Ausgabe 
17.12.1930
 
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Irre gegangen sind und anstatt uns emporzu­sparen. versucht haben, uns emporzuborgen. Wie stets in Zeiten der Not, treten jetzt Naturärzte auf. die glauben, mit einem Federstrich, durch Aufhebung der Zinsknechtschaft und durch freie Geldschöpfung alle unsere Leiden heilen zu tonnen. Aus derartigen wirtschaftlichen Utopien müsse es ein böjes Erwachen geben Deutsch- land sei und bleibe vom Auslandabhängig, und es sei ein Verbrechen, so zu tun, als ob wir in der- Lage wären, unsere Verpflichtungen gegen­über unseren Gläubigern zu negieren Gerade die letzten Monate hätten erneut gezeigt, in welchem Ausmaße wir in unserer Wirtschaftsführung vom Vertrauen des Auslandes abhängig feien. Ge­rade das Gegenteil werde aber bewirkt, wenn im Augenblick eine Partei mit einem bank- und kredit- politischen Programm aufwarte, das jeder Einsich­tige nur als Phantasterei bezeichnen könne. Eine verantwortungsbewußte Staatsleitung muffe allen Versuchen energisch entgegentreten, der­artige Ideen zum Gegenständ gesetzgeberischer Ex­perimente zu machen. Mehr denn je erfordere un­sere Zeit eine entschlossene Staatslei­tung, die zum Besten des Ganzen bereit ist, sich unpopulär zu machen, indem sie von der Gesamtheit Opfer verlange und nicht davor zurückschrecke, der Gesamtheit die Lage zu schildern, wie sie i st.

Ablehnung der Strafanzeige des ^egierungsrats KabriciuS.

Berlin, 16. Dez. (WTD.) Regierungsrat Dr. Fabricius hat bei der Staatsanwa tschaft III eine Strafanzeige gegen den Polizeipräsi­denten Grzesinski den Poliz ivizepräsidenten Dr. Weiß, den Polizeivberst Heimanns- berg und den PoÜzeimajor Heinrich wegen Freiheitsberaubung im Amt (§ 341 StGB.) erstattet und den Erlaß eines Haft­befehls wegen dringenden Tatverdachts, Flucht und Verdunkelungsgefahr beantragt. Die Staats­anwaltschaft hat den Anzeigenden dahin be- schieden, daß zum Einschreiten kein An- l a h vorliege, weil der vvrgetragene Sachverhalt den Verdacht einer strafbaren Handlung nicht rechtfertige.

Besserung im Befinden poincares.

Paris, 16. Dez (WTD.) Poincare wurde im Laufe des Rachmittags von Professor Mario gründlich untersucht. Der Arzt erklärte beim Verlassen der Wohnung, es sei eine merk­liche Besserung eingetreten, der Zustand des Kranken befriedige. Senator Dar thou, der Frau Poincare einen Besuch abgestattet hat, erklärte beim Verlassen der Wohnung, der Zu­stand Doincares gehe der Besserung entgegen; es handele sich weder um einen Schlagan­fall noch um eine Urämie-Kris r. Aach der ärztlichen Untersuchung von heute abend hat der Hausarzt Poincares folgenden Krank­heitsbericht ausgegeben: Man stellt heute abend eine leichte Besserung fest; Temperatur 37,4, Puls 70 regelmäßig.

