Vor dem Rücktritt Moldenhauers.
Oer Wirifchastöflügel der ODP. gegen den Minister. - Ein Schritt des Partei- und Iraktionsvorsihenden Or. Scholz.
Befriedigung de« Gläubiger« vereitelt wirb. angefochten werden können. Anfechtung s- b c r e ch t i g t in diesem Sinne istjederGläu- b! g e r, der gegen den Schuldner einen vollstreckbaren Schuldtitel erlangt hat und dessen Forderung fällig ist. sofern die -Zwangsvollstreckung in das Vermögen des Schuldners zu seiner vollständigen Befriedigung nicht geführt hat oder anzunchmen ist, daß sie zu einer solchen nicht führen würde. Es ist also nicht immer nötig. dah der Gläubiger eine Pfändung versucht hat und diese fruchtlos ausgefallen ist. Din VechtSgrund zur Anfechtung ist z. D. auch dann gegeben, wenn dem Gläubiger bekannt ist. dah kurz vorher schon von anderer Seite der erfolglose Versuch Liner Pfändung gemacht worden ist.
Anfechtbar sind nur ganz bestimmte Rechtshandlungen. Drei Fälle sind zu unterscheiden: Erstens: Anfechtbar sind die Rechtshandlungen, die der Schuldner in der Absicht vorgenommen hat. seine Gläubiger zu benachteiligen. sofern diese Absicht dem andern Teil, mit dem die Rechtshandlung vorgenommen wurde, bekannt war. Erforderlich ist hier insbesondere, dah der Schuldner wußte, dah durch seine Handlung die Gläubiger benachteiligt wurden und dah er diese Benachteiligung tatsächlich gewollt hat. So häufig derartige Fälle in der Praxis vorkommen, so schwer sind sie nachzuweisen. Will der Gläubiger auf dem Umwege über diese Anfechtungsbestimmung seine Befriedigung erreichen, so wird er es meist auf einen Prozeß mit recht unsicherem Ausgang ankommen lassen müssen. — Zweitens sind anfechtbar die im letzten Jahr vor der Anfechtung geschlossenen unentgeltlichen Verträge deS Schuldners mit gewissen nahen Angehörigen, sofern die Gläubiger durch den Abschluß des Vertrages — also unmittelbar — benachteiligt werden. Es wäre z. D. der Fall denkbar, dah ein Schuldner seine kostbaren Möbel, mit deren Pfändung er rechnen mußte, an seinen Bruder verkauft hat, da er dos dafür erhaltene Geld leichter dem Zugriff der Gläubiger verbergen könnte. 3m Gegensatz zum ersten Falle ist hier die Durchführung der Anfechtung bedeutend erleichtert, hat doch der Anfechtungsgegner, also der betr. Angehörige, Beweis zu führen, daß er die Absicht des Schuldners, die Gläubiger zu schädigen, nicht gekannt hat. — Der dritte Fall ist die .Schenkungsanfechtung". Anfechtbar sind nämlich die im letzten Jahr vor der Anfechtung — und handelt es sich um Schenkungen an die Ehefrau des Schuldners, in den letzten zwei Jahren vor der Anfechtung — von dem Schuldner vorgenommenen unenkgLltlichen Verfügungen.
Der Gesetzgeber hat durch diese Bestimmungen versucht, dem ehrlichen Gläubiger zur Befriedigung seiner berechtigten Ansprüche zu verhelfen. ihm insbesondere seinen Schutz gegen betrügerische Manipulationen des Schuldners angedeihen zu lassen.
Wirtschaft.
Oer Aeuyorker Börsenkrach.
Wenn die Börse das Manometer der Wirtschaft ist, dann steht es nach dem erneuten Börsenkrach in Reuhork international stuf Sturm. Wenn auch die glänzende toirt- ichaftliche Entwicklung der Vereinigten Staaken nach dem Krieg« eine gewaltige monetäre Grundlage geschaffen hat. so werden bei der engen Verflechtung des Reuyorker Geldmarktes mit den internationalen Geld- und Warenmärkten die Rückschläge an der Reuyorker Börse überall zu spüren sein. 3n erster Linie sind die »Schwarzen Tage" darauf zurückzusühren, daß die überhitzte Produktion trotz oder gerade wegen des hohen Lohnspiegels in den Vereinigten Staaten keinen aufnahmefähige n M a r kt mehr findet. Gerade die Industrie- oruppen. denen der wirtschaftliche Aufstieg der Ilnion scheinbar unbegrenzte Absatzmärkte geschaffen hatte, wie die elektrotechnische und Kraftfahrzeugindustrie, sind in dem Dörsensturm vom vorigen Herbst und in diesem Frühjahr am schärfsten mitgenommen worden.
