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ser Vaterland, das wir erhalten wollen. Aller­dings find wir mit dem Staatsfystem keines­

wegs einverstanden. (Lebhafter Beifall.)

Dem Stahlhelm ist es in der Tat im Augen­blick völlig gleich, ob Deutschland eine R e ° publik oder eine Monarchie ist. fieutc kämp­fen wir um größeres, viel wichtiger ist es jetzt, für die deutschen Menschen Brot zu schaffen, als sich über eine derartige Frage unnütz zu streiten. Der Stahlhelm achtet Schwarzrotgold durchaus, denn es sind nun einmal die Farben der Deutschen Republik, aber man kann uns doch nicht zwingen, diese Flagge zu lieben. (Stürmischer Bei­fall.) Wir lieben nur die Flagge, unter der Deutschland groß wurde, unter der wir ins Feld zogen, unter der zwei Millionen Deutsche ihr Leben aushauchten und sechs Millionen verwundet wur­den: die Flagge Schwarzweißrot. (Stür­mische Zustimmung.) Warum mußte in Deutschland überhaupt die Flaggenfrage, die viele Menschen trennt, aufgeworfen werden? Neben dem Wehr- geist will der Stahlhelm auch die Pflege der Kameradschaf tl

Das der Stahlhelm als Kameradschaft ansieht, ist der auf den Schlachtfeldern geborene Kame­radschaftsgeist.

Dem Stahlhelm ist von jeher dieser Kam e - radschaftsgeist Dien st am Volke, damit einer dem andern hilftl Als größte Wehrorganisa­tion in Deutschland ist der Stahlhelm auch poli­tisch, aber nicht parteipolitisch geworden. Bei uns hat jeder nationale Mensch Platz, der an fein Volk und Vaterland glaubt.

Der Stahlhelm ist politisch, weil er auf den plan tritt, wenn die Belange vaterländischer

Menschen zu verteidigen sind.

Deshalb ist er auch gegen den Vouugplan auf- getreten. Der Stahlhelm wird jetzt mit einem Volksbegehren in Preußen heraus­kommen. weil auch in Preußen die Weimarer Koalition den Boden verloren hat und Preu- ßen nach dem heutigen Willen des Volkes regiert werden muh. Cs ist zuzu­geben, daß es auch aus der andern S e i t e unserer Bevölkerung sehr viele ehrliche deutsche' Menschen gibt, aber

zunächst müssen wir alle Deutsche sein, bei denen alles andere erst später kommt.

Für Internationalismus haben wir in Deutschland keine Zeit mehr, er hat uns nicht vom Versailler Diktat, nicht vorn Da­wespakt und auch nicht vom Voungplan befreit! (Langanhaltender, stürmischer Beifall!)

Kapitän z. G. a. O Weiße, Frankfurt, der Landesfiihrcr des Landesverbands

Groß-Hessen,

richtete zum Schluß noch einige anseuernde Worte an die große Versammlung, die er zum Eintritt in den Stahlhelm ausforderte, und an die Stahl­helmkameraden, die er zu weiterer treuer Pflicht­erfüllung ermahnte.

Dann sand die Kundgebung mit dem Gesang des 1. und 4. Verses des Deutschlandliedes ihr

I Ende.

SJ.-fpor/

Fußball in Hessen-Hannover.

Zn der S ü d g r u p p e führt Kurhefieu Marburg weiter die Tabelle an. Sport Kassel konnte seine Position befestigen, während Hessen Hersfeld einen wichtigen Punkt gegen die Fuldaer Germanen ge­wann.

hermannia Kassel VfB. Gießen 5:2 (3:1).

Der Platz befand sich in einer derart schlechten Verfassung, daß der Schiedsrichter den Kampf nur durchführte, um den Gießenern eine nochmalige Fahrt nach Kassel zu ersparen. Die Hermannen sietz- ten nach einem spannenden Kampfe verdient, die Gießener zeigten ansprechende Leistungen. In der Südgruppe gab es außerdem folgende Ergebnisse: Hessen Hersfeld Germania Fulda 0:0; Ockers­hausen Sport Kassel 3:8 (1:4).

In der Nordgruppe ergaben sich folgende Resultate: Einbeck 05 Göttingen 05 1:7; Kurhes­sen Kassel Hessen 09 Kassel 3:0 (2:0); Sp. Vgg. Göttingen SC. 03 Kassel 3:6 (2:2); SC. Grone FC. Großalmerode 1:1.

