Ausgabe 
18.6.1930
 
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Vor dem Rücktritt Moldenhauers.

Oer Wirifchastöflügel der ODP. gegen den Minister. - Ein Schritt des Partei- und Iraktionsvorsihenden Or. Scholz.

Befriedigung de« Gläubiger« vereitelt wirb. an­gefochten werden können. Anfechtung s- b c r e ch t i g t in diesem Sinne istjederGläu- b! g e r, der gegen den Schuldner einen voll­streckbaren Schuldtitel erlangt hat und dessen Forderung fällig ist. sofern die -Zwangsvoll­streckung in das Vermögen des Schuldners zu seiner vollständigen Befriedigung nicht geführt hat oder anzunchmen ist, daß sie zu einer solchen nicht führen würde. Es ist also nicht immer nö­tig. dah der Gläubiger eine Pfändung versucht hat und diese fruchtlos ausgefallen ist. Din VechtSgrund zur Anfechtung ist z. D. auch dann gegeben, wenn dem Gläubiger bekannt ist. dah kurz vorher schon von anderer Seite der erfolglose Versuch Liner Pfändung gemacht wor­den ist.

Anfechtbar sind nur ganz bestimmte Rechts­handlungen. Drei Fälle sind zu unter­scheiden: Erstens: Anfechtbar sind die Rechts­handlungen, die der Schuldner in der Absicht vorgenommen hat. seine Gläubiger zu benach­teiligen. sofern diese Absicht dem andern Teil, mit dem die Rechtshandlung vorgenommen wurde, bekannt war. Erforderlich ist hier insbesondere, dah der Schuldner wußte, dah durch seine Handlung die Gläubiger benachteiligt wurden und dah er diese Benachteiligung tatsächlich gewollt hat. So häufig der­artige Fälle in der Praxis vorkommen, so schwer sind sie nachzuweisen. Will der Gläubiger auf dem Umwege über diese Anfechtungsbestimmung seine Befriedigung erreichen, so wird er es meist auf einen Prozeß mit recht unsicherem Ausgang ankommen lassen müssen. Zweitens sind anfechtbar die im letzten Jahr vor der Anfechtung geschlossenen unent­geltlichen Verträge deS Schuldners mit gewissen nahen Angehörigen, sofern die Gläubiger durch den Abschluß des Vertrages also unmittelbar benachteiligt werden. Es wäre z. D. der Fall denkbar, dah ein Schuldner seine kostbaren Möbel, mit deren Pfändung er rechnen mußte, an seinen Bruder verkauft hat, da er dos dafür erhaltene Geld leichter dem Zu­griff der Gläubiger verbergen könnte. 3m Ge­gensatz zum ersten Falle ist hier die Durchfüh­rung der Anfechtung bedeutend erleichtert, hat doch der Anfechtungsgegner, also der betr. An­gehörige, Beweis zu führen, daß er die Ab­sicht des Schuldners, die Gläubiger zu schädigen, nicht gekannt hat. Der dritte Fall ist die .Schenkungsanfechtung". Anfechtbar sind nämlich die im letzten Jahr vor der An­fechtung und handelt es sich um Schen­kungen an die Ehefrau des Schuldners, in den letzten zwei Jahren vor der Anfech­tung von dem Schuldner vorgenommenen unenkgLltlichen Verfügungen.

Der Gesetzgeber hat durch diese Bestimmungen versucht, dem ehrlichen Gläubiger zur Befrie­digung seiner berechtigten Ansprüche zu ver­helfen. ihm insbesondere seinen Schutz gegen betrügerische Manipulationen des Schuldners an­gedeihen zu lassen.

Wirtschaft.

Oer Aeuyorker Börsenkrach.

Wenn die Börse das Manometer der Wirt­schaft ist, dann steht es nach dem erneuten Börsenkrach in Reuhork international stuf Sturm. Wenn auch die glänzende toirt- ichaftliche Entwicklung der Vereinigten Staa­ken nach dem Krieg« eine gewaltige monetäre Grundlage geschaffen hat. so werden bei der engen Verflechtung des Reuyorker Geldmarktes mit den internationalen Geld- und Warenmärk­ten die Rückschläge an der Reuyorker Börse überall zu spüren sein. 3n erster Linie sind die »Schwarzen Tage" darauf zurückzusühren, daß die überhitzte Produktion trotz oder gerade wegen des hohen Lohnspiegels in den Ver­einigten Staaten keinen aufnahmefähi­ge n M a r kt mehr findet. Gerade die Industrie- oruppen. denen der wirtschaftliche Aufstieg der Ilnion scheinbar unbegrenzte Absatzmärkte ge­schaffen hatte, wie die elektrotechnische und Kraft­fahrzeugindustrie, sind in dem Dörsensturm vom vorigen Herbst und in diesem Frühjahr am schärfsten mitgenommen worden.