3n kluger Voraussicht dieser Entwicklung haben diese 3ndustriegruppen nach ihrer Auffassung rechtzeitig versucht, sich neue Absatzmärkte im Auslande zu schaffen. Die Tatsache, daß die großen Kraftfahrzeugfabriken ebenso die der elektrischen Industrie in die am wenigsten widerstandsfähigen verwandten europäischen Industrien einzudringen suchen, findet so eine Erklä-
Berlin, 18. Juni. (LRB.-Drahlmeldung.) Der Wirtschaflsflügel der Reichstagsfraktion der Deutschen Volkspartei hat heute einen Schritt bei dem Iraktionsvorsihendeu Dr. Scholz zur Herbeiführung des RücktritlsdesReichs- finanzminifters Dr. Moldenhauer unternommen. Dr. Scholz hat Minister Moldenhauer von dieser Aktion Kenntnis gegeben, und in einer erneuten Rücksprache mit dem Reichssinanzminister diesem auch von sich aus den Rücktritt nahegelegt. Reichssinanzminister Dr. Molden- Hauer hat nicht die Absicht, dem Drucke der wirl- schaftsgruppe der Dvp. zu folgen, er ist aber der Auffassung, daß seine Aktion, die n.a. das
rung, die diese Vorgänge auf die wirkliche Bedeutung zurückführt. Richt Kraftüberschuß war es. die General Motors veranlaßten, sich der Opelwerke zu bemächtigen oder die General Electric zu Teilhabern der deutschen elektrotechnischen Industrie machten, sondern die Berechnung, daß der überstark angeschwollene finanzielle und technische Apparat für die Vereinigten Staaten zu groß geworden sei.
Auch der Auftrieb, den die Hochschutzzoll- Politik der Union neuerdings erfahren hat, erklärt sich durch den drohenden Einschrumpfungsprozeh der Inlandwirtschaft. Um die Anlaufszeit für einen neuen Aufschwung zu sichern, wird der Markt gegen das Ausland mit unübersteigbar hohen Zollmauern obgesperrt, während die wichtigsten Ausfuhrindustrien der Union gleichzeitig einen erheblichen Teil ihrer Produktionskraft in das Ausland verlegten. Die Kurseibrüche, ganz einerlei, auf welche unmittelbaren Ursachen sie zurückgeführt werden, haben zweifellos das Rationalvermögen der Union empfindlich geschwächt.
Der eigene Schwarze Freitag, den wir am 13. Mai 1927 erlebten, gibt nur eine schwache Vorstellung von dem, was die Schwarzen Tage an der Reuyorker Börse für die Volkswirtschaft der Union bedeuten. In den Vereinigten Staaten spekuliert so schließlich jedermann, was auch durch die Technik des Wertpapiermarktes begünstigt wird. Die Kurseinbrüche im Rovember vorigen Jahres, die nichtsdestoweniger zu Milliardenverlusten führten, konnten zwar von beü Banken zum Teil aufgefangen werden, da aber die Wirtschaft trotzdem oder gerade deswegen weiter einschrumpfte. so mußte unvermeidlich der Tag eines neuen Kurseinbruches kommen.
Die Auswirkungen dieses neuen Schwarzen Montags sind denn auch verhältnismäßig größer, da nun das Privatpublikum sich seiner Wertpapiere entledigen mußte. Die Ausland- märkte. insbesondere die in Europa, werden sich nun auf einen beispiellosen Ansturm v on Waren aller Art gefaßt machen müssen, weil es für die Union zunächst kein anderes Mittel gibt, um aus der Krise herauszukommen.
Schweinemarli in Gießen.
Auf dem heutigen Schweinemarkt in Gießen standen 141 Ferkel zum Verkauf. Es kosteten 6 bis 8 Wochen alt« Tiere 37 bis 42 Mk., 8 bis 10 Wochen alte 42 bis 48 Mk.. Läufer. 16 Wochen alt, 70 Mk. Der Marktverkauf brachte mäßiges Handelsgeschäft.
