Ausgabe 
12.6.1930
 
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SolmS-Laubach, sowie Oberkirchenrat Wagner, der Superintendent für Oberhessen, wohnten der Feier bei. Aach Eröffnung durch Posaunenvor­träge des Thors von Dorf-Till unter Leitung feine» Ehormeisters Mefserschmidt und Ge­meindegesang hielt Pfarrer Haas (Frankfurt am Aloin, auf Grund des Dibelwortes Johanne» 15, Der» 2627, die Predigt, während der zweite Redner. Oberpsarrer Schäfer. Michelstadt i. O.. über Matthäus 6. Der» 13 predigte? Beide Red­ner hinterließen tiefen Eindruck. Der Posaunen­chor Dors-Gill, der auch die Begleitung der Ge­meindegesänge übernommen hatte, schloß die Feier.

2n der Aachversammlung vor der Kloster« kapelle begrüßte zunächst Pfarrer Lenz, Gießen, die Gäste und erstattete den Jahresbericht, aus dem zu ersehen war, daß im letzten Jahre 42 Kinder durch das Rettungshaus gegangen sind: ihre Zahl ist inzwischen.aus 28 gesunken. Die An­stalt, die im Jahre 1847 gegründet wurde, hat schwer unter den derzeitigen Verhältnissen zu lei­den: trotzdem war eS möglich, kleine bauliche Deränderungen vorzunehmen. Der Redner dankte allen, die durch Geld und Aaturalien das Ret­tungshaus unterstützt haben. Pfarrer Haas lehnte' sein Schlußwort an Lukas 10, BerS 12

an, und Lehrer Rah (Ober-Hörgern, sprach do» Schluhgebet.

Kunst und Wissenschaft.

Dersteigerung der Fizdvr-Eammlung.

Wien. 11.Juni. (WTB ) Die Versteige­rung des ersten Teils der berühmten Kunst­sammlung F i g d o r hat heute unter überaus großer Beteiligung von Interessenten, besonders von Galeriedircktoren und Kunsthändlern aus dem Auslande, im Militärkasino am Schwarzen­bergplatz begonnen. Sin Dildteppich aus Tournai ..Die große Derichtsszene", »weite Hälfte dcS 15. Jahrhunderts, den höchsten Preis mit 700 000 Schilling (etwa 420 000 Mk.) erreicht. Er ist von dem Kopenhagener Museum erworben worden. DaS Gesamtergebnis der heutigen Bor- mittagsauktion betrug 2 545 000 Schilling pluS 20 Prozent Aufgeld. daS sind rund 3 Millionen Schilling.

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bi. 12.30 Uhr. 16 bl. 17 Uhr Samstag nachmittag geschlossen.

Wirsschast.

Oie Arbeitsmarltlage im Reich.

Die Belastung deS Arbeitsmarktes und der Arbeitslosenversicherung hat in der Zeit vom 16. bis 31. Mai noch langsamer als in der ersten Hälfte des Monats abgenommen. Einem R ü ck- gang in der Zahl der HauptunterstühungS- einpfänger in der Arbeitslosenversicherung um nicht ganz 80 000 gegenüber 130 000 im vorigen Derichtsabschnitt i steht ein verstärkter Zuwachs der Krisenunterstützung um rund 15 000 gegenüber. Auch die Zahl der Arbeits­suchenden hat nur rund 63 000 abgenommen. Am 31 Mai wurden in der Arbeitslosenversicherung 1 550 900, in der Krisenunterstühung 338 338 Hauptunterstühungsempfänger gezählt. An ver­fügbaren Arbeitssuchenden waren Ende Mai bei den Arbeitsämtern noch rund 2 6 8 9 0 0 0 gemeldet. Hiervon müssen, nach Abzug der noch in gekündigter oder ungekündigter Stel­lung oder in Aotstandsarbcit Befindlichen, rund 2 6 3 7 0 0 0 als arbeitslos gelten. Der Un­terschied dieser Zahl gegenüber dem Vorjahre, der Mitte Mai etwa 1,2 Millionen betrug, ist auf beinahe 1 290 000 angewachsen.

