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Wochenbericht vom Frankfurter Produktenmarkt.

Die Frankfurter Getreidebörse eröffnete die neue Woche in abgeschwächter Haltung. Hin­sichtlich der Getreidezöl.e war man weiter sehr " zurückhaltend. Auch das Auftreten Rußlands als Verkäufer am Welrgetreidemarkt und die schwache Veranlagung desselben verstimmte stark. Die Um- sahtätigkeit war unbedeutend.

Inlandsweizen war besonders aus Bayern stärker angeboten und fand zu ermäßig­ten. Preisen nur schlecht Unterkunft. Auch Ge­rüchte von einer Richterhöhung des Wcizenzolls wirkten verstimmend. Auslanosweizen vernach­lässigt. Doggen war weiter ziemlich stark an­geboten, und infolge des schwachen Mehlgeschäf­tes konnte sich auch hier kaum Geschäft entwickeln. Das Wehl geschäft war im Einklang mit der flauen Haltung am Vrotgetreidemarkt außer­ordentlich schlecht. Weizenmehle konnten ihren Preisstand zwar gut behaupten, während Dog­genmehl weiter zur Schwäche neigte. G e r st e hatte in guten Drauqualitäten vereinzeltes Ge­schäft zu verzeichnen, während Futtergcrste ver­nachlässigt war. Hafer und Mais im Zu­sammenhang mit der matten Haltung des Fut­termittel Marktes vernachlässigt und schwächer. Das Geschäft war weiter sehr klein. Hülsenfrüchte, Rauhfuttermittel und Kartoffel unverändert. Auch zum Wochenschluh war die Stimmung wei­ter schwach. Bei unbedeutendem Geschäft gaben die Preise erneut etwas nach.

Im Verg'eich mit den Preisen der letzten Woche erlitt Roggenmehl mit minus 1,25 Mk. einen stärkeren Verlust. Weizen, Roggen und Weizen­kleie gaben bis zu einer halben Mark, Hafer, Mais und Roggenkleie eine viertel Mark nach, dagegen konnten sich Gerste und Weizenmehle um eine viertel Mark befestigen. Die Woche schloß zu folgenden Dotierungen: Weizen 26,50 bis 26,75, Roggen 18,50 bis 18,65, Gerste 20.00 bis 20,25, Hafer 17,75 bis 18,00, Mais 17,75; Weizen­mehl südd. 39,75 bis 40,25, Weizenmehl nieder- rheinisches 39,75 bis 40,25, Roggenmehl 26,75 bis 27,75, Weizenkleie 9,15, Roggenkleie 9,50; Erbsen je nach Qualität für Speisezwecke 31.00 bis 44,00, Linsen je nach Qualität für Speisezwecke 55,00 bis 100,00; Heu südd., gut, gesund, trocken 10,50, Weizen- und Roggenstroh drahtgepreßt und ge­bündelt 5,50 bis 5,80, Treber getrocknet 14,50 bis 14,75. Kartoffel je 50 Kilogramm Fracht­parität Frankfurt a. M. bei Waggonbezug: In­dustriekartoffel hiesiger Gegend 3,30 Mk.

Wochenbericht

vom Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Der Frankfurter Schlachtviehmarkt stand in dieser Woche im Zeichen eines allgemein stärkeren Auftriebs, so daß sich das Ge­schäft nur schlecht entwickeln konnte. Dur fettend des Exports ^ahte sich wieder starke Dachfrage geltend, während die Metzger nur wenig Ware aus dem Ma.lle genommen haben sollen. Auf dem Dindermarkt war der Au't"ieb etwas stärker als in der Vorwoche. Dach ruh'gern Ge­schäft und teilweise etwas nachgesenden Preisen verblieb UeLerstand. Auf dem Schweine- markt war die Beschickung erheblich größer; der Markt konnte jedoch geräumt werden. Das Ge­schäft war aber sehr ruhig. Kälber und Schafe verzeichneten trotz des starken Auftrie­bes recht reges Geschäft. Bei Kälbern gaben die Preise bis zu 4 Mark nach, während Schafe eine Mark gewinnen konnten. Der Ce'amtaustrieb bestand aus 1570 Rindern; darunter befanden sich 356 Ochsen, 89 Bullen, 556 Kühe und 394 Färsen, ferner aus 1677 Kälbern, 563 Schafen und 5336 Schweinen. Im Vergleich mit dem Austrieb der vergangenen Woche waren 86 Rinder, 263 Käl­ber, 236 Schafe und 1270 Schweine mehr ange­trieben.

