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Turnen, Sport und Spiel.

Gau-Volksiurnen des Turngaues Hessen OT.

Borbericht

WEN. 3n grober Zahl waren gestern die Tur­ner unö Turnerinnen des Gaues Hessen der DT. zu einem Gau-Volksturnen in Friedberg eingetroffen, herzlich begrüßt von der Turn- gemeinde und der Stadt Friedberg, die durch Bürgermeister Dr. S e y d der Deutschen Turner- schäft anerkennende Worte des Dankes für ihre Arbeit an Jugend und Volk übermitteln liefe. Der Turngau Hessen entbot durch seinen zweiten Gauvertreter, Verleger Schneider, Butzbach, den Willkomm der Gauleitung und dankte der Turngemeinde Friedberg für die mühevolle Vor­bereitung der Veranstaltung. Die stark besuchten Wettkämpfe nahmen nach einer Andacht von Pfarrer Gengnagel unter der Leitung von Gauvolksturnwart Klimister einen reibungs­losen Verlauf und zeigten bei zum Teil sehr guten Leistungen, daß die Dolksturnbewegung sich auch im Gau Hessen stark ausbreitet. 475 Turner und Turnerinnen aus 62 Gauvereinen waren am Start. Sn vielen Konkurrenzen wur­den trotz des schlechten Wetters am Vormittag die Kreisbestleistungen nahezu erreicht, im 1500 Meter-Lauf von Vaubel (Turnverein 1846 G i e fe e n) und Schaf (Turnverein Derns- feld) mit 4 Min. 3 Sek. sogar unterboten. Wir werden über die Veranstaltung noch näher berichten.

Fußball in Hessen-Hannover.

Auch der dritte Sonntag der Fufeball-Verbands- spiele im Bezirk Hessen-Hannover brachte einige unerwartete Ergebnisse. Wieder mußten einige Kasseler Vereine derProvinz" den Sieg überlassen. Die größte Ueberraschung bedeutet die Niederlage, die der Favorit, Spielverein Kas­sel mit 0:4 in Ockers hausen erlitt. Trotzdem der Sportklub 0 3 Kassel in Großalme­rode in stärkster Aufstellung antrat, mußte er sich doch mit einem 3:3 zufriedengeben. Hermannia Kassel unterlag auf eigenem Platze der Ful­daer Borussia mit 1:4 (1:2). Der einzige Kasseler Verein, der auswärts beide Punkte sichern konnte, war Hessen 09. Die Hessen konnten in Grone den dortigen FC. auf Grund des aus­gezeichneten Schlußdreiecks mit 4:0 schlagen. In Fulda besiegte die dortige Germania Hes­sen Hersfeld 2:1.

Der Fußball im Maingebiet.

Der gestrige Sonntag brachte in der Gruppe Main interessante Spiele. Der Meister Ein­tracht spielte in Fechenheim sein Ver­bandsspiel, obwohl er die beiden Spieler Stubb und Mantel für die Nationalmannschaft ab­gegeben hatte. Die Leute der Eintracht ge­wannen sicher 4:0 (2:0). Einen harten Kampf gab es zwischen Sportverein und R o t - Weife-Frankfurt. Die einheitlichere Mann­schaft des FSV. blieb schließlich knapp und ver­dient 1:0 Sieger. Union Niederrod liefe in einem 1:1-Spiel in Bieber einen Punkt. Die Offenbacher Kickers, die einen so gu­ten Start hatten, muhten in Hanau, wo schein­bar für sie nicht zu gewinnen ist, beide Punkte lassen. Hanau blieb 2:1 erfolgreich. Damit ist nun mit Ausnahme von Eintracht keine Mann­schaft mehr ohne Verlustpunkt.

Die punltekämpse in der Gruppe Helsen.

Die Punktekämpse in der Gruppe Hessen brachten gestern die erwarteten Ergebnisse. 71 e u- Ssenburg, das Mainz 05 als Gegner hatte, zeigte eine gute Leistung und siegte 3:0 (1:0). Die Tore fielen durch Meier (zwei) und Dietz. Engel von Mainz muhte kurz vor der Pause wegen Tätlichkeit den Platz verlassen. W o r - matia Worms hatte in LIrberach einen äußerst schweren Gegner und mußte sich sehr strecken, um zu einem 2:0 (l:0)-Sieg zu kommen. D a r m st a d t 9 8 und S. V. Wiesbaden teil­ten sich nach einem fairen, ausgeglichenen Kampf in die Punkte. Das Ergebnis lautete 3:3 (2:2). Alemannia Worms fertigte Langen sicher 5:1 ab. Langen konnte in ter ersten Halb­zeit noch standhalten, fiel aber dann vollkommen auseinander.