81,7 Millionen Dollar deutsche Schifsahrtsfreigabegelder. Zu dem Schiedsspruch über die Entschä­digung für die in Amerika beschlag­nahmten deutschen Schiffe teilt der Aorddeutsche Lloyd u. a. mit: Der für die Ge- samttonnagc als Entschädigung festgesetzte Be­trag von 73,234 Millionen Dollar stellt den Wert per Januar 1929 dar, so daß bei Bewertung Ultimo 1930 noch ein Zuschlag von 2 mal 5 Proz. für Zinsen zu berücksichtigen ist, womit die Ge­samtsumme auf 81 667 300 Dollar anwächst. Aach den für die Bewertung vorliegenden Unter­lagen ist anzunehmen, daß auf Hapag und Lloyd zusammen etwa 94 Prozent der Gesamtentschädi- gung fallen werden. Don den auf Hapag und Lloyd entfallenden Beträgen entfällt voraus­sichtlich ein Betrag von etwa 40 Proz. auf Lloyd und-von etwa 60 Pro;, auf Hapag. Dieser Umstand ist bei dem Gemeinschastsvertrog Ha­pag-Lloyd bereits voll berücksichtigt, da Mehr- investierungen des Lloyd in Beteiligungen und in seinen Großschiffen damit ihren Ausgleich finden.

Zweifellos bringt die Freigabeentschridung für die beiden größten deutschen Schiffahrtsgesell­schaften eine erhebliche Entlastung ihrer Bilanz, die gerade bei dem Aorddeutschen Lloyd durch den Bau der beiden großen Passagierdampfer Bremen" undEuropa" recht angespannt ist. In der Bilanz des Aorddeutschen Lloyd wurden Gläubiger mit 74,9 Millionen Mark ausgewiesen, auch die Hapag hatte auf Freigabegelder im Doraus einen Kredit von rund 19 Millionen Dollar ausgenommen.

Durch die Freigabegelder erfahren die Re­serven beider Gesellschaften eine wesentliche Stär­kung und selbstverständlich erhöht sich dadurch die Aktionsfähigkeit beider Gesellschaften, was bei den bestehenden Echiffahrtsverhältnissen der Welt von ausschlaggebender Bedeutung ist. Die

beiden Gesellschaften werden in der Lage sein, ihre zu hohen Zinssätzen abgeschlossenen Bank­kredite aozulösen. Die Aktionäre haben natür­lich auch ein großes Interesse an einer Beteili­gung an den Freigabegcld^rn, doch scheint es so, als ob die Derwaltungen erst einmal die weitere Entwicklung der Interessengemeinschaft Hapag-Lloyd, die bekanntlich auf eine sehr enge Grundlage gestellt worden ist, abwarten wol­len, ehe sie an eine eventuelle Ausschüttung an die Aktionäre Herangehen. Wie aus dem Kommunique hervorgeht, wird an einen als­baldigen weiteren Ausbau von Hapag und Lloyd gedacht: dabei handelt cs sich anscheinend um die Angliederung weiterer deutscher Schisfohrts- gesellschaften, wahrscheinlich der Harnburg-Süd und der deutschen Dampfschiffahrtsgesellschaft Hänsa, wodurch die Schlagkraft der Hapag-Lloyd- Urrion noch erhöht werden würde.

