Ausgabe 
14.11.1930
 
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Nr. 267 Erstes Blatt

|80. Zahrgang

Zreitag, 14. November 1030

(Er id)t in io glich, outzer Sonntags und Feiertag» Beilagen

Vie 3llu|tTiertt Cteßenei FamilienblLtt« Heimat im Bild

Dir Sd)oUe Olonats Bejugsorets; 2.20 Reichsmark und 30 Reichspfennrg für Träger» lohn, auch bei Richter. Kiemen eingelner'Jiummem folge höherer Gewalt.

Hernfvrechanlchlüste anterSammelnummer2251 Anfchrift für Drahrnach- richten Hnjetger Eiefzen. poftfchecktonto: fitanffurt am Main 11686

Siebener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

vn'ck und Verlag: vrühl'sche Untverfitätr-Vuch. und Stftnöruderet H. Lange in Gießen. Zchriftlettung und Geschäftrttelle: Schul'tra^eT.

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Chefredakteur

Dr Friede Wich. Lange. Derantworilich für Politik Dr Fr Wich Lange, für Feuilleton Dr H.THynot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil Max Filier^ fämtlid) in Giefzen

Vertrauensvotum für das Kabinett Tardieu-Briand.

Briand verteidgt die Locarnopotiiik gegen Angriffe der Rechten. Tardieu leugnet das Abrüstungsversprechen des Versailler Vertrages und spricht gegen eine Revision der Verträge. Mit 323 Stimmen gegen 270 Stimmen spricht die Kammer dem Kabinett ihr Vertrauen aus.

Paris, 13. Nov. (WTB.) 3n der Kammer wurde die Diskussion über die Außenpolitik fort- gefeht. Der Kommunist D o r i o t erklärte, die Reparationsforderungen, die man an Deutschland stelle, stellten auch in der herabge- setzten Form Lasten dar, die das Volk nicht t r a g en könne. Der Voungplan sei ein Skla - v e n p l a n. Deutschland zahle gegenwärtig an Reparationen und Zinsenlasten für Anleihen, die es aufnehmen müsse, 3600 Millionen Mark. Es müsse also seine Ausfuhr auch noch Frankreich steigern, während die Ausfuhr französischer Wa­ren nach Deutschland gesunken sei. Auch die fran­zösischen Arbeiter hätten dadurch Verluste. Cs sei unmöglich, auf die Dauer von Deutschland die Ausführung des Voungplans zu verlangen.

Oer Abg. Louis Mann

erklärte, die deutsch-französischen Beziehungen seien die Grundlage für die Befriedung Euro­pas. Die Achtung vor den Berträgen müsse aber durch alle Beteiligten unverbrüchlich gewahrt werden, sonst bestehe Gefahr für die Zivilisation. Heute würden aber alle Berträge in Frage g e st e l l t, der Versailler Vertrag, der Locarno-Vertrag und das Haager Abkommen. Cs gebe keinen Deutschen, der nicht die Revi­sion des Voung-Planes wünsche. Marin wies darauf hin, daß die Kammer die Ratifizierung dcr Boung-Verträge nur angenommen habe, weil der Außenminister wie der Ministerpräsident von einer endgültigen Regelung gc prv- chen haben. Nachdem der Voung-Plan kaum einige Monate in Kraft sei, werde nunmehr be­reits die Revision gefordert. Er spricht dann vom Daargebiet, das Deutschland gegen den Ver­trag fordere, von dem linken Rheinufer, das noch Festungswerke, Kasernen und andere strategische Bauten habe, und von dcr Wiederaufrüstung Deutsch­lands in moralischer und materieller Be­ziehung. Marin gibt der Befürchtung Ausdruck, daß Deutschland eines Tages ein Syndikat der Anzufriedenen schaffen könnte.

Als der Abgeordnete von der Tribüne her- untcrsteigi, klatschen ihm im ganzen Hause nur wenige Abgeordnete Beifall. Dann ergreift Außenminister Briand das Wort. 3n diesem Augenblick ist der Saal zum Drechen voll. Fast sämtliche Abgeordnete sind anwesend und die Tribünen sind bis zum letzten Platz gefüllt. Als Briand langsam sich von seinem Platze sich zur Rednertribüne begibt, bringt ihm fast das gesamte Haus eine stür­mische, außerordentlich lärmende Ovation dar. Cs war ein Augenblick der Er­regung, Briand selbst war bewegt von dieser guten Aufnahme. Durch diese Kundgebung hatte Briand von vornherein gewonnenes Spiel, der Gang seiner Rede wurde durch lauten, stürmi­schen Beifall, der bis in die letzten Reihen der Marin-Gruppe hineinging, begleitet. Besonders Ministerpräsident Tardieu gab wiederholt das Zeichen zum Beifall.