3n kluger Voraussicht dieser Entwicklung haben diese 3ndustriegruppen nach ihrer Auffassung rechtzeitig versucht, sich neue Absatzmärkte im Auslande zu schaffen. Die Tatsache, daß die großen Kraftfahrzeugfabriken ebenso die der elektrischen Industrie in die am wenigsten wider­standsfähigen verwandten europäischen Indu­strien einzudringen suchen, findet so eine Erklä-

Berlin, 18. Juni. (LRB.-Drahlmeldung.) Der Wirtschaflsflügel der Reichstagsfraktion der Deutschen Volkspartei hat heute einen Schritt bei dem Iraktionsvorsihendeu Dr. Scholz zur Herbeiführung des RücktritlsdesReichs- finanzminifters Dr. Moldenhauer un­ternommen. Dr. Scholz hat Minister Moldenhauer von dieser Aktion Kenntnis gegeben, und in einer erneuten Rücksprache mit dem Reichssinanzminister diesem auch von sich aus den Rücktritt nahegelegt. Reichssinanzminister Dr. Molden- Hauer hat nicht die Absicht, dem Drucke der wirl- schaftsgruppe der Dvp. zu folgen, er ist aber der Auffassung, daß seine Aktion, die n.a. das

rung, die diese Vorgänge auf die wirkliche Be­deutung zurückführt. Richt Kraftüberschuß war es. die General Motors veranlaßten, sich der Opelwerke zu bemächtigen oder die General Electric zu Teilhabern der deutschen elektro­technischen Industrie machten, sondern die Be­rechnung, daß der überstark angeschwollene finan­zielle und technische Apparat für die Vereinigten Staaten zu groß geworden sei.

Auch der Auftrieb, den die Hochschutzzoll- Politik der Union neuerdings erfahren hat, er­klärt sich durch den drohenden Einschrumpfungs­prozeh der Inlandwirtschaft. Um die Anlaufszeit für einen neuen Aufschwung zu sichern, wird der Markt gegen das Ausland mit unübersteigbar hohen Zollmauern obgesperrt, während die wich­tigsten Ausfuhrindustrien der Union gleichzeitig einen erheblichen Teil ihrer Produktionskraft in das Ausland verlegten. Die Kurseibrüche, ganz einerlei, auf welche unmittelbaren Ursachen sie zurückgeführt werden, haben zweifellos das Rationalvermögen der Union empfindlich ge­schwächt.

Der eigene Schwarze Freitag, den wir am 13. Mai 1927 erlebten, gibt nur eine schwache Vorstellung von dem, was die Schwarzen Tage an der Reuyorker Börse für die Volkswirtschaft der Union bedeuten. In den Vereinigten Staaten spekuliert so schließlich jedermann, was auch durch die Technik des Wertpapiermarktes begünstigt wird. Die Kurseinbrüche im Rovember vorigen Jahres, die nichtsdestoweniger zu Milliarden­verlusten führten, konnten zwar von beü Banken zum Teil aufgefangen werden, da aber die Wirt­schaft trotzdem oder gerade deswegen weiter ein­schrumpfte. so mußte unvermeidlich der Tag eines neuen Kurseinbruches kommen.

Die Auswirkungen dieses neuen Schwarzen Montags sind denn auch verhältnismäßig größer, da nun das Privatpublikum sich seiner Wertpapiere entledigen mußte. Die Ausland- märkte. insbesondere die in Europa, werden sich nun auf einen beispiellosen Ansturm v on Waren aller Art gefaßt machen müssen, weil es für die Union zunächst kein anderes Mit­tel gibt, um aus der Krise herauszukommen.

Schweinemarli in Gießen.