Bezahlt wurden pro Zentner Lebendgewicht in Mark. Ochsen: al) 56 bis 53, a2) 50 bis 54, bl) 45 bis 49. Dullen: a) 56 bis 53, b) 52 bis 55. Kühe: a) 46 bis 49, b) 42 bis 44, c) 36 bis 41,

d) 28 bis 35. Färsen: a) 57 bis 59, b) 53 bis 56,

c) 48 bis 52. Kälber: b) 80 bis 84, c) 75 bis 79,

d) 68 bis 74. Schafe: al) 47 bis 50, b) 40 bis 46.

Schweine: b) 82 bis 84, c) 83 bis 85, d) 83 bis 85, e) 50 bis 83. Verglichen mit den Dotierungen der letzten Woche gaben Ochfen, Dullen und Färsen je 1 Mk., Käloer bis 4 Mk. und Schweine von 1 bis 2 Mark nach, während Schafe 1 Mk. anziehen konnten.

*

Drauerei Henninger-Kempff- Stern A. - G., Frankfurt a. M. Die Ge­sellschaft erzielte im Geschäftsjahr 1928/29 einen

Bruttogewinn von 8 003 000 (7 744 000) AN., wo^on Unkosten 4 6-0 500 (4594 OjO) Mk., Steuern 2 413 000 (2 2.3 000) Mk. und Abschreibungen 227 000 (213 000) Mk. beanspruchten. Aus dem einschl. 66 000 (66 000) Wk. Vortrag verbleibenden Reingewinn von 750 000 (740 000) Mk. sollen wieder 10 Prozent Dividende auf 3 900 000 Mk. Stammaktien, 7 Prozent auf die 12 000 Mk. Vor­zugsaktien verteilt, 15 000 (16 000) Mk. für Wohl­fahrtszwecke verwendet, 200 000 (200 000) Mk. den Reserven überwiesen und nach Ausschüttung von 61 000 (61 000) Mk. Tantiemen die restlichen 77 000 (66 000) Mk. vorgetragen werden. Dach dem Bericht war der Biecabsah 1923/29 int gan­zen günstiger als im Vorjahr. Im neuen Jahre war der Dierabsah anfangs recht gut, ab Do- vember machte sich aber die verschlechterte Wirt­schaftslage bemerkbar. (Generalversammlung am 28. Januar.)

* Hensche l & Sohn, AG., Kassel. Die in mittel» und westdeutschen Gebieten umlaufenden Gerüchte, wonach die Henschel & Sohn AG., Kassel, den Automobilbau aufgeben wolle, sind, wie dem WTD.-Handelsdienst von maßgebender Seite erklärt wird, unzutreffend. Cs ist vielmehr beabsichtigt, das Kraftwagengeschäft im In- und Ausland weiter auszubauen. Offenbar seien die falschen Gerüchte durch Mißverständnisse über Verhandlungen der Henschel AG. mit Linke- Hofmann entstanden. Hiernach habe Henschel Ar­beitsaufträge für Linke-Hofmann, wie Aufbauten von Omnibussen und Lastwagen in Aussicht ge­stellt, während die Omnibus-Fahrgestelle und die normalen Lastwagen nach wie vor in Kassel hergestellt werden sollten. Wie WTD.-Han- delsdienst weiter erfährt, haben in diesen Tagen Verhandlungen unter Führung der Deutschen Dank und Disconto-Gesellschaft stattgefunöett, die zu einer befriedigenden Lösung der Frage Hen­schel-Maffei geführt haben. Cs hat den Anschein, als ob die Frage bereits einer prinzipiellen Einigung nahegebracht worden ist, die selbst­verständlich noch durch Verhandlungen im ein­zelnen ergänzt werden muß.