Fußball - Städtekamps Berlin - Hamburg.

Vor 10 000 Zuschauern wurde am Sonntag in Berlin der Fußball-Städtekampf zwischen Hamburg und Berlin ausgetra- gen. Aach wenig ansprechenden Leistungen trenn­ten sich beide Mannschaften mit einem unent­schiedenen Ergebnis von 2:2. Berlin stellte die bessere Elf, die jedoch durch das Tktfagen des Verteidigers Kleinert und des Halbrechten Lingnau den sicheren Sieg verschenkte. Ham­burg hatte mit seiner Vertretung eine verhält­nismäßig junge Mannschaft betraut, die einen ungekünstelten Fußball vorführte und sich vor allem durch riesigen Eifer auszeichnete.

Frauen-Weltspiele in Prag.

Die internationalen Frauen-Vteltspiele in Prag nahmen am Samstag ihren Anfang. Vor 15 000 Zuschauern erfolgte der Einmarsch der Nationen. «V Organisation liefe viel zu wünschen übrig.

-^an9e^ an guten Sportplätzen in Prag führte dazu, dafe auch diese immerhin bedeutende Veranstaltung auf unzureichendem Gelände abge­halten werden mufe.

Sn den Wettkämpfen des ersten Tages gab es nur eine Entscheidung, und zwar im Kugel-

das Frl. Heüblein, Barmen, mit l?A4?n 25ctcr üoc Trl. Hermanns, Köln, (12,12 Meter) und der Wienerin Perkhaus (11,48 Meter) gewann. Bei den zahlreichen Vor- kämpfen in den übrigen Konkurrenzen, wie 80- Meter-Hürdenlauf, 60-Meter-Lauf, 100-Meter- Lauf, 200-Meter-Lauf und 800-Meter-Lauf, schnit­ten die deutschen Tkrtretecinnen ebenfalls gut ab und alle blieben im Wettbewerb.

Am gestrigen zweiten Tage hatten sich 20 000 Zuschauer eingefunden, die fesselnde und inter­essante Kämpfe zu sehen bekamen. Es fielen am Sonntag drei Entscheidungen, in denen es nur durch Frl. Braumüller im Hochsprung einen deutschen Sieg gab. Sm 60-m-Laufen und Diskuswerfen wurden Frl. Gelius bzw. Frl. Fleischer Zweiter. Sn den Zwischenläufen zum 100-m- un£> 200-m-Lauf und zur 4xl00-m-Stof-

fel hielten sich die deutschen Vertreterinnen aus­gezeichnet. Sm Handballspiel zwischen Deutschland und Oe st erreich lagen die Deutschen bei der Pause 4:1 in Führung, um dann jedoch 4:5 zu verlieren.

Ergebnisse:

60-Meter-Laufen: 1. Walasiewicz,Po­len, 7,7 Sek.: 2. Gelius, Deutschland, 7,8; 3. Hi- tomi, Sapan, 7,8; 4. Walker, England; 5. Radi» deau, Frankreich; 6. Kellner, Deutschland.

Diskuswerfen: 1. Konopacke, Polen. 36,80 Meter; 2. Fleischer, Deutschland, 35,82 Meter; 3. Vivenza, Stalien, 35,23 Meter.

Hochsprung: 1. Braumüller, Deutschland, 1,57 Meter; 2. Frl. Misols, Holland, (Weltrekord­inhaberin) 1,57 Meter (durch Stechen entschieden); 3. Frl. Tlotte, Deutschland, 1,53 Meter.

Frankfurter Herbst-Regatta.

Die gestrige Frankfurter Herbstregatta brachte ausgezeichnet besetzte Kämpfe. Die wertvollste Konkurrenz des Tages um den Main-Pokal gewann überlegen H a r t r a t h, Kafteler RG. vor Steup, Universität Frankfurt und Sauer, Frankfurter RV. Viel Beifall fand ein Darnen- Vierer-Rennen und das Stilrudern für Damen. Die Ergebnisse:

Jugend- und Schüler-Regatta.