* Der Aktienindex. Der vom Statistischen Reichsamt errechnete Aktienindex (1924/26 = 100) stellt sich für die Woche vom 9. bis 14. Juni 1930 auf 118,2 gegenüber 120,1 in der Vorwoche, und zwar in der Gruppe Bergbau und Schwerindustrie auf 116,4 (118,1), in der Gruppe verarbeitende Industrie auf 107,6 (109,7) und in der Gruppe handel und Verkehr auf 138,1 (139,9).
* Der einigte Glanz st off AG. Wie in der Gen er a lve rs amml un g mitgeteilt wurde, hat sich di« Geschäftslage nicht wesentlich geändert. Man müsse abwarten, ob von dem Zustandekommen des Kunstseidepaktes Anregungen zu weiteren Vereinbarungen ausgehen. Die Preis« seien weiter wenig stabil, jedoch für die Gesellschaft ohne Verlust, da eine weitere Senkung der Selbstkosten eingetreten sei.
• Die Kraftfahrzeugproduktivn int , April. Der Absatz in sämtlichen Zweigen der
Ziel Halle, diepreifeundLöhnezusenken. gescheitert ist. hiernach werde er seine Entscheidung von sich aus treffen. Minister M olde nh au er hat den Reichskanzler gebeten, für morgen eine kabinetlssihung einzuberufen, in der er seinen Standpunkt noch einmal klarlegen wird. 3m Anschluß an die kablnettssihung dürfte der Reichssinanzminister aus sachlichen Gründen seinen Rücktritt erklären. Die Relchs- lagsfraktion der Deutschen Volkspartei wird sich am Freitag mit der Angelegenheit beschäftigen. Der Reichssinanzminister hat die Absicht, am Freitagabend zu einem Erholungsurlaub In die Schweiz zu reisen.
Kraftfahrzeugindustrie hat im April eine geringe Zunahme gegenüber dem Vormonat aufzuweisen. die jedoch hinter der saisonmäßig erwarteten Steigerung zurückgeblieben ist. Die Produktionsentwicklung zeigt ein ungünstigeres Bild. Rur die Erzeugung in der Personenkraftwagen- und Kraftradindustrie hat eine Steigerung zu verzeichnen, während die Produktion in der Lastkraftwagcnindustrie sich nicht auf der Höhe des Vormonats gehalten hat. Die Absatzsteigerung in der Personenkraftwagenindustrie gegenüber dem Vormonat entfällt zum großen Teil auf die ausländischen Montagebetriebe. Ihr Anteil stieg im Gesamtabsah von 21,7 Prozent int Vormonat auf 25,1 Prozent, gegenüber 27,6 Prozent int April 1929.
Frankfurter Börse.
Franks ur t a. M.. 18. Juni. Tendenz: etwas freundlicher. — Die Hoffnungen auf eine baldige Diskontsenkung der Reichsbank verstärkten sich weiter, und int Zusammenhang mit der wieder etwas gebesserten gestrigen Reuyorker Börse war die Stimmung $u Beginn des heutigen Marktes allgemein etwas freundlicher. Das Geschäft nahm aber immer noch keinen größeren Umfang an, da die unklare innerpolitische Lage und die nur geringe Abnahme der Arbeitslosigkeit der Spekulation einen gewissen Druck auferlegten. Auch war der Ordereingang sehr klein, Material tarn aber nicht an den Markt, so daß schon bei geringster Rachfrage gegenüber der gestrigen Aoendbörse Kursbesserungen bis zirka 2 Prozent eintraten. Mehr in den Vordergrund treten konnten von Kunst- seidewcrten Aku. plus 2 Prozent. Von Schifffahrtsaktien machte sich für Hapag wieder etwas mehr Interesse mit plus 2 Prozent bemerkbar. Die in letzter Zeit stark angebotenen Wayh & Frehtag konnten einiges Interesse auf sich lenken und 3,5 Prozent gewinnen. Am Chemiemarkt eröffneten I.-G.-Farben nur geringfügig erhöht, während Deutsche Erdöl 1.5 Prozent und Goldschmidt 1,25 Prozent gewannen. Scheideanstalt waren nur knapp behauptet. Der Elektromarkt hatte immer noch unter Abgaben von der Schweiz zu leiden. Licht und Kraft büßten weitere 1,5 Prozent ein. Dagegen lagen Schlickert behauptet. Deutsche Linoleum waren leicht erhöht. Der Montanmarkt hatte nur sehr bescheidenes Geschäft. Mannesmann und Stahlverein wären bis 0,5 Prozent fester. Rheinische Braunkohlen lagen leicht ge- brüdf Harpener traten jedoch etwas über den Rahmen hinaus und gewannen 1,5 Prozent. Am Kalimarkt gewannen Salzdetfurth 1,5 