Ausgabe 
15.12.1930
 
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Oberheffen.

Gemeinderat in Schotten.

: Schotten, 12. Dez Der Gemeinderat setzte die Märkte für das Jahr 1932 fest. Der Prämiierungsmarkt in 1931 soll in der üblichen Weise stattfinden, eine Verlosung, bei der 5000 Lose ausgegeben werden, wird damit verbunden sein. Ein Erwerbsloser, der bei der Stadt auf seine dringende Vorstellung hin beschäftigt war, hatte sich einen Radioapparat für 250 Mk. anqeschafft. Er war entlassen worden. Der Ge- meinberat lehnte einmütig Wiederbeschäftigung oder Unterstützung ab, da er die Auffassung vertritt, daß öffentliche Gelder für derartige Luxuszwecke nicht verwendet werden dürften. Mit den G e - schäftsleuten soll durch die Krankenhauskom­mission über die Gewährung eines gewissen R a - buttes für Lieferungen an das Haus verhandelt werden.

Gemeinderat in Büdingen.

!! Büdingen, 15. Dez. Der Gemein de - r a t konnte in seiner jüngsten Sitzung die für das Jahr 1931 vorgesehene Holzfällung von 5000 Festmeter gutheißen, stellte jedoch die bereits genehmigte außerordentliche Holzfällung zurück. Den Ankauf des von der Fürst zu Vsenburg-Büdinger Verwaltung angebote- nenWaldstückesdas Wächtersbacher Stuck' lehnte der Gemeinderat ab. Als Winterbei­hilfe für die Aotleidenden bewilligte man 1000 Mark Die Anregung der Marktkommission, die auf dem neuen Marktplatz errichtete Halle mit einem Dach zu versehen, mußte der Gemem.de- rat aus finanziellen Gründen ablehnen. 3m Nach­trag ;u den bei dem Ministerium vorgelegten Straßenfluchtlinien beschloß der Ge- meinderat, für die neuen Straßen am Schulhause eine einheitliche Straßenbreite von 8 Meter zu schaffen.

Landkreis Gießen.

£, Wieseck, 13. Dez. Donnerstagabend fand bei Gastwirt Ferd. Döringer die General­versammlung des landwirtschaft­lichen Konsumvereins e. G. m. b. H. Wieseck statt, die sehr gut besucht war. Geschäfts­führer Hildebrand erstattete den Geschäfts­bericht. Derbandsrevisor 3 o l k, der im letzten 3ahr die gesetzliche Revision vorgenommen hatte, berichtete über die Revision. Aus seinem Bericht ging hervor, daß der landwirtschaftliche Konsum­verein in allen Teilen gut geleitet ist. Trotzdem der Umsatz im Geschäftsjahr 1930 hinter dem 11m- satz des Jahres 1929 zurückbleibe, sei mit einer Erhöhung der Rückvergütung um 1 Pr^rent zu rechnen. Die Reserven des Vereins betrage r e'.wa 30 000 Mark, wovon die Immobilien .c.gefähr 12 000 Mark ausmachen. Der Warenbestand ist mit 50 000 Mark zu bewerten. Die Warenkredite an die Mitglieder bewegen sich zwischen 18 000 und 20 000 Mark. Die Verwaltungskosten betragen 2,9 Prozent gegenüber 2,4 Prozent im Vorjahre. Der Mitgliederstand hat sich auf 609 erhöht. Eine längere Aussprache über den Geschäfts- und Revi­sionsbericht, sowie über verschiedene Klagen brachte Aufklärung. 3n den Vorstand wurde Chri­stian Reuter wiedergewählt, während Adolf Weller neugewählt wurde. Die Wahl zum Auf­sichtsrat ergab die Wiederwahl von Adolf Lu h, Karl Säubert, Otto Sommerlab, während Ludwig Erb und Otto Rohrbach neu gewählt wurden.

