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sollte, büß die Aufrechterhaltung der Arbeitslosenversicherung für die daran ja als Steuerzahler und Beitragspflichtige doppelt beteiligte Unternehmerschaft gleichsam eine bislang wirksame Rückversicherung gegen politische Unruhen ist, die für eine Erholung der Wirtschaft das schwerste Hindernis bedeuten würden. Wie schon in den anderen beiden Punkten hat sich die Volkspartei auch in diesem nur zur Hälfte durchsetzen können, denn wenn auch in Zukunft die der Reichsanstalt für Arbeitslosenversicherung ge- währten Darlehen im Haushaltsgesetz festgelegt werden müssen, so steht es doch im Belieben des Reichsarbeitsministers, bei eintretendem weiteren Bedarf Rachforderungen im Rachtragsetat zu stellen. Die Schranke für eine Fortsetzung der uferlosen Zuschuhpolitik ist also nicht übermäßig hoch. Wesentlicher ist daher auch für die Sanierung der Arbeitslosenversicherung die Durchführung der von der Reichsanstalt selber vor- gcschlagenen und gewiß noch nach der einen oder anderen Seite hin zu ergänzenden Borschläge zu einer Reform, die offensichtliche Mißbräuche zum Schaden der öffentlichen Finanzen, nicht zuletzt aber auch der beitragleistenden Arbeiterschaft
rücksichtslos beseitigen.
Aber entscheidend für die Gesundung der Staatsfinanzen und der Arbeitslosenversicherung im besonderen bleibt, ob es gelingt, der Wirtschaft neue Impulse zu geben. Cs scheint, als ob die Reichsregierung auf ihre Preis - und Lohnsenkungsakt ivn noch nicht verzichtet habe, obwohl die ersten Ansätze nicht übermäßig glücklich ausgefallen waren und auch die Berhand- lungen zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften wenigstens vorläufig noch kein greifbares Ergebgebracht haben. Mit diesem Endziel erklärt der Reichskanzler das wenn auch in abgeschwächter Form beibehaltene, von uns seinerzeit als einseitige, halbe und unaufrichtige Maßnahme ab- gelehnte Rotopfer der Beamten. Aber schlecht dazu passen will die Zustimmung der Regierung zu den schon lange schwebenden Tarif- e r h 5 h u n g s p l ä ne n der Reichsbahn. Wie will man von Reichs wegen eine allge-
Oie Auswertungshypotheken.
Annahme der Regierungsvorlage im Reichstag.
Berlin. 11.Juli. (WTB.) Zunächst wurden die zugunsten der Hinterbliebenen der Opfer der Grubenkatastrophe von Reurode eingebrachten Anträge beraten. Reichsarbeitsminister Dr. Stegerwald gedachte der Verunglückten und ihrer Hinterbliebenen. Danach wurde in zweiter Beratung das Gesetz über die Fälligkeit und Verzinsung der Aufwertungshypv- theken angenommen. Rach der Vorlage wird die Regierung ermächtigt, die Zinsen der Aufwertungshypotheken zu erhöhen, um so den Hypothekengläubigern einen Anreiz zu geben, die fälligen Hypotheken weiter stehen zu lassen. Der Ausschuß verlangt in Entschließungen, daß die Erhöhung der Hypothekenzinsen nicht, durch eine Erhöhung der gesetzlichen Miete, sondern durch eine Senkung der Hauszinssteuer ausgeglichen werde.
Abg. Dr. Warum (So^.) erkennt in dem Gesetz den Grundgedanken als richtig an, daß die Rückzahlungen der Aufwertungshypotheken auf einen längeren Zeitraum verteilt werden, um eine plötzliche Erschütterung des Geldmarktes zu verhindern. Die aufgewertete persönliche Forderung dürfe aber nicht unter das Gesetz fallen, soweit ihr Betrag die Hypothek übersteigt oder wenn für sie überhaupt keine grundbuchmähige Sicherung besteht. Der Redner empfiehlt einen entsprechenden Antrag seiner Fraktion.