Prozent: Aschersleben und Westeregeln wurden bis zu 4 Prozent fester taxiert. AG. für Verkehrswesen lagen wieder im Angebot und 1,25 Prozent niedriger. Bankaktien zumeist leicht abgeschwächt. Dresdner Bank gut gehalten. Renten hatten nur kleines Geschäft. Reubesih waren wieder etwas höher. Von den Ausländern lagen Mexikaner abgeschwächt. Unter dem Druck der mangelnden Aufträge und der damit verbundenen Geschäftsstille wurde die Tendenz im Verlaufe allgemein schwächer. Die Anfangsgewinne gingen in den meisten Fällen fast wieder verloren. Farben lagen sogar unter Anfangsniveau. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 2,5 Prozent angeboten und sehr leicht. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1921, gegen Pfund 20,368, London gegen Kabel 4,8583, gegen Paris 123,77, gegen Mailand 92,77, gegen Madrid 41,61, leicht gebessert: gegen
Schweiz 25,0950, gegen Hofland 12,0850, etwa« schwächer.
Berliner Börse.
Berlin. 18.Juni. Die Beruhigung, die litan im heutigen Vormittagsverkehr feststellen konnte, herrschte auch an der Vorbörse und zum offiziellen Dörsenbeginn. Die kräftige Interventionstätigkeit an der gestrigen Reuyorker Börse, die zwar unregelmäßig, aber, doch erholt war, wirkte hier etwas anregend. Ebenfalls stimulierten die festeren Frankfurter Abendbörsenkurse. Der günstige Reichsbankausweis wirkte ebenfalls noch nach: und vor allem sprach man heute lebhaft über die eventuell bevorstehende Diskontherabsetzung. Man hört, daß der bevorstehende Halbjahres- ulttmo zwar erhebliche Anforderungen stellen wird, jedoch nicht schwer überwunden werden wird. Zu den ersten Kursen lagen in einer großen Zahl von Werten kleine DeckuLgskäufe vor. die ein- bis zweiprozentige Besserungen gegen den gestrigen Mittagsschluh hervorriefen. Auffallend gut erholt waren Kali Aschersleben und Westeregeln, die über 3 bi« 5 Prozent anzogen. Ebenfalls waren Eisenbahnverkehr 4,5 Prozent höher: Au g S- burg-Rürnberger Maschinen konnten sich um über 3 Prozent, Fahlberg List um 2,5 Prozent befestigen. Dagegen lagen Reichs- b an fant eile sehr schwach, mit einem Verlust von 4,5 Prozent; man sprach von ausländischen Abgaben. Von Rebenwerten lagen Deutsche Erdöl und Oberschlesische Koks fester. Deutsche Anleihen waren gut behauptet. Reubesitzanleihe konnten bei lebhaften Umsätzen 0,20 Mk. anziehen. Ausländische Renten unverändert. Pfandbriefe waren eher etwa« freundlicher. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 2 bis 4 Prozent wieder leichter, die übrigen Sähe blieben unverändert. Rach den ersten Kursen setzten sich die Kurserholungen auf den meisten Gebieten weiter leicht fort; auch Reichs- bant holten 1,5 Prozent ihres Anfangsverluste« wieder ein. Spater gingen die im Verlaufe erzielten Gewinne infolge anhaltender Geschäftsstille meist wieder verloren. Westeregeln unterschritten ihren Anfangskurs sogar um 2 Prozent, viele andere Werte bis 1 Prozent. Rur Reubesitzanleihe blieb weiter gefragt und konnte sich mit 9,5 Prozent erneut befestigen. Deutsche Linoleum waren fast 2 Prozent gegen Anfang gebessert.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 18. Juni. Trotz der höheren Auslandnotierungen war die Stimmung am Produktenmarkt flau. Die Händler üben weitere Zurückhaltung und die Preise standen unter Druck. Besonders Weizen lag bis zu 2,50 Mark niedriger. Das Mehlgeschäft war schleppend, Weizenmehl notierte vis 0,25 Mark niedriger. Roggenmehl ebenfalls abgeschwächt, dagegen blieb Roggen behauptet. Futtermittel waren nachgebend. Es notierten: Weizen, Hektolitergewicht von 78 Kilo, 317,50 bis 319; Roggen, Hektolitergewicht von 72 Kilo, 167,50 bis 168,50; Sommergerste für Drauzwecke 200; Hafer, inländischer, 162,50 bis 165; Weizenmehl, süddeutsches Spez. 0 44,75 bis 45,50; Roggenmehl 24,75 bis 25,50; Weizen- und RoggenÜeie 6,75 Mark. Tendenz: flau.