r. L a n g - G ö n s, 14. Dez. Dieser Tage wurde einer unserer ältesten Einwohner, Rathan ©rünebaum, zu Grabe getragen. Er war Alt- veteran von 1866 und 1870/71 und hätte im Fe­bruar nächsten 3ahres sein 91. Lebensjahr voll­endet. Run sind noch zwei hiesige Einwohner über 90 Fahre alt: Konrad Müller 23. und Frau Anna Elisabeth Brücke! Witwe. Beide erfreuen sich guter Gesundheit. An Stelle des Gemeinderatsmitgliedes, Reichsbahn­assistenten Wilhelm Müller, der im blühen­den Alter von 37 Fahren verstarb, wurde in der letzten Gemeindera tssihung Wilhelm Hof­mann als neues Mitglied verpflichtet. Schon vor längerer Zeit beschloß der Gemeinderat die Einführung der Biersteuer, die am 1. Ja­nuar in Kraft tritt. Die Hundesteuer zeigt dieselben Sätze wie 1930.

)( Lich. 13. Dez. Am Donnerstag fand in der Turnhalle der erste gut besuchte Ge­meindeabend dieses Winters statt. Der Po­saunenchor, unter Leitung von Architekt Müller eröffnete mit adventlichen Klängen den Abend und machte sich ebenso wie der Frauenchor, unter Leitung von Fräulein Jäger, um die musikalische und gesangliche Ausgestaltung des Abends sehr verdient. Rach einem Begrühungswort von Stiftsdechant Kahn wurde der Borneofilm der Basler Mission vor­geführt und von Missionar Lauk (Frankfurt a. M.) erläutert. Gemeinsam gesungene Lieder verbanden die einzelnen Teile des Abends, der mit einer Ansprache von Pfarrer Staubt ge­schlossen wurde. Am Rachmittag war der Film bereits den Schulkindern gezeigt und erklärt wor­den. Rach Abzug aller Ankosten konnten der Basler Mission 100 Mark zugcführt werden.

s. Ätphe, 14. Dez. Das Innere unseres Schulhauses wurde einer gründlichen Reparatur unterzogen. Die Pläne dazu

Oie Arbeiisnoi in Oberheffen.

Oer Bericht des Arbeitsamtes Gießen über die Arbeitsmarktlage im November.

Der oberhessische Arbeitsmarkt hat in dem Be­richtsmonat wiederum eine Verschlech­terung erfahren. Wenn auch alljährlich um diese Zeit sich die Arbeitsmarktlage in schnellerem Tempo oerschlechtert, so konnten wir in diesem Jahre das sprunghafte Ansteigen der Arbeitslosenziffer durch die Unterbringungsmöglichkeiten in der Forstwirt­schaft vermindern.

Auf dem gesamten Arbeitsmarkt Hal sich außer dec saisonmäßigen Belebung weitere gezeigt.

Die Kaufmannschaft klagt sehr über das diesjährige Weihnachtsgeschäft. In früheren Jahren wurden teuere Geschenke lange vor dem Weihnachtsfest und billigere in den letzten Tagen vor Weihnachten gekauft. Durch die allgemeine schlechte Wirtschafts­lage und durch den Geldmangel hat das erhoffte Weihnachtsgeschäft nicht rechtzeitig eingesetzt, es be­steht sogar die Befürchtung, daß die Einkäufe erst kurz vor dem Fest getätigt werden.

Am Ende der Berichtszeit standen dem Arbeits­markt

9348 Arbeitsuchende gegenüber 8606 des Vor­monats und 6176 des Vorjahres

zur Verfügung. Aus den Mitteln der Reichsanstalt erhielten 6164 Arbeitsuchende Arbeitslosen­unter st ützung, gegenüber 5763 des Vormonats und 4047 des Vorjahres. Krisenunterstützung erhielten 1152 Personen, gegenüber 1527 des Vor­monats und 154 des Vorjahres. Mit Notstands- arbeiten wurden 79 Arbeitsuchende beschäftigt. Vermittelt konnten in diesem Monat 3191 Personen werden, gegenüber 1144 des Vormonats und 1052 des Vorjahres. Im Laufe des Monats wurden 3792 Anträge auf Arbeitslosenunterstützung gestellt, hier­von wurden 377 abgelehnt. Aus den einzelnen Be­rufsgruppen ist wie folgt zu berichten:

Land- und Forstwirtschaft.

