Ausgabe 
13.10.1930
 
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Schöne Worte, tiefe Verbeugungen, konven-

sellschaftliche Freiheit Unsere Bewegungen

so sah sie

tionelle Lügen, Unnatürlichkeit

sind frei ungehemmt die Unterhaltung. Ent

aus, die Gesellschaft um 1900. Zu ihr gehörte

des deut-

wickelt hat sich die Mode, der Geschmack.

die Cigarette mit Mundstück. Das glitzernde

Und wir rauchen die Cigarette ohne Mundstück!

Gold war wichtiger als der reine Tabak-

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Wettervoraussage.

Sehr rasch ist nach dem Dorüberzug der Störung über Deutschland Barometeranstieg gekommen, dessen Einfluß aber nicht stärker in Erscheinung tritt. Don der Westküste Irlands und über dem Atlantischen Ozean machen sich erneute Anzeichen einer Störung bemerkbar. Die Winde drehen dort wieder um nach Süden, die Temperaturen steigen an und die Bewölkung nimmt zu. Infolgedessen steht für uns ebenfalls wieder schlechtes und unbestän­diges Wetter in Aussicht.

Aussichten für Dienstag: Wärmer, be- wölkt, bis bedeckt, später wieder Niederschläge, süd­liche bis südwestliche Winde.

Kunst und Wissenschaft.

Gedächtnisfeier für Emil Elaar.

00601. Frankfurt a. OK., 12. Ott Würdig und schlicht, wie Emil Elaar lebte und wirkte, feierten die Städtischen Duhnen am Sonntagvo» mittag im Opernhaus das Andenken ihres ver­storbenen Ehrenintendanten, der vor 50 Jahren das Frankfurter Opernhaus eröffnete und es zu ungeahnter künstlerischer Dlüte führte. Das große, weite Haus, im Zeichen der Jubiläum sfeft- w o ch c stehend, war mit Dlumen und Girlanden reich geschmückt, während hinter dem Orchester, das auf der Dühne Platz genommen hatte, die bekränzte Düste Emil Claars auf das weite Rund herabsah. Zahlreiche Frankfurter Persönlichkeiten sowie Mitglieder der Frankfurter Dühnen waren anwesend, ebenso frühere Angehörige des Opern­hauses, darunter Frau E p st e i n, die bei der Eröffnung des Opernhauses vor 50 Zähren mit» wirkte und unter ClaarS Intendanz höchstes Künstlertum entfaltete. Dorothea Wieck vom Schauspielhaus sprach in schlichten Worten den Prolog. Glucks Musik aus der Ouvertüre zur Iphigenie in Aulis" war eine beredte Fort­setzung des gesprochenen Wortes. Der greise Kapellmeister Dr. Ludwig Rottenberg, der jahrelang in Frankfurt wirkte, dirigierte als Gast. Olachher hielt Stabtrat Dr. Michel die Gedenkrede. Er schilderte Anfang und Sntwick» hing des Opernhauses unter Claars Leitung bis zur Jetztzeit und würdigte die großen Derdienste Emil Claars um Frankfurt, seine Oper und seine Musik. Rach dem Dortrag einiger Gedichte Claars schloß die Feier mit der ergreifenden Musik aus der unvollendeten bi-OKoll-Symphonie Franz Schuberts.

genuß. Uns dagegen gehört die große ge

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logentag.

n Theologentage« D. Cßultmatin

des Dörtes Gottes uf fand eine ge- Mehrer statt, m ig der Theologie- Professor D. Hans em Thema .Dort ament. Die Frage ? zur Dehandlung I Huna: .Aeuheres

zu der Professor Dort nahm. Pro- fingen) sprach^ und evmgelficher V.Titius spra<V Aufgabe und chre .fesfor D. W i ®wt < S

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D Lohmeyer B des Theologe-

l. Deuhork. Man glaubt nicht, daß er mit dem sben davonkommen wird. Diamand befand sich meinem Hotel, als plötzlich vi er Schüsse uf ihn abgefeuert wurden. Der Täter rst anerkannt entkommen. Zwischen den verschiedenen rlkoholschmugglerbanden ist ein neuer Macht- ka«Pf entbrannt. In den frühen Morgenstunden

Sonntags wurden in Brooklyn zw^ -Lnuggler aus einem Kraftwagen heraus durch -.Hüffe niedergestreckt.

»Prozentige Kürzung der Ministergehälter in Laden.

Das badische Staatsministerium hat auf «instim» Ligen Antrag seiner vier Mitglieder beschlossen, L it Wirkung vom 1. November d. I. vis |iir anderweitigen gesetzlichen Regelung der bieben- h.r Besoldungsbezüge einstweilen das Grundgehalt, |>i> den Ministern während ihrer aktiven Mimster- Uflfcit zusteht, und die Bezüge des Staatsrates Keils um 20 v.H. zu kürzen.

Keine Niederlassung Balas in Klodnih.