Frankfurter Pfcrdcmarkt.
Frankfurt a. M., 17. Juni. (WSR.) Der Auftrieb zum gestrigen Pferdemarkt ist, wie alljährlich in den Sommermonaten, gering gewesen, und auch der Besuch war infolge der im Gange befindlichen Heuernte schwach. Trotzdem war die Rachfrage nach jungen, mittelschweren Arbeitspferden groß, und die Tiere dieser Gattung sind bald zu anziehenden Preisen ausverkauft gewesen. Einige Transporte ostpreuhischer Arbeitspferde fanden gleichfalls willige Käufer, welche teilweise Handelsleute aus Süddeutschland waren. Schwere belgische Tiere standen nur in geringer Zahl zur Wahl. Im allgemeinen sind die Preise gut und behauptet gewesen, Schlachtpferde erzielten die vormonatlich notierten Preise.
Letzte Nachrichten.
„Gras Zeppelin^ wieder gelandet.
Friedrichshafen, 18. Juni. (WTD. Funk- spruch.) Das Luftschiff „GrafZeppelin", das heute früh zu einer Charterfahrt aufgestiegen war, ist um 8.35 Ahr glatt gelandet. Die Fahrt führte von Friedrichshafen nach Bregenz, Sonthofen, Oberstdorf, Dornbirn, Arlberg und Sargans zurück nach Friedrichshafen.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die flöhe der zuletzt beschiosienen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4,5 o. H., Lombardzinsfuß 5,5 v. S).
Jranffurt a. 2)1.
Serlln
Schmß« für«
1-Uhr» Aurt
Schluß» l Anfang« für« | Aur«
Datum
17 6
18. 6
17. 6.
18 6
6% Deuinye iHeia)»aiueü)t von 1927 .........
7% Deutsche Reichöanlethe Yon 1Y28.........
104,5 57,5
9,25
57 56,75 100,5
94,9
89
101
96,5 95,5
96,5
| | 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1_________।
88,25
104,4
57.5
9,05
57
101,25
95
i । । i i i i i i i ££ i i
Deutsche Ant.-AblSs.-Schutd mit
Detgi. ohne Äu«tos.-Rechte . . 6% Heil, «oittitaat von 1929 trültznhtb 102%)......
Oberheilen Provinz»Anleihe mit
Deutsche flemm. Sammeiabl.
Anleihe Serie 1.......
8% fftönlf. Hpp.-Bank Goldpse XIII unkündbar bl« 1934 . . •
7% Rumlf. Hyp.-Ban! Boldp|r unkündbar bl« 1932 .....
4%% Rheinische Hyp.-Bank
£tqu. Goldpse.........
8% Pr. Lande«psandbrtesanftalt, 4liandbrtele R. 17......
6% Pr. Lande«piandbries<mstalt, flomm.»£bl. 81.10......
7% Pr. Landedpsandbrlesanftalt, Pfandbriefe R. 10.....
a.e.®. abg. Slortrieg»-Obligationen, rückzahlbar 1932 ....
4% Oesterretchilche ®olbtente .
4,20% Oefterrelchische Mbenef.k 4% Oefterrelchische Einheitlich,
Rente...........
4% Ungarische ©olbtente ....
4% Ungarische ®taat«iente B. 1910 4%% deSgl. von 1013 . . . . • 4% Ungarisch» troninieute . .
