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Kapitän L i S behauptete auf das bestimmteste, das fragliche, der Anklage zugrunde liegende Dokument im Original gesehen zu haben und gab der Vermutung Ausdruck, daß die vorliegende photographische Platte die Original- aufnahme des Dokuments sei. Der Schriftsachverständige Kwieczinski, Oberkontrolleur beim Derkehrsmtnisterium in Warschau, erklärte sich außerstande, angeben zu können, ob die fragliche Unterschrift von Ulitz auf dem inkriminierten Dokument nachgemacht fei, da auf Grund des vorliegenden Materials eine Analyse nicht m e h r m ö g l i ch sei. Die photographische Unterschrift enthalte allerdings Fragmente der echten Unterschrift. Die Vernehmung des Zeugen Polizeiinspektor Menzel (Neiße) ergab, daß tatsächlich bei den Akten Bialuchas kein Dokument fehlt, wie dies in erster Instanz auf Grund des obengenannten Aktenvermerks angenommen worden war. Der Zeuge erklärte i W andere Papiere als die zur Zeit noch in dem I Aktenstück befindlichen seinerzeit nicht vorhanden waren, insbesondere nicht die fragliche Bescheinigung, auf die sich die Anklage aufbaute.
Moskau wühlt weiter.
Kommunistische Geheimdruckereien in Berlin.
°uf die Notwendigkeit .Verringerung der verschiedenartigen und Abzüge hingewiesen. Diese Lasteten den Haushalt des Arbeiters bis zur Llnmoglichkeit. Auch die Gewohnheit des Ab- arbeitens, der Lieberstunden und der Verzichte auf die Feiertage müsse unbedingt aufgegeben Wzüge «iler Art müßten^einen SÄ lJen Charakter tragen; selbst Beschlüsse der Mehrheit b« lrfa?1?Iyn9en dürften nicht zwangsweise durchgefuhrt werden. Auch die kommende Zeichnung der “n u 'trialisierungsanleihe müsse so werden, daß Beschlüsse zur Zeichnungs- n allgemeinen Arbeiterversamn- lung^i gefaßt werden dürften, wobei der Zeich- nungsanteil jedes einzelnen Arbeiters für ein Ä keinen Umständen über die Höhe eines Halbmonatslohnes hinausgehen dürfe.
Wer bezahlt die Gowjetpropaganda?
. Kow n o, 9. April. (TU.) Die seit Satiren £t™?a°tDlet?1manZ> eingebürgerte Praxis,^ zu ^iaats- und Parteizwecken notwendige Summen bei?-aufgubringen. baft aNen Ar. ein bestimmter Hundertsatz ßotine« abgezogen wird, hat schon ^/ieren zu starken Mißfallensäuherungen aus Älotfrei'cn Sesührt. Es ist bekannt, daß
gewandt wurden, um
Sammlungen zu Propagandazwecken durchzufuhren. In diese Rubrik gehört auch \ den Arbeitern und bäuer- lichen Kleinwirtschaften aufgebrachten Summen, mit denen dann Flugzeuge, Traktoren usw., wie orn^rnJCre Abwart an Chamberlain", „Unsere Mivort an den Papst", angeschafft wurden Jetzt hat der Vorstand der Gewerkschaftsverbände
r*?mom^ta9 ^°^der Finanzausschuß des Hessi.
hßanSQ?5 tn ®le$en' um mit dem Rektor Dekanen eine Aussprache über evll. noch mögliche Einsparungen bei der U n i v e r s i t ä t ab- Ä;enn\'?n ermcr mehrstündigen Unterhaltung nnr?„(Lb etn3lInen Wioncn des Universitöts- Voranschlages noch einmal durchgesprochen und durch Darlegungen des Lehrkörpers ergänzt und
.elncmr tieferen und minder konven- hnRni die landläufige Vorstellung,
Ädabei zunächst oder ausschließlich an Kriegs- 9n^iÄ Waffenruhm denken möchte. Sicher ^ist ^ls^^ud bei Unruh ein besserer Osfi- Fredrich von Homburg bei Kleist- k'cher ist er auch wie jener ein Held im Sinne der Tragödie, ein Mensch Im Kampf mit ?ÄtfSTlCn?en-f.3Hä$tcn’ eingepreßt zwischen das Gesetz in chm und das andere über ihm.
