SolmS-Laubach, sowie Oberkirchenrat Wagner, der Superintendent für Oberhessen, wohnten der Feier bei. Aach Eröffnung durch Posaunenvorträge des Thors von Dorf-Till unter Leitung feine» Ehormeisters Mefserschmidt und Gemeindegesang hielt Pfarrer Haas (Frankfurt am Aloin, auf Grund des Dibelwortes Johanne» 15, Der» 26—27, die Predigt, während der zweite Redner. Oberpsarrer Schäfer. Michelstadt i. O.. über Matthäus 6. Der» 13 predigte? Beide Redner hinterließen tiefen Eindruck. Der Posaunenchor Dors-Gill, der auch die Begleitung der Gemeindegesänge übernommen hatte, schloß die Feier.
2n der Aachversammlung vor der Kloster« kapelle begrüßte zunächst Pfarrer Lenz, Gießen, die Gäste und erstattete den Jahresbericht, aus dem zu ersehen war, daß im letzten Jahre 42 Kinder durch das Rettungshaus gegangen sind: ihre Zahl ist inzwischen.aus 28 gesunken. Die Anstalt, die im Jahre 1847 gegründet wurde, hat schwer unter den derzeitigen Verhältnissen zu leiden: trotzdem war eS möglich, kleine bauliche Deränderungen vorzunehmen. Der Redner dankte allen, die durch Geld und Aaturalien das Rettungshaus unterstützt haben. Pfarrer Haas lehnte' sein Schlußwort an Lukas 10, BerS 1—2
an, und Lehrer Rah (Ober-Hörgern, sprach do» Schluhgebet.
Kunst und Wissenschaft.
Dersteigerung der Fizdvr-Eammlung.
Wien. 11.Juni. (WTB ) Die Versteigerung des ersten Teils der berühmten Kunstsammlung F i g d o r hat heute unter überaus großer Beteiligung von Interessenten, besonders von Galeriedircktoren und Kunsthändlern aus dem Auslande, im Militärkasino am Schwarzenbergplatz begonnen. Sin Dildteppich aus Tournai ..Die große Derichtsszene", »weite Hälfte dcS 15. Jahrhunderts, den höchsten Preis mit 700 000 Schilling (etwa 420 000 Mk.) erreicht. Er ist von dem Kopenhagener Museum erworben worden. DaS Gesamtergebnis der heutigen Bor- mittagsauktion betrug 2 545 000 Schilling pluS 20 Prozent Aufgeld. daS sind rund 3 Millionen Schilling.
Sprechstunden der Redaktion.
11.30 bi. 12.30 Uhr. 16 bl. 17 Uhr Samstag nachmittag geschlossen.
Wirsschast.
Oie Arbeitsmarltlage im Reich.
Die Belastung deS Arbeitsmarktes und der Arbeitslosenversicherung hat in der Zeit vom 16. bis 31. Mai noch langsamer als in der ersten Hälfte des Monats abgenommen. Einem R ü ck- gang in der Zahl der HauptunterstühungS- einpfänger in der Arbeitslosenversicherung um nicht ganz 80 000 — gegenüber 130 000 im vorigen Derichtsabschnitt i — steht ein verstärkter Zuwachs der Krisenunterstützung um rund 15 000 gegenüber. Auch die Zahl der Arbeitssuchenden hat nur rund 63 000 abgenommen. Am 31 Mai wurden in der Arbeitslosenversicherung 1 550 900, in der Krisenunterstühung 338 338 Hauptunterstühungsempfänger gezählt. An verfügbaren Arbeitssuchenden waren Ende Mai bei den Arbeitsämtern noch rund 2 6 8 9 0 0 0 gemeldet. Hiervon müssen, nach Abzug der noch in gekündigter oder ungekündigter Stellung oder in Aotstandsarbcit Befindlichen, rund 2 6 3 7 0 0 0 als arbeitslos gelten. Der Unterschied dieser Zahl gegenüber dem Vorjahre, der Mitte Mai etwa 1,2 Millionen betrug, ist auf beinahe 1 290 000 angewachsen.