Abg. Dr. Rademacher (Dnl.) betont, daß das Gesetz auch im Interesse der Gläubiger liege. Es müsse bezweifelt werden, ob der von ter entstehenden Mehrbelastung von 200 Millionen auf die Landwirtschaft entfallende Teil von dieser Betragen werten könne. Der größte Teil der andwirtschaftlichen Hypotheken seien sogenannte Amortisationshypotheken, für die der wirtschaftliche und rechtliche Zwang zu einer Erhöhung des Zinsfußes nicht bestehe. Der Redner beantragt deshalb, für diese Hypotheken den bisherigen Zinssatz bis zur normalen Tilgung zu belassen. Die in den Entschließungen aufgestellten Forderungen gegen eine Mietserhöhung und für einen Ausgleich durch Senkung der Hauszinssteuer beantragt ter Redner gesetzlich fest, zulegen.
Abg. Dingeldey (DVP.): Der Zinsfuß der Aufwertungshypotheken muh ter allgemeinen Zinshöhe angepaht werten. Wir sind aber gegen das Verlangen ter Landwirtschaft, daß die noch recht lange laufenden Tilungshypotheken anders geregelt werten als die Aufwertungshypotheken. Im Zusammenhang mit den Auswertungsfragen können wir nicht landwirtschaftlich« Rotstände ^^Abg^^Hetzel (WP.) erklärt, der Hausbesitz sehe mit Sorge ter Zeit entgegen wo er die Hypotheken zurückzahlen müsse. Leider sei m 'Ausschuß wieder der Gedanke ausgetaucht, alle
meine Senkung des Preis- und Lohnniveaus bewerkstelligen, wenn als Auftakt für den Herbst eine Erhöhung der Personentarife des, trotz ter zunehmenden und unter den gegebenen Umständen immer mehr berechtigten Konkurrenz des Autos, heute noch wichtigsten Verkehrsmittels verkündet wird? Ist sich das Reichskabinett über die psychologische Wirkung klar geworden, die ihre Tarifpolitik grade m diesem Augenblick auslösen muß? Stehen diese Psycho- Augenblick auslösen muh? Stehen diese psychologischen Folgen in irgendeinem vertretbaren Verhältnis zu den geringen Mehreinnahmen, die die Reichsbahnverwaltung zugestandenermaßen aus den von ihr beantragten Tariferhöhungen erwartet? Es scheint, dah die Zustimmung zu ter Tariferhöhung der Preis gewesen ist. für den die Reichsbahn ihre Mitwirkung beim Arbeitsbeschaffungsprogramm ter Regierung zugesagt hat. Aber wir glauben, daß der Preis zu hoch gewesen ist, den die Herren Stegerwald und Guörard hier gezahlt haben, und wir möchten der bestimmten Erwartung Ausdruck geben, dah künftige Maßnahmen des Reichskabinetts im Kampf gegen den Wirtschaftspessimismus von etwas mehr Verständnis für die psychologische Seite des Problems getragen sein werden.
Rur wenn man bei allen Maßnahmen daS .Ziel fest im Auge behält, kann es gelingen, über eine Ankurbelung der Wirtschaft zu einer wirksamen und auch für die öffentlichen Finanzen heilsamen Behebung der Arbeitslosigkeit zu kommen, die heute als Damoklesschwert drohend und unberechenbar über allen finanzpolitischen Entschlüssen schwebt.
neuen Lasten dem Hauswirt aufzubürden und die Hauszinssteuer zugunsten der Mieter zu ermäßigen.
Abg. Dr. Ehlermann (Dem.) wendet sich dagegen, daß die Hypothekengläubiger stärkeren Beschränkungen unterworfen werten, als es im Interesse des Kapitalmarktes notwendig sei. Die Anträge, allgemein Zahlungsfristgewährung zuzulassen, mühten abtzelehnt werden. Der Zinsfuß sollte eher hoher als zu niedrig angeseht werden, um den Zweck des Gesetzes zu erreichen, nämlich den Anreiz zur Kündigung der Hypotheken zu nehmen.
