Ausgabe 
10.6.1930
 
Einzelbild herunterladen

Pigment bildet sich bei dem hellhäutigen Nord­länder erst nach mehrfacher Bestrahlung und schützt ihn dann wie den dunkelhäutigen Südlän­der gegen stärkere Strahlenreize.

Bei der jetzt beginnenden Badesaison muh Die8 alles berücksichtigt werden, um G e s u n d h e i t s - schädigungen zu vermeiden. Personen, die noch nicht abgehärtet sind, sollen warme Witterung abwarten, bevor sie im Freien in Licht, Luft oder Wasser baden und ihre Haut erst sehr allmählich an stärkere Sonnenstrahlung gewöhnen, besonders wenn sie hellhäutig sind. LIeberhihung des Körpers ist unge­sund und wirkt erschlaffend. Man soll sich daher nicht längere Zeit in die pralle Sonne legen und braten lassen, sondern sich vielmehr im Sonnenbad frei herumbewegen, damit der Körper die aufgenommene Wärme wie­der an die umgebende Auhenluft abgeben kann. Besonders muh der Kopf gegen zu starke Son­nenbestrahlung geschützt werden, da es sonst zu Sonnenstich und Gehirnhautentzün­dung en kommen kann. Der Weihe trägt daher in den heihen Ländern den Tropenhelm. Auch in unseren Breiten ist einem hellhäutigen Nordeuro­päer das Tragen einer leichten Kopfbedeckung anzuraten. , . , .

Besondere Vorsicht ist auch beim Schwim­men geboten. Durch die plötzliche Abküh­lung, die die Körperoberfläche im kühlen Wasser erleidet, ziehen sich die Hautgefähe zusammen: das besonders beim erhitzten Körper in großer Menge in den Hautgefähen kreisende Blut wird plötzlich in das Körperinnere gepreßt. Ein

schwaches oder ermüdetes Herz kann die ihm zu­gemutete plötzliche Mehrarbeit nicht bewältigen, und es kann alsdann zu dem sog. Herzschlag kommen. Man soll daher b e i ü b e r h , h t e rn Körver nicht plötzlich i n kaltes Wasser gehen, sondern für langsame Abküh­lung Sorge tragen, besonders nach langdauernden körperlichen Anstrengungen, oder bei schwachem ^Auch der Magen darf beim Schwimmen nickt au stark gefüllt sein, weil alsdann durch seinen Druck auf das Zwerchfell die At- mung und die Herztätigkeit behindert wird. M a n badet daher am besten mit nüchter­nem Magen, nachdem der Körper zuvor gut abgekühlt ist. rr .

Der Aufen thalt im Wasser, besonders im kalten Wasser, darf nicht zu lange dauern, weil sonst dem Körper zu viel Wärme entzogen wird zumal die Muskeln der Hautvenen alsdann erschlossen und aus dem Körperinnern wieder Blut in die äußere Haut zurückströmt. Sobald sich Haut oder Schleimhäute, besonders die Lippen, bläulich zu verfärben beginnen, ist es die höchste Zeit, mit dem Baden aufzuhören, um Gesund­heitsschädigungen zu vermeiden.

Der Körper sucht der stärkeren Abkühlung im Wasser durch Kräftigung der Gefäßmuskulatur und durch Bildung eines stärkeren Fettpolsters entgegcnzuwirken. Beim typischen Sportschwim- mcr findet sich daher ein kräftiges Fettpolster

Bei Beachtung dieser Darlegungen wird bas Baden nur Nutzen und keinen Schaden für die Gesundheit bringen können.

Wirtschaft.

Oie Arbeiismarkilage in Hessen und Hessen-Nassau.

Lieber die Arbeitsmarktlage in Hes­sen und Hessen.Nassau berichtet das Landesarbeitsamt Hessen in Frankfurt a. M.: Während im Vorjahre die im Winter sprunghaft angestiegene Zahl der Arbeitsuchenden und Lln- terstühten mit Frühjahrsbeginn ebenso schnell wieder abnahm, wurde der Arbeitsmarkt in die- fern Frühjahr nur zögernd entlastet, weil die Aufnahmefähigkeit der Saisongewerbe, insbeson­dere des Baugewerbes, durch finanzielle Schwie- rigkeiten stark eingeengt war. Die Wirkung zeigte sich in den folgenden Zahlen. 3m Monatsdurch­schnitt bezogen:

Arbeitslosenunterstützung Krisenunterstühung Jan.-März April-Mai Jan.-März April-Mai 1929 133 692 62 158 10 950 13 878

1930 140 735 103 361 16 368 19 779

Am 31. Mai wurden insgesamt 181 603 Arbeit­suchende gezählt, so daß zur Zeit ihre Zahl um 85 877 (über 89,7 Prozent) über dem Vor­jahresstand liegt. Hauptunterstützungsempfänger in der Arbeitslosen- und Krisenunterstühung (Stand vom 31. Mai) 115 723 sind jetzt 54 207 oder 88,1 Prozent mehr. Bei den meisten Ar­beitsämtern war die Abnahme der Arbeit­suchenden in der Berichtszeit nur gering: Frank­furt, Limburg, Mainz und Worms hatten sogar noch Zunahme. Die Saisonberufe vermochten nur ?. eine beschränkte Zahl Arbeitslose aufzunehmen: so ging z. B. die Zahl der Baufacharbeiter nur ' um rund 1800 auf 21 473 zurück, während um die gleiche Zeit des Vorjahres nur 7017 ar­beitslos waren. 3n der Metallindustrie ver­schlechtert sich die Lage beständig. Auch in der chemischen Industrie, deren Geschäftsgang gegen den der anderen Industriezweige als gut zu bezeichnen ist, findet der Arbeitsmarkt keine Stühe mehr. Sehr ungünstige Beschäftigungs­verhältnisse bestehen in den Angestelltenberufen.

* Der Großhandelsindex. Die auf den Stichtag des 4. Iuni berechnete Großhandels­indexziffer des Statistischen. Reichsamtes ist mit 125,1 gegenüber der Vorwoche (125,2) leicht zu­rückgegangen. Von den Hauptgruppen hat die Indexziffer für Agrarstoffe um 0,2 Proz. auf 109,6 (Vorwoche 109,4) angezogen. Die Index­ziffer für industrielle Rohstoffe und Halbwaren ist auf 123,7 (124,0), also um 0,2 Proz., und die­jenige für industrielle Fertigwaren auf 151,2 (151,4) gesunken. Im Monatsdurchschnitt Mai ist die Gesamtindexziffer mit 125,7 gegenüber dem Vormonat (126,7) um 0,8 Proz. zurückgegongen. Die Indexziffern für die Hauptgruppen stellten sich für Agrarstoffe auf 110,7 (112,1), für Kolo­nialwaren auf 117,2 (118,4), für industrielle Roh­

stoffe und Halbwaren auf 123,8 (124,8) und für industrielle Fertigwaren auf 151,5 (151,9).

*Mehlpreiserhöbung. Die Suddeutsche Mühlenvereinigung hat den Preis für^Weizen­mehl Spezial 0 von 45,50 auf 46 Mark ab Mühlenstation erhöht.

Deutsch - französischer Außen- handel. Die Außenhandelsstatistik für die ersten vier Monate 1930 weist den Wert der aus Deutschland nach Frankreich eingeführten Waren während dieses Zeitraums mit 2 682 739 000 Franks aus gegen 1 882 655 000 Franks in der gleichen Zeit des Vorjahres. Der Wert der Ausfuhr französischer Waren nach Deutschland betrug in den ersten vier Monaten 1930 1 518 594 000 Franks gegen 1 534 021 000 Franks im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Arbeiterentlassungen bei Hoesch. Das Eisen- und Stahlwerk Hoesch kündigte etwa 1000 Arbeitern infolge außerordentlichen Man­gels an Aufträgen und Rückgang der Produk- tionsmöglichkeiten. Die entsprechende Anzeige bei der Regierung in Arnsberg ist bereits erstattet.

Frankfurter Börse.