81,7 Millionen Dollar deutsche Schifsahrtsfreigabegelder. Zu dem Schiedsspruch über die Entschädigung für die in Amerika beschlagnahmten deutschen Schiffe teilt der Aorddeutsche Lloyd u. a. mit: Der für die Ge- samttonnagc als Entschädigung festgesetzte Betrag von 73,234 Millionen Dollar stellt den Wert per Januar 1929 dar, so daß bei Bewertung Ultimo 1930 noch ein Zuschlag von 2 mal 5 Proz. für Zinsen zu berücksichtigen ist, womit die Gesamtsumme auf 81 667 300 Dollar anwächst. Aach den für die Bewertung vorliegenden Unterlagen ist anzunehmen, daß auf Hapag und Lloyd zusammen etwa 94 Prozent der Gesamtentschädi- gung fallen werden. Don den auf Hapag und Lloyd entfallenden Beträgen entfällt voraussichtlich ein Betrag von etwa 40 Proz. auf Lloyd und-von etwa 60 Pro;, auf Hapag. Dieser Umstand ist bei dem Gemeinschastsvertrog Hapag-Lloyd bereits voll berücksichtigt, da Mehr- investierungen des Lloyd in Beteiligungen und in seinen Großschiffen damit ihren Ausgleich finden.
Zweifellos bringt die Freigabeentschridung für die beiden größten deutschen Schiffahrtsgesellschaften eine erhebliche Entlastung ihrer Bilanz, die gerade bei dem Aorddeutschen Lloyd durch den Bau der beiden großen Passagierdampfer „Bremen" und „Europa" recht angespannt ist. In der Bilanz des Aorddeutschen Lloyd wurden Gläubiger mit 74,9 Millionen Mark ausgewiesen, auch die Hapag hatte auf Freigabegelder im Doraus einen Kredit von rund 19 Millionen Dollar ausgenommen.
Durch die Freigabegelder erfahren die Reserven beider Gesellschaften eine wesentliche Stärkung und selbstverständlich erhöht sich dadurch die Aktionsfähigkeit beider Gesellschaften, was bei den bestehenden Echiffahrtsverhältnissen der Welt von ausschlaggebender Bedeutung ist. Die
beiden Gesellschaften werden in der Lage sein, ihre zu hohen Zinssätzen abgeschlossenen Bankkredite aozulösen. Die Aktionäre haben natürlich auch ein großes Interesse an einer Beteiligung an den Freigabegcld^rn, doch scheint es so, als ob die Derwaltungen erst einmal die weitere Entwicklung der Interessengemeinschaft Hapag-Lloyd, die bekanntlich auf eine sehr enge Grundlage gestellt worden ist, abwarten wollen, ehe sie an eine eventuelle Ausschüttung an die Aktionäre Herangehen. Wie aus dem Kommunique hervorgeht, wird an einen alsbaldigen weiteren Ausbau von Hapag und Lloyd gedacht: dabei handelt cs sich anscheinend um die Angliederung weiterer deutscher Schisfohrts- gesellschaften, wahrscheinlich der Harnburg-Süd und der deutschen Dampfschiffahrtsgesellschaft Hänsa, wodurch die Schlagkraft der Hapag-Lloyd- Urrion noch erhöht werden würde.
* Frankfurter Kreditanstalt A G., Frankfurt a. M. Das Institut erzielte 1929 aus Zinsen Provisionen und Konsortien 350 000 Mark Einnahmen (i. 33. 124 000 Mk. aus Zinsen und Provisionen). Davon erforderten Unkosten 161 000 Mk. (195 000 Mk.). Außerdem sind 203 000 (—) Mk. Rückstellungen auf Debitoren erforderlich. Es ergibt sich ein Verlust von 14 000 Mk. (i. 33. 71000 Mark Verlust, um den sich der Gewinnoortrag verminderte). Nach 33errechnung mit dem Gewinnvortrag von 43 000 Mark verbleibt noch ein Ueberschuß von 29 000 Mark, der vorgetragen werden soll. Im Vorjahre wurden 4 D.f). Dividende gezahlt. Nach dem Bericht war das Jahr 1929 wenig günstig: die Kurscinbrüche hätten die stillen Reserven stark ermäßigt, wovon im neuen Jahr nur ein kleiner Teil wieder eingcholt werden konnte.