Außenminister Briand:

Wenn wirtlich die Kammer mit Marin der An­sicht ist, daß der Außenminister nicht fest genug und nicht klar genug in seinen Gedanken sei, dann darf sie nicht zögern, sich von ihm zu trennen. Durch lärmende Kundgebungen, durch heftige Worte kann man nicht den Glauben an Festigkeit erweisen. 3edensalls ist es nicht meine Art, so vorzugehen. Der beste Dienst, den der Außenminister seinem Lande erweisen kann, ist, Kaltblütigkeit zu bewahren, besonders in schwierigen Augenblicken, Man liest gewisse deutsche Zeitungsartikel, auch gewisse Reden von angesehenen Deutschen, die lebhafte En t - täufchung Hervorrufen. Auch ich habe Ent­täuschungen nach dieser Richtung zum Ausdruck gebracht. Ich habe niemals der deutschen Dele­gation gegenüber mich irgendwie zurückgehalten, meine Gedanken zum Ausdruck zu bringen.

Driand erklärte dann, er habe sich über das (Ergebnis von Locarno nicht getäuscht; er sei immer der Ansicht gewesen, daß man sich auf gewisse Rückschläge gefaßt machen müsse.

Wenn es sich um das Interesse des Landes handele, mühte man auf gewisse De r - leumdungskampagnen verzichten und wirklich im Ernst diskutieren. Franklin-Douillon habe ihm einen Vorwurf daraus gemacht, daß» er mit deutschen Persönlichkeiten gesprochen habe, die diese oder jene Aeuherung getan hätten. Der Auhenminister würde seine Pflicht nicht erfüllen, wenn et sich nicht bemühen würde, mit Persönlich­keiten eines 60-Millionen-Dolkcs zu sprechen Louis Marin habe um des Prestiges Frankreichs willen eine Politik der Festigkeit verlangt. 3 e d e Ration verlange, dah die Klauseln der Verträge, die ihnen günstig seien, in Kraft blieben; jede Ration bemühe sich, das Spielen der Klauseln; zu verhindern, die ihr ungünstig seien. Das sei der Zweck der Diplomatie. Durch die Locarno- Verträge habe man von Deutschland das feierliche Versprechen erhalten, dah es niemals mit Ge­walt die deutsch-polnische Grenze ab=

ändern wolle. Frankreich habe stets auf der Seite Polens gestanden.

Frankreich wünsche lediglich, sich gegen jede fziegsgefaljr zu schützen. Zwischen Frankreich und Deutfchland seien seil der Ruhrbesehung Schwierigkeiten entstanden Die Locarno-Ab­kommen hätten die verbündeten Frankreichs dazu gebracht, die französische Grenze zu sichern.

Er erkläre vor seinen IDLer achern und Verleum­dern, daß seine Sorge um die Sicherheit Frank­reichs und um die Landesver eidigung niemals versagt habe. Er habe die Pflicht, die Verteidi­gung seines Landes zu gewährleisten, niemals ver­säumt. Die Folge der Locarno-Verträge lei ge­wesen, daß zwischen Deutschland und Frankreich mehr a s zwanzig Abmachungen zu.n Abschluß ge­kommen feien. Was bleibe Dann an dem Vorwurf gegen seine Politik noch übrig ? Sei es erstaunlich, wenn cs in einem 60-Mill.onen-Dolk eine Gruppe von Ai zufriedenen und Anglücklichen gebe, die die Anordnung wollen und Haßrufe gegen Frankreich ausstohen c Aber es gebe doch Millionen anderer Wähler, die nur daran denken, das Los ihres Landes zu bessern, das seit Locarno eine glückliche Entwicklung durchgcmacht habe.

Briand wendet sich gegen die Auffassung, dah eine Fühlungnahme mit Deutschland nicht möglich wäre, und dah ein latenter Krieg, eine stete Kriegsdrohung zwischen Deutschland und Frankreich schwebe. 3m Gegenteil, jeder begreife, das es im Jntereffe Frankreichs liege, diese Lage im Sinne des Friedens abzuändern. Man werde in Deutschland sehr wohl begreifen, daß das 3ntereffe Deutschlands wie überhaupt jeder

Ration der Friede sei.

Daß Deutschlano schon dazu gelangt fei den Krieg in Acht und Dann zu tun, sei viel. Man habe darüber gelächelt, man habe be­hauptet, das sei nur eine Unterschrift a u f einem Stück Papier, sie habe keinen moralischen Wert, es sei aber immerhin schoncine Hoffnung Er gebe zu, daß man gegenwärtig einem schlecht gestimmten Deutsch­land gegcnüberstehe Das erfordere von Frank­reich klare Erkenntnis, ja s.-gar Mißtrauen. Aber bei dem Ergebnis der Reich ^tagswahlen habe er an die Bestimmungen der Reichsversalsung ge­dacht, und er wisse, daß es in Preußen Männer gebe, die der republikanischen Ver­fassung ergeben seien. Cr weigere sich, irgendetwas zu tun, was dem Völkcrbundsstatut zuwiderlaufe. Frankreich sei nicht isoliert. Cs stehe in engster Zusammenarbeit mit seinen Freunden in Europa.

