Umrennen des Wegjchildes eine Verletzung am rechten Arni. In anerkennenswerter Weise kamen die Einwohner von Mudersbach dem Kraftfahrer zu Hilfe und halfen ihm in zweistündiger schwerer Arbeit den Vulldogg wieder auf die Straße zu bringen. Die Bergungsarbeit war dadurch besonders schwierig, daß der Bach zur Zeit viel Wasser führt. Der A n h ä n g e w a g e n ist st a r k b e s ch a- digt. Die Heimkehrer setzten ihre Fahrt nach dem Unfall erst am anderen Morgen fort.
Dillkreis.
WEN. Herborn, 8. San. Durch ein Gro h° feuer ist Mittwochmorgen die Möbelfabrik der Firma Wilhelm Heckenroth &
Söhne in Herborn b i s auf die Grundmauern niedergebrannt. Das Feuer fand an den reichlichen Vorräten an Halb- und Fertigfabrikaten gute Nahrung. Wertvolle Holzbearbeitungsmaschinen und das gesamte vierstöckige Fabrikgebäude wurden innerhalb zwei Stunden ein Opfer des Brandes. Es konnte so gut wie nichts gerettet werden. Die Feuerwehr war sofort zur Stelle, jedoch muhte sie ihr Hauptaugenmerk aus den Schuh der Nachbargebäude richten. Durch das Drandunglück werden zahlreiche Arbeiter brotlos. Der Schaden wird auf weit über 150 000 Mk. geschätzt. Die Entstehungsursache ist noch nicht bekannt.
Wirtschaft.
Oer Aufschwung der deutschen Ausfuhr seit 1925.
Bekanntlich ist am 31. Dezember 1929 der erste selbständige deutsche Zolltarif, der am 10. Januar 1925 nach Aufhebung der einserttgen Meistbegünstigung des Deiailler Vertrages ge- schaffen wurde, abgelaufen. Dies wird von dem Direktor des Vereins deutscher Maschinenbauanstalten, der Spitzenorganisation der gesamten deutschen Maschinenindustrie, Lange, zur Veranlassung genommen, um eine Art Brlanz der deutschen Handelspolitik für die IahrederGültigkeitdesfristgemah abgelaufenen Zolltarifs zu ziehen. Sein Urteil ist um so mahgeblicher, als o-.e deutsche Maschinenindustrie unter den deutschen Ausfuhrindustrien an erster Stelle steht: selbst» verständlich ist sein Standpunkt bis zu erne.n gewissen Grade auch Snteressenstandpunkt, weil ja die deutsche Zollgesetzgebung vor allem eine Förderung der deutschen industriellen Ausfuhr zum Ziele hat. .
Direktor Lange geht in seinem m der Zeit- schrift „Maschinenbau" L Heft des Jahrganges 1930 veröffentlichten Aufsatz davon aus, vb die bei der Schaffung des neuen Zolltarifs geäußerten Bedenken namentlich der agrarischen Organisationen zutreffend« waren, von deren Seite immer wieder behauptet worden ist, dah die auf Beseitigung der internationalen Handelshemmnisse gerichtete Zollpolitik einen „Export-Fanatismus" darstelle, dem entgegenzuhalten sei, dah jede Hoffnung auf Ausfuhrsteigerung angesichts der fehlenden Aufnahmefähigkeit und Aufnahmewilligkeit des Auslandes für deutsche Ware von vornherein utopisch sei. An Hand der Ziffern der Auhenhandelsstatistik ergibt sich, dah die deutsche Ausfuhr feit 1925 ununterbrochen und kräftig angestiegen ist, im ganzen um mehr a l s 5 0 P r o z e n t. Die deutsche Warenausfuhr stieg von 1925 bis 1929 von 9,5 Milliarden Mark auf 13,6 ihrem effektiven Werte nach, bei Zugrundelegung der Werte von 1925 non 9,5 auf 14,5 Milliarden Mark. „Angesichts dieser Ziffern," heiht es in dem Artikel, „ist das mehr, als der kühnste Export-Fanatiker erwarten konnte. Wenn je eine Behauptung durch die Tatsachen widerlegt wurde, so die bei Schaffung des ersten selbständigen deutschen Zolltarifs aufgestellte Behauptung, die deutsche Ausfuhr fei nicht steigerungsfähig."
