Ausgabe 
13.10.1930
 
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durch wirtschaftliche Nöte

begab sich dann zu den

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Elemente statt. Die Polizei wird an strategischen Punkten zusammengezogen. Barcelona wurden u. a. der Direktor

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lung der Dereinigun ten im Bankgewer klärung ab:

land feiern können. Gegensätze und nicht geschwächt istl

Der Reichspräsident

Oie Opfer der Lustschiffkatastrophe werden in Cardington beigeseht.

reicht. Noch harren die Saarländer, deren Abordnung wir unter uns zu sehen wir heute die Freude haben, der Besreiung. Möge ihnen, die uns so oft Beweise ihrer unerschütterlichen Treue gegeben haben und deren wir heute mit Sehnsucht gedenken, bald die Stunde der Wie­dervereinigung mit dem Reich schlagen! Und möge für uns alle bald der- Tag nahen, wo wir ein freies, in seinen Zielen einiges, ge°

Vom Publikum werden wir häufig gefragt, ob irgendwelche Befürchtungen hinsichtlich der Stabilität unserer Währung be­rechtigt sind. Wir erklären auf Grund unserer Sachkenntnis, dah nach unserer festen fachmänni­schen Ueberzeugung die deutsche Währung unerschütterlich fundiert ist. Unter der vorhandenen Krise leidet die Wirtschaft und wir mit ihr. Diese Krise der Wirtschaft ist jedoch keine solche der Währung".

E h r e n b ü r g e r b r i e f Deutschlands tester Stadt entgegenzunehmen. Aus hohen und ehrenvollen Auszeichnung, die heute geworden ist in dem Besuche besten deutschen Mannes, dürsen

die Polizei in erhöhter Alarmbe­reitschaft. Die Ortspolizei von Barcelona wurde mit Maschinengewehren ausgerüstet. Ge­neral Berenguer bezeichnet die Meldungen über Aufdeckung einer ausgedehnten Verschwörung als unrichtig. Die Sicherheitspolizei in Madrid gibt aber zu, daß, die Lage in verschiedenen Provin­zen unruhig sei.

bliebenen und die Vertreter der Behörden und Korporationen und die Vertreter der Luftfahrt des Auslandes, darunter Dr. Eckener und Ka­pitän v. Schiller. Auf dem Flugplatz in Car- dington wurden die Särge in Reihen von je zwölf in das große Grab gebettet, über dem sich bald Blumen und Kränze wölbten. Drei Gewehrsalven krachten, dann schmetterten Signalhörner den Ab­schiedsgruß der Armee.

Der emzigeAugenzeuge berichtet.

Paris. 13. Ott. (Id.-Mn.) Der Gendarmerie in Beauvais ist es am Samstag gelungen, den ein­zigen Augenzeugen, der den Absturz des englischen LuftschissesR. 101 aus allernäch­ster Nähe gesehen hat. ausfindig zu machen und zu einer Aussage zu bewegen. Es handelt sich um einen alten Blann namens R a b o u i 11 e, der der Gendarmerie als Wilddieb bekannt ist. RabouiUe befand sich in der Mnglücksnacht in Bois de Jecq. Schon unterwegs, so erzählte er. habe er das Luftschiff über Beauvais in geringer höhe be­merkt, wie es im Sturm heftig hin- und hergetrieben wurde. Als er auf dem Hügel angelangt fei, habe sich auch das Luftschiff genähert. Alle Motoren schienen mit voller Kraft zu arbeiten, jedoch machte es sehr langsame Fahrt. Als es das Bois de Fecq überflog, sei es plötzlich etwa 50 Meter gefallen und er habe gedacht, dah r etwas passieren würde. 3m selben Augenblick habe es sich aber wieder ausgerichtet, dann sei es immer tiefer gefallen, während die Motoren weiterliefen. 3m Augenblick, als das Vorderteil den Boden berührt hätte, habe er eine furchtbare Explosion gehör! und gesehen, wie Riesenslammen am Schiffs­körper emporfchlugen. Der Luftdruck habe ihn um- geworsen und als er sich wieder aufgerichtet habe, hörte er Menschen unter den Trümmern und in­mitten der Flammen nach Hilfe schreien. Lr sei ganz kopflos geworden und so schnell wie er konnte über die Felder davongelaufen. Roch in einer Entfer­nung von etwa 100 Meter vom Luftschiff fei b i e Hitze fast unerträglich gewesen. Er erin­nere sich, dah, nachdem der vordere Teil den Boden berührt habe, das Luftschiff in der Mitte einzubre­chen schien. Er habe im ganzen drei Explosionen gehört. Unmittelbar vor der Katastrophe war das Luftschiff noch hell erleuchtet, besonders die Fenster der Kabinen. Bd dem Zusammenstoß mit der Erde gingen d i e Lichter sofort aus, und das Luftschiff brach in der Mitte ent­zwei. während die Motoren noch einige Sekunden weiterliefen.