Die Vermittlungstätigkeit in der Landwirtschaft hat in der Berichtszeit erheblich nachgelassen, da­gegen hat die Zahl der Arbeitsuchenden weiter zu­genommen, da die Landwirte nach Beendigung der Herbstarbeiten ihre Hilfskräfte abgestoßen haben, während das Stammpersonal auf den Gutshöfen und bei größeren Landwirten auch weiterhin be- chäftigt wird. Anforderungen an Knechten und Ge- pannführern lagen nicht vor. Vereinzelt war Nach­rage für landwirtschaftliche Dienstmädchen nach Neujahr vorhanden. Die inländischen Saisonarbeite- rinnen sind fast alle um Monatsmitte in ihre Heimat abgereist. Die Forstwirtschaft zeigte sich in der Be­richtszeit wiederum sehr aufnahmefähig. Wenn wir berücksichtigen, daß im allaemeinen in diesem Jahr bedeutend weniger Holz geschlagen wird, wie im ver­gangenen Jahr, so ist die bis jetzt festgestellte Ver­mittlungszahl von 1877 ein Vielfaches gegenüber dem vergangenen Jahr. Dieser gute Erfolg des Arbeits­amts war nur durch zahlreiche Verhandlungen, Schriftwechsel und persönliche Vorstellung bei allen beteiligten Stellen möglich. Nicht immer waren die Bemühungen erfolgreich. Wenn wir auch zum größ­ten Teil erreicht hatten, daß Landwirte mit größe­rem Landbesitz von der Holzhauerei ausgeschieden worden sind und dafür wirtschaftlich schwächere ein­gestellt wurden, so gab es doch Gemeinden, die die­sen Austausch nicht vornahmen. Am Schluß des Mo­nats zählten wir 316 Arbeitsuchende, gegenüber 234 des Vormonats und 158 des Vorjahres.

Industrie der Steine und Erden.

Die Marktlage in der Industrie der Steine und Erden hat in der Berichtszeit eine weitere Ver­schlechterung erfahren, etwa acht Steinbrüche haben wegen Auftragsmangels Arbeitskräfte abgestoßen. Ein Basaltbruch dagegen beabsichtigt, demnächst seinen Betrieb wieder zu eröffnen. Die oberhessischen Ziegeleien klagen über Absatzmangel, ein Betrieb hat bereits Kurzarbeit eingeführt. Wir zählten 1918 Arbeitsuchende, gegenüber 1829 des Vormonats und 607 des Vorjahres.

Holzgewerbe.

Die Marktlage dieser Berufsgruppe hat ebenfalls eine weitere Verschlechterung erfahren. Hauptsächlich die Sägewerke klagen über schlechten Geschäftsgang. Es wird sogar beabsichtigt, falls keine weiteren Lie­ferungsaufträge eingehen, die Betriebe weiter einzu- fchränken bzw. stillzulegen. Es wurde von dem Säge- werk in Aussicht gestellt, demnächst die entlassenen Kräfte wieder einzustellen, da bei dieser Firma spe­ziell Lieferungsausträge in Aussicht stehen. Am Ende

der Berichtszeit waren 605 Arbeitsuchende vorhan­den, gegenüber 564 des Vormonats und 322 des Vorjahres.

Rahrungs- und Genuhmittelgewerbe.

Die oberhessischen Zigarrenfabriken waren in letz­ter Zeit verhältnismäßig gut beschäftigt, werden aber mit Durchführung der Tabakvorlage ihre Be­triebe stillegen, da durch die neue Versteuerung des Tabaks bzw. der Zigarren die Absatzmöglichkeiten voraussichtlich bedeutend eingeschränkt werden. Ver­einzelt haben Betriebe Stillegungsanträge einge­reicht. An Arbeitsuchenden zähsten wir in dieser Berufsgruppe 239, gegenüber 249 des Vormonats und 76 des Vorjahres.

Bekleidungsgewerbe.

Trotz des bevorstehenden Weihnachtsgeschäftes hat die schlechte Marktlage des Bekleidungsgewerbes keine Veränderung erfahren. Es hängt dies mit der geringen Kaufkraft des Publikums zusammen. Eine Kleiderfabrik und eine Hutfabrik stießen wegen Ab­satzmangels Arbeitskräfte ab. Die Schuhfabriken unsres Bezirks arbeiten z. T. noch voll, klagen aber auch über Absatzschwierigkeiten und wollen, wenn sich letztere nicht bald beheben lassen, zur Kurzarbeit übergehen. Dem Arbeitsmarkt standen 250 Arbeit­suchende, gegenüber* 215 des Vormonats und 162 des Vorjahres zur Verfügung.