Tagung des Gelamivorstands des DFB.

Der Gesamtvorstand des Deutschen Fußballbun­des trat am Wochenende in Hannover zu einer Tagung zusammen, in deren Mittelpunkt die Er­örterungen über die allgemeine Lage und über das Berufsspieler-Statut standen. Bezüglich der Spesensähe wurde mitgeteilt, daß nur die Erstattung barer Auslagen bis zur Höhe der in Dresden festgelegten Sähe, nicht aber eine Pau- schal-Zahlung gestattet sei. Zu den int Augenblick akuten Steuerfragen wurde Verbänden und Vereinen ein Merkblatt zugestellt. Die Beratun­gen über das Berufsspieler-Statut fonnte nicht zu Ende geführt werden und wur­

den für Januar vertagt. Ein Antrag auf Be­gnadigung von Schalke 0 4, zu dessen Be­gründung ein Vertreter von Schalke anwesend war, wurde für vorerst abgelehnt. Jedoch wird man in absehbarer Zeit mindesterts mit einer Mil­derung der gegen Schalke verhängten Strafe rech­nen dürfen. Die vorgesehene Besprechung mit den Großvereinen wird kaum stattfinden, da nach dem Ergebnis der in den Landesverbänden durchge­führten Besprechungen die meisten der Großver­eine an einer solchen Aussprache kein Interesse mehr haben sollen. Zum Schluß ersuchte der DFB.-Dor st and seine Landesverbände, auf die Vereine einzuwirken, daß sie ihre Plätze Er­werbslosen zu ÜebungZzwecken zur Verfü­gung stellen sollen. Der Iugendtag 19 31 wird am 3. Mai durchgeführt.

Auf Kosten der BereinSkaffe ...

Vor dem Arbeitsgericht in Köln schloß der Wie­ner Fußballspieler Ferdl Swatosch mit seinem früheren Verein Sülz 07 einen Vergleich. Swatosch erhält 500 Mark, außerdem wird ihm ein Darlehen von 1800 Mark gestrichen. Mit einem Monatsgehalt von 750 Mark, einem Zigarrengeschäft und einer Dreizimmerwohnung, alles vom Verein eingerichtet, konnte Swatosch als Scheinamateur herrlich und in Freuden leben.

Westdeutsche Hochschul- Handballkämpfe.

Um die westdeutsche Hochschul Handballmeister­schaft kamen am Samstag zwei Spiele in Köln und Bonn zur Austragung. 3n Köln gab die dortige Universität der Technischen Hochschule Aachen mit 6:0 (2:0) das Aachiehen, während die Universität Bonn auf eigenem Platze von der Universität Münster mit 2:1 (1:0) geschlagen wurde.

Oer Dreizehnte.

Vornan von Anny von panhuyö

Copyright 1929 by Verlag Vechthold Braunschweig 28 Fortsetzung Nachdruck verboten

Sie löste sich aus seinen Annen, und über ihren seinen Zügen lag ein wundervoller Glanz, als sie, ihn anlächelnd, jubelte:Ich sein wie ein Riese voll Glück." Er umfaßte sie und schwenkte sie im Kreise herum.

(Sin kleiner brauner Affe bist du, mein Lieb, aber der herzigste auf Erden."

19.

Vor dem kleinen Laden des alten Hauses, das der Heerengracht nicht gerade zur Zierde gereichte, stand eines Rachmittags eine Frau in einem Mantel eingehüllt, der nicht für sie gemacht schien. Sie trug ein dunkles Spitzentuch um den Kopf gebunden zum Schuh gegen die Kälte. Es lag straff und unschön über dem grauen Haar. Sie ging ein paarmal auf die Tür zu, doch immer ließ sie die Hand, die nach dem Drücker fassen wollte, wieder fallen.

Endlich aber raffte sie sich doch auf und be­trat den Laden.

Ricolaas Sneek schob sich hinter dem alten grünen Vorhang heraus, und die Frau dachte, das war ja hier noch alles genau wie vor einem Jahr, so still, man konnte sich ganz unbeob­achtet fühlen.

Sie atmete etwas leichter, der Gang hierher war ihr schwer geworden.

Lächerlich schwer, mußte sie denken.

Ricolaas Sneek fragte:Womit darf ich dienen?" obwohl er die Frau längst wieder­erkannt hatte.