Das Gesetz wird in der Ausschuhfassung mit unwesentlichen Aenderungen angenommen, ebenso das Gesetz über die Bereinigung der Grundbücher.
UeberrMende Schließung her parlamentssessn n in Frankreich.
Paris, 11. Juli. (WTB.) In ter Kammer und im Senat wurde heute abend überraschend ein Dekret über die Schliehung der Parlamentssession verlesen. Die Kammer beriet den ganzen Rachmittag über die Reforni der Kommunal- und Departementsfinanzen, zu der zwei Tagesordnungen vorlagen. Ministerpräsident Tardieu sprach sich für die Tagesordnung des Demokraten Simon aus, die der Regierung das Vertrauen aussprach, dah sie die Reform der Kommunal- und Departementsfinanzen durchführen werte und den Niedergang zur Tagesordnung forderte. Gegen die andere Tagesordnung Bonnet. die die Regierung aufsorderte, einen Teil der Kommunal- und Departementsftnanzen auf das Staatsbudget zu übernehmen, beantragte Tardieu die Vertrauensfrage. Die Tagesordnung Bonnet wurde mit 316 gegen 268 Stimmen abgelehnt und hierauf die Vertrauenstagesordnung Simon widerspruchslos angenommen. Darauf verlangte ter sozialistische Abgeordnete Fevrier Beratung der sozialistischen Interpellation über den Po st beamte n- st r e i k. Kurzerhand erhob sich Tardieu und verlas ohne jede weitere Erklärung das Schluhdekret. Der Kammer bemächtigte sich eine große Erregung. Es wurden von den linksstehenden Parteien P r o t e st e laut unter Hinweis darauf, dah sämtliche Gesetzesvorlagen nicht mehr verabschiedet worden seien. Eine Debatte entspann sich auch über die Annahme des Schluhprotokolls. die schließ- lich mit 310 gegen 273 Stimmen erfolgte. Die Verlesung des Schluhdekrets im Senat ging ohne Opposition vor sich.
»Gras Zeppelin" vom Horben zurück.
Hamburg, 11. Juli. <WTB.) Rach Mitteilung der Hapag befand sich das von der Nordlandfahrt heimkehrende Luftschiff „Graf Zeppelin" um 15 Uhr mitteleuropäischer Zeit auf 53,43 Grad nördlicher Breite und 1,7 Grad östlicher Länge etwa 100 Kilometer östlich von
Hüll, mit Kurs auf Amsterdam. „Graf Zeppelin" erschien gegen 17.30 Ußr über Amsterdam. Das Luftschiff flog sehr niedrig, und war bei dem klaren Wetter in allen Einzelheiten deutlich erkennbar. Da seine Ankunft gerade in die Stunde des Geschäftsschlusses fiel, bildeten sich überall auf Strahen und Plätzen große Ansammlungen von Menschen, die dem Luftschiff mit Tüchern und Hüten zuwinkten. Rachdem es eine kleine Schleife über der Stadt
beschrieben hatte, entschwand es in südöstlicher Richtung. „Graf Zeppelin" wurde auf seiner Heimfahrt um 18.15 Uhr über Krefeld, fünf Minuten später über Düsseldorf und zehn Minuten später über Köln gesichtet. Das Luftschiff ist nach 6P^ünöiger Fahrt um 22.40 Uhr glatt gelandet. Die Strecke Spitzbergen- Friedrichshafen hat das Luftschiff in 29 Stunden zurückgelegt. Die gesamte Flugstrecke beträgt 7800 Kilometer.
Thüringens Hiebenage vor bemStaalSgerichlshos
Kricks Schu'gedete mit der Reichöverfaffung unvereinbar.