Baugewerbe.

Durch die vorgeschrittene Jahreszeit sind die Bau­arbeiten nahezu beendet, so daß immer mehr An­gehörige dieser Berufsgruppe zur Entlassung ge­bracht werden. Eine Aussicht auf Belebung des Baumarktes vor dem kommenden Frühjahr dürfte nicht vorhanden fein. Es muß somit für den kom­menden Monat mit einer weiteren Verschlechterung gerechnet werden. Eine große Zahl von Bauarbei­tern konnten wir zu Holzhauerarbeiten vermitteln. Am Monatsschluß zählten wir 1802 Arbeitsuchende, gegenüber 1627 des Vormonats und 1562 des Vor­jahres.

Verkehrsgewerbe.

Die Lage ist nahezu unverändert geblieben, auch hier dürfte mit einer Besferuna nicht zu rechnen fein. Am Stichtag waren 317 Arbeitsuchende vor­handen, gegenüber 298 des Vormonats und 248 des Vorjahres.

häusliche Dienste.

Auf dem Arbeitsmarkt für häusliche Dienste ist eine gewisse Ruhe eingetreten, da ja erfahrungs­gemäß vor Weihnachten weniger Kräfte als in den übrigen Monaten angefordert werden. Es wurden in der Berichtszeit 124 Vermittlungen getätigt.

Lohnarbeit wechselnder Art.

In der Berufsgruppe Lohnarbeit wechselnder Art waren die Beschäftigungsmöglichkeiten sehr gering. Gerade für diese Berufsgruppe ist die Lage des Baumarktes ausschlaggebend. Eine Reihe von Ar­beitskräften konnte bei den Holzhauerarbeiten Ver­wendung finden. Dem Arbeitsmarkt standen 1343 Arbeitsuchende zur Verfügung, gegenüber 1229 des Vormonats und 1662 des Vorjahres.

Berufsberatung.

Die Abteilung Berufsberatung hat für den Mo­nat November 229 Beratungen (144 für Knaben, 85 für Mädchen) zu verzeichnen, davon 153 erst­malige (97 für Knaben, 56 für Mädchen) und 76 wiederholte (47 für Knaben, 29 für Mädchen). 17 Ratsuchende (12 männliche, 5 weibliche) tarnen aus höheren Lehranstalten, die übrigen aus Volksschu­len: auch nahmen 17 ältere Ratsuchende die Be­rufsberatung in Anspruch. 19 Knaben und 1 Mäd­chen wurden auf ihre voraussichtliche Berufseignung geprüft, einige ärztlich untersucht.

In den Nebenstellen fanden 84 erste und wieder­holte Beratungen statt, und zwar 57 für Knaben und 27 für Mädchen.

In den Entlaßklassen der Volksschulen und auch höherer Lehranstalten werden weiter Besprechungen über die Berufswahl abgehalten. An sechs Abenden fanden in Gießen berufskundlick)e Vorträge statt, die vor allem für die Schulabaänger und deren Eltern bestimmt waren. 20 berufene Fachvertreter spra­chen da aufklärend über ebensoviele verschiedene männliche und weibliche Berufe.

26 offene Lehrstellen (16 für Knaben, 10 für Mäd­chen) tarnen neu zur Anmeldung, 8 Knaben und 4 Mädchen tonnten in Lehrstellen vermittelt werden.

waren vom Hochbauamt Gießen gefertigt, die Schreinerarbeiten wurden von der CBau- und Möbelschreinerei Schmidt, Trais-Horloff, die Verputz- und Qlnftrierarbeiten von Weißbinder Schneider, Utphe, ausgeführt. Die Schlosser­arbeiten besorgte Schmiedemeister Rühl, Utphe, die Verlegung der Gailschen Tonplatten Bau- unternehmer Dürgermeister Dietz von hier. In dankenswerter Weise hatte der Gemeinderat nicht unbeträchtliche Mittel hierfür bereitgestellt.

Kreis Alsfeld.