I Die Rechtsbeistände des tschechischen Schuhindu- kteilen Thomas Bata teilen mit, daß Bata von ktn Grundstückskauf in Klodnitz (Oberschlesten), Eier den die Berhandlungen mit dem preußischen Diskus seit einiger Zeit geführt worden sind Ab- |linb genommen habe, weil das Grundstuck für seine «Jbrikationszwecke sich als nicht geeignet herausge- Wrlt habe. Bata werde an anderer Stelle Schuhfabrikation in Deutschland aufnehmen.

Lufttemperaturen am 12. Oktober: mittags 11,4 Grad Celsius, abends 8,4 Grad! am 13. Oktober: morgens 8 Grad. Maximum 11,8 Grad, Minimum 7,1 Grad. Erdtempcraturen in 10 cm Tiefe am 12. Oktober: abends 10,8 Grad: am 13. Oktober: mor- gens 9,2 Grad. Niederschlag 0,5 nun. Sonnen- scheindauer 1K Stunden.

Die Wetterlage.

/Bureous fle. fei* ton "Barcelona SpM Ge- «ungen über Verschwörung Q(j Madrid gibt biebenen Provin.

n ober schon lange haben bis heute en gegen die drei gefetzt. Das ist un« , die Mrgcrung und ben Wähler

Prüfungsausschuß bei der Wetzlarer Stadtverwaltung.

WSR. Wetzlar. 12. Oft. Auf Veranlassung k*t Oiegierung ist ein besonderer Ausschuß -,ei der Stadtverwaltung gebildet wor- t-n. der eine eingehende Prüfung verschie­dener städtischer De r w a l t u n g s ste l- [an vornehmen soll. Der Ausschuß steht unter !drin Vorsitz des Stadtverordneten Schellen- iberger. Sämtliche Dienststellen der Stadtver­waltung sind angewiesen worden, dem Ausschuß I lade gewünschten Auskünf te zu ertei- ! |<n und die Arbeit deS Ausschusses in jeder Hin- Lcht zu fördern. Der Ausschuß hat seine Arbeiten I bereits ausgenommen.

Zwei Eisenbahner von einer Lokomotive getötet.

MR. M a i n z , 11. Oft. Gestern um 21.36 Uhr tourben ter 51 Jahre alte Lokomotivführer Kon-

[rat' Gärtner aus Mainz-Kaste! und der 34 I bahre alte Lokvmotivhilfsheizer Heinr.Dischel |fliL6 Gau-2llgesheim im Hauptbahnhof Mainz von Id er Lokomotive des ernfahrenden I? üterzuges 668 erfaßt und getötet, bicite verrichteten i m Güterbahnhof Rangier­dienste und befanden sich nach erfolgter Ablösung laus dem ODege nach ihrer Dienststelle. Anscheinend haben sie das Herannahen des Zuges nicht wahr- Lenommen.

Hessische Kirmes in Wilhelmshaven. | . Aus Wilhelmshaven wird uns geschrieben: Am ISamstagabend feierteterWilhelmshavener Ihessen-Verein seine Kirmes. Gegen 20 Uhr ) trat dasWerftspeisehaus" bereits so überfüllt, lbrh Hunderte, die gerne an der Kirmes teilge- Inommen hätten, wieder umkehren mußten. Die IHessen-Kirmes ist eben doch in den letzten Jahren Izum großen Auftakt der Winter-Der- Itinsveranstaltunaen geworden. Hier | treffen sich Landsleute aller Mundarten, und Jan tunb Gerd von derWaterkant" sind keine Spiel­verderber. Deim Zaubertrunk aus den rheinischen [Fässern sind sie alle zu einer großen Familie [vereinigt.

| Die Jestleitung war unermüdlich tätig, Schwie- Irigfcitcn wurden spielend überwunden, frohe [Stimmung herrschte von Anfang bis Ente. Die L |amtc Kurkapelle unter Obermusikmcister Rothes [Leitung trug wesentlich zur Unterhaltung bei. [Der schneidigen Militärmusik im Garten folgte [ Streichmusik im Saal. Rach ter Begrüßung [durch den Vorsitzenden Herrn Mertz wetteiferten [die von kleiner und großer Hessenjugend in [hessischen Landestrachten getanzten [Kirrnestänze und sonstige Darbietungen mit- [ einander.

Ein Trompetenruf sammelte die Festteilnehmer jim Umzug in den illuminierten Garten. Das fieuertoetf fesselte die Aufmerksamkeit für einige iieit und dann begann ter Tanz im großen Saal, imRüdesheimer Drosselhof" auf ter Veranda urb in derAßmannshauser Dauernschänke". Sn Saal bei Dias» und Streichmusik, hier bei einer Stimmungskapelle und dort bei ter hessi- icben Trachtenkapelle, überall herrschte ausge- l-fsene Fröhlichkeit.

Die Hessen-Kirmes war eine Feier, die den Jeranstaltern in allen Teilen vollkommen gelang.