Die Opposition behaupte, der Foungplan werde angegriffen werden, er, Briand, könne nur er­widern, daß der Joungplan gegenwärtig nicht angegriffen sei. 3m Zoungplan gebe es Klauseln, die einen Zahlungsaufschub vorsähen, aber es sei davon noch nicht die Rede gewesen, und er hoffe, daß man auf sie nicht zurückgreifen werde.

In Frankreich wie in Deutschland gebe es Män­ner, die die Völker zur Feindschaft aufreizen. Man müsse demgegenüber kaltes Blut bewahren. Allzu ost seien die Völker inmitten einer schlimmen Wirklichkeit aufgewacht. Rach dem letzten Kriege hätten die leitenden Männer aller Länder die Pflicht, die Völker gegen Wiederholungsmöglich­keiten zu schützen, Fühlungnahme zwischen den Völkern herzustellen und nicht den Mut zu ver­lieren Das hindere nicht, die Verträge zu verteidigen und die Verteidigung der Grenze zu organisieren.

Ministerpräsident Tardieu

hielt dann in der folgenden Nachtsitzung eine Rede in dcr cr u. a. ausführtc: Seit vier Jahren aroeite ich mit Briand zusammen. Wir beide sind vielleicht in der Vergangenheit nicht immer der gleichen Ansicht ge­wesen, aber wir haben als Außenminister und als Ministerpräsident miteinander gearbeitet, unö <s gibt keine Zweideutigkeit. Briand und ich sind zu alte Politiker, als daß wir, wenn an der Preisekcmipagne etwas Wahres wäre, zufammenblieben. Tardieu fuhr fort, den Aus- führungen Driands Über die Loearnvvertrage habe er nichts hinzuzusügen. Dcr Räumung der dritten Rheinlandzone, also eines dritten Teiles des besetzten Gebietes fei dre tatsächliche Kommerzialisierung voraufgegangen. Der Offizier, der mit der Kontrolle der deutscherseits zu schleifenden De- festigungswerke beauftragt war habe genau nach- geprüft und festgestellt, daß diese deutschen Fe- stungswerke gemahdenBertra g s b c-st:im­mun q c n zerstört waren. Rach der Rhetn- landräumung seien im Rheinland

gekommen. Cs folgten tue Auflösung des Reichs- lliges, die Reuwahlen, die Kundgebungen des Stahlhelms und Reden über den Anschluß über den Danziger Korridor und über die Grenzfrage. Das Erstaunliche an diesen Reden sei, daß sie von Männern gehalten worden seien.«* n Unterschriften sich nicht nur unter Dem Versailler Vertrag, sondern auch un­

ter dem Locarnv-Vertrage befänden, dcr doch ein freiwillig übernommener Vertrag sei.

hinsichtlich dec Abrüslungsfrage gibt es inner- halb des Völkerbundes eine Melnungsverfchie- denheit zwischen Frankreich und Deutfchland. Frankreich hält sich an den Friedensoertrag, der es Deutschland zur Pflicht macht, abzu­rüsten, während die Abrüstung für die Alliierten nur eine Möglichkeit ist.

Tardieu fragte, weshalb die deutsche Regierung so großen Wert darauf lege, so viele Ge­bäude des ehemaligen Heeres aus- rechtzuerhallen, da sie doch nur über die nach dem Versailler Vertrag erlaubte Armee verfüge? Das müsse geregelt werden. Hin ichtlich der ^Ab­rüstung hat Frankreich seine Militärkredite im Vergleich zu denen von 1914 auf drei Viertel ermäßigt, und die Militärdicnst^eit auf ein Drittel gegenüber der früheren Zeit herabge­setzt. Frankreich Hal 42 000 Soldaten mehr als Amerika, aber 183 000 Mann weniger als Italien und 195 000 Mann weniger als England. Tardieu kam dann auf Artikel 19 des Völkerbund, statuts, der die Revision der Verträge vorsieht, zu sprechen, und erklärte Man muß sich vor jeder Unvorsichtigkeit hüten.

Die Deutschen, die die Revisionskampagne ein­geleitel haben, hoben übersehen, daß die Frie­densverträge die Folge des Krieges gewesen sind, und daß es nicht möglich ist, die durch den

Krieg heroorgerufenen Störungen zu verwischen. Ls wäre kindisch, anzunehmen, dah territoriale Abänderungen die Störungen beseitigen könn­ten, unter denen die Welt und Deutschland leiden. Wenn man die territorialen Fragen wieder in Frage stellen und wenn es eine Mehrheit für die Revision geben würde, dann würde einige Monate später, nicht durch den Willen von einzelnen Männern, sondern durch die Gewalt der Dinge zunächst einmal wieder Krieg ausbrechen und dann die Revolution. Wenn man alle acht Tage das wiederum in Frage stellen wollte, was Deutschland unter­zeichnet hat, bau wäre das ein schlechtes System.