Mücke, 12. Dez. Der Vorstand, der Musik- ausschuß und die Dirigenten des Gaues Ohm-

Lumdatal im Hessischen Sängerbund hielten hier unter der Leitung des Gauvorsihen- den Becker, Kesselbach, eine Sitzung ab, die mit Ausnahme von fünf Vereinen von allen Gauvereinen beschickt war. Zunächst erstattete Gauvorsihender Becker Bericht über den San­gerbundestag in Offenbach. Hierauf wurde die Winterarbeit 1930/31 besprochen und den Ver­einen nahegelegt, trotz der wirtschaftlichen Schwierigkeiten Liederabende und Veranstaltun­gen wie alljährlich abzuhalten. Das Gaufest 1931 wurde dem Verein in Stockhausen über­tragen; es soll am 28. Juni 1931 in Verbindung mit der Fahnenweihe des Vereins stattfinden.

Rach einem Beschluß des Sängertages in Merlau soll ein Wertungssingen im Jahre 1931 in der seitherigen Form unter fachmännischer Kritik nicht stattfinden; um aber nicht aus der Schulung her- auszUkommen, soll mit dem Gaufest 1931 ein Gruppensingen verbunden werden, jedoch sollen die einzelnen Vereine dazu erst noch Stellung nehmen. Im bejahenden Falle würden mehrere Vereine zusammen einen Chor vortragen. Wie alljährlich soll im nächsten Jahre auch eine Gaukundgebung stattfinden, bei der zwei Massen­chöre zu Gehör gebracht werden sollen. 3nt weiteren Verlause der Beratungen wurden noch mancherlei Anregungen gegeben, Beschlüsse jedoch nicht gefaßt.

* Rieder-Ohmen, 12. Dez. Rachdem die Verwertung der Massegrundstücke aus der Fel ö- bereinigung in der Gemarkung Rieder-Oh­men stattgefunden hat, läßt sich nunmehr ein ileberblid über die mutmaßlichen Beträge ge- toimien, die von den Grundstücksbesitzern als sogenannteungedeckte Kosten" noch zu erheben sein werden. Obwohl das Ergebnis der Versteige­rung des Massegeländes ungünstig von der zur Zeit herrschenden Erwerbslosigkeit beeinflußt ist, beträgt der zur Zeit auf dTMMorgen Ge­lände ruhende Schuldenbetrag nur 31 Mk., was bei der Menge der ausgeführten Arbeiten, z. B. Dränagen, Hohlverschleifungen und Weg- und Grabenanlagen, als sehr gering zu bezeichnen ist. Den noch bevorstehenden Ausgaben stehen entsprechende Einnahmen gegenüber, so daß der Betrag von 31 Mk. bei der Schlußabrechnung nicht mehr wesentlich überschritten werden wird. In der Rachbargemeinde Atzenhain, die be­reits 1929 überwiesen wurde und nahezu fertig- geftellt ist, stellt sich der auf den Morgen auf­zubringende Betrag an ungedeckten Kosten auf etwa 42 Mk., in Bernsseld auf etwa 53 Mk.

Preußen.