Aus aller Wett.

Neun Millionen Sklarek-Derlust der Berliner Stadtbank.

Der Geschäftsbericht bej Berliner Stadtbank ist dem Magistrat zugeleitet worden. Der Umsatz im letzten Geschäftsjahr ist um 2,2 Milliarden auf 25,86 Milliarden Mark gestiegen. Die Verluste, die die Stadtbank durch die Sklareks erlitten hat, werden bei einer Konkursquote von 10 v. H. 9 Millio- , n e n Mark betragen. Von diesen 9 Millionen hofft die Stadtbank aus ihren Reserven 2 Millionen decken zu können. Die übrigen sieben Millionen müßten von der Berliner Stadthauptkasse ge­tragen werden. Wie das geschieht, wissen wir: nicht die Verantwortlichen stehen für die Verluste gerade, sondern der Steuerzahler, der in die Taschen zu greifen hat. Die Sklareks dagegen leben einen herrlichen Tag. Die Aufdeckung des Sklarek-Skandals selbst liegt nun aber schon lange Zeit zurück. Die Gerichte jedoch haben bis heute noch keinen Termin für den gegen die drei Brüder angestrengten Prozeß angesetzt. Das ist un­erfreulich und trägt nur dazu bei, die Verärgerung der Wählermassen zu vergrößern und den Wähler in das radikale Lager zu treiben.

Dritter Deutscher Theologentag.

3m Rahmen des Deutschen Theologentaaes in Breslau sprach Professor v. Bultmann über das ThemaSer Begriff des Mortes Gottes im Neuen Testament". Darauf fand eine ge- schlossen« Sitzung für Universitätslehrer statt, in der die sprachliche Vorbildung der Theologie­studierenden erörtert wurde. Professor D. Hans Schmidt (Halle) sprach zu dem ThemaWort und Offenbarung im Alten Testament". Die Frage nach dem Worte Gottes führte zur Behandlung der reformatorischen Fragestellung:Aeußeres und inneres Wort bei Luther", zu der Professor v. Bornkamm (Gießen) das Wort nahm. Pro­fessor v. Wobbermin (Göttingen) sprach zu dem ThemaWort Gottes und evangelischer Glaube". Geheimrat Professor l).Titius sprach überDie kirchlich-ökumenische Aufgabe und ihre theologischen Probleme". Professor D. Julius Richter (Berlin) nahm das Wort zu dem ThemaDom heutigen Kampf des Wortes Gottes um seine Weltgeltung". Zum Schluß der Theo­logentagung dankte Professor D. Lohmeyer allen, die am Zustandekommen des Theologen» tages ihre Verdienste hatten.

Eine Gefallenengedenklasel

in der Berliner katholischen Garnisonkirche.