Ungern wieder einmal aus tiefem aeftUh>f ^1*1 ÄtCC»Unö S^ber Konflikt
fiHHAoA während Homburg kraft seines
sittlichen Willens und durch die bewußte Anerkennung des Gesetzes ins Leben zurückfindet vom Rande des Grabes wie aus einem ST* ^?end,... bleibt für Louis M allein aus historischen Gründen - nur noch der einzige Ausweg in den Tod.
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I ^Der Minister verbreitete sich dann ausführlich
Schuh und Erhaltung der deutschen Landwirtschaft, ^r^^^de ist, daß der Hauptdruck da w"b'- wo wir die größten Zufuhren tia&ciK die wir weitgehend durch Inland- Setzen im Stande wären. 2Iut95beo.1^ erschwert durch den Gegensatz Interessen des deutschen Ostens und^des Westens und Südens ande^rseits. Der Osten i|t angewiesen auf K ör - Tmd Äf?rxtDUe[n’ der Westen aber
und der Sul^n ist die Stätte jener Derede- rm& ix 11 i d n, die um so mehr gepflegt werden sollte, als die menschliche Ernährung bom CBcot- und Kartoffelverbrauch abgeht und sich immer starker dem Verbrauch von Obst und Gemüse, Butter, Eiern, Käse, Fleisch usw »u- möÜlVd ^«gleich dieser Interessen ist nur möglich, wenn man einen Weg findet, die Pro- ^Ä^^Ostens zu schützen, ohne gleichettig ^I^ktion irn Westen und Süden allzu sehr au verteuern. Hier seht das Interesse der ^/wirtschaft entscheidend ein. Die Agrarpolitik urcht so getrieben werden, daß sie uns Cl^r allgemeinen Preissenkung unmöglich macht und zum andern nicht so, daß \
anerkennen in den Worten der ^au die er verehrt und von ferne daS Gebot der Pflicht. Ihm ist es „Eisen vVrS?1* Schläfen!" - aber er gehorcht M.schlägt auch die Krone aus, die heißblütige Mslere sehr zur Unzeit und in Verkennung l^ues wahren Wesens chm anbieten. Er ge- fhrbt a18 Offizier — ohne Furcht und ^elt^hat^^ eC Mensch gelebt und gehan-
*
Kopf und brennendem Herzen ist dieses Preuhenschauspiel von Unruh gestaltet. In visionären Szenen baut er sich das Bild i/i'iiP Ädernden Zeit. Und in zwei große Auf- or 1pi G9LCrf2lC Angelpunkte des Dramas: die 8 Ersetzung mit Friedrich Wilhelm und Begegnung des Prinzen mit der .Königin, in beiden wird deutlich, zwischen welchen äußersten Polen — Krieg nämlich und Frie- den — die Handlung sich spannt; in beiden auch S-r ^^afte ausgewogen und gegeneinan- j-t gestellt — die Leidenschaft eines großen, F den Herzens und die eiserne Notwendig- mlr^cr und des Gehorsams vor dem
SÄ welche einander widerstrebend dem Schicksal des Prinzen die Bahn weisen.
Pfeiler in der Front der fünf Akte ranit sich das Beiwerk ausmalender, erklärender Zeit und Umwelt andeutender, Charaktere in' Licht und Schatten stellender Szenen; in ihnen ist auch das Gefüge der äußeren — anfangs qualvoll gedehnten, zuletzt sich überstürzenden - Handlung verspannt. (Es fehlt an Daum, hier näher darauf einzugehen.) —
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fi,?i2Iuff^un9’ die unter Fassots Regie 2?n außen gesehen, ein ange- wessenes stilgerechtes und stellenweise fast re- atives Bild. (Die Dekorationen Löf f- lers seien bei dieser Gelegenheit gleich mit Anerkennung hervorgehoben.)