* Vereinigte We st deutsche Wag­gonfabriken A. G., Köln. Die H-V. der Vere'n'gten Westd utfchen W'g^cnfabr k n A. G. in Köln erledigte widerspruchslos die Regularien und setzte die Dividende auf 7 Proz. fest. Gene­raldirektor Kotten machte längere Ausfüh­rungen über die Rationalisierung in der Waq- gonindustrie. Aus seinen Ausführungen ist für die Zusammenfassung der Waggonindustrie zu entnehmen, daß von der Westwaggon weitere Zusammenschlüsse gewünscht werden.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 11. Jan. Tendenz: fest. Auch zum Wochenschluß roar die Tendenz an der Frankfurter Börse f e st. Die Spekulation zeigte, an- gereyt durch die unverändert günstigen Geldmarkt­verhältnisse und die Hoffnungen auf einen guten Abschluß der Haager Konferenz, weiter Interesse. Der zuversichtliche Monatsbericht der Dresdner Bank und einige andere günstige Momente waren Motive, die zur Besserung der Börsensituation bei­trugen. Trotz einiger verstimmender Momente war die Börse heute ziemlicb lebhaft, da wieder Aufträge in erheblichem Umfange eintrafen. Die unveränderte Lage veranlaßte die Spekulation, zu Rückdeckungen zu schreiten; die Baisseposition mußte größtenteils aufgegeben werden. Gegenüber der gestrigen Abendvörse ergaben sich bei Fortsetzung der Haussebewegung erneut leichte, ja teilweise er­hebliche Gewinne. Im Vordergrund standen Elektro- aktien, und A.E.G. gewannen 3 o. H., Licht und Kraft 3,5 v. H., Felten und Schuckert je 2 v. H. und Siemens 4 v. H. Am Chemiemarkt eröffneten I.-G.- Farben 1 v. H. fester, nachdem dieses Papier schon gestern abend 2 v. H. gewinnen konnte. Deutsche Erdöl und Goldschmidt lagen bis 2 v. H. fester. Montanwerte standen heute etwas im Hintergrund, doch ergaben sich überwiegend Besserungen bis zu 1 v. H. Leicht gedrückt waren nur Phönix und Stahl- oerein. Bis zu 1,5 v. H. anziehen konnten noch Bau- aktien, Zellstoffpapiere, Metallgesellschaft und Daim­ler. Deutsche Linoleum lagen zur Erstnotiz etwas niedriger. Ebenso war der Schiffahrtsmarkt erneut etwas reger, Hapag gewannen 1 v. H.; dagegen Io­nen Norddeutscher Lloyd erneut etwas niedriger. I. G. Chemie-Bafel, die heute erstmalig amtlich notiert wurden, konnten bei reger Nachfrage zirka 4 v. H. anziehen. Renten freundlich. Auch im Verlaufe blieb das Geschäft unter Führung von Elektroaktien leb­haft, bei erneuten Erholungen bis zu 2 v. H. Die übrigen Märkte lagen etwas stiller, aber auch hier wurden gegen Anfang weitere Gewinne erzielt. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 6,5 v. H. höher. Am Devisenmarkt war Madrid mit zirka 37,30 weiter etwas erhöht. Sonst nannte man Mark gegen Dol­

lar 4 8050, gegen Pfund 20,3940, London gegen Ka­bel 4,87, gegen Paris 123,91, gegen Mailand 93,0925, gegen Schweiz 25,1325, gegen Holland 12,09.