3n Anwesenheit des Reichswehrministers Groe- ner, des Chefs der Heeresleitung Generaloberst Heye, des Chefs der Marineiei trrng Dr. Raeder und vieler hoher Militärs nahm Bischof Dr. Schreiber in der katholischen Garnisonkirche in der Hasenheide die Einweihung einer Gedenk­tafel für die katholischen Kriegsgefallenen vor. Reichspräsident von Hindenburg, der ebenfalls eingeladen war, hatte sich in einem Schreiben an die katholische Feldprobstei unter Hinweis auf seine Rheinlandreise entschuldigt. Bischof Schrei­ber behandelte den Opfercharakter, den die Ge­fallenen gezeigt hätten. Dabei unterstrich er, daß die Zahl der deutschen Soldaten, wie sie Remarque darstelle, gottlob so gering sei, dah sie für die Beurteilung der Geisteshaltung des deut­schen Heeres im Weltkriege nicht in die Waag­schale falle. Die Pflichttreue und die Volksver­bundenheit seien als Beweggründe lebendig gewesen. Der Großteil der Soldaten im Kriege sei zweifellos religiös gesinnt gewesen. Die Gestalt des leidenden und sterbenden Heilandes, die auch die Gedenktafel in der Garnisonkirche zeigt, sei für sie die Quelle des Heldenmutes gewesen. Dieses hebe ihr Ringen, Kämpfen und Sterben für das Vaterland weit empor über die düsteren Niederungen, in denen die deutschen Soldaten Remarques sich bewegten. Linser deutsches Volk müsse wieder zurückkehren zur Ehrlichkeit, zur Wohlanständigkeit, zur Arbeitsamkeit, zur Wahr­hastigkeit, zu Sparsamkeit, zu strenger Zucht und Sitte. Ohne diese innere Erneuerung sei ein wirtschaftlicher, sozialer, politischer und kultureller Aufstieg unseres darniederliegenden Volkes un­möglich.

Revolveranfchlag auf 3ack Diamond.

3ack Diamond, der bekannte amerikanische Schmuggler, der kürzlich aus Deutschland ausgewiesen worden war, fiel einem Revolver­anschlag zum Opfer. Er liegt jetzt in einer Klinik

Oie Sicherheit der deutschen Währung.

Berlin, 11. Ott. (-t.il.) Die Hauptversamm-

die Anerkennung entnehmen, daß die Bürger­schaft Triers, treu, echt und wahr befunden worden ist. Wir aber, liebe Mitbürger, haben an dem heutigen hohen nationalen Feiertag für unsere Stadt nur noch einen Wunsch und ein Gebet: Gott erhalte uns noch recht lange den Dater des Vaterlandes, den neuen Ehrenbürger der Stadt Trier, unseren geliebten Herrn Reichs­präsidenten von Hindenburg.

Nach der ileberreichung des Ehrenbürgerbriefes bestieg

Reichspräsident von Hindenburg unter dem brausenden 3ubel der Menge selber die Rednertribüne und erklärte nach Dankeswor» ten für die Begrüßung: In Jahren der Drang­sal und der Sorge hat Trier hat die Bevöl­kerung am Rhein und Mosel in vorbildlicher Haltung ausgeharrt und in vaterländischem Pflichtgefühl, weder durch Gewalt, noch durch Verlockungen sich in ihrem Deutschtum beirren lassen. Möge das nun befreite Trier wieder glücklicheren Zeiten entgegenaehen. Noch ist das Ziel der Befreiung Deutschlands nicht voll er»