4% Dürktsche Zollanleth« von 1911
4% LLrktiche lSagdadbahn-AnI
Serie»...........
4% deegl. teerte II.......
5% Rumänische vereinh. Rente von 1903 ..........
4%% RumchUjche vereinh. Rente von 1918 ..........
«umänftche vereinh. Rente .
26,13
—
26,65 2,8
26,6
—
2
2,05
2
23,5
23,4
•—
—
—
—-
—
——
—
—
—
2
2
5,75
—
5,85
—
5,75
_
6
_
5,75
—
5,8
—
10
—
9,9
9,85
17,13
17
17
8,13
**
8
8
Frankfurt a. M.
Berlin
Schluß« Iure
i«llhr« Kurs
Schluß« lurs
Anfang- Kur«
Datum
17. 6
18 6
17 6
18 6
Hamvurg-Amerlka Patel . . . <
Hamburg-Südam. Dampfschiff. 8
Hansa Dampsschifs.....10
Norddeutscher Llohb.....8
Allgemeine DeutscheCreditanst. 10
Barmer Banlverein .... 10
Berliner Handelsgesellschaft . 12
Commerz- und Privat-Bank. 11
Darmstädter und ‘Rotlonalban! 12
Deutsche Ban! und
Diicon lo-Gesellschaft, ... 10
Dresdner Ban! ...... 10
Reichsbank....... . 12
A.S.»............8
Bergmann.........9
Aelir. LleserungSgesellschaft. 10
Licht und Kraft ...... 10 gelten & Guilleaume . . . 7yt Gesellschaft für Elektrische
Unternehmungen .... 10
Homburger ElektrizitätS-WerK 10 glheinffche Elektrizität .... 9 -Schlesische Elektrizität. ... 10
Schultert L Lo. ...... 11
Siemen« & Halste.....16
Lahmeyer L Lo.. .. . . 10
Buben»....... ... b
Deutsche Erdöl.......6
Essener Steinkohle......8
Gelsenkirchener.......8
Harpener.......... 0
Hoesch Eisen........6V»
Ilse Bergbau.......10
klöckNerwerke...... • 7
Köln-Reuessen. ....... 7
Mannesmann-Röhren .... 7
Man«selder Bergbau.....7
Oberschlei. Eisenbedarf .... 6
Obrrschlef. Ko!«werke.....7
Phönix Bergbau......6%
R Heinis<be Braunkohlen . . 10
RIcbcck Montan......7,2
104
104
114,5
124,25
145,5
217,25
137
137,25
270,5
156
154,25
114
148,5
169,9 230
73
133
121,5
100
97,75
90,75
114,5
106
124
145
137,25
153
169,5
123
98,25
91
214
104
140,75
104,5
114,4
124,25
164,5
145
216,75
136.75
137
270
155,13
184,25
142
155,25
114
147,5
132,65
142
155
168,25
228,5 118,75 164,65
72,25
90
133
122,75
97,25
228
100
95,5
97,75
67,25
100,5
90,65
214,5
114,25
105 5
172
141
105,25
114,4
124
164,75
145
216
136,5
137 265,5
156,25
183,5
143
153,5
114
148
142
156,25 170,25
229,6
118
72,5
92
133 123,25
100
95,5
97,9 67,25
102,25
91 214,5 114,5
Frankfurt a. 1)1. |
Berlin
Schluß« kur«
1«tchr« I
Kur« 1
Schluß« kurs
Anfang- Kur«
Dalum
17 6
18 6
17. 6
18. 6
Bcremigte Stahlwerke . .
90
90,5
90
90,5
Olavi Minen......
16'/.
—-
—
45,9
45,13
Kaliwerke Aschersleben . .
. 10
207
—»
206,25
—
Kaliwerke Westeregeln . .
. 10
210
—
209,5
213
Kaliwerke Salzdetfurth . .
. 15
382
384,5
382,5
384
I. G. Farben Industrie . .
. 12
159,5
160,5
159.75
160,25
Dynamit Nobel.....
. . 6
—
—
80,5
—
Scheideanstalt......
. . 9
145,25
145
—
—
Goldschmidt......
. . 5
55,5
61.75
56,75
58,25
——
MütgerSwcrke ......
. . 6
——
62
62,75
Metallgelellschaft.....