-.Doch war ein Widerhall des starken und oft - den man beim Lesen des
Dramas gewinnt, nur stellenweise von der Bühne wiSÜff' ?w Aufführung im Ganzen blieb imeinheitlich und zersplittert, — in machen Tei- SP schwingend, in anderen Szenen
Kraft, die aus der ?-en?ie des Buches ausströmt. Gut - über- hÄT- und geschlossensten - gelang d^ 2brsemandersehung im Audienzsaal (H, 2) -w auch die verklingenden letzten h^^rlShaus, Dudolstadt). Ziem, llch uüchtrru und gestellt erschienerr dagegen bi«
sie die Doraussehung der bestehenden Handels- d^irage und den Abschluß neuer Verträge unmöglich macht. 8
Die Hauptmasse der Importwaren führen wir ein in Konkurrenz mit unserer eigenen produk- tion, und außerdem wären diese Artikel in den europäischen Ost- und Südoststaaten zu haben, die bei uns in der Regel ebenso viel, meistens mehr kaufen, als wir bei ihnen. Dagegen schicken uns die vereinigten Staaten, Argentinien, Kanada, Australien vornehmlich ihre agrarischen Ueberschüsse, aber sie sind nicht willens, bei uns dafür einzukaufen. Aus alledem ergibt sich der Schluß, daß bei allem willen, unsere 3c- ziehungen zur Gesamtweltwirlschaft aufrechtzu- erhalten, die Ordnung unserer Veziehungen zu den ost- und südosteuropälschen Staaten eine vordringliche und vielleicht die wichtigste Aufgabe der deutschen wirtschafts- und Handels- Politik ist. Unter diesem Gesichtspunkt gewinnt die Ordnung unseres Verhältnisses zu Polen als dem wichtigsten und größten neuen Staat des Ostens ein ganz besonderes Gesicht.
Die mittleren, dem Expressionismus verschwo- und m ihrer oft dunklen Verworrenheit Är«, sehr charakteristischen Dramen
£ rcU £ d werden später einmal min- bedeutungsvoll die eigentümliche und Wesenheit ihres Schöpfers uwschreiben als die frühen, noch vor dem Kriege tS?encIt’ uach dem Kriege recht cigent- bekunntgewordenen Schauspiele.
dem Kriege als jene innere Wandlung in rinruh schon nach außen zu wirken begann
RzÄ*! wanchem andern — dazu tieigetra- Tan !?men Aamen mit dem des 9^Au Kleist des öfteren in einem Atem hat nennen Horen. Wie Kleist entstammt Unruti MhmmÄ} Adelsgeschlecht: wie diesem war ihm di&und längst geheiligte Tra- au^iJ^ anTf^rC? unb uls Offizier dem Lande IhmÄ? 5} ? ö«n »leien seines Namens vor wie Kleist erlebte und erlitt er in sich den Utb s^l'eßlich unerträglichen Konflikt, snb Rufenden seiner Kameraden blieb: den unüberbrückbaren Gegensatz « & und Menschentum
m,aD5S^ «. Kleist vor hundert Jahren — von der lletierlieferung vorgezeichneten e ff gefugten Bahnen aus und stellte fein Leben unter fein eigenes Gesetz.
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, ^^.^ustlerische Formulierung dieser früh erfundenen Gegensätze ist in den beiden ersten St den Offizieren" unb beT ßZ Ferdinand enthalten. Bei beiden, namentlich beim zweiten, muh man wiederum an Kleist sich erinnern und an den »Prinzen von 5\nmßurn“ • wie jener nach Fehrbellin, khat L°?L FZi.' nand noch vor Saalfeld einen Kampf in sich uuszusechten, der schwerer ist und entscheidender als der kurze Waffen- qang wenig später, mit dem fein ßSen endete.
»Blauäugig, blond, verwegen, älnd in der jungen Hand Den alten Dreußenbegen — Prinz LvuiS Ferdinand..."
so hatte zuvor Fontane seinen Helden tie- brana untcr die Ober.