Obgleich die Aerzte, über die Erkrankung Poin- rares großes Stillschweigen beobachten, will Paris Midi folgende Einzelheiten über die Ursache und den bisherigen Verlauf der Erkrankung mitteilen können. Noch am 4. Dezember, dem Tage, an dem der Senat die Interpellation beriet, befand sich PoincarL völlkommen wohl. Er wohnte der Sitzung von Anfang bis Ende bei, spürte aber nach­her eine gewisse Müdigkeit und ließ feinen Hausarzt kommen, der ihm einige Tage Bettruhe ver­ordnete. Poincare war zu dieser Zeil noch im vollen Besitze seiner geistigen Kräfte. Er legte die letzte Hand an die Rede, die er gestern bei Eröffnung des Germanistischen Institutes in der Sorbonne halten wollte Am Samstag wurde der Hausarzt eilig ge­rufen. Poincare war von großer Schwäche befallen, die Beine versagten den Dienst, und das Sprechen fiel ihm sehr schwer Die Nierentätig­keit setzte aus Der Hausarzt stellte fest, daß Harn- gifte ins Blut gedrungen waren. Es machte sich daher eine Erhöhung des Blut­druckes geltend. Auch schien Anlaß zu der Be­fürchtung vorzuliegen, daß eine kleine Ader Im Oetjirn gerissen sei. Man brachte den »Kranken zu Bett, ließ ihn zur Ader und schrieb ihm Diät vor.

Aus aller Welt.

Der Reichsgründungstag.

Das Reichskabinett tritt am Mittwochoormittag zu einer Sitzung zusammen, auf deren Tagesordnung auch die Frage steht, in welcher Form diesmal der Reichsgründungstag am 18. Januar amtlich ge­feiert werden soll Es handelt sich um die 60. Wiederkehr des Reichsgründungstages und aus diesem Anlaß ist daran gedacht, eine beson­dere Feier zu veranstalten.

Die Todesstrafe in England.

Der parlamentarische Sonderausschuß, der sich mit der Frage der Aufrechterhaltung der Todes­strafe zu besagen hatte, macht den Vorschlag, die Todesstrafe versuchsweise in Fredenszeiten fürdieDauervonfünsIabrenaufzu- heben Die konservativen Mitglieder des Aus­schusses waren kürzlich unter Protest zurückgetre­ten, weil sie der Ansicht waren, daß verschie­dene Sachverständigengutachten in dem Bericht nicht berücksichtigt worden seien.

Schiedsspruch

im mitteldeutschen Braunkohlenbergbau.

Nach zweitägiger Verhandlung fällte die Schlich­terkammer mif den Stimmen der Arbeitgeber einen Schiedsspruch im mitteldeutschen Braunkohlenberg­bau, der die jetzige Arbeitszeit im Braun­kohlenbergbau über den 1. Januar 1931 hinaus i n Kraft läßt. Die Arbeitszeit ist mit einer sechs­wöchigen Kündigungsfrist erstmalig zum 31. August 1931 kündbar. Die Erklärungsfrist läuft bis zum 22. Dezember d. I. Die Gewerkschaften nahmen dem Schiedsspruch gegenüber eine ablehnende Haltung ein. .

Absage der 3ubiläumstagung des Preußischen Landes-Jagdverbandes.

Der Preußische Landes-Iagd-Verband plante im Jahre 1931 fein 1 Ojähriges Beftehen am 1 Februar im Rahmen der sechsten Grünen Woche 1931 festlich zu begehen Wegen der außerordentlich schweren wirtschaftlichen Krise und der Not, die auch unter den Jägern Preußens herrscht, hat der Vor­stand beschlossen, die Iubiläumstagung des Verban­des auf eine geeignetere Zeit zu verlegen. An Stelle der Jubiläumstagung findet eine Vertreter- Versammlung des Verbandes am 1. Februar 1931 in Berlin statt.

Die Aufstanosvewegung in (Spanien.

Der vorläufige Gieg -es Königs.

König Alfons hat über die Widersacher der Monarchie einen wenn vielleicht auch nur vorläufigen Sieg davongetragen. Die Urheber der revolutionären Unruhen haben sich außer Landes begeben, ihre Anhänger sind dagegen zum Teil eingekerkert, zum Teil hingerichtet wor­den. Auch die Gewerkschaften, die offen­bar den Zeitpunkt für eine neuerliche Einschal­

zum Ziele, denn das Land brauche größere Freiheit und könne nicht länger unter einem Regime leben, das es seit acht Jahren ersticke. Spanien wolle nicht länger von General Berenguer regiert werden Spa­nien werde auch seinem König die Einmischung in die öffentlichen Angelegenheiten nicht verzeihen. Der Ausstand sei jetzt nur aufgeschoben, denn es handele sich um eine große nationale B e - w e g u n g, nicht aber um vereinzelte unbesonnene Handstreiche. Er, Franco, und seine Freunde beab­sichtigten, Portugal zu verlassen und in ein anderes Land überzusiedeln Dann würden sie weiter sehen.