Trier, 11. Ott. (WTB.) Nachdem Reichs- Präsident von Hindenburg auf seiner zweiten Rheinlandreise schon am Freitag Aachen besucht hatte, traf er nach einer Fahrt über Düren, Euskirchen und einer Reihe von Eifelstädten am Samstagmittag in Trier ein. Auf allen Stationen hatten Vereine mit Musikkapellen, Schulkinder und große Volks­mengen Aufstellung genommen, die dem Reichs­präsidenten, der sich am Fenster seines Abteils zeigte, zujubelten. Auf dem Trierer Bahnhof wurde das Reichsoberhaupt von dem Regierungs­präsidenten Dr. S a a h e n und dem Oberbürger­meister Dr. Weih empfangen. Eine unüberseh­bare Menschenmenge, die trotz des um die Mit­tagszeit beginnenden Regens sich auf dem Bahn­hofsvorplatz eingefunden hatte, begrüßte mit brausenden Hurrarufen den Reichspräsidenten, der sofort seinen Wagen bestieg, um eine Rundfahrt durch die in reichem Flaggen- schmuck prangende Stadt zu unternehmen. In der städtischen Sportanlage fand eine Huldigung aller Jugendlichen sowie der Sportler und Turner und durch die Vereine statt. Brausende Hochrufe erschollen, als der Reichspräsident auf die Em­pore stieg, die, von Tannengrün umrahmt, von allen Plätzen des Stadions sichtbar war. Ein von der Forstschule Wittlich geblasenerFörster- gruh" bildete den Auftakt der Veranstaltung.

Oberbürgermeister Or. Weih

führte dann aus: Mit wahrer Herzensfreude be­grüßt das aus fast zwölfjähriger Besahungsnot erlöste Trier die verehrungswurdige Gestalt des ruhmgekrönten deutschen Heerführers im Kriege, den kurssicheren Steuermann des Staatsschifses in sturmbewegter Nachkriegszeit. Mir bleibt die Aufgabe, Ihnen, Herr Reichspräsident, die ehr­erbietige Bitte zu unterbreiten, gnädigst den

Hindenburgs zweite Rheinlandreise.

Oer Besuch des Reichspräsidenten in Aachen und Trier. OaS befreite Moselland grüßt das Reichsoberhaupt.

katalanischen ZeitungO p i n o n" und srühere Abgeordnete Company verhaftet. Sevilla wurden die Führer der Gewerkschafts­verbände festgenommen und ihre. Bureaus ge­schlossen. In mehreren spanischen Provinzen steht

Oer Trauerzug durch London.

Eckener als Vertreter der Reichsregierung.

ßonbon, 11. Oft. (WTB.) Bereits vorTages- anbruch begannen die Menschenmassen in den Straßen zusammenzuströmen, um der Heber- führung der 48 Toten des R 101 bei­zuwohnen, die von einem langen Trauerzuge zu­nächst von der Westminster Hall n ckH dem Bahnhof Euston übergeführt wurden, von wo sie ihre letzte Fahrt nach Cardington fortsetzten. In ganz London wehen die Flaggen aus Halbmast. Die meisten Geschäfte haben ge­schlossen. Xlm elf Xlhr setzte sich der Trauerzug von berittener Polizei eröffnet in Bewegung. Vor der langen Reihe der mit schwarzem Tuch ausgeschlagenen Wagen marschierte eine Ab­teilung der Luststreitkräfte mit Ka­pelle. Zwischen den Wagen gehen Truppenabtei­lungen, die Gewehre zur Erde gekehrt. Die Offi­ziere hielten ihre Degen im Arm, gleichfalls nach unten gerichtet.

Hinter den mit der englischen Flagge bedeckten Särgen folgten der Ministerpräsident, viele Mitglieder der Regierung, der irische Außenminister, Vertreter der Weltreichskonfe­renz, die Angehörigen der Opfer, das gesamte diplomatische Korps, der Luftausschuh, der Armeeausschuh und die Admiralität. Dr. Eckener schritt als Vertreter der Reichsregierung, deren Kranz im Zuge ge­tragen wurde, im Trauerzuge mit Auch die dritte Wache desR 101 und die Be­satzung desR 100" erwiesen ihren Kameraden die letzte Ehre. Die Soldaten und Matrosen be­schlossen den eigentlichen Trauerzug. Eine große Zahl von Kranzträgern und berittene Polizei folgten. Der Zug bewegte sich durch die schwei­gende Menge am Gefallenendenkmal und der Nelson-Säule vorüber zum Strand und dann über Kingsway zum Euston-Bahnhof.