* Frankfurter Kreditanstalt A G., Frankfurt a. M. Das Institut erzielte 1929 aus Zinsen Provisionen und Konsortien 350 000 Mark Einnahmen (i. 33. 124 000 Mk. aus Zinsen und Pro­visionen). Davon erforderten Unkosten 161 000 Mk. (195 000 Mk.). Außerdem sind 203 000 () Mk. Rückstellungen auf Debitoren erforderlich. Es ergibt sich ein Verlust von 14 000 Mk. (i. 33. 71000 Mark Verlust, um den sich der Gewinnoortrag vermin­derte). Nach 33errechnung mit dem Gewinnvortrag von 43 000 Mark verbleibt noch ein Ueberschuß von 29 000 Mark, der vorgetragen werden soll. Im Vor­jahre wurden 4 D.f). Dividende gezahlt. Nach dem Bericht war das Jahr 1929 wenig günstig: die Kurscinbrüche hätten die stillen Reserven stark er­mäßigt, wovon im neuen Jahr nur ein kleiner Teil wieder eingcholt werden konnte.

D i e Fusion T r i t o n w e r k e - B a m - berge r, Leroi & C o. Die Tritonwerke AG. (vorm. Ferdinand Müller), Hamburg, beruft auf den 2. Juli eine Generalversammlung ein, die über die Fusion mit der Bamberger, Leroi & Co. AD.. Frankfurt a. M., Beschluß fassen soll. Für das nominell 3 Millionen Mark betragende Ak­tienkapital der Bamberger, Leroi & Co. AG. sollen nominell 1.5 Millionen Mark Triton-Aktien, die in den ersten zwei Jahren nur beschränkt dividendenpflichtig sind, gewährt werden. Da­neben soll das Aktienkapital der Tritonwerke, das nach der Fusion nominell 5 Millionen Mark beträgt, bis um höchstens eine weitere Million Mark zum Zwecke der Kapitalbeschaffung erhöht werden, wovon 500 000 Mk. mit Dividenden- berechtiaung ab 1. Juli 1930 sofort fest von einem Bankenkonsortium unter Führung von Gebrüder Arnhold übernommen werden.

Zellstoff Aschaffenburg. Aach Mit­teilung in der Generalversammlung der AD. für ZeUstofs- und Papierfabrikation, Aschaffenburg (wieder 12 Prozent Dividende) war der Geschäfts­gang Anfang 1930 zunächst noch gut, um später infolge der Krise am Weltmarkt zu stagnieren. Die cingetretenen Preisrückgänge suche man durch Unkostenverminderung auSzugleichen.

' Gelsenkirchener Bergwerks AG.. Gelsenkirchen. 2n der letzten Aussichtsrats­sitzung wurde die Bilanz für den 31. März 1930

vorgelegt, in der die im Geschäftsjahre durch- gefuhrtc Fusion mit der 'Adler AG. für Bergbau und der Essener Steinkohlen-Bcrgwerkc zum Aus­druck kommt. E» wurde beschlossen, der auf den 22. Juli einzuberufcnde Generalversammlung eine Dividende von 8 Prozent in Vorschlag zu bringen. Die Bilanz schließt ab auf beiden Seiten mit 554 565 669 Mk Au» dem einschließlich des Dor- trage» au» dem Dorjahre (6 381 430 Mk.) zur Verfügung stehenden Reingewinn von 26 105 452 Mark wurden 2 100 000 Mk. für Abschreibungen verwandt, zuzüglich weiterer für die Anlagen der Essener Steinkohlen-Bcrgwerke bereit» in der Bilanz enthaltenen Abschreibungen von 5 028 688 Mark. Aach Abzug der Dividende und der lahungSgemäßen AufsichtSratStantieme verbleibt ein Dortrag aus neue Rechnung von 6 618 148 Mk.

* Türkenmoratorium bewilligt Der Derwaltungsrat der Ottomanischen Staatsschuld hat, wie Havas berichtet, in einer am 26. Mai äbgehaltenen Sitzung beschlossen, dem Antrag der türkischen Regierung stattzugeben, wonach sür die Dauer der Untersuchung über die Budget- und Währungslage in der Türkei, die der stellver­tretende Gouverneur der Bank von Frankreich, Rist, führt, die in Artikel 16 de» Abkommens vom 13. Juni 1928 vorgesehenen Transferierungen gestundet und die vorgesehenen Zahlungen an den Derwaltungsrat nur zu einem Drittel geleistet werden, wahrend die restlichen zwei Drittel bis zum Abschluß der Untersuchung der Türkei als Vorschüsse belassen werden.