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Abmarsch - republikanischen Truppen von der Artilleriekaserne in Jaca (im Hintergrund die Pyrenäen).

tung in die spanische Innenpolitik für günstig hielten, haben die Generalstreikparolen wieder zurückgezogen. Das, was soeben glücklich überwunden worden ist, kann aber morgen f ch o n w i e d e r in die Erscheinung treten. König Alfons, der sich mit den Verhältnissen seines Landes viel intensiver beschäftigt, als man all­gemein annimmt, hat offenbar die A b h a l f t e » rung des Generals Berenguer schon in Aussicht genommen. Wie man hört, soll der katalanische Finanzmann Sambo in absehbarer Zeit die Leitung der politischen Geschäfte über­nehmen. Offenbar glaubt der König, daß eine Regierung aus Zivilisten beruhigend wirken und die Ordnung allmählich wieder Her­stellen kann. Eambo ist eine der angesehensten Persönlichkeiten im Lande. Aber auch er kann unter den gegenwärtigen Umständen ohne die bewaffnete Macht nicht auskommen. Solange je­doch die Offiziere in der Politik eine Haupt­rolle spielen, ist es nahezu unmöglich, den Frie­den in Spanien wieder herzustellen.

Oie Flucht -er Meuterer.

Sn Portugal festgesetzt

Lissabon, 16. De^ (Havas.) Der spanische Flieger Franco ist, begleitet von dem Mecha niker R a b a und dem Kommandanten Puy, um 17 Uhr a u f dem Flugplatz Alverca ge­landet. Die Flieger erfLirten, daß drei Wei e e Flugzeuge in Cuatro Vienlos gestartet feien. Ein.s davon landete auf dem Flugplatz Madera, an Bord befanden sich die Majore Laroquetto und Gonzales sowie Leutnant Collar. Das zweite Flugzeug landete auf freiem Felde bei Moita mit General Queite de l L a n o und Major Roa, das dritte in Gairia mit den Majoren Pasor, Cisneros und Martinez Ara­

Die künftige Republik Spanien, für die sie kämpf- ten, könnte nur eine bundesstaatliche R e - publik fein. Die einzigen Verantwortlichen für die Vorfälle auf dem FlugplatzZu den vier Winden" feien er, Franco, und feine in Portugal befindlichen Freunde. Sie seien nach Portugal geflüchtet, wett die Bevölkerung von Madrid aus ihre Ausrufe nicht ein gegangen fei. Sie hätten nicht gewollt, daß die Soldaten und Arbeiter auf den Flugplatz3u den vier Winden" einer Be­strafung ausgesetzt werden. Die aufständischen Flie­ger hätten, obwohl sie an ihren Flugzeugen Bom­ben befestigt hatten, diese mit Rücksicht auf die Be­völkerung nicht abgeworfen.

Der aufständische General del L a n o macht den standrechtlich erschossenen Hauptmann Ga­lan für das Sch item dec Bewegung verantwort­lich. Er habe unklug gehandelt, indem er Elemente rekrutierte, die nicht sicher gewesen seien. Außerdem habe Galan die Ereignisse überstürzen wollen. Ueber die Ziele der revolutionären Bewegung befragt, erklärte del Lano.Wir wollen die Republik und die S.,afiung einer neuen verfassungsmäßigen Ord­nung. Unserer Ansicht nach hatte das Heer die Aufgabe, in den Kasernen zu bleiben. Das Heer ist ein Verteidigungsorgan des Vaterlandes, und nicht ein Regierungsinstrument. Wir möchten die Regierungsgewalt an Zivilpersonen abgetreten wissen, weil nur diese regieren können. Weil die Monar­chie die stärkste Stütze der Diktatur war, wandten wir uns der Republik zu und suchten neue Freiheitshorizonte. Spanien leidet unter dem Werk Primo de Riveras und Deren- guers, die von der Regierung ' die Persönlich­keiten ausgeschlossen haben, die auf Grund ihrer Kenntnis der nationalen Probleme allein fähig sind eine gute Politik zu treib Von der