F r a n k f u r t a. M., 10. Iuni. Tendenz: schwä­cher. Rach der dreitägigen Llnterbvechung des Börsengeschäftes durch die Pfingstfeiertage blieb die Spekulation sehr zurückhaltend, zumal sich inzwischen hier einige ungünstige Mo­mente angesammelt hatten, die in Verbindung mit der anhaltenden Orderlosigkeit jede Ge­schäftstätigkeitunterbanden. Auch die wieder schwache Veranlagung der Neuyorker Börse bot Anlaß zur Besorgnis. Hinzu kam aber der außergewöhnliche Kurs stürz der AG. fürVerkehrswesen. Diese Gesellschaft mußte auf Grund einer Fehlexkursion eine er­hebliche Dividendereduktion vornehmen, so daß bei ziemlich großem Angebot dieses Papier einen Kursverlust von nahezu 17 Prozent hinnehmen mußte. Hiervon ausgehend wurde die Börse später weiter ungünstig beeinflußt, und es ergaben sich auf fast allen Märkten gegenüber den Schlußkursen vom letzten Freitag Kurs­abschläge bis zu 3,5 Prozent. An fast allen Marktgebieten kam Material heraus. Das Ge­schäft bewegte sich bei geringster Aufnahmelust in sehr kleinem Rahmen. Erstnotierungen kamen nur wenig zustande. Am Chemiemarkt eröffneten Farben 3,5 Prozent schwächer. Deutsche Erdöl gaben 3 Proz., und Rütgerswerke 1,75 Proz. nach. Von Montanpapieren verloren Phönix 2,5, Man­nesmann 1,5 Prozent. Stark unter Druck standen noch Kali Westeregeln, die 6,5 Pro;, nachgaben. Von Warenhausaktien gaben Karstadt 3 Proz. nach. Auch Kunstseideaktien hatten unter der verschlechterten Situation zu leiden und gaben bis zu 3,5 Proz. nach. Schiffahrtswerte bis zu 3,5 Prozent schwächer. Banken lagen im allgemeinen I nur wenig abgeschwächt. Nur Reichsbankanteile

waren mit minus 5,5 Proz. stark angeboten. Eine Ausnahme machten Zellstoff Aschaffenburg, die einiges Interesse aufweisen konnten und 1,5 Prozent' gewannen. Von Dauunternehmungen waren Wahß & Frey tag gut behauptet. Renten still und leicht nachgebend. Im Verlause stag­nierte das Geschäft fast vollkommen. Die Kurse gaben gegen Anfang erneut um Bruchteile eines Prozentes nach. AG. für Verkehrswesen ver­loren erneut 2 Prozent. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 3,5 Prvz. unverändert leicht. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4 1990; gegen Pfund 20,362; London gegen Kabel 4*8590; gegen Paris 123,87; gegen Mailand 92,77; gegen Madrid 39,95; gegen Schweiz 25,09; gegen Holland 12,0825.

Berliner Börse.