Sie erklärte;Ich brachte Ihnen heute vor einem Jahr zwei große Brillanten. Sie liehen mir Geld daraus, viertausend Gulden, und ich will nun das Pfand einlösen."

Co so!" machte der alte Sneek und drückte die Hornbrllle fester auf die kräftige Rase,ich darf dann wohl um den Schein bitten, den ich Ihnen über unser Geschäft ausstellte."

Sie machte eine abwehrende Handbewegung.

Den Schein verlor ich leider", erklärte sie, und Ricolaas Sneek nickte, obwohl er doch genau ge­sehen hatte, wie die Frau den Schein damals mit Absicht zerriß. Er nickte sogar sehr eifrig.

Gut, gut, ich finde auch ohne Schein, was Sie mir in Obhut gaben. Wollen Sie, bitte, ein wenig Platz nehmen."

Die Frau setzte sich, und Ricolaas Sneek ver­schwand hinter dem grünen Vorhang. Kaum war er verschwunden, erschauerten die Falten vor dem riesengroßen 3an, dem so beunruhigend aussehenden Faktotum des alten 3uwelenhändlers und -Hehlers. Die Frau erinnerte sich an den Herkules auch noch vom vorigen Jahr, und er störte sie weiter nicht. Dieser Rieje ersetzte dem

Geschäftsinhaber wohl eine gute Dogge und einen Revolver.

Es dauerte geraume Zeit, bis Ricolaas Sneek wiederkam. Hätte die Frau gewußt, daß er in­zwischen den Auftrag gegeben, ein schon seit Tagen vorbereitetes Telegramm fortzubringen, das sich mit ihrer Person befaßte, würde sie vielleicht nicht so ruhig sihengeblieben sein.

Ricolaas Sneek begann umständlich:Beschrei- bin Sie mir die Steine, damit ich sie suchen kann. Doch erst muh ich um ihren Ramen bitten."

Sie nannte den Namen Kerstens, wie im vori­gen Jahre und wie damals die Adresse, die nicht existierte.

Ricolaas Sneek sucht in einem alten, schmieri­gen Buche herum, meinte nach einer Weile:

Richt wahr, es sind zwei große Brillanten, die eigentümlich bläulich aussehen?"

Die Frau nickte, und man merkte ihr leicht an. sie wurde schon etwas ungeduldig.

Ricolaas Sneek entnahm demselben Kästchen, in dem ihm die Brillanten gebracht worden waren, die zwei gefälschten Stücke und legte sie nach raschem, flüchtigem Hochhalten wieder in ihr Restchen zurück.

Das sind die Brillanten", nickte die Frau. Hier haben Sie Ihr geliehenes Geld und die Zinsen."

Sie legte mehrere große Scheine auf den schma­len Verkaufstisch und langte nach dem Etui

Ricolaas Sneek beobachtete, wie froh die Frau war. ihr Eigentum wiederzuhaben. Ihr Eigen­tum? Ihm wurde falt, und ein unheimliches Gefühl beschlich ihn Die echten blauen Brillan­ten sollten ja mit einer Mordaffäre zusammen- hängen. Die echten, die Io für ein Heidengeld in Berlin verkauft hatte. Das Geld würde er, wenn sich erst die Polizei einmischte, wieder hergeben müssen Das erregte ihn am meisten

Aber es würde nicht anders gehen

Io hatte ihm kategorisch erklärt: Wollen dank­bar fein, daß uns der Spanier nicht gleich wegen Mordverdachts hat verhaften lassen Wir müssen uns streng an seine Befehle halten.

Ricolaas Sneek dachte, seinetwegen hätte die Frau, deren Ramen sicher ebenso falsch war, wie ihre Adresse, jetzt mit den falschen Steinen hin­laufen können, wohin sie mochte, aber er durfte keine Entschließungen treffen in der Angelegen­heit, und die Depesche an den Spanier war nun auch bereits unterwegs, Pieter van Mühlen war damit zur Post gegangen.

Die Frau erhob sich und ging mit kurzem Gruß zur Tür.

Der unheimlich große und unheimlich starke Ian aber stand an der Tür und gab sie nicht frei, er tat, als sähe er gar nicht, daß jemand hinaus wollte.