Frankfurter Börse.

Franksurt a. M., 12. Juni. Tendenz: ab­geschwächt. Aachdem an der gestrigen Abend­börse eine leichte Besserung der Tendenz einge­treten war, machte sich erneut eine A b s ch w ä - ch u n g zu Beginn der heutigen Börse bemerkbar. Dor allem konnte immer noch nicht der durch da» beschlossene Aotopser in die Börse getragene Druck beseitigt werden, da so gut wie keine günstigen Momente auf der anderen Seite vor­handen waren. Der Ordermangel hielt an. Die Kulisse zeigte noch nicht einmal Aeigung, das herauskommende Material aufzunehmen: ob­wohl die heute zur Auflegung gekommene Boung- anleihe schon überzeichnet sein soll, blieb dies ganz ohne Einfluß auf die Tendenz. Das Geschäft bewegte sich in den denkbar eng Ü en Gren­zen. In der Hauptsache verstimmte noch die er­neut schwächere gestrige Aeuyorker Börse. Auch heute kamen Erstnotizen wieder nur in geringem Umfange zustande. Stärker unter Druck eröffneten vor allem Kaliwerte. Salzdetfurth wurden etwa 7 Prozent schwächer taxiert, Westeregeln la­gen 6 Prozent niedriger. Am Elektro­markt kam vorläufig nur eine Aotiz in AEG. minus 2,5 Prozent zustande. Auch der Schiffahrtsmarkt lag bis zu 2 Prozent abae- schwächt. Die endgültige Festsetzung der Freigaoe- fumme wirkte nicht mehr stimulierend. Banken waren wenig verändert. Am Chemiemarkt waren I. G. Farben etwa 3 Prozent schwächer. Am Montanmarkt bestand für Mannesmann einige Rachfrage. ohne daß vorläufig eine Dotierung zustande kam. Die übrigen Werte dieses Mark­tes logen bis zu 1 Prozent gedrückt Am Ren­tenmarkt lagen Alt- und Aeubesitz bis 0,5 Pro­zent niedriger. Schutzgebiete konnten dagegen leicht anziehen. Auch im Verlaufe trat keine Belebung des Geschäftes ein. Die Kurse erfuhren eine weitere Senkung um b i s zu 1 Prozent etwa, doch machten sich später auch vereinzelt Deckungen der Kulisse geltend, so daß die zwi­schendurch eingetretenen Abschwächungen zumeist wieder ausgeglichen werden konnten. Am Geld- merft war Tagesgeld mit 2,5 Prozent unver­ändert leicht. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1919, gegen Pfund 20,364, London gegen Kabel 4,8530, gegen Poris 123,79, gegen Mailand 92,77, gegen Madrid 40,30, gegen Schweiz 25,0660, gegen Holland 12,0830.

Berliner Börse.

Berlin, 12. Juni. Ohne daß eigentlich neue Momente vorlagen, eröffnete die heutige Börse wieder in schwächerer Haltung. Die Ten­denz entwickelte sich im Lause des Tages ähnlich wie gestern. Erholungen des gestrigen Abend- verkeyrs gingen heute vormittag bereits, im Anschluß an das unter starken Schwankungen schwach liegende Aeuyork, wieder verloren, und bei der kleinen Aufnahmeneigung genügten schon geringe Derkoufsaufträge der Kundschaft, um auf fast allen Marktgebieten die Gewinne von gestern abend wieder verlorengehen zu lassen, so daß Rückgänge von ein bis drei Prozent gegen die gestrigen Mittagschlußkurse hervortraten, obwohl der Verlauf in bezug auf die Voung-Anleihe gute Fortschritte zu machen