Berlin, 10. Iuni. In den drei Tagen, an denen der Börfenverkehr infolge der Pfingst­feiertage ruhte, hatte die Presse einige Nach­richten veröffentlicht, die nicht ohne Einfluß auf die Tendenz der heutigen Börsen bleiben konnten. Während die gemeldete Zusammenarbeit der I.-G.-Farben und Royal Dutch und der im Ge­schäftsbericht erkennbare Aufschwung des Oel- konzerns wenig Eindruck machten, ging von den flauen Auslandbörsen und der Dividendenüber­raschung der AG. für Verkehrswesen (in der Dilanzsitzung am Freitag wurden bekanntlich nur 5 Prozent, nach 11 Prozent Dividende im Vor­jahre, vorgeschlagen) stärkere Verstimmung aus. Die ganze Börse diskutierte lebhaft die Vorgänge an diesem Markte und war sich darüber einig, daß unbedingt eine Aenderung der augenblick­lichen Unklarheiten einzelner Gesellschaften ein­treten müsse. Aber auch die übrigen Märkte eröffneten, hierdurch beeinflußt, in schwächerer Haltung. Hauptspekulationspapiere, wie Kali- aktien, Schuckert, Siemens, AKU., Spritaktien, Karstadt, Polyphon, Svenska und so weiter er­öffneten bis zu 5 Prozent niedriger. Akku­mulatoren verloren 4,75 Prozent, Hoesch, im Zusammenhang mit den gemeldeten Arbeiter­entlassungen, weitere 3 Prozent, Iulius Ber­ger sogar 6 Prozent. Anderseits zeichneten Ilse Bergbau (plus 2,5 Prozent), Deutsche Telefon (plus 2 Prozent), Hirsch Kupfer (plus 3) und Rheinische Braunkohlen (plus 1,25 Prozent) sich durch Festigkeit aus. Deutsche Anleihen waren ruhig. Ausländer ziemlich behauptet. Nur Mexikaner zur Schwäche neigend. Pfandbriefe waren umsatzlos. Der Geldmarkt war weiter leicht. Tagesgeld 3,5 bis 5,5 Prozent und.dar­unter; Monatsgeld 5 bis 6 Prozent; Waren­wechsel zirka 4,75 Prozent. Auch nach den ersten Kursen war die Umsatztätigkeit sehr gering, und die Kurse bröckelten allgemein weiter leicht ab. Papiere wie Salzdetfurth, Reichsbank, Ostwerke, Schultheiß usw. verloren hierbei erneut bis zu 2 Prozent. Westeregeln zirka minug 4 Prozent. Der Reichsbankausweis für die erste Iuni-Woche wurde kaum beachtet, obwohl er mit einer Ge­samtentlastung von 275 Millionen und einer Besserung der Deckung auf 57,3 resp. 65,6 Prozent als nicht ungünstig anzusprechen ist. Da sich die Vorgänge am Markte der AG. für Ver­kehrswesen nicht übersehen lassen, protestierte man mit Erfolg gegen eine Kursfestsetzung. Sämtliche offiziellen Notierungen (auch der Kassakurs) sind daher bei diesem Papiere für heute gestrichen worden. Im Freiverkehr nannte man einen Kurs von 90 bis 91 Prozent.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 10. 3uni: Marktverkauf: Rinder rege, ausverkaust. Schweine gedrückt, Ueberstand. Fettschweine schwer verkäuflich. Käl­ber mittelmäßig, geräumt. Auftrieb: 949 Rinder, darunter 265 Ochsen, 83 Dullen, 300 Kühe, 238 Färsen; ferner 350 Kälber, 1 Schaf, 4462 Schweine. Rinder, Ochsen: vollfleischige, aus­gemästete, höchsten Schlachtwerts, jüngere 59 bis 62, ältere 54 bis 58, sonstige vollfleischige, jüngere 48 bis 53; Dullen: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 54 bis 58, sonstige vollfleischige oder gemästete 48 bis 53; Kühe: jüngere, voll- fleischige, höchsten Schlachtwerts 49 bis 53, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 44 bis 48, flei­schige 38 bis 43, gering genährte 32 bis 37; Fär­sen (Kalbinnen, Iungrinder): vollfleischige, aus­gemästete, höchsten Schlachtwerts 60 bis 63, voll­fleischige 55 bis 59, fleischige 50 bis 54; Kälber: beste Mast- und Saugkälber 82 bis 83, mittlere Mast- und Saugkälber 74 bis 79, geringe Kälber 68 bis 73; Schweine: vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfd. Lebendgewicht 60 bis 63, von etwa 160 bis 240 Pfd. Lebendgewicht 64 bis 67, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfd. Lebendgewicht 60 bis 64.

Frankfurter Eiermarkt.

Marktlage: Infolge des großen Angebots, namentlich von Auslandware, der warmen Witte­rung und der schwachen Nachfrage seitens der Verbraucher gaben die Preise allgemein weiter nach. Es notierten in Pfennig per Stück: Italiener 8,25 bis 8,5, Bulgaren 6,5 bis 6,75, Jugoslawen 6,5 bis 6,75, Rumänen 6,25 bis 6,5, Russen 6 bis 6,5, Holländer 7,5 bis 9,5, Dänen 7,5 bis 9,5, Belgier 8 bis 8,25, Franzosen 7,5 bis 9,5, schlesische 7 bis 7,75, bayerische 7 bis 7,75, norddeutsche 7,5 bis 8. Auslandeier unverzollt ab Grenzstation, Inlandeier ab Station.

Tagung der hessischen landw rischast« lichen Genossenschaften.