Auf dem heutigen Schweinemarkt in Gießen standen 141 Ferkel zum Verkauf. Es kosteten 6 bis 8 Wochen alt« Tiere 37 bis 42 Mk., 8 bis 10 Wochen alte 42 bis 48 Mk.. Läufer. 16 Wochen alt, 70 Mk. Der Marktverkauf brachte mäßiges Handelsgeschäft.

* Der Aktienindex. Der vom Statistischen Reichsamt errechnete Aktienindex (1924/26 = 100) stellt sich für die Woche vom 9. bis 14. Juni 1930 auf 118,2 gegenüber 120,1 in der Vorwoche, und zwar in der Gruppe Bergbau und Schwerindustrie auf 116,4 (118,1), in der Gruppe verarbeitende Indu­strie auf 107,6 (109,7) und in der Gruppe handel und Verkehr auf 138,1 (139,9).

* Der einigte Glanz st off AG. Wie in der Gen er a lve rs amml un g mitgeteilt wurde, hat sich di« Geschäftslage nicht wesentlich geändert. Man müsse abwarten, ob von dem Zustande­kommen des Kunstseidepaktes Anregungen zu weiteren Vereinbarungen ausgehen. Die Preis« seien weiter wenig stabil, jedoch für die Gesell­schaft ohne Verlust, da eine weitere Senkung der Selbstkosten eingetreten sei.

Die Kraftfahrzeugproduktivn int , April. Der Absatz in sämtlichen Zweigen der

Ziel Halle, diepreifeundLöhnezusenken. gescheitert ist. hiernach werde er seine Ent­scheidung von sich aus treffen. Minister M ol­de nh au er hat den Reichskanzler gebeten, für morgen eine kabinetlssihung einzuberufen, in der er seinen Standpunkt noch einmal klarlegen wird. 3m Anschluß an die kablnettssihung dürfte der Reichssinanzminister aus sachlichen Grün­den seinen Rücktritt erklären. Die Relchs- lagsfraktion der Deutschen Volkspartei wird sich am Freitag mit der Angelegenheit beschäftigen. Der Reichssinanzminister hat die Absicht, am Freitag­abend zu einem Erholungsurlaub In die Schweiz zu reisen.

Kraftfahrzeugindustrie hat im April eine geringe Zunahme gegenüber dem Vormonat aufzu­weisen. die jedoch hinter der saisonmäßig erwar­teten Steigerung zurückgeblieben ist. Die Pro­duktionsentwicklung zeigt ein ungünstigeres Bild. Rur die Erzeugung in der Personen­kraftwagen- und Kraftradindustrie hat eine Steigerung zu verzeichnen, während die Produktion in der Lastkraftwagcnindustrie sich nicht auf der Höhe des Vormonats gehalten hat. Die Absatzsteigerung in der Personenkraftwagen­industrie gegenüber dem Vormonat entfällt zum großen Teil auf die ausländischen Montage­betriebe. Ihr Anteil stieg im Gesamtabsah von 21,7 Prozent int Vormonat auf 25,1 Prozent, gegenüber 27,6 Prozent int April 1929.

Frankfurter Börse.