Uäcfc M BildeS, erlannie tn ton Prinzen den
wan sich die Entwicklung des deutschen Außenhandels in den letzten Jahren ansieht dann muß man sagen, daß Industrie und Handel eine gewaltige Leistung vollbracht haben. Die Ausfuhr ist seit 1925 um mehr als vier Mil- 50 Prozent, in den Jahren 192S und 1929 allem um 2,5 Milliarden gestiegen. Ich glaube daher, daß man trotz der Schwere der Zeit und der Krise der Wirtschaft den Glauben un die Zukunft nicht verlieren darf. Das schlimmste, woran wir leiden, ist eine gewisse Vertrauenskrise, die nicht zum wenigsten ™ C n,Ve lb st verschuldet ist. Es^stnich! zu bestreiten, daß die unerhörte Steuer- a st, die trotz des Neuen Planes nicht sofort ab- gebaut werden kann, eine Hauptschuld an den wachen Kapitalverhältnissen in Deutschland ^ugt. äLnverantwortlich und mit schuld an den Schwierigkeiten waren die ilntenrufe, die da und Dort ertönten und fortgesetzt den deutschen Staats- burger vorMhUe, die deutsche W ä hr u n g sei »uueTta^T1 Genugtuung und Freude kann ich Wiktt^ man hi den weitesten Kreisen der Wirtschaft in steigendem Qlia^e erkennt, daß der Kamps um die Wirtschaft nicht geführt ^rbenn. ^nn ohne den Kampf um den y n f bequem fein, Interessen ein
zelner Gruppen und-einzelner Personen zu verfechten, man kann dies aber nur dann mit Erfolg tun wenn man sich zuvor die notige Machtposition im Staate verschafft hat.
Die beiden Zeilen vor dem ersten Akt deuten gwiSl' ^Tcrmc.nttDftdcJt s^ ein Drama der st?bt vor der großen (Sntfdjei- hh> 3pJCme5 ß.eb€n& bDr ber Schicksalsfrage, auf Die es nur eine Antwort gibt. Doppelt trifft ton der Anruf, Die innere Stimme: ich will! — sAs. ,ehl von open: Du mußt! Seine Leiden- 2iebe sum Lande sieht in Preußens kntischmi Tagen von 1806 als die einzige Lösung: Krieg gegen Napoleon. Seine Pflicht, groß Ü-n« r’ ^bietet Unterordnung eigenen "Sil- lens Gehorsam des Offiziers vor dem Befehl vor der Staatsraifon, vor der Stimme des Kö- Nigs, Der Den Frieden möchte.
«
Königsstimme klingt matt, verzagt, un- d°.ictt ängstlich, wagt freiwillig
Schritt — ist umgeben und beraten von ftfirfp un^!9CTtr-K-mcn^ vuf diplomatische Kunst- stucke und sorgfältige Etikette bedachten Diplo- b?P eincr würdig überalterten Generalität, a Ä« verhängnisvoll unterschätzt und
schlafen^ jst^beeren Friedrichs des Großen einge- ^?°uiLSb!nanb bleibt der Einzige, der Die Fer dHire aJ^tocre und Gewitterschwüle Die- IirnkPn L^^uben entscheidenden Sage vor Dem Fennt unb dennoch hilflos er-
Stenb ^hK erbebt sich aufr^end und anbmT h?, dunkeln, dumpfen Menge Der Ionf6mro'un»6^nte 2t[ltä8ti^ ^uung». ,, ~ im tiefsten Grunde - trotz Freunden
nd Stauen nut sich allein. Di- enfc^t aW find tiarfec als au Und was er tat Meprhett be- j
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Sein, W. W an um 5 Ühr mo1 tit W to küdtoeg but^ bi( icht eigentlich. D' mi Aasen, der n A gibt es bk Ä schmal, i !chi fleißig: es ifi fer ömer besung Mi) mehr. Die Jjrtibr daher höc kine Zeit Sie mi siet vvüragen. A FMino! Det H( MMz. 2htet 3eit regnen, friere ten Drnen auf @n ; auf Kimen. Sie
Wer eine gtiniili N ein Stüd Äa in FHIing mch' Mr; ifl mir lief anroncen auf, uni Wäl hin, denn saufen. Dir Daiui Lie annondert Sie Erfüllung nie flmnv bcrtrauüc iu reifen. Aber ®ra$ zu scheinen, ®rbe, und venu , tin Gärtner unb immerhin, da; • “w ich werde mi