WSN. Darmstadt, 7. Iuni. Der Verband der hessischen l a n d w i r t s ch a f tlck Ae n Ge­nossenschaften hat den diesjährigen D e r - b a n d s t a g auf den 14. Iuni nach dem Städti­schen Saalbau einberufen. Am Vormittag fin­den die ordentlichen Generalversammlungen der Landesgenossenschaftsbank und der Landwirt­schaftlichen Zentralgenossenschaft statt. Rach dem Iahresbericht hat sich 1929 die Aufwärtsbewe­gung der gesamten Organisation trotz der schwie­rigen Verhältnisse weiter fortgesetzt. Dem Ver­bände gehörten am Ende vorigen Iahres 1070 landwirtschaftliche Genossenschaften an (1045 im Vorjahre). Der Zuwachs ist in der Hauptsache auf die Neugründung von Milchabsah-, Obst- und Gemüseverwertungs- und Cierverwertungs- genossenschaften zurückzuführen. Auch die Eier- verwertungszentrale Frankfurt am Main, deren Geschäftsbereich sich über das ge­samte rhein-mainische Wirtschaftsgebiet erstreckt, wurde dem Verbände angeschlossen. In den 446 Kreditgenossenschaften wird die Entwicklung durch wachsende Umsahfteigerung und Steigerung der Einlagen gekennzeichnet. Die 1929 geführten Der- einheitlichungsverhandlungen haben bisher kein Ergebnis gezeitigt. Die verschiedensten Projekte, die auf einen vollständigen oder tellweisen Zu­sammenschluß der drei Verbände Frankfurt, Wiesbaden und Darmstadt hinzielten, konnten keine übereinstimmende Annahme in den zustän­digen Verwaltungsorganen finden. Die Ver­handlungen sind deshalb bis auf weiteres ver­tagt. Der Dericht bringt zum Ausdruck, daß die hessische Organisation eine Vereinheitlichung des Genossenschaftswesens im Rhein-Main-Ge­biet aus ideellen Erwägungen heraus jederzeit gefordert habe. Sie werden auch künftig zur Wiederaufnahme von Verhandlungen bereit sein.

Daten für Dienstag, 10. Juni.

Sonnenaufgang: 3.45 Uhr, Sonnenuntergang: 2Q.14 Uhr. Mondaufgang: 20.07 Uhr, Mond­untergang: 2.44 Uhr.

1819: der französische Maler Gustave Courbert in Omans geboren. 1836: der Physiker Andre Marie Ampere in Marseille gestorben. 1869: der Maler und Architekt Paul Schultze-Naum­burg in Naumburg geboren. 1914: Gründung der Universität Frankfurt a. M.

Letzte Nachrichten.

Oer Oeyrihausener Schiedsspruch verbindlich.

Berlin, 10.3unl (7BIB.) Eigener Drahtbe­richt desGieß. An;." 3n dem Manteltarifstreit der Gruppe Nordwest der Eifenindu- st r i e ist der Schiedsspruch vom 26. Mai für verbindlich erklärt worden.

Oie Kabinettsbildung in Rumänien.

Bukarest, 10.3uni. (MTB. Funkspruch.) 3n politischen Kreisen wird allgemein angenommen, daß sich König Carol bei der Bildung der neuen Regierung streng an das p a r l a - mentarNsche Regime halten wird. 3n erster Linie kommt nach Ansicht der führenden parlamen- torischen Kreise ein Konzentrationskabi­nett unter Beibehaltung der jetzigen Volksvertretung in Betracht. An die Spitze eines solchen Kabinetts, dessen Zustandekommen im Falle der Teilnahme eines Teils der Liberalen sicher ist, würde voraussichtlich M a n i u oder Titu - lcscu treten, weiter wird auch von der Möglich­keit einer reinen nationalzaranistischen Regierung gesprochen, als deren Präsident ebenfalls M a n i u genannt wird.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4,5 v. $).. Lombardzinsfuß 5,5 v. H.

Frankfurt a. Al.

Berlin

Frankfurt a. AI. |

Berlin

Schluß« lurd

1.Uhr- Kur«

Schluß» lurs

Anfang- Kurs

Schluß«! lurs |

l«Uhr« Kurs

Schluß« lurs

Anfang« Kurs

Datum

6. 6

10 6

6 6

10 6

Dalum

6 6

10 6

6 6

10 6

b% Xuutidie theiO)x.aiuei9e

vamvurg-Amerita Patel ....

Hamburg-Südam. Dampfschiff. 8

-

111

110

111,13

von 1927 .........

88

88,25

174

7% Deutsche Retchsanleihe

Hansa Dampfschiff.....10

104,5

105

Norddeutscher Lloyd.....8

H0.5

110,9

110,25

110,9

Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mi!

Allgemeine DeutscheCreditanst. 10

115

-

115,25

115,25

AuSlos.-Rechlen.......

57,9

59,4

57,8

58,3

Barmer Bankverein .... 10

126

125,5

126

125.5

DeSgl. ohne Auslos.-Rechte . .

10.3

10.4

10,3

Berliner Handelsgesellschaft . 12

174

172,5

8% Heli. BolMaol von 1929

Commerz, und Privat-Ban!. 11

150,5

149,5

150.5

149,5

lrückzahlb. 102%)......