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Der Eskorictt bei Madrid, der Palast der spanischen Könige, feit Philipp 11. das Symbol der fpanifchen Monarchie.

gon. Sämtliche Offiziere begaben sich nach Lissabon und meldeten sich dort beim portu­giesischen Kriegsministerium, das ihnen ihren Wohnsitz in Mafra anwies. Da es sich um ein politisches Vergehen handelt, komme d i e Auslieferung kaum in Frage.

Oas Ziel -er Aufständischen.

Die Ausrufung der Republik

Paris, 16. Dez. (WTB.) Die nach Portugal ge­flüchteten spanischen Offiziere, die an dem Auf- standsversuch teilgenommen haben, berichteten, daß die Revolution in Spanien auf gestern (Montag) früh 6 Uhr in ganz Spanien anberaumt gewesen sei. Infolge der Unvorsichtigkeit des Hauptmanns Galan, der zu früh losschlug, sei die Regierung gewarnt worden und unter den Aufständischen fei eine große Verwirrung entstunden. Als aber die Revolutionäre erkannten, daß ihre Lage auf dem Flugplatz unhaltbar wurde und die übrigen Trup­pen sich ihnen nicht angeschlossen hatten, beschlossen sie, zu fliehen bzw sich zu ergeben

Franco erklärte, die Ausstandsbewegunq hatte die Ausrufung der Republik in Spanien

Derwaltungsunfühigkeit der Militärpersonen überzeugt, sind wir aufständisch geworden, den Blick auf die Zukunft gerichtet. Wir woNen dem Heer ein Prestige verschaffen und d i e Regierung den Zivilgewalten ein­räumen, die unter der Aegide der Republik die Ration vor dem Abstieg retten können.

Oie Wiederherstellung -er Ruhe.

Paris, 16. Dez. (TU.) Wie aus Madrid berich­tet wird, ist die Regierung über die Lage in der Provinz optimistisch. Die Gouverneure von Barce­lona und Valencia sowie anderer Provinzstädte sollen berichtet haben, daß völlige Ruhe herrsche Nur in einigen Städten sei der Streik erklärt wor­den. Die Negierung hat Vertreter des Handelsver- bandes, der Handelskammer sowie führender In­dustrie- und Bankverbände empfangen. Die Vertreter haben der Regierung volle Unter st ützungzu- gesichert. Ueber die Lage in Barcelona ver­lautet aus Perpignan, daß nach der Ausrufung des Belagerungszustandes in den Stra­ßen Polizeitruppen patrouillieren. Auch über Bar- «Iona sollen am Montag Flugzeuge erschienen

sein, die republikanische Flugblätter ab warfen. Die Revolutionäre werden darin auf­gefordert, vorsichtig zu fein, um eine Unterdrückung der Revolution zu verhindern. Die Eisenbahnlinien und sämtliche übrigen Verkehrswege und die tele­phonischen und telegraphischen Verbindungen wer­den überwacht. Es wird eine ftrenge Pres- sezensur ausgeübt. In Barcelona haben Truppen die wichtigsten Punkte der Bannmeile besetzt. Die Militärbehörden haben die Geschäftsräume der ka­talanischen National-Republikanischen Partei Accion Eatalana schließen lassen. 11 Gewerk­schaftsführer, die zum Streik aufforderten, sind fe st genommen worden.

