Ausgabe 
17.9.1930
 
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djen und Töchtern der Dereinsmitglieder auf- geführt, bildete den Abschluß des schönen Rach, mittags und fand reichen und wohlverdienten Beifall.

-3 n h eiden. 16. Sept. Die Arbeiten an dem Gefallenendenkmal unserer Gemeinde sind so wett vorgeschritten, daß seine feierliche Ein- wechung nun nächsten Sonntag stattfinden soll. Es hat seine Aufstellung auf dem Friedhof ge- fanden. Sobald man diesen betritt, liegt es in der Blickrichtung. Auf einem massiven Unterbau ruht ein etwa-1 Meter langer und 0,65 Meter breiter Sockel mit der Inschrift:Die Gemeinde Inheiden ihren Helden". Auf diesem Sockel er­hebt sich ein mächtiger vierseitiger Obelisk, auf dessen Vorderseite die Ramen der gefallenen, vermißten und gestorbenen Söhne unserer Ge­meinde zu lesen sind. Darüber befindet sich ein plastisch dargestellter Stahlhelm. Das ganze Denk­mal wird gekrönt durch das in Stein ausgehauene Eiserne Kreuz, welches die Inschrift trägt: 1914 bis 1918. Auf beiden Seiten desselben befinden sich zwei große Kugeln. Das Denkmal ist aus Diabas hergestellt. Der Plan der ganzen An- läge ist sehr ansprechend, die Ausführung aus­gezeichnet. Cs ist ein Werk des Steinmetz Heinrich I o k e l zu Queckborn. Bis zum Frühjahr soll eine schöne gärtnerische Anlage die Wirkung des Ehrenmals noch vervollkommnen.

P Holzheim, 16. Sept. Dieser Tage wurde bei Zimmermeister Wilhelm Schneider, als niemand zu Hause war. eingebrochen und aus dem Schreibtisch 77 Mark entwendet. Der Hoftorschlüssel war, wie es hier allgemein üb­lich ist,gelegt" worden. Obwohl an dem Tage ein älterer Mann hier bettelte, glaubt man doch, daß ein Lokalkundiger der Täter ist. Am Sonntagabend veranstaltete P. von der Au, Mainz, in unserer Kirche eine religiöse Orgelandacht. Die zahlreichen Zuhörer wa­ren ergriffen von der meisterhaft zu Gehör ge­brachten Musik. Bereits im Vormittagsgottes­dienst, in dem Missionar Schäfer, Hausen, predigte, war v. d. Au als Organist tätig. -Unsere Filialgemeinde Dorf-Gill hatte am Rachmittag durch die Vorträge des Künstlers eine schöne Feierstunde.

Kreis Friedberg.

2$. Dad-Rauheim, 16. Sept. Seinen 70. Geburtstag feierte heute Oberbadmeister i. R. und Beigeordneter Franz Kissel, eine um das öffentliche Leben unserer Stadt hochverdiente Persönlichkeit. Den städtischen Körperschaften ge­hört Franz Kissel seit 1912 ununterbrochen an. In körperlicher und geistiger Frische übt er täglich auf dem Stad'bause seinen Dienst als Beigeordneter aus. Sch verdient hat sich der Iubilar in der Verkcd.^lommission um die He­bung des Fremdenverkehrs gemacht. Auf heimat­kundlichem Gebiet ist er wiederholt schriftstelle­risch hervorgetreten. Seinen 6 0. Geburts-

Krcis Lauterbach.

£ Lauterbach, 16.Sept. Der hiesige Män­nergesangvereinLrederkranz" hielt dieser Tage seine Herbst-Generalver- s a m m l u n g ab. Rach einem Bericht des Rech­ners verfügt der Verein gegenwärtig über einen Kassenbestand von 880,95 Mk. Die Abrechnung über das 25. Vereinsjubiläum mit dem Gau- wcrtungssingen des Gaues Vogelsberg-Rord wies einen Lleberschutz von 128,54 Mk. auf. Dem Rechner wurde mit Dankesworten Entlastung erteilt. Die Versammlung beschloß dann u. a., den arbeitslosen Vereinsmitgliedern den Vereinsbei­trag zu erlassen, ferner bei der Vereinszuge­hörigkeit von drei Mitgliedern einer Familie eines dieser Mitglieder beitragsfrei zu lassen.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

WSR. Wetzlar, 16. Sept. In Werdorf wurde das dreijährige Kind der Eheleute Otto Schneider in der Küche von einem umstür­zenden Eimer mit heißem Wasser der­art schwer verbrüht, daß alsbald der Tod eintrat.