m des Sri Mafen und t JW Gifengiikrja . ilommen ®ärt ■ Mn guden 1 ; ff1 ganz fr,,«™ ?a »>» m 6er sjt Es gehört f W Gedicht ( & to^n unb
Ä iomier N« Schritte fu uwgen aus dem *n, die Tam * alle nach ' fachen sjch
Berlin, 9. April. (WTB.) Der Industrie, und Handelstag trat heute zu seiner 50. Lollversamm. lung zusammen, die Reichswirtschaftsminister und Vizekanzler Dietrich im Auftrage der Reichs- 1 regierung begrüßte. Der Minister wies darauf hin, ooß sich augenblicklich eine starke wirtschaftliche Depression mit einer politischen K r i s e verbindet. Zur rage der Steuerreform er» rlarte er u. a.: Ich bin der Meinung, daß wir zu einer sicheren und dauernden Senkung der direkten Steuern und insbesondere der ro'L€Uern nur dann kommen können, wenn die Besteuerung des entbehrlichen Kon- sums ausreichend ausgebaut ist. Der Sabal
ui Zukunft zusammen mit dem darauf ruhen- -^^U^Ein mindestens 1} Milliarde Iicrqeben muffen. Das vorige Kabinett ist gescheitert an dem Dogma, daß Der heutige Stand der Arbeits- losen Versicherung unantastbar fei. Wir bo Endeln zur Zeit die Erwerbslosensrage in der ißeifc, daß wir den Arbeitslosen gegen Hunger und Not zu schützen suchen. Diese Methode ift natur.
unentbehrlich, aber viel wichtiger als Die Bef)anblung der Symptome ist die Untersuchung und die Erkenntnis der Ur aefjen. Ein Teil der Arbeitslosigkeit ist die tjolge des Systems der Arbeitslosenversicherung. Indirekt aber ist entscheidend für die Lösung der UNZen tyrage die Entwicklung des deutschen Wirt- icyasislebens.
Ziele deutscher Außenhandelspolitik.
Reichswirifchastsminister Dietrich betont Vie Bedeutung des europäischen Ostens und Südostens.
Statberalung im Nnanzausschuß
?5fffSpnao ®cr Finanzausschuß De«
Landtags erledigte heute zunächst Die Baukapitel Der einzelnen Ministerien im Der- mogensteil des Staatsvoranschlags. Die Kapitel wurden ohne Debatte genehmigt, die Aeberficht f5Cnr-*C Beteiligungen des Landes an toirt- TWjMen Genossenschaften und Gesellschaften zur Kenntnis genommen. Die Sozialdemokaten^ & S!rSSten’- 561 Ausleihungen und Staats- Dulden einen Betrag von 1,5 Millionen Mark jur Sortierung der produktiven Crwerbslosen- t“rfD.rge und 200 000 Mark für Zinszuschüfse für ubnliche produktwe Arbeiten einzusetzen. Da die %p^°raUS£ÖU-nJL hierfür bildende Vorlage im Oki^tag noch nicht erledigt ift, wird der Antrag bis zur zweiten Lesung zurückgestellt. U ©ß folgte die Beratung der -iurückaestellten §^el. Dei Kapitel9 (Anteil an tie^ bä m9t€ & Landbunti die Absetzung von zwei Millionen Mark. Der Fi- ^nzmmisterwies darauf hin, daß mit dem Don angesichts der sich bereits könn^^Dpi- ^^Maftslage gerechnet werden ^^unti zog hierauf feinen An- ^9 bl6 ^ur Entscheidng über die Reichsfinanz- neMgt^^ Kapitel selbst wurde
Kapitel 10 (Landes steuern) wurde heute Pinnph'^Ü 2UM Abschluß gebracht. Man befaßte sich Angehend mit der Frage des Wohnungsbau- wesens. Von der Volkspartei wurde verlangt den b5e5r^nhnMDn«hmiUiDncn m°rf für die Förderung
Wohnungsbaues aus der Sondergebäudesteuer n^Pn&SnrPI°0rim-2 Wurden bekamUlich 2 Mil- lionen Mark gestrichen) auf 15 Prozent der Frie. Densmiete, mindestens aber auf 12 Millionen TOnrt s-ich Der Stuifffiffe NU- d-'n W^nung-b^nr! leben der früheren Jahre zu erhöhen. Bon Re- gtcrungsfeite wurde ausgeführt, daß beim Anhal- ^zeitigen Bautempos mit der Deckung Des Wohnungsbedarfs m Hessen im Jahre 1937 zu
D°r Abstrich „on 2 «inen Mor“ wsse sich also rechtfertigen.