Die Beisetzung in Lardinalon.

London, 11. Oft. (WTB.) Die 48 Opfer des Unglücks von Beauvais sind heute nachmittag unmittelbar neben der großen Luft- sch i f f h a l l e, von derR 101,Y vor genau einer Woche bei Sturm und Regen seine Xlnglücksfahrt angetreten hatte, bei gefegt worden. Als der Zug mit den Särgen auf der Station Bedford eintraf, waren sämtliche Läden des Ortes geschlos­sen und die Fenster verhängt. In der Luft summ­ten die Motoren von zwei Geschwadern von Bom­benflugzeugen. die gekommen waren, um den Toten einen letzten Gruß zu überbringen. Durch ein Spalier von mehr als 50 000 Menschen be­wegte sich der Trauerkondukt die Straße nach Carding ton entlang. Auf die nicht enden­wollende Reihe der 48 Wagen folgten die Hinter-

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Hospizien. Hier gab die Stadt ein Frühstück. Mit einem herzlichen Trinkspruch bot Oberbürgermeister Dr. Weitz dem Herrn Reichspräsidenten zugleich mit einem in saarländischer Kunstwerkstätte gefertig­ten Original-Moselpokal den besten an der Mosel gewachsenen Wein und gab der Hoffnung Ausdruck, daß es dem Herrn Reichspräsi­denten vergönnt sein möge, diesen Pokal noch viele glückliche Jahre zu leeren. Der Winz 6 rver - band für Mosel, Saar und Ruwer lieh hierauf durch Freiherrn von Schorlemer-Lieser dem Herrn Reichspräsidenten ein in Trierischen Künstwerkstätten gefertigtes Fäßchen überreichen, das als Schatzkäst­chen zur Aufnahme von 60 Flaschen der besten Weine von Mosel, Saar und Ruwer bestimmt ist. Darauf empfing der Herr Reichspräsident eine Abordnung aus dem Grenzgebiet des Hochwaldes und der Eifel. Regierungs­präsident Dr. Saaßen schilderte die Ursachen der Grenzlandnot. Bei anhaltend ungünstigem Wetter trat der Herr Reichspräsident dann mit kleinem Ge­folge d i e Fahrt mofelabmärts an. Aber in Trier wogte noch lange die Begeisterung der Be­völkerung durch die Straßen, die trotz des weiter­strömenden Regens ein bunt bewegtes Bild boten im Schmucke der dicht gereihten Fahnen in den Farben der Republik, des alten Reichs und den Trierer Stadtfarben gelb-rot.

Der Weg führte über Ruwer, Lieser und Cues nach Bernkastel. ileberall kündeten Böllerschüsse und Glockengeläute das Nahen des Reichspräsi­denten an. Aus dem Gestade an der Mosel wurde dem Reichspräsidenten vom Landrat des Kreises Bernkastel der Winzergruß des Kreises überbracht und als Ehrentrunk ein 1917erDernkasteler Doc- tor" in dem historischen Pokal der Stadt Bern» kastel kredenzt. Unter brausenden Hochrufen er­folgte dann die Weiterfahrt über Graach und Zel- tingen zunächst längs der Mosel und dann land­einwärts nach Wengerohr. Hier bestieg der Herr Reichspräsident den Salonwagen, der dem fahrplanmäßigen Zuge nach Koblenz angehängt wurde. Ilm 19.20 Xlfjr verließ der Zug den Bahn­hof, umbraust vom Deutschlandlied, das die be­geisterte vieltausendköpfige Menge anstimmte. Der Reichspräsident traf auf seiner Heimfahrt nach Berlin mit 19 Minuten Verspätung in Koblenz ein, wo ein Gesangverein den Reichspräsidenten durch gesangliche Darbietungen erfreute. Hinden­burg blieb in seinem Salonwagen und unterhielt sich mit Oberpräsident Fuchs und dem Oberbür­germeister. Um 21.08 Uhr erfolgte die Weiter­reise u be r G ie ßen n ach Be r lin.