Ricolaas Sneek sagte so ruhig, als redete er von den harmlosesten Dingen der Welt:Vor­läufig werden Sie unser Gast sein müssen, Me- vrouw. Warum, das erfahren Sie später. Es steht Ihnen übrigens ein Zimmer zur Verfügung, sowie alles, was ein Mensch für sein Wohlbe­finden braucht."

Prominen e des Eislaufs.

Fritzi Burger die österreichische Meisterläuferin.

Kunstlauf-Weltmeister in Wien.

Zu einem großen sportlichen und gesellschaft­lichen Erfolg gestaltete sich am Freitagabend das Auftreten der beiden Kunstlauf-Weltmeister Sonja Henie und Karl Schäfer auf der Wiener Kunst­eisbahn 9000 Zuschauer zollten den hervorragen­den ßeiftunaen der beiden Eiskünstler starken Bei­fall, die sich im Einzel- und im Paarlaufen zeig­ten. Auch die belgische Meisterin, Frau Vvonne de Liegne, zeigte gutes Können und schloß sich ihren großen Vorbildern würdig an.

Europa-Meisterschaften im Eiskunstlauf.

Die diesjährigen Europa-Meisterschaften im Eiskunstlauf werden am 29. und 30. Januar durch den Schlittschuhklub von St. Moritz zur Durch­führung gebracht. Ausgetragen werden die Meisterschaften für Damen und Paare. Es wer­den sich dabei die besten Läuferinnen der Welt ein Stelldichein geben. So steht die Teilnahme der Weltmeisterin Sonja Henie und der Europameisterin Fritzi Burger bereits fest.

Siegreicher weiter Heimkehr.

Die deutschen Reiteroffiziere, Freiherr von Wal- denfels, Oblt. von Nagel, Oblt. Hasse und Oblt. Momm sind nach ihrer überaus erfolgreichen Ame­rikaexpedition mit dem DampferHamburg" wie­der in Deutschland eingetroffen. In Hamburg wurden die Reichswehroffiziere herzlich willkommen geheißen. Für Sonntag wird den deutschen Reiters­leuten bei ihrer Rückkehr nach dem Standort Han­nover von der Kavallerieschule und der Stadt Han­nover ein festlicher Empfang bereitet.

Oie Reiierstafetie am Ziel.

Von einer schon lange vor Mitternacht am Rathaus versammelten Menschenmenge erwartet und stürmisch begrüßt, traf der Schluhreiter der großen Reiterstafette in der Rächt vom Donners­tag zum Freitag bereits wenige Minuten nach 2 Uhr in Tilsit ein. Wenn auch ein Teil des Zeitvorsprungs am letzten Tage verloren ging, so zeugt es doch für eine glänzende Organi­sation, daß die Botschaften aus dem entlege­

nen Saargebiet mit einer derartigen Pünktlich­keit nach dem fernen Osten befördert wurden. Der Schlußreiter erreichte das Ziel noch 20 Mi­nuten vor der in der Marschtcchelle festgesetzten Zeit. Wie schon in den früher passierten Städten Lyck, Gumbinnen und Insterburg gestaltete sich auch in Tilsit die Ankunft der Stafette zu einer erhebenden Feier. Als der letzte Reiter vor dem Rathaus sein Pferd verhielt, setzten die Fanfarenbläser des Reiter-Regiments ein und Rittergutsbesitzer von Delow-Lugowen übergab die versiegelte Blechhülle namens des Reichs­verbandes und Provinzialverbandes Ostpreußi­scher Reitervereine dem Oberbürgermeister der Stadt Tilsit, der nach der Verlesung in bewegten Worten dankte.

Damit ist die Reiterstafette, die dasJahr des Pferdes" würdig abschloß, beendet und dürfte ihren Zweck, die Propagierung des deutschen Warmblutpferdes, voll erfüllt haben.

Eine Nadmndfahrt durch Europa ?

Auf dem am Samstag in Zürich abgehaltenen Kalenderkongreß der UCI.. auf dem der Ter­minkalender für die kommende Saison im inter­nationalen Strahenfahrer-Rennspvrt festgelegt wurde, beschäftigte man sich mit der Idee, von 1932 ab eine Rundfahrt durch Europa einzurichten, die. nach dem deutschen Anträge, alle fünf Jahre stattfinden soll. Italien will diese Rundfahrt als ständige Einrichtung sehen, schlug für 1932 Start und Ziel in Frankreich vor und sprach sich dafür aus, die Durchfüh­rung stets einem anderen Lande zu übertragen. Die Entscheidung über Annahme oder Ablehnung dieses Planes fällt bei dem Iahreskongreh der UCI. im Februar in Paris.