Normalgewichts - Vierer: 1. Mainzer RV. 6,06; 2. RV. Rüsselsheim 6:20,2; 3. Undine Offenbach; 4. Frankfurter RE.; 5. Mannheimer RE.

(fr(ter Jugend - Vierer: 1. Alemannia Hamburg 5:44,2; 2. Frankfurter RV. 5:45,8; 3. Ha­nauer RG.; 4. Undine Offenbach.

Anfänger-Vierer: 1. Abteilung: 1. Undine Offenbach 6,14; 2. Frankfurter RG. Sachsenhausen

6,17; 3. Germania Frankfurt', 4. Frankfurter RG. Oberrad. 2. Abteilung: 1. RV. Rüsselsheim 6,08; 2. Hellas Offenbach 6:09,6; 3. Mannheimer RE.; 4. Frankfurter RV. 3. Abteilung: 1. Offenbacher RV. 5,56; 2. Frankfurter RV. 6:03,2; 3. Frankfurter RE.;

4. Teutonia Frankfurt.

Schüler-Achter: 1. Mainzer RV. 5:09,4; 2. Frankfurter RV. 5:10,8; 3. Germania Frankfurt; 4. Undine Offenbach.

(frfeer Jugend-Achter: Frankfurter RV. 5:16,2; 2. Alemannia Hamburg 5:20,2; 3. Hanauer RG.; 4. Offenbacher Undine.

Damen-wettbewerbe.

Gigvierer: 1. Offenbacher RV. 6:49,8; 2. Offenbacher Hellas 6:59,8.

Sti.lrudern: 1. Offenbacher RV. 10,5 Punkte, 2. Hellas Offenbach 9,5 P.; 3. Hellas Offenbach II. 9 P.; 4. Offenbacher RV. 8,5 P.

herbft-Regatta.

1. H e r b st - V i e r e r: 1. Frankfurter RG. Sach­senhausen 9:06,2; 2. RV. Rüsselsheim 9,24 Min.

Herb st einer für Jungmannen: 1. Hoff- Saar, Saarbrücken 9:34,8; 2. Sauer-Frankfurter RV. 9:41; 3. Daube-Hassia Hanau.

2. Herb st-Vierer: 1. Limburger RE. 8:51; 2. Frankfurter RG. Oberrad 9:14,4; 3. Kreuznacher RV.

Main-Pokal-Einer: 1. Hartrath-Kasteler RG. 9:15,4; 2. Steup-Universität Frankfurt 9:24,8; 3. Sauer-Frankfurter RV.

Herbst-Achter: 1. Frankfurter RG. Sachsen­hausen 8:10,2; 2. RV. Rüsselsheim 8:31,4; 3. Gie­ßener RG. wegen Kollision ausgeschlossen.

Gtädteachter Gießen-Wetzlar.

Oie Gießener Rudergesellschast 1877 gewinnt den Städteachter Gießen- Wetzlar und erringt damit den 200. Sieg.

Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung kam am gestrigen Sonntag um 17 Uhr auf der Lahn bei Gießen das Städte-Achterreimen Gießen-Wetzlar zum Austrag. Dem Starter stellten sich nur die Gießener Ruder­gesellschaft 1 8 7 7 und der Verein Ru­dersport 1913 Gießen. Der Wetzlarer Ruderklub muhte aus Mangel an einer geeig­neten Mannschaft auf seine Teilnahme an dem Rennen verzichten.

Vom Start weg führte die Gießener Ru - dergesellschaft 1 8 7 7 mit einer knappen halben Länge. Bis zur 500-Meter-Marke hatte die Mannschaft ihren Vorsprung auf eine Länge vergrößert. Auf der ganzen Strecke führend, ging die Mannschaft der GRG. mit 2,5 Längen Vor­sprung als Sieger durch das Ziel.

Mit diesem Sieg hat die GRG. den 200. Sieg seit ihrem Bestehen errungen.

Bedeutsamer Gießener Schwimmersieg.

Gießener Schwimmverein Meister im Gau-Zugend-Wafferball.

Die Entscheidungskämpfe, die am gestrigen Sonn­tag um die Jugendmei st erschuft im Was­serball für den Gau I, Kreis V, des Deut­schen Schwimmverbundes in dem Vereinsbad des Offenbacher SV. 1896 in Offenbach ausgetragen wurden, brachten für die Jugendmunnschafe des Gießener Schwimmvereins einen über­raschenden Erfolg.