scheint und der Kurs in Aeudork schon 91 Prozent betragen soll. Piek Tatsache allein konnte der Börsentenden; keine Stütze geben. Auch die nut geringe Arbeitslosenentlastung wurde kaum be­achtet. zumal neue Entlassungen bei den Vereinig­ten Stablwerken gemeldet werden. Der Kurs dieses Papiere» ging daraufhin erstmalig wie­der unter 90 Prozent zurück, »lieber die bereit» erwähnten Verluste bi» zu 3 Prozent hinau» verloren Braubank 5, Reichsdank 4, L. Tietz 4 Pzt., Svenlka 4 Mk., Westeregeln 4. Solzdetsurth 6.25, Aschersleben 3.5. Akkumulatoren 4 und Polvpdvn 9,5 Prozent. Deutsche Telephon und Kabel setzten ihre Aufwärtsbewegung auf 104 Prvz. fort: AD. für Verkehrswesen eröffneten 1.5 Proz. höher. Deutsche Anleihen lagen vereinzelt unregelmäßig. Aeubesitzanleihe besonders gegen den gestrigen TogeSstand schwach. Ausländer geschästSIos. Bos­nier setzten ihre AufwärtSbewegung weiter fort. Pfandbriefe ruhig und eher schwacher. 'Der Geld­markt war weiter sehr leicht Tagesgeld 2,75 bis 5 Prozent: Monatsgeld 4.75 bi» 6; Waren­wechsel 4.25 Prozent. Rach den ersten Kursen war die Entwicklung bei weiter geringen Umsätzen nicht ganz einheitlich. Man konnte Veränderun­gen bi6 zu 1 Proz. nach beiden Seiten seststellen. Reichsbankanteile gingen erneut um 1,5 Prozent zurück.

Frankfurter Lchlachtvichmarkt.

Frankfurt a. M., 12. Juni. Auftrieb: 38 Rinder, 486 Kälber, 35 Schafe und 596 Schweine. ES kosteten- Kälber: beste Mast- und Saug­kälber 84 bis 89 Mk., mittlere Mast- und Saug­kälber 79 bis 83. geringe Kälber 70 bis 78. Schafe: Mastlämmer und jüngere Masthämmel (Weidemast) 45 bis 52 Mk. Schweine: Richt notiert. Marktverlauf: Kälber anfangs rege, zum Schluß stark abflauend, ausverkauft. Beste Kälber über Rotiz Schweine ruhig, Ueberstand.

Vermischtes.

Der Luftverkehr mit dem Osten.

Die deutschen Bemühungen, unsere besondere geo­graphische Lage zum Ausbau eines Weltslugnetze» vor allem nach der asiatischen Seite hin auezu- nutzen, haben in der letzten Zeit zwar den erfolg­reichen 'Abschluß eines Lustverkehrsabkommens mit der chinesischen Regierung zu verzeichnen, aber es ist nicht gelungen, mit R u ß l a n d zu einer Ver­ständigung zu gelangen, die Voraussetzung für die praktische Auswertung der deutsch chinesischen Ver­einbarung ist. B i s M o s k a u ist durch den aemcin- samen deutsch-russischen Luftdienst der D e r u Luft die Linie nach Asien zwar schon vorgebaut,' aber der größer^ Teil der Strecke, der dann folgt, ist noch ganz unbeflogen oder wird von den Russen selber nur in eingeschränktem Umfange bis Irkutsk dem Luftverkehr dienstbar gemacht. Alle Verhandlungen scheitern nicht nur an den politischen Schwierigkeiten zwischen Deutschland und Rußland, sondern auch an den für Deutschland untrag­baren finanziellen Forderungen von russischer Seite. Die Russen verlangen nämlich, daß die deutsche Gesellschaft auf russischem Territorium d i e gesamte Bodenorganisation auf eigene 53 o ft e n anlegcn soll, die dann nach einem Zeitpunkt von etwa zwanzig Fahren b e dingungslos an Rußland verfällt. Da es fid) zudem noch um die Einrichtung von Nacht- flug st recken handelt, würden die Kosten, die Deutschland noch dem russischen Vorschlag allein tra­gen soll, außerordentlich hoch werden. Trotz der fast unannehmbaren russischen Bedingungen wird man aber versuchen, zu einem den deutschen Interessen erträglichen Abkommen zu gelangen. Das deutsch- chinesische Abkommen sieht die Schaffung einer be­sonderen Gesellschaft mit deutscher und z chinesi­scher Kapitalbeteiligung vor. Die Ratifizierung von selten der chinesischen Regierung und der Deutschen Luft-Hansa steht noch aus und wird wohl von dem 2Jusganp der mit Moskau zu führenhen Verhand- largen über die Schließung der russischen Lücke ab­hängig gemacht werden.