Interessant ist auch der Per gleich zwischen der Ausfuhrentwicklung Deutschlands und derjenigen aller übrigen Weltmarktländer. Wahrend die Ausfuhr aller übrigen, die auf dem Weltmarkt von Bedeutung sind, in dem Zeitraum von 1925 bis 1928 sich bei schwankendem Verlauf nur um einige wenige Prozent über die Ausgangslinie erheben konnte, ist die deutsche Ausfuhr um mehr als 50 v. H. angestiegen, eine Entwicklung, die bei Berücksichtigung des Jahres 1929 mit seiner weiteren Steigerung der Ausfuhr ein noch günstigeres Bild zeigen würde.
Anderseits ist die Einfuhr von 1925 auf 1926 und von 1927 auf 1928 gesunken, nur von 1926 auf 1927 ist sie erheblich gestiegen und von 1928 auf 1929 etwa in gleicher Höhe geblieben. Sn der Periode 1925 bis 1929 ist die Steigerung der Einfuhr ganz erheblich hinter derjenigen der Ausfuhr zurückgeblieben, die Passivität der Handelsbilanz hat feit 1925 vorwiegend abgenommen, so dah auch unter Berücksichtigung der Cinfuhrzissern sich eine günstige Entwicklung des deutschen Auhenhandels ergibt.
Zum Schluh des interessanten Aufsatzes sagt dann der Verfasser, dah durch diese Tatsachen alle Veranlassung vorliegt, an den bewährten Grundsätzen unserer bisherigen, auf Förderung
der Ausfuhr eingestellten Handelspolitck festzuhalten und ihren Ausbau planmäßig und ziel- bewußt fortzusetzen.
Oie Arbeitsmarttiage im Reich.
In der Woche vom 30. Dezember 1929 bis 4. Januar 1930, hat der Arbeits markt eine weitere starke Belastung erfahren, eine Entspannung, die man von der wieder einsehenden gelinden Witterung für die Außenarbeiten hätte erwarten können, trat kaum ein. Auch sonst haben wichtige Betriebe, die vor den Festwochen ausfetzten, ihre entlassene Belegschast noch nicht wieder zurückbe- rufen. Infolge dieser vorübergehenden Einflüsse, die sich in der Berichtswoche auswirkten, ist es schwierig, aus der Zunahme der Arbeitslosigkeit auf den Grad der jahreszeitlichen Verschlechterung zu schließen, und erst recht nicht möglich, den Anteil der konjunkturellen Arbeitslosigkeit zu erkennen.
Die Zahl der H a u<p t u n t e r st ü tz u n g s - empfänger in der versicherungsmäßigen Arbeitslosenunterstützung betrug nach den Vormeldungen der Landesarbeitsämter am Jahresende rund 1770 000. Das sind noch immer säst 70 000 mehr, als zur gleichen Zeit des Vorjahres, und 570 000 mehr als zur Jahreswende 1927/28. Diese Ueberlagerung ist aber nicht erst eine Folge der winterlichen Verschlechterung, denn in den Monaten November und Dezember betrug die Zunahme der Hauptunterstützungsempfänger im Jahre 1927 850 000, im Jahre 1928 1030 000, im Jahre 1929 hingegen 880 000 (also wenig mehr als in den entsprechenden Monaten des Jahres 1927). Die Annäherung der diesjährigen Kurve der Arbeitslositz- keit an der Entwicklungslinie des Vorjahres, wie sie bisher beobachtet werden konnte, wird nur von einigen Landesarbeitsbezirken getragen. In erster Linie von Westfalen, dann folgen Rheinland, Ostpreußen, Niedersachsen und Pommern, in denen die Zahlen der Hauptunterstützungsempfänger des Vorjahres unterschritten sind.
* I. - G. - F a r b e n i n d u st r i e A.-G., Frankfurt a. M. Um weitere Entlassungen in den Wintermonaten zu vermeiden, hat die J.-G.-Farben- industrie, Werk Höchst, sich entschlossen, vorübergehend von der mit dem 12. Januar beginnenden Woche ab in den Höchster Betrieben Teile der Belegschaft abwechselnd je eine Schicht pro Woche zu beurlauben.
* Nheinische Stahlwerke A.-G. Sn der letzten Zeit beschäftigen sich Börsenberichte und Pressemeldungen mit der voraussichtlichen Dividende der Nheinischen Stahlwerke für das am 1. April 1930 ablausende Geschäftsjahr, wobei einmal von 8 Prozent Dividende, ein anderes Mal von einer Dividendenerhöhung gegenüber dem 6proz. Satz des Vorjahres um 1 bis 2 Proz. die Rede ist. Die Verwaltung legt Wert darauf, festzustellen, daß die Rheinstahl-Dividende fundamental abhängig ist von derjenigen der Vereinigten Stahlwerke für deren am 1. Oktober 1929 abgelaufenes Geschäftsjahr, über welches erst in der am 23. Sanuar 1930 stattfindenden Aufsichtsratssihung Beschluß gefaßt wird. Von dieser Grundlage ausgehend, kann zwar auf Grund der bisherigen Betriebsergebnisse der Rheinstahl-Zechen, unter Vorbehalt, eine Dividendeerhöhung über den Sah der Rheinstahlwerke hinaus in Aussicht genommen werden, es muh aber anderseits erklärt werden, dah ein Ausmaß dieser Erhöhung vön 2 Prozent Ausgeschlossen ist.