Tardieu sprach dann über die Weltwirt­schaftskrisis und erwähnte, in Gens werd« Frankreich Vorschläge zur Reorganisie­rung Europas machen. Es werde dadurch die bolschewistische Propaganda in den mitteleuro­päischen Ländern zu Fall bringen und auch die Gefahr einer Kampagne zugunsten der Revision der Friedensverträge, wenn Frankreich cs ver­stehe. Europa wirtschaft ich zu organisieren.

Hi-raus erklärt der Abg Franklin-Dou 11- lon: Eine deutsch-sranzösischc Annäherung fet unmöglich, wenn Deutschland die Revision dcv Verträge und die Wiederrüstung der Rlzeinlande versolgc. Trcviranus habe erklärt, Deutschland würde niemals seine O st grenzen hinnchmen. Polen sei aber der Verbündete Frank- reichs. Hieraus erwidert Außenminister

Die Linsiurzkalastrophe in Lyon.

Erdsenkungen im alten Stadtteil von Lyon. - Ein ganzer Häuserblock eingestürzt. Bisher 23 Tote geborgen. - Nach weiteren Vermißten wird geforscht.

Das betroffene Stadtviertel von Lyon am Abhang des Hügels Fourvierc. Der Pfeil weift auf die Kathedrale von St. Jean im Mittelpunkt des zerstörten Häuserblocks.

Lyon, 13. Nov. (WTV. Funkspruch.) Wie in einem Teil der gestrigen Ausgabe schon kur; ge­meldet, ist in Lyon ein Flügel des Stadtteils Four- visre, oberhalb des Kirchviertels Saint 3ean von einer furchtbaren Linsturzkalastrophe betroffen wor­den, dem bereits ein großer Häuserblock zum Opfer gefallen i st. Bei den ersten Ber­gungsarbeiten sind 19 Feuerwehrleute und vierPolizistentödlichverungluckt. Wie- viel Einwohner unter den Trümmern begraben sind, steht noch nicht fest. Man rechnet mit insgesamt 30 Todesopfern. Da bisher mehr als zehn sechs- bis siebenstöckige Wohnhäuser zusammen- gestürzt sind, die zahlreiche Mieter bargen, die im Schlafe von der Katastrophe überrascht wurden, be­fürchtet man eine große Zahl der Opfer. Die Be­wohner suchten sich jitn Teil unter Benutzung von Leitern in Sicherheit zu bringen. 3n der Kathedrale, die auf einem Felsen erbaut ist. und um die herum ein wüster Trümmerhaufen die Unglücksstätte be­zeichnet, haben besonders Frauen und Kinder vor den nachstürzenden Gesteinsmassen Zuflucht gesucht.

Bürgermeister h e r r i o t, der ehemalige radikale Ministerpräsident, hat zusammen mit den leitenden Staöfbaumeiffern die Unfallstelle eingehend in Augenschein genommen. Nach ihren Erklärungen ist das Unglück auf die durch eine eigentümliche Ge­

ländebeschaffenheit hervorgerufenen Lrdsenkungen in dem durch die Katastrophe betroffenen Stadtteil zurückzuführen, wobei noch zu berücksichtigen ist, daß die verheerenden Regengüsse der letzten Wochen den Boden des Flügels gelockert und untergraben haben.

Ueber dir Ursache der Katastrophe hat der Lyoner Unioerfilätsprofessor D e p e r r e t, der in früheren Jahren die Gesteinsbildung in der dortigen Gegend untersuch! hat, erklärt, der ganze Hügel fei eine Sandablagerung von geringer Wider­standskraft. 3nfolge der Kanalisierungs­anlagen, die den Berg zur Versorgung der Wohnhäuser durchziehen, sei der Hügel zu einer Arl Schwamm geworden, der bei Regensällen da» ganze Wasser in sich saugt. 3n der ver­gangenen Nacht sei es dann infolge der angesammel- ten wastermasfen zu einem Erdrutsch gekommen, fei es nun, weil eine im Gestein befindliche Sand- masse nachgab, sei es, daß Schieserablagerungea einbrachen.

Man befürchtet noch immer das Nachrutschen de» Abhanges, auf dem dasLhazeaux-Kranken- haus liegt. 3n den Mauern haben sich schon stark« Risse gezeigt, weshalb sämtliche 3nsassen das Ho­spital aus Vorsorge geräumt haben. Das Ho­spital ist ein fünfstöckiges Gebäude von über hunderk Meter Länge.