0 Groß-Rechtenbach, 16. Sept. Der G e - m e i n d e r a t beschäftigte sich dieser Tage zum zwei­tenmal mit dem KulturplandesGemeinde- waldes für das Wirtschaftsjahr 1930/31. In der Sitzung vor einigen Wochen hatte der Gemeinderat an den Ausgaben des Kulturplanes 250 Mark ge­strichen. Damit war die Forstbehürde nicht einver­standen. In Anbetracht der schwierigen finanziellen Lage der Gemeinde blieb jedoch der Gemeinderat bei seinem ersten Beschlüsse, nach dem die Ausgaben des Kulturplanes 850 Mark nicht übersteigen dürfen.

Umbau der Mainzer Straßenbrücke.

WSR. Darmstadt, 16. Sept. Für den längst notwendigen Umbau der Straßen­brücke über den Rhein bei Mainz, der sich nach dem Voranschlag auf 3 900 000 Mk. belaufen dürfte, sollen jetzt die Vorarbeiten be­gonnen werden. Die hessische Regierung hatte bei den Verhandlungen eine Kostenbeteiligung von Ve der Gesamtkosten in Aussicht gestellt. Demnach würde der Kostenanteil Hessens an den Vorarbeiten, die sich auf insgesamt 120 000 Mk. stellen, 20 000 Mk. betragen. Hiervon sind be­reits 6000 Mk. beschlossen, während der Rest von 14 000 Mk. beim Landtag angefordert wird.

Schweres Unglück an einem Bahnübergang.

WSR. Siershahn (Westerwald), 16. Sept. Heute morgen kurz nach 9 Llhr wurde an dem mit Schranken versehenen Lieberweg zwischen den Bahnhöfen Raubach und Dierdorf der Strecke SiershahnAltenkirchen ein Liefer­auto von einem Zuge überfahren. Hierbei wurde ein siebenjähriges Mädchen getötet, der Kraftwagenführer und eine mit- fahrende Frau wurden verletzt. Die Ursache des Llnglücks ist darin zu suchen, daß die B a h n- schranke nicht geschlossen war.

Wirtschaft.

Weiter günstige Außenhandelsentwicklung.

Die günstige Entwicklung des deutschen Exports hat auch im August angehalten. Die Ausfuhr, die bereits im Vormonat um 40 Mil­lionen Mark zugenommen hatte, ist um wertere 20 auf rund 970 Mill. Mark gestiegen, wobei die Zunahme vornehmlich auf die Fertigwaren (740,1 Mill. Mark) entfällt. Die Einfuhr weist einen neuerlichen Rückgang auf, eine Tendenz, die nun schon längere Zeit anhält. Alles rn allem ergibt sich für die ersten acht Monate des laufenden Iahres ein erfreuliches Bild des Außenhandels. Während im gleichen Zeitraum des Vorjahres ein Einfuhrüberschuß von 286 Millionen Mark zu verzeichnen war, ist in den ersten acht Monaten dieses Iahres ein Aus- fuhrüberschluh von etwa eine Mil­liarde Mark insgesamt festzustellen. Wenn man die Reparationslieferungen ab­zieht, so verbleibt immer noch eine Mehraus* fuhr von mehr als einer halben Milliarde. Selbstverständlich ist diese gün­stige Entwicklung in erster Linie auf den nied­rigeren Rohstoffimport, der sich vor allem wert­mäßig vermindert hat, zürückzuführen: auch sind die hohen Ausfuhrwertziffern in den Sommer­monaten des Iahres 1929 mit 1100 bis 1200 Millionen nicht erreicht. Dies liegt aber auch zum Teil daran, daß die Weltmarktpreise auf allen Gebieten eine rückgängige Tendenz auf« weisen. Wenn also der Gesamtexport in den ersten acht Monaten des laufenden Iahres ge­genüber den der entsprechenden Zeit des Vor­jahres relativ gering zurückgegangen ist, so sind daran durch die sinkende Weltmarktpreistendenz diktierte niedrigere Erlöse schuld. Mengenmäßig dürfte sich aber die Ausfuhr nur in unerheb­lichem Umfange vermindert haben, was beweist, daß die Grundlage der diesjährigen Entwick­lung des deutschen Außenhandels durchaus als gesund und günstig angesehen werden kann.