Kurze Sportnotizen.

ImSpiel um den FrankfurterGvld-- Pokal schlug Süddeutschlands Fußballelf im Frankfurter Stadion vor 12 000 Zuschauern Nord- deutschlcrnd mit 3:1 (1:0) Treffern. Süddeutsch­land hat damit den Pokal endgültig an sich gebracht.

Der Deutsche Fußball-Meister Her- tha-DSC. lieferte auch am Sonntag ein schwaches Spiel, er konnte gegen Kickers Schöneberg nun ein 1:1 erreichen.

In der DFB.-Vsrstandssihung zu Hannover wurde am Sonntag die Begnadi­gung von Schalle 04 abgelehnt.

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Beim ADAC, sind für die kommende Sai­son 128 sportliche Veranstaltungen angemeldet worden. Der ADAC, will sich in Zukunft auch dem Flugsport widmen.

Die Eishockey elf der Universität Cam­bridge schlug in Budapest den Budapester Eis­laufverein 1:0.

Der erste w inter s po r tlich e Wett­bewerb der neuen Saison, und zwar der 7. Finnische Langlauf wurde am Sonntag in Schellerau im Erzgebirge bei leidlichen Schnee­verhältnissen ausgetragen. In der Hauptklasse über 10 Kilometer siegte der bekannte Dresdner Herbert Zeh in 49:56 vor Richter, Altenberg.

Ein deutscherZehnkämpfer,der frühere Stettiner Preuße D. Gerner, kam in Sao Paulo zu einem großen Ersolae. Gerner stellte mit 7276 Punkten einen neuen Rekord für Südamerika aus und ließ feinen nächsten Konkurrenten um über 1000 Punkte hinter sich.

Ein Fußball-Länderspiel Deutsch­land-Oesterreich findet gelegentlich des Fifa-Kon- gresses im Mai 1931 in Berlin statt.

Sie sah ihn erst verblüfft an und meinte dann ärgerlich.Lassen Sie die dummen Scherze und befehlen Sie dem Kerl dort, er soll die Tür freigeben."

Der herkulische Ian aber wich und wankte nicht

Ricolaas Sneek schüttelte den Kopf.

Ich habe keinen Scherz gemacht, Mevrouw."

Hinter dem Vorhang kam Io Montirossi her­vor und lächelte damenhaft liebenswürdig: Folgen Sie mir, bitte, damit ich Sie in das Zimmer führe, das Sie kurze Zeit bewohnen werden."

Sind denn hier sämtliche Einwohner des Hauses verrückt?" schalt die Frau.Ich muh heim, Sie bereiten mir Unannehmlichkeiten."

Das bedauern wir außerordentlich", lächelte die Montirossi.aber es läßt sich nicht ändern."

Eie hatte einen Einfall, der vielleicht die Frau soweit beruhigte, daß sie wenigstens keine Lärm- szene aufführte. Cs konnten Kunden kommen. Man mußte vorsichtig sein.

Mein Vater erwartet einen bekannten Juwe­lier von außerhalb, der Ihre Steine durchaus kaufen will, und da nröchte er nicht, daß Sie vor­her das Haus verlassen. Mein Vater hat solche Einfälle. Sie können nämlich glänzend verkaufen, und wir gewinnen auch noch."

Die Frau stampfte mit dem Fuß auf.

Und deshalb wagen Sie es, mich hier zurück­zuhalten? Ich erkläre Ihre Handlungsw ife für den Gipfel der Unverschämtheit. Lassen Sie sofort die Tür freigeben.

Run erregen Sie sich doch, bitte, nicht so sehr, Mevrouw", lächelte die Montirossi.Mein Vater hat es sich aber nun einmal eingeredet, die Steine mit Ruhen für Sie und uns zu verkaufen, und ich rate Ihnen, wenigstens den Juwelier ab­zuwarten. Wenn Sie dann nicht verkaufen mögen, wird ei Sie natürlich auch gehen lassen."

Das ist das tollste Stück, das mir in meinem ganzen Leben vorgekommen ist", schalt die Frau. Ich werde um Hilfe rufen.

