Voigt S Haeftzra......9

Süddeutsche Zucher .... io

Danlnolen.

Berlin, 17. September

Meld

Ärtes -

Amerikanische Noten......

4.203

4,223

Belgische Noten. .......

58,28

58,52

Dänische Noten ........

111,93

112,37

Englische Noten . ......

20,356

20,436

Französische Noten.......

16,435

16,495

Holländische Noten .......

168,53

169,21

Italienische Noten........

22,02

22,10

Norwegische Noten.......

Deutsch-Oesterreich, 4 100 Schilling

111,88

59,165

112,32

59,405

Rumänische Noten.......

2,48

2

Schwedische Noten .......

112,33

119 77

Schweizer Noten ........

81,59

81 91

Spanische Roten ........

44,51

44 89

Dschechoslowakische Noten.....

12,38

19'44

Ungarische Noten .......

73,22

73^52

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. ZH.

17 Bepternbet

18 (September

Amtliche Notierung

Amtliche

Notierung

<»elD

»rtel

Gelb

Driet

Antst.-Ron.

168,86

169,20

168,86

169,30

Brnn.-Atrez

1,518

1,522

1,520

1,524

Brfl.-Aonv.

58,445

58,565

58,44

58,56

ttbrifrtanta .

112,18

112,40

112,16

112,38

Kopenhagen

112,20

112,42

112,19

112,41

SiEolm

112,62

112,84

112,61

112,83

HelftnoforS.

10,55

10,57

10,55

10,57

Ztolien. . .

21,955

21,995

21,955

21,995

London. . .

20,379

20,419

20,378

20,418

yietrtjorf . .

4,1925

4,2005

4,1915

4,1995

Pari»....

16.465

16,505

16,465

16,505

Schweiz ..

81,33

81,49

81,35

81,51

Spanien . .

44,93

45,01

44,81

44,89

yapan - . . wo de Jan-

2,070 0,423

2,074 0,425

2,070 0,423

2,074 0.425

Dien in D--

Ctft- ahgeft

59,20

59,32

58,18

58,30

Prag . . .

Belgrad . .

12,442

12,462

12,44

12,46

7,426

7,440

7,429

7,443

Budaixtt. . Bnlo arten.

73,40

3,037

73,54

3,043

73,38

3,03

73,52

3,04

L'ssaboa . .

Daiuig.. .

Äonft Jttin.

18,82

18,86

19,82

18,86

81,46

1,784

81,62

1,789

81,46

1,784

81,62

1,789

Athen. . .

5,435

5,445

5,445

5,455

Tanada . .

4,197

4,205

4,196

4,204

Ilm nzrt} , ,

3,497

3,503

3,482

3,488

Tatro . .

20,895

20,935

20,895

20,935