Weiter rückgängiger Autoabsah.

Der Absatz in sämtlichen Zweigen der Kraft- fahrzeugindustrie hat im August, wie saisonmätzig zu erwarten war, weiter a 6 ge­nommen. Die Produktionsentwicklung zeigt ein uneinheitliches Bild. Während die Herstellung von Personenkraftwagen stärker als der Absatz zurückgegangen ist, ist in der Lastkraftwagenindu­strie gegenüber dem Vormonat eine Produktions­steigerung erfolgt. Die Produktions- und Absatz- ziffcm vom gleichen Monat des Iahres 1929 wurden in keinem Zweig des Kraftfahrzeug­wesens wieder erreicht. Die Absatzverminderung in der Personenkraftwagenindustrie entfällt zum größeren Teil auf die deutschen Werke. Anteilsmäßig haben jedoch die ausländischen Montagebetriebe den bei weitem stärkeren Rück­gang zu verzeichnen. Dementsprechend ist ihr An­teil am Gesamtabsatz von Personenwagen von 23,1 Proz. im Juni auf 20,5 Proz. im Iuli ge­sunken. Am Absatzrückgang der Lastkraftwagen­industrie sind ausschließlich die ausländischen Montagestellen beteiligt, während die deutschen Betriebe sogar eine geringe Absatzsteigerung ver­zeichnen konnten. Der Anteil der Montagewerke am gesamten Lastkrastwagengeschäft ist demgemäß von 40,6 Proz. im Iuni auf 37,0 Proz. im Iuli zurückgegangen. Auch bei den Krafträdern ist ein Rückgang sowohl des Absatzes, als auch der Pro­duktion eingetreten.

Herbst-pferdemarki in Gießen.

Der heutige Gießener Herbst-Pferde- markt hatte sehr unter der ungünstigen Witte­rung zu leiden. Die Besucherzahl war in den

ersten Vormittagsstunden befriedigend, war aller­dings gegen die früheren Märkte wesentlich nie­driger. Auch die Zahl der aufgetriebenen Tiere war gegenüber dem Herbst-Pferdemarkt 1929 ge­ringer. Es waren auf getrieben: 213 Pferde, 23 Fohlen (gegenüber Herbst 1929 mit 264 Pfer­den und 24 Fohlen). Das Geschäft war im allge­meinen sehr ruhig, gegen 11 Uhr waren infolge der ungünstigen Witterung Händlerpferde kaum noch auf dem Markt, auch die Besucherzahl war um diese Zeit äußerst gering. Es wurden gezahlt: für leichte Pferde 300 bis 450 Mk., mittlere 450 bis 750 Mk., schwere Arbeitspferde 750 bis 1200 Mk., Schlachtpferde 100 bis 150 Mk.

* Der Aktienindex. Der vom Stattstischen Reichsamt errechnete Aktienindex (1924/26 100) stellt sich für die Woche vom 8. bis 13. September auf 105,0 gegenüber 104,5 in der Vorwoche, und zwar in der Gruppe Bergbau und Schwer­industrie auf 101,7 (101,2), Gruppe verarbeitende Industrie auf 93,4 (93,0) und Gruppe Handel und Verkehr auf 127,8 (127,2).

* Fusion in der Mvtoren-Industrie. Den auf den 21.'Oktober einberufenen Hauptver­sammlungen der Motorenfabrik Deutz AG., der Maschinenbauanstalt Humboldt und der Mo­torenfabrik Oberursel AG. wird die Fusion der drei Gesellschaften vorgeschlagen werden. Hum­boldt als die größte Gesellschaft gewährt den Aktionären von Deutz eine Aktie gegen eine Deutz-Aktte und den Aktionären von Oberursel fünf Aktien gegen drei Oberursel-Aktien. Das Kapital der neuen Gesellschaft (Humboldt-Deutz- Motoren AG.") mit dem Sih in Köln wird bis zu 31 Mill. Mark erhöht werden. Für das abgelaufene Geschäftsjahr verteilen Deutz und Humboldt nach reichlichen Abschreibungen je 5 Proz., Oberursel 10 Proz. Dividende.