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachtcn sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

Rr. 100 Reiskirchen. Sie sind verpflichtet, Ihre Tochter zur Krankenkasse anzumeldcn. Hinsicht­lich der Unterhaltungskosten für in Ihrer Land­wirtschaft mitarbeitende Familienangehörige be­steht nach einer Anordnung des Rcichsfinanz- ministers die Möglichkeit der Anrechnung bei der Feststellung des Einkommens aus der Land­wirtschaft. Jedoch ist ein Rechtsanspruch dafür nicht gegeben. Wenden Sie sich wegen näherer Auskunft direkt an das Finanzamt Gießen.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4,5 o. $)., Lombardzinsfuß 5,5 o. H.

Frankfurt a. 271.

Berlin

C5<Mu$».

i-ute-

Schluß- Anfang.

kur, 1

Rur 4

hirt

Rurt

Datum

12 6-

11 6-

12 6.

6% Leunche öteiaytaiueiiK Bon 1927 .........

7% Deutsche Reich-anleihe

88,5

üon 1 ........

104

_

104

Tculfd>e «nl.-AVlöl.-Lchuld tnti

57,9

Ausios. Rechten.......

57,9

57,6

58

Detgl. ohne Auelos.-Rechte . .

10,1

9,5

9,9

9,5

8% Heg. poINfiaat von 1929 (rüdjaWb. 102%)......

96

96

C bettelten Provinz - Llnleite mh

56,5

«utlol.'Rechten.......

Teuft die Stumm. SammelabL

Anleite Serie 1.......

8% Rtantf. Hyv.-Bank «oldpte XH1 unkündbar bte 1934 . .

58

58

7% Äton!|. Hop.-Bank ®o!bpfe

94,5

89

4H% Rteintjcke Hvp.-Banr

2iqu. (bolbpfe.........

_

8% Br. £<nite*plantbrie|anftaH.

Psandpriete «.17......

101

100,25

8% Pr üanbeHManbbriefanfiall,

»cmm.-Cbl.'!. »0......

96,5

7% Pr. SanbetpfanbtetefanftalL

iUanbbncte R. 10......

95,5

95,5

A.E.S. ab«. Lorlriegö-Lbligatio-

nen, rückzahlbar 1932 .....

96

26

_

4% cestcrreiLische Solbrente . .

26

4,20% Veste rreichische Stltenente 4% Oelterreichtlche Einheitliche

3.6

3.«

Renke...........

2,4

2,35

<% Ungari|che Sold renke ....

23,65

23,65

4% Ungarilche Llaattrenke v. 1910

--

41.c h'-Ml jort 1913.....

_

21,7

4% Ungarilche «Tonen tente . . .

2,35

2.35

2.3

4% Xürtiidje Zollanleite von 1911

4% Zürfiid)- Bagbadbahn-Anl

6

6

(Serie I...........

6

4% teSgl. Serie II ...... .