Leipzig. 11. Juli. (WTB.) Der Staats- gerichtshof für das Deutsche Reich verhandelte am Freitag unter dem Vorsitz des Reichsgerichtspräsidenten Dr. Bumke die verfassungsrechtliche Streitfrage zwischen dem Deutschen Reich — Reichsministerium des Innern — gegen das Land Thüringen über die Unvereinbarkeit des Erlasses des thüringischen Volksbildungs. Ministers Dr. Frick über die Empfehlung von Schulgebeten mit dem Artikel 148 Abs. 2 der Reichsverfassung. Dieser Artikel besagt: Beim Unterricht in öffentlichen Schulen ist Bedacht zu nehmen, daß die Empfindungen Andersdenkender nicht verletzt werden. — Beanstandet waren vom Reich die Gebete Nr. 2, 3 und 4 und im einzelnen die Sätze: „Drum mach' uns frei von Betrug und Verrat, mach' uns stark zu befreiender Tat!" . „Ich glaube, du strafst den Landesverrat und segnest der Heimat befreiende Tat!", „Ich weiß, daß Gottlosigkeit und Landesverrat unser Volk zerrissen und vernichtet hat!"
Oer Standpunkt des Reichs.
Staatssekretär Dr. Z w e i g e r t betonte, Schul- g«bete dürften nicht dazu mißbraucht werden, parteipolitischen Zielen ten Weg zu bereiten und die Gefühle Andersdenkender zu verletzen. Was heute in Thüringen geschehe, könne sich morgen in einem politisch anders gerichteten Lande in etwas anderer Weise wiederholen. Minister Frick habe selbst zugegeben, dah er zu den „art- und volksfremden Elementen", von denen er in seinem Erlaß sprach, die Juden, aber nicht nur die Juden, rechne. Wer mit den Verrätern gemeint sei, ergebe sich ebenfalls ganz klar aus den Aeußerungen Fricks im Landtag und auch im Reichstag. Gerade von kirchlich gesinnten Kreisen seien die Frickschen Gebete als Profanierung und Blasphemie bezeichnet worden. Der Thüringische Lehrerverein habe sie als eine der bedenklichsten Maßnahmen in der Schulgeschichte seit Gründung des thüringischen Staates bezeichnet.
Oer Standpunkt her Kirchen
Geheimer Konsistorialrat Dr. Eger erklärt, die beanftanteten Gebete verstießen gegen den christlichen Geist. Es bedeute eine Verletzung evangelischen Empfintens, wenn die
Gebete dazu gebraucht werden, Gott zum Werkzeug menschlichen Zornes und menschlichen HasseÄ gegen andere Menschen zu machen. Als katholischer Theologe kam Prälat Mausbach ebenfalls zu ter Auffassung, daß von sittlich-religiöser Sinngebung des Erlasses keine Rete sein könne. Die Empfehlung solcher Anklagegebet« entspreche nicht dem Geist Jesu Christi.
Oer Standpunkt Thüringens.
Für die thüringische Regierung erklärte Ministerialrat Geh. Rat Dr. S ch n o be, in Thüringen habe man die Gemeinschaftsschule: die Freitenker- kinter nähmen an ten Gebeten nicht teil, so daß also iyre Empfindungen nicht verletzt werten könnten. Einen Druck auf die Lehrerschaft aus- zuüben, liege dem thüringischen Ministerium fern.
Der einzige Grund zur Beanstandung ter Gebete könnte in der Wendung von den „art- und volksfremden Kräften" gefunden werden. Es werde in dem Erlaß aber nur gesagt, daß diese Kräfte eine der Ursachen der deutschen Rot seien. Damit sei die Entsittlichung des Volkes durch Literatur, Theater usw. gemeint. Mit ..Betrug und Verrat" seien bei der Abfassung der Gebete die 14 Punkte Wilsons und die Kriegsschuldlüge gemeint gewesen. Die Gebete erstrebten die äußere Befreiung und auch die innere sittliche Befreiung von den Hebeln im Sinne des Vaterunsers.
Oas Urteil
-es Staatsgerichtshofs.
Rach mehrstündiger Beratung .verkündete Reichspräsident Dr. Bumke die Entscheidung des Staatsgerichtshofes dahin, daß die Empfehlung von Schulgebeten, soweit sie sich auf die Gebete 2, 3 und 4 beziehen, mit Artikel 148 Abs.2 der Reichsverfassung nichtvereinb ar fei. Zur Begründung führte der Reichsgerichtspräsident u. a. aus: Die Vorschrift des Art. 148 Abs. 2 der Reichsverfassung enthalte die Weisung, beim Unterricht das zu vermeiden, was die Empfindungen Andersdenkender verletzen würde. Diese Weisung sei eine Rechtsvorschrift und begründe eine Rechtspflicht. Die Vorschrift gelte, wo religiöse Fragen behandelt werden. Sie gelte für die Erörterung gt*
Reurode.