•* Rheinisch-Westfälisches Kohlen- Syndikat. Der arbeitstägliche GefamtabSah des Syndikates hat sich im Dezember wieder etwas verschlechtert. Er stellte Sich nach dem vorläufigen Ergebnis auf 280 000 Tonnen gegenüber 285 000 Tonnen im November. Die Abnahme entfällt ganz auf das bestrittene Gebiet (146 000 Tonnen
gegenüber 151 000 Tonnen im Vormonat), während das unbestrittene Gebiet mit 134 000 Tonnen unverändert geblieben ist.
* Rumänische Tochtergesellschaft der Bleistiftfabrik Sohann Faber, A. - G. Snfolge der hohen rumänischen Einfuhrzölle auf Bleistifte hat sich die Bleistiftfabrik Sohann Faber, A.-G., in Nürnberg, zwecks Förderung ihres Abfahes in Rumänien maßgebenden Einfluh bei der bisher unter dein Namen „Graziosa" in Hermannstadt bestehenden Blei- ftiftfabrif verfchafft in der Weife, daß diese Firma liquidiert wurde und eine neue Firma unter Faberscher Führung und dem Namen „Rumänische Bleistiftfabrik. A.-G." gegründet wurde. Die ehemaligen Snhaber der alten Fabrik sind an dem neuen Unternehmen mitbeteiligt.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 9. San. Tendenz: verstimmt, später gebessert. — Sm heutigen Vor- mittagsverkehr kam verschiedentlich eine Mißstimmung auf; man befürchtete hinsichtlich der Sanktionsfrage Schwierigkeiten im Haag. Auch verstimmte die Zunahme der Arbeitslosigkeit im Reiche und der leichte Rückgang des Kohlenab- fahes im Ruhrgebiet. Die Tendenz blieb aber widerstandsfähig. Zu Beginn des offiziellen Marktes schlug die Stimmung um, und eine optimistischere Beurteilung der Lage konnte wieder plahgreifen, zumal der Geldmarkt eine weitere Verflüssigung auf weist und auch damit gerechnet wird, dah heute eventuell eine Diskont- denkung in London zu erwarten ist. Das Geschäft war in Spezialwerten wieder lebhafter, da Aufträge von verschiedenen Seiten eingetroffen fein sollen. Gegenüber der gestrigen Abendbörse zeigten die ersten Kurse jedoch keine Einheitlichkeit, cs überwogen aber die Erholungen. Stärker gedrückt eröffneten Deutsche Linoleum mit minus 4 v. H. Am Elektromarkt zogen AEG., Felten und Schuckert bis zu 1,5 v. H an, während Gesfurel 1 v. H. einbühten. Ehade- aktien lagen auf die Schwache Veranlagung der spanischen Valuta weiter angeboten und erneut 2 Mark niedriger. Am Chemiemarkt ergaben sich Abschläge bis 1 v. H. Schon anfangs wurde dem Montanmarkt lebhafteres Interesse entgegengebracht. Phönix, Buderus, Mannesmann und Gelsenkirchen gewannen bis zu 1,25 v. H. Nur Rheinstahl waren in Reaktion der letzttägigen AufwärtU- bewegung auf Gewinnmitnahmen angeboten und bis zu 1,5 v.H. gedrückt. Man hatte gehofft, daß eine Dividendenerhöhung von 2 v. H. ein- treten werde, was aber von maßgebender Seite dementiert ist; doch wird auch versichert, daß eine Erhöhung der Dividende um eventuell 1 v. H. höchstenfalls in Frage kommt. Dies dürfte veranlaßt haben, eine Vernachlässigung herbeizuführen. 21m Bauunternehmungsmarkt waren Wayh L Freytag wieder angeboten und 1,5v.H. schwächer, dagegen bestand für Holzmann regeres Interesse bei einem Gewinn von 4 v. H. Banken lagen meist wenig verändert. Schiffahrtswerte bis zu 1 v. H. fester. Nach Berücksichtigung des Dividendeabzuges konnten Süddeutsche Zucker 2,5 v. H. gewinnen. Renten freundlicher. Deutsche Anleihen traten mehr hervor. Sm Verlaufe wurde die älmsahtätigkeit wieder geringer, nur für Spezialwerte bestand weiter Sntereffe. Bei freundlicher Tendenz ergaben sich gegen den Anfang Besserungen bis zu 2 v. H. Deutsche Linoleum formten ihren Anfangsverlust wieder vollkommen ausgleichen. Der inzwischen eingetroffene unveränderte Londoner Diskontsatz beengte wohl etwas, aber die Stimmung blieb zuversichtlich und die Kurse gut behauptet. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 5,5 v. H. unverändert. Am Devisenmarkt waren der Dollar und der Peseta schwach. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1835; gegen Pfund 21,39; London gegen Kabel 4,8690; gegen Paris 123,89; gegen Mailand 93,19; gegen Madrid 39,15; gegen Schweiz 25,1225; gegen Holland 12,0850.