. . 8
115
—■
114,65
—
Philipp Hohmann .... Zementwerk Heidelberg . Cementwerk Karlstadt. . .
. . 7
. 10
. 10
94,5
115
115
94,5
—
£Bah& & ffreytag ....
. . 8
74,75
78
72
—
Schultheis Patzenhof« . .
. 15
—
295,5
296
Ostwerke........
. 12
——
244.75
296
Aku..........
. 18
88
90
88
90
Bemberg........
. 11
102,75
——
102
100,5
Zellswss Waldhof . . . .
IS'/.
158,5
—
159,4
159,5
Zellstoff Aschaffenburg . .
Charlottenburger Wasfer .
. 12
. . 8
119
120
118
100,75
119
100
Desfauer O)ao......
. . 9
—
—
153
152
Daimler Motoren . . . .
. . o
35
——
35
35,25
Deutsche Linoleum . . •
205,5
206
204,25
203
. . 0
—
—
48,25
48,13
Nat. Automobil.....
. . o
—
—-
—
—
Orenstein & Koppel . . .
. . 6
—
—
70
—
Leonhard Tietz.....
. 10
—
—
—
151
SvcnSka...... •
—
—
302
302
Frankfurter Maschinen . .
. . 4
26
—
26
—
• . 6
——
35,13
Hehliacnstaedt . . . . .
. . 0
—
—•
Iunghans........
. . 6
40
—
39
—•
Lechwerke........
. . 8
——
—
MatnkrafiwerkeHöchst 0.9JL. . 8
>—
—
—
Miag..........
. 10
—
114
115
Gebe. Roeder......
. 11
——
—
Voigt L Haeffn« . . . .
. .
150
——
150
—
Süddeutsche Lucker . . .
. 10
156,5
157,5
—
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2H.
Vanknoten.
Lerlin, 17. Juni
(Reib
Ärics
Amerikanische Noten......
4,169
4,189
Belgische Noten .......
58,39
58,63
Dänische Noten ........
111,78
112,22
Englische Noten ......
20,312
20,392
Französische Noten . ......
16,42
16,48
Holländische Noten.......
168,06
168,74
Italienische Noten........
21,94
22,02
Norwegische Noten.......
Deutsch-Oesterreich, ä 1OO Schilling
111.83
112,27
59,06
59,30
Numänische Noten.......
2,465
2,485
Schwedische Noten.......
112,25
112,69
Schweizer Noten........
81,04
81.36
Spanische Noten ........
Tichechoslowakischc Noten.....
47,70
12,39
47,90
12,45
Ungarische Noten........
73,02
73.32
17. Juni
18. Juni
Amtliche Dotierung
Amtliche Notierung
Geld |
Arie,
Geld
Sries
Amst.-Nott-
168,40
168,74
168,36
168,70
Buen.-Aires
1,540
1,544
1,538
1,542
Brss.-Antw-
58,39
58,51
58,39
58,51
Christiania.
112,04
112,26
112,05
112,27
Kopenhagen
112,05
112,27
112,05
112,44
112,27
Stockholm .
112,44
112,66
10,561
112,66
10,56
Hclsingsors.
10,541
10,52
Italien. . .
21,925
21,965
21,935
21,975
öondon. . .
20,342
20,382
20.346
20,386
Neunork . .
Paris....
4,1875
4,1955
4,188
16,425
4,196
16,43
16,47
16,465
Schwei; . .
81,095
81,255
81,075
81,235
Spanien. .
48,05 2,70
48,15
48,80
2,070
48,90
Japan . .. 'üto de Jan
2,74
2,074
0,469
0,471
0,472
0,474
Wien In D.« Oest. abgest.
59,10
59,22
59,10
59,22
Prag . . . .
12,419
12,439
12,419
12,439
Äelgrad . .
7,398
7,412
7,405
73,225
3,035
7,419
Budapest. . Bulgarien.
73,215
3,035
18,81
73,375
3,041
73,365
3,041
Lissabon . .
18,85
18,81
18,85
Danzig.. .Konstantin.
81,34
81,51
81,33
81,49
1,784
1,789
1,785
1,789
Athen. .
5,425
5,435
5,435
5,445
sscmada . .
4,188
4,196
4,186
4,194
3,654
lirn 'ucttr.
3,656
3,664
3,646
iSairo . .
20,86
20,90
20,66
20,90