Franks ur t a. M.. 18. Juni. Tendenz: et­was freundlicher. Die Hoffnungen auf eine baldige Diskontsenkung der Reichsbank verstärkten sich weiter, und int Zusammenhang mit der wie­der etwas gebesserten gestrigen Reuyorker Börse war die Stimmung $u Beginn des heutigen Marktes allgemein etwas freund­licher. Das Geschäft nahm aber immer noch keinen größeren Umfang an, da die unklare inner­politische Lage und die nur geringe Abnahme der Arbeitslosigkeit der Spekulation einen ge­wissen Druck auferlegten. Auch war der Order­eingang sehr klein, Material tarn aber nicht an den Markt, so daß schon bei geringster Rach­frage gegenüber der gestrigen Aoendbörse Kurs­besserungen bis zirka 2 Prozent eintraten. Mehr in den Vordergrund treten konnten von Kunst- seidewcrten Aku. plus 2 Prozent. Von Schiff­fahrtsaktien machte sich für Hapag wieder et­was mehr Interesse mit plus 2 Prozent bemerk­bar. Die in letzter Zeit stark angebotenen Wayh & Frehtag konnten einiges Interesse auf sich lenken und 3,5 Prozent gewinnen. Am Chemiemarkt eröffneten I.-G.-Farben nur ge­ringfügig erhöht, während Deutsche Erdöl 1.5 Prozent und Goldschmidt 1,25 Prozent gewannen. Scheideanstalt waren nur knapp be­hauptet. Der Elektromarkt hatte immer noch unter Abgaben von der Schweiz zu leiden. Licht und Kraft büßten weitere 1,5 Prozent ein. Da­gegen lagen Schlickert behauptet. Deutsche Lino­leum waren leicht erhöht. Der Montanmarkt hatte nur sehr bescheidenes Geschäft. Mannes­mann und Stahlverein wären bis 0,5 Prozent fester. Rheinische Braunkohlen lagen leicht ge- brüdf Harpener traten jedoch etwas über den Rahmen hinaus und gewannen 1,5 Prozent. Am Kalimarkt gewannen Salzdetfurth 1,5 Prozent: Aschersleben und Westeregeln wurden bis zu 4 Prozent fester taxiert. AG. für Verkehrswesen lagen wieder im Angebot und 1,25 Prozent niedriger. Bankaktien zumeist leicht abgeschwächt. Dresdner Bank gut gehalten. Renten hatten nur kleines Geschäft. Reubesih waren wieder etwas höher. Von den Ausländern lagen Mexi­kaner abgeschwächt. Unter dem Druck der man­gelnden Aufträge und der damit verbundenen Geschäftsstille wurde die Tendenz im Ver­laufe allgemein schwächer. Die An­fangsgewinne gingen in den meisten Fällen fast wieder verloren. Farben lagen sogar unter An­fangsniveau. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 2,5 Prozent angeboten und sehr leicht. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1921, gegen Pfund 20,368, London gegen Kabel 4,8583, gegen Paris 123,77, gegen Mailand 92,77, gegen Madrid 41,61, leicht gebessert: gegen

Schweiz 25,0950, gegen Hofland 12,0850, etwa« schwächer.

Berliner Börse.

Berlin. 18.Juni. Die Beruhigung, die litan im heutigen Vormittagsverkehr feststellen konnte, herrschte auch an der Vorbörse und zum offiziellen Dörsenbeginn. Die kräftige Inter­ventionstätigkeit an der gestrigen Reu­yorker Börse, die zwar unregelmäßig, aber, doch erholt war, wirkte hier etwas anregend. Ebenfalls stimulierten die festeren Frankfurter Abendbörsenkurse. Der günstige Reichsbank­ausweis wirkte ebenfalls noch nach: und vor allem sprach man heute lebhaft über die even­tuell bevorstehende Diskontherabsetzung. Man hört, daß der bevorstehende Halbjahres- ulttmo zwar erhebliche Anforderungen stellen wird, jedoch nicht schwer überwunden werden wird. Zu den ersten Kursen lagen in einer großen Zahl von Werten kleine DeckuLgskäufe vor. die ein- bis zweiprozentige Besserungen gegen den gestrigen Mittagsschluh hervorriefen. Auffallend gut erholt waren Kali Aschers­leben und Westeregeln, die über 3 bi« 5 Prozent anzogen. Ebenfalls waren Eisen­bahnverkehr 4,5 Prozent höher: Au g S- burg-Rürnberger Maschinen konnten sich um über 3 Prozent, Fahlberg List um 2,5 Prozent befestigen. Dagegen lagen Reichs- b an fant eile sehr schwach, mit einem Verlust von 4,5 Prozent; man sprach von ausländischen Abgaben. Von Rebenwerten lagen Deutsche Erdöl und Oberschlesische Koks fester. Deutsche Anleihen waren gut behauptet. Reubesitzanleihe konnten bei lebhaften Umsätzen 0,20 Mk. anziehen. Ausländische Renten un­verändert. Pfandbriefe waren eher etwa« freundlicher. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 2 bis 4 Prozent wieder leichter, die übrigen Sähe blieben unverändert. Rach den ersten Kursen setzten sich die Kurserholungen auf den meisten Gebieten weiter leicht fort; auch Reichs- bant holten 1,5 Prozent ihres Anfangsverluste« wieder ein. Spater gingen die im Verlaufe er­zielten Gewinne infolge anhaltender Geschäfts­stille meist wieder verloren. Westeregeln unterschritten ihren Anfangskurs sogar um 2 Pro­zent, viele andere Werte bis 1 Prozent. Rur Reubesitzanleihe blieb weiter gefragt und konnte sich mit 9,5 Prozent erneut befestigen. Deutsche Linoleum waren fast 2 Prozent gegen Anfang gebessert.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 18. Juni. Trotz der höhe­ren Auslandnotierungen war die Stimmung am Produktenmarkt flau. Die Händler üben weitere Zurückhaltung und die Preise standen unter Druck. Besonders Weizen lag bis zu 2,50 Mark niedriger. Das Mehlgeschäft war schleppend, Weizenmehl notierte vis 0,25 Mark niedriger. Roggenmehl ebenfalls abgeschwächt, dagegen blieb Roggen behauptet. Futtermittel waren nach­gebend. Es notierten: Weizen, Hektolitergewicht von 78 Kilo, 317,50 bis 319; Roggen, Hektoliter­gewicht von 72 Kilo, 167,50 bis 168,50; Sommer­gerste für Drauzwecke 200; Hafer, inländischer, 162,50 bis 165; Weizenmehl, süddeutsches Spez. 0 44,75 bis 45,50; Roggenmehl 24,75 bis 25,50; Weizen- und RoggenÜeie 6,75 Mark. Tendenz: flau.