• D i e Fusion T r i t o n w e r k e - B a m - berge r, Leroi & C o. Die Tritonwerke AG. (vorm. Ferdinand Müller), Hamburg, beruft auf den 2. Juli eine Generalversammlung ein, die über die Fusion mit der Bamberger, Leroi & Co. AD.. Frankfurt a. M., Beschluß fassen soll. Für das nominell 3 Millionen Mark betragende Aktienkapital der Bamberger, Leroi & Co. AG. sollen nominell 1.5 Millionen Mark Triton-Aktien, die in den ersten zwei Jahren nur beschränkt dividendenpflichtig sind, gewährt werden. Daneben soll das Aktienkapital der Tritonwerke, das nach der Fusion nominell 5 Millionen Mark beträgt, bis um höchstens eine weitere Million Mark zum Zwecke der Kapitalbeschaffung erhöht werden, wovon 500 000 Mk. mit Dividenden- berechtiaung ab 1. Juli 1930 sofort fest von einem Bankenkonsortium unter Führung von Gebrüder Arnhold übernommen werden.
• Zellstoff Aschaffenburg. Aach Mitteilung in der Generalversammlung der AD. für ZeUstofs- und Papierfabrikation, Aschaffenburg (wieder 12 Prozent Dividende) war der Geschäftsgang Anfang 1930 zunächst noch gut, um später infolge der Krise am Weltmarkt zu stagnieren. Die cingetretenen Preisrückgänge suche man durch Unkostenverminderung auSzugleichen.
' Gelsenkirchener Bergwerks AG.. Gelsenkirchen. 2n der letzten Aussichtsratssitzung wurde die Bilanz für den 31. März 1930
vorgelegt, in der die im Geschäftsjahre durch- gefuhrtc Fusion mit der 'Adler AG. für Bergbau und der Essener Steinkohlen-Bcrgwerkc zum Ausdruck kommt. E» wurde beschlossen, der auf den 22. Juli einzuberufcnde Generalversammlung eine Dividende von 8 Prozent in Vorschlag zu bringen. Die Bilanz schließt ab auf beiden Seiten mit 554 565 669 Mk Au» dem einschließlich des Dor- trage» au» dem Dorjahre (6 381 430 Mk.) zur Verfügung stehenden Reingewinn von 26 105 452 Mark wurden 2 100 000 Mk. für Abschreibungen verwandt, zuzüglich weiterer für die Anlagen der Essener Steinkohlen-Bcrgwerke bereit» in der Bilanz enthaltenen Abschreibungen von 5 028 688 Mark. Aach Abzug der Dividende und der lahungSgemäßen AufsichtSratStantieme verbleibt ein Dortrag aus neue Rechnung von 6 618 148 Mk.
* Türkenmoratorium bewilligt Der Derwaltungsrat der Ottomanischen Staatsschuld hat, wie Havas berichtet, in einer am 26. Mai äbgehaltenen Sitzung beschlossen, dem Antrag der türkischen Regierung stattzugeben, wonach sür die Dauer der Untersuchung über die Budget- und Währungslage in der Türkei, die der stellvertretende Gouverneur der Bank von Frankreich, Rist, führt, die in Artikel 16 de» Abkommens vom 13. Juni 1928 vorgesehenen Transferierungen gestundet und die vorgesehenen Zahlungen an den Derwaltungsrat nur zu einem Drittel geleistet werden, wahrend die restlichen zwei Drittel bis zum Abschluß der Untersuchung der Türkei als Vorschüsse belassen werden.
Frankfurter Börse.