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gagenfaene und die Künstlergesellschaft in Der bcjJealinb allerdings nicht wesentlich.
, Aber Die Aussprache mit Der Königin im Dritten Akt wirkte fast wie eine Liebesszene, und vas war, wie -man beim Lesen sogleich spüren SöÄ ble- bestimmt nicht gemeint. Die wichtigsten Sätze (wir haben fie oben angedeutet) verklangen fast nebenbei — ohne Die nachdrückliche Akzentuierung, die ihnen zukommt.
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Das blieb nicht ohne Einwirkung auf die Gestaltung des Prinzen, den Arzdorf spielte — mit großem Einsatz, mit schönem Gefühlston und Kraft zur Steigerung, aber doch nicht eigentlich auf der Linie, die ihm vom Schauspiel vorgezeichnet yt; nicht klar genug herausgesormt der innere Kamps, an dem er schließlich zerbricht.
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Eine große Leistung zeigte Tannert; er spielte den König m blendender Maske, so klar bei aller SÄa/erSer!rU>.nb sv menschlich und fern aller Karikatur (obwohl die Figur bei Goetz im „Gneisenau" Umutlich historisch richtiger oder ä« er- Lnmh n^ stellenweise mehr in den Vorder» ta Dr^rnä c'n?|pri4t ®emi^erteilun3
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Neben ihm die Luise der Maria Koch.- ein vornehmes und beinah porträtahnliches Bild, aber — in schuldenden Szene — ohne die Bedeutung fühlbar zu machen, die ihr im inneren Ausbau des Schauspiels zugedacht ist.
Viele Namen in diesem versonenreichen Stück — man kann sie nicht alle aufführen; der Kriegsrat Wiesel, von Hais scharf und schneidend atzen- ^,Trude Heß traf mit sicherem Instinkt den Ton für die Geliebte des Prinzen; die sehr irdisch S$rir58emIärUi1n,9 u"b Verehrung geliebte Pauline' Wiese , Gemahlin des Kriegsrates, Gegenbild der Königin; kleine, ichmale, pikante Person, die aus eHer hoffnungslosen Leidenschaft sich haltlol und wahllos in verzweifelte Abenteuer verliert.
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Don den Chargen blieb uns vor allem Hub (als KablneUschef Lombard) in Erinneruna; dann Fas, s a t (Hohenlohe), Schubert (Braunschweig), Z i n- g e i (Haugwitz) und Wesener, der sich um die unklare Gestalt Oranlens bemühte —
Starker Beifall -uletzt, dem freilich nicht zu entnehmen war, ob das Drama allenthalben so verstanden wurde, wie es der Entwicklung Unruhs entspricht: weniger historisch nämlich als menschlich: fÄLer e,nc Schilderung als ging Auseinandev, jetzung, fcth. j
Aus aller Welt.
Der Prozeß des „Falke".