Eine Gruppe der Rettungsmannschaften.
licher Riß entsteht und daß durch diesen Ritz Kohlensäuremassen ausbrechen. Ob einer der verunglückten selbst etwa mit der hacke gearbeitet hat, wird sich wohl niemals festslellen lassen, da die Beteiligten sämtlich lot sind.
wie der Unfallausschuh der Grubensicherheit»- kommission erklärt, wurde nur dadurch, dah die Rettungsmannschaften, die von allen niederschlesischen Gruben herbeigeeilt waren, zur Beschleunigung des Rettungswerkes ohne Gasschuhgeräte unter Lebensgefahr vorgingen, der selten« Erfolg möglich, datz aus dem vergasten Betrieb noch 49 Mann, die bereits meist bewuhtlos waren, lebend geborgen wurden.
Die Totenhalle des Knappfchafts- l a z a r e t l e s ist jetzt für die Angehörigen der verunglückten freigegeben worden. Ein weißes Leinentuch mit frischen Blumen geschmückt deckt die Körper und lätzt nur den Kopf frei. Ls ist, als wenn sie schliefen, so friedlich sind die Gesichtszüge, an denen kaum einmal eine geringfügige Verletzung zu sehen ist. Rur ein entsetzter wund deutet bei einzelnen an, datz sie im Todeskampf nach Luft gerungen haben, bis ter Tod sie erlöste. Sämtliche geborgenen Toten des Reuroter Bergwerksunglücks werden auf das Zechenhaus wölke übergeführt werden. 3n ter Rächt zum Sonntag werden die Toten auf dem neuen katholischen Friedhof in Hausdorf aufgebahrt. Am Sonntagmorgen um 8 Ahr findet die Trauerfeier und die Beisetzung statt. Die Toten, die nicht aus Hausdors stammen, werten nach ter Irauerfeier in ihren Heimatorten beigeseht werten.
Oie Bergungsarbeiten in
102 Tote geborgen Die Ursache der Katastrophe.
Reurode, 12. Juli. (Tel.-lln.) Bis 5 Uhr früh konnten weitere 8 Tote aus dem Kurt-Schacht der Wenzeslaus-Grube bei Hausdors geborgen werten, o datz jetzt insgesamt 102 Tote geborgen ind. 49 Vergleutesindnocheingeschlos- e n. Die Bergungsarbeiten werden ununterbrochen ortgeseht, doch glaubt man nicht, datz es möglich ein wird, sie im Laufe des heutigen Tages zum Abfchlutz zu bringen.
Die Bergungsarbeiten sind ungeheuer schwierig und anstrengend, so dah die wannschasten nach 15 Minuten vollständig ermattet sind und abgelöst werden müssen, von ter Beschaffenheit des Hauptpfeilers wird es abhängen, wie sich die weiteren Bergungsarbeiten gestalten. Dann wird man auch den Herd der Katastrophe feslstellen können, der auch noch aus der Strecke hinter dem hauptpseiler liegen kann, lieber die Ursache des Unglücks lätzt sich immer noch nichts sagen. Es kursieren die verschiedensten Gerüchte, die in erster Linie von linksradikaler Seite verbreitet werden, aber bisher noch jeder Bestätigung entbehren. Wan gibt die Schuld zunächst ter Schrämmaschine, die arbeitete, als ter Kohlensäureausbruch erfolgte. Diese Waschins, die einen Keil in den Flöz hineinlreibt, wird dort angewandt, wo die Kohlensäure nicht so stark ist, dah mit dem Schiehversahren gearbeitet werden mühte. Es kann natürlich geschehen, dah ein plötz-
Die Angehörigen der eingefahrenen Bergleute warten am Zecheneingang auf Nachricht.
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