Franksurt a. M., 12. Juni. Tendenz: abgeschwächt. — Aachdem an der gestrigen Abendbörse eine leichte Besserung der Tendenz eingetreten war, machte sich erneut eine A b s ch w ä - ch u n g zu Beginn der heutigen Börse bemerkbar. Dor allem konnte immer noch nicht der durch da» beschlossene Aotopser in die Börse getragene Druck beseitigt werden, da so gut wie keine günstigen Momente auf der anderen Seite vorhanden waren. Der Ordermangel hielt an. Die Kulisse zeigte noch nicht einmal Aeigung, das herauskommende Material aufzunehmen: obwohl die heute zur Auflegung gekommene Boung- anleihe schon überzeichnet sein soll, blieb dies ganz ohne Einfluß auf die Tendenz. Das Geschäft bewegte sich in den denkbar eng Ü en Grenzen. In der Hauptsache verstimmte noch die erneut schwächere gestrige Aeuyorker Börse. Auch heute kamen Erstnotizen wieder nur in geringem Umfange zustande. Stärker unter Druck eröffneten vor allem Kaliwerte. Salzdetfurth wurden etwa 7 Prozent schwächer taxiert, Westeregeln lagen 6 Prozent niedriger. Am Elektromarkt kam vorläufig nur eine Aotiz in AEG. minus 2,5 Prozent zustande. Auch der Schiffahrtsmarkt lag bis zu 2 Prozent abae- schwächt. Die endgültige Festsetzung der Freigaoe- fumme wirkte nicht mehr stimulierend. Banken waren wenig verändert. Am Chemiemarkt waren I. G. Farben etwa 3 Prozent schwächer. Am Montanmarkt bestand für Mannesmann einige Rachfrage. ohne daß vorläufig eine Dotierung zustande kam. Die übrigen Werte dieses Marktes logen bis zu 1 Prozent gedrückt Am Rentenmarkt lagen Alt- und Aeubesitz bis 0,5 Prozent niedriger. Schutzgebiete konnten dagegen leicht anziehen. Auch im Verlaufe trat keine Belebung des Geschäftes ein. Die Kurse erfuhren eine weitere Senkung um b i s zu 1 Prozent etwa, doch machten sich später auch vereinzelt Deckungen der Kulisse geltend, so daß die zwischendurch eingetretenen Abschwächungen zumeist wieder ausgeglichen werden konnten. Am Geld- merft war Tagesgeld mit 2,5 Prozent unverändert leicht. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1919, gegen Pfund 20,364, London gegen Kabel 4,8530, gegen Poris 123,79, gegen Mailand 92,77, gegen Madrid 40,30, gegen Schweiz 25,0660, gegen Holland 12,0830.
Berliner Börse.
Berlin, 12. Juni. Ohne daß eigentlich neue Momente vorlagen, eröffnete die heutige Börse wieder in schwächerer Haltung. Die Tendenz entwickelte sich im Lause des Tages ähnlich wie gestern. Erholungen des gestrigen Abend- verkeyrs gingen heute vormittag bereits, im Anschluß an das unter starken Schwankungen schwach liegende Aeuyork, wieder verloren, und bei der kleinen Aufnahmeneigung genügten schon geringe Derkoufsaufträge der Kundschaft, um auf fast allen Marktgebieten die Gewinne von gestern abend wieder verlorengehen zu lassen, so daß Rückgänge von ein bis drei Prozent gegen die gestrigen Mittagschlußkurse hervortraten, obwohl der Verlauf in bezug auf die Voung-Anleihe gute Fortschritte zu machen
scheint und der Kurs in Aeudork schon 91 Prozent betragen soll. Piek Tatsache allein konnte der Börsentenden; keine Stütze geben. Auch die nut geringe Arbeitslosenentlastung wurde kaum beachtet. zumal neue Entlassungen bei den Vereinigten Stablwerken gemeldet werden. Der Kurs dieses Papiere» ging daraufhin erstmalig wieder unter 90 Prozent zurück, »lieber die bereit» erwähnten Verluste bi» zu 3 Prozent hinau» verloren Braubank 5, Reichsdank 4, L. Tietz 4 Pzt., Svenlka 4 Mk., Westeregeln 4. Solzdetsurth 6.25, Aschersleben 3.5. Akkumulatoren 4 und Polvpdvn 9,5 Prozent. Deutsche Telephon und Kabel setzten ihre Aufwärtsbewegung auf 104 Prvz. fort: AD. für Verkehrswesen eröffneten 1.5 Proz. höher. Deutsche Anleihen lagen vereinzelt unregelmäßig. Aeubesitzanleihe besonders gegen den gestrigen TogeSstand schwach. Ausländer geschästSIos. Bosnier setzten ihre AufwärtSbewegung weiter fort. Pfandbriefe ruhig und eher schwacher. 'Der Geldmarkt war weiter sehr leicht Tagesgeld 2,75 bis 5 Prozent: Monatsgeld 4.75 bi» 6; Warenwechsel 4.25 Prozent. Rach den ersten Kursen war die Entwicklung bei weiter geringen Umsätzen nicht ganz einheitlich. Man konnte Veränderungen bi6 zu 1 Proz. nach beiden Seiten seststellen. Reichsbankanteile gingen erneut um 1,5 Prozent zurück.