Die Gießener standen in drei Endspielen den Jugendmannschaften des Offenbacher SV. 1896, des Frankfurter SV. und des SchwimmklubsJung­deutschlund", Darmstadt, gegenüber. Erwartungs­gemäß zeigte die Gießener SV.-Jugend im Kampf mit den beiden erstgenannten Munnfchaften sich überlegen, während der Sieg über die Darmstädter allen Voraussagen zuwider eine erfreuliche Ueber­raschung darstellt. Der Erfolg ist um so bedeutsamer, als der Gau I im Jugendwasserball eine ganze Reihe spielstarker Mannschaften aus verschiedenen großen Vereinen zu stellen hat, und der Gießener SV. allein schon auf Grund der durch die geographi­schen Verhältnisse bedingten Benachteiligung hin­sichtlich des Austrags von Trainingsspielen mit

gleichwertigen Mannschaften von vornherein mit besonderen Widrigkeiten zu rechnen hat.

Die Teilnehmer und der Verlauf der Entschei­dungsspiele sind aus der folgenden Aufstellung zu ersehen:

Offenbach 1896 Jungdeutschlund, Darmstadt 0:5.

Gießener S V. Frankfurter SV. 7:0.

Jungdeutschland, Darmstadt Frankfurter SD. 7:0.

Gießener SV. Offenbach 1896 5:2.

Offenbach 1896 Frankfurter SV. (F. SV. ver­zichtet.)

Gießener SV. Jungdeutschland, Darm­stadt 2:1 (Halbzeit 1:0).

Gießen spielte in folgender Aufstellung: Tor: Schüler; Verteidigung: Aua. Habrich, Fritz Moßner; Verbindung: Ernst Schomber; Sturm: Georg Her­bert, Bullt Zimmer, Rudolf Hechler. Hervorzuheben ist besonders der Verlauf des Spiels gegen Darm­stadt, das den Gießenern den Meistertitel brachte, und hier vor allem die guten Leistungen der Ver­teidigung und des Torwarts.

Eine blamable Fußball-Niederlage.

Deutschland von Dänemark mit 6:3 (3:2) geschlagen.

Cs war eine offenkundige Tatsache, daß man der deutschen Fußball-Elf, die man für den Länderkampf in Kopenhagen gegenDänemark nominiert hatte, nur wenig Vertrauen entgegenbrachte. Cs war ein zu buntes Spielergemisch, als daß man einheitliche Aktionen und damit einen Erfolg gegen die Dänen er­wartete. An dieser Ansicht konnten auch die wochenlangen Trainingskurfe des DFB. nichts ändern. Sm Gegenteil, man fragt sich heute nach dem verlorenen Länderspiel, was mit diesen Trainingskursen, abgesehen davon, daß sie die Kasse des DFB. mit den gutbesuchten Spielen auffüllten, überhaupt erreicht wurde.Daß Deutsch­land gegen die Dänen verlor, war wirklich zu vermeiden.

Die Mannschasten.

Dänemark: Svend Senfen-Doldklubben 93; Fritz Tarp-Kopenhagen 93, Knud Christophern- Fram Kopenhagen; Zolck-Kopenhagen 93; Paul Sensen-Kopenhagen 93, S. Sohannsen-Fram; E. Hansen-K. 93, E. Kleven-Fram. P. Sörgensen- Fram, Kai Aldall-K. 93, E. Nilson-K. 93.

Deutschland: Wenz - ASV. Nürnberg;

Brunke-TD. Berlin, Stubb-Eintracht Frankfurt; Hergert - FK. Pirmasens, Münzenberg - Titern. Aachen, Mantel-Eintracht Frankfurt; Straßbur­ger-Duisburg, Sobeck-Hertha-DSC., Hohmann- DfL. Denrath, R. Hofmann-Dresden, Kundt- 1. FC. Nürnberg.

Wie Deutschland verlor.

Sn der ersten Halbzeit spielten die Dänen mit starkem Wind im Rücken und kamen bereits in der ersten Minute durch einen Kopfball des Halb­rechten Kleven in Führung. Bereits in der 14. Minute kamen die Dänen, wiederum durch einen Kopfball, und zwar vom Mittelstürmer Sörgen- sen, zu ihrem zweiten Treffer. Erst in der 30. Minute fiel dann durch Richard Hofmann der erste deutsche Gegentreffer. Aber bereits in der nächsten Minute hatten die Dänen die alte Diffe­renz wiederhergestellt. Wenz im deutschen Tor mußte einen Schuß von Nilsen passieren küssen.