Hamburg, 9. April. Der mit Spannung JT9cn bie Aeetier und den r ÖeS ^umpfers .Falke" hat heute fei- S.enommen Vom frühen Morgen an hatten Polizeibeamte schwere Arbeit, die heran- str?9^0611 Aeugierigen zurückzuhalten. Um 10 SaH Äuudie Verhandlung im vollbesetzten hn»1 on f^toutMren^tcd- Stark vertreten ist ^_?uswärtige Amt Die fremden Konsulate, besonders die sudamerlkanischen. 2Nan sieht fer- beim Seeamt, Admiral von Uslar, sowie Oberstaatsanwalt Brüm- zahlreiche Fristen, Schiffahrts- und Han- w"?" und ,elbstv-iständli-ss di° P^sse des In- und Auslandes. Die Derteidi- ®in9 oSr tn bc” Händen der Anwälte Dr. Alsberg, Berlin, Dr. Levi. Al- und Dr. Bachmann, Hamburg, ^in !n die Vernehmung der Angeklagten
beschuldigt werden, die Besatzung des Dampfers „Falke im Sommer o. I. mit Lift in !r.e e9®c und Seedienste g e•
b r a t zu haben. Bei der Vernehmung P r e n z - v u s ergab sich, daß dieser den Wassenlieserungs- vertrag mit del Gado, der französisch abgefaßt war, nicht genau kannte. Er will angeblich üb e r » b^uptnichtden Bestimmungshafen des
KSK
^Ä ie ^fln.
i: nLit) jedoch,
K«-- f« x«w*
Berlin. 9. April. (Priv.-Tel.) Die in Deutschland arbeitenden bolschewistischen Agita- toren sind in den letzten Jahren ungemein oor- nchtig geworden. Sie haben eingesehen, daß es ihren Absichten und Plänen abträglich ist, wenn sie sich selbst vorwagen. Infolgedessen wirken sie fetzt nur noch hinter den Kulissen, aber stets so, daß man ihnen nicht beikommen kann, obwohl längst bekannt ist, daß sie bei uns als Vertreter russischer Industriekonzerne auf- treten oder gar dem recht großen Angestelltenstab bet Handelsvertretung angehören. Nun ruckt aber wieder der 1. Mai heran, der auch diesmal nicht ohne die übliche kommunistische Begleitmusik vorübergehen soll. Moskau hat auch schon Den Befehl zu Demonstrationen ausgegeben aber noch besteht Die Möglichkeit, daß die Veranstaltungen unter freiem Himmel wieder verboten werden.
Es ist natürlich die Pflicht eines jeden Kommunisten, unter allen Umständen die Straße zu erobern. Man will aber nicht mehr blindlings gegen die Sicherheitsorgane des Staates anrennen sondern schon vorher dafür sorgen, daß im I entfdjeitientien Augenblick die Polizei und auch ! Die Reichswehr versagt. Beweismaterial für die intensive Zersetzungsarbeit im Heer und in der Polizei ist rn den letzten QHo- naten in großer Menge zutage gefördert worden, "ift aber gerade in diesen Tagen noch gelungen I uicht weniger als vierkommuni st ischeGe^ heim druckereien auszuheben und eine ganze ^"ihe von Verhaftungen vorzunehmen. Und dabei hat sich gezeigt, wie aktiv gewisse Mitglieder der russischen Han de l s ver t r e- £y_n 9 ln B^lin sich an der Unterminierung Des ©taateö tieteüigt baden, so daß einige Russen A.. ^Schloß und Riegel gesetzt werden muhten. Die Moskauer Presse wird selbstverständlich wieder ein Wutgeheul anstimmen, sie wird aber nicht verhindern können, daß noch schärfer als bisher tiurchgegriffen wird, um den russischen ■Umtnetien ein Ende zu bereiten.
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' Verlaufe der Nachforschungen nach Her- stellern kommunistischer Zersetzungs- fchrlften für Schutzpolizei und Reichswehr hob oie Polizei erneut eine Druckerei in der Wilhelm- ftrabe in Berlin-Lichtenberg aus. Neben größeren Mengen von Zersehungsschriften, insbesondere solchen für die Reichswehr, wurde umfangreiches Druck- und Beweismaterial beschlagnahmt. Insgesamt sind bisher fünf e r f o n c n f e ft g e n o m m e n worden, u. a. der Druckereibesitzer Lenz und dessen Sohn. Inzwischen wurde eine weitere Druckerei er- mütelt, die sich ebenfalls mit der Herstellung von Zersetzungsschriften besaßt hat. 0
Gießener Giadtiheater.
Fritz von Unruh: rouis Ferdinand Prinz von Preußen." »Wie über Sterne das Gesetz, erhebt sich über Menschen die Pflicht, groß und ernst."