5% «umäniitte vereinh. Rente

6,2

Bon 1903 ..........

<y,% Rumänische veretnh. Rente

10

10,2

von 1913 ..........

17,25

8,15

17,25

8,1

17,25

4% Rumänische vereinh. Rente .

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Votum

11 6

12 6

11 6

12 6

Oambuig.iflmenla Parei . .

, «

110.25

110,5

110

Hamburg-Süba m. Dampslchiss

. 8

174

Hanta tampffctufl.....

10

148

Norddeutscher Llovb ....

. 8

113.13

111,25

111,25

110

Allgemeine Teuritte Utebiianfi

10

114,5

115

114.75

Barmer Bankverein ....

10

125.5

125,5

125.5

125.5

Berliner Handelegetelllckiail .

12

170

170

170

Commerz» und Privak-Bank .

11

149

148,5

149

148.5

Tarmiläbker und Rationalbank £ cuttete Bank und

12

226.5

226

224.5

DUeonM-Otetelllchaft, . . .

10

139,5

139

139

139 5

Dresdner Bank......

10

140.5

140

140

Reichsbank.....

12

284

284

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?! (V (B .......

. 8

160

157.5

159.5

158

Bergmann........

. 9

185.25

185.25

Hein. Lieserung»-etell|chast.

Licht und Uralt......

10

10

157,5

149

156

gelten 6 »uOlraume . . .

7Vi

119

118.5

118.13

ätefenitbafl kür Dekrets che Unietnebmunaen ....

10

155,75

155

155

Hamburger Elektrizität^-Werke 10

*

137.5

138

belntlite iUetnUiut . . .

. 9

Lchlelilche (Eetmjitäl.....

10

160

157.5

Tchuckert & Co.......

11

-

173.5

173

Sternen» S Hallte.....

16

239.5

236 5

Trantradio........

. e

120

Lahme yer & Co.......

IC

168

Bube tu».........

. 6

76

74

75,5

Deutsche Erdöl ......

. t

95.13

95,13

Eilener Steinkohle.....

. 8

Geilenkirchener......

. 8

134

134.25

135

Harren er . .......

. 0

124

124,13

124

Hoelch .............

h

101

Ilse Bergbau.......

10

224

224

100

100

100

Aoln-Reuelsen - . . .

99

98

Mannesmann-Röhren . . .

. 1

100

99.25

99

Manttelber Bergbau ....

. 7

69.5

69,13

CberidrieL Ciienbebarf . . .

. b

L bersch! es. «otewerte....

. 7

105.25

107,4

Phönix Bergbau......

Rheinische Braunkohlen . .

10

92,25

92.25

225

90.5

222.25

Rtetnstabi........

. 6

117

116

116,5

116

Ricbeck Montan......

7,2

107,5

-

Frankfurt a. M. |

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Gchlutes tur« !

1-Ubr- Aur#

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Datura

11 6

12- 6

11 6

12 6

rietruugie Llahlwerke ....

Liavi Mrnen......16/,

91,5

91,25

89.75

49.5

83 9

Kaliwerke 'Tlfttetiteben ... 1<?

217

213.5

Kaliwerke SSesterrgeln . . . ll

221

219,5

215.5

Kaliwerke Lalztetfurkh . . . 15

402

401.75

395.5

I. 0. harten-Industrie ... 11

Tonorntt Rotel.......f

169.9

167

168.4

166.6

87

83.9

EcheiteanstolU........k-

150.25

Goldschmidt........5

60

59.75

53,75

Nütgerlwerke........1

65

65.75

65.5

Metallgetelllchaft. ...... 8

117

116,5

117,75

117

Philipp Hostmann......7

97,75

98

Zementwerk Heidelberg . . 10

Cementwetf Karlstadt. ... 10

-

116

Davtz L Frei,lag......d

84.25

85,75

Lchulttete Patzenholer ... 15

312

308

Cftwerfe.........1?