Unsicherheit in Spanien.

Umsturzgerüchte. Verhaftungen. Alarmbereitschaft

Madrid, 12. Oft. (Tel.-Un.) Wie verlautet, hat die spanische Regierung Haftbefehle gegen sämtliche republikanischen Führer, darunter einige frühere Minister, sowie gegen jene Redner erlassen, die in der vor 14 Tagen in Madrid abgehaltenen republikanischen Massenversammlung aufgetreten sind. Da die Polizei bis jetzt noch kei­nen der Gesuchten ausfindig machen konnte, wird angenommen, daß sie rechtzeitig gewarnt wurden und geflohen sind. In Zusammen­hang mit dieser Regierungsmahnahme hält sich das Gerücht aufrecht, die Polizei habe Nachrich­ten von einem für die Nacht zum Sonntag vor­bereiteten XI m ft u r 8 erhalten, der durch die Haftbefehle verhindert worden sei. Bemer­kenswert ist hierbei die Tatsache von der in den Abendstunden des Samstags erfolgten Ver­haftung des bekannten Ozeanüberquerer s Major Franco, der in Eordooa feine republikanische Gesinnung unumwunden zugegeben hat.

Die Gouverneure von Malaga Oviedo und La Corunia haben angeordnet, daß die Waffen­geschäfte sämtliche Waffen und Mu­nition der Polizei auglFefcrn. In den von Streiks heimgesuchten Provinzen fanden zahl­reiche Verhaftungen revolutionärer

Memels Bekenntnis znm Deutschtum.

Die Volksabstimmung des 10 Oktober.

Die memelländische Bevölkerung hat einen schönen Wahlsieg errungen. Wenn sie es auch nicht fertiggebracht hat, nur eine Kandidatenliste aufzu­stellen, um damit besonders stark ihren Abwehr- kämpf gegen die litauische Unterdrückungspolitik her- auszustreichen, so zeigt doch das Abstimmungsergeb­nis, daß auch diesmal wieder die Litauer in einer hoffnungslosen Minderheit ge­blieben sind, die so gering ist, daß es sich eigentlich jetzt ebensowenig wie in der Vergangenheit lohnt, von ihr zu sprechen. Die Wahlen des 10. Oktober waren aber nicht nur ein Kampf der politischen Parteien um die Gunst der Massen, sie waren be­deutend mehr, nämlich eine erneute Volks­abstimmung, die mit einem überwältigen- -den Bekenntnis zum Deutschtum ihr Ende fand. Nichts hat die Memelländer daran hin­dern können, so zu stimmen, wie es ihnen ihr Herz und ihre völkische Herkunft vorschrieb, weder der Kriegskommandant noch seine Schergen vermochten die Memelländer zu Litauern zu stempeln. Eigentlich müßte man jetzt die Frage stellen: W a s s o 11 n u n werden? Wir sind der Ansicht, daß es Sache des Völkerbundes wäre, aus dem Wahl­ergebnis die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen und den Herrschaften in Kowno auseinander­zusetzen, daß erneut der Beweis dafür geliefert wor­den ist, wie wenig das Memelland zu Litauen, wie sehr es aber zum Deutschen Reich gehört. Eine Rückkehr Memels zum Reich liegt um so näher, als olle Völker sich darin einig sind, die in Europa vorhandenen Konfliktsstoffe aus der Welt zu schaffen und dem Frieden zu dienen. Das kann man am besten, wenn man sich das Ergebnis der Volksabstimmung vom 10. Oktober zu Herzen gehen läßt und eine der vielen Fehler des Versailler Ver­trages wieder gut macht.