Frankfurter Pfcrdcmarkt.

Frankfurt a. M., 17. Juni. (WSR.) Der Auftrieb zum gestrigen Pferdemarkt ist, wie all­jährlich in den Sommermonaten, gering gewesen, und auch der Besuch war infolge der im Gange befindlichen Heuernte schwach. Trotzdem war die Rachfrage nach jungen, mittelschweren Arbeits­pferden groß, und die Tiere dieser Gattung sind bald zu anziehenden Preisen ausverkauft ge­wesen. Einige Transporte ostpreuhischer Arbeits­pferde fanden gleichfalls willige Käufer, welche teilweise Handelsleute aus Süddeutschland waren. Schwere belgische Tiere standen nur in geringer Zahl zur Wahl. Im allgemeinen sind die Preise gut und behauptet gewesen, Schlachtpferde er­zielten die vormonatlich notierten Preise.

Letzte Nachrichten.

Gras Zeppelin^ wieder gelandet.

Friedrichshafen, 18. Juni. (WTD. Funk- spruch.) Das LuftschiffGrafZeppelin", das heute früh zu einer Charterfahrt aufgestiegen war, ist um 8.35 Ahr glatt gelandet. Die Fahrt führte von Friedrichshafen nach Bregenz, Sonthofen, Oberstdorf, Dornbirn, Arlberg und Sargans zurück nach Friedrichshafen.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die flöhe der zuletzt beschiosienen Dividende an. Reichsbankdiskont 4,5 o. H., Lombardzinsfuß 5,5 v. S).

Jranffurt a. 2)1.

Serlln

Schmß« für«

1-Uhr» Aurt

Schluß» l Anfang« für« | Aur«

Datum

17 6

18. 6

17. 6.

18 6

6% Deuinye iHeia)»aiueü)t von 1927 .........

7% Deutsche Reichöanlethe Yon 1Y28.........

104,5 57,5

9,25

57 56,75 100,5

94,9

89

101

96,5 95,5

96,5

| | 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1_________

88,25

104,4

57.5

9,05

57

101,25

95

i i i i i i i i ££ i i

Deutsche Ant.-AblSs.-Schutd mit

Detgi. ohne Äu«tos.-Rechte . . 6% Heil, «oittitaat von 1929 trültznhtb 102%)......

Oberheilen Provinz»Anleihe mit

Deutsche flemm. Sammeiabl.

Anleihe Serie 1.......

8% fftönlf. Hpp.-Bank Goldpse XIII unkündbar bl« 1934 . .

7% Rumlf. Hyp.-Ban! Boldp|r unkündbar bl« 1932 .....

4%% Rheinische Hyp.-Bank

£tqu. Goldpse.........

8% Pr. Lande«psandbrtesanftalt, 4liandbrtele R. 17......

6% Pr. Lande«piandbries<mstalt, flomm.»£bl. 81.10......

7% Pr. Landedpsandbrlesanftalt, Pfandbriefe R. 10.....

a.e.®. abg. Slortrieg»-Obligatio­nen, rückzahlbar 1932 ....