Berliner Börse

Berlin, 11. Ian. Die feste Stimmung erfuhr keinerlei Unterbrechung, und schon im heutigen Bor- mittagsoeriehr ließen sich neue Steigerungen erwarten. Vorbörslich taxierte die Spekulation all- gemein höhere Kurse; d.e offiziellen ersten Notie- rungen dingen aber teilweise noch recht erheblich über diese Erwartungen hinaus. Der optimistische Monatsbericht der Dresdner Bank, das unverändert flüssige Aussehen des Geldmarktes, politische Er­örterungen über deutsch-französische Zusammenarbeit in finanzpolitischen Dingen, die Goldzuflüsse bei der Bank von England und endlich der erwartete gün­stige Abschluß der Haager Konferenz boten der Stimmung eine Anregung, während die Deckungen der Spekulation und eintreffende Auslandkäufe das Aursniveau heben konnten. Durch Festigkeit fielen neben Farben, bei denen die heutige Einführung der I. G. Chemie-Basel anregte, deren Eröffnungs­kurs auf 200 o. H. taxiert wird, vor allem der Schiffahrtsmarkt, der Elektromarkt auf Hier waren Gewinne bis zu 4 v. H. die Regel. Darüber hinaus gewannen Werte wie Polyphon 8,75 v. H., Schubert & Salier 8,5 v. H., Siemens 5,5 v. H., Mannes­mann 6 v. H. und Deutsche Linoleum 4,5 v. H. Auch der Bankenmarkt lag mit Steigerungen bis zu 3 v. H. bemerkenswert fest. Polyphon, Berliner und Chemische Heyden notierten plus-plus. Lediglich Ee- bräder Felten mit einem Verlust von 2 v. H. fielen aus dem üblichen Rahmen. Deutsche Anleihen freundlich. Ausländer wenig verändert. Pfandbrief- markt weiter freundlich, aber vorläufig noch unent­wickelt. Der Geldmarkt bei Sätzen für Tagesgeld von 5,5 bis 7,5 und für Monatsgeld von 8,25 bis 9,5 v. H. leicht anziehend. Nach den ersten Kursen hielt die feste Stimmung an, obwohl die Spekula­tion zu Gewinnmitnahmen schritt, so daß die Auf­wärtsbewegung sich voll behaupten konnte und wei­tere Erholungen ein weiteres Anziehen der Kurse bis zu 2 v. H. einbrachten. Die Hauptmärkte lagen heute durchweg etwas lebhafter. Im Verlaufe war auch weiter der Elektromarkt führend, während der Montanmarkt eine Kleinigkeit ruhiger lag. Stöhr, Ille Bergbau, Danatbank ufw. fanden stärkere Be­achtung.

Daten für Sonntag, 12. Januar.

(Sonnenaufgang: 8.01 Uhr, (Sonnenuntergang: 16.15 Uhr. Mondaufgang: 13.12 Uhr, Mond­untergang: 5.45 Uhr.

1877: der Botaniker Wilhelm Hofmeister in Leipzig gestorben (geboren 1824).

Taten für Montag, 13 Januar.

1680: George Fox. Stifter der Gesellschaft der Freunde (Quäker) in London gestorben (geboren 1624). 1749: der Dichter Friedrich Müller (Maler Müller) in Kreuznach geboren (gestorben 1825). 1859: der Schriftsteiler Karl Dleibtreu in Berlin geboren (gestorben 1928).

Turnen, Gpori und Spiel.

Weli-Wnierspiele in Davos.

Die II. A k a d. We l t-W i n t e r f p i e l e in Davos wurden am Freitag mit dem Eis­schnelläufen fortgesetzt, das Claes Thun- berg über 500 Meter in 43,6 Sekunden und über 1500 Meter in 2:18,1 Min. vor seinem Rivalen Ballangrud (44,6 bzw. 2:19,1) sieg­reich sah. Der Slalomlauf über 500 Meter stellte an die 52 Bewerber größte Anforderungen, wie­derum belegten die Oesterreicher wie im Ab­fahrtslauf die ersten Plätze durch O. Lanschner in 3:26,6 vor D. Leut ne r und dem Schweizer Weber, die beide 3:37 benötigten. Als erster Deutscher ging an siebenter Stelle Werneck in 3:59,8 durchs Ziel. Ofterigaier belegte in 4:47,2 den 16., Holzrichter in 5:01,2 den 21. Platz. In der Klasse Hl trug der Führer der deutschen Mannschaft, Dr. R ö sen, den (Sieg davon.