Setzt aber hatten sich die Deutschen mit dem nassen, schlüpfrigen Boden besser abgefunden, doch scheiterten ihre Angriffe an der aufmerk­samen dänischen Verteidigung. Dazu kam noch das Pech, daß ein Schuß des Nürnberger Kundt an der Latte abprallte. Während der Pause wurden die beiden Mannschaften dem dänischen König vorgestellt. Lind dann kam das Ver­hängnis. Ein Händeelfmeter, von Brunke im Liebereifer verschuldet, ließ die Dänen auf 4:2 erhöhen, dem bald Nummer fünf, durch Sör- gensen erzielt, folgte. Die Dänen, durch diese Erfolge angefeuert, waren stark überlegen. Deutsch­land mußte sich auf gelegentliche Durchbrüche beschränken, wobei auch Hohmann in der 24. Mi- nute ein 3. Tor schoß. Aber auch die Dänen kamen durch Sörgensen noch zu einem weiteren Erfolg.

Die Kritik.

Der dänische Sieg wär vollauf verdient. Die deutsche Deckungsreihe war dem flachen Pahspiel und den schnellen Steilvorlagen der Dänen nicht gewachsen. Dazu war der Sturm der Nordländer sehr schußfreudig und hatte in Sörgensen einen erfahrenen und erfolgreichen Sturmführer. An­ders bei den Deutschen. Hier entsprachen Hoh­mann und Straßburger keineswegs den Erwar­tungen, damit war auch Sobeck lahmgelegt. Auch Hofmann war nicht in gewohnter Fahrt, seinen Torschüssen fehlte die Wucht. Dagegen hielt sich auf dem linken Flügel Kundt ganz zufrieden­stellend. Sehr schlecht war es auch mit der deut­schen Läuferreihe bestellt. Münzenberg ist kein Mittelläufer von internationalem Format, wie auch Hergert viele Wünsche offen lieh. Nur Mantel konnte einigermaßen gefallen. Mit dem Derteidigungstrio Stubb-Brunke und Wenz konnte man im allgemeinen zufrieden sein.

Das Spiel wurde im Stadion von Kopen­hagen ausgetragen und hatte über 18 000 Zu­schauer aufzuweisen. Begeistert wurden die beiden Nationalmannschaften empfangen, die Begeiste­rung wuchs, als nach der Pause der dänische Sieg zu erwarten war.

Oberheffen.

Landkreis (Siesten.

00 Klein-Linden, 6. Sept. Aus der jüng­sten Gemeinderatssitzung ist als bemerkens­wert zu berichten: Vor Eintritt in die Tagesordnung teilte der Vorsitzende, Bürgermeister Ju n g, mit, daß die Verhandlungen mit Staat und Reich wegen Ge­währung von Zuschüssen für den Wasser- leitungsbauzu einem vorläufigen günstigen Er. gebnis geführt haben. Der hessische Staat hat für das laufende Rechnungsjahr die Summe von 30 000 Mark für 10 000 Tagewerke mit je 3 Mark bewilligt. Ferner hat das Reich die verstärkte Förderung ge­nötigt und hierfür einen Zuschuß von 100000 Mark für 10 000 Tagewerke mit je 10 Mark zugesagt. Letzterer Betrag gilt als Darlehn, ist mit 5 v. H. zu verzinsen und muß in 15 Jahresraten, beginnend im Jahre 1933, zurückbezahlt werden. Die Gemeinde muß innerhalb vier Wochen sich für Annahme der Gelder entschieden haben. Um die Angelegenheit zu beschleunigen, soll in den nächsten Tagen Finanz­ausschuß und alsdann Gemeinderatssitzung mit der TagesordnungWafferleitungsbau" stattfinden.

Kreis Friedberg.

4- Bad-Nauheim, 7. Sept. Das städtische Konitzkh stift wird durch einen Erweite­rungsbau wesentlich vergrößert werden. Mit den Bauarbeiten wurde jetzt begonnen.