Das Gerücht, daß in Madrid der G ene- raIstreik ausgebrochen sei, ist nach einer in der Uebermittlung verzögerten Meldung der Agentur Havas aus der spanischen Hauptstadt bisher nicht nachzuprüfen gewesen. Ohne polizeiliche Erlaubnis darf kein Wagen die Stadt Madrid verlassen. Cs heißt, daß ständigVer- Haftungen vorgenommen würdSst.^md daß das Madrider Gefängnis gegenttwnij überfüllt sei. Da der Belagerungszustand die Einstellung des Telephon - und Telegraphenver­kehrs mit dem Auslande und mit den spanischen Provinzen nach sich gezogen hätte, fei ds unmöglich gewesen, die Rachrichten zu kon­trollieren, die von Unruhen in der Provinz be­richteten Bestätigt sei nur, daß in Bilbao der Streik ausgebrochen und daß es i it Santande r zu Unruhen gekommen sei. Der Generalstreik soll ferner in San Sebastian, Santander, Valencia, EeviUa, Cadiz, Iaen und int Dergwerksgebiet von Asturien proklamiert fein. Auf das Palais des Hivilgouverneurs von San Sebastian soll ein Angriff versucht worden sein.

Oie Notwendigkeit von Reformen.

Ein spanischer Staatsmann über die innerpolitische Lage.

Paris, 16. Dez. (WTD.)L'Ordre" ver­öffentlicht Aeuherungen eines nicht genannten ehemaligen spanischen Ministerpräsidenten zue Lage in Spanien. Der Betreffende erklärte u. a.: W i r brauchen in Spanien einen Kö­nig, um uns vor dem Chaos zu retten. Für die Republik ist Spanien noch nicht reif. Aber ich bin der Ansicht, daß Spanien nicht mehr die Auswirkungen einer persönlichen Politik eines Souveräns, der das Regime Primo de Riveras wieder einführen würde, ertragen könnte. Eine konstitutionelle Monarchie ist für Spa­nien unerläßlich. Sie ist aber der sicherste Ga­rant einer demokratischen Ordnung. Alfons XIII. ist übrigens durchaus geneigt, gewisse Vorrechte aufzugeben. Auf dem Lande ist man dem König immer noch sehr zugetan. In den Städten da­gegen denkt man mehr an die Republik. Aber abgesehen von Katalonien bleibt die Mehrheit der Bevölkerung ihrem Souverän treu. Nur weih man niemals, wo ein Spanier, wenn er irgendwo zu reformieren anfängt, Halt macht. Ich bin fest überzeugt, daß der König sich durch die Abschiebung Primo de Riveras gerettet hat. Aber jetzt ist keine Minute mehr zu verlieren, um Spanien sozial und wirtschaftlich zu reformieren.

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Wetli 1 Voraussage

Die aus dem nordöstlichen Hochdruckgebiet aus- fließenden Kaltluftmassen haben sich über Deutsch­land weiter durchgefetzt und die Temperaturen zum größten Teil unter Null sinken lassen. Dabei sind durch allgemeinen Luftdruckanstieg die Atlantik- Störungen zur Auffüllung gelangt und eine Hoch- druckdrucke hat sich von dem Skandinavienhoch in südwestlicher Richtung nach dem Atlantischen Ozean hin gebildet. An ihrer Südseite wird sich meist kon­tinentale Luftzufuhr einstellen, so daß der Frost auch bet uns weiter zunimmt und die Wolkendecke stellen­weise sich auflöst.

Aussichten für Donnerstag: Reblig- wolkig mit Aufklaren, Temperaturen sinkend unter Rull, meist trocken.

Aussichten für Freitag: Weiterhin Frost, teils bewölkt, teils aufklarend.

Lufttemperaturen am 16. Dezember: mittags 3,1 Grad Celsius, abends 1,2 Grad; am 17. Dezember: morgens 0,8 Grad. Maximum 3,1 Grad, Minimum 2,4 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 16. Dezember: abends 1,6 Grad; am 17. Dezember: morgens 0,8 Grad Celsius.