Ian erhielt einen Wink und gab seinen Posten auf. aber nicht etwa, damit sie den Laden ver­lassen konnte, wie die Frau erst glaubte, sondern, um sich hinter sie zu stellen und sie langsam und ohne einen anderen Zwang als den seiner be­drohlichen Rähe, durch den alten grünen Vorhang zu drängen.

Sie befand sich nun in einem sehr hübschen und bequem eingerichteten Raume, dem alte Möbel und schöne Teppiche eine vornehme Rote gaben. 3o wies auf eine Treppe im Hintergrund des großen Zimmers.

Wollen Sie die Güte haben, Mevrouw, die kurze Treppe hinaufzusteigen, die Tür geradezu führt in 3hr Zimmer, das Sie bewohnen werden, bis der 3uwelier, der sich für 3hre Steine inter­essiert, hiergewesen ist."

Ich patte es verboten, die Steine jemand zu zeigen, rief die Frau empört,und ich will uni) werde sie nicht verkaufen. Richt für alles Geld der Welt. Ihre Augen blitzten dunkel und drohend. »Sie dürfen mich doch nicht gegen meinen Willen

hier zurückhalten. Sie scheinen nicht zu wissen, was Sie damit tun. Es ist Freiheitsberaubung.

2o machte eine lässige Bewegung.

Wenn mein Vater sich einmal etwas in den Kops gesetzt hat, läßt er sich nicht mehr davon ab- bringen.

Die Frau schrie laut auf:Ich bin in die Händs von Wahnsinnigen gefallen."

Ricolaas Sneek rieb sein Kinn.

Strengen Sie sich nicht an. hier hört Sie nie­mand." Er wandte sich an den Herkules.Ian, sei Mevrouw behilflich, trage sie die Treppe hinauf in ihr Zimmer."

Die Frau bebte vor Erregung.

QSebe ihm, wenn er mich anfatzt, ich gehe schon allein."

Sie überlegte. Es muhte sich doch eine Gelegen­heit bieten, wieder aus diesem von Darren be­wohnten Hause zu gelangen. Am besten war es wohl, scheinbar auf die Idee der Leute einzu­gehen und sich heimlich wieder wegzuschleichen. Es gab doch eine Haustür, die für sie möglicher­weise einfacher zu erreichen war wie die Ladentür.

Sie ging auf die Treppe zu und erstieg sie. Sir betrat auch das Zimmer geradezu, aber ehe sie noch begriff, daß sie jetzt erst in der richtigen Falle saß, hörte sie draußen den Schlüssel iui Schloß herumdrehen. Sie sah sich erschreckt nach allen Seiten um. Das Zimmer hatte keine Fenster, und es brannte elektrisches Licht.

Die Frau taumelte auf das kleine Sofa zu und starrte entsetzt vor sich hin.

Was sollte sie nur beginnen, um aus dieser seltsamen und unangenehmen Lage herauszukom­men. Lange sah sie so, dann untersuchte sie das Zimmer. Es hatte eine Seitentür, die sich auch öffnen lieh. Aber der Rebenraum war nur eine Dadestube. ausgestattet mit allen Bequemlich­keiten, doch war das Gemach fensterlos wie das andere.

Eie kehrte zurück in das andere Zimmer. Es war bequem und hübsch möbliert. In einem weit offenstehenden Schränkchen standen aller'ei Svci- sen. Brot, kaltes Fleisch, Eier und Kuchen, auch Wein und eine Karaffe Wasser. Man hatte sie reichlich mit Lebensmitteln versehen, hatte also alles vorbereitet, und sie demnach erwartet.

Sie lockerte ein wenig den Mantel. Es war ihr heih geworden. Aber sie wollte das Kleidungs­stück nicht ausziehen, denn noch dachte sie nicht daran, sich dem befremdend unverschämten Ver­langen des Iuwelenhändlers zu fügen. Roh rechnete sie damit, dieses Haus verlassen zu können. Wenn nicht im Augenblick, so doch viel­leicht in einer Stunde, oder in zwei Stunden.

Es muhte doch einmal jemand kommen, um nach ihr zu sehen. Aber sie wartete und wartete umsonst. Riernand schien sich mehr für sie zu interessieren. Sie hatte keine Uhr bei sich, aber es muhte schon spät sein.

Allmählich ward sie stumpf vom Warten, und dann überfiel sie grenzenlose Wut. Sie schlug mit einem eisernen Leuchter gegen die Tür. baß es laut und alarmierend durch das kleine HauS schallte. (Fortletzuna fotot-l

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