Kreis Büdingen.

i Babenhausen I, 6. Sept. Gestern nachmittag ereignete sich im benachbarten Dorfe Bellmuth ein (efemerer Ung lüdsfall. Ein bei seinem Sohn auf Besuch weilender alter Mann bekam beim Einspannen der Pferde von einem der beiden Tiere einen Schlag gegen den Leib. Der sofort feerbeigerufene Arzt konnte nichts Bestimmtes feft- feellen und ordnete die Ueberfüferung in die Klinik nach Gießen an, die am selben Abend noch erfolgte. Wie heute morgen hier verlautet, mußte sich der bedauernswerte Greis noch in derselben Nacht einer Operation unterziehen._____________________

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen.

Eewinnauszug

5. Klasse 35. Preußisch-Süddeutsche (261. Preuß.) Klaffen-Lotterie

Ohne Gewähr Nachdruck verboten

Aus jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer aus die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II

24. Ziehungstag 5. September 1930

ön drr heutigen Vormiltagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen

2 Gewinne ju 5000 M. 1 ^8208

12 Gewinn« ju 3000 M. 44268 66684 70904 230380 296978 392380

10 Gewinn« ju 2000 M. 35389 60711 81005 240048 396637

34 Gewinne zu 1000 M. 8099 17285 20323 36452 39142 79234 86478 97068 105686 132491 157237 200128 202589 214501 239107 287030 364476

114 Gewinne ju 500 M. 6055 5737 8468 20665 24275 37731 39881 45418 69563 70231 75513 78258 83472 116449 120263 127570 133018 143944 146632 148278 173484 196555 220504 229447

230388 230627 230905 240168 242488 260557

262949 281677 297517 301694 303476 309555

309960 311953 314617 314983 315086 320790

332162 337947 339627 341335 342807 348964

369732 362120 365059 369029 372581 372845

377314 388370 391584

236 Gewinne zu 300 M. 4270 5414 7230 13518 14676 16784 19141 22063 30682 31963 34621 39473

41295 41979 42178 42707 53497 64770 67954

69055 73718 74447 77781 81594 82257 83857

85853 92437 93072 93735 94965 96443 95988

97451 104745 106758 107494 115659 123875 124485 124951 127605 132316 133471 135186

144120 144806 147228 152723 153735 159351

159518 167111 173523 174828 180290 187223

187621 193467 199487 199703 202117 203012

206400 214406 218188 220137 222535 223907

224646 226526 227343 235598 235791 241237

242077 242518 248784 248797 260262 251353

252077 262943 260284 261737 267248 267812

268621 277952 278084 283302 283510 284692

286460 290783 290825 298934 300621 301152

303069 303290 303766 308292 308641 309735

314808 316050 318884 325038 329282 330601

333409 342250 344018 344209 354849 382771

394047

Ön der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen

4 Gewinn, ju 5000 M. 124336 354160

8 Gewinn» ju 3000 M. 146921 267548 374480 375253

8 Gewinn, zu 2000 W. 86204 94373 194170

366166

34 Gewinne zu 1000 M. 3640 32556 54921 55570 83639 135331 156313 161976 214456 214951 230731 241146 273849 317327 349888 350975 383373

92 Gewinn« zu 500 M. 12839 15456 19087 37810 41532 72091 81086 87992 88912 95304 97093 99404 106366 112985 113232 114712 115463 116700 116809 120224 126562 133705 136188

145245 155419 177988 182434 187711 193040

193872 199181 225284 240431 241419 267639

296563 298844 308795 318616 336836 338187

351572 360384 368497 372884 382585

208 Gewinne ju 300 M. 1518 2070 4870 9663 11208 12792 18712 19079 19133 19393 21625 21828

24540 30362 32393 36948 41952 44107 44914

47237 48441 51021 66885 60016 63459 69670

70235 73892 78635 79661 80179 85520 89337

90255 95085 102135 106062 108161 110656 127075 131439 133123 135437 136043 141648 143918

147621 149406 149875 153354 166601 166860

158865 161830 163652 165582 178248 178485

180093 187323 198962 200168 205469 213395

214042 218483 227251 235270 244739 245879

251066 261145 259160 260570 273900 284918

298763 301711 303624 307811 310402 314011

314086 325351 326283 327105 327483 334797

334822 337071 337410 338511 343327 346403

347134 356670 369805 366295 369417 373631

374070 386165 389207 397612

Im Gewinnrade verblieben: 2 Prämien zu je 600000, 6 Gewinne zu je 25000, 18 zu je 10000, 26 zu je 6000, 62 zu fe 8000, 148 zu je 2000, 820 zu je 1000, 740 zu je 600, 1970 zu je 300.

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