Frankfurter Lchlachtvichmarkt.
Frankfurt a. M., 12. Juni. Auftrieb: 38 Rinder, 486 Kälber, 35 Schafe und 596 Schweine. ES kosteten- Kälber: beste Mast- und Saugkälber 84 bis 89 Mk., mittlere Mast- und Saugkälber 79 bis 83. geringe Kälber 70 bis 78. Schafe: Mastlämmer und jüngere Masthämmel (Weidemast) 45 bis 52 Mk. Schweine: Richt notiert. Marktverlauf: Kälber anfangs rege, zum Schluß stark abflauend, ausverkauft. Beste Kälber über Rotiz Schweine ruhig, Ueberstand.
Vermischtes.
Der Luftverkehr mit dem Osten.
Die deutschen Bemühungen, unsere besondere geographische Lage zum Ausbau eines Weltslugnetze» vor allem nach der asiatischen Seite hin auezu- nutzen, haben in der letzten Zeit zwar den erfolgreichen 'Abschluß eines Lustverkehrsabkommens mit der chinesischen Regierung zu verzeichnen, aber es ist nicht gelungen, mit R u ß l a n d zu einer Verständigung zu gelangen, die Voraussetzung für die praktische Auswertung der deutsch chinesischen Vereinbarung ist. B i s M o s k a u ist durch den aemcin- samen deutsch-russischen Luftdienst der D e r u • Luft die Linie nach Asien zwar schon vorgebaut,' aber der größer^ Teil der Strecke, der dann folgt, ist noch ganz unbeflogen oder wird von den Russen selber nur in eingeschränktem Umfange bis Irkutsk dem Luftverkehr dienstbar gemacht. Alle Verhandlungen scheitern nicht nur an den politischen Schwierigkeiten zwischen Deutschland und Rußland, sondern auch an den für Deutschland untragbaren finanziellen Forderungen von russischer Seite. Die Russen verlangen nämlich, daß die deutsche Gesellschaft auf russischem Territorium d i e gesamte Bodenorganisation auf eigene 53 o ft e n anlegcn soll, die dann nach einem Zeitpunkt von etwa zwanzig Fahren b e • dingungslos an Rußland verfällt. Da es fid) zudem noch um die Einrichtung von Nacht- flug st recken handelt, würden die Kosten, die Deutschland noch dem russischen Vorschlag allein tragen soll, außerordentlich hoch werden. Trotz der fast unannehmbaren russischen Bedingungen wird man aber versuchen, zu einem den deutschen Interessen erträglichen Abkommen zu gelangen. Das deutsch- chinesische Abkommen sieht die Schaffung einer besonderen Gesellschaft mit deutscher und z chinesischer Kapitalbeteiligung vor. Die Ratifizierung von selten der chinesischen Regierung und der Deutschen Luft-Hansa steht noch aus und wird wohl von dem 2Jusganp der mit Moskau zu führenhen Verhand- largen über die Schließung der russischen Lücke abhängig gemacht werden.
Briefkasten der Redaktion.
(Rechtsgutachtcn sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)
Rr. 100 Reiskirchen. Sie sind verpflichtet, Ihre Tochter zur Krankenkasse anzumeldcn. Hinsichtlich der Unterhaltungskosten für in Ihrer Landwirtschaft mitarbeitende Familienangehörige besteht nach einer Anordnung des Rcichsfinanz- ministers die Möglichkeit der Anrechnung bei der Feststellung des Einkommens aus der Landwirtschaft. Jedoch ist ein Rechtsanspruch dafür nicht gegeben. Wenden Sie sich wegen näherer Auskunft direkt an das Finanzamt Gießen.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4,5 o. $)., Lombardzinsfuß 5,5 o. H.
Frankfurt a. 271.
Berlin
C5<Mu$».
i-ute-
Schluß- Anfang.
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Datum
12 6-
11 6-
12 6.
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—
—
88,5
—
üon 1 ........
104
_
104
Tculfd>e «nl.-AVlöl.-Lchuld tnti
57,9
Ausios. Rechten.......
57,9
57,6
58
Detgl. ohne Auelos.-Rechte . .