* Frankfurter Gasgesellschaft, Frankfurt a. M. Die 0.-03. genehmigte den bekannten Abschluß für 1929. Zur teilweisen Deckung des Verlustes von 1 126 220 Mk. wird die Reserve von 540 514 Mk. herangezogen: der ver­bleibende Verlust von 585 708 Mk. kommt zum Vortrag. Die a. o. G.--D., in der über die beab­sichtigte Umgründung der Gesellschaft und Zu- famnienfaffung der Frankfurter Gasinteressenten Beschluß gefaßt werden soll, wird voraussichtlich auf Ende Oktober einberufen werden.

* Reue Mehlpreisermätzigung. Die Süddeutsche Mühlenvereinigung hat den Preis für Weizenmehl Spezial 0 am 16. d. M. um 50 Pf. auf 40,50 Mk. ab Mühlenstatton ermäßigt.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 17. Sept. Tendenz: be­hauptet. Rachdem an der gestrigen Abenobörse die Besserung der Stimmung wettere Fortschritte gemacht hatte, kam die Aufwärtsbewe­gung zu Beginn der heutigen Börse zum Stillstand. Die Zurückhaltung fast aller Bör­senkreise hat sich wieder verstärkt, da bei dem Rätselraten über die innenpolitische Weiterent­wicklung brauchbare Ergebnisse kaum zustande kamen. Zu den ersten Kursen bestand etwas Ab­gabeneigung: größere Verkäufe dürften jedoch kaum vorgenommen worden sein. Bei allgemein kleinen Umsätzen waren die ersten Kurse meist gehalten, die Kursentwickelung war aber Nicht ganz einheitlich. Am Chemiemarkt gaben I.-G.° Farben im Verlaufe 0,75 Prozent nach. Am Elektromarkt konnten Siemens erneut 1 Pro­zent anziehen während AEG. und Licht & Kraft behauptet blieben. Einiges Interesse bestand für Gesfürel. Montanwerte waren vernachlässigt und etwas schwächer. Rheinstahl verloren 1 Prozent. Bankaktien konnten sich, durchweg behaupten. Schifsahrtswerte lagen schwächer: Hapag minus 1,5 Proz. Kunstseide werte waren auf dem er­

mäßigten Riveau der Abendbörfe knapp ge­halten. Don den Kaliwerten zogen Salzdetfurth weiter leicht an. Am deutschen Anleihemarkt waren Schutzgebiete etwas gefragt. Ablösung ohne Auslosungsrecht anziehend. Von ausländi­schen Renten Mexikaner und Rumänen etwas fester. Im Verlaufe trat etwas lebhaftere Rach­frage nach I.-G.-Farben hervor, die 1 Proz. an- ziehen konnten. Siemens gaben dagegen ihren ein- prozentigen Gewinn wieder her. Im übrigen herrschte Zurückhaltung. Der Reichsbankausweis für die zweite Septemberwoche fand nur wenig Beachtung. Am Geldmarkt war Tagesgeld stärker angeboten, nd der Sah war auf 2,5 Prozent ermäßigt. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1970, gegen Pfund 20,40, gegen Mailand 92,80, London gegen Kabel 4,8608, gegen Madrid 45,40, gegen Schweiz 25,0540, gegen Holland 12,0675.

Berliner Börse.