Neuer Protest der Reichsregiemug gegen Litauen.

Berlin, 11. Oft. (CNB.) Die Reichsregie­rung hat, nachdem das gemeldete Protest- telegramm an den Generalsekretär des Völkerbundes wegen des Verhaltens der litauischen Regierung in der Memelange­legenheit in der Frage der Xlmbilbung des Direk­toriums durch die inzwischen vorgenommene Xlm­bilbung überholt worden ist, ein Ergän­zungstelegramm an den Generalsekretär des Völkerbundes gerichtet, in dem von dieser erfolgten Xlmbilbung Kenntnis gegeben wirb. In dem Ergänzungstelegramm wird jedoch dar­auf hingewiesen, daß die litauische Regierung ihre Verpflichtungen sowohl hinsichtlich der Aus­hebung der Pressezensur als auch hin­sichtlich des Zusammentretens des Di­rektoriums nicht eingehalten hat, da das umgebildete Direktorium nicht, wie vorgesehen, vor der Wahl, sondern erst heute, also acht Tage nach der Wahl, zusammentritt.

Gras von der Goltz antwortet dem Mchswehrmmister.

Berlin, 11.Oft. (TU.) General Graf von d e r G o l tz hat Reichswehrminister G r o e n e r auf dessen Brief u. a. geantwortet:

Daß das Reickswehrministerium korrekt und for­mal juristisch richtig gehandelt hat, bezweifle ich nicht. Die andere Frage aber ist, ob sein Ver­fahren politisch zweckmäßig war. Der Gegensatz in der Berufsauffassung zwischen dem p a\ l a m e n t a r i f d) e n M i n i st e r , der sich meist mit einem Reichskanzler und mit Ministern der wehrmachtfeindlichen SPD. in einer Koalition befindet und der ihm anvertrauten Truppe ist durch den Prozeß aller Welt klar geworden. Die Zahl derer, die der Berufsauffassung der Angeklag­ten beistimmen, ist wohl auch in der Reichswehr be­stimmt noch größer geworden. Die Verurteilung wird in Zukunft vor neuen Jnsubordinationsver- gehen absck)recken, aber den Geist der Truppe nichtändern, sondern stärken. Ich bitte mir ein einziges Beispiel zu nennen, daß einem Truppen­teil des alten Heeres die gleiche Schmach der Ver­haftung von Offizieren während einer dienstlichen Hebung angetan wurde.

Natürlich weiß ichals alter Soldat, daß die Grundlage der Wehrmacht bedingungsloser und vor­behaltloser Gehorsam ist". Das habe ich unter an­derem bewiesen, als ich 1918 als deutscher General in Finnland Ihnen telegraphierte, daß die von Ihnen angeordnete Einführung von Sol­datenräten diese Grundlage untergrabe und daher unausführbar sei. Aber des Gehorsams eigene Grundlage ist der gleiche Gei st zwischen Befehlenden und Gehorchenden. Sonst ist esKadavergehorsam". Zahllose alte und neue Soldaten haben die wehrpolitische Entwicklung der letzten Jahre mit Sorge verfolgt, weil die Wehr­macht allzusehr in die enge innenpolitische Auf­fassung unserer Zeit und in die Abhängigkeit von einer wehrmachtfeindlichen und internationalen Parteienregierung hineingezogen wurde. Weil aber unter den jetzigen Verhältnissen eine internationale und wehr­machtfeindliche Parteienregierung leicht wiederkeh­ren kann, bekämpfen wir das heutige System im Interesse des wehrhaften Geistes von Wehrmacht und Volk. Daß auch aktive Offiziere aus gleichen Erwägungen gleiche Befürchtungen für die Zukunft hegen, ist erfreulich. Das einzige Mittel, neue Jn- subordinationsvergehen zu verhindern, scheint mir neben einer Systemänderung darin zu liegen, daß wieder ein Geist Befehlende und Gehorchende beherrscht.

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