Schwimmstaffel - Wettkämpfe der OT. in Franklnrt.

Zwischen den Turnvereinen von Gießen, Homburg, Offenbach und Frankfurt finden am Mittwoch, 15. Januar, abends, Wettkämpfe in verschiedenen Staffelwetlbewerben statt. Anschlie­ßend tragen der Frankfurter Turnver- e i n und der MTV Gießen ein Wasserball­spiel aus.

Spielplan der Frankfurter Theater.

Opernhaus. Sonntag, 12. Jan., 20 bis nach 22.30 Uhr: Das'Land des Lächelns. Mon­tag, 13. Jan., 20 bis gegen 22.15 Uhr: Maschi­nist Hopkins. Dienstag, 14. Jan., 19 bis 22.30 Uhr: Carmen. Mittwoch, 15. Jan., 20 bis nach 22.30 Uhr: Das Land des Lächelns. Donnerstag, 16. Jan.. 19.30 bis nach 22.30 Uhr: Die Jüdin. Freitag, 17. Jan., 19.30 bis nach 22.45 Uhr: Die Fledermaus. Samstag, 18. Ian., 19 bis gegen 23 Uhr: Die Afrikanerin. Sonntag, 19. Jan.» 15.30 bis 17.30 Uhr: Hänsel und Gretel. 20 bis nach 2230 Uhr: Madame Butterfly. Montag, 20. Ian., 20 bis 22.30 Uhr: Fra Diavolo.

Schauspielhaus. Sonntag, 12. Ian., 16 bis nach 18 Uhr: Hui, wir saufen um die Welt. 20 bis gegen 22.15 Uhr: Mady Christians und Ernst Deutsch. Montag, 13. Jan., 20 bis gegen 22 Uhr: Brülle China. Dienstag, 14. Ian., 20 bis gegen 22 Uhr: Gefallene Engel. Mittwoch, 15. Ian., 20 bis gegen 22 Uhr: Gefallene Engel. Donnerstag, 16. Jan., 20 bis gegen 22 Uhr: Brülle China. Freitag, 17. Ian., 20 bis gegen 22.15 Uhr: Marius ahoii Samstag, 18. Ian., 20 bis gegen 22.30 Uhr: Komödie der Verjün­gung. Sonntag, 19. Ian., 16 bis nach 18 Uhr: Hui, wir sausen um die Welt. 20 bis gegen 22 Uhr: Brülle China. Montag, 20. Ian., 20 bis gegen 22.15 Uhr: Marius ahoi!

Letzte Nachrichten.

Noch leine Einigung im Haag.

Haag, 11. Jan. (MTV. Drahlberichk.) Die Sitzung der s e ch s e i n l a d e n d en Mächte wurde, nach, dem man ur.prünglich mit einer besonders langen Dauer der Besprechungen gerechnet hatte, und de- nen Snowden die Ausgabe hatte sehen wollen, die Verhandlungegegenständejurislenreis" zu ma­chen, wider Erwarten bereits um 11.30 Uhr hol­ländischer Zeit (12.10 Uhr deutscher Zeit) beendet. Der Reichsauhenminisler Dr. Lurtius hat end­gültig darauf verzichtet, persönlich nach Gens zu gehen, da in der S a n k t i o u s f r a g e in feiner heutigen Besprechung mit Tor dien ein Fortschritt nicht erzielt werden konnte und für heute nachmittag , I gegen 5 Uhr eine neue Besprechung zwischen den beiden DelegationLführern angeseht werden muhte. Auch in den verschiedenen materiellen Fragen, die heule in der Sechemächlesihung behan­delt wurden, kam es n i d) f zu einer verstandl- gung, im Gegenteil hat sich der Kampf der Mei­nungen zuge spitzt.

Rücktritt des Oberpräsidenien Or. Schwander.