4% Oesterretchilche ®olbtente .

4,20% Oefterrelchische Mbenef.k 4% Oefterrelchische Einheitlich,

Rente...........

4% Ungarische ©olbtente ....

4% Ungarische ®taat«iente B. 1910 4%% deSgl. von 1013 . . . . 4% Ungarisch» troninieute . .

4% Dürktsche Zollanleth« von 1911

4% LLrktiche lSagdadbahn-AnI

Serie»...........

4% deegl. teerte II.......

5% Rumänische vereinh. Rente von 1903 ..........

4%% RumchUjche vereinh. Rente von 1918 ..........

«umänftche vereinh. Rente .

26,13

26,65 2,8

26,6

2

2,05

2

23,5

23,4

-

2

2

5,75

5,85

5,75

_

6

_

5,75

5,8

10

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9,85

17,13

17

17

8,13

**

8

8

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß« Iure

i«llhr« Kurs

Schluß« lurs

Anfang- Kur«

Datum

17. 6

18 6

17 6

18 6

Hamvurg-Amerlka Patel . . . <

Hamburg-Südam. Dampfschiff. 8

Hansa Dampsschifs.....10

Norddeutscher Llohb.....8

Allgemeine DeutscheCreditanst. 10

Barmer Banlverein .... 10

Berliner Handelsgesellschaft . 12

Commerz- und Privat-Bank. 11

Darmstädter undRotlonalban! 12

Deutsche Ban! und

Diicon lo-Gesellschaft, ... 10

Dresdner Ban! ...... 10

Reichsbank....... . 12

A.S.»............8

Bergmann.........9

Aelir. LleserungSgesellschaft. 10

Licht und Kraft ...... 10 gelten & Guilleaume . . . 7yt Gesellschaft für Elektrische

Unternehmungen .... 10

Homburger ElektrizitätS-WerK 10 glheinffche Elektrizität .... 9 -Schlesische Elektrizität. ... 10

Schultert L Lo. ...... 11

Siemen« & Halste.....16

Lahmeyer L Lo.. .. . . 10

Buben»....... ... b

Deutsche Erdöl.......6

Essener Steinkohle......8

Gelsenkirchener.......8

Harpener.......... 0

Hoesch Eisen........6V»

Ilse Bergbau.......10

klöckNerwerke...... 7

Köln-Reuessen. ....... 7

Mannesmann-Röhren .... 7

Man«selder Bergbau.....7

Oberschlei. Eisenbedarf .... 6

Obrrschlef. Ko!«werke.....7

Phönix Bergbau......6%

R Heinis<be Braunkohlen . . 10

RIcbcck Montan......7,2

104

104

114,5

124,25

145,5

217,25

137

137,25

270,5

156

154,25

114

148,5

169,9 230

73

133

121,5

100

97,75

90,75

114,5

106

124

145

137,25

153

169,5

123

98,25

91

214

104

140,75

104,5

114,4

124,25

164,5

145

216,75

136.75

137

270

155,13

184,25

142

155,25

114

147,5

132,65

142

155

168,25

228,5 118,75 164,65

72,25

90

133

122,75

97,25

228

100

95,5

97,75

67,25

100,5

90,65

214,5

114,25

105 5

172

141

105,25

114,4

124

164,75

145

216

136,5

137 265,5

156,25

183,5

143

153,5

114

148

142

156,25 170,25

229,6

118

72,5

92

133 123,25

100

95,5

97,9 67,25

102,25

91 214,5 114,5

Frankfurt a. 1)1. |

Berlin

Schluß« kur«

1«tchr« I

Kur« 1

Schluß« kurs

Anfang- Kur«

Dalum

17 6

18 6

17. 6

18. 6

Bcremigte Stahlwerke . .

90

90,5

90

90,5

Olavi Minen......

16'/.

-

45,9

45,13

Kaliwerke Aschersleben . .

. 10

207

»

206,25

Kaliwerke Westeregeln . .

. 10

210

209,5

213

Kaliwerke Salzdetfurth . .

. 15

382

384,5

382,5

384

I. G. Farben Industrie . .

. 12

159,5

160,5

159.75

160,25

Dynamit Nobel.....

. . 6

80,5

Scheideanstalt......

. . 9

145,25

145

Goldschmidt......