Berlin, 17. Sept. Auf Grund der Tatsache, daß sich das Ausland durch den Ausgang der Wahlen nicht hat beunruhigen lassen und daß es, _ abgesehen von den unterbliebenen Geld­abzügen, auch Effektenverkäufe in nennenswertem Umfange nicht Dargenommen hat,'Dar- es gestern abend in Frankfurt auf Deckungen der Speku­lation mehrprozentig fester geworden. Auch im heutigen Vormittagsverkehr konnte man eine freundliche Grund st immung feststellen. Die gut erholten Reuyorker Kurse, eine Bes­serung in London, gebesserte Aussichten für eine innenpolitische Verständigung (die Börse hofft auf ein Zustandekommen der Regierungs­mehrheit auf der Basis der Großen Koalition), und auch diejenigen Momente, die in den letzten Tagen keine Beachtung gefunden hatten, beson­ders die günstigen Auhenhandelsziffern, ließen die Hoffnung auf einen freundlicheren Börsen- verlauf aufkommen. Die ersten offiziellen Quo­tierungen tagen denn auch in der Tat meist: 1 bis 2 Prozent über gestern, entsprachen aber nicht den Erwartungen des Vormittagsverkehrs. Um 2 bis 3 Prozent waren Deutsche Kabel, Motoren Deutz (auf zweiprozentige Dividende- Erhöhung), Deutsche Atlantische, Svenska, Trans­radio und Spritaktien gebessert: Salzdetfurth lagen 4,5 Prozent hoher, d. h. sie behaupteten den Gewinn der gestrigen Frankfurter Abend- börse: Iulius Berger zogen auf die Meldungen von dem befriedigenden Geschäftsgang um 8 Pro­zent an. Bis zu 1 Prozent schwächer eröffneten Kunstseidewerte. Ausgesprochen schwach lagen Goldschmidt minus 2,75 Prozent. Deutsche An­leihen lagen fester. Altbesitz konnten sich um 0,75 Prozent bessern. Ausländer geschäftslvs. Auch Pfandbriefe fast ohne Umsatz, bei eher etwas freundlicherer Tendenz. Der Geldmarkt war etwas erleichtert. Tagesgeld stellte sich auf 2 bis 4,5 Prozent: die übrigen Sätze blieben unverändert. Im Verlaufe wurde die Tendenz wieder unsicher, und die Ku r s en tw ick lun g uneinheitlich. Der Reichsbankausweis für. die zweite September-Woche, der eine Ent­lastung um 20 Millionen brachte, blieb ohne Ein­fluß. Felten konnten sich, angeblich auf Käufe eines amerikanischen Investmenttrusts, auf 108 Prozent erholen. Salzdetfurth waren 3 Prozent schwächer. Einiges Interesse machte sich für Conti- Gummi geltend: auch AEG. und I.-G.-Farben lagen etwa 1 Prozent über Anfang.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 17.Sept. Am heutigen Produktenmarkt war das Geschäft wieder sehr still. Das Angebot von Inlandgetreide ist nach wie vor ziemlich stark. Da andererseits jedoch keine Rachfrage bestand, erfuhr Weizen einen stärkeren Preisrückgang. Auch Roggen lag etwas schwächer. Am Futtermittelmarkt -war das Ge­schäft ebenfalls etwas kleiner. Hafer neuer Ernte geringfügig niedriger, ebenso Kleie. Am Mehl- markt hat sich das Geschäft ebenfalls nicht belebt, obwohl der Preis etwas anstieg. Roggenmehl lag etwas niedriger. Es wurden notiert: Weizen, Hektolitergewicht von 75 Kilo 242,50 bis 245; Roggen 170; Hafer inländischer 162,50 bis 165; Weizenmehl, südd. Spez. 0 40 bis 40,75; Roggen- mehl 27,50 bis 28,50; Weizenkleie "6,50 bis 6,75; Roggenkleie 6,50 Mark. Tendenz: flau.

Aus dem Amtsverkündigungsblatt.

* Das Amtsoerkündigungsblatt Nr. 70 vom 16. September enthält: Stand der Maul- und Klauenseuche in Hessen. Straßensperren. Kraft- fahrzeugoerordnung. Die Bewachung des Obstes. TagungIndustrielle Arbeitsschulung".

Kurszettel der Berliner und Krankfutter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 o. H.

Franlsurl a. Dl. |

Berlin

Frankfurt a. Dl.

Berlin

Frankfurt a. Dl.

Berlin

Bantnoten.

Schluß«! furd |

1-Uhr- Kurs

Schluß« | kur» |

Anfang« Kurs

Schluß­kurs

1-Uhr« Kurs

Schluß-

Anfang- Kurs

Schluß- kurs

1-Uhr- Kurs

Schluß­kurs

Anfang- Kurs

Berlin, 16. Septemver

OelD

Bries

Amerikanische Noten......

Belgische Noten........ Dänische Noten .........

Französische Noten ....... Holländische Noten ....... Italienische Noten........ Norwegische Noten.......

Deutsch-Oesterreich, t 1OO Schilling Rumänische Noten ....... Schwedische Noten ....... Schweizer Noten . . ...... Spanische Noten ........ Tschechoslowakische Noten. Ungarische Noten........