257.25

253

Slku...........1k

97.5

96,25

95.75

Bem berg.........1«

112

109.75

109.25

Lellftvll Salbhol .... IS1/,

165

136

163.5

136.75

162

Zelllloll Alchaslenbnrg ... 11

Lbarloitenburger Ballet ... 6

101.75

100,6

Tellauer (Bas........i'

156.25

155.5

Talmter Motoren......0

36 25

36,5

Teutsche Linoleum.....-

230

231

229

Maschinenbau 9L-@......0

49 25

49,25

Rat. lutomobU . ...... 0

-

18,4

18

Ctenftein & Koppel ..... 6

74

72.25

Leonbarb lieg......10

151

Soentka...........

320

317

313

Frankfurter Maschinen .... 4

26,5

-

27

-

Grr-ner..........6

36.5

37

-

Heoltaenstaedt .......0

Jung Han«..........6

41,25

-

40,25

-

Lechwerke..........8

97.9

Mainkrastwerke Höchst a. M.. . 8

86

_

Miag...........10

118,25

117

117

Ge br. Roe ter.......10

106

Boigt L Haeftner......S

152

152.5

Sübteutlcte Zucker .... 10

157,5

156.25

Banknoten.

veolscnmarkl Berlin Frankfurt a. M

Berlin, 11. Juni

PeiB

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BmerikonUche Noten......

4,17

4 19

Velgstche Noten .......

58,37

58 61

Tantiche Roten ........

111.78

112 22

8ngst|che Noten........

20.315

20.395

nrän,oli|che Noten.......

16.42

16 48

Holländische Roten.......

168.06

168.74

Htalienllche Roten........

21.96

22.04

Rorwegilcde No'en.......

111,78

112.22

Trutsch-Leiterreich, i 100 Schilling

59,13

59.37

SiumdnllAr Noten.......

2,465

2.485

Lchweoilche Roten.......

112,20

112.67

CchweUer Roten . .......

81.04

81 34

Epanische Noten . .......

richechollowakische Roten.....

50,10

12.425

50 30 12,485

Ungarische Noten........

73,02

73.32

11 Juni

12 Juni

Amillchr

Gelb

Ronerung Arte'

«miiidM Jioncrunq

Selb

23rte'

rimfL-'Hott.

168.34

168.68

168,31

168.65

Bvrn.'Atre»

1.578

1,582

1.573

1 577

Brst.-Sntw-

58.425

58.545

58.41

58.53

Christian ta.

112,05

112.27

112.01

112,23

.sropenhagrn

112.06

112.23

112,02

112,24

Clockdolm -

112,42

112,64

112.35

112.57

HelstngiorS.

10.543

10.563

10,543

10.563

fitalten. . . London. . . Renvork . .

21,925

21.965

21.93

21,97

20,343

20.383

20.339

20.379

4,188

4 196

4,187

4.195

PonS. . . .

16,44

16.48

16,43

16,47

Schweiz . .

81.15

81,31

81,13

81.29

Spanten .

50,15

50,27

49.30

49.40

Japan - . . «io de ?<HL

2,069

2,073

2,070

2,074

0,490

0,492

0,482

0,484

Sten in T - Left- Qbgefl

59,09

59.21

59,07

59,19

Prag - . . . Stell tob . .

12,425

12,445

12 44

12-49

7.406

7,420

7,408

7,422

Budapest. .

73,21

73,35

73.21

73.35

Bulgarien.

3,035

3,041

3,035

3,041

L'stabon . .

18,80

18,84

18,82

18,86

Tanrig... . Äonftantm.

81,33

81,49

81,32

81.43

1.785

1,789

1,784

1.789

Sitten. . .

5,425

5,435

5,425

5,435

Lanada . .

4.185

4.193

4,'89

4,192

Uruguay. .

3,776

3,784

3,756

3.764

Kairo . . .

20.865

20.905

20,86

20,90