10,1
9,5
9,9
9,5
8% Heg. poINfiaat von 1929 (rüdjaWb. 102%)......
96
—
96
—
C bettelten Provinz - Llnleite mh
56,5
«utlol.'Rechten.......
Teuft die Stumm. SammelabL
—
—
Anleite Serie 1.......
8% Rtantf. Hyv.-Bank «oldpte XH1 unkündbar bte 1934 . .
58
58
—
7% Äton!|. Hop.-Bank ®o!bpfe
94,5
89
—
—
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_
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101
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96,5
—
—
—
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iUanbbncte R. 10......
95,5
—
95,5
—
A.E.S. ab«. Lorlriegö-Lbligatio-
nen, rückzahlbar 1932 .....
96
26
_
4% cestcrreiLische Solbrente . .
26
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4,20% Veste rreichische Stltenente 4% Oelterreichtlche Einheitliche
—
3.6
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2,4
2,35
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23,65
—
23,65
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--
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_
21,7
4% Ungarilche «Tonen tente . . .
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—
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2.3
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6
—
6
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—
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10
—
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—
von 1913 ..........
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—
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—
—
174
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10
—
—
148
—
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. 8
113.13
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Allgemeine Teuritte Utebiianfi
10
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—
115
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10
125.5
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12
170
—
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11
149
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12
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10
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—
155
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138
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. 9
——
—
—
—
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10
—
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16
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—
_
Miag...........10
118,25
—
117
117
Ge br. Roe ter.......10
106
—
—
—
Boigt L Haeftner......S
152
—
152.5
—
Sübteutlcte Zucker .... 10
157,5
—
156.25
—•
Banknoten.
veolscnmarkl Berlin — Frankfurt a. M
Berlin, 11. Juni
PeiB
irlef "
BmerikonUche Noten......
4,17
4 19
Velgstche Noten .......
58,37
58 61
Tantiche Roten ........
111.78
112 22
8ngst|che Noten........
20.315
20.395
nrän,oli|che Noten.......
16.42
16 48
Holländische Roten.......
168.06
168.74
Htalienllche Roten........
21.96
22.04
Rorwegilcde No'en.......
111,78
112.22
Trutsch-Leiterreich, i 100 Schilling
59,13
59.37
SiumdnllAr Noten.......
2,465
2.485
Lchweoilche Roten.......
112,20
112.67
CchweUer Roten . .......
81.04
81 34
Epanische Noten . .......
richechollowakische Roten.....
50,10
12.425
50 30 12,485
Ungarische Noten........
73,02
73.32
11 Juni
12 Juni
Amillchr
Gelb
Ronerung Arte'
«miiidM Jioncrunq
Selb
23rte'
rimfL-'Hott.
168.34
168.68
168,31
168.65
Bvrn.'Atre»
1.578
1,582
1.573
1 577
Brst.-Sntw-
58.425
58.545
58.41
58.53
Christian ta.
112,05
112.27
112.01
112,23
.sropenhagrn
112.06
112.23
112,02
112,24
Clockdolm -
112,42
112,64
112.35
112.57
HelstngiorS.
10.543
10.563
10,543
10.563
fitalten. . . London. . . Renvork . .
21,925
21.965
21.93
21,97
20,343
20.383
20.339
20.379
4,188
4 196
4,187
4.195
PonS. . . .
16,44
16.48
16,43
16,47
Schweiz . .
81.15
81,31
81,13
81.29
Spanten .
50,15
50,27
49.30
49.40
Japan - . . «io de ?<HL
2,069
2,073
2,070
2,074
0,490
0,492
0,482
0,484
Sten in T - Left- Qbgefl
59,09
59.21
59,07
59,19
Prag - . . . Stell tob . .
12,425
12,445
12 44
12-49
7.406
7,420
7,408
7,422
Budapest. .
73,21
73,35
73.21
73.35
Bulgarien.
3,035
3,041
3,035
3,041
L'stabon . .
18,80
18,84
18,82
18,86
Tanrig... . Äonftantm.
81,33
81,49
81,32
81.43
1.785
1,789
1,784
1.789
Sitten. . .
5,425
5,435
5,425
5,435
Lanada . .
4.185
4.193
4,'89
4,192
Uruguay. .
3,776
3,784
3,756
3.764
Kairo . . .
20.865
20.905
20,86
20,90