Standpunkt. Am Schluffe der ihn ausS höchste belastenden Deweisaufnahme, namentlich nach­dem ihm ter Vorsitzende mehrere Kassiber, in denen er aus dem Gefängnis heraus mehrere Zeugen veranlassen wollte, zu seinen Gunsten auszusagen, vorgehalten hatte, brach ter An- leklagte jedoch zusammen und legte ein Ge- tändnis ab. Er hat mit einem anderen zu- ammen die Decken bei einer günstigen Gelegen­heit aus dem Auto entwendet. Das Gericht er­mäßigte die Strafe auf 10 Monate Ge - f ä n g n i s, indem es das Geständnis berück­sichtigte. Der Angeklagte erkannte das Urteil sofort an.

Strafkammer Gießen.

Gießen, 10. Ott. Ein Strafgefangener des Landeszuchthauses hatte bei der Staatsanwalt­schaft gegen einen Hauptwachtmeister Anzeige er­stattet, in der er diesen ter vorsählichenTö­tung s a b s i ch t beschuldigte. Er behauptete, ter Strafanstaltsbeamte habe ihm die Zellentüre der­art heftig wider den Kopf geschlagen, daß er mit einer Kopfwunde ohnmächtig zusammenge- brvchen sei. Die daraufhin von ter Staatsanwalt­schaft angestellten Ermittlungen ergaben nicht die geringsten Anhaltspunkte für die Wahrheit der Behauptungen des Gefangenen. Das Verfahren wurde eingestellt und gegen den Anzeiger wegen wissentlich falscher Anschuldigung Anklage erhoben. Dieser wurde dann durch das Amtsgericht Dutzbach zu sechs Wochen Ge­fängnis verurteilt. Aus die von dem Ange­klagten verfolgteBerufung wurde die Sache noch­mals verhantelt. Auch jetzt ergab sich wiederum, daß an den Dehauptungen des Strafgefangenen kein wahres Wort war. Die Oterufung wurde daher kostenfällig verworfen.

Wegen gefährlicher Körperver­letzung war ein hiesiger Einwohner durch das Amtsgericht Gießen zu einer Geldstrafe von 5 0 Oll t. oder fünf Tagen Gefängnis verurteilt worden. In einem Restaurant hatte er ohne jede Veranlassung einen Stuhl einem andern Gast derart auf den Kopf geschlagen, daß dieser eine stark blutende Wunde erhielt. Da die Staats­anwaltschaft die erkannte Strafe für viel zu gering hielt, verfolgte sie zwecks Erhöhung ter Strafe Berufung gegen das Urteil. Unter Statt- gabe ter Berufung wurde das erstinstanzliche Urteil aufgehoben und die gegen den Angeklagten erkannte Strafe auf 1 00 OltL oder zehn Tage Gefängnis erhöht.

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selbstverständlich ohne Mundstück A

Kroße Strafkammer Gießen.

' Gießen. 7. Oft. Ein vberhessischer Vieh- binbler war wegen Betrugs und mehrerer Dechselfälfchungen durch Urteil des Schöffengerichts Gießen in eine Gefängnis- ftrase von fünf Monaten genommen toor- ben. Gegen das Urteil legte er Berufung ein. Sic strafbaren Handlungen selbst bestritt er "cht, er erstrebte nur Herabsetzung der Strafe. Sad Berufungsgericht verwarf jedoch, dem An- trag des Staatsanwalts gemäß, die Berufung mit Rücksicht auf die Raffiniertheit des Vor- gehens des Angeklagten! außerdem müsse auch 2teu und Glauben in Handel und Verkehr ge- werden, zumal es sich hier um Wechsel

Gin Arbeiter hatte Berufung gegen ein Urteil dis Schöffengerichts eingelegt, durch das ihm Regen Betrugs im Rückfall eine Strafe tvn sechs Monaten Gefängnis auf- Dlegt wurde. Er hatte sich unter Vorspiegelung, lei vermögend und Hausbesitzer, einen Mo- fcrtoagcn erschwindelt. Der Staatsanwalt be­antragte in der heutigen Derufungsverhand-

Erhöhung der Strafe auf 1 0 Mo » Tate Gefängnis. Das Berufungsgericht 4loh sich mit Rücksicht auf die Vorstrafen und ne bewiesene Dreistigkeit diesem Standpunkt an : erfjöbte die Strafe dem Antrag entsprechend. t auswärtiger Händler war in erster In- .anz vom Bezirksschöffengericht Gießen wegen ^lebsiahls mehrerer Wolldecken aus einem Juto zu einem Jahr und vier Mona­den Zuchthaus verurteilt worden. Er be- inoet sich tm wiederholten Rückfall und t>er- ^Dt zur Zeit wegen des gleichen Verbrechens zweijährige Zuchthausstrafe. Er leugnete Die Tat hartnäckig und beharrte auch zu An- f<ng der Berufungsverhandlung auf diesem

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