96,75

95,75

Darmstädter und Nationalbank 12

229

228

227

Lberheslen Provinz - Anleihe mH

Auslol.-Rechten......

-

Deutsche Bank und

Diseonto Gesellschaft, ... 10

140,5

140

140

Deutsche ftomm. Satninelabl.

Dresdner Bank......10

141,5

141

141,5

141

Anleihe Serie 1......

8% firantt. Hyp.-Bank Goldpfe

58

57,6

Reichsbank........12

290,5

164,5

288,5

292,5

164,13

291

162,13

XIII unkündbar bis 1934 . . - 7% Franks. Hyp-Bank Goldpse

AEG............8

Bergmann.........9

185.5

185,25

unkündbar bis 1932 .....

94,5

Elektr. LieserungsgeseUIchaft. 10

152.5

152

151

4%% Rbeinilche Hnp.-Bank

Licht und Kraft......10

161

-

160,5

156,25

89,4

zelten ä Guilleaume . . . 7% Gesellschaft für Elektrische

117

117,5

118,25

8% Pr. Landespsandbriesanftali, Pfandbriefe R 17 .....

161,5

161.5

159

101

-

101

__

Unternehmungen .... 10

Hamburger Elektrizitäts-Werke 10

8% Piv Landespfanvbriesanstalt,

138

Komm^Lbl. N. 20......

97

97

Rheinische Elektrizität .... 9

149,5

149,5

7% Pr. Landespsandbriesanstall.

Schlesische Elektrizität. ... 10

163,5

Pfandbriefe 81.10......

95,5

-

95.5

--

Schuckert & Co..... . 11

179

177,5

175,5

AEG. abg. BorlriegS-Obllgatio-

Siemens & Halske.....16

245.5

242,25

nen, rückzahlbar 19'32 ...

1 96

-

Lraneradio.........8

Lahmeyer & öo.......10

168.5

168.75

4% Oesterreichifche Goldrente .

26,75

26,7

26,3

75,5

75,75

75,25

76,9

4,20% Oesterreichifche Silberrenii-

-

3,7

98

96,75

4% Oesterreichifche Einheitlich--

Essener Steinkohle ...... 8

-

136,5

Rente..........

2,4

Gelsenkirchener.......8

135,75

136,4

4% Ungarische Goldrente . . .

>3,75

23.8

23,8

6 Offener..........0

124.6

124 5

124,75

4% Ungarische Staatsrente v. 19K

20,9

Hoesch Eisen........6'/i

--

-

104.25

102

4yt% deegl. von 1913 ....

21.9

Ilse Bergbau.......1«

216,25

222

4% Ungarische Kronenrente . .

2,3

»

2,35

2,35

Klücknerwerke........

100

100

100

4% Türkische Zollanleihe von 1911

5,75

5,9

6,1

Köln-Neuesten........7

101.75

101.5

4% Türkische Bagdadbahn-Anl

o,75

Mannesmann-Röhren .... 7

101

102

101,13

102,75

ManSselder Bergbau.....7

70

70,25

4% deegl. Serie ».......

5,75

5,9

Oberschlel- Eilenbedarf .... 6

-

6% Rumänische vereinh. Rente

Oberschles. Kokswerke.....

107,75

106.75

1(

10

Phönix Bergbau......6%

94

93,75

93,5

V/t% Rumänische vereinh. Rente

Rheinische Braunkohlen . . IC

230,5

229

von 1913 ..........

w

17,13

17,25

Rheinstahl.........

118

117,4

117,25

4% Rumänische vereinh. Rente

8,1

8,1

8,2

Riebeck Montan......7,2

1

Zranlsun a. 2JI. 1

Berlin

Banknoten.________

Schluß» s fürs I

i'Uhr« Knrs

Schluß­kurs

Anfang- Kurs

Berlin, 6- 3unl

Geld

Brief

Amerikanische Noten . . .

4.169

58,33

4-189

58,57

Belgische Noten . . . .

Datum

6 b

10 b

6 6

10 i.

111.15

112.17

20.31

20,39

Bereinigte Stahlwerte .

94

93 9

93.25

Französische Noten . . . .

Id,

16 465

Olavi Minen......

16'/.

51,25

50 75

Holländische Noren . . . .

168,01

168,69

Kaliwerke Aschersleben . .