. . 5

55,5

61.75

56,75

58,25

MütgerSwcrke ......

. . 6

62

62,75

Metallgelellschaft.....

. . 8

115

114,65

Philipp Hohmann .... Zementwerk Heidelberg . Cementwerk Karlstadt. . .

. . 7

. 10

. 10

94,5

115

115

94,5

£Bah& & ffreytag ....

. . 8

74,75

78

72

Schultheis Patzenhof« . .

. 15

295,5

296

Ostwerke........

. 12

244.75

296

Aku..........

. 18

88

90

88

90

Bemberg........

. 11

102,75

102

100,5

Zellswss Waldhof . . . .

IS'/.

158,5

159,4

159,5

Zellstoff Aschaffenburg . .

Charlottenburger Wasfer .

. 12

. . 8

119

120

118

100,75

119

100

Desfauer O)ao......

. . 9

153

152

Daimler Motoren . . . .

. . o

35

35

35,25

Deutsche Linoleum . .

205,5

206

204,25

203

. . 0

48,25

48,13

Nat. Automobil.....

. . o

-

Orenstein & Koppel . . .

. . 6

70

Leonhard Tietz.....

. 10

151

SvcnSka......

302

302

Frankfurter Maschinen . .

. . 4

26

26

. 6

35,13

Hehliacnstaedt . . . . .

. . 0

Iunghans........

. . 6

40

39

Lechwerke........

. . 8

MatnkrafiwerkeHöchst 0.9JL. . 8

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Miag..........

. 10

114

115

Gebe. Roeder......

. 11

Voigt L Haeffn« . . . .

. .

150

150

Süddeutsche Lucker . . .

. 10

156,5

157,5

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. 2H.

Vanknoten.

Lerlin, 17. Juni

(Reib

Ärics

Amerikanische Noten......

4,169

4,189

Belgische Noten .......

58,39

58,63

Dänische Noten ........

111,78

112,22

Englische Noten ......

20,312

20,392

Französische Noten . ......

16,42

16,48

Holländische Noten.......

168,06

168,74

Italienische Noten........

21,94

22,02

Norwegische Noten.......

Deutsch-Oesterreich, ä 1OO Schilling

111.83

112,27

59,06

59,30

Numänische Noten.......

2,465

2,485

Schwedische Noten.......

112,25

112,69

Schweizer Noten........

81,04

81.36

Spanische Noten ........

Tichechoslowakischc Noten.....

47,70

12,39

47,90

12,45

Ungarische Noten........

73,02

73.32

17. Juni

18. Juni

Amtliche Dotierung

Amtliche Notierung

Geld |

Arie,

Geld

Sries

Amst.-Nott-

168,40

168,74

168,36

168,70

Buen.-Aires

1,540

1,544

1,538

1,542

Brss.-Antw-

58,39

58,51

58,39

58,51

Christiania.

112,04

112,26

112,05

112,27

Kopenhagen

112,05

112,27

112,05

112,44

112,27

Stockholm .

112,44

112,66

10,561

112,66

10,56

Hclsingsors.

10,541

10,52

Italien. . .

21,925

21,965

21,935

21,975

öondon. . .

20,342

20,382

20.346

20,386

Neunork . .

Paris....

4,1875

4,1955

4,188

16,425

4,196

16,43

16,47

16,465

Schwei; . .

81,095

81,255

81,075

81,235

Spanien. .

48,05 2,70

48,15

48,80

2,070

48,90

Japan . .. 'üto de Jan

2,74

2,074

0,469

0,471

0,472

0,474

Wien In D.« Oest. abgest.

59,10

59,22

59,10

59,22

Prag . . . .

12,419

12,439

12,419

12,439

Äelgrad . .

7,398

7,412

7,405

73,225

3,035

7,419

Budapest. . Bulgarien.

73,215

3,035

18,81

73,375

3,041

73,365

3,041

Lissabon . .

18,85

18,81

18,85

Danzig.. .Konstantin.

81,34

81,51

81,33

81,49

1,784

1,789

1,785

1,789

Athen. .

5,425

5,435

5,435

5,445

sscmada . .

4,188

4,196

4,186

4,194

3,654

lirn 'ucttr.

3,656

3,664

3,646

iSairo . .

20,86

20,90

20,66

20,90