Kassel. 11. Ian. (TU. Drahlberichk.) Ober- prcisident Dr. Schwander hak, wie wir von zu- verla siger Seile erfahren, beim Staalsministerü.m fein Abschiedsgesuch eingereichk und um Ent­lassung aus dem Staatsdienst zum 1. April gebeten. Zugleich Hal er zur Diedererholung seiner Gesund­heit einen längeren Urlaub angelreten. Der Minister hat nach vergeblichem Bemühen, Dr. Schwander zu halten, das Abschiedsgesuch angenommen. Dr. Schwander steht im 62. Le­bensjahr und war über 10 Iahre an der Spitze der Verwaltung der Provinz Hessen-Rossau.

Die Papageienkrankheit in Frankfurt f

Frankfurt a.M., 11. Jan. (MTV. eigner Drahtbericht.) Unter dem Verdachte, an der p a - pageienkrankheit erkrankt zu fein, ist ein IHann aus Oberursel in das Städtische Kran- kenhaus e'ngeliesert worden. Er wurde sofort slrcr.g isoliert. Ob es sich tatsächlich um die Papageien­krankheit handelt, steht noch nicht mit Sicherheit fest. Gegenwärtig findet eine eingehende Untersuchung statt, an dcr Verkreker des städtischen Gesundheits­amtes, des hygienischen Institutes und mehrere Aerzle teilnehmen. Der Erkrankte war im Besitze eines Papageien, den er aus Afrika mitgebracht hakte und der am 12. Dezember einging. Bald darauf er­krankte der Mann unter Erscheinungen, die vermu­ten lassen, daß es sich um die berüchtigte Papageien­krankheit handelt. Die jetzt im Gange befindliche Untersuchung wird ergeben müssen, ob diese Ver­mutung zutrifft. Auf alle Fälle sind schon jetzt die umfangreich st en Vorsichtsmaßregeln getroffen worden, um eine Deikerverbreitung der Krankheit zu verhindern.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern zeben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an.

Banknoten.

Berlin,"io. Januar

Devisenmarkt Berlin

a. M.

Reichsbankdiskont 7 o H.,

8 d H

Ämeriranische Nölen

Belgische Noien ...... Dänische Noien .......

Endliche Noten . ....... französische Noten ....... Holländische Noten..... .

Italienische Noten........

Norivenische Noten.......

Deutsch.Oesterreich, * 1OO Schilling Rumänische Noten ...... Schwedische Noten.......

Schweiler Noten ......

Loanilche Noien . ...... Tschechoslowakische Noten..... Ungarisch, Noten ....

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7% Deutsche Retchranlcihe von 1929 .........

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Sc m r(m- 'jluJio Rechte 8% Hess. NolttNaa« von 1929 (rüd}d()l6. 102%) . .

Cberbrllcn Provinz - Anleihe mH Au.los.-Ncchien . ...

Lettische Komm. Sammclavl.

Anleihe Serie 1 ...

8% Zrankl- Hnp.-Bank Goldpsc XI II iiiilünölhir bi3 1931 .

7% Franks. Hnp.-Aank Goldvie unkundbar bl» 1992.....

l)ilicliiiid)e Hyp.-Banl Lia». Goldvse........

8% Pr. LandrspsondbriesanstaU Pfandbriefe 9L 17.....

8% Pr. Lanveepsandbrlesattslali

Humm.-vVI. W. 18.....

7% Pr. La»drsplandbriesaastall,

Pfandbriefe R. 10

C. ola. k o,krie^>Obiigation rückzahlbar 1938

4% oeNerrelchilche »olbzte.

4.211% Cfllcit. rllbctt.

4% Vestcrrelchlsche ikinhciUtche Diente..........

4% Ungarische Voivne . .

4% Nngarilche Siaailr. o 1910 4 Vn ccifll. con 1919 . .

4% Ungali'che fiioncnrte.. .

4% Turl. Holianlcjhe v. 1911 4% Türliiche Bagdadbaün-Än

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