10

223

222

222

Italienische Noten.....

Norwegische Noten . . . .

22,01

22,09

Kaliwerke Westeregeln . .

10

226

221

225.5

224

111,Zö

112,22

Kaliwerke Salzdetfurth . .

15

410

409.5

408

Deutfch-Oesterretch, a 100 Schilling Rumänische Noten.......

59,04

2,462

59,28

2.482

I. G. Farben-Industrie . .

185,25

171

184 25

171

Schwedische Noten . . . .

112,13

112,57

. 12

Schweizer Noten.....

80,92

81.24

Dnnamit Nobel.....

. . 6

Spanische Noten.....

50 50

50 70

Scheideanstalt......

. . 9

150

Tschechoslowakische Noten.

12.412

12.472

Goldschmidt ......

. . b

69

68 75

59,5

Ungarische Noten ....

73,03

73.33

Rülgerswerke......

. . 6

66

64,25

bti, 5

118

Metallgesellschaft.....

. . 8

118

118 25

Deckst iimarkt Berlin

Frankfurt a. M

Philipp Holzmann ....

Zementwerk Heidelberg .

. . 7

100,5

1011

6 3unl

10 Iuni

. 10

118

Amlliche Jloucruna

Amtuchr

Notierung

Cementwerk Karlstadt. . . Wavb & Freytag ....

. 10

130

83,25

84,5

82.75

_

Geld

Brie

Geld

Arle>

Ämst.« iHott-

168,36

168,70

168,35

168.69

313,25

313,25

1,509

1,594

1.576

1 580

SchultbeiS Patzenhoser . .

. 16

Brss.-Antw.

58.415

58,535

58.425

58.545

Ostwerke........

. 12

262,5

259,5

Christiania

112.04

112,26

112 05

112.27

.............

. 18

96,5

97,75

96,5

Kopenhagen

112.01

112.23

11208

112.30

Bemberg........

Zellstoss Waldhos ....

. 14

110

108

Stockholm .

112.35

112,57

112.37

112.55

13'/.

166

165,5

Helsingfors.

10,54

10 56

10.543

10.563

Zellstoss Aschaffenburg . .

. Y-

136,5

134.13

135.13

Italien. - .

21-93

21 97

21 925

21965

Charlottenburger Wasser .

. . 8

103,25

102,.

160,75

London. - -

2a.342

20.382

20.342

20.382

Dessauer GaS......

. . 9

162.5

Ncuyork . -

4,187

4.195

4.1875

4.1955

Daimler Motoren . . . .

. . C

37

37 13

36,6

Paris....

16,415

16,455

16.425

16.465

Deutsche Linoleum . . .

233,5

233

233

Schwei, . .

81,055

81 215

81,085

81 245

Maschinenbau A.-G. . . .

. . 0

--

50,75

50,5

Spanien .

50,68

50,78

50,65

50.65

Nat. Automobil.....

. . 0

18 5

18 25

Hapan - . -

2.070

2,074

2,068

2.072

Orenstein & Koppel . . .

. . 6

78,25

76.25

\io de Inn

0.4905

0.4915

0,490

0,492

Leonhard Tietz.....

. 10

157

156

158

157

Wien in D.«

58.04

58.16

321,5

120

319

Celt. abgeft Prag . - - -

39.055

59,175

12,424

12.444

12.417

12,437

Frankfurter Maschinen . .

Gritzner........

Heyligenstaedt.....

. . 4

29 lfi.5

28

36

__

Belgrad . .

Budapest. .

7,396

73,16

7 410

73.30

7.404

73.18

7.418

73,32

_

E

Bulgarien

3.039

3,045

3.035

3,041

41.13

_

41,75

Lissabon -

18.80

18.84

18.86

18.90

..................."

Lcchwetke..........8

Mainkrastwerke Höchst a. M.. .

oniAfl .........1(1

98

118,5

117

117

Danzig. -

1 Konstantin. | Athen. .

81,35

1'785

5,42

81.50

1.789

5,43

81.33

1.784

5.43

81.49

1,789

5,44

Gebr. Roeder......

Boigt L Haeffner . . . .

Süddeutsche Zucker . .

. 10

. .

. 10

106

158,75

163

160

1 Canada . I Uru matj. i Cairo . .

4,185

3,806

20,865

4,193

3,814

I 20,905

4.163

3,806

20,865

4,191

3,814

20,905