Berliner Börse.
Berlin, 9. San. Trotz schon vormittags vorliegender wenig günstiger Momente - - wie Rückgang des Ruhrkohlenabfahes im Dezember, Arbeiterbeurlaubungen in der S.-G.-Farben-Sndu- ftrie, kleinere Schwierigkeiten bei den Haager Verhandlungen — und das nach mattem Beginn unregelmäßige Neuhork war bis zu Beginn des offiziellen MarktesMne Stimmung recht zuversichtlich. Erst die ersten Notierungen lagen im Gegensatz hierzu eher schwächer, da die Spekulation zu Glattstellungen neigte, während das Kaufinteresfe der Provinz nicht groß war. Einige Insolvenzen im Provinzbankgewerbe wurden aufgebauscht, auch vergrößerte sich die Zahl derjenigen, die eine Londoner Diskontsenkung für
heute noch für unwahrscheinlich hielten. Bemerkenswert fest lagen Holzmann (plus 3 Proz.) und Stöhr lp.us 5,13 Proz.). Auch Svenfta. Deutsche Kabel und Polyphon zeichneten Sich, ebenfo wie der Schiffahrtsmarkt, durch freundliche Haltung aus. Etwas vernachlässigt lagen Farben und Montanwerte. Chadealtien verloren, wohl im Zusammenhang mit der Schwachen Spanischen Valuta, 7 Mk. Deutsche Anleihen freundlich. Ausländer nicht ganz einheitlich. Türken weiter befestigt. Pfandbriefmarkt bei ruhigem Geschäft gut behauptet. Der Geldmarkt war unverändert. Tagesgeld 5 bis 7,5 Prozent, Monatsgeld 8,25 bis 9,5 Proz. Nach den ersten Kursen neigte die Tendenz bei kleinen ilmfäßen zunächst eher zur Schwäche. Erst als der gute Reichs- bankausweiß 'für d i e erste Sanuar« Woche mit einer Entlastung von etwa 650 Millionen (Reichsschatzwechfel minus 216, Wechfel 237, Lombard minus 199, Noten minus 473, Giro minus 170 M.llionen, Teck ng 49 6resp. 58.4 Proz.) bekannt wurde, setzte sich eine neue kräftige Aufwärtsbewegung durch, die bei den Spezialwerten, wie Schultheiß, Siemens, Schuckert und am Montanmarkt zu stärkeren Gewinnen führte.' Außerdem sollen Privatinformationen vorliegen, daß die Bank von England heute ihren Diskontsatz doch ermäßigen wird.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M, 9. San. Auftrieb: 145 Rinder, 1039 Kälber, 393 Schafe, 489 Schweine. Es kosteten: Kälber: beste Mast- und Saugkälber 80 bis 84, mittlere Mast- und Saugkälber 75 bis 79, geringe Kälber 68 bis 74 Mk.; Sei) afe: Mastlämmer und jüngere Masthämmel (Weide- mast) 47 bis 50, mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 40 bis 46 Mark; Schweine: vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfd Lebendgewicht 82 bis 84, 200 bis 240 Pfd. Lebendgewicht 83 bis 85, 160 bis 200 Pfd. 83 bis 85, fleischige von 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 80 bis 83 Mk. Marktverlauf: Schweine ruhig, ausverkauft. Kälber und Schafe rege, geräumt.
Kunst und Wissenschaft.
Der Große Slaatspeiß für Maler.
Berlin, 6. Jan. (WB.) Der Wettbewerb um den Großen Staatspreis der Preußischen Akademie der Künste für Maler ist heute entschieden worden. Der Große Staatspreis wurde dem Maler Walter Meyer-Vax verliehen. Die Wettbewerbs, arbeiten sind in der Akademie der Künste öffentlich ausgestellt.