Devisenmarkt Berlin

4,203

58,28

111,98

20,36

16,445

168,61

22,02

111,88

59,165

2,495

112,40

81,59

44,66

12,385

73,30

Frankfurt

4,223

58,52

112,42

20,44

16,505

169,29

22,10

112,32

59,405

2,515

112,84

81,91

44,84

12,445

73,60

a. M.

Datum

16. 9.

17 9.

16 9-

17. 9-

Datum

16 9.

17 9.

16. 9.

17. 9

Datum

16 9.

17. 9

16 9

17. 9

6% itieuiidje uieia>eaiueii)t von 1927 .........

7% Deutsche Reichsanleihe von 1929 ..........

Deutsche Anl.-Abiös.-Schuld mit

Auslos.»Rechten.......

Defgl. ohne AuSlos.-Rechte . . . 6% He«. SBolKftaat von 1929 trückzahlb. 102%)......

Oberhesten Provinz Anleihe mi:

Auslos.-Rechten.......

Deutsche Komm. GammelabL

Anleihe Serie 1.......

6% Franks. Hyp.-Bank Goldpse XIII unkündbar bis 1934 . . .

7% Franks. Hyp.-Bank Goldpse unkündbar vis 1932 .....

<yt% Rheinische Hhp.-Bank

Stqu. Goldpse.......V

8% Pr. Landespsandbriesankialt, Psandbriese R. 17......

8% Pr. Landerpiandbriesanstalt, Komm^Obl. N. 20......

7% Pr. Landecvsandbrtesanstall.

Psandbriese R. 10......

A.E.G. abg. Borlriegil-Obligatto- nen. rückzahlbar 1932 .....

4% Oesterretchische Goldrente . . 4,20% Oesterreichische Silberrente 4% Oesterreichische Einheitliche

Rente...........

«% Ungarische Goldrente .... 4% Ungarische Staatsrente V. 1910 4H% beSgl. von 1918.....

4% Ungarische Kronenrente . . . 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anl.

4% desgl. Serie II.......

f>% Rumänische veretnh. Rente

von 1903 ..........

<y,% Rumänische veretnh. Rente von 1913 ..........

1% «omanische veretnh. Rente

87,75

101

61,13

7,6

94

59

60,1

101

96,5

89,25

101

98

97

93

28

3,4

2,05

2

5,2

5,25

9,3

15,5

7,3

1? | || | | | | | | || | | | | | | | | | 1 1 Z, 1 1

88

101

61,2

7,35

94

60,4

101

98

-

28

24,7

20,1

20,8

2,13

5,2

5,25

5,2

15,65

7,3

61,75

7,5

28,2

24^6

2,15

Hainourg-Ämenla Pater . . . <

Hamburg-Südam. Dampfschiff. 8

Hansa Dampfschiff.....10

Norddeutscher Lloyd.....6

Allgemeine Deutsche Errditanst, 10

Barmer Bankverein .... 10

Berliner Handelsgesellschaft . 12

Commerz, und Privat-Bank. 11

Darmstädter und Nationalbank 12

Deutsche Bank und

DiSconto-Gesellschasl, . . . io

Dresdner Bank......10

Retchsbank ........ 12

AEG............6

Bergmann.........v

Elektr. Lieferungsgesellschaft. 10

Licht und Kraft......10

Felten & Guilleaume . . . ?y.