Erweiterter Krastpostverkehr nach dem Hüttenberg^

IIAusdemHüttenberg,14. Dez. Aus.bett Gemeinden des Hüttenberges sind in der letzten Zeit mehrfach Klagen über die schlechten Der- kehrsverbindungen nach der Kreisstadt Wetzlar erhoben worden. Aus wiederholte Vorstellungen des Bürgermeisteramtes jn Groß-Rechtenbach und der Kreisbauernschaft in Wetzlar hat sich nun­mehr die Postverwaltung bereit erklärt, auf der Kraftpostlinie WetzlarGroß-Rechtenbach eine größere Anzahl Fahrten als bisher durchzu­führen und die Linie an den Markttagen (Mitt­wochs und Samstags) bis Dornholzhausen zu erweitern. Von Montag, 15. Dezember, ab wird das Postauto auf der Linie WetzlarGrch- RechtenbachHochelheimDornholzhausen wie folgt verkehren: Werktags: 6.00 Uhr ab Wetzlar- Bahnhof, 6.28 Ähr an Groß-Rechtenbach; 6.30 Uhr ab Groß-Rechtenbach, 7.00 Ähr an Wetzlar- Bahnhof. Mittwochs und Samstags: 7.30 Uhr ab Wetzlar-Bahnhof, 7.56 Uhr an Groß-Rechtenbach, 7.58 Uhr an Klein-Rechten­bach, 8.06 Ähr an Hochelheim, 8.12 Uhr an Dornholzhausen; 8.15 Uhr ab Dornholzhausen, 8.20 Ähr ab Hochelheim, 8.30 Uhr ab Klein- Rechtenbach, 8.35 Ähr ab Groß-Rechtenbach, 9.05 Ähr an Wehlar-Bahnhof; 13.55 Ähr ab Wehlar-Bahnhof, 14.42 Ähr an Dornholzhausen; 14.45 Ähr ab Dornholzhausen, 15.27 Ähr an Wetzlar-Bahnhof. Täglich (einschließlich Sonn­tags): 12.16 Ähr ab Wetzlar-Bahnhof, 12.47 Ähr an Groß-Rechtenbach; 12.48 Ähr ab Groß- Rechtenbach 13.15 Ähr an Wehlar-Dahnhof; 18.03 Ähr ab Wetzlar-Bahnhof, 18.33 Ähr an Groß-Rechtenbach; 18.35 Ähr ab Groh-Rechten­bach, 19.05 Ähr an Wehlar-Dahnhof. Die nach dem bisherigen Fahrplan auf der Strecke zwischen Groh-Rechtenbach und Hochelheim werktäglich ausgeführten Frühfahrten kommen wegen schlechter Benutzung vom 15. Dezember ab in Fortfall.

Oemonstrationsverbot in Frankfurt.

WSN. Frankfurt a. M., 13. Dez. Der PolD zeipräsident hat ab Montag, den 15. d. M., alle Umzüge, Demonstrationen und Ver­sammlungen unter freiem Himmel im Ortspolizeibezirk Frankfurt a. M. bis auf weiteres verboten. Zuwiderhandlungen wird mit Zwangs­mitteln, unter Umständen ohne vorherige Warnung, entgegengetreten werden.

berliner Börse.

Berlin, 15. De§. (WTB. Fnnkspruch.) Auch der erste Frühverkehr der neuen Woche lag ge­schäftslos und abwartend. Die Weiterentwicklung bleibt nach wie vor unter dem Eindruck der aus­ländischen Verkäufe der letzten Tage unberechen­bar. Kurse waren noch nicht zu hören. Am De­visenmarkt nannte man London gegen Paris 123,61, London gegen Mailand 92,71, London ge­gen Spanien zirka 47,75 zu 48, London gegen Kabel 4,8565, London gegen Berlin 20,3640, Kabel gegen Berlin 4,1930.

Briefkasten der Redaktion.

Rn.» Jagd im Gießener Stabfroalb. Anonyme Einsendungen werden von uns nicht berücksichtigt.

Allen Verwandten und Bekannten die traurige Mitteilung, dab meine Hebe Frau, unsere treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Marie Schmidt, üeö. Philipp Samstagvormittag 8% Uhr von ihrem langen schweren Leiden, im Alter von 74 Jahren, durch einen sanften Tod erlöst wurde.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Konrad Schmidt

Gießen (Neuenweg 40), den 15. Dezember 1930.

Die Beerdigung findet Dienstag, den 16. Dezember, nachmittags 2 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt.

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Danksagung.

Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme sowie für die zahl­reichen Kranz- und Blumenspeuden bei dem raschen Tod unseres lieben Entschlafenen

Herrn Heinrich Müller L, Bäckermeister sagen wir auf diesem Wege unseren tiefgefühlten Dank. Besonderen Dank dem Herrn Pfarrer für die trostreichen Worte, den Vereinen und allen denen, die dem Verstorbenen die letzte Ehre erwiesen haben.

Die trauernden Hinterbliebenen.

Holzheim, Gießen, Köln-Mülheim, den 15. Dezember 1930.

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Kachvus.

Wireriüllen hiermit die traurige Pflicht, unsere Mitglieder von dem amlO.Dez.erlolgtenAbleben unseres lieben, guten Kollegen Herrn Hilmar Krause Schaffner

fn Kenntnis zu setzen.

Ehre seinem Andenken!

Der Vorstand.

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