Spanischer Preis für Georg Westermann, Braunschweig.
Auf der Weltausstellung in Barcelona hat die Firma Druckerei und Verlag Georg Westerman n, Braunfchweig, für „Westermanns Monatshefte", eine Wandkarte von Equador und sonstige Derlagswerke, die in den eigenen technischen Betrieben hergestellt wurden, den „grau Premio" erhalten.
Letzte Nachrichten.
Unregelmäßigkeiten bei der Ausführung von Postbauten?
Frankfurt a. 21t., 9. Jan. (VTL.-Drahlnach- richt.) Auf Grund einer Anzeige, die ein von einer hiesigen Vauf Irma entlaf fener Ange- siellter erstattete, hat die Staatsanwaltschast, nach Mitteilung der Jusiizpressestelle, im Einvernehmen mit dem Polizeipräsidenten und der Oberpostdirck- tion ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, zwecks Austlärung etwaiger Anregclmätzigkeiten, die nach der Behauptung des Anzeigers bei der Vergebung und Ausführung von Bau- arbeiten für die Reichspo ft Verwaltung in Frankfurt a.M. vorgekommen fein sollen, heute begannen in den frühen Morgen- stunden umfangreiche Vernehmungen bei der Frankfurter Kriminalpolizei. Es wurden auch mehrere auswärtige Personen zur Vernehmung herangezogen. Welche weiteren Maßnahmen ergriffen werden, hängt von dem Ergebnis der noch im Gange befindlichen Vernehmungen ab.
Sprechstunden der Redaktion.
11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen.
Anzeige naufträge sind lediglich an die Geschäfts st eile zu richten.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7 o.H., Lombardzinsfuß 8 v.H.
Frankfurt a M
Berlin
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8% Hess. Bolttstaat von 1929
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—
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—
8% Franks. Hnp.-Bank Goldpfc
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—
—
—
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-
-
—
Pfandbrief R. 17.....
8% Pr. Landcepsandbriesan stall
97
—
97
—
Komm.-Obl. R- 18.....
7% Pr. Landcepsandbriesan stall,
94,5
—
94,5
—
Pfandbriefe R. 10
51.Ü ®. o6q. tkorkrleg Obligation
88,5
88,5
—
rückzahlbar 1932
88,25
—
4% Oesterreichische Goldrte..
24,25
—
24,4
24,75
4.20% Cfftert. Silbern-
4% Oesterreichische Einheitliche
2,75
—
—
—
Rente..........
1.95
—
2
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4% Ungarische Goldrte.. . ■
4% Ungarische Staattr. v. 1910
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22,3
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2
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Kurs
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Deutsch-Oesterreich, 4 100 Schilling Rumänische Noten.......
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Spanische Noten ........ Tschechoslowakische Noten..... Ungarische Noten ......
Devisenmarkt Berlin
4,168
4,188 58,53
112,07
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Schultheis Patzen,)cher ... 15
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173.9
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117
87
113
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143
139,75
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331
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129
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71.5 117,5
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142,5
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35,9 240,5 45,25
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159 331
42,75
55
46,25
128,5
222 161,5
106.4
57
189.5
322
173,75 81.25
66
72
117,75
90
205
144
189
96.6
153,75
36 . 239,5 44.25
18
70,5 158.25
333 -
128,5
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8. Januar
9. Januar
Amtlich^ Notierung
Geld ; Bries
lUmtlid»' Notierung
Geld Bri 1
Amst.°Noll Bucn.-Airev Brss.-Antw Gbriftiania • .Qopenbagcn Stockholm Helsingtors. Italien. . London. . . Neunork . . Paris.... Schweiz . . Spanten . Japan . . . -Mio de Jan Wien in D- CtfL abfleft Prag .
Belirad ■ Budapest. . Bulgarien Lissabon Danzig. . Konst..ntin. Sitten. . Canada llrn uat) tttitro . .
168,65 1,686 58,35
111,39 111,96 112,28
10.507
21,98 20,38 4,184
16,445 81,12 53,20 2,055 0.441
58,86 12,38
7,405 73,225
3.027 18,81
1,49 1,988 5.435 4,140 3,876 20,90
168,99 1,690
58,47
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112,18
112,50
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20.42
4,192
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81,28
53,30
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20,94
168,47
1 678 58,315 111,84 111,92 112,22 10,501
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16,44
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2,056 ,451
58,82 12,372
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5,445 4,146
3,844 20,88