Gesellschaft für Elektrische

Unternehmungen .... 10

Hamburger ElektrizitätS-Werke 10

Rheinische Elektrizität .... 9

Schlesische Elektrizität. ... 10

Zdiudetl & (So. ..... . 11

Siemens & Halske . . . . 16

Transradio . . ...... .8

Lahmeyer L Eo.. ..... 10

Buderus..... ö

Deutsche Erdöl ....... 6

Essener Steinkohle ...... 6

Gelsenkirchener ....... 8

Hocsch Eisen........6Yi

Ilse Bergbau ....... 10

Klöcknerwerke . ....... 7

Köln-Neuesfen..... 7

ManneS mann-Röhren .... 7

Mansselder Bergbau ..... 7

Oberfchles. Eisendedars .... 6

Oberschlef. KokSwerke.....7

Phönix Bergbau.....,6%

Rheinische Braunkohlen . . 10

Rheinftohl.........e

Riebeck Montan ...... 7,2

89,5

89

106

114,5

139,5

127

176,5

121

122

239

134,75

138,75

105,5

138,5

128,5

150

190,5

156,5

-56,5

107,5

97,5

81,75

52,5

75,25

199

84

88

88,75

114,5

127,5

120,75

121,75

239

134

138,5

138,75

191,5

81,25

83

88,4

130

88,5 106,5 114,4 139,5

127

176

121

121,75

239,5

134

164

126

138

105,5

138,25

132,4

128 134,25

149,5 189,5

128,5

155,5

55

70,4

107

98,5 83,75

221

80,5 84,25 81,25 52,75

51

82,5

75

199 32,25 94,25

88,13

88,13

106,5

114,25

139,75

127,5

177

121,5 121,75

239,25

134

164

127,5

139,5

105,5

138,75

135

149,5

190,5 m

56,5

70,9

106,5 98

84,9

82,5

84,75

81,5

82,9

200

83,13

Bereimyre Slahlwerte.....

Otavi Minen......16'/.

Kaliwerke Aschersleben . . . 10 Kaliwerke Westeregeln . . . io Kaliwerke Salzdetfurth ... 15

I. G. Farben-Jndustrie. . . 12 Dynamit Nobel ....... 6 Scheideanstalt,.......S Goldschmidt ......5

Rütgerswerke........6

Metallgelellschaft.......6

Philipp Holzmann......7

Zementwerk Heidelberg . 10 Eementwerk Karlstadt. ... 10 Wayh & Freytag......8

Schultheis Patzenhofer ... 15

Ostwerke.....* 12

Mu...........18

Bemberg.........14

Zellstoff Waldhof .... 13'/, Zellstoff Aschaffenburg ... 12 (Satiottcnburger Wasser ... 8

Dessauer GaS..... . . 9

Daimler Motoren ...... 0 Deutsche Linoleum ......

Nat. Automobil . ...... 0 Orenstein & Koppel , 6

Leonhard Tietz ...... 10 Svenska...........

Frankfurter Maschinen .... 4 Grthner...... 6

Heyligenstaedt .......0 IunghanS. ...... .6

Lechwerke...........

Mainkraftwerke Höchst Ü.M.. .8 Mag...........10

Gebe. Roeder ....... 10 «oigt & Hacssner ...... 8 Süddeutsche Zucker .... io

76,5

200

204,5

320

149

139

54

102

80,5

103,25

58

80,5

88

91,75

28

169

130

300

22,5

30,25

32,25

97,75

78,75

98,5

150

139,5

320,5

148,25

80,9

103,25

58,5

80

88

128,25

97

139,75

75,5 36,25

198

204 316

147,13

54,25 54,75

102

79,75

59,5

243 194,13

81

89,75 128,4

90,25

92,5 128,75

28,75

167,5

40 13,13

56,5

131

302

22,5 30,5

32,25

81,5

150

139

75,5 36,13 199,5

206

320,5

148

70

52

54,75

80

243,5 193

80 89 129,25

92,5 129,25

28,4 169

41,25 13,25

131,5 305

ülmfL-SRott. Bucn.-AireS Brss.-Aiitw. Christianta. Kopenhagen Stockholm . HelsingforS. Italien. . . London. . . Neuvork . . Poris.... Schweiz .. Spanten. . Japan . . . Mio de Jan. Wien in D-- Oest. abgeft. Prag . .. . Belgrad . . Budapest. . Bulgarien. Lissabon . . Danzig. . . Vorilt.mtin. Athen. . . Canada . . Urn^uad . Cairo . .

16 September

17- September

Amtliche Geld

168,85

1,523

58,445

112,17

112,23

112,62

10,552

21,965

20,38

4,1930

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Notierung Bries

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20,42 4,2010 16,505

81,52

45,10

2,074

0,425

59,345

12,463

7,440

73,55

3,043

18,86

81,64

1,789

5,445

4,2070

3,519 20,935

Amtliche Geld

168,86

1,518

58,445

112,18

112,20

112,62

10,55

21,955

20,379

4,1925

16,465

81,33

44,93

2,070 0,423

59,20

12,442

7,426

73,40

3,037

18,82

81,46

1,784

5,435

4,197

3,497

20,895

Dotierung Bries

169,20

1,522

58,565

112,40

112,42

112,84

10,57

21,995 .

20,419

4,2005

16,505

81,49

45,01

2,074 0,425

59,32

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3,043

18,86

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5,